Ausgabe 
14.7.1917 Erstes Blatt
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gebeten $fec mm eine ffefoie MLHe o«S enuelrten im IusanimennftrÄtt: bem Ganzen m iKTUormgei&t Werse Wßitte Lonnnen

Unser Kohlgemüse in Gefahr.

Die Gtepfrh ObWarkschnLe schreibt hem Oberhess Anzeiger in

/rnrtyberg:

Der <cufimTfi<mie Beobachter mirb in den letzten Tugen w.:hr- genommen haben, daß um rrnsere KohlpflanMngen her bekannte nEiße Sck'metterliug: Kohlweißling sich sehr zahlreich tun:- in-ell. Er- legt seine gelben Eier in kleine Häuschen ans die Unter' feite der .^Ä>hlbläitter ab. Nach ttrr-er Zeit schlüpfen aus diesem Eihäustfreu die lrekanntan. sehr gefräßige:: Kohlraupen, die in kurzer Zeit die ganz«: Blätter unserer Kohlarten bis auf die Nippen zerfressen. Daß dadurch eine Kvhlkvpsbildlmg ausgeschlossen ist. ist selbstverständlich. Unsere sämtliche Kohlgemüsearteu «Weis; kraul, Wirsing, Rotkraut. Blumenkohl usw.) schweben also inj böchster Gesaln. vernichtet zu werden.

Jetzt ist es noch sehr einfach, dieser Gefahr zu begegnen. Ein bis zweimal in der Woche lasse man die Matt-Umerseiten der >bohlvsl<rirMr noch den gelben EierhäuftbLN absuchen und diese dunh Frngerdruck zerstören. Mit einem Druck vernichtet man nt l Leichtigkeit 2080 von jenen gefräßige:: Kohlraupen. Wer war­ten will, bis die Raupen da sind, der kommt zu spät. Frisch an diese einfache Arbeit! Schulkinder lerne r diese Ar bei t leicht.

Lebensmittelmarken.

Für die Zeit vom 16. bis 22. Juli haben nachstehende Lebens- intttelmarken Gültigkeit:

Brotmarken der 29. Woche, gültig vom 16. 7. - 32. 7. 1917

Buttermarken, 29. , 16. 7. - 22. 7.

Eiermarken Nr. 9

Fleischmarken . 29. , 16. 7. - 22. 7.

Kartoffelmarken , 29. 16. 7. - 22. 7. ,.

Zuckermarken Nr. 24 - 39 gültig bis 31. 7. 1917.

Seiftnmarker: für den Monat Juli.

Sin Umtausch verfallener Marken findet nicht mehr statt: ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt.

Renanmelduugeu und Anmeldung von Neugeborenen haben nunmehr unter Vorlage der nStigev Ausweise aus de« Lebeusmittelamt zu erfolgen.

Umzüge innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gießen fi»d tu den zuständigen Bezirken anzumelden.

GeschäftSstundeu des Städt. LebeuSmittelamteS von 912 Uhr vorm., 24 Uhr nachm.

Markenausgabe für Urlauber:

Sonntags von 1612 Uhr vormittags.

** Amtliche Perso-nalnachrichten. Der G r v s> herzog hat am 27. Juni, dem Pfarrer Johannes Wolf zu Jujg«rheim i. Rh. oie evangelische Pfarrstelle zu Grasen- Hausen, Dekanat Darnrstuidt, übertragen.

** O b e rh es s is cher Kunftv e re i n. Die jetzige Aus- stellrmg, welche zum Terl kunstgewerbliche Arbeiten, Gemälde und RciiMrrmgen aufweift, findet allseitige Beachtung. Einige kunstgewerbliche Arbeiten und Radierungen gingen schon durch Ankauf in hiesigen Privatbesitz über. Diese Aus­stellung dauert nur noch acht Tage. Im übrigen verweisen wir auf die Besprechung in unserem heutigen Feuilleton.

** Die Sammlung von Goldgeld durch die höhere und erweiterte Mädchenschule ist auf über 107 000 Mark gestiegen. Auch die Sanrmlung von Altmaterial hatte ein sehr gutes Ergebnis. Zur Belohnung und zum An- ttwrn für weitere Sammeltätigkeit gibt es schulfrei. Das Beispiel der höheren und erweiterten Mädchenschule verdiene Nachahmung.

