Ausgabe 
18.7.1917 Erstes Blatt
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1 fcttfcs bcrbotown DauschhattLeLs bereits eine scharf

i1eherw».tu>g de- BerkLhrS mit Heidelboersn anaeovdnet. Ä «allem sollen die "41ahnsi1lrtwitvn einer dauernden BeaUssichttguitg »LMerMKen werdeir.

4t Ech^eN ^ 17. Juli. Das Bayerische Verdien stkrenz 3. Masse.

crl^trlt ber § Jäger .vvcmtitmi GriMru. Bor emüpot Monaten geriet et tit russische Geftovgenschgft. Die ?lusFeick)inuug donnte ihm daher nicht Mgastetlt werdcm und wurde den Eltern ausgehändigt.

Kreis Friedberg.

oa. Ober-Eschbach, 18. Juli. Kampf bis zur völligen 'Verruchtung der ersten Generation des Kohlweißlings! So lautete die Losnny bei den Schüler: i von Ober-Eschbach. Das Re- lultMSt: Sammlung der Ol>erklasse innerhalb ackst Tage: 12 259, Sammlung der llntcrllassc in derselbe Zeit: 10 260, zusammen 22519 Schmetterlinge des Kohlweißlings. Wären hiervon die Valfte Weibchen (11 259 Stücks imd jedes würde nur 200 Eier le^n, so gäben dies schon 2 251800 Räupckren. die jetzt keinen ocfuxben mehr amüMen. Die zweite Generation ist mindestens um diese ZM an Nachkommen geschädigt. Die 'Gemeinde zahlt für 100 Sclnnetterlinge 20 Psg. Dre Flugzeit endigt bald, aber der Kampf wird fortgesetzt, und bei Erscheinen der zweiten Generation im Auqust mit doppeltem Eifer ausgenommen.

Starkenburg und Rheinhessen.

--- Eberstadt (Krs. Darmstadt), 17.JWli. Abis der Fahrt don Darmstadt noch hier stieß der Rangierer Eisenhcruer, als er sich Mi weit aus der Lokomotive lehnte, nrit dem Kopf gegen eine Brück'. Er starb iwtrfr kurzen Augenblicken.

Fc Bon der Bergstraße, 17. Juli. Die Z w e t s ch e n - ernte wird tu hiesiger Gegend sehr gering ausfallen. Die mi- ltvärischen Wachen, die ans den Bahnhöfen wegen Beaufsichtigung der Obstaussuhr ausgestellt lvaren, sind zurückgezogen worden.

Hessen-Nassau.

P Biedenk o Pf, 18. Juli. Außer gegen einige Eimvohner von hier t,t auch gegen erntge Bewohner des benachbarten Dorfes Wallau seitens der Marbirrger Staatsanwattsckioft das Ernttttlungs-

Ä n wegen heimlicher Massenschlächtereien eingelei- d-en letzteren soll es sich auch noch um Auskauf und wuche­rischen Weiter verkauf von anderen Lebensmitteln lnndetn.

== Frankfurt a. M., 17. Juli. Im hiesigen Polizeipräsi­dium tagten am Montag tmd Dienstag ausgedede Konferen­zen, dte fick mit kriegs)virtsck>astlick>en Maßnahmen der vcr- fdiiÄenftoi Art, u. a. auch der Bekämpfung des unreellen Handels, beschäftigten. An den 'Besprechungen und Vorträgen, die vertrau­lichen Charakter trugen, nahmen mehr als 100 Bürgermeister, Polizeibeamte und Gedärmen ans der Provinz Hessen-Nossau und . dem Groffherzoglum Hessen teil.

mr. Frankfurt a.M., 17. Jtzli. Die von der Stadtver-- v rdnetenversainmlümg sür«Hie Beamten und Lelwer dorge-

Wagone Teuerungszulage, die teilw-eise die staatlichen Sähe ül*erschreitet, wurde vom Magistrat endgültig genehmigt. Das Gv' Schülennühle im Tawrus soll für jährlich 2000 Mark, bis zum Friedensschluß für 3000 Mark jährlich gepachtet werden. Dis Stadt errichtet hier eäne WeidewirtsckMtt und erhält gleichzeitig das Vorcklrufsrccht. Äldit dein 1. Juli ging die Schreibstube für .stellenlose Kaufleute in städtischen Betrieb über. In der näl len Zeit soll eine bsdcntenlde Vevgrößserung dieser gemeinnützigen! Eirrrichttung Matz greifen.

