Jfuient? fiel nicht beit geringsten V-onoand mehr, das Blutvergießen fvri-'.rncyen. -K'un fie eS dennoch tut, so rofctft barut der Bernich- tun-Mmlle *’r£>Iiwerden, dem rair die ernsteste EnN'chlossenheft entgegen stellen wollen. Was zu tun ivar. tun den Frieden zu l>e- schleunigen, das ift gesäte den. Nun i ft e s an unseren Geg- Tiftu, zu iprecden und ihre wahren Gesinnungen zu cntbüllen. Die Mcnrarclnc und das Deutsche Reich, die Minister, die Parlamente und die Völker fiitb einig nnd untrennbar ix’rbimbcti
,,)luui!öiK)ft" sagt. Der neue Reichskanzler fügt in seiner Rede ^vatz an Saß. wie aus Stern gemeißelt, wie aus Erz gegosstn- nn den staliil>arten Sätzen des Reichskanzlers dürste sich d« swndliche Entste l l n n gssu chil die Zähne ansbeißen. Das; der Reichskanzler sich hei der Annahme der Friedensresolution aus die Aeberenimmmung nril dem Heer und seinen Führern, ia mit dem gan-et? deutschen Volte. berufen koiurtc. erbrachte den Beweis, daß es ihm in der Tat glückte, die erstrebte Wiädercherstellnng der ehe- 'walrgen Einigkeit und Entsckstoisenhftt z-n erreichen.
Die ..Arbeiterzeitung" nennt den Beschluß des Rcichs- togeseme ernste Kundgebung für den Frieden, eine Auftorderung, zu ihm zu schreiten, die jeder Gegner annehrnen könne.
Schweizerische Stimmen zur KarrzLcrrede.
Bern, 20. Juli. (WDB. Nichtamtlich.) Bei Besprechung der Nanzlerrr-de druckt der „Bund" die Meinung aus, daß die Hoff- nrmg^l vieler kreise de-; derrtschen Bottes hinsichtlich einer Demo- kEisiennng tzcrn.m verwftllicht u«rden würden. Bezüglüh der äußeren Politik haf'e Dr. Michaelis nichts viel mehr gesagt als Beist- nionn Hollweg. Unter allen Umständen habe Michaelis nicht gesagt, was unter „Sicherung der Grenzen des Deictschm Reiches für alle Zeiten" zu verstehen. sei. Die Erklärungen über die innere Pokmk klängen nicht sehr demokratisch. Es sei fraglich, ab das dem lrmmr -Dr cwn den Nöchrheitsparteien gesagten Entschlüssen ent- ;sprohk. Die ganze Rickwung Mick>aelis kennzeichne sich übrigens 'nicht scbl-echi durch Einfügung des Wortes „gottesfürchtig" in die Auszästlung der Eigenschaften, die das deutsche Volk künftig ans- . zeichnen sollen.
Das „Berner Tagblatft' schreibt u.a., Rftchaelis habe .-ein^ politisches Beöttmttris abgelegt. Seche Ausführungen seien nuhig. bestimmt, abgewogen und sachlich und erweckten den Eindruck ttuchedingter W-ahrhastigkeil und Festig keck Nackj, Besprechung der einzellten Mstckmilpe der Rede schließt das Blatt: Mit der Annahme 'der Resolution durch den Reichstag ist der Kontakt mit dem Kanzler-, dm der Kundgebung im voraus zugeftimmt lM. sterge- stellr worden. Der derrkivürdige 19. Jrlli hat ein striktes Ergebnis gezeitigt - Äeutscküand ftst zu eurem Berständigungs- und Ausglftchs- fnieden bereit Dafürr tritt sowrchl idie Rechsoogierung als das Parlament ein. Die EnLente darf die .Kimdgebung nicht überiehen.
Der Eindruck in Dänemark.