** Der Gietzener Haus frauen-Ve rein ver­anstaltet Kurse für AnfertiguiV von Schrchwerk. Anmeldun­gen hierzu werden entgegen genommen Montag, den 16. Juli, nachmittags von 57 Uhr, Mäusburg 5. Daselbst sind auch neue Verschlüsse für Einmachgläser und Flaschen zu sehen. Die Pfirsiche treffen Ende des Mo nats ein.

** Paßgebühr. Vom Großh. Pvlizeiamt wird uns mitgeteilt, daß die Nachricht, das reisende Pnblikum könne jetzt kostenlose Ausweise bei dem zuständigen Polizeibureau erhalten, urrrichtig ist. Es werden nach wie vor nur Pässe gegen die vor geschriebene Gebühr von drei Mark aus­gestellt; kostenlose Ausweise werden nicht ansgestellt. Soviel uns bekannt ist, genügt als Reisecrusweis auch eine Paßkarte, die gegen Entrichtung von 1 Mark erhält- üch ist.

** Die O rdn u ng in den v -Zügen. Wiederholt sind auch in der Presse Klagen darüber laut geworden, daß die Ordnung in den Zügen, namentlich rn den V-Zügen, zu wünschen übriglasse. Weu^ auch nicht zu verkennen ist, daß die tatsächlich vorhandenen Mißständc zmn Teil in der durch die Zettverhältnisse nötig ge­wordenen Einschränkung in der Zahl der Züge und der dadurch be­dingtere starken Besetzung der Züge zu suchen sind, so muß doch immer wieder daraus hingewiesen werden, daß sie zum großen: Teil auf das Verhalten gewisser Reisender selbst zurückzu- führen sind, die glmrberr, sich über alle Bestimmungen hinwegsetzen zu dürfen, eigenmächtig und ohne Not in Abteilen höherer .Masse Platz nehmen, unberechtigt Plätze belegen, um sich bequemeres Sitze: zu sichern, in Nichtraucherabteile:: rauchen usw. Die Zug- marrnschasten und Zugreviscwen, deren Zahl zu diesem Zweck ver­mehrt morden ist, sind neuerdings angewiesen Word«:, die Züge verschärfter zu überwachen und gegen .Verstöße der bezeichneten Art nnnachsichtlich einzuschreiten.

** Konferenz der hessischen Bergwerksfte- t riebslertler. Am 12. d. Mts. fand hier in Gießen eine Kon­ferenz der Betriebsleiter der hessischen Bergwerke und Salinen Natt. in der eine Reihe wichtiger Betriebsfragen eingehend be­sprochen :ourde. Zmiächft wurde verhandelt über die Neuregelung d > Ar beiter zurück stell":: nyen und -Reklamationen, über Ersatzarbeitskräfte und die dafür geltenden Vorschriften, über Ver­wiegung und Versickerung der Arbeiter. Der Meinmrgsau stau sch darüber war, wie urrmfcr, sehr rege imb lehrreich Sodann wurde über die Arbeiterauss chü sse :rach dem vertei l'indische:: Hilfs- dienstgesetz und über die bisherrgen Erfolge ihrer Tärigkeit berichtet. Auch in dieser Frage war der Austausch der Erfahrungen beson- iv>r:- nützlich. Weitere Gegenstände her Tagesordnung Strafen di? Beschaffung van Arbeitskleidung und Schuhwerk für die Leute, den Bezug von Karbid und dessen sparsame Bewirt- sckaftung die Beschaffung von Sprengstoffen und die beso-nde- ren Gefahren der Krvegsersatzspvengstofse, sowie endlich die Kvh- l e nvenorgirng der Werke für den bevorstehenden Winter. Mit eurer :steihe von kleineren Btttteilungen schloß die girt besuchte Versammlung.

^ Reformationsdankspende. Das 400-Jahr Jilbi- laum der Resorrnation erinnert in eindringlicher Weise an Martin Luther, der als gehtiger Begründer des heutigen Pressewesens gelten darf. Er hat durch das gedruckte Wort mächtig in seiner Zeit gSvirkt. Sern Erbe wollen die in allen Teilen Deirtschlands be­stehenden Erwngelischen Pveßverbände fortführen. Zur dnrch- yreifeRden Erfüllung ihrer alten und neuen ?lufgaben bedürfen sie großer Mittel. Die staatliche Genehmigimg zur Sammlung tm Spenden als Re formal ion sd an k zum Schutz und zur Er­haltung der sittlich-oeligiösen Werte im öffentlichen Volksleben der Heimat durch das gedruckte Wort i stbereits erteilt. Das König!. Kvnsistv-rrmu zu Wiesbaden bat außerdem rür den 10. n. Trin., den 12. August, die Erhebung einer Kirchenkollekre ausgeschrieben, deren Ertrag der Reforma t ivnsdan ff »ende zugute kommt.

