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mm.)
(Amtlich.)
Wcstlicher Heeresgruppe
Die Antrittsrede des neuen Reichskanzlers-
' Reichshaasnwhrheit wohl vereinige!: lasse rroch mehr sagen. Auch Hrndmtbnrg uni
Großes Hauptquartier, 19. Juli.
Kriegsschauplatz.
_ _ KronprinzRupprecht.
Flandern nimmt die Artitleneschlacht ihven FortMng. Trotz Regen war die Kanrpftiitigfeit der zusam- mengczoaenen Artilleriemassen bei Tage und während der Nacht sehr stark.
Gewaltsame Erkundungen der Engländer im Knsten- abschmtl und östlich von N p e r n wurden vor unseren Linien zum Scheitern gebracht.
An der- Artois-Front war die Fcuertätigkeit an mehreren Stellen lwm La Bassöe-Kanal bis auf das Südufer der Scarpe lebhaft.
Süd w est l ich von St. Quentin stü r m t c n hessische Truppen nach starker Feuerwirkung die französischen Höhenstell ungen in einem Kilometer Breite. Der Feind ließ eine größere Zahl ^on Gefangenen und meliere Maschinengewehre in unserer Hand und erhöhte seine Verluste durch Gegenangriffe, die abends und morgens vor den gewonnenen Gräben ergebnislos zusammettbrachen.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Die Gefechlstätigkeit blieb meffl in geringen Grenzen; zeitweilig lebte sie in einzelnen Abschnitten an der Aisne. in der Wampnlme und auf dein linken Maasufer auf. Am Hochberg zwang unser Zerstörungsfeuer die Franzosen. Teile des dort kürzlich gewonnenen Bodens zu räumen. Am Walde von Avocourt ftihrte ein eigener Angriff zur Wiedernabme einiger tags zuvor verlorener Stellungsteile.
Heeresgruppe Herzog A l b r e ch t.
Nichts Neues.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgrupp-e P r i nz Leopo ld vo n Ban e r n.
Die schon seit Tagen regere Feurrtätigkeit südlich von Dünaburg und Smorgon hielt auch gestern an.
Nordwestlich non Luck imd an der ostgalizischrn Front brachten Stotztrupps-Unternehmen. die ami; eine Zmradme des Feuers zur Folge litten. Mhlreiche Gefangene ein.
Südlich des D niestr griffen die Russen die südlich vnrr Kalusz kürzlich von ims zurückgen'nnncnen Höhcnstetlun- gen mit süarken Kräften an; sie sind überall unter schweren Verlusten zurückgeschlagen worden.
Zwischen Waldkarpatbrr: und dem Schwarzen Meer keine größeren Kampffhandlrnvgen.
Mazedonische Front.
Zwischen Qchrida- und Prespa-See, am Dobropolie und auf dem linken Wardar-Üfer lebhaftere Feuertätigkeit.
Der Erste Generalanartiermeister Ludendorff.
Der Abendbericht.
Berlin, 19. Juli. (WTB. Amtlich.) Abends. In Flandern dauert die Artillerieschlacht an.
Herausgefordert durch die Offensive, welche die russische Armee auf Befehl ihrer Regierung trotz ihrer Friedens- beftreburrgeu an unseren Fronten unternommen hat, sind wir in Ostgalizien zum Gegenangriff üb erg e gangen. Deutsche Korps haben die Stellungen der Russen östlich von Zloczow in breiter Front durchbrochen.