Ka s s e l, 17. Juli. Heute verließ die 15 0 0 0. L o k o mo - >t i ve die Hensckfelschetr Werke. Es ist eine schivere Güter zu g-Lokomo­tive für die preußische Staatseisenbahn-Verwaltung. Sie stellt eine von der Fabrik selbst entworfene neue Bauart dar, die für das Deutsche Reich einheitlich zur Einführung gelangen soll. Eine er­hebliche Zahl dieser Maschinen ist bereits int Bau begriffen. Die Henschkl-Werke kießeu zu Ehren des Tages den Arbeitern und Be- arrdten tatb allen Rentenempfängertt des Betriebes namhafte Be- lohnungeit auszahLen.

fl Marburg, 18. Juli. Das Gesanckergebnis der Samm­lungen für die U - B ovl-Spende stellt sich im hiesigen Kreise mrs 13 096,52 Mk.

Fe. W e i l b u r g, 18. Juli. Ter in der Nähe gelegene 4,4 Hek­tar große Voehler-Wciher wird im Herbst dieses Jahres abge-- fischt. Die Fische Karpfen, Schleien und Forellen werden zu billigen Preisen an die Einwohner der Umgegend verkauft.

Fc. Vom Obertaunus, 17. Juli. An Frühkartoffeln sind sür den Diesseitigen Kreis 24O00 Zentner von den dlbgabekreisen Hanau. Stettin und Magdeburg sichergestellt.

Fc. Aus dem Untertan uns, 16. Juli. Der Landrat gibt bekannt: Bei fortgesetzter Ueberschreitmtg der Höchstpreise wird die Beschlagnahme der Frühobst ernte erfolgen.

Gerichtrfaal.

Danzig, 17. Juli. iWTB.) Die Strafkammer verurteilte den Mühlenbesitzer Schesfler zu 10 000 Mk. Geldstrafe, weil er beim Grütze verkauf einen Gewinn von 100 Pro­zent genvmnren hatte. 1

AnivergtSts-Nachrichte«.

Frankfurt a. M., 18. Juli. Tie Gesamtzahl der imma­trikulierten Studierenden beträgt im gegetnvärtigen Semester 1849. Im Sommersemester 1916 betrug sie 1348. Unter den 1849 Stu­dierenden befinden sich 246 Frauen. Bon den einzelnen Fakultäten zählt die Reckstswfffenschaftliche 287 darunter 5 Frauen), die Mldizimsche 490 (61), die Philosophische 419 (104), die Natur- wisftnschaftliche 301 (45), die Wirtschaft- und Sozialwissenschaft­liche 352 (31) r Außer den 1849 eingeschriebenen Studierenden sind 90 Gasthörer uttb 249 Besucher zugelassen: die Gesamtzahl der zum Horen von Vorlesungen Berechtigten beträgt demnach 2188. Für das am 17. September beginnende akademische Jahr 1917/18 sind zu Dekanen gewählt worden: von der Reckstswissenschaft- lichen Fakultät Pros. Titze, Ordinarius für Römisches Recht, Deutsches Recht und Rechts Vergleichung, von der Medizinischen Fakultät Geh Medizinalrat Prof. Herxheim er, Ordinarius für Haut- und Geschlechtskrankheiten, von der Philosophischen Fa­kultät Prof. Schräder, Ordiitarius für klassische Archäologie, von der Naturwissenschaftlichen Fakultät Geh. Regierungsrat Pnrs. Möbius. Ordinarius für Botanik, von der Wirtsck>afts- und Lo- Nalwissenschaftltchen Fakultät Prof. Cal mes, Ordinarius für Privatwirtschaftslehre.