** sparen! Mer Voraussicht nach lvird die dies-

tährige Stvohernte gering toabm ©S schvint daher geboten, mit

und hauptsÄckLich für Streuzware ^wsatzswffe teummv&n . Je früher die Sparsamkeit enchcht, desto lefser für^das Dnrchhalden.

. Hotel Fürsten Hof, Gießen, finden Samstag

und Sonntag Konzerte und hlimoristische Gesangs Vorträge statt, o^r^A d> ^? tcl()auö Bahnhofstraße 34. ..Das Haus der betitelt sich das neue große Äesellschaftsdrama m 4 Äbteüungan, welches von ^heute bis einschl. Montag im LicÄ-^ Ipiel'ymls zur Vorführung gelangt. Maria Earmi, die große Lvagodn:, welche in diesem Filmwerk mit der Hauptrolle betraut :>t, w:w durch ihr ausgezeichnetes Spiel die Besucher in Span­nung setzen. Außerdem werde:: herrliche Landschaften gezeigt. Fnr den humoriftischen Teil fiTtb zwei entzückende Filmscherze m ic zwe: Akten, verfaßt von Rudolf bet Zopp, in Aussicht gestellt. Y gutes Künstler-Konzert unterstützt die Vorführungen. Tie Abendvorstellung dauert von 9 bis 11 U'hr.

* Das Kreisblatt Nr. 117 enthält Bekanntmachrmgeu aber: Kartvspelversorgmrg im Wirtschaftsjahr 1917/18. Verkehr mrt Branntwein. llnverstützung der Flachsaufkäufer. Maul und Klauensemhe.

Landkreis Gießen.

' r. Rüddings Hausen , 14. Juli. Am 1. Juli fiel infolge IGvauaftchusses unser Lehrer Engel. Er rückte mit der \ ^ 3 ins Feld. Gegen Ende 1914 wurde er wegen eines

> ?vußleidens zur Aufnahme seines Berufes vorn .Heeresdienst ent- y Im Juni 1915 erfolgte seine abermalige Einstellung. l ^-wyrend seiner hiesigen Wirksamkeft hat sich Lehrer Engel di: Liebe seiner Schickkiirder, wie das Wohlwollen der ganze:: Ge­meinde erworben. Die A:cteil7mlMe an dem schveren Verllrste, den die allein stehende Gattin betroffen, ist allgemein. Mit Lehrer ll'K.dvei Lehrer unseres Dorfes den Heldentod gestorben.

M reseck, 14. Jrlli. Am Sonntag sinder in Wieseck, ^ Lvrrtschaft Dorfeld, ein Gastspiel des Bichapester Orph«unr-Thea- ^ters ftM. Das Progranem ist vielseitig. Fräulein Barbara, die nugar:, che Zarcherkünstlerin, lvird durch ihren originellen Zauber- .Heiterkeit erregen, sotvte ebenso Fred Knieges H:mde- und Rassetauben-Dressur. Was die vierbeirrigen Künstler leisten, r,t staunensivert. Hervorzuheben ist iroch Herr Herttg in ,einem Gleichgennchtsakt. Der Huwortst WaLen wird die An- ue,enden durch seine Original-Vorträge erfreuen. Den Schluß des Progranuns bildet der großartige Detektiv-Schlager:Der- ge- Mselbe Mann".

Kreis Büdingen.

** Büdingen, 14. Juli. Daß uock; gemünztes Gold :^cr,deckt,gehalten wird, daffrr haben wir üt den letzten Tagen wieder ein Beispiel göhabr. Unter der Hinelrlassenschaft eines im Mathil- ben-.Hospital verstorb. reisenden Handlverkers fanden sich 100 Mk. bar in Gold, sorgfältig verpackt und wohl verwahrt. Der Betrag trmrde bei dem /hiesigen Postamt untgeivechselt.

