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19.7.1917 Erstes Blatt
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Der Htrtzeaer Ln^laer erscheint täglich, außer Sonntags. Beilagen: Eichener Kami IUnbl Otter; Kreis blatt

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Erstes vlatt

*67. Jahrgang

Donnerstag, V). Juli M

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General-Anzeiger für Oberhessen

vanksertehr: Ge«erdedant Gießen

Zwillingsrun-öruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.Vuch- u. Zteindruckerei R. Lanze. Zchristlettung

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Annahme von LnzeigLü s. die TageÄrunnmer bis zumNachmittab vorher.

SeUenpreise: für örtliche Anzeißen 20 Pf., für auswär­tige Anzeigen 25 Pf., b. Plahvorfchrift 30 Pf., für Reklamen 75 Pf., bei Platzvorfchrist 90 Pf. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Verrnifchtes u.Ge- richtsfaal: Fr. R. Zenz; Ameigenteil: H. Beck:

Eine Umbildung des englischen Kabinetts.

(WTB.) Großes Hauptquartier, 18. Juli. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht.

Der Artilleriekampf in Flandern mar an der Küste stark. Pan der User vis zur Lps hat er sich gegen die Vortage erheblich gesteigert.

Zwischen Hollebekc und Warneton sind englische Erkun- dungsvorsdötze im Nahkampf abgeschlagen worden.

. Am La Bassee-Kanal. bei Loos, bei Lens sowie auf beiden Ufern der Scarpe war das Feuer in den Abend­stunden lebhaft. Bei Eürbruch der Dunkelheit griffen die Eng­länder nördlich der Straße ArrasEambrai an. Sic wurden bis auf eine schmale Embruchstellc westlich des Bois du Pcrt zurückgeworftn. Heute morgen wurde ein cuglisches Bataillon, das nördlich von Fresnoy vorging, durch Fm er vertrieben.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Längs der Aisne und in der Champagne blieb bei tnibem Wetter- die Fcuertütigkeit meist gering. Auf dem lin­ken Maasufcr wurde tagsüber gekämpft. Rach dreistündiger stärkster Artilleriewirkung griffen die Franzosen in ftinf Kilometer Breite vom Avocourtwalde bis zum Grunde west­lich des Toten Rftmnes an. An der Südosteckc des Waldes von Malaneourt und beiderseits der Straße Malancourt Esnes drangen sie nach erbittertem Kamps in die von uns kürzlich dort geivonnencn Gräben. Im übrigen sind sie zu­rückgeworfen worden. In abends erneut vorbrechcndcm An­sturm suchte der Feind seine Gewinne zu erweitern. Dieser Angriff brach ohne Erfolg verlustreich zn^ 1 a mm e n.

Oestlich der Maas war das Feuer lebhafter als sonst.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Keine wesentlichen Ereignisse.

Deutlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Prinz Leopold von Bayern.

Erhöhte Gefechtstatigkeit herrschte bei R i g a , sowie süd­lich non Dünaburg und Snwrgou. In Oftgalizien war dos rFeuer bei Brzezany stark. Im Karpathen-Vorland nahurrn in gemeinsamem Angriff bayrische und kroatische Truppen die von den Russen zäh verteidigten HöAn östlich von Lom- iricn und wiesen in erreichten Stellungen russische Gegen­angriffe ab.

Auch an anderen Stellen der Lomnioa-Linie wurden die Russen im örtlichen Kampf zurückgedrängt.

An der

Front des Generalobersten Erzherzog Josef

und bei der

Heeresgruppe des G cnera lfeld ma rsch alls von Mackensen

ist ein allmähliches Aufleben der Feucrtätigkeit besonders zu beiden Seiten des Snsita-Tales und längs Kutna und Ser erb merkbar.

Mazedonische Front.

Nichts Neues.

Der Erste Generalauarticrmcistcr L u d e n d o r f f.

*

Der Abendbericht.

Berlin. 18. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Starker Feuerkamps in Flandern.

Sonst nichts Wesentliches.

