«H fjjfefJnt (Delmut cjCou&en. Sie tnrcben iefct hören, bafe auch twe Dkutfchen auf äem ©ege zur Demokratie feien, uni) oaft sich m« fl gfflen Parteien :ntt dem Hintergründe ter Bolksniehrheit Funr Frieden ohne Eroberungen enffchLoffen haben.
Englische Pressestimmen.
ÄS25 1 ' - 11 - ^uli. Die „Neue Zürcher Zeitung" gibt fol ^?nde Prefseftimmen ans London vom 10. wieder: Auch die eng Presste widmet der inneren Krise Deutschlands lange LLssSyrnngen. So schreibt die ..Times": Die Enttäuschung über E Unterseebootkrieg, der England in diesem Sommer ganz ans öte Knie zwingen sollte, die Enttäuschung auch über die russische Revolution, die trotz der Tätigkeit Scheidcmauns in Stocklwlm zu rem«n deutsch-russischen Separatfrieden geMct hat. die große russtsche Revolution und das von Tag zu Tag deutlicher und fühlbare Eingreifen der Vereinigten Staaten hat aus Deutschland schließlich ihre Wirkung nicht verfehlt Sb mm Erz- ^rger ans eigene Initiative oder ans das Drängen seiner klerikalen greunbe hin agitiert, ob er von diesen oder von seiner Regierung ^ss^l^Ert ift, das ist gleichgültig. Wir wohnen wahrscheinlich djHui. vorbereitenden Artilleriefeuer einen N eusn. de nt scheu Friedensoffensive bei. Es ist mög Irch, daß diese neue Operation ein demokratisches Dcek- m antelcheu umziehen wird und daß der halbe Absotutismus der Di0b^Äollern in anderer Gewandung auftritt. Alle Theatereftekte von Pot-Lam müssen nur unsere Wachsamkeit verstärken, und die Alliierten dürfen ja nicht glauben, daß Deutschland vor dem Zusammenbruche steht.
„D?ilv News" schreibt: ..Von symptomatischer Bedeutung Tg die Spal tung int Zentrum. Tr. Spahn, das Haupt der Partei, hat die Tätigkeit Erzbergers bekrittelt, aber es ist offenbar, bau das _ Zentrum dem Reellen ^Erzberger eine starke Rückendeckung gibt. Diese Revolution im Schoße der deutschen Zentrums- grrtet ist von ganz kapitaler Bedeutung. Sie Lindet eine politische Krise an, die auf die kommenden Ereignisse von ungeheurem Ein- Mch sein wird. Aus der Krise geht deutlich hervor, daß das deutsche Volk im Begriffe ist. den Kwnpf gegen die Autokratie auü- Kmrehmen."
Französische Stimmen.
Genf, 10. Juli. Die französische Presse verfolgt die nrnere politische Entwicklung in Deutschland mit großer Aufmerksamkeit. legt sich aber in der Besprechung eine gewisse Zurückhaltung auf. So schreibt der „Temps": „Alles deutet darauf hin, daß seit ziemlich langer Zeit die latente Krisis sich zuspitzt. Diese Krisis erstreckt sich nicht nur aus die demokratische Reform, simderu greift auf die gesamte Retchspvlitik über, aus die Kricgs- Whrung und auf die Kriegsziele. Die Berliner Konferenzen lassen ertönten, daß alle Probleme gleiäMitig geprüft werden, und daß der Reichstag Äne endgültige Lösung verlangt. Die Frage scheint so gestellt zu sein: Für welchen Krieg und für welchen Frieden erklärt sich der Reichskanzler? Bebarrt er auf dem Seekrieg bis zum ^Äußersten? Will er nun Frieden mit oder» ohne Annexionen? Nimmt er die Rkitarbeit des Reichstages an mit der Gewähr einer . Wahlreform tu nächster Zeit und einer Teilnahme der Führer des Parlaments an der Regiernrrg?"