Vermischte».

Berlin, 16. Juli. (WTB.) TerStaatsanzeiger" teilt mit, daß Fräulein Dr. phil. Engel-Reimers in Charlotten-« bürg das PrädikatProfessor" beigelegt worden ist.

* Danzig. 16. Juli. Verschiedenen Blättern Ivird aus Dan­zig gemeldet, daß die dortige Kommandantur sämtliche von Dan­zigs Hausbesitzern am 1. Juli ausgesprochenen Kündigungen für nichtig erklärt hat. Cftne W»hnungskündigung ist fortan um mit Genehmigung der Kvminandantur gestattet.

* D r o n t h e i m , 16. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Gestern nacht brach in einem Resigeit e n g l i s ck>-r ussischen Transit- lgutlager Feuer ans, das sich rasch ausdehnte und auch das Zollgebäude einäscherte. Der Schaden beträgt ettva fünfzig Mil­lionen Kronen.

*

* Schwelgereien in vergangener Zeit. Bei der heute notwendigen Sparsamkeit int Lebensmittelverbrauch muten Uns die Gastmähler, von denen in Chroniken vergangener Zeiten berichtet wird, besonders wunderbar und unglaublich au, und jetzt kann Mm deutlicher als je ermessen, welche Heldentaten auf dein Gebiete des Essens in früheren Zeiten oft verrichtet wurden. Unter diesen Schwelgereien, von den MeMtder Mosikowski im nächsten Heft der bei der Delttschen Berlags-Mstalt in Stuttgart ersckleinenden Zeitschrift lieber Land und Meer allerlei Jntei-essan^ tes milteilt, ist vor allem einer Hochizettstasel zu gedenken, die im Jahre 1578 von eiueni Herrn Willielnt von Rosenberg in Krnnnne- nau in Böhmen gerüstet wurde. Man bereitete sür dieses Fest 113 ganze Hirsche. 98 Wildschweine, man verivendete 40 837 Eier, 470 &afatt>e, 3910 Rebhühner, 2292 Hasen, 162 Rehe, 246 Mer Hühner

