Ausgabe 
2.6.1917 Zweites Blatt
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Schicken cutririjh'n ttrirb. Geschäftlich stehen bbe. Verhältnisse »nie fdwn so lange Zeit hindurch. Die Nachfvage ist stark, nnü zu hoha» Preisen Werder» fort gesetzt Umsätze vollzogen. So brächte das Stück 1916er in Mettenheim 3200 ML, Udenheim 3300 Mk., Aszey 32OO Mk., Nieder-Saulheim 3100 Mt.. Oppenl-cinr 3700 Mk., Bubenlrenn 3109 ME., Essenheim 3100 Mk., Spieshrin» 3100 bis 3300 Mt., Engelstabt,3100 Mk.. Aspisheim 3400 Mk., Parten- Wnt 3100 bis 3200 Mk . Appenheim 3050 bis 3100 Mk., Ven- dersl-eim 3200 Mt.. Heß,»ch 3100 Mk.. Osthofen 3200 Mk.. Albig 3100 M.. Becht.olohe.im 3000 Mk., BEHeiin 3200 Mk.. Nierstein 3800 Mk., (YLonfteim 3200 Mk., das <^tück 1916er Rotwein in Wembeim 3600 Mk.. Albig 3500 Mk., 1915er Weißwein in Bectsthein» 4000 Mk., Engelstadt 3700 Mk., Mettenheim 4200 Mk., Alze»i 38001ns 3900 M., Oxrn-Od-ernheiin 3900 Mk., Bechtolsheim 3800 Mk., Alsheim 4300 Mk., Heimersheim 4000 Mk.

ch. V o m M i t tc l r hei n, 31. Mai. Soweit cs sich jetzt schon beurteilen lässt, verspricht hier die Kirsch euer nt e in diesem Jahre einen reckst girier» Ertrag zu liefern. Die ersten reifen Kirschen sind bereits von Osterspai) curs zun» Versand ge- : kommen. Auch an den anderen Orten des Mittelrheins könne»» jetzt schon reife Kirsck-en verzeichnet werden.

Hessen-Nassau.

fz. Frankfurt a. M., 30. Vfa» Der Ausschllß zur Begründung des VereinsMitteleuropäischer Staaten- bund" hält lstcr seine G r ündu »»as vers ammlnng ab. Gestern »and ein Begrüsmngsabend i»n Frankfurter Hof statt, zu den» sich bereits Politiker der verschiedensten Parteien eilige- Nmder» hatten. Im Auftrag des Ausschusses begrüßte Reichstags- abgeordnetcr Alpers die Versammlung und legte die Ziele des neuen Vereins dar. der die Schaffung einer neuen Rellstsordnung zum föderativen Zusammenschluß Mitteleuropas erstrebt. Für den Mftteleuroväisch?n Staatenbund dürfe»» aber nicht nur (^eftibls- »nomente ausschlaggebend sein, vor allem nrüsse»» die wirtschaft­lichen Frage»» ernstlich gekvürdigt werden. Der Zusammenschluß ist durch die historische Entwicklung, durch politische und wirtschaftliche Notwendigkeitest geboten. Das gilt auch für den Anschluß Bul- ga'.rcns »n»d der Türkei. Doch wollen wir der selbständige»» Ent­schließung dieser Völker nicht vorgreifen. Für uns ist Mittel­europa nickt ein durll» Schützengräben abgegrcnzter Begriff, sonder»» ein Kristallisationsptmtt für Misere Nachbarßaaten. falls diese sich nach den» Kriege uns sollten anschließen wollen. Der Mitteleuro­päische Stautenbund soll ein fester Hort für das Reckst, für die 'Fveilstüt und für dft Selbständigkeit eii»es jeden Staates sein, der sich ihm anschließe»» »vill. Geheimvat v. Brenta no-Tremezzo rOffenback, wies darauf hin, daß der Verein als solcher zu den Kriegszielen keine Stellung nehme, zumal seine Haupttätigkcit ja erst »rach dein Krieg l»eginnc. Dr. Alexander Müller (Tresdenl »mach als Generalsekretär des Deutschen Wirtschaftsverba»rdes für den Balkan und den Orient und Realsckmldirektor Tr. Bar­rels (Bad Lautcrburg) ftir die nordischen Staaten die .Hoffnung aus, daß sie sich n.ach dem K'rieg de»»» mitteleuwpäischen Staaten- bmrde ansckiließen würden. Zum Schluß dankte noch Chefredakteur Danzer tumDcurzers Arrireezemmg" ft» Wien für die ivarmen, anerkennende»» B3orte, die für Oesterreich gefallen seien, und für die Wahl Frankfurts als Versammlungsort, das durch seine historischen Erinnerungen jedem 'Deutschen und Oesterreicher teuer sei. Die kigentlicke Gründungsverfanrmfttng beginnt Don­nerstag rwrmittag 9 Uhr imFrankfurter Hot".