Das „Echo de Paris" meint: „Lassen wrr uns zn-keinen Jllnswneu verleiten. Die Liberalen und Sozialisten in Deutschland schreien, sie rudern mit dem ©fcnfoe, aber dieser Wind bläst weniger gegen das Regime, als gegen die gegenwärtig regierende; Mannschaft."
Der „Petit P a r i f i e n" sagt: „Die Zentral machte fyafreii einmal den Frieden^ an geboten, aber das war ein aus die Kriegs- karte gez-eichneter Frieden, der den vorübergehenden Erfolg der deich cheu Armee besiegelt hätte. Gegenwärtig macht es die unge- ^vftse Kriegslage rmserer Feinde unmöglich, neue Friedensoorschlä ge zn machen, und die Rücksicht ans die Schwielig leiten der prnereu Lage, die man übrigens nicht überschätzen sollte, werden rhrc Haltung nicht ändern. Wjemr die Mehrheit des Reichstags schw ach werben sollte, so wird man Hindenburg und Ludendorff kommen lassen, wie es von konservativer Seite vorgeschlagen worden ist. und das, was der deutsche Generali;nmus entscheidet, wird angenommen und streng airsgeführt werden. In dieser Beziehung M kein Zweifel erlaubt, die Mmacht des deutschen Generalstabs war nie so vollkommen wie jetzt."
Dw radikale, „L a n rer ne" bemerkt: „Bellmlann-Hollweg macht heute gewissermaßen den Eindruck eines Staatsmannes, der sich Überlebt hat, und dessen Abgang foünschenÄwett wäre. Alles legt die Vermutung nahe, daß er sich zurückziehen wird. Wienn sein
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Rutscher Kriegsgefangenschaft eine Gesund heirsstornng erleiden, erhalten erne angemessene Fürsorge. Aus feindliche KriegsHefan- gene und in entfprechenden Fallen auch die Unfall Versicherung^-' vor schritten anzuwenden,
Abg David so hn (Svz.): Die Vorlage soll zur Humani-- werung des Krieges dienen Man sollte aber auch klimatische lüefnndheitsfmädigungen berücksichtigen. Am einfachsten wäre es,
Zwischen Maas und Mosel war die GesechtstätigLeit An der lothringischen Fwnt lierrschte, abgesehen von etwas 3* härterem feindlichen Störungsseuer, Ruhe.
1r . -? 1 }. ru; sl schen Front war die Gejechtstäti^eit am 10 . ^lut tnt allgemeinen geringer.
In der Gegend von Stanislau füUte der Russe nur zögernd an unsere neu eingenommene Linie heran. Er besetzte den
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Nachrolger noch nicht der Friedensmann sein sollte, so wird er diesem die Wege öffnen. Niemals haben wir mehr Ursache wie jetzt, fest durckzuhalten."
Mb. Deutscher Reichstag.
114. Sitzung. Mittwoch, den 11. Juli. uachmittagS 3 Uhr
Am Tische des Bundesrats: Tr. Helfferich, Liseo
Präsident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 4 Uhr
Aus ,der Tagesordnung steht an erster Stelle der Bericht des Ausfchufses über Fragen der äußeren und inneren Politik, an Kwetter Stelle die Kr ed i t vor la ge.
2r. Spahn ^Ztr.) beantragt, diese beiden Punkte von der Tagesordnung a bzu s e tz e n, und dafür die neue Vorlage über me Krregsgesangeneiffürsorge und die Entschädigung an Reedereien zn setzen.
Mg. Graf Westarp (kons.,: Wir legen Wert darauf, daß dre Ä. r editvorla ge heute beraten wird. Wir glauben, «5 btc überwiegende Mehrheit des Hauses die Bewilligung der Kriegskredite nicht von irgendwelchen Bedingungen abhängig machen will. Die Beratung dieses Gegenstandes hat sich schon solange chng^ogen, daß wir die Kreditoorlage nicht wieder absetzeü > können. Sonst könnte die Befürchtung gerechtfertigt erscheinen, daß tder Eindruck entsteht, als wenn erst gewisse Bedingungen erft'Ult werden sollen. Wir halten es daber im Interesse des Landes für .richtig, dw Beratung mcht weiter hinausMschieben. lBeifall rechts.) B,. lll. Soz.): Ta wir grundsätzlich Gegner der
Wriegskredite mid,. haben wir an der gesä-äftSmäßigen Behandlung dieser <^rage kein Interesse.