Weniger zuni Droste als vielnrehr zu unserer Selbst- stesinmrng dürfen wer hsate neue wichtige Geschehnisse im s feindlichen Auslcmi.de verzeichnen. Im Kabinett Lloyd George i sowohl wie in der provisorischen russischen Regierung sind 'wieder -einige Balken, zusmnmeugebrochen. Das Bedeutsamste '.dabei ist, daß auf dein englischen Marineministierpostei, wieder ein Wechsel stattgefunden, hat. Nach Batfour, der die ,Schlacht im Skagerrak auf dem Kerbholz hatte, folgte Car­sfon, der sich die beste Mühe gegeben hat, das vielgesuchte Mittel gej^en die U-Boote wirklich zu finden. Elfter er mußte vor ein paar Monaten, im März, resigniert bekennen, daß er noch kein wirksames Mittel habe, und, so fügte er betrübt chinzu, ,,dic Lage bedroht unsere Ernährung in ein ein .Grade, \me es niemand vorausgesehen Hab'. Inzwischen ist auch nichts weiter erfunden worden. Englands Schwert zur See ist stumpf geblieben, trotz der neuesten auf neu- ' realem Hoheitsgebiet gegen loehrlvse Frachtdainpfer unter­nommenen Angriffe, die uns nicht nennenswerte Verluste verirrfacht haben, und Englands Schild zur See reicht nicht hinab, nur seine Füße zu decken, die unseren U-Booten bald incht mehr standhalten werden. So geht denn auck) Carson, und eilt Anderer, ein technischer Fachmann im Msenbahnwefvn, Sir Eric Geddes, übernimmt an seiner .Stelle das schwierige und undankbare Amt. Wir dürfen idaraus die Annahme ableiten, daß England noch^n i ch t auf >dnn Rettungswege vor unseren U-Booten ist. Sein neuer Wechsel des Vtarineimnisters offenbart eine sackstich, mxh hoher begründete Verlegenheit, als wir sie bei unserin Kanzlerwechsel empfinden. Deirn bei uns herrscht eigentlick) keine Verlegenheit; wir haben noch die ans reichenden Mittel nnd Ü&eoc zur Kriegführung, und nur ein neuer, , frischer Geist soll die Einigkeit im Volke wieder Herstellen, die I durch eine verkehrte Politik zeitweise bedroht war. Die

Gefahr ist noch: vorhanden, aber wir brauchen in ihr nicht stecken zu bleiben. Daher wollen^wir jetzt beim Blick auf Englands Schwierigkeiten und Sorgen nicht von Trost, sondern von Selbstbesinnung sprechen.

Lord Churchill, der bisherigeLuftminister", ist zum Muiritionsminister ernannt worden. Ein vielseitiger Mann! Vorher war er bekanntlich der Allmächtige im Marine- ministerium. Was soll er nun bei den Munitionsfabriken? Reden halten und Streiks verhindern? So lange er da ist, sind die Munitiimrsmagazine mindestens oer Krieg sschw ätz e- rei und Prahlsucht noch gefüllt. Wir wollen sehen, wie lange er an den Feueressen der ^NunitwonsHerstellung bleibt. Denn wir sind beinahe sicher, dast er auch noch einmal weiter­streicht, vielleicht in die britische Sonntagsgärtnerei,^vv in Ermangelung der Einfuhr von Lebensmitteln die Scholle gehackt und bebaut wird. }

Das andere Ereignis in Rußland ist vielleicht nicht min­der bedeutungsvoll. Zumal gleichzeitig gemeldet wird, daß in Petersburg wieder schnüre Unruhen stattgefuuden haben, wobei es aufrührerischen Soldaten gelungen sein soll, einen Aufruf zur Stürzung der provisorischen Regierung durch­zusetzen. Der Arbeiter- und Soldatenrnt läßt dagegen zur Besinnung und Ruhe mahnen. Allein, was wir in den letzten Tagen aus Rußland nicht hörten, war doch am Ende nur die Ruhe vor einem gewaltigen neuen Sturm. Auch darum, um besser zu hören und zu folgern,-sollten wir in Deutsche land jetzt jeden überflüssigen Lärm vermeiden und verhin­dern. .Heute fallen im Reichstag die entscheidenden Worte. Ganz in dein Sinne, wie wir es auch meinten, ruft heute dieKöln.Mtg.":Das Ganze sammeln!" Ihr Aufruf gip­felt in folgenden Worten:

, Ob die Formel so lautet, wie man sie vorgeschlagen, oder ob inan noch etwas daran bentmöoftort und herumkünstelt, um sie dem einen oder andern schmackhaft zu niachen, ist ganz gleich­gültig und ohne jede Wirkung. Das Echo von draußen haben nur hier .mitgeteilt, es ist Hohn und Spott und gesteigerte Be­gehrlichkeit. Eine Wahl läßt der Feind uns nickst, er verlangt bedingungslose Unterwerfung, und die bedeutet für uns alle Schimpf und Zerstückelung, für jeden einzelnen Verelendung. Nicht ob wir Frieden machen wollen, ist die Frage, sondern ob wir Frieden niackren können. Selbst der' vielgenannte Arbeiter- und Soldatenrnt in itfuNand will uns snnen berühmten Frieden ohne Amrexioneu und ohne Entschädigung nicht mehr zugvstehen: davon haben irnfece Sozialdenrokra ten in Stockholm snh überziLugen müssen. Darum gilt wenn je so heuch die Tcktstrche, daß wir einen VerteidigUingskri.'eg it'chcen, und die Reste Verteidigung ist der Hieb. Wer will, daß wir uns 1vehrl>s erdolckea nnd zugleich! erdrosseln lassen, der verweigere morgen die Kriegskredite, die Abstimmung jedes einzelnen Mgeordneten bedeutet für ihn mir. für das deutsche Volk die Probelauf ein sehr einfaches Exempel. Wer das nicht will, höre auf das Signal: Das Ganze sammeln!"

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 18. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart:

Südlich von Kalusz erweiterten kroatische Heeres- truvpeu nnö banerische Bataillone im Angriff ihre vor­gestern erkanipften Erfolge durch Einnatpue einer Höhe bei Novica. Oestlich von Kalusz wurde die S ä u b e r u n g des linken L o m n i c a - U f e r s abgeschlossen.

Sonst auf keinem der Kriegsschauplätze Ereignisse von Belang.

Der Chef des Gencralstabrs.

Die Kämpf, in West und Ost.

Berlin, 18. Juli. (WTB.! ^ln der W e st front beeinträch- ssigte regnerisches Weiter und teilweise schlechte Sicht am 17. Juli fok Gefechtstätigkeit. Am Vormittag toar das Feuer imr nördlich Pvern stärker. Gegen Mittag steigerte sich das häufig dil.rch Flieger geleitete sesudliäfe Artillerreseuer gegen unsere Jnsankerie- und, Batteriestellnngen nnd schlug airch bis tief ins Hrntergelände. Ein in der Nackt vom 17. zum 18. imter erheblicher Artilleriefeuer-' steigerung erfolgter Angriff einer englischen Patrouille dicht süd sich des .Kanalimes bei .Hallebeke blieb in imserem Artillerie und Jnsanterieseuer liegen. Gegen Atitternacht gelangte dm Vorstoß einer stärkeren englischen Abteilung in der (legend Osttavernc in unsere Gräben, wurde jedmh sofort im Gegenstoß bis auf ein kleines Engländernest geworfen. Gegen neim iUrr abends spielte sich eine große Luftschlacht ab. mi der auf jeder Seite etwa 50 Flugzeuge beteiligt nmrcu. tlnsere Ktempsflieger stießen gegen den geschickt nranövrierenden und zä1>eu Gegner mit außerordmtlicher Michrlstit uirb Unerschrocken heil vor und s ch offen 11 -se in d l i che Fl u gze u g e ab. Weiter wurde ein Ballon durch einen Flieger abgeschossen, während vier feindliche Fesselballone dirrrh unsere Batterien zum Niedergehen gezwungen fvurden.

Im ?l r t v i s griff eine etwa 400 Mann starke feindliche ?lb- teilung 6 Uhr nachmittags nach kräftigen! Fenerwirbel östlich voin Bois-dn-Bert an. Was im ^perrftuer nicht liegen blieb und veriagt ivurde, wurde im Handgranatenkamps gelvorsen. Wir mach­ten Gefangene. Feindliche Flieger beteiligten sich mit Bomben abivnrs und Ataschinengewcchrseuer am Kampfe. 10,40 Uhr abends iersolgte nach heftigem Artillerüfteuer ein n^ner Angriff. Er wurde unter äußerst blutigen sündlichen Verlusten zurückgeschlagen. Nur n^estlich des Bois-du-Vert oermockfteu die Enal ander in Kom- pagniebreile in unserem Tricksterfeld Fuß zu fassen. Starke feind­liche Pati^mllen südlich Oueant und nordöstlich Mönch», »mrrlHnt zunr Teil im Nahkamps abgewiesen.