Der nerve Reichskanzler Hut in der gestrigen denkwürdigen Sitzung des Reichstages keine Programm rede gehalten. DoW ivcrr die Lage nicht geschaffen. Seine Aufgabe war ganz anders gestellt. Der Reichswagen war ffn Rollen; ihn anszu- halten oder in eine abweichende Richtung zu bringen, dazu vxrr keine Kraft tmffcoitbe. Mit etwas Unvermeidlichem muß man sich adfinden. Wenn eine Reichstagsmehrheit in ernster Zeit einen folgeirschweveu Entschluß saßt, einen Entschluß, der zunächst kerne Tat, sondern Nur eine:: Ausdruck der MnvUung und GesirmUNg in sich birgt, so liegt es überhaupt nicht in der Macht der Regierung, gegen einen solchen Entschluß ein zugreiser:. Was dre Reichstagsmehrheit, die sich aus den ü-ekauuten Parteigruppen z'usanrmensetzt, will , ist an sich etwas durchaus Erstrebenswertes und Verständiges: den baldigen Frieden! Wer wünschte diesen nicht! Ob die Taktik des Reichstags, mit einer solchen Kundgebung vor das Ausland hrnzütretem, richtig irnd im vaterländischen Interesse gelegen ist, das ist; eine unentschiedene Frage. Nur die Zukunft, die kommenden Ereignisse, werden uns die Antwort darauf geben. Hat doch selbst die Frankfurter Zeitung, die sich mit großem Eifer für die Politik der Mehrheit einsetzt, noch' vor wenigen Tagen erklärt, sie halte es nicht für geboten, die RewMeitung mit gebundenen Händen, irämlich mit dem Programm Scheidemanns, fllt den Fmedenskonferenztisch gehen zu lassen, solange unsere Gegner sich alle Freiheiten Vorbehalte::. Nun, der Reichskan^er wird nicht mit gebundenei: Händen mar- schievon. Er hot sich weder für eine Politik der Gebiets- crwerbungen aarsgesprochen noch- für eine solche des Ber- zuhtes. Er hat sich auch fiir keine Forinel oder Entschließung nrs Zeug gelegt. Dagegen durfte er die vor der Welt zur Tatsaclie getoordwie Mehrheitsentschließung des Reichstags in dem Sinne werten und nützen, wie es die Lage erfordert. Er sagte, daß die Grenzen des Reiches für alle Zeiten suhevgestellt werden nrützteu. Das ist ein Ziel, das jeder Deutsche im Auge hat. Wie es dUrchMrführen ist, darüber grbt es und darf es keine feststehende Anweisung geben. Es genügt, daß ivir keine Evoberungsgelüste verfolgen. Sollte der Kanzler Haare spalten und an der Mchrheits- forrml, die in ihrem Wortlaut kein Wunderwerk des Ans- druM darstellt, herumkurieren? Er tat es :richt, sondern bekundete einfach seine Auffassung, daß sein eben angeden- tetes. großes und schönes Ziel sich nrit der Stimmungstund-.
gebung der weupsraasnieyryen woy: verern:geu :age. Ja er konnte noch mehr sagen. Auch Hrndenb'Uvg und die Führer der deutschen Heere, muh das ganze Volk in Wgffen, teilen diesen Standpunkt. So hat die schicksalsschwere Stunde im Reichstag gestern ivirklich zun: Saut* mein geblasen. Wir haben eine vielleicht nicht vollkommen klug politisch abgewogene, aber eine freie, stolze und wahre Haltung des Volkes vor den: Auslande erreicht. Nach irgend einer Richtung dürfen wir Gutes davon erhoffen, wenn auch die Gefahr nur zu nahe liegt, daß die Gegner den Schritt der Volksvertretung wieder freventlich in Schwäche umdeuten werden. Vielleicht aber liegt _ in dem Zusammenwir- ken von Regierung und Volksvertretung jetzt noch ein tieferer L-inn, der bisher ausgeschaltet oder verborgen !var. Die neue Lage in Rußland erfordert neue politische Ratschlüsse. Eine Gegenrevolution ist auf dem Marsche. Davon hat der Reichskanzler mit vollen: Recht und gutem Takte nicht gesprochen. Wohl aber begleitete er seine friedlichen Erklärungen mit erner höchit erfreulichen Fest?tellut:g uuseres ungebrochenen militärischen Könnens. In Ostgalizien haben, so berichtete er nach einen: Telearamn: Hindenboi-as ftm-ha
Reichstag und Regierung, sowie die Drohung der deutschen Waffe, wirken jetzt zusammen. Wem wird das revolutionäre 'Rußland jetzt fern Ohr leihen, dem eroberungslustigen England oder dem, wie der Reichskanzler Michaelis mit von edler Bewegung durchdrungenen Worten sagte, „sittlich ge- läuterten, gottesfürchtigen, treuen, friedlichen und tnacht- vollen Deutschland"? Hat der russische Nachbar irgend ein Znteresse daran, daß Deutschlaich und der Geist, der in ihn: weht, anders beschaffen wäre, als es hier angedeutet ist?