** Budinge n, 14. Juli. Das hiesige Käeisamt gibt bd- tarr-nt: Die lebhafte Beteiligung des Publikums an den letzten H o l z v e r st e i g e r n n g e n läßt erkennen, daß iroch erhebliches bedarf nach Brennholz vorhanden ist, der zurzeit mangels Arbeits- trasten, auch, weil ein jetziges Schlagen von Holz überhaupt nickst angängig ist, nickst gedeckt werden kann. Ta auch der .Kohlenbedarf nur zu einem gerirrgeu Teil voraussichllich nicht zur Hälfte einge-> deckt werde:: kann, ist äußerste Sparsamkeit mit Brennstoffen am Platz. Wer übermäßig se::ert, muß es sich selbst Mschreiben, wenn er :m Wlltter nichtjs zu brennen l>ai. Vpr allem müßte noch viel mehr Holz gelesen rverden. Hierdurch kann sich mancher Vorräte be­schaffen, der nicht in der Lage war, die hohen Holzvreise zu zahlen.

Kreis Schotten.

Fe. Vom Bogelsberg, 14. Juli. Die Eierablrefe- r u nge n im Kreise Sckiotten bis zum .'40. Juni d. Js. haben das erfreuliche Ergebnis gehabt, daß eine ^lnzahl (penwinden weit über die vorgeschriebene Adenge geliefert habe::. Be: einigem guten Willen und der vorausgesetzten patriotische:: Gesinmmg der Be­völkerung^ ergibt sich hieraus, daß die Erfüllung der Eierabüefe- rnugspslickst dirrch die ei:rzelnen .H-üh:verk-alter durchaus möglich ist. Eigentümlich berikhrt allerdings folgender Fall: der Ver- trauensnrarm ftn diesse:tig«n Kreise hat vom 1. Juli d. Js. ab die .HerabsetziQvg der von der Gemeinde jetzt noch zu liefernden Eier­zähl beantragt, weÄ sich der Hühnerbestand der Gemeinde uw fünf Hühner verringert hat.

Kreis Friedberg.

** Münzenberg, 14.Juli. Früher ward hier Torfge- grabeu. Im DistriktBre::!", Brüel, längs des Wetterbäches, eurem sumpfigen Landstrich, der vom Hochgraben durchzogen wird, komntt Torf vor, der getrocknet eine gute Heizkraft besitzt. Er wurde von Privatleuten für den eigenen Bedarf auf eigeutümlichem (tze- läude gestochen, und man benutzte dazr: außer der Hacke und Schippe auch einen besonders geformten Torsspaten, von dem noch hier urch da mZbäünMrberg ein Stück ftr einer alten Ecke liegt. 9tuf den: Gräf­lich Solmsischen Gelände aber baute man den Torf in größerem Maß stab ab, trieb mau die Torfgewinnung gewerbsmäßig und ver­kaufte die getrockneten Torftlötze. Vom Salzborn aus legte man durch eine Sumpfftielle einen chaussierten Weg an, der bis zum sogenannten Torfhaus führte, ,tw der Torf gestochen und an der Lust getrocknet ward. Jetzt im Weltkrieg, nw die Not an Manu geht, besinnt man sich auch in Münzenberg tvieder auf die alte Zeit und hat schon davon gesprochen, das Torfgräbeu wieder aufzu- nehmen. Es ist aber bis heute bloß beim Reden geblieben, die nutz­bare Zeit verstreicht und wenn man nicht bald mit der Tat anfärlgt, wird's aus dem Tvrsgraben für dieses Jahr nichts!

- Vilbel, 14. Juli. Unteroffizier Wilhelm G i e g e r i ch von frier, der bereits mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille aus­gezeichnet war, erhielt jetzt das Eiserne Kreuz 2. Kl

Hessen-Nassau.