In deje Chainpagne mäßige Ckfechtstätigkeit. Nördlick> Tähnre wiesen wir vvrnrittags einen französischen Patrouillen^ Vorstoß zurück, während unsere Schleichtrupps östlich der Straße St. SonpletSt. Hckairo Gefangene ernbracksten. In den Ar- go icnen gegen Abend lebhaftes 'Artillerie- imd Mineufeuer gegen unsere Stellungen bei Bauguois.

Bei dein geineldeten Vorstoß der Franzosen in 5 .Nlonveter Breite vorn A v o e o u r t. W a l d c bis zuni Grunde nxfttlich des

Toten Mannes vermochte der Gegner in etwa 2 Kilometer Breite und 500 Meter Tiefe in unsere Stellung einzudringen. Seine äußerst schweren Verluste wurden durch unser Vernichtung^ und Sperrfeuer vermehrt, das gegen 10 Uhr abends einen weiterer französischen Angriff ins Stocken brachte.

An der Ostfront wurde das nördliche Lomnica-Ufer zwischen Kalusz und Babin völlig vom Feinde gesäubert und dabei Gesänge:-! und Beute eiugebracht. Nur in dem Dorfe Babiu lstilt sich nock schwache russische Infanterie. Auf den Höhen westlich Brzezan», Lag tagsüber starkes feindliches Feuer. In den 'Karpatl-en lebhafte Artillerietatigkeit beiderseits der Bistritz und der Valeputna-Straße- Südlich der Bistritz wurde eine slarke russische Patrouille abgewiesen

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Amerikanische Flugzeugbauten.

Washington, 17. Juli. (WTB.) Meldung des Ren- terschen Bureaus. Der Mllrtärcrusschuß des Senats be­schloß nach einer Sitzung, von 45 Minuten einen zustimrnen- den Bericht über die Regierungsvorlage, die 640 Millio- n e n D o ll ars zum Bau «vonFlugzeugen verlangt.

* *

Französischer Bericht

vont 17. Juli, abends.

Beiderseitige Artillerietätigkeit in der Gegend von Cerntz, Ailles und aus der Hochfläche von Calisormen. In der Champagne er­neuerte der Feind im Laufe des Tages seine Angriffe nördlich twm Pöhlberg und faßte tan geivifteir Stellen der Grabenteile, die wir ihm am 14. Juli abgenommeu haben, wieder Fuß. .IM Abschnitt des Hochberges, wo wir uns in beim eroberten Gestände eftrrrchten., dauert der Artilleriekampf heftig an. Auf dem linken MposüfM lat sich unser Unternehmen, das wir ain Morgen in der Gegend U-esihick' von der Höhe 304 eingeleitet kxrben, mit rwtlem Erfolge entwickelt. Nach starker Artillerievorbereitung machten unsere Trup­pen gegen 6 Uhr 45 Ntiuuten morgens mit unkviderstehlicher Wucht einen Angriff aus die feindlichen Graben. Trotz heftiger Gegen­wehr der Deutschen haben wir in ernigen Minuten die GrÄen wiedergenonrm-en, die der Feftrd> seit dem 20. Juni besetzt Welt, und unseren Vorteil rveiter misnützend die dahinter liegerckLN deutschen Stellimgen «ruf einer Front von 2500 Meter erobert. Zu beiden Seiten der Straße EsnesMalancourt ist dk erste deutsche Linie, die mit bescmderer Sorgfalt zur Berteidigimy ausgebaut war, voll­ständig in unsere .Hände gefallen. Bald darauf wurde nach hart^ näckilgam Kamvk, der den benmnderrrstvervm Schneid rmscrer Sol- dat-en zur Geltnrrg kommen ließ, aüch die zwiefte feindliche Linie erobert. Unser Dorrücken erfolgte in einer Tiefe von eüva einem Kilometer. Unsere Linie wurde dementsprechend vorgeschoben und geht von Eorne südöstlich vom Walde von Avocvurt nach Pan- tus (?, westlich der Höhe 304 imd führt am CanardwaDe vorbei. Aipkrere im Lause des Nachmittags vom Feiirde vorgetragene Ge- genangrisse wurden durch unser Feuer vereitelt. Die Deutschen hat­ten sehr schtvere Verluste. Djie Zahl der gezählten unverwundetev Gefangenen beläuft sich auf 425, darunter 8 Osftziere.