Bon Bede:rtnng ist noch, daß der Reichskanzler nicht nur volles Vertrauen in die Stärke unserer Heere und Fronten zu Lande besitzt, sondert: auch die regste UeberzeUguug von der zielsicheren Wirksamkeit unseres U-Bootkrieges im Herzen trägt. Auch die ffrnere dteugestalllrng tvill der neue Führer Deutschlands durchführen in dem Geiste, wie tvir e-.' hier oft .als notwendig dar gelegt haben. Rejorinen m uiscn kommen :mb Dmnhgeführt werden. Die Re g:erung bedarf bei ihrer auswärtigen Politik der Ntitwrrkung des Volkes und der Volksvertretung. Das lind Dinge, die wir oft betont und niemals zweifelhaft gelasfen haben Aber wir freuen uns doch auch darüber, daß Dr. Mupaells sich die Führung nicht aus der Hand nehmen lassen will. Darum folgt das deutsche Volk jetzt mit vollen: Vertrauen der Regierung, die die Unterstützung der besten deutichct: Männer für sich hat.
wird
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
, Wien. 19. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich verlautbart:
_ Oestlicher Kriegsschauplatz.
Sudllch von Kalusz vermchten die Russen mit Einsatz starrer Kräfte tue ihnen entrissenen Höhen zurückzugewinnen, ^yre Anstrengungen scheiterten unter schweren Feindver- lusten. Nördlich des Drffeftr bis gegen Brodv lösten erfola- reiche ^tütztruppSirntcrnehmen lebhafiereS Geschützfellcr aus das fick, namentlich heute früh in einzelnen Wschnitten zu beträchtlicher .Heftigkeit steigerte. Auch in Wolhynien traten ofterrerchrsch-ungarische und deutsche Stotztruppen mit günstigem Ergebnis in Tätigkeit.
Italienischer und südöstlicher ^ . Kriegsschauplatz.
Keine besonderen Ereignisse.
Der Chef des Gcneralstabes
* * *
m. Deutscher Reichstag.
Berlin, den 19. Juli 1917.
116. Sitzung.
PväfwaLt Dr. Ka e ntp f ei öffnet die Sitzung um .3 Uhr 18 Mrnnlten. Der Präsident zollt dem aus den: Amte geschiedenen Rerchsbnrz-ler Dr. v. Bethmann Hollweg herzliche Worte des Dankes mr tem Wirien und begrüßt den neuen Reichslanzler Dr. Micha- el:s uns wüchcht ihm Glück mid Erfolg in der vermrttoortlichn: Führung der Reichsgeschicke.
Der Präsident verliest ferner ein Telegramm der hellenischen Beoermgmrg m ('er Schweiz, in den: gegen das verbrecherische Attentat mff die Freiheit des griechischen Volkes protestiert wird
Aus 'der Tagesordnung steht die Fortsetzung der ersten Lesung der Kredttvorlage.
Die Rede des Reichskanzlers.
Reichskanzler Dr. Mich aelisNachdem Seine Niajestät der Kaper mich- zum Amt des Reichskanzlers berufe:: bat, habe ich heute zmn ersten -Wale die Ehre, nrit dein hohen Hause in Verbindung zu traten. ^JN ernstester Zesrt ist die zentnersch.vere Last auf meine schultern gelegt. In: Hinblick auf Gott und im Vertrauen auf die deutsche Musst habe ich es gewagt und werde nun der Sache bienen bis zur letzten Hingabe. Von Ihnen, m!eine Herren, erbitte ich vertrauensv-olle Mitarbeit in dem Geiste, der sich m diesem Kreise während des Krieges herrlich bewahrt hat.
An dem ffock'Mrdienten Mmm, der aus diesen: Posten vor mir gettanden hat, ist herbe Kritik gm'ibt nwrden. Kritik vielfach mit Feindschaft und Haß. Ich habe die Gmpfindmrg, es loäre würdiger genasen, Feindschvjft üind Haß hätten .Halt gen rächt hinter bar verschlossenen Tür. (Sehr richtig!) Erst wenn das Buch dieses Krieges eröffnet vor uns liegen wird, dani: ttferbcu wir voll würdigen' körmem, was Be.t!rnänns Kanzlersä^Pt iür Deutschland bedeutete (Sehr richtig.) Wdmr ich nicht fest glaubte'an die 0-erechtigkeit unserer Sackte, dmm. hätte ich das Amt nicht übernommen.