7 ^.^^^^EsvSgel, 370 Ochsen, 2682 Schöpsen, 1579 Kälber, 000 ^bische Hühner. 3000 gern ästete Kapaunen. 12 581 Masthühner. 2oÖÖ Küken. 3250 Stopfgänse. 15 800 ttarp- \tn, 1844 .Hechte und 5 Tonnen Austern Dannt war aber der Schmaus immer noch nicht zu Eitde. Am Schluß ivurdett ganze Vcvcfc von Konfekt imb Marzipan geboten, und ntan trank 2000 Etmer Ungarwem. Diese ganze Tafel kostete einschließlich der Belulttgungen, des Feuerwerks, der Mummenscherze usw. den rMgeber 100 000 Taler, lvovon 12 743 Täler auf den Nacktisch mmen. Verfolgt man den Lauf der Zeitm gonauer, so ftndet mq-t Beruhlte von nicht minder reichen Tafeln, wobei allerdings zu be­merken ist, daß die Preise damals erheblich billiger waren. So erzählt ein Chrvnikenschreiber, daß m Zeit des Konzils vvn .Konstanz 1 Pfund Rindfleisch 3 Pfennig kostete, 1 Pfund Lamm­fleisch 7 Heller, 1 Ei eineit Heller, 1 Hnftng 1 Psjeirnig. du lMckß Rhentivein 20 Pfennig, ein Psmtd Kalbfleisch 2. Schweine- ftetsch 5, 1 Maß Bier 2 und 1 Pfund Schmalz 6 Pfennig. Eine Mrlck-kuh konnte man bereits für 4 Gulden erstehen, für eine fette Gans brauchte man trur 8 Pfennig auszugeben. Verhältnismäßtg teuer war die Butter, das Pfund kostete itämlich 17 Pfennig. Am besten hatten es aber die Leute, die ihre Nahrungsmittel auf eigenent Boden erzeugten. 3 Güteräcker konnte nta ttbereits zum Gesamt- pceise von 90 Märk erwerben, und im Jähre 1400 tvurde bei einev Bersteigermtg dem Nieistbietenden cftt gaitzes Torf mit Land und Leuten für »veniger als 200 Gulden zugeschlagen. Waren die Preise in früheren Zeiten also gering,so scheint der Appetit um so gewaltiger entwickelt getvfsen zu sein, und zwpr in steigenoem Maße, je mehr ma>t in der,Zeit zurückgreift. So gab zu Beginn des 16. Jahrhunderts der Kärdinal Cornaro ein Gastmahl von 75 Gängen, lvvbei aber jeder einzelne Gang 3 Arten üoti Speisen umfaßte, so daß genau genominen 225 Gänge gereicht ivurden. Zur selben Zeit imtrde von dem Kardinal Orimani im BMeziani-, schen Palast zu Rom ein Ftsckesst't veranstaltet, das noch bedeutend schwelgerisckser» gewesen sein soll. Mit Noch größerem Appetit febemt der Vorgänger dieser beiden Kardmale» Riario, gereckMet zn liaben, der nack; dem Blickt des Gregorovius sür bloß sieben Gäste folgende Kleinigkeiten aufträgen ließ: ganze gebratene Witd- schwetne mitsamt ihrein Fell, gänze Damhirsche, Hasen, Ziegen, Kaninchen und nebst bersäftedenerlei anderen Kostbarkeiten einen Bären, der in seinent Fell gebraten worden ivar. Aus Konsekt- maucrn l>atte er ganze Burgbauteit errichten lassen, die wiederum mit Speisen gefüllt waren, und svenn es damals schon ein Lebens- mittelkartensyslem gegebeit hätte, wäre ivohl eine eigcrite Papier­fabrik zur Herstellung der Karten twtiveirdig geivesen.

** . b bl auch a l s Spinatersatz. DieLeipz. N. Nachr." schreiben: Wir brachten kürzlich eine Mitteilung, nach der die Blätter des in nnsetn Wäldern mir allznüppig ivuckernden wilden Knoblauck(s reckt gilt der menschlichen dtährung dienlich gemacht werden löstnen, iveun sie einem einfachen Berfahrett' unterNwrftn lverden. Mit reich'.ick^in Wasser, dein man eine Messer­spitze dopM'llLllsteltsäures l!?atron zusetzt, eine Stunde lang ge- kvcl4, müssen die Blätter seiNgeiviegt und dann noch eiitmal so lange erhitzt ireirbat, bis sich der Knoblauchgeruch verduftet hat, uird der beste Spinatersatz ist fertig Der Rat der Staöt^Leipzig hat sich diese Tatsache zunutze gentackst und in unserem Schlackst- lwft eine Knoblauch.üch' eingerichtet, in d-r solcher Spinatersatz llt großen Mengen dem Berdnitungsversahren imterioorset^ und der menschlichen Erttährung zugänglich gemacht wird. Bon Schnl- kindern. Schülern höherer Lehranstalten und Soldaten werden die Blätter des Knöblauchs geerntet uttb ganze Wagenlaoungen liötiimeit zusännnen, die in der Krtablaucliskücke verarbeitet, ge­reinigt-, gebrüht, durch den Fleischwolf getrieben und dann als nahrhaftes Gemüse den stäottschni Spstseanstatten überwiesen wer­den. Das Gemüse steht an Nähriftaft echtem Spinat nicht nach. So hat der gvaße Lehrmeister Krieg uns wieder einen neuen Weg ge­wiesen, 'und dent wildem Knoblauch! der seines durchdringendes Gevuch«s wegen als I-eind unserer Waldungen galt itnd manchem die Freude an der dtcttur verdarb, eine nicht ttrrwesentliche Ralle in imsereN Eknährungsfragett ipährend der gentütearmen Zeit Mgewiesen. Was über in unserer .Knoblauchkück>e int großen ge- schjielst, das soll km sich recht viele tmserer detttschen Hausfrauen int kleinen zunutze machen. Denn an Knoblauch ist ja in nnsevanj Meldungen wirklich kein Mangel!