Abg. Scheide mann (Soz.): Ich bitte, den Antraa Westarp ab^wehnen. Es rst einigermaßen unverständlich, daß sich Graf Westarp darüber '^orge macht, daß draußen ein schlechter Eindnrck ^nehen könnte, \vmn mir Heute die Kiüegskreditvorlage zurück stellen. Wir haben vor acht Dagen beantragt, sofort in die Bera- tnng der K'riegskredite einzntreten. Gerade auf Einreden des WM™ Westarps wurde dann beschlossen, so zu venahreu, wie jetzt der Alrg Dr. ^>vahu vorgeschlagen hat. (Hört, hört! links/ Die Aussprache über die Kriegskreditc sollte mit der allgemeinen Aus- Mrache verbunden tverden. Jetzt wünscht Gras Westarp gerade das Gegenteil von dem, was damals ans seine Anregmig beschlossen wiirde. Wir wollen nicht erst irgendwel^ Mittel bewllligen und nachher darüber reden, ob es richtig oder falsch war, sondern wir wollen vorher dari'iber sprechen urid dann ja oder nein sagen ,Hört dort! rechts.)
Abg Graf Weftarp/kons.): Mit Rücksicht auf den Eindruck rm Auslände muß dw Knegskreditvorlage sobald als möglich erledigt werden.
Mg. von Payer lFvrtschr. Bv.,: Wenn Gras Westarp so aus den Emo ruck im Auslande bedacht ist, dann hätte er über die ganze ^che überhaupt nicht reden sollen Sehr richtig! links) Es handelt nck dow nur um eine Verschiebung um zwei Tage. Die Ans iprache über die Kriegskreditvorlage soll doch mit der allgemeinen Austprache verbunden werden.
Abg Merlin iD. Fr.). Das ganze Volk schaut auf die gentige Tagesordnung/ Heiterkeit.) Mr sollten die Kreditvorlage Twrt erledigen.
Das Äans beschließt daraus mit großer Mehrheit gegen die Stimmen der Koiliervativen und einer Minderheit der Deutschen Fraktion den Bericht lMr dre allgemeine Politik und die Kreditvorlage von der Tagesordnung abzusetzen
Die Fürsorge für Kriegsgefangene.
Nach inner Vorlage gelten Gesundheitsstörungen, die deutsche Militarpenoneu m feindlicher MegSgesangensckwft erleiden, als Zungen. Dafür werden entsprechende Bev- sorgrmssgeduhrniffe gewchrt. Feindliche Mlftarpeüsonen, die in.
läge an einen Ausschuß von 21 Mitgliedern.
Abg. Wein hausen (F. V.): Wir begrüßen den Grund- gedauken dieser Vorlage. Ob alle Einzelheiten werdai lnstehen tHemen können, wird tm Ausschüsse zu prüfen sein. Den feindlichen .nrie^gefangenen^ soll eine angemefsene Fürsorge zuteil werden, m erfter ~une müssen wir in ihnen Menschen sehen, crne der Ar- berteri^rficherung zu unterstellen, halte ich nicht für möglich.
^lbg. von Boehn ikoni. : Das Gesetz trägt die Dankesschuld oenieurgeu gegenüber ab, die bis zum letzten Augenblick aus gehalten haben und dabei in Gefangenschaft geraten sind. Die Fürsorge für die feindlichen KriegSgesongenen zeigt, daß ivir nicht die Barbaren 1tT o«/ 1111(171 7013 Auslande gern hinstellen möchte.
Abg. C o hn - Novdharrsen (U. Soz/: Auch wir haben im einzelnen manche Bedenken.
