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80 M. Cfobannfafat 81.70 Mk 100^0 Wtt, 86 Mk., Rodheim 47.90 M
105 ML, Stanqonvd 40,30 ML. LiauMtbrrg 75.90 M^, doch 139,80 ML. Stixffcüuten 30 Mk„ TvaiK-Hortoff 73.30 ML Tveis a. Lmntw 233 ML, Twhe 25,20 ML, Utphe 209.15 Mk, Villnrgen 177 ML. WeickartShum 62.80 ML. Wieseck 219.20 Mk Äufanrmcn 8627,15 ML.
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** ® c fötbctliitfl. Der Gefreite Murtiu Kvrndörfer non hier, zurzeit tvei einer s ))l nsrfntteitqrn>elu^K>ompaguic im Westen, erfreu saivn vor einem Jahre das Eiserne Kreuz 2. Kl. und wurde dceler Tage -unt Untevosftzier luiordert. Korndörser befindet sich N^^d14 im Felde und hat die schweren Kämpfe im Osten und Westen mitgemacht.
** Br nt mn r ke n-Diebe! In den letzter! Tagen Minden au Mei Stellen zusammen 14 Brotmarken gestohlen. Da sich in letzter Zeit derartige Diebstähle mehren, so wird nachdrücklichst gewarnt, mit der Aufbewahrung der Marten vorsichtiger nmzugeben, da durch die Diebstähle doch auch die AUgenreinheit geschädigt wird. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige KriminalhMz-ei entgegen.
** Falsche Gerüchte über die Beschränkung der Bezngsschein - A us fe rtigUNg. Bon verschiedenen Seiten werden Gerüchte verbreitet, daß die Bezu-gsschein-AusfertiKungs- gellen von der ReichZbekleidungSstelle «rgewiesen seien, keine Be zugS scheine auf Sommermäntel und solche aus Wintermäntel erst von« 1. Oktaler ds. Js. ab auszustellen: nach anderen Mitteilungen, die in Geschäftskreisen umgehen, soll überhaupt die Ausstellung von Bezugsscheinen von August bis Okto^r eingestellt werden. Bet allen diesen Ausstvermugen hcmldelt es sich! Nhi falsche Gerüchte. Die Neichsbekleidnngsstelle l)at tvcder ein Verbot der Bezugsschein- Ausfertigung im allgemeinen, noch eine Beschränkung der Ausstellung von Bezugsscheinen für Sommer- oder- Wintermäntel in dem! obemrwälmteu Sinne erlassen. Es sind für die Bezugs'che in- abgabe für SwnMer- und Wintermäntel lediglich die neuen Mcht- linien von, 27. März 1917 und die ZufatzbekanntmachUna vom 12. Mai 1917 maßgebend
** Der Sozial t Ausschu ß des Ev an g. Ar - fetter!? er ei ns hat in seiner letzte Woche abgehaltenen Si.tzu.ng beschlossen, beim Ausschuß für Berbraucherinteressen. dem der Verein angehört, za beantragen, dahin zu wirken, daß bei dem Lebensmittelamt der Stadt Gießen ein Bervat, bestehenD aus besonderen Sachverständigen der Lebensmittetbrauche sowie aus Vertretern der Verbrauche rkreife, gebildet wird. Abgesehen davon, daß besonders durrl) die BÜtarbeit der Verbraucher ledes Mißtrauen beseitigt und Efklärend gewirkt werden könne, erscheine cs wohl durchaus gerechtfertigt, daß auch bei der lokalen Lebeirsmittelversorgnng, ebenso wie bei den größeren Orgai,rsatio.nen (Kriogsernäbrnngsamt usw.) Vertreter ans Verbrau ch erVreifen zur Mitarbeit bzw. Beratung luwangez-ogeir werden. Hierbei sollen diejenigen in Betracht kommen, die unter den heutigen Eruähvuirgsverhältmfsen besonders zu leiden haben.