Kopenhagen, 20. Juli. (WTB.) Nichtamtlich.! TerDldade des neuen ReiäErnzlers hatte man hier mit der größten L>pan- nmi-g erttgsgengesehen. Alle bedeutenden Blätter reröffenllichm beute dir Rede im Wortlmck. Sie wird jedoch war von „Politiken" lpmmenttert. Das Blatt schreibt: Beim sorgfältigen' Durchlesen der Pede komntt man zu dem Ergebnis, daß Dr. Michaelis nicht wesentlich arrders sprach als Tr. o Bethmann Dollweg. als dieser am 15. Mai die Frrdevimgen der Konser- vat.ve-i und Sozia ldew-ckraten ans Bekamrtgobe der .Kriegsziele Teutschlands zurückwies. Dr. v. Bethmann Hollweg hielt sich damals an allgemeine Grorndsäße, die deutlich genug sein sollten,
’ die aber dock' von .rftemnndem gedeutet werde?', konnten. Tr. sstkichaelis stand vor der Friedens form ei, die eine reine Status arov-Formel nxrr, und er meint«, daß das Kriegsziel Denlsch lands sich i:ineckhalb der Resolution, wie er sie anfsasse, erreichen lasse. Der stftnzler wnil damft sagen, daß sich die L-tatns guo- Forrne! auf ganz verschiedene Weise deuten läßt. Er deutete auch näher an. fti imlcher Rftfttnng xr sie selbst verstelle. Er matt u. a., hie Grenzen dos Deutschen Reiches müßten für allen Zciteir g«- fichert werden, und aus dem Wege der Verständigung durch einen Aergleich müßten Garantien für die Lel.xmsbedingnTrgen des Deutschen Reiches auf dem Ki.nttnrent und jenseits des Meeres geschaffen iperden. Dr. Michaelis htt also die Resolution der Mehr- hettSovrtften mrgenommen, aber wohigemerkt so, nne er sie ver- stetzr Uebcr seine ?luffasftmg kann man ledoch verschiedener Meinung fein.
Eine schwedische Arußernng.
Stockholm, 20. Jicki (WTD. Nichtamtlich. 1 Zrll Rede des deutschen Rft chsftnrzlers schreibt „Stockholms D a g b l a d": Den Auhei.stellenden interessiert die Rede artf meisten, wo der Kanzler die Kri-egs- u.nd Friedensziele behandelte. Michaelis hatte die 'Wahl, sich aus den Standpunkt der Zieichstagsmelirheit zu stellen und einen DerftärrdignngSfricden oltne Armexionen zu befürworten! oder sich den Wünschen der Konservativen anzuschließen. Er hat int großen intb ganzen das entere gewählt und sich sichtlich ohnck größeren Widerstand darein geßmden, daß die Fricdensformel der Mehrheitsparteicn angenommen wurde. In seiner Rede wendete er sich umän'iittellar an die Reichstags Mehrheit und gibt so zu. das; seine Fftedensziele innerhalb des Ral-miens ilwer Entsckfließung erreichbar sind. Er scheiitt dadurch eine Aeußerung von seilen des Reichstages zu billigen. Die grundsätzliche Geneigtheit des Reichs- tzanckers, die Forderungen der DLehrheft anzinnehmen, hinderte ihn iedo.h nicht, in seiner Rede eine Um' cbreibung des Resolutrons- v'irschlages anzuwenden, durch welche die für die übrigen Parteien schw? cken und unangenehmsten Steine des Anstoßes entfernt werden.
Arrr St«dt ttn& €anh.
G ießen , 21. Juli 1917.
Lebensmittelmarken.
Für die Zeit vom 23 . bis 29. Juli haben nachstehende Lebens- mitlelmarken Gültigkeit:
Brotmarken der 39. Woche, gültig vom 23. 7. — 29. 7. 1917
Buttcrmarken, „ 30. „ „ „ 23. 7. - 29. 7. „
Fleischmarken , 30. „ „ ^ 23. 7. - 29. 7. „
Kartoffel marken , 30. ^ 23. 7. - 29. 7. „
Eiermarken Nr. 10
Zuckermarten Nr. 24 - 29 gültig bis 31. 7. 1917.
Seifemnnrfen für den Dtonat Juli.
Ein Umtausch verfallcuer Marke» findet nicht mehr statt; cbcuso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt.