Abg. von Seyda (Pole): Wir stimmen dem Anträge aus .lusf chu stbera tu ng zu rmd hosseu, daß dort die Lage der Kriegs- gefangenen, deren Behandlung durchcrns nicht überall mustergiltig rft, ausführlich zur Sprache kommen wird.
^ie Vorlage geht an einen Ausschuß von 21 Mitgliedern.
Die Wiederherstellung de r deutschen Handelsslotte.
Durch eine Borlage wird der Reichskanzler ermächtigt, den Eigentümern deutscher Karftsal-rteischsife aus Antrag Beihilfen z^u gewähren, und zwar für die Ersatzbeschaftung von Schiff und z>uventar. wenn das Schiff durch Maßnahmen feindlicher Regie- ,Mbr durch kriegerische Ereignisse verlorengegangen oder er- hevllct) befchädigt worden ist. Ebenso sollen zur Deckung der Auf- vendnugen ftir Inslandhaltmig des Sckstfses, für Hafengelder, sowie ^verdA^^ Unterhrlt der SchiffSbesatzmrg Beihilfen gegeben
Staatssekretär Dr. Helfferich: Unsere Handelsflotte ist ein wefentliwer Bestandteil unseres wirtschaftlichen Rüstzeuges. Bon den fünf Rnllicmen Schisfsvaxm unserer .Handelssiotte Ivaren vordem Krieg ein Viertel nicht älter als fünf Jahre. Sie genoß auch der unseren Feinden großes Ansehen. Tie Postdampser wurden fliegen ihres ausgezeichneten irnd pünktlichen Dienstes von den Aus- c;ern benutzt: unsere Schiftahrtsgesellschaften wie ihre stolzen <oäMffe fvaren ein Gegenstand der Bewunderung und des Ü^erdes der ganzen ^Welt. Unter dem Krieg Hirt die Schiffahrt sehr gelitten,' wahrend die Reedereien des stündlichen und neutralen Auslandes große Geschäfte mit ganz ungeheuren Geuxinnen erzielten rmd teil- §2- c . TTrem ^uzigen Fahre mehr verdient haben, als ihr ganzes Aktienkapital mit den Reserven vor dem Kriege ausmachten. Unsere Reedereien wurden auch ffnanziell erheblich geschwächt durch große .lnswendunaen für che im Ausland zarrückgehalteneu Schiffe.
. stch ^ nn wirtschaftlichen Wiederaufbau der Zukunft muß unsere ^ch.iffarrt^ baldigst und misch ebig n ritt triefen. Nachdem Der Krieg icßi Drei xsatfre dauert und die Fragen des Schiffsraums nach dem Krieg für uns chmmer schwieriger fverden, kömren die Vordere ft tungeu mcht langer hinanSg-c schoben werden. Einem Entschädi- guwgsgeietz, ivie es 1870 und 1871 erlassen wurde, stehen noch un- uberfteigliche Schiwierigkeiteu entgegen. Es muß aber getan werden, was nu Bereich: der Möglichkeit liegt. Die Vorlage sieht vor, ran unseren Schiftahrtsgesellstchasten Beihilfen gegeben werden, ow Nicht rückzahlbar, eventuell auf ein späteoes Entschädigungs- gef etz anzurechnen sind und die p gestaltet sind, daß sie einen wirk- Avtried für eine möglichst rasche Inangriffnahme des ^stiffNeubaues bilden. Ich hoffe, daß Sie durch eine möglichst rasche .tunähme des Geieizes einen wichtigen Grundstein für Miseren unrlfchzftlichen Wiederaufbm! legen werden. Deutsche llnternel> ^E^if sluft und deutscher ^eemannsgeift, die ungebrocheii sind, tabe't m m bet; Vergangenheit ftar kgezeigl und werden auch unter den fchwlerigfteu 2Vettbewerbsverf-älinisseu das Ihrige tun, fie inerben sich weiter stark zeigen, llnsere .Handelsflotte wird Mich weitermu unfer -ritolz sein, und der Teuffbe Reichstag wird, des bm rch ficher, an diesem Stolz feinen Anteil fjabert
^kntrag des Abg. Do ve (D.Vp. ^ wird die Vorlage e, ,
** -jj ,chv n^für Handel und Gewerbe Überwieseii.
Ermge Bittschriften werden ohne A u s s p r a ch c erledig t.