** Jugendlichen ist der Ansenthalt aus den Dtratzen und öffentlichen Plätzen in der Zeit bis 1. Oktober bis l0 Uhr abends gestattet. Die Aenderung ist rnit Rücksicht aus die Einiührimg der Sommerzeit getroffen Siehe Bekanntmachung.
"Tic gebührenpflichtigen Bahntelegramme mr Bvransbestellung von Fahrkarten, Gepiicksckreinen. Bettkarten, Platzen in Zügen usw. kosten vom 15. Juli ab 50 Pfg. (seither *2 Dsg.h Telegramme zur Wiedererlangimg verlorener Gegenstände ''?nnosacheni 70 Pfg. (seither 50 Pfg.).
**' Hebun g des Oelfrnchtanbaues. Zur Förderung des OellaxÄenanbmves hat das KriegsernährungsMnt dem Kriegs- uusschuß ftir pfl-anzlicke limd tierische Qele und Fette, Berlin^ schlveselsanres Ammoniak zur Verfügung gestellt. Stzmeit die Bestände r-eiche,'. wird der Kriegsaussthuh den Landwirten, welche d,c Verpflichtung übttmjhmjen, WinterÄstvaten anznbauerr, sich !Ä>en Hektar, den sie mit Winterraps oder Winterrübsen anpflanzen, öen BeONg von B0 Kilogramm, Ülwmwri«? vermitteln. Ter Preis für das schwejelsaure Ammoniak ist 2,23 Mark fütr das Kilw-Prozent Ummmriai-Stickstvss westlich der Me gel'ieserde und 2,24 Mark iür öillich der Elbe gelieferte gewöhnliche Ware. Für gedarrtes und gemahlenes Ammoma! ist der Preis 2,26V- für wesftick> der Elbe und 2,27*/ 2 Mark für östlich, der Elbe geliefertes Ammoniak, einschließlich anteiliger lO-Tomreu -Fracht bis zur VotlbadnÜatwn der Empfänger, zuzüglich der gesetzlichen Ausschläge für Mengen unter 100 Zentner. Die Lieferung des Düngers erfolgt aus Grimd der allgemeinen Verlaufs- und Lieferimgsbedmgungerr der Deutschen Amnwniak-Verkaufsoereinigung, Bochum, brüv. der 'Oberschlesi- '.-en Wkstoerke, Berlin. Die Ware reist auf Gefahr des Bestellers, auch tvenn dieselbe uu offenen Waagen mit Decke oder in Kalbvagen üerkbe nwird Die Besteller haften für die Deckenmiet?. — Alle sonstigen An skünf t werden von den Landwirtschaftkammer'n sonne von den Kommissionären des KriegsauSschusses erteilt. Letztere stellen auch die Bezugsscheine aus.
^ ^ lieberlaßt getragene Bekleidungsstücke und ^chiu hwaren den Al tkl e iderstellen! Ter Reichskommissar für bürgerliche Kleidung iverst in einem Aufruf an die Kom- mnnalverbänd-? von neuem auf dre Wichtigkeit der Einsammlung qe- tnagener Bekleidungsstücke und Schu!«oaren hin. Der immer großer wevlxllde Mangel an Rohstoffen zwingt dazu, bei der Herstellung von Kleidungs- und Wäsäiestücken. sowie Schuh!oaren in immer größerem' Umfange getragene Bekleidungsstücke zu verwenden. Nicht nur der Bcldarf der in der Heimat Zurückgebliebenen an Beklei- dimgsstöcken nkich gedeckt werden, sondern es muß auch! dafür gesorgt werden, das; dir j. nt im Felde Stehenden bei ihrer Rückkehr die nötige bürgerlich' Kleidung voninden, da die von 'ihnen bei ihrer Einberrrsun.; zurückgelossene Meidnng in vielen Fällen nickst nrehr vorhanden sein lmrd. Es ist daher vaterländische Pflicht aller derjenigen, die getragene, rächt Mehr im berauch befindlich Klei-- dungsstücke besitzen, diese cur die AU kleiderstellen ihres Konrmunal- verbcrndes entgeltlich oder unentgeltlich abzuliesern und damit ihren bedürftigeren Volksgenossen das Durchl-alten zu erleichtern und für die Hein.kehrenden KMeger einen Bestand anfstellm zu Helsen. Für die Ablieferer getragener Bekleitnrngsstücke sind Erleichterungen bei Erlangung von Bezugsscheinen vorgesehen: gegen Vorlegung der Aboabebe s chinigung können sie von ismer zuständigen Bezngsschin- aosfeitigungsftelle einen Bezugsschein auf ein dem abgeli eierte in evtsprechntes Iwchioertiges BekleiMmgsfttick erlmlten, ohne daß ne, was ohne die Abgabebescheinigung erforderlich sein würde, die Notn-endigleir der Anschaffung nachoeisen müssen.
