Nr. *66
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GtetzenerLamillcnblätter;
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f«r den Ureis Siehe«.
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Erstes Blatt
*67. Jahrgang
Mittwoch. *8. Juli ‘0*7
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KOT
llalmz VM deutschen Truppen wieder erobert.
(WTB.) Großes Hauptquartier, 17. Juli. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rn pp recht.
An der K ü st e griffen die E n g l ä n d e r nach tagsüber lebhaftem Feuer wieder bei Lombartzhde an; sic wurden ab gewiesen. Längs der Front Noordschoote bis Warneton steigerte sich die Kampftätigkeit der Artillerien zu erheblicher Starke; auch auf beiden Scarpe-Ufern war sie .lebhaft.
. Englische Erkmrdungsvorstotze scheiterten bei Messines, Hulluch. Grwrelle, Bulleeourt und nördlich von St. Quentin.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz^
Vormittags drangen an der Strahl Laon — Sois - so ns Slohtruppen eines hannoverschen Regiments zusammen mit Pionieren nach Ueberfall in die französischen Linien, sprengten Unterftände und trafen Geschütze und kehrten m i t zahlreichen Gefangenen n nd Maschinengewehren in die eigenen Gräben zurück.
Bei C o u r t e e o n war in der Nacht zu gestern ein weiteres Stück französischer Stellung durch .Handstreich genommen worden; die Gefangenenzahl in diesem Abschnitt erhöhte sich dadurch auf über 4 5 0 Franzosen. Kurz vor Dunkcllfeit eröffnete der Feind schlagartig starkes Feuer auf die Stellungen zwischen dem Gehöft Malval und Ccrny. Darauf setzte gegen diese Front ein starker, mit dichten Massen geführter Angriff ein, der im Feuer und im Nahkampf u n - tcr den sch wersten blutig st en Verlusten ergebnislos z u fa mm enb r ach. Alle kürzlich gewonnenen Stellungen fxnö fest in der Hand der bewährten ostpreußischen Division.
Nördlich von Reims schlug ein Vorstoß der Franzosen gegen die von uns eroberten Gräben südlich des Bois Sou- lain fehl. Ein weiterer wurde durch unser Abwehrfeuer unterdrückt.
Am Poehlberg. in der Westchampagne, gelang es Thüringern in erbitterten Handgranatenkämpfen die Franzosen aus dem letzten Stück unserer alten Stellung zu vertreiben und mehrere Gegenangriffe zurückzuschlagen. Auf dem linken Maasufer setzte mittags heftigste Artilleriewirknng gegen die Höhe 304 und die Anschlußlinien ein. Unser Vernichtungsfeuer auf die französischen Gräben und Bereit- lchaftsräume erstickte den feindlichen Angriff; nur wenige Leute kamen aus den Gräben. Heute morgen hat sich der Feuerkmnpf dort erneut gesteigert.
. Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Keine besonderen Vorkommnisse!
*
Außer fünf Flugzeugen wurden vier Fesselballone durch Misere Flieger zum Absturz gebracht.
O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
HeeresgruppePrinzLeopoldvon Bayern.
Die rege Gefechtstätigkeit bei Riga, Dünaburg und Smorgon hält an.
Bei aufllärendem Wetter war an der Najarowka das Feuer stärker als in den letzten Tagen.
Südlich desDnjestrnahmenrheinischeNegi- m e n t e r d a s W u l d g e l ä n d e n ö r d l i ch v o n K a l u s z. Da auch von Westen her deutsche Kräfte vergingen, räumten die Russen die Stadt und zogen sich eiligst auf das südliche Lomnica-Ufer zurück.
Von der
Front des Generalobersten Erzherzog Josef
und der
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v o n M a ck e n s e n ist nichts Wesentliches zu melden.
Mazedonische Front.
Die Lage ist unverändert.
Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff.
*
Der Abendbericht.
Berlin. 17. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Im Westen wurde auf dem linken Maasufer gekämpft.
Fm Osten keine besonderen Ereignisse.