-- F r a »» k s n r l a. M., 31. Mai. Hobe Strafen verhängte heute das Landgericht über eine Anzahl Händler wiegen Vergehens gegen die Kriegsgesetzc. Es wurden ve»-urtestt wegen U e ber­sch r e i t u n g der Höchst Preise für Scklachtschwernc Metzger- meister Fr. S u d e r l a n d-Frcmkftrrt zu 1050 Mark, Viehhändler Ehr. L ö h r-Westerlurg zu 2100 Mark, wegen lieber sch reitung der Höchstpreise für Seife Kamin ann Julius Becker-Frankfurt zu 2000 Mark und »»»-egen Preiswuchers in Lebensmitteln Kanf- »7»a»rn Karl Weber-Frankfurt zu 2000 Mark Geldstrafe.

Frankfurt a. M., 31. Mai. Die Frankfurter G o l d a n - kaufsstelle besteht l-ende ein Jahr und hat ivährend dieser Zeit in 304 Arbeitstage»» von 18 622 Einlieferern 329,25 Kilogramm

Gold u»»d 1250 Gramm Platin angekauft. Der Goldschatz, der der Reichsbank Angeführt wurde, hat einen Wert von n»ehr als 500 000 Mark. Fermer wurden für mehr als 31000 Mark Goldmünzen ein­gewechselt. Im Vergleich zu dem Ergebnis anderer Großstädte schneidet Frankfurt diesmal iricht günstig ab. Diele Frankfurter können sich von ihren» prunke»»den Goldschmuck eben nicht trennen.

Frankfurt a. M., 31. Mai. Bei einem Tageseinbrnch in ein Haus der Merrdelssohnstraße stahlen Diebe eine große Summe Bargeld, Kleidungsstücke und ein Oelgemälde, Christus am Kreuze darstellend, von sehr hohen» Werte. Der Wert der ge­stohlenen Sackten wird auf 2530000 Mk. beziffert.

----Höchst a. M., 3p Mai. Auf den» hiesigen Bahnhof warf sich Mittwoch abend ein 17jähriges Mädchen aus Hofheim vor den einfahrenden jLrm^birrger Zug. Der Lebensmüden wurden beide Beine oberhalb des Knies abgefahren. In hoffnungslosem Zu­stande kam das Mädchen ins Krankenhaus.

Protokoll

über die 60. Sitzung des Kreistags des Kreises Gießen vom 31. Mai 1917.

Anwesend »varen 1. Großh. Regiernrrgsrat Langermann als Bprsitzender: 2. d»e K r e i s t a g s m i t g l i e d e r Jakob Becker, Kesselbach, Oberbibliothekar Dr. Ebel, Gieße»», Fabrikant Her­mann Eia^uauer, Gießen. Bürgerineistcr Fendt, Hungen, Mühlen- besitz-er Heinr. Hirz IX., Steüllvrg, Brauerei besitz er Jhring, Lich, Bürgermeister Keil, Ettings hausen, Oberbürgermeister Keller, Gic- ßei», Kommerzienrat Klingspor, Gießen, Bürgernreister Krailing, Heuchelheim, Landgerichts rat dftmenhage'.r, Gießen, Bürgermeister Schmidt. Lollar, Bürgermeister Schwalb, Großen-Bufeck, Geh. Medizi»»alrat Prof. Dr. Sommer, Gießen, Heinrich Wetz II., Holz­heim, Bauunternehmer Winn, Gießer»: 3. die Kreisa us s ch u ß- Mitglieder Ockonomievat Hvsfnm»rn, Hof-Gill, 'Apotheker Wel- cker, Allendorf a. d. Lda., La»»dgerichtsrat Wieircr, Gießen, sowie 4. Größt Regierungsrat Hemmerde, GießenIMGroßh. Baurat Hechler, Gießen.