Kaninchen- und Geflügel zu cht verci n der E^s^ch^tz^b^ch^nstt^t^n f ür Gieße n und Um-
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; L" ^LPS^ r v‘ ^ ^ndet auf der Schönen
Auss^t die dntte Berbandsaussbellung der Eisenbahn^
l S DrrektwnSbezirk Frankfurt a Main ItotL Dre Ausstellung nnrd von deni Kwänchen- und Geflügel- znchtverein der Eisenbähnbedünsteter! für (Meßen und Umgegend SWUltaltet . Dem Verband gechüren zurzeit 48 Vereine mit rund .00 Mitglwdern an. Dce Lertun.? der Ausstellung hat in dankens- Nnmder Werle Werkstätten-Vorstcher Rupert übernommen, dem tuckstigc und -erfähvene Kräfte zur Serke stehen. Die Vorarbeiten sind m vollem Gange. Allem Anschein nach, insbesondere infolge der gunjttgen geogwphlschn Lage, vmpricht die Ausstellung in Gießen ern großes UnternelMen zu werden.
^.Lichtspielhaus. .Tsroende Liebe" betitelt sich das neue Lrebesdvanm welches ab 17. bis einschl. 20. d. Mts. i 7 n Lickst- stnel'k)M!S, Bahn iw fst ratze 34. zur Vorführung gelangt. Die all- feUrg bekannte Künstlerin Wanda Trermrann, rösche in diesem Stück mtt der Hauptrolle betraut ist, wird durch ihr ausgezeich- netes Spiel die Besucher von Anfang bis zu Ende in Spannung versetzen. Auf allgemeinen Wunsch vieler Besucher wird nochmals das ergreifende Lebensdrama in 4 Allen „Das nwndernde Licht" init der berühmten Schauspielerin Henny Porten in der .Hauptrolle gegeben. Die anerkannt vorzügliche Mnstlerkapelle wird das Programm in diesem erstklassigen Lichtspiel-TMater sinngemäß begleiten.
** Das Kreisblatt Nr. 119 enthält Bekanntmachungen über: Durchführ von Znckerwaren. — Voranmeldung der Faßbestände. — Kohlensteueraesctz. — Ernten unreifer Kartoffeln. — Kärtvfselversorgung. — Berkchr mit Eiern. — Förderung der BolksernÜhrung. — Vertilgung von Ungeziefer — Verteilung von Tierschutzkalendern. — Verarbeitung von Gemüse.
Landkreis Gießen.
Londorf, 17. Juli. Dem Musketier Johannes.Höchst, per einem ^ns.-Regt., zurzeit in Frankreich, wurde das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Tapserckeit" verliehen.