Nenanmclbungen und Anmeldung von Neugeborenen haben nu:mchr unter Vorlage der nötigen Ausweise aus dem LebenSmittclamt zu erfolgen.
llmzuge innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gießen ünd in den zuftälidigen Bezirken auzumeldcn.
Gcschäflsstrrndeu des Städt. Ledensmittelamtes von 9—12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm.
Akarkeuausgabe iür Urlauber:
Sonntags von 19—12 Uhr vormittags.
Die Äkehl' und Fleischrotion.
Berlin, 20. Juli. (WTB.) Das 'Kriegsernährungsamt gibt bekannt: Mitte August 1917 wird die allgemeine Kvpfration an M e h l für die Versorgungsberechtigten von 170 Gramm auf 220 Grmnm täglich erhöht. (Vor dem 15. April 1917 betrug die allgemeine Kopfration 200 Grmnm, während weitere 20 Gramn, in Streckmitteln, soweit solche zur Verfügung standen, gegeben wurden.) Den Wochentag des^ Eintritts der Veränderung bestinnncn die Kommtlnen entsprechend ihrer Versorgungswoche. Von demselben Zeitpunkt ab kommt die seit Mitte Llpril 1917 gewährte verbilligte Fleischzulage von wöchentlich 250 Grmnm wieder in Fortfall. Für die Bemessung der Schwer und Schwerstarbeiterzulagen nnd des Mehlersatzes für fehlende Karwsfeln bleiben die zurzeit bestehenden Bedingungen unverändert. Anfangs Oktober 1917 ist auf G.rund der bis dahin vorzmiehrnenden Eamteschätzung und
^^hzähiung die zu verteilende Kopfmenge an Mehl, Fleisch und Karwffeln erneut fe stz u s e tze m Die den Getreide- felbstversorgern zustehende Menge an Brotgetreide ist durch Bejchluß des Bundesrats vom 1. August ab auf den bis zum 1>. April in Geltung gewesenen Satz von 9 Kilogramm monatlch wieder erhöht worden.
Zucker für Einmachzwecke.
Die Einkanfsgesellschaft für das Großherzogtum .Hessen m. b. H. in Mainz hat soeben eine neue O o stzuckerzu tage für Einmachzwecke an die KoiTrmtrnalverbmrde zur Ausgabe gebracht. Dank der woitausschmreud-en Einteilung, die die Einkaufsgesellschaft <rus Veranlassung des 0-roß- herzoglichen Ministeriums des Innern getoofsen hat, entfallen auf den Kopf der Bevölkerung etwa 5 Pfund Zucker. Da außerd-enr in diesem Monat zum größten Teil die für die 3 Monate Juli, August, September entfallenden Monatsmengen von je IV 2 Pfund gleichzeitig ausgeschüttet wurden, so erhält die Beti-ötterung im Monat Juli etwa 91/2 Pfund Zucker auf den Kops. Zuzüglich der bereits nn Mai ausgegebenen Ob st zuckerzulage von 4 Pfund und der in den; gleicher; Monat ausaegebeTren Monats- mcngen für Mai und Juni hat foncit die Beoölkevung im Großherzogtum Hessen in der Einmachzeit etwa 15 Pfund Zucker auf deri Kopf erhalten. Bei einer Familie von durchschnittlich 4 Köpfen bedeutet dies eine Zuckermenge von rund 60 Pfund, mit der wohl nn allge7nernen jede Familie für Einmachzwecke als ansreick>end versorgt anzusehei; ist
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** Amtliche P.e r s 0 n a l n a ch r i ch t e n. Der (^roßherzog hat crm 14. Juli den Oberlehrer an dem Neuen Gynrnasinm zu Mainz, Prof. Dr. Jac. Mäher, aus sein Nachsuchen mit Wirkung ?vm 5. Aug. d. Js. aus dem Staatsdienst entlassen. — Durch Ent- ichließung Großh. Mimsteriums des Innern wurde der Lehramtsreferendar Dr. Ernst Merker zu Worms zum Lehramtsassessor ernannt.