Der Vorsitzende eröffnete die Sitzung und begrüßte die Erschienenen. Es wurde alsdann die rechtzeitige Einladung zu der heutigen Sitzung feftgeftellt und mitgeteilt, daß die Krcistagsmit- glieder Bürgermeister Dörmer. Lick, Geh. KoinMerzlenrat Dir. Gail, Gießen. Justizrat Grünewcttd, Gießen, und Aräfttclt Belte»», Laug-Cöns, ihre Der hin der»» ng zur Teilnahme an den» heutigen Kreistag ailßezeigt und ihr Fernbleiben entschuldigt hätte»». Nach­dem die Beschlußfähigkeit festgestellt und zu Urkundspersonen d»c Kreistags Mitglieder Mühlenbefitzer Heinrich 5) i r z IX., Stein­berg. und Brauereibcsitzer I bring in Lich bestellt und zürn Protokollführer der Kre» Samts ge Hilfe Schäfer durch Handschlag an Eidesstatt verpflichtet »vorden wäre»», nmrde in die Tagesord­nung ein getreten.

Punkt 1. Rechnung der Kreiskasse und Verwal­tung Sb e r i ch t für 1915.

Der V o r s i tz e u t e stellt fest, daß der Verivaltungsbericht den Kreistagsnntgliedern »n diesem Jahre ausnahmsweise nicht mit der Einladung zur heutigen Sitzung habe zugesandt werden können, weil sich die Fertigstellung buch die Druckerei infolge Arbeitermangels verzögert l)abe. Der Vertvaltüngsbericht an sich enthalte einen genauen Abschluß der Kreiskasserechirung für 1915, in dem die Abweichungen gegen den Voranschlag erläutert seien. Hiernach schließe die Rechnung für 1915 mit einem Rechnungsrest von 241 162,82 Mk ab. Tie Gestaltung des Rechnungswesens für 1915 könne als günstig bezeichnet »verden. Der hohe Abschluß habe sich insbesondere durch die allgemeine»» Ersparungsmaßnah- men ergeben, insbesondere seien .be» der Straßenunter Haltung größere Beträge erspar! »vorden, was ans die E»»»wirkungen des Kriegs zurückzufütnen sei

Die Rechnung sei durch das KreisaasschußMitglied Bürger­meister Krailing. Hvrchelheim, vorgeprüft »vorden. Anstände hätten sich hierbei nickt ergeben. Er setze d»e Rechnung in Umlauf und er­suche, etwaige Bemerkungen oder Anfragen am Schluß der Sitzung zur Sprache zu briirgen und danke den» Kreisausschußmitgl»cd Krailing für d»c Vorprüfung der Rechnung.

Punkt 2. Voranschlag der Kreiskasse für 1917.

Der Vorsitzende stellt fest, daß auch der Voranschlag bat' Mitgliedern zugesandt worden sei. D»e Herren hätten ihn wohk einer Durchsicht unterzogen und er halte es wohl nicht für er­forderlich, eine allgen»eine Aussprache der Beratung vorangLlierr z»» lasse»». Er werde den Voranschlag rubrikenweise vortragen und bitte, da, wo gewünscht, sich zum Wort zu inelde»». Es wurde sv- da»»n in die Beratting des Voranschlags cingetreten. Der Vor­sitzende bemerkt bei Rubrik III, daß auch für das Recknungsjahr 1917 weitere Kapital au fn ahmen zur Bestteittcng der Reicksimterstützun- gen und Kr eis M schüfst erforderlich feie»», deren Höhe sich aber »licht bestimmt ang-eben lasse. Es sei 'deshalb im Voranschlag um d»e Er­mächtigung gebeten »vorden, auch die für 1917 erforderlichen Mittel im Wege der Kapitalaufnahme zu beschaffe»». Diese Ermächtigung wird einstimmig erteilt.