*

. Der türkische Bericht.

K'onstanti no pel, 17. Juli. (W. B.> Gelreralstabsbericht. In P c r s i en 60 Kilometer von der Grenze, östlich Suleimanis griff eine unserer ststanzabteilimgen die an Zahl überlegenen Russen im Garrmk-^Paß arr und^ warf sie aus lernte zurück. Der Feind verlor 70 Tote, 2 Maschincargekoehre nnd eine Menge Waffen. Kaukasus front: Im rechten .Flügelabschnitt sehai- tertc der 'Angriff einer feindlichen Kompagnie, gegen unfare Pa­trouillen unter großen Verlnften für den Gegner. Ebenso miß­lang der Llngriff eines feindlichen Bataillons gegen einen un­serer Züge, nachdmr der Zug durch zwei Kompagnien verstärk' worden »var. .Sinai front: Artilleriefeuer bei G«rza unk Patrouillentätigkeit aus de:: übrigen Teilen der Front. In A d a n o wurde eine Schule von französischen Flugbooten m!ft Bombeir beworfen, 2 Lehrer, 11 Kinder und 7 midere Zivilpersonen wur­den verwundet. Von den Verwundeten >sind 4 gestovben.

Die Verletzung der holländischen Neutralität dnrch England.

Die amtliche holländische Feststellung.

Haag, 18. Juli. (WTB. Mchtamllich.) Korrespondcnzbureau. ^Cmtlid?. Das Marinedep arte ment teilt folgendes mit: Ain frühen Morgen des 16^ Juli sichteten die Posten der .Küstenwach« s i e b e n F r a ch t s chi'fs c unbekannter Nationalität, die durch die Holeitsgcinässer in uördliä^er Richtung fchren. tftn 6.1h Ilhr wur­den von einem der Küstenwächter etwa 20 britische Kriegs- s cb i s s e gesichtet, die mir 6.50 Uhr in i>ie Mhe von. Pletten kamert und titncrh'rtlb der Hoheitsgewässer die .Handels-« s ch i s s c z u beschießen begannen. Bier Frachtdamvtser iv-ur-, beit obivohl sie innerhalb der Hoheitsgewässer fuhren w^g- genoulmerr. Zwei fuhreir direkt aus den Strand zu und wurdelli- n a ch d e nr s i c schon s e st g e l a u f e n w a r e n , n o ch i m m e r b e s ch, o i s e n. Biebrere Geschosse sielen auf das Land. Ein andcre>s Handelsschiff ankerte bei dem Untersuchimgssahrzeug anr Eingang nach dem Schulpengat. Ms das Untersuchungsfahrzeug 18 englische Torpedojäger sickrtete, löschte es die Anker und legte sich zunstchac das Handelsschisf und die Torpedojäger, nroraicf diese in südlicher Richtung wegfuhren. Ms nmi 6.50 in dem Helder die Nackxricht eür- traf, daß britische TorPÄwjäger innerhalb der Hol-eitsrechte auf Frachtschiss? Jagd machen, wnrde das KriegsschiffKortetaer" und vier Torvedoboote abgeschickt, die um 8.25 Ubr an Ort imd Stelle kamen. Zwei andere Torpedoboote erhielten den Befehl, bei Texel int Schulpengat zu Ireuzeu. zloei unrßten zlvisckien Vlleland uichj Texel kreuzen mrd zwei lwi dsnr am Soimtag gestrandeten dMtscherr Schliff. Es steht fest, daß der Angriff innerhalb der .Hoheitsgewässer stattgesunden hat.

Der englische Bericht über den -lngrisi auf deutsche Dampfer.

London, 17. Juli. (MDB. dtiMamllich.) Die Admiralität gibt bekannt: Einige tcns-erer leichten Kreuzer, die in dev Nordsee patrouillierten, sichteten gestern vormittag eine Anzahl deutscher Dampfier. Sie gaben ihnen dos SignalAn­halten!",Von Bord gehen!" und feuerpm ihnen einer von' der: Bug. Der Befelst lmrrde nicht befolgt. Die Schiffe flücktetng in der Rrchtmrg auf die hollchrdifche Mfte. Zwei erreichten, durä.