So unentschieden und spannungsvoll die gegenwärtige Lage ist, so lehrreich ist sie doch auch. Wer jetzt politisch! interessiert ist, der braucht, um auf seine Rechnung zu kommen, durchaus nicht müßig zu harren und sich drein zu ergeben, was morgen der Reichstag uns vorsetzen wird. Die Physiognomie der mehr oder minder erregten Parteien zu studieren, ist jetzt nicht nur höchst interessant, sondern es ist auch eine politische Pflicht. Die sogenannte „Mehrhetts- entschließung" ist vorzeitig veröffentlicht worden und hat ihre Wirkung auf das Ausland bereits getan. Wir haben die ausländischen Pressestimm'en nur zu einem kleinen Teile hier wiedergeben können, aber das eine ist dabei feftzu- stellen: sie gehen fast alle von dem Gedanken ans, daß in Deutschland setzt ein Zusammenbruch erfolgt sei, daß die Kriegs Müdigkeit oder gar das Verzagen des Volkes eine hohe Stufe erreicht hätte. Amerikanische, englische Blätter trumpfen am festesten auf: jetzt müsse gerade gegen Deutschland weiterhin kräftig vorgegangen werde::, nnr der volle Sieg über Deutschland sei das mögliche Ende. Ein Londoner Blatt spricht von dem neuen 'Reichskanzler als dem „Konkursverwalter'! Die französische Presse hat von ober: her offenbar Mahrmnger: erhalten, nicht allzu kräftig in die Fanfare zu blasen, da sonst am Ende das deutsche Volk wieder zu anderen Entschlüssen erwache. Mer der Triumph über die letzten Vorgänge in Deutschland leuchtet überall durchs
Aus den „Mehrheitsparteiei'" heraus, die ihre „Friedens entschlioßung" morgen zur Abstimmung bringen wollen, klingt deirn auch kein besonderer Kampseifer dafür heraus. Besonders die Zentrnmspresse ist wieder vorsichtiger geworden m:d verurteilt es, daß ans bestimmte:: demokratischen Winkeln in Berlin und Frankfurt heraus jetzt eine förmliche Hetze getrieben wird. Das „Berl. Tagebl." hat den: neuen Kanzler bereits ett: Ultimatum gestellt: werde er sich nicht für die genannte Friedensentschliößnng ausspreche::, so habe er von vornherein die Mehrheit des Parlaments gegen sich! Natürlich wird dabei zugleich auch das Trommelfeuer für die Eroberung des waschechte:: parlamentarischen Regierungssystems.-mit vollen Kräften fortbesetzt. Gegen biefe Bemühungen erheben die „Germania" sowohl wie die „Köln. Bolksztg.", die angesehensten Zeu- trnmsblätter, Einspruch. Die „Köln. Bolksztg." schreibtu. a.:
„Das Zenttnm denkt gar nicht daran, diese Politik der Linken mitzumachen. Es wünscht lediglich, daß auch Parlamentarier leichter als seither Minister und Staatssekretäre werden können, das Recht der Krone, die Minister zu ernennen, will es ebensowenig an- tasten, wie die Stellung, welche verfassungsgemäß die Bundesstaaten imb ihre Regierungen zum Reiche und in der Reichspolitid einnühmen. Damit wird sich das „Berl. Tgbl." ebenso wie „Vorwärts" und „Franks. Ztg." vorlänsig doch wohl aüch bescheiden nrussen, denn über eine „feste Mehrheit" in ihren: Sinne verfügen sie nun einmal bis ans weiteres nicht, u:ü> es wird wesentlich von der Unabhängigkeit und Entschiedenheit der anderen Parteien, aber auch der Regierrmg, abhängen, ob es dabei sein Bewenden haben wird oder nicht!"