Z»» Rubrik IV Titel 51» be»»rerkL der Vorsitzende, daß hier ft'ir Gewährung von Kriegsbeueramgsbe»Hilfen ein Betrag von 3000 Mk. vorgesehen worden sei, »veil auch der Staat für Be­amte, Staatsdienstanwärter und stä»»dig gegen Vergütung be­schäftigte staatliche Bedienstete Kriegsteu-erungsbeihilsen gewährt habe. Es werde für den Krcisausschuß die Ermächtigung m An­spruch genominen, eirtsprechende Zulage»» nach Prüfung jedes ein­zelne»» Falls zu gewähren. Diese Ermächtigung wird einsttmmig erteilt. Nach Durchberatung des Voranschlags fragte der Vor­sitzende, ob hierzu noch ums Wort gebeten werde.

Kreistags Mitglied Winn fragt an, in n^elcher Weist die Ver- »verttrng der Obsternte in diesen» Jahre stattfinde.

Der Vorsitzen.de erwiderte, daß hierüber Herr Baurat Hechler am besten Auskuirft geben»u»c. Dieser bemerkt, daß die Denver tun g in der gleichen Weise »nie in» letzte»» Jahre er­folgen solle. Unter anderem sei beabsichtigt, wieder ei»»e größere Me»»ge Obst nach Gießen zu verbringen »rnd den Rest zu versteigern. Mit ldec Stadt Gieße»» seien bereits die Verl>andl»»»rgei» eingekeitet »vorden. Große Schwierigkeiten bereite die Verbr»ng»u»g des Obstes »»ach Gießen. Es müsse gesehen »verdei», ob hier Abhilie geschaffen wecke»»»»ne. Vielleicht köirne hierzu das Lastauto der Stadt Gieße»» veriveudet »»werden.

Punkt 3. Ergänzungswahl zum Provinzialtag.

Der Borsitze»»de gibt bekan»»l, daß das durch den Kreistag gesvählte Provinzialtagsuütgl»ed Wasserschbeben sein Amt aus Gesundheitsrücksichten niedergelegt habe. Für »hu habe ErsatzlvahL stattzufinden. Außerdem sei aber auf Gru»»d der Bevölkerungs- ziff'cr des Kreises »»och ein neuntes Mitglied in den Provinzialtag zu wählen, denn selbst nach dein vorlinffigen Ergebnis der Bolks-- zählung Ende 1916 betrage die Bevölkerirngszisstr immerhin noch über 85 000. .

Der Kreisausschuß schlage vor, aks Mitglieder zum Pwvinzial- tag Herrn Oberbürgermeister Keller, Gießen, u»»d Herrn Bürger­meister Fendt, Hw»gen, zu wählen. Würden aus der Mitte der Versammlung airdere Vorschläge tpmracht, so bitte er hrerum sowie auch darüber, in »velcher Weist die Wahl vorgenvmmen »verden solle.

Da andere Vo-rschläge »richt gemacht »vorden »»xmm und nach­dem einstimmig beschlossen worden »var, die Wahl durch Zuruf vor- zmrehmön, wurden die Ge»»annten nach 2lbstimm»»ng einstimmig gewählt.