* Der amerikanische R a t ten kri e g. ,Wte einem Ar­tikel des Nein Bvrker Fovcvast zu cntneftneit ist, fühlen die Ame­rikaner nach wie vor eineit erbittet tcit Kamps gegen die Raiten/ deren Beköstigung sie nach einer möglichst genauett Aufstellung jährlich 160 NttNtonett Dollar kostet. Die Hauptschtvierigkeit in der Bekäntpftmg liegt harin, daß nur wenige Materialien den scharfen Zähnen der gefräßigen Tiere zu widerstehen vermögen. Ein guter Sckntz für die Gebäude soll eine Mtschung von Kalk, Sand und Kiesel sein. 1907, als San Francisco von der Pest bedroht war. ließ man eine Strecke von 6 0M 000 Metern mit diesem Gemisch bedecken, das nicht teuer ist, dessen Herstellung keine besondere Geschicklichkeit verlangt. Die einfachsten Berteidigung^- mittel, die Fallen, sind inancknnal gärtz nützlich, so ist es mit dem einen oder dein anderen System sckgm gelungen, alte Gebäude, die zu lvabren Rattenburgeit geworden warett, wieder wvl/nbar zu machen Als freilich 1914 in New Orleans eine Pest-Epidemie aus­brach. konnte trotz all dieser Maßnahmen nur ein Teil der alten Gebäude gerettet norden. So mußte das historische Hole! St. Louis, eine der berühmtesten Gedenkstätten Amerikas, niü>ergertssen wer­den, weil die Kosten fiir seine Rattenbesretung eine schwindelhafte Höhe erreichten.

* Aus den Revvlutivnsgespräcken russislcher Bauern. In dett Mitteilungen von Revolutionsgesprächen russi­scher Bauern, die Robert Lezmu imFigaro" veröftenllicht, finden sich folgende merkwürdige Betrachtu-ngen:Mau ,pricht jetzt so viel von der Konstitutton. Wer ist das cigenllich?"Die Kvm stitutton? Wahrscheinlich die Fvau des GwMrsteat Michael." Ist eZ war, daß Rußland eine Republik werden soll?" ,.Ja, die Leute sagen es "Was nnrd dann der Zar tun? Wird er Weg­gehen?"Nein, er wird bleiben." , Ja, was inird dann aber die Republik dazu sagen?"Sehr einlach sie wird den Zaren heiraten "Was soll aber dann die Kaiserin tun?"Sie ivird beten "Jntmerfort?"Jawohl. Man will sie zu diesem Zw«k sür immer in ein Kloster lwittgen."Ich denke ^ mir auch gut, wenn die Republik eineit Zaren heiratet. LVber dann müssen wir alle daraus achten, daß sür sie ein ntöglichst netter Zar ausgesucht tvitd."

Briefkasten der Redaktto«.

fAnouyuic Attftagen bleiben unberückstchti«t.»

K. in G. R. Wie bereits iviedechvtt im Briefkasten mttgeteilt, chiglich nur die gesetzliche zwei- und drei j ährt ge eit bei der Aufwandsentschädigung angerechnet, Mtthin rnn älteren Sohn drei Ialpre, bei Jhrent .jüngerett Sohn lw seckts Monate, zusammen also vier Jahre seck>s Monate. ^ Anlaß des Krieges notwendige Mehrdienftzeit komntt nicht Rechnung, wenn auch eine Ueberführung zrn Reserve noch

Meteorologische veobcichtungen der Station Giehciü

Juli

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Höchste Teinperatltr am 16. bis 17. Juli 191? Niedrigste » « 16. » 17. 1917

Niederschlag : 2,0 mm.