Wir smüssen uns täglich die Ereignisse von vor drei J-ahrcn vor Augen halte::, die geschichtlich feststeyen und die beweisen, daß mir m den Krieg geznnrngen worden sind. Rußlmws Rüstungen, feinte lltinlichr Mobil,naämng loaren eine große Gefahr ftrr Deutschland An der Konferenz teilzunehmen, während deren Dauer die Mobilmachung weüergegmrgm wäre, wäre politischer Selbstmord gevusen. (Sehr richtig' rechts.) Obwvhl Sie engllschen Staatsmänner ivvhl
w-utzten, iöie aus ihrem Blcmbüch hervorgeht, daß die russische Mo^ bümochung zun: Krieg mit Deutschland führen mußte, haben sie kein Wort der Warnung gegen die militari säten Maßnat'n:en an Rußland gemästet, während miein Amtsvorgängec in der Jlnstruitio:!) vom 29. Juli 1914 an -den kaiserlichen Botscbaster in Wien die Di- rettwe gab, zu sagen: Wir erfüllen gerne unsere Bündnispflicht., Er wir »rütsenes ab lehnen, ims durch Oesterreich-Ungarn wegen Nichtachtung unserer Raffchläge in einen Wellkampf verstricken zu tat len. <p<o schreibt kein Mann, der eine::. Weltkrieg nllfachsn will, w schreibt ein M:nn, der für den Frieden ringt mtb der inst den <yrteben gerungen tat bis zum Adußersten. Der Aufmarsch der russi- MEN Heere zwang Deutschland zum Schwert und Kampf. Und uns blleb keine Wahl.
Was Vom Kriege selbst gilt, gilt guch von unseren Waffen, iissbelondere von der U-Bvotwaffe. Wir weisen.den Vorwurf zn- rück, daß der U-Erotrrieg völkerrechtswidrig ist und daß er gegen d:c wientcheurechl-e verstößt. .Beifall.' England hat uns die Waffe :n die Hand gedrückt; durchs seine völlerrechtswidrige Seesperre hstt es den neutralen .Handel mit D-er:tschlaitd uillerbmchen und dev. Aushungerungskrieg prollamiert. Unsere schumrche Hoffnung, daß Amerüa au der Spitze der Neutralen der crujlK:'an Rebitswidri-:- feit >Einhalt tun würde, ist eitel gewesen, uns der letzte Versuch', uen.Deutschland gemacht hat, durch ein ehrlich gemeintes Frie-. densangebm das Mußerste zu vermeiden, ist fehl'geschlagen. Da durste und mußte Deutschland dieses letzte Drittel wählen als erprobte Gegenmaßregel und mm auch bis zun: Arnßersten durich- sähren zur Abkürzung des Krieges. /Beifall. Der U-Bootkrirg Imster Has stich noch :nchr, was man von ihm erhofft hat. (Beifall.) Falsche Nachrichten, die aus Geheim,itzungen in die Oeffentlichlkeit gedrungen sind (Sehr gut!), haben eine Zeitlang ein gewisses Gefühl der EMtärischung hervorgerufen. Das hängt wo bl dann: nisummen, dau^voreilige Propheten die Erwartung ausgesprochen hatten, daß infolge des U-Bootllieges der Krieg zu einem hestinimten Zeitpunkt zu Eiche sein nürde. ^ie hatten den: Baterlande einen schlechten Dienst erwiesen. > Sehr richtig, lln- ruhe. Glx>e des Präsidenten. ' Ich. stelle fest, daß der U-Vaotkrieg in der Vernichtung feindlichen Frachtvaumes das leistet, was er sollte: Er schädigt Englands Wirtschaft und Kriegführung, von Monat zu Monat wachsend, sodaß den: F r i cd-e n s b e d ür fni s nicht lange mehr wird entgegengewirkt werden können. Wir können dem Weiterarbeiten unserer wackeren 11 = Boote mit vollem Vertrauen entgegensetzen. (Leb- baffer Beifall.)