Eine Eingabe der Vereine des TeuLfch.en Frmienstiinmrechts- bundes, d z n Jy rauen nachdem Kriege das allgemeine gleiche, direkte und geheime Wahlrecht zum Reichstag zku verleihen, wird dem Reichchmtzler zur .Kenntnis übenmefen, ebenso eine Eingabe des Deutschen Bundes gegen, die (S rauenemanzrpation. die um Ablehnung dieser Eingabe bittet Eine Eingabe des Verbandes der deutschen (^ewerkvereiue (Hirsch^ Dunckeri mff Errichtung eines Reichs-Einigungs- a m tch s wird zur Berücksichtigung überfviesen.
.. 0 'r^tag 3 llhr: Anfragen, K riegs für sorg egesetz, Schiffahrts- 60 fetz^ Bericht des AirSfchunes für Berölkeritngspolitik Lchlüf? i l h llhr.
ber Gegend von Brzezany—Koniuchy mid an^der Bahn Lem- oerg—-Brody gegen Abend zeitweilig gesteigert.
An der übrigen Ostfront hielt sich die feindliche Artillerie- tatigkert in mäßigen Grenzen. Nur in der Moldau war das feind- lnife p-euer lebhafter. Im Serethbogen, bei Corbul und Fundenr fchruzte der GeMer eifrig.
An der mazedonischen Front unternahmen feindliche Teldla - aret^^^^ Bombenangriffe auf eines unserer dortige«
Zur Offensive der Ruffeu.
Berlin, ii. Juli. (Amtlich.) Russische »wt, die '^I^Errsive in OstgaliLien in Gefangenschaft gerieten, erklären einstimmig, daß sich die dortige Offensive nur dadurchchabe bewerkstelligen lassen, 'haß man sie glauben machte, dre Deutschen hätten in einem andern Frontabschnitt zuerft den Angriff wieder anfgenommen. Alls diesen Ge°- geht zur Genüge hervor, mit welck)en Mitteln das demokratische Rußland seine freien Burger in den ^.od treibt.
wr-ofS? * € .£' ^ ' 3uli. (WTB. Nicht«mllich.) Aus dem Kriegs- ^'^Raiünr wird unter dem 11. Juli abends mitgeteilt: Südlich des ^niester enge Gefechtsfühltmg mit den Russen.
Amerika und die Behandlung der Neutralen.
Stockholm, 12. Jnli. Die Nachrichten ans Washing-. ton über die beabsichtigten Zfvaugsmaßregel gegen ^u ltttsen in der sckstved ischen Presse entrüstete Proteste hervor. Die meisten Stockholmer Blätter weisen: nach, daß die Befchuldigungeu fvegen der schwedischen Aus- fnlfr nach Deutschland unbeveckftigt seien.
Rotterdam, 12. Juli. Nach d^u N. R. Eonr. meldet Darly News" aus Washington: Alle europäischen Neutralen, die Schweiz ausgenommen, haben gegen dw.' amerlkanische Ausfuhrverbot Protest angemeldet. Tie Regierung blieb aber bei ihrem Beschluß, daß kein Krümel von Lebensmitteln nnd keine Tonne Kriegsmaterial aus neutralen Ländern nach Deutschland gehen dürfe, ürnr wenn die Neutralen sich in Verträgen zur Erfüllung dieser Be- verpflichten, soll das Anssuhrverbot 'abgeschwächt
Der Arbeitsplan des Reichstags
, , Berlin, 11. Juli, (mm.) Der Aeltesteftaus- f a>uff des Reichstages einigte sich am Mittwoch dahin, den Donnerstag sitznngsfre i zn lassen, Freitag vormittag foll der H a u p t an s s ch u ß fvieder zusammen- treten. Nachmittags soll die V ollve r s am m l n n g die zweite Lefnng des Efitwittffes betreffend Wiederherstellung der deittschen Haiidelsflotte und die Fürsorge für .Kriegsgefangene vornehmeii, afißerdevi deii Bericht des Ans- schnsfes sür Bevölkernngsvolitik und Petitionen beraten. Am Samstag soll die Krediworlage und die damit zn- sammenhangenden Fragen der änßeren und inneren Politik beraten fverden. Es soll versucht werden, die Berattrng an diesem Tage zu Ende zn bringen.