^ Biedenkopf, 13.Juli. Ms der Höhe zwischp: den Ortschaften Simmersbach und Roth steht in freien: Felde ein einzelner Buchen bäum, das sog.Brvchclchen". Es ist dieses der Ort, an dem Philipp der Großmütige, als er auS jahrelanger, schrnachvoller Gefangenschaft in den spanischen Niederlanden »nieder heim kehrte, von feinen treuen Hessen mit Sehnsucht erwartet und Mbclnd empfange:: »ourde. In der Erinnerung an dieses, mit unserem Hessen Volke verknüpfte hiswrffche Ereignis, hat inan bn der Buche ein steinernes Denkmal errichtet, bestehend aus einem ca. 17* Meter hohe::, 4eckigen weißen SaTLstein, auf dem die Be­deutung desselben in eirtsprechender Weise zu lesen fft. Die Vorder­seite des Steines zeigt in: Bilde einen alte:: hessischen Bauersmann. Dieses Denkmal Nim, das die Nachwelt sprick-wörtlicher 5>effen- treue errichtet hat, ist neuerdings von erbär:nlichen Bubenhünden beschädigt tvorden. Aöit einem Werkze:nf, anscheinend Hacke oder Hammer, sind die vier scharfen Ecken des Steines abgeschlagen, sowie mich der Stein sonst beschädigt worden. Unsere Polizeiorgane', sowie auch jeder Privat»nann, würden sich den Dank rveiter Kreise verdienen, wenn es gelänge, den oder die Denkmatsscharrdcr ans- fürdig zu machen, um diese Rohlinge einer der Tat enffprechenden Strafe zuführen zu können.

mr. Fran kfür t a. M., 12. Jüli. Der Magistrat beabsichtigte in den letzten Tagen die Einführung einer G e m ü s e k a r t e, um eine gleich mäßige Bcrteilmrq des Gemüses und Obstes aa: d:e' Be­völkerung herb-eizuführe::. Dieser Plan wurde aber bald a:ifge- qtbai, da man einsah, daß eine. Ratnnrievmrg des Gemüses und Obstes sich nicht durchführen lasse, da man eine Gewähr für das Vorhandensein von Wäre nicht übernehmen könne, zmnal die meisten der Lieserumgsverträge durch das hessische Musftrhrverbvt hinfällig getvoedon feie::. Es sollen jetzt zuverläffige Meinhändler mit dem Verkauf des von der Stadt eingekauften Gemüses und 'Ollstes betraut werden, um möglichst alle Schichte:: der Bevöllwmig' mit preiswertem Gemüse zu versorgen.

^ Oberursel, 12. Juli. Auf seinem hies. Kärtoffelstück über- vaschte ein Landwirt in später dcachtstunde zwei Bommersheimer Fvauen, die eifrig Kartoffelbüsche auszogen. Es kam zu einem vegelrechten Kampf, in dem schließlich die Weiber :r7tter Zuriick- lassung ihrer Beute die Walstatt räumen nmßten Hart war es aber bei dem Mngen zugegangen, denn am nächsten Marge:: fand nwn auf dem Fell Kleiderfetzen, einen Rosenkranz, einen Schlav pen. einen Haarbüschel, und als besondere Trophäe eff: künst­liches Frauengebiß. Eine der Diebffrnen besitzt übrigens neben dem geplünderten Acker selbst ein größeres Stück Land mit den schönsten Fn'chLrrtofteln.

Geri«ht»faal.

Ei» Todesurteil.

Berlin. 13. Juli (PriD.-L-r.) Tos Tagblott" mrle bet: Das Lchwurgerlcht m Bielefeld verurteilte, einem Privat telegrammzufolge, den TffchLerNo 11 ißon^ J'öllenbock zum Tod e.

fiat am 19. März die Ehesra:: Böckstiegel, deren Mann sich :n englischer KriogsgesangieuschLft befindet, ermordet. Er hatte mit der Fmai ein Verhältnis unterhalten.

Neue Mülzschieber-Prozesfe.

--- A s cha f f e n b u r g , 13. Juli. Die Stvastiammer verw> teutc den Bierbrauereibesitzer Karl Sorg in Maclicheidefeld wegen verbotenen Malzl-andels uiw Preiswuck-ers m 2500 Mk. Geldstrafe. 5 ?»rg hatte einem Heidingslseller Brauereibescher 50 Zentner Malz, für 3500 Mk. verkauft und mr diesem GesckiÄt 1350 Mk. verdient. Wegen des gleichen Vergehens wurde der Brauereibiesitzer Heinrich H e i m b a ck» aus Hafenlehr M 30 300 Mk. Gellstrafe oder zwei Jahren Gefängnis velTiirteill. Er hatte sich bei dem Handel einen Gewinn von 21 916 Mk. M verschaffe:: gewußt.

Augsburg, 14. Juli. (B. T.) Die AschaffenLnrger Strafe kammer verurteilte den Malzfabrikanten Hermbach wegen Malz-- vmchiebung n.ach Nvrddeittschland zu 30 000 Mk. Geldstrafe oder einem Jahr Gefängnis.