Auch wie es mit der heißersehnten Annahme der „Friedensentschließung" werden wird, steht noch sehr dahin. Heute wird folgendes Schreiben des Großadmirals v. Tirpitz an den Abgeordneten Bassermann in der Presse veröffentlicht:
„Zu meiner Freude ersehe ich ans den Zeitungen, daß die na tio nalliberale Partei getreu ihren Traditionen dis Friedensresolution ablehnt, die nach innen und außen verderblich! und takttsch selbst dann verfehlt ist, wenn wir einen entschädigungslosen Frieden erstreben müßten: gerade dann müßten wir umgekehrt verfahren. Wir brauchen einen solchen Frieden aber durchaus nicht zu erstreben und dürfen es nicht, sondern müssen uns zu der Zuversicht halten, die in den Aeußerungen des Feldmarschalls von Hindenburg zum Ausdruck gelangt Wdder vorübergehende Verschärfungen der Ernähiungssorgen, noch Sorgen für später in dieser Beziehung dürfen uns jetzt veranlassen, die Nerven zu verlieren und nach einem Frieden zu greifen, der unsere Zukunft und ganz besonders die unserer Arbeiterschaft gefährdet, denn die unbeirrt zähe Fortführung des U-Boot-Krieges wird uns zwar nickt heute oder morgen, aber sicher und rechtzeitig den Erfolg bringen. Im Andenken an unsere langjährige gemeinsame Arbeit für die den: deutsckien Volk durch seinen Kaiser gewiesene:: Ziele richte ich an Sie, verehrter Herr Bafsernmnn, den Appell, alles aufzubieten, um die Resolution zu verhindern."
Ueber diese Aeußerung eines doch immerhin auch sachkundigen Mannes scheinen die hyperdemokratischen Heißsporne ebenso wegwerfend zur Tagesordnung übergehen zu wollen wie über Hindenburg und Ludendorff! Das Ausland scheucht diese Kreise vor
nichts zurück. Da ist es bezeichnend, daß selbst
der „Vorwärts" und Führer der sozialdemokratischen öffentlichen Meinung das internationale Interesse nicht so rücksichtslos vertreten wir die erwähnten Organe. Der „Vorwärts" hält es vielmehr an der Zeit, das Ausland zu warnen! Er verrichtet immerhin dabei eine nationale Arbeit, wem: auch seine Politik selbst den Interessen des Volkes zuwiderläuft. Scheidemcnrns Organ stellt die von uns charakterisierte Stimmung der feindlichen Auslandspresse fest und sagt dann u. a. dazu:
„Kein Volk, sei es noch so vevolutionär, kam: daran denken, um 'der Revolution willen die Verteidigung anfzngeben. Es kann leicht sein, daß die Krise der inneren deutschen Politik noch nicht znm Abschluß gekommen ist, sondern daß sie sich nach kurzem Stillstand weiter entwickelt. Selbst lder Fall ist denkbar, daß es dabei nicht immer nrit jener vollkommenen Ruhe ab gehen möchte, die das hervorragende Kennzeichen der letzten Bewegung ist. Aber der Fall ist nicht denkbar, daß sich in Deutschland etwas ereignen könnte, was ervberungsluftigc^ Feinden zum Vorteil dient."
Ist es nicht eigentümlich, daß daneben die Drohung des „Berl. Tagebl." :rnd gesttruungsverwandter Organe geradezu die Möglichkeit innerer Kcttastrophen offen hält und damit das Ausland zu weiterem Dreinschi'lagen ausmuntert?
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 17. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wnD verlautbart:
O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Dem Drucke deutscher und Österreichisch^ungarischer Truppen weichend, räumten die Russen gestern Kalusz und das westliche Lomnica-Ufer. Die Verbündeten rückten nach. Südlich von Kalusz kam es stellenweise zu stärkeren Kämpfen. Bei Laciany scheiterten sechs russische Entlasttmgsstöße am Widerstande kroatischer Bataillone. Bei Landestreu und dkowica erzielten wir Raumgewinn.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Auf dem Colbricon explodierte eine italienische Mine. Unsere Sturmtruppen besetzten den Trichter.
Der Chef des Generalstabs.
Die Kämpfe in West und Ost.
Berlin, 17. Juli,. (WTB.) Aach am! 16. Juü nahm der erbitterte Attilleriekampf in Flandern seine:: Fortgang. Das englische Artillerie- lmb MinenfeuLr richtete sich in den Abendstunden besonders heftig ans nnfeve StEorgien im! Raume von Lille. Wie an den Vortagen blieb auch die Wsgertätigkeit außerordentlich rege.