Kreis Büdingeir.
o Borsdor s, 14.Juli, biestern vormittag statteteli zioei Bürschchen aus Griesl>eim a. M., die sich vorher in emigen Dörfern i>n Kreis Scbotren hanisternd herumgellieben hatten, dem Spezerei- ge>ch.äft von A. Düll hier einen Besuch ab. Das (fstschäft ist seit emenr halben Jahre geschlossen Und das Haus unbi':oohnt, >mnl der Ben her beim «beere, steht und seine SRutter im Februar dS. Js. gc- storben ist. So konnten die Jungeii unbemerkt durck, ein Ketler- loch in 'das Haus gelmigen rrnd alle Räume durchsuchen. Dabei ließen sie in der Laden lasse nur das Kleingeld und wälstt^i ,1ch von den noch ziemlich reichlich vorhandenen Vorräten Mehl, Zucker u. dgt. aus, soviel sie packen konnten. Als Nachbrrsleute aus Veit jüngsten Knaben, der im Hofe Wache hielt, aufrUerksani geworden ivaren und ntan das Haus polizeilich durchsuchte, fand man seinen Begleiter im Keller versteckt vor. Er hatte eine ansehnliche Summe Geld lui sich, darunter auch ein Zehnmarkstück, das mahrscheinlich aus der Ladentasse stammte, er gab aber au, es von einen! Unbekannten für 11 Mark gekauft zu haben. Die erst 12 und 14 Jahre alten Hamsterer wurden dem Amtsgericht Nidda zu geführt. Ter Fall inahnt aber die Landbewohner, die zurzeit häufig ihre Häuser unben-acht lassen müssen und ans dein Felde beschäftigt sind, den fremden Ämtern gegenüber zur Vorsicht.
p. Fauerbach b. Nidda, 15. Juli. Hier fiel ein achtjätri- ger Junge beim Kirschenpslücken so unglluklich vom Baume, daß er beide Arme mrd das Nasenbein brach.
Kreis Alsfeld.
** Mücke, 17. Juli. Der Gefreite Kitz, welcher seit Anfang des Krieges im Felde tätig ist, wurde zum llnterossizur befördert. Unteroffizier Kitz wurde säwn im Nvvonrber 1914 mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
Kreis Friedderg.
—Butzbach, 16. Juli. Ersatzraserorst August W edler, geboren ani 3. März 1890 zu Butzbach, Zimmerrnann, ist infolge Verletzungen durch ?lrtillerie-Geschoß auf dem Felde dar Ehre am 16. Vtai 1917 gestorben. Er hinterläßt Frau und 1 Kind.
Sturknchurg und Rheinhcssen.
M a i n z, 15. Juli. Fünf Höchster Hausfrauen kauften dieser Tage m frühester Morgenstunde auf dem hiesigen Markte grv- vere Niengen Bohnen ein. Ms sie den Platz verlassen wollten^ fielen ft« der Polizei in die Hände. Zwei Fkau-en gelang es in denr. Wrrnrxrrr zu entkommen. Die anderen Frauen mußten ihre Bochien abgeben : '.ndem ging der einen dal»ei eine Handcasckse im Werte von etwa 100 Mark verloren. Ilm üsre Bohnen wenigstens ,'ius Ausland-" zu retten, hastetM die beiden der Polizei entkommenen Frauen auf Kreuz- und Qnertvegen durchs Hesfenlaud bis nach Kelsterbach. .Hier fuhren sie in einem Nachen heimlich und sacht über den Main ins Preußenland. Die Bohnen ioaren gerettet?
Kreis Wetzlar.
rn. Wetzl«r ,16. Juki. In der letzteir Sitzinrg des Kreis-
z. B. ln den Gemarkmlgen Bürgclli. Cappel usw.. mit dem fru-nt* schnitt begonnen. Die Länge der .Halme läßt zu wünschen übrig, dv Aehren dagegen sirrd so schwer, wie selten in einem Fahre
Kircbe und Schule.
= Wetzlar, 1.5. Juli. Die .^^veisslMivde sSr evang«tisck!»-u Geislltchleit des Synrodalbezirks Wetzlar nalstn folgende bemerkenH- werten Anträge einzelner Presbyterien einstimmig an: Beibehal tung des Fefuitengesetzes, Verbot der landtvirtsthrftlirhen Soun - tagsardeit rmd Verbot der AlÄoholbererttmg !vähvens der KriegL - zeit (aEsehen von den für das Heer ersorderlickwn Mengen). Die beiden letzten Ain-träge werden an die kirchticksen Behörden weiter - gegeben.