= -ft 31,3' C.

= 4- u,2-a

Monatl. «ebersicht der Todesfälle t» der 5t»dt Gietzur.

Monat Auni IV17.

Einwohnerzahl: angenommen zn 33100 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 29,1'/*,.

Nach Abzug von 56 Ortsfremden: 8,28'/*.

ES starben an

Zus.

Tr- «in»«

mrtrfiUn» tm I Leben«, dom 2 dt» wachsene ja6r lt

Angeborene p'ebensschwächk

1

1

Nlasern und Röteln

2

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Diphtherie und Krupp

5(4)

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4(3)

TpphriS

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1(1

ander. WundinftktionSkrh.

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1 (1)

1(1)

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Ttiberkulose der Lungen

3(3)

3(3)

Tuberkulose and. Organe

2(1)

2(1)

AkNte allg. Miliartnberktllose

2(1)

2(1)

*

Lungenentzündung

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1

Kl)

4(1)

Krankh. der Atmungsorgane

2(1)

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1

Krankh. d. KretSlaufsorgane

17 (13)

17 (13)

Gehirnschlag

anderen Krankheiten des

2(1)

2(1)

NervcnsystentS

Mageit- und Darinkalarrh

6(6)

4(4)

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Brechdrirchfall anderen Krankheiten der

2(1)

KD

1

Verdauungsorgane Krankheiteit der parn- imb

10(8)

9(7)

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Geschlechtsorgane

4(4)

4 (4)

Krebs 4 (2)

Verunglückung od. and. gemalt.

4(2)

Eimvirkung

2(1)

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l

and.benanntenTodesursacheit 4 (2)

3(1)

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1 fl)

Todesursache nicht angegeben 1 (1)

l 0)

Suinnta: 80(50) 5^ (39) 5(4) 23(13)

Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an. wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Verösienttickung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen.

Medizinalrat Dr. E. Walger, Großh. Kreisarzt

Witterungsbericht.

(Oeffentlicher Wetterdienst.)

Wolkig, Gewitterregen nicht ausgeschlossnt, etwas wärmer.

Letzte Nachrichten.

Die innere Lage.

Berlin, 18. Juli. DieVossische Zeitung" schreibt: Nur Kreise, die es darauf anlegen, einen Bruch mit der Volksvertretung lierbeizuführen, können dem Kaiser den verhängnisvollen Rat, die Ernennung des Dr. Helfferich, erteilen. Die Berufung würde für die Kanzlerschaft des Herktt Dr. Michaelis tvenig ersolgver- heißend sein. IiN Übrigen hören wir, daß die Reichstagspaarteien, die sich ans die Friedensresolutton geeinigt haben, unbeschadet der L>altung, die der neue Kanzler dazu einnehmen wird, vorläufig noch unbedingt darauf bestehen, daß über ihre Resolutton am Don­nerstag abgcstimmt wird. Eine Entscheidung über das Verbleiben oder Gehen der preußischen Minister ist bisher noch nicht erfolgt. Gestetckt erhielt sich das Gerticht, daß der Chef des Zivilkabinetts von Balenttni seinen Mschied eingereicht habe. Wir geben dieses Geriicht mit aller Reserve wieder.

Vormittagssitzungcn der Reichstagsfraktionen am Donnerstag.

Berlin, 18. Juli. Der Dorrnerstagsfitzimtg des Reichstages sieht man in Mgvvrdnetenkreisen mit der allergrößten Spannung eirtgegvn. Sämtliche Fraktivltett, mit Ausnal)tme der Polen, haben siir den Vormittag dieses Tages Sitzungen anberaumt. Ebensro ha beit alle Fraktionen shre Mrtgli^er telegrapWch wieder zum vollzähligen Erschettron in Berlin auf gefordert.

Die Namensänderung des englischen Königshauses.

London, 17. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Rerttermel- dung. Der Privy Council beschloß einstimmig, den Mrmen des königlichen .Hauses von England abzuändern.