Die Uompse in West und Ost.
M) ^ d? r l i n . 11. Juli. l WTB. Nachdeui die deutschen ..ca i. inet r nvp c n am 1ö Zuli, 8 llhr abeirds, die Eual ander zwifcheu der Kuftt und der Straße Lombartzhde-Ni erwart unter u Vs^f 1 * 1111 ^? Verlusten an Toten Mid Gsfanqencn Ufer dre B ser zurn ck g ewor fen hatten, flaute die Artillerie- tatigkeit in Flandern während der Nacht ab. Nur in der (Naeud wii Whifchaew lvar das Feuer in der Nacht gesteigert liniere Flieger bdegttm bie Bahnhöfe innrer der Front nnd Schleusen anlagen bei Nwuport mft Bomben.
An der Ar r a s - Fr v n t mw in dem Ramne von St «s Mlchnitten lebhaftes Artilleriefeuer'
Achemlle bmchie eine unferer Pattouillen Gefangene ein ^verschiedene femdliche Pattouilleuimternebmungen östlich vmr Bermel tos., am ^libufer der Ecarve und östlich von Gönne neu f cyeiterten.
Dt der Ais» eit o«t nur in der Gegend von Craunnc ,rtt- wetsr lkbhoftcrc ArttllcriEsknt. Zn der Nackt vom ,0 rum 11. ^uh nnttcit untere Meqer seindlichc Lager, Ortschaften uuh .lnlagen hnrter der Fro« mit Bomben und Maschinengewehren^
Champagne führten imr verschiedene Trsol^reiche
RrtnrmnfmmtanEl ) nnm ff n t durch. In der Nacht t»m 9 „
10. jsult brachen nach hirjcm chmenlbersall. Stoßtrupps in die chlichtickkn Graben nördlich Rnms ein nick kehrten mit einer x°?cren.Aahl Gemngener und Beute surikf. Eine andere Patrmtille
^«Utdcsftncourt dem Gegner in seinm stark^sctzten Graben empfnrdlrcltx Verluste In der Ruckst vom 10 »um
11. WIM*« «» lmfcrcr Patrouillen bei Cent« nach kuwer
Vorbereitung durch Lch»rgwlg und Mmenfeuer Gejirngeiw Ebenso fa^tti.'^ ,üd„ch Tahure und weAtch^.attB
Die Geheimsitziingen der französischen Kammer.
irim™« r «'Mchtamtlich.) In ihren ab. lalltgen Bchprechungen der Geheimsitzungen der
wfjill Sn t i® a ?. niet ertlärt die Presse der Rech. ivl'J*T 2.^^ S ' a9 ’ e ,C1 dadurch mir »ertnirrter geivordeit. JJian suche rmmer nod; eine Formel für die stciegspolitrk »raiikretche.kminer irock, mische sich das 'Parlameni in die .Iltton der Re gier mrg, kurz, man könne iricht mehr von einer »etligeii Einigkeit, fmldern unc von einelm heiligen Gleich, gewicht sprechen Die sozialistische Presse dagegen'autzert sich
nNchw t!)""äiÄ-,w!IL bl . £ ' Reg'erung. „Journal du peuple" erklärt die Mintsterreden far ärmlich imd nur rednerisch
-Mehrheit Ribots betrage nur 35 Stimmen.