Berlin, 13.Juli. Gegenüber ,oiederl>olten anderweitigen Aeußerungen in der Oeftentlichkeft in beMg auf die Reformativns feier in Witbmberg, wird durch den evangelischen Ober-Kirchenrar zu Berlin rkochmats folgendes festgesetzt: Auf der EiseiaaäseU
Kirchenkonserenz haben sämtliche Vertreter der evangelischen Kirchen Deutschlands nach eingehendster Prüfung der Sachlage ist.'' Auffasftmg dahin ausgesprochen: Erstens, daß tvegen der unüberwindlichen Sästvierigkeiten in bezug auf den Verkehr, die Ernährung und die volle Juanfvruäsnahme der öffentlichen Räume der Stadt zu militi.rrischen Ztvelben ^Lazaretten!' eine V e r s ch i e - bUng der örtlichen Zentralfeier in Wittenberg durchaus als ein Oiebot zuTÜrgender Notwendpfteit anerkannt n>es den müsse: — zweitens, daß um so nwhr der große t^dankvag in den einzelnen Landeskirchen und (Gemeinden zu einem großen evangelftchen Festtags auszugeftalllm. sei.
Wittcrungsbericht.
(O e s f e n t l i ch e r W e t t e r tf! e n ß.)
Meist trüb, strichweise leichte Niederschläge, keirre Temperattlr- änderung.
nnngsrahr 1917 !N Einnahme und Ausgabe aus 12 400 000 Mk. seitgesetzt. Der Handelskammer Wetzlar konnten wieder 1000 Mk fr- willigt iverden. Genehnrrat nmrde ferner die Fortzahlung der Pansch Vergütung ftir Untersuchungen in den! staatlichen Medizinal- Untersncknmgsamt zu .Koblenz. Tie notwendigen Crgänznngswahlen zum Kreistag wurden nur ein Jahr verschoben. Znm Schlüsse verlas der Vorsitzerche die Antwort auf das seinerzeit vom Kreistag an den Kaiser gesandte 5)utdigungstelegramm.
ra. Wetzlar, 17. Jrili. Während bisher dem Kreise Wetzlar mit seiner starstn Jndustriebevölkerung von der Fettstelle monatlich 50 Zentner Speisefette riberwiesen wurden, muß er neuerdings nach Entziehlmg dieser Zuwendung noch 60 Zentner monatlich ablietern. Damit keine 9lbnähnu der den Versorgnngsberechtig- ten zustebenden Wochennrenge eintrat, mußten den Landgenreinden erhöhte Buttembgaben auferlegt werden. Einzeln» Dörfer müssen jetzt fast das Doppelte der früheren Nienge abliefenr. WilUg komnien die LandNnrte aucb der erhöhten Eierablieferung nach. — Im ganzen Kreise Wetzlar waren die Sckinlen rnit dem .planmäßigen Einsammeln der Breunesseln für unsere Webstoffindnstrie eifrig beschäftigt.
Hessen-Nassau.
Fc. Frankfurt a. M., 1.6. Juli. Vierzig Schüler der hiesigeu MittelsckMlen mid höheren Lehraustalteu haben sich während der Dauer der jetzigen Soinmerserien, um den Mangel an Personal auzugleichen, dem Kaiserlichen Telegraphen-?lmt dahier zur Verfügung gestellt zrrr Besorgung der Depeschen- und Eilbotensendungen.
4- Marburg, 16. Juli. Nachdem die Gersten- und Samen- ernt e beretts geborgen ist, wurde dieser Tag e int hiesigen Kreise
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Letzte Nachrichten.
Die Antrittsrede Michaelis.
Berlin, 17. Juli. Wie der L.-A. zu berichten weiß, werde sich der neue Reichskanzler Dr. Michaelis am Donnerstag dem Reichstage vorftellen. In Reichstagskreisen rech net mau aber keineswegs mit einer eigentlichen Prvgramm- rede, sondern nur mit einer Einfnhrungsrede, in der der Reichskanzler zu den brennenden Fragen der inneren und äußeren Politik Stellung nehmen werde.