Eherne Herren! Ich will den Augenblick, wo ich an der Stelle stete, wo man in tvteithin hörbarer Weise in das Land hineu:- sprechen kann, dazu beuiltze::, u:n unsere Truppen an allen Fro:tt«i, zu W>ai>:er ’nn-b zu Laitde, m der Lirft mrd unter der See von der Heünat airs zu be, 7 rüßen. ^Lebhafter Beifall. ' Mrs unsere Heere unter der Leitung ihrer großen Führer in den drei Jahren geleist-t laben, das ist in der «Weltgeschichte unerhört. (Lebhafter Beifall II nd n n ser Danki ft un auslös chl i ch. (Beifall.' Aber wir denken auä' dankbar m:):msere treuen und tapferen Bundesgenossen. Dre Waffenbrüderschaft, die in beißen Kämpfen geschlossen wurde, fft erprobt und wird nicht gelöst. Do:: Deutschland wird in Bin?des- treue an de:: Verträgen and an >den Abviachungen festgehältem Die Berichte über die
milit ärische Lage
von seiten der Obersten Heeresl-eitwrg sind sehr gut. Im Westet^ lind die Offensiven der Engläirder und Franzosen gescheitert, und die ll^gcnangriffe unserer Heere beweise:? ihre :rngebrvch,me Krait und ihr besseres Können. ^Lebhafter Beifalls Im Ostei: ist infolge der inneren Wirren der Angriff der Millionenheere nicht zur Ams- sührung gekontmen. Es trat verhältnismäßig Ruhe ein. Erst nach- den: 'ätsche yfachirichten und Hetzereien die Soldaten in Rorßland von neuen: aitt'gestachE habe::, kam es zur jetzigen Offensive. Jlw Ziel.war^ Lemberg die Oelgruben bei Trohollwz, um :mseren ll-Lootkrieg zu schädigen. Brussilvw hat mit seiner Rticksichtsloff.-w llll und ungeheuren Opfer:: nur geringe Vorteile erzielt, und vor einer halbe:: stunde habe ich ein Telegramm des Feldmarschalls erhalten. Tiefes Taufet folgendennaßen: An den Reichskanzler Deutschen Reiches, ReichMag. Di:rch die russische Offensive irr Galizien hevausgefvrdert, hat dort heute ein starker Angriff eingesetzt. Unter persönlicher Leillrng des ff^neral feldmarüchalls Prlltz Leopold von Bavern haben Deutschs, rmterstützt durch österreichisch- ungarische Truppe::,
die nrssischc Sllllmrg bei Zto^ow durMLoßen
(Zwitckanrufe linrs: Stimmungsmache. Unruhe und Rufe: Pffri' Jene Vorteile von Brussilow sind dcumä: :vieder ausgeglichen Grieä«:land, d:wch Gewalt gezwungen, ist in den Krsteg gegen uns eingetreten. Unsere gemeinsam mit den kämpfenden Bnlgaren gehaltene Front hält stand. Italien wird selbst die letzte JsonzoSchlächt nicht das von illv: :md seinen Bimdesgenossen ersehnte Ziel bringen, das nämlich Ziel des WortbrUch.es war. den Besitz vmr Triest. In: KauLrsm- :nrd in Palästina hat der Kampf rvegen der Jahreszeit ausgesttzt Wenn er wieder cnrfflamMt. dann werden die Feinde das tiiri'istb" Heer nmgerilste: ffnden. .'Beffallst Ter hofnumgsvolleren Stimmung der Eweuteländer über das Eingreifen Dlmerffstrs sehen wir »ohne schwere Bedenke:: zu. (Erneuter Beifall st Wir hüben ausgerechnet. wieviel Fvachtraim: erforderlich ist. um eine neue Armee von Amerika nach den: europäischen Ko:rtinent zu schaffe?' mrd wieviel Tonnage dazu gehört, um ,em solches Heer zu ranibra' Franlreich imb England finn:ert es.selbst kcann, ohne ihre Wirtschaft zu beernträckstigew Rmb unseren bisherige:: Erfolgen ,werden wir
^ auch des Neuen Gegners Herr werden >as ist ':msere feste Ueberzmgung:md Zuversicht Bai'all' ^r und unsere Bimdesgenossen körmen alw.jeder tverteren EnNniGung der nnlckorische:: Eretgmffe :nit ruhiger Sicherheit mtgegeniefxn (Erneuter Bcffall. Und trotzdem ist in allen Herren die bom-.^we Mage, :me lange nvä? der Krieg damwn soll. Ich kvmnm fr - Sit dem, was im Mittelpnckt des Interesses wrser oller siebt'
: 1 ^ hat den Krieg nicht gewollt,
h-at ihn nichts gewollt, um Eroberungen ; u niadien, um ferne Macht gewaltsam zu vergrö- Vern, und darum wird es den Krieg auch nicht llanger fuhren, wenn es einen ehrenvollen iryr:eden bekommt bloß um gewaltsame Er- oberung.en zu machen. (Hört, ltznt! bei den Svffal- demokratenst Das, was wir wollen, ist in - lnre, daß w:r einen Frieden als sol ch e daß wir :hn selbst erfolgreich durch ? - letzt haben. Die letzige Generation und d kommenden Geschlechter sollen diese Krie.m ' vrnfungsze-it als,eine Zeit all e rhö chste v 7\ r
reu-bigfeit unseres B-ol ke->
^ und intfcTET: Syc-ere ijt ® ; c*idjtni$