Auch Painlevss Rede L„nn^!lZ b ‘ll deL Aehnltch autz^rt sirl, Renaudel in der ■ trenne sagt tnt „Evenemeich-, daß Die Part ei- lechen schafteil wtoder erwacht seien. Die Lage habe siclaplöst- Regrernng muss« sich' endlich zwischen «rtscherdeii. Znr russischen 'Rote über die ^ alkmistrage spricht sich die französische Presse ziemlich fuEhaltend aus. Ihre Ansführnng^n zeiget^ß ch^R«' ubchwascht, sogar verstimmt hat. „Petit Journal" erklärt ^d,e von der Entente getroffenen Maßnahmen durchaus berechtigt waren, „^.emps" meint, die Meinunqsverschieden- .>eiten zwischen Rußland, Fraitkreich und England betreffeir weniger^ dic Grund,atze als die Art ihrer Anwendung mVl? 1 Cg t rur äußerst nützlich, daß die Alliierten bald austauschm.^""^^ besonders hinsichtlich des Balkans
Die französischen Sozialisten und Elsaß-Lothringen.
h r£? 'k.r 11 <R^ U l i ' lWDB ) "Mmes" meldet ans Paris: cker mit der Beantwortung der Fragen des kwllairdisck-. lkandntavr,ch«n Ausschusses deairstragtc Ausschuß der t r a n z o s,, ch e n 2 o z i a (i ft c n hat sei ne A ntmor tm) i rf,*. 1 bst out Frankreichs unbestreitbaren
Rechts-,,,pr,ick, auf El sa ß.Poth ri u ge n, erffto fte ^'ERuchtcht auf den Grundsatz des Selbstbestftnmuna? rechts aller Volker damit einverstanden, daß die Elsatz-Lchh.
MebisckFoll'^^Esai ^-rch Plebiszit entscheiden. Das l.Iebn-,it soll nack, «wem Bor,chlag unter der Kontrolle der
SSffiJS“ iU &CTn bMn s-^chluß si'lgen.
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Euglands Flugwesen.
Juli. D« N. R. Eonr. meidet ans L-n. ^ Oberbaust verlangte Lord Toudechon die Ernennung erms A n s s ch i, sie s , „m die .Herstellung von FluZ- .eugcu zu beschleunigen. Er forderte ferner ran ircX itetjetrbe Flotte von Flngzeuaen ,md Vermltungsaiiqriste^^ni deniwst- «tadte. Er ,and es sehr seltsam, daß die Än-Er N» der Küste »uruckgetreeben wurden. Lord Creme sa^. dursnifse des Heeres mußten vorangehen.
Seekrieg.
Reue N-Boot-Erfolge.
Berlin, 12 . Juli. (Amtlich.) Im Sperrgebiet um England wurde wiederum eine größere Anzahl Dampfer und Segler versenkt, darunter befanden sich der bewaffnete englische Tran dp ort da nrpser „Armadate" (6158 Tonnen) mit Truppetl, Munition und Proviant von Liverpool nach Saloniki, der italienische Dampfer „Nostra Madre" mit 040 Donnen Mai'.' vofl Amerika nach England nnd ein großer nn- dekannter Dampfei-, der ans GeteitzNg herausgeschv-sserr wurde.
Der Chef des Admiralstabes d^er Marine.
Ein englisches Blatt über den tt-Bootkrieg.
Bern . Äuli. (WTB.) Trotz der Versilberung Lloud Georges in Glasgofv, daß England anjange, des Tänchbvots .Herr zu werden, äußert die ..Daily Mail" Über die fortgesetzten Lrchrffsverl u sie tiefgehende Besorgnisse. Nack'der 'Aumellnng der Admiralität," schreibt die Zeitung in einem Leit- tckel. „betrugen uniere Verluste seit März nie unter 15 Groß- in der A>oche. Die Ziffern sind indessen unvollständig Sie ,chlrctzrm dm vmcuktcn Schistc der Miierten und Aeutraleu nicht lwch der Behauptung der Deutschen auch mcht die vrm dei bxlliscden ReMrnng geschartertnr Schifte, außerdem auch nicht dv