Die deutschen Seeversichei'MtgSgesellschaften in Amerika.
Washington, 17. Juli. (Reuter Wilson hat eine Bekanntmachung erlassen, die deutschen Seeversicherungs- gesellschäften die weitere Tätigkeit in den Bereinigten Staaten untersagt und anrerikanischen Versicheriiug-sgeseltsch-as^ ten die Rückverstcherung mit ihnen verbietet.
Eine amerikünische Kommission für Palästina.
B e r l i n ,'17. Juli. Wie dem B. T. ans dem Haag berichtet lvird, meldet das Jüdische Korrespondenzbitreau ans New Nork, daß Wilson eine besondere Kommission für dre Palästina betreffenden Fragen fretm Friedenskongreß berufen habe. Deren Vorsitzender Nkorgenthan, der frühere Botsckstlfter iit Konstantinopel, habe erklärt, er werde für die Durchführung des Zionismus in weitestgehendem Maße emtreten.
Aus dem revolutionären Rußland.
W a r 1 d> n u, 16. Juli. (WTB. Nichtamtlich. ^ lieber das neue Rußland schreibt „Gonize Kujawski" in Wloclawek: Die großen Massen des russischen Volkes verstanden den kurz des Zarats und die Einführung der neuen republi- ka.nischen Regierungsform in ihrer Art. Sie zahlen keine Steuern und rufen nach Land. Dies hat auf die schon stark zerrütteten Fincmzen des russischen Reiches geradezu ver hängnisvoll eingewirkt. Deshalb mußte sich die Regierung nach Hilfsquellen nmsehen nnd wandte sich an England und Amerika mit der Bitte um Gewährung von Darlehen. Von allen Seiten wurde als Gegenleistung die Offensive verlangt. Sogar die russischen Sozialisten erklärten sich hierzu bereit, nur um die einmal erlangte Herrschaft nullt zu verlieren. So gingen die russischen Soldaten für Judassilberlinge, welche Wilson dem Reiche gab, in beu Tod. Das Geld, das Amerika gab, wird es für Kriegsbedarf wieder zurückerhalten und die russischen Kassen werden nach wie vor leer bleiben. Was wird das russische Volk gewinnen? Trauer nach den Gefallenen, Jcnntner über die Invaliden und die Zinsen, welchc sie dem Bierverbande zahlen muß. Das Volk wird die Zinsen zahlen müssen, daß es beit Krieg im Interesse der englischen Kilufteute und Fabrikanten führen mitß.
König Georg ändert den Namen seines Hauses.
London, 16. Jnli Der König hat morgen eine Smillersitzimg des Geheimen Zitates miqevrdnet, um seine Absicht auszufnhren, den Namen des königlichen Hanfes zu ärgern. Der Name wird später durch eine Prvklamation bekmmtgegeben lverden.
Engländer, die den Heeresdienst venongern.
Berlin, 17. Juli. Verheiratete Munitionsarbeiter weigern sich, untersttcht zu werden. — „Birmingham Post" vom 3. Juli meldet: Eine reisende Aerztekomntission berichtet, daß im Jndnstriebiet mehrere Hundert von verheirateten Arbeitern der Kriegsindustrie sich iveigerten, sich zur Untersuchung zu stellen init der Begründung, daß unverheiratete wehrpflichtige Männer in den Fabriken zurückbehalten würden. Die Kommission tnußte daher unverrichteter Sache wie^ der zurückkehren.
Aenderung im belgischen Ministerium.
Bern, 16. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) „Journal" meldet aus Le Havre: Der belgische Ministerrat beschloß iit- folge des Rücktritts des Ministers des Aenßern Bestens, das Portefeuille des Ministers des Aeußern dem Mmister- präsidenten Chevalier de Brocqueville zu übertragen. Außer dem wlleir die Staatsminister Huysmans und Bandervelde Portefeuilles bekommert. Ein bisher nicht bezeichueter Gene rat soll das Portefeuille des Ministers des Innern über nehmen.
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