Die tagsüber im allgemeinen Mäßige Artillerietätmkcit im A r - tois steigerte sich im Laufe der Nacht gegen unsere Stellungei: in der GogLnd A-chens sowie sWich des La ößkchj
Loos und südöstlich Lens. Schweres Feuer lag in den Morgen stim- den des 17. Juli auf unseren Stellungen östlich Moiuhy. Eine am 16. Juli, r/2-5 Uhr Morgens, westlich Hulluch unter dem Schutze von Nebelgeschossen in unseren Graben eingedrmigE Patrouille wurde iM Handgranatenkampf unter Verlusten gewogen. Eine unserer Patrouillen drang an der Bahn La Bassee—Eenay in die feindlichen Stellungen und Mächte Zeinen Poster: i:icder. Unsere Batterien beschossen mit erkennbarem Erfolg Munition- und Truppenlager südlich Blangy. Ju: Raume von St. Quentin herrschte in der Nacht vom' 16. zum 17. Juli lebhafte beiderseitige Patrouillentättgkeil in der Gegend von Henneeourt, Hargieontt und Jtaneourt.
Der gemeldete Vorstoß eines hannoverschen Stoßtrupps an der Sttaße Laon—Soisfons w:rrde irtfit außerordentlicher Kühnheit durchgeführt. Die feindlichen Stelllrngen wstrrden in 50 0Meter Breite bis zu 200 Meter Tiefe aufgerollt woraus der Stoßtrupp befehlsgemäß wieder in die Ausgangsstellung zurückkehrte. Noch den gemeldeten Kämpfen an der Aisnesront flaute >das Feuer kurz nach 1 Uhr in der Nacht ab. Nur zwischen Winterberg u:rd der Sttaße Corb'eny—Reims lebte es vorübergehend aus. Die schweren französische:: Verluste cm der Aisne- fvont verwandeln das Pl atem: des C h e m i n - d e s - D a m e s mehr und Mehr ii: einen Fr i ed h 0 s d e r französischen 2lr m e e.
?tus unsere:: Gegenstößen am H 0 ch - und P öhlb erg wurden 1 Offizier, 63 Mw:n, 4 Maschinengewehre und 13 Schnellladegewehre eingebracht. Auch in der Chantpagne war die Flreger- tätigkeit sehr rege. Starker feindlicher Verkehr int Lause des 16. Juli wurde durch Beschießmrg des Bahnhofs Les Jslettes gestört. 8.30 Uhr vormittags erfolgte foort eine heftige Explosion mit hoher, 300 Meter breiter Rauchwolke; gegen 10 Uhr folgten lueitere Explosionen.
An der Ostfront lag cun Vormittag des 16.Juli schweres Feuer auf unseren Stelttmgen südöstlich Ldzicmy. Der Ertastende Gegner wurde durch Feuer vertrieben. Ebenso scheiterten aM Nachmittag feindliche Vorstöße. Außer den von de:: Russen unter unserem Druck eilig geräumte:: Stadt Kalusz sind auch die verloren gewesenen Teile :mserer Stellungen östlich Landestreu und am -Ostrand von Dobrowlani wieder in unserem Besitz. In lden Karpathen war die Arttllerietätigkeit bei ffreresr* Wetter zeitweise lebhaft,«damentlich südlich der Oitoz-Straße. Mehr- fache Patt'ouillenVorstöße wurde:: Mühelos abgewiesen.
Jü Rumänien war das Feuer in der Gegend von Tulcea und Funden: vorübergehend gesteigert. Die erneute Beschießung des Bahnhofs von Tesnciu rief abermals Explosionen hervor. Die Brände in großer Wrsdehnimg halten an.
Italienischer Heeresbericht
vom 16. Juli.