** Ter Großh. Kreisarzt, Herr Medizinalrat Dr. W a l g e r , ist bis 4. August beurlaubt. Seine dienstliche Verttetung versieht Herr Modizrnalrcrt Dr. Bötticher. Täglich, außer Lvnnlags, zu sprechen von 10—12 Uhr im llntersuchungsamt für Jnfeftwnsbvcrnkheiten, Frankfurter Straße 101.
** Auszeichnung. Der prall. Arzt Dr. Steinreich, der Mit Beginn des Krieges sich freiwillig der deutschen Sanitäts- verwalturrg zur VerfüAmg sttlltt, V? Jahr lang im Lazarett zü Butzbach und später im Felde als Militärarzt tätig war, und dann von fernem Äeimatstaat Oesterreich nt Anspruch genommen wurde, erhielt früher schon das Signutn Lau dis mit Schlvertern mrd die Kriegsdekoration und jetzt das Karl-Tnlppenkreuz.
** .53 c ) ö v b.e ru n g. Der Assistenzarzt Dr Hugo Meyer von Gießen, tvelcher seit Beg-mn des Krieges als Unterarzt im Felde steht, wurde zum Mititär-Ober'arzt befördert.
** Eine Sitzung der Stadtverordneten- V e r s a m m l u u g ift auf Mittwoch, den 25. Juli, nachmittags 4 Uhr anberaumt. Die öffentliche Tagesordnung enthält folgende Beratungspunkre: !. Mitteilung. 2 Baugesuch des Friedrich Groß für das Grundstück Äenenweg 32. 3 Vorlage der Rechnung der Stadtkasse und des Stadt- ertveiternngsfonds für 1913. 4 Beschaffung einer Turbine für das Elektrizitätswerk. 5. Stundung nnd Ermäßigung von Mi et- und Pachtzinsen.
** D a s Ergebnis der A l t m a t e r i a l f a m m - lung. Die cmi 18. d. Mts. vom Roten. Kreuz veranstaltete Sammlung von Altmaterial hatte ein recht erfreuliches Ergebnis. Aus allett Teiler: der Stadt brachten die fleißigen Sanrw.ler erstcunUrckw Mengen von Abfallstvffen aller Art. insbesondere Flascherr, Metallabfälle anb Altpapier, die nun das Rote .Kreuz der kriegsfuirtschastlicheri Verwertung zuführt. Zugleich wird die Kriegs kaffe des Roten Kreuzes durch der: Verkauf in erfreulicher Weise gestärkt. Es gilt nun schon setzt für die .ibairsfrauien, mit der gleichen vaterländischen Treue, die sie diesmal bewährt haben, abermals jene Abfallstoffe in der: künftigen Wochen a n f z u s a m m e l n , damll bei der nächsten Ärmmlung in: August, wenn die eifrige Helferschar wieder auf dem Plan erscheint, ein gleich ausgiebiger Erfolg zum Besten unser-er vaterländischen Sache gebucht iverden kaum
** O b e r h e s s i s ch e r K u n st v e r e i n. Morgen Sonntag sind die seit 14 Tagen ausgestellten kunstgewerblichen Arbeiten und die Bilder von Giebel, Jahn, Thiel- mamr und Elisabeth Bonin nach zu. besehen. Von Montag an bleibt die Ausstellung einige Tage geschlossen und es ge- lantzen dann die neuerdings von Herrn Fabrikant L. Bock gestrsteten Bilder zur Ausstellung.