London, 17. Juli. (WTB. Nichtarntlich) Reutermet- dung. Der König hat heute in der Sitzung des Privy Coun­cil für sich und seine Familie den Namen Windsor an- genommen.

Frankreich verlangt amerikanische Truppenunterftützung.

Haa g, 18. Juli. (L. A.) DieAmerican Review" spricht über Joffres und Balsours Anwesenheit in Amerika und erzählt, daß Joffre bei seinem Ersuchen, zahlreiche amerika- nisck)e Truppen nach Frankreich zu senden, außerordentlicb dringlich geweesn sei.

Französische Phantasien über Amerika.

Gens, 18.^Jüli.Oeuvre" macht mit trockener Ironie darauf aufmerksam, daß selbst die allgefeierten amerikanischen Offiziere hinterher äu.ßerten, der ftanzösische Enthusiasmus gehe denn doch ein bißchen zu scharf ins Zeug. Ferner heißt es, sei es nicht ganz richttg, wenn verkündet wurde, das amerikanische Bataillon, das am 4. Juli durch Paris kam, sei zur Front abgegangen. In Wirk­lichkeit sei es ja leider nicht in die Schützengräben gebracht wor­den, sondern bloß in ein Ausblldungslager. was nicht ganz das­selbe ist. Wenn die Amerikaner nvch so aufgeweckt seien, vor dem nächsten Frühjahr könne sich die amerikanische Streitmacht in beachtenswerter Form nicht präsentteren. .Denn nicht allein den Manttschaflen, selbst den Offtzieren fthle es an militärischer Vor­bereitung. Mehr als die Hälfte der bisher Angekommenen habe aio5 Rekruten bestanden. Weint ent neuer Wntterfeldzug unvermeidlich sei, so werde, es an Tonrmy, nicht an Samutv sein, den französi­schen Kameraden einen Teil der schweren Bürde von den Schultern zu nehmen.

Finnland.

Berlin, 18. Juli. Wie das B. T. berichtet, nehme laut Petersburgek Depeschen desCorriere della <Sera" die sepa­ratistische Bewegung in Finnland einen immer gefährliche­ren Charakter an. W!ie verlautet wolle Llmerika Finnland alle Zufuhren abschneidert, falls die separatistische Betve- gung nicht aufhöre.

Amtlicher Teil.

In der Zeit von: 1. bis 15. Juli wtrrden in hiesiger Stadt Gefunden: 1 Portemonnaie mit Jn'halt, 1 Erstlingsschnd, 1 Danienstcdhhut, 2 Regenschirme. 1 Brille, Lose det^Prenß. Klassenlotterie, 1 Armband und 1 Handtäschchen mit Inhalt. Verloren: 24Mk. in Papiergeld, 1 dunkles Damenporte- ntonnaie mit 120 Mk. und FaRmarken, 1 Portemonnaie mit etwa 6 Mk., 1 Vvrsdecknadel mit hellem Stein, 1 Porte-- utoitnaie mit 47 Mk. in Papier imd Fahrkarte Bad-Orb Wächtersbach, 1 Portemonnaie mit 36 Mk. in Papier. 1 Porteutonnaie mit 102.60 Mk. und Rechnmtg. 1 Porte­monnaie mit 5 Mk., 1 photographisches Stativ in grauem Beutel, 1 Samtgürtel, 1 rotes Portemonnaie mit 15 Mk, 1 Drellporremonnaie mit 30 Mk in Papier und .Kleingeld »Md Rechmmgen, 1 Karton mit 50 Tafeln MilMckwkvlade, 1 silb. Armbanduhr iTula).

Die Enipsangsberechtigten der gesundeuen Gegenstände be­lieben ihre Anspcück)e alsbald bei irtt£ geltetbd zu machen.

Die Abholung der gefundeiten Gegenstäitde kann an jedem Wochentag von 1112 llhr vormittags uud 45 Uhr nach, mittags Inn mtterzeichneter Behörde Zimmer Nr. 1 erfolgen.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

H e m m e r d e.