14. Juli. (B. T.) Im Prozeß gegen den Lanb^ Ichaftsrat Tiletz lvegen Höchstpreisüberschreitung erkannte der Ge- rrckktshvs. inden: er zwei Fälle von Fahrlässigöeit annahm, ans 61.>0 Mk. Geldstrafe. Der StaatsanTvalt hätte unter Freisprechimg im Hauptpunkl der Ariklage 9000 Mk. Geldstrafe beantragt.

Leipzig, 14. JMi. Das Reichsgericht iyax die Revision des Grasen Ignaz von Ncielozinski, der am 30. März in Posen wegen Höchstpresübersckneiitung und KriegSwitchers bei Gerstelieferung« zu fcckfs Monaten Geängnifs mrd 426 420 Mark GelNstrafe ver­urteilt worden war, verworfen.

Vermischtes.

Kop e n h a ge u ^ 14. Jwi. iPrivattelegr.) Berl. DL. v-uStockholm: Die Stadt HapavLitda wurde vmr einer großen Feuersbrunst heftngesiuicht,d:rvck? dieeftrgrvßer Teil der ^ t a d t vernichtet wurde. Das deutsche Mmsulat und das Felegraphenarlch die inmitten dieses Stadtteiles liegen, wurden f woch gerettet. Z wei Kinder kamen ums Leben.

* Rangoon. 12. Juli. (WTB. MckchmvLich.) Das Schiff der Brftph Indio LineGhilka^, das am 30. Juni von Madras nach Rmrgoon abgegairgen war, geriet in Brand irnd mußtL preisgegeben :verbe::. An Bord befanden sich 15 Europäer und 1600

1700 Deckpassagiere. Man hat noch Li:w weiteren Einzelheiten- doch Hecht es, daß viele Meiffchenbeben verloren gegangen find.

Witterungsbericht.

(OeffentlicherWetterdienst.)

Zunehme::de Bewölkung, :wch meist trocken, warm, Gewitte» ueigimg.

Letzte NttcÄe'ächteir»

Fliefierkämpfc im' Ober-Elsaß.

Basel ,13. Juli. Am Mittwoch tonnte mau von erhöhten Stellen der Scknveiz aus eine schr lebhafte Flregertätigkeit beob­achten ypi uorcnveslluher Mcktung von Basel konnte man leb- frafte Luftkämpse seststetten nnb dnrtlich das Aufblitzen des Feuers der Mafchrnengewehre der Flugz«rge sehen Zwei franzöftsche Flug­zeuge, derei: Benzrnbehälter leck geschossen waren, mußten frei izranker: nredergehen. Die versuchte Jnbr<rndsteckung der Flugzeuge :vurde drrrcb herbeieilende deutsche Pattvuillen verhindert. Die beiden p-lugzeuge sind mrbeschädigt geblieben und mit den Be-« mannuugAi i in Sicherheit gebracht worden. Die Bevölkerung von ^orrach, Vl.ühlheim und Freiburg :vurde wiederholt alarmiert. Ein heutt ches Abwehr^schdöader flog einen, aus Bel fort gemeldeten femdluchen (Rschwader, das aus :mgefädr 20 Flugzeugen bestand entgegen. In der Nähe von Cirenz stießen die beide:: Gesck-oader kmn. zu eirnm heftigen Gefecht zwischen beiden Ge­schwadern. rn dessen Verlaus zwei ftanzöfische Flugzeuge ab- ^chossen winden. Man konnte deutlich beobachten, wie die beat* 'Äen Fl^ger das feindliche Geschwader m die Flucht scblvgen und v:s rn die llstgend von Belfvrt verfolgten. Ein deutsches Flug­zeug aus dem Verfolgungsgeschwader warf auf Belsort 20 Bom­ben ab.