**Die Unterbringung ftädtischer Schul- k: n d er auf d e m L an d e. Am 7. ds. Mts. fand in Darmstadt eine Sitzung^ des Landesausschusses für die Unterbringung städtischer Schulkinder auf dem Lande statt. Aus dem dabei erstatteten Geschäftsbericht entnehmen wir das Folgende: Insgesamt sind in Hessen 12 bis 13 000 Stadtkinder, davon etwa 4000 aus Preußen, untergebracht worden. Während das Angebot von Gaststellen die Nachfrage bei evangelischen Mädchen von 10—14 Jahren um etwa 1000 übersteigt, war bis jetzt die Unterbringung von Kindern beiderlei Geschlechts im Alter von 6—10 Jahren in über 2000 Fällen unrnöglich. — Die Erfahrungen, die mit den unter- gebrachten Kindern gemacht wurden, waren im allgemeinen gut. Sie haben sich meist gut betragen, in Landwirtschaft und Haus fleißig geholfen und sind dabei körperlich recht gut gediehen (es sind Gewichtszunahmen bis zu 9 Pfund kerne Seltenheit). - Auf der anderen Seite wurde aber auch geklagt darüber, daß Kinder wegen Heimwehs zurückgeholt wurden, daß sie mit der ländlichen Kost unzufrieden, daß sie nicht arbeitswillig, sondert: putzsüchtig waren. Lebhaft wurde über die vielen Besuche der Angehörigen der untergebrirchten Kinder von der Landbevölkerung Beschwerde geführt. Solche Besuche sind eine schwere Last für die Landleute und daher ohne Erlaubnis der örtlichen Organisation durchaus unzulässig. In vielen Fällen ivaren die Pflegeeltern daher veranlaßt, die.Kinder zurückzusenden. Von diesen Vorkommnissen abgesehen, kann der Erfolg der Einrichtung als ein guter, der Volksgesundheit förderlicher bezeichnet werden, und es besteht daher aller Anlaß zur Dankbarkeit gegen die Landbevölkerung, deren opferwilliger Sinn die Durchführung ermöglicht hat.
** Schwär z - Weiß-Theate r, Sellers-weg 81. Im Programm vom Samstag, 21., bis einschl. Montag, 23. Juli, wird gegeben: „Das Spiel ist cms!". .moderne Liebestragödie aus der vornehmen Gesellschaft in vier spannenden Akten, außerdem das zweiaktige Leberisbild eines unschuldig Verurteilten, betitelt: Am Fuße des Schaffotts, zowie ein sehr gures Beiprogramm.
** Lichtspielhaus. „Der Klub der Neun" betitelt sich, der neueste Detelliosch>lager in vier^großen Akten, der im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34, heute Samstag seinen Eftrzug halten wird. Alwin Neuß, der.Meister der Tebellio.', der die Hauptrolle übernommen hat, wirkt m diesen'. Film spannend mrd intei'- essant. Ter zweite Schlager ist das Lustspiel „Eva kontra Adam" in 3 Men, welches >vahre Lachsalven erregen wird. Tie anerkannt gute Künstlerkapelle wird das Programm künstlerisch begleiten.
** Pf-erdemarkt zu^F rankfnrt a. M. Zur Deckung des notwendigsten Bedarfs für Stadt und Land haben ftch die vom landwirtschaftlicten Verein zu Frankfurt (Main- vor den: Gelände des Ostdahnhofs abgehaltenen Arbeitspferdemarkte recht Mt be
währt Auch zu dem am nächsten Mittwoch (1. August stattfinden- den Markt ist nnec-euum mit einem den Zeuoerhälmissen entsprechenden Angebot leichterer, mittlerer nnd schoerster Arbeit-- Pferde zu rechnen.
Landkreis Gießen.
** Wiese^ck, 21. Juli. Das Eiserne Kreuz erhielt der Kairo- mer Ludwig Schnabel in einem Fuß-Art.-Regt
-m. Wies eck. 21. Juli. Dem hiesigen llnterosjrzrer Ihm, bei einem Fuß-Art.-Regt, wurde oie Hessische Tops-erkeftsmedoille
verliehen.
Kreis Bübingen.
4t Altenstädt, 21 Juli. Die hiesige Molkereigenossenschaft se. G. m. b. H.) hatte im abgelaufenen Veveinchache eilten Reingewinn von 3566 ?)kk. und evren Mrtgiiederstand von 267 Genossen.
Kreis Schotten.
44 Boden hau sen II., 21. Juli. Nächsten Mittwoch, 25. ds. Mts. wird die hresigc Gemeinde - Feldjagd nochmals verpachtet
SlarkerÄurg und Nheinhesftn.