Während des gestrige:: Tages entfalteten wir eine lebhafte Kampstätigkeit aus der ganzen Front. Mends, nachdem Mir die feindlichien Linien von Bersic bis znm Jamiano-Tale Unter Feuer gehalten hatten, -führten wir trotz heftiger Gegend Wirkung eine:: glücklich verlaufelften Einbr::ch in die Gege::d südwestlich der Höhe 247 aus. Tie feindliche Stellimg wurde von Grund aus zerstört. Wir erbeutete:: Maschinengewehre, Sbieß- bedarf und verfchiedense Gerät und brachten 275 Gefangene, darunter 11 Offiziere, zurück. Auf der Trientiner und der Cernischen Front erweichte 'unsere Artillerie feindliche Barackenlager mit Voll- tress-ern im Monticello-Passe (Tonale>, venrrsachte Feirersbttlnste und zerstreute Arbeiter in der Niederung von Laghi, ans der Hochfläche von Donezza und an: Wischberg Selsera-Talr Ans der Juliscken Front richteten wir ein L^ammelfener auf Bigli und Tedrez und nähme:: die feirrdlichle:: Gräben zwischM: Cauale und Niorsko unter stark einsetzcnrdes, sehr genaues Feuer. Wir überraschte:: und zerstreuten Kolorrue:: von Lastarttos imd Fuhryark- kolounen, die sich aus der Straße von Santa Lucia naich Chiados- vanv bewegte::, ebenso auf der Hochfläche von Bansizza. Heute früh bei Tagesanbruch machte ein mächtiges italienisches B 0 :::beugeschwader, begleitet von Jagdflugzeugen,' eine Streife hinter den feindlichen Linien von Selo. Zahlreiche Truppe:: wurden enrdeckt und wirksam mit Bomben bttvvrfen. Unsere Flugzeuge, welche auf eine geringe Höhe herabgegangen waren, um ihre Bvmben abznwersen, kehrte:: sämtlich unbeschädigt zurück trotz des seindlichle:: Mwehrfeuers. Unsere Flieger brachten eines der feindliche:: Flugzeuge zum Mstirrz, welch: anfgesttegen lvaren, um sie zurückzutreiben, :md zerstteute:: die andere::. Frühmorgens warfen seindlichle Wasserflugzeuge ziviscken dem Jso::zo und dem Karst Bomben ab, lvodurch sie einige Verluste und geringe Beschädigung verimachlten.
Der türkische Bericht.
K 0 n st a n t i:: 0 p e t, 16. Juli.- (WTB. Nichtamtliche Heeves- resbericht vom 16. Jälli. Am Euphrat verlor eine geschlLgene feindliche Abteilung m:f dem Rückzuge noch 120 Dote umd Verwundete und 60 Pferde Außerd«::: erbeutete :msere verfolgeicde Kavallerie zwei Levis-Getvehre :rnd viele Zelte. An der pe rsi s chen Grenze erbeutete eine imserer Grenzkompagnier: in. einem Gefecht bei Serdescht ein Maschinengewehr. Nördlich von Revanduz griff eine russische Koinpaccnie imsere Vorposte:: an: sie wurde zu- rückgefchlagen. An der Kaukasusfront mäßiges Arttllerie- nnd Jnfanterie-Fe::er.
Lin englischer Angriff ans deutsche Zrnchtdampser innerhalb der niederländischen Gewässer.
dmuiden. 17. Juli. (WTB. Mchtamtlich.i Melduirg der niederländischen Telegraphenagenttlr. F n n f d e u t s ch e Fracht- dampfer, die von Rotterdam abgefahren ivaren, wurden während der Nacht bei Egmond von drei englischen Zerstörern ain ge griffen. Drei Dampfer sind auf der Flucht ans Strand gelaufen, von lvelchen einer durch Granaten in Brtvnd geschossen wurde, Mährend die zwei übrigen von den Engländer erbeutet wurden. Da die Verfolgung i n n e r h a l b d e r nieder-^ ländischen H oheitsgewäs s e r stattfand, dainpsten niederländische Kriegsschiffe von Nieulve Diep und Humiden nach der Älngriffsstelle. Granaten fielen bis hart an die Mederläudische Wste.
Dmuiden, 17. Juli. (WTB. Nicytalnllich.) Amtlich wird verlautet: Es steht noch nicht fest, daß der Angriff beziehungs- Meise die Verfolgung innerhalb der niederländischen; Hoheitsgewasser stattgefimden hat. Augenzeugen lvollen wissen, daß es mirwestens vier Bteilen entfer::t von der Küste geschehen ist. Ett:e Untersuchung ist von der Marinebehörde in Nietrwe Diep erngelertet worden.
Ymnider:, 17. Juli. iWTB. Nichtamtlich.) Meldmrg der nederlandsch Telegraf Age:ttschap. Wie einwandffei beobachlet wurde, hieße:: die zwei angreiferrden englischen Schiffe „S. 67"
und „S. 83".