m darrs, 14. Juli. Einigen Journalisten erzählte Feldwebel Gallms über serneu Flug :rach Essen: Um 9 tthr 5 Minuten abends ab und überflog die deutschen Linien in einer Höhe von 1200 Metern. Bald verteilten meine Kameradm sich In Metz ^langte rch :n den Lichtkegel der Scheinwerfer. Man beschoß mich Bei T:edenhofen begegnete ich einem Apparat, der in gleicher Räch- ttmg mrt mir flog. Ich hielt ihn fi'ir einen Deutschen. 'Bei bald erwrnte ich Hadison, der kurz darauf von den deutschen Abwehv- gefchossen aufs Korn genommen wurpe. Bald nach Dieben ho fett vegor t( *> me Richtung, lieber KMenz gestattete mir das Mond- l:cht den Rhe:n zu erkennen. Bon Koblenz bis nach Düsseldorf rE der Gllitschern der Fabriken die AtmosplKre und bald er­blickte :ch regelmäßig angelegte Fabriken, die wie Schoko lad etafeln unter mrr lagen. Etwas spater tauchte im Lichtschein Essen imtetf mir auf ^ch lnahlte den rOt mrr, der am dichtesten a&erbrtm tcfnen und warf aus 2000 Meter Höhe in Zell räumen von 10 Se- kEerr 10 Bomben ab. Auf dem Rückweg mirrde ich bei Düssellorf a:^ 5 Batterien beschossen. Ich flog immer den Rfrein enttang und dann im Nebel wieder nach dem Kompaß. Der Rückflug war be­sonders ermüdend. Ich war froh, um 4 llhr morgens wieder in memem Standort einzutreffen.

Aus der französiickfen Äanrmer'.

. ' 13. Juli. (WTB. Mchramtlich.) Lyoner Blätter mvl-

svanzofische Kammer hat beschlossen, von nächster Woche an täglich Lochungen abzuhalten, um das Gesetz über die Ernkom - mensteuer- :rnd das Gesetz über die Kriegswaistn uockf :wr de:: Fe­rien, frte )wahrscheinlich anfangs dlugust begiirnen weckwn, anneh­men zu köTMeu. Bivioni erklärte, eine weitere Verzögerung der Annahme des Einkonnnensteuerg-esetzes ivirrde die Durchs:,imune des Gefetzes wieder um ein Jahr tzinausschirben

Der Senat erörterte die Frage der Flußschiffahrt in Frank- reich. Herrwt Mkwte m einer langen Rede aus. die dringendste Maßnahme fe: die Sclnttbarnmckncng der Rhone zwrscben Lyon und Genf. Man gosvatte hierdurch der Schweiz, sich der wirffchaftlichei: Beemflnsfimg durch DeutsMand :nehr und Ehr zu entzielien Deutschland Ifabe nrttten un Kriege sein KcmaLnetz in Mitteldeutst!' - la::d rmrchgesührt :rnd es werde :oobl auch bald au die Fertigstel­lung des Mittellandkanals gehe::, der die rheinischen Jndvstrie- gebrete rmt den :v:rtschastlichen Gebieten OstdeittschLands verbinden falle. Der Donau-Rhernkaual werde wohl gleichßckls bald verwirk lrcht werde::. Man solle sich Deutschlands Jmttattve zum Muster nehmen. Me französische Regierung müsse eine Rhone-Mittelmeer- polrttk treiben, um der Schweiz einen SchiffahrtSweg über Mar- !E nach dem Orient zu eröffnen, sonst werde sich die Schweiz nach dem Rhnn und der Donm: ,venden. D^r Senat nahm ein 0V- setz am rvouach die Seine oberhalb Paris schiffbar gemacht wer­den soll.

Krrrnski an «rr galizischrn ^ro«

Stockholm. 13. Julr. Kereaski besuchkk am 7. Juli «>i SRegrment, das die Stntc südwestlich von Brzezarch ein genommen hatte. Kerenskl war gerade anwese-rd. als die Sol­daten mrt roten Fahnen zum Basonettlampf gegen einen qc-

G-S-wmgrrffder Untschen nnd Türkenoorg-ngm

Ueberall, so lautet die Petersburger Agenrnrmekdnng, spornte Kerenski durch ,erne feurigen Rederi de» bet ©nT- daten an.

Rückzufi der Rassen an der persischen Frrmt.

e j' 13 ^ u{l- "J' CTn ^ // meldet aus Kairo, daß die russychen Trlchpen von Khanikin nnd Kasr-Schirrn ch dg. Innere Pernens sich znrückzrehen nrüflen. da die russisch- VI liTcc die Fuhlunqnadme mit dem enqlischen Heer des (Vr- Maude vollkommen verloren habe. Die Berbindnng amu-. be>den Heeresgruppen sei gänzlich unterbrochen. Der -Th,V ?n t9 gr d««t«vs betrug am 11. JÄi« Kilome,"