" Darmstadt. 21. Juli. Ans Beranlassuatg der hessischen Londes-Obstfttlle werden seit einigeii Tagen die Bahnhöfe des rheinhesfischeu Obstbaugebretes durch ständige Polizei Patrouillen überwacht. Zahlreiä>c Händler aus Frankfurt' nnd Wiesbaden sind ioegen verbotenen Aufkaufs von Obst unttr Beschlagnal/me der Vorräte z/irr Anzeige gebracht worden. In mehreren Fällen ist sesdgestellt worden, so schreibt der „M. A.", daß Händlerinnen aus Wiesbaden in Rhein Hessen Johairnis beeren zu dem in Hessen festgesetzten Höchistpveise. 30 Pfennig vro Pfund,, in großen Mengen aniairir-en, und hi Wiesbaden zu 1,40 Mark pro Pfund an Privatimidschait wieder oerka-rften. (!) Die zurzeit im Gange befindliche Stachel beerernte ergibt in Rheinhessen einen reichen Erttag. Erhebliche Mengen sind insolgemessen seitens der Land-esobststell-e an preußische Stellen überiviesen worden.
Hesskn-Nassau.
— Frankfurt a. M.. 21 Juli. Zum wirtschaftlichen Wiederaufbau der durch den Krieg geschädigten Handwerksbetriebe war bekanntlich durch einen zu diesem Zweck ins Leben gerusencn Ausschuß eine Sammlung verMrstaltet worden, di-e bisher den Betrag von 360 000 Mk. ergeben bat. Der Hauptaussckuß l-at den Ertrag dieser Sammlung in einer Stift tungsurkunde unter VlufftcUung gewisser Grrrdsätze der Stad: Frankfurt a. M. als Bürgerstiftun.g ßlr den Wiederaufbau des Frmrkflirrer (Handwerkersüstung) iiberwieseti. Ter Magistrat 1*0 die Stiftung angeirommen. '
Rieehliche NcrchL'ichten«
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, 22. Juli Gottesdienst in der S t a d t k r r ch e Dorm. 6: Zugl. Christenl. f. d. Neukonf. a. d. Matthäusgem. Pft. Mahr; 91/2 Pft. Schwabe; 11: Mil.-Gottesd. Pft. Schwabe: nachm. 2: Kinderk. f d. Mcrrkusgem. Pft. Schwabe. — Jü der Johaiines- kirche. Vprm. 8: Zugl. Ehristtnb s d. Neukonf. a. d Lukasgem. Pfr. Bechtolsftimer: Pft.-Ass. Lic. Renning: 11: Kinderk.
f. d. Jöhannesgem. Psr.-Ass. Lic. Renning. — Mittwoch, 25. Juli, abds. 8: .Kriegsbetstmide Pft Bechtolsheimer. — Wartbirrg, ev. Füngl- il..Mäi'.ner-Verein, Diezstr. 15. Sonntag, 22. Juki, abds. 8: Vortrag. Mittwoch. 25. Juli, abds. 8 ( 4 : Leseabend, Gäste stets ir-rllk. — Kirchberg. Soiiwtag. 22. Juli, vorm. 10: 11: Erristenb. i. d. nrännl. Jugend. — Mainzlar. Sonntag, 22. Juli, nachm. IV 2 . — Mainzlar. Mittwoch, 25. Juli, abds 9i 2 : Kriegsbetstunde. Dekan 6>nßmann
Uatholische Gemeinde.
Slünstag, 21. Juli, nachm 5 u. abds. 8: Gelegenb. z. hl. Beicht. Sonntag, 22. Juli. vorm, ö 1 ,*: Gelegeirh. z. hl. Beicht: 7: Hk. Messe: 8 : Äusteil. d. hl. .Kommunion; 9: Hochantt ni. Vred.: 11: .Hl. Messe m. Pred.: nachm. 2: Christenk., daraus And : 6: And. zrrnr hl Moisius. Dienstag u. Freitag, arü>s. 8: Kriegs- bittand. — Trafpora-Gottesdienst am 22. Juli: Grünberg: 9pz, Hungen 9fts. Lich 8.
WitterungsSerichl.
lOeffentlicher Wetterdienst»
Wolkig bis heiter, trvckeii, keine Teinperaturänderung._
Letzte ri<rchkichten.
Ter Krieg in Ostasrika.
L 0 n d 0 ii, 20. Juli. (WTB.) Reirternttldung. Das Kriegs» amt veröffentlicht einen langen Bericht aus O st a s r i f a , der weitere Fortschritte und Erfolge ber verschiedenen, zur Umzftrgekung der deutschen Streitkräfte südöstlich Kilwa angesetzten Kobonnett berichtet. Südöstlich Jkringa vertrieb eine brftische Kolonne den Feind aus kräftig verteidigten Stellungen am Railpmlirsse. Weiler südlich bewegt sich eine andere britische Kolmrne aus Mahange. Im äußersterk Süden wurden die gesamte:! deutschen Stteitkräfte nord- .lich Sangen vertrieben imd werden in der Richtung auf Mapenge verfolgt. J'm p 0 r 1 u g ie s i s che n N y a s sa k an d vertrieben: unsere Truppen eine feindliche Abteilung von Nioenrbe und besetzten diesen Plop; am 41. Juli. Sie verfolgten den Feirrd 30 Meilen in nordöstlich'fr RubttNig. Die portugiesische Stteillnacht von Mkamie beteiligt sich an den Operationm. Jni nördlichen (Gebiet bew-c^ten sich belgiielie Truppen in der Richtung aus Jkama gegen ft ne kkeme feindliche Wtftlung jetzt westlich des Natronsees.
Die provisorische Negierung gefangen?
Stockholui, 20. Juli. „Svenska Dagbladet" verzeichnet aus Haparanda das Gerücht, ivonach die Bolschewik! jetzt in Petersburg die Uebermacht hätten und die ganze provisorische Regierung außer dem an der Front iveilenden Kerenski gefangen sei. (Eine Bestätigung dieses Gerüchts fehlt. D. Red.)
Dei' Kvhlenpreis in Paris.
Paris, 21. .Juli. Wie aus den Beftchtrnr der Firma Phillips in Paris l^rvorgeht, bettägt dort der Höchsteftfts für Kohle jetzt 220 Francs die Tonne. Dafür kann man jedoch von Kleinhändlern in Paris. Kohle erl>alttn. Man bekommt sie von ihnen nur in kleineren Mengen irnd muß ldabei 400 Francs für die Tonne Anthrazit bezahlen, ioozu noch eine KoniUnssion von 50 Francs tritt.
Die Weltgetreideerntt.
Berlin, 20. Juli. 'WTB. Nichtamtlich.^ Die „Ost- schweiz^ schreibt: Im „Schweizer Bauer" macht der dänische Ingenieur West beängstigende Angaben über die Aussichten der diesjährigen Weltgetreideernte. Frankreich rechnet mit einer Mißernte, England wird nicht annähernd in der Lage sein, seinen eigenen Bedarf zu decken. Am besten daran sind die Zentralmächte. Die 1916er Ernte in den Ber einigten Staaten, Kanada und Argentinien, war gegen die vorhergehenden 44 Prozent zurückgegangen. Die Reserven der genannten drei Hauptausftlhrgebiete für Getreide sind erschöpft. Die diesjährige Ernte wird wahrscheinlich noch kleiner sein als die vorjährige. In der llnion wird sie auf 10 Millionen Tonnen Winterweizen geschätzt, 1916 12,4 Millionen. In Argentinien fällt die Ernte dermaßen schlecht aus, daß wenig mehr als 100 000 Tonnen für die Ausfuhr bleiben. Der amerikanische Lebensmittelkontrolleur Honver schätzt nach amtlicher Erklärung voin 3. Juni die Zufuhr und den Bedarf der Alliierten auf 840 Millionen, den der Neutralen aus 130 Millionen Bushels Brotgetreide. Die Union und Kanada werden 1917 nur 500 Millionen enr behreu können. Wie Wilsvn erklärte, wird der Ueberschuß Amerikas in erster Linie den Alliierten zugute kommen. Nach den vorstehenden Zahlen würde ft'ir die Neutralen nichts übrig bleiben, ganz abgesehen von den Wirkungen des U-Boorkrieges, welche die Frachlraumnot Tag für Tag vergrößern.