Der Vorsitze »»de stellt soda»»n die Frage, ob jcmarrd git der au fliegenden Kreisküsstreckfflung das Wort wünsche. Wenn sich hierzu niemand nielde, »Verde die Zustimmung des .Kreistags zur Rechnung vorbehaltlich der Revision durch Großh. Ob.wrechmmgs- kammcr sowie dazu unterstellt, daß die Kreditüberschreitnngen unter den Rubriken III. VI I, VI4, 1X4, X I. X 5, X9, XI5, XII, XV, XVI und XVI a zu Lasten der Emnadmeüberschüsse und Aus­gaben spar»» isst sowie die Ausstände genehmigt seien. Ta sich eur Widerspruch »»ickt erhob, sind d»e Rechnung, die Kredrtüberschrei- tungen und die Ausstände als gei»-etzm»gt zu betrachten.

Nachdem »»ock> ci»»e kurze Aussprache über Fürsorge für dre Geisteskranken stattgefunde»» l-atte u»»d mich einige allgernettre Fragen über die Volksernährung erörtett worden »varen, wurde die Sitzu»»g geschlossen.

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Das nachoerzeichnete, im letzten Winter gefällte Nutz­holz soll auf dem Wege der Submission verkauft werden. Geoore sind verschlossen mit der AufschriftHolzsubmtfsion" bis spätestens den J». Juni l.., nachmittags 3 Ubr, bei Unterzeichneter S:elle einzureichen. Oeffnung der Gebote eriotgl am!). Juni, nachmittags 3 Uhr, im Rathause zu Midi- Die Verkaufsbedingungen, denen sich die Käufer mit Einreichung ihrer Gebote unterwerfe»», liegen be» Groß­herzoglicher Bürgermeisterei Lich zur Einsicht offe,». Siäherc Auskunft erteilen aus Wunsch die Unterzeichnete Stelle sowie Me Großherzogl'che Oberfärsterei Lich. Das Holz ist mit der Rinde gemesien. Wegen Vorzeigen deb Holzes wolle man »ich an den Forstwart Ftndt in Lich wenden.

Fichten -Stämme: 1. Klasse 2 Stück. Fstin. 9,16; 2. Klasse 1 Stück, Film. 3,20; 3. Klaffe 35 Stück. Fstm. 67 , 19 - 4. Klasse 41 Stück. Film. 822)9; u, Klasse 35 Stück Jsttn. 26,13; 56. Klasse 21 Stück, Fstm. 9,59.

WetzmoutSkiefer-Stämme: 4. Klasse2Stück, Fstm. 1.47.

Hainbuchen-Stämme: 3. Klasse 2 Stück, Fstm. 0,96; »lasse 2i Stück, Fitm. 10,53; 5. Klaste 28 Stück, Fstm.

6. Klaste 84 Stück, Fstm. 17,59.

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Eichen-Schuittholz:

Klasse enva 20 Fstm; 4.

I Klasse 3 Stück. Fstm Klaste et»va 30 Fstm.

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Liuden-Stämme: 2. Klasse 1 Stück. Fstm. 1.15, 4. Klaste Fstm. 1,61; 6. Klaste

Stück Fstm. 2,79; Fstm. 0,51.

Klaste 4 Stück.

tück,

Lich, den 24. Mai 1917.

Großherzogliche Bürgermeisterei Lich: Dörmer.

Fett-Ausgabe.

Von Montag, den 4. Iuiri d. Js.ab, gelangt in de»» Berkaufsstiellen der Molkerei (sstbrüder Grieb gleichzeitig mit der Butter ein V, Liter Oel gegen Ablieferung des Bezugsabsch»»itts 9 der Lebensmittelkarte Kur Ausgabe.

Gießen, den 1. Juni 1917. 4315B

_ Der Oberbürgermeister: Keller. _

Betr.: Verkehr mit Milch.

Nachden» die Erweiterung der Einrichtungen der Städtischen Milchküche voll-oge»t ist, ftmna» von da aus sänitliche Kinder bis zmn vollendete»» 3. Lebensjahr mit Vollmilch versorgt werden.

Anrneldungen Wege»» des Bezugs werde»» rechtzeitig, rve»»n möglich einige Tage vvrcher erbeten. Abgabe der Milchkarten irrck -nmrken ist erforderlich

Die Ausgabe eiffolgt vormittags von 11 bis 1 U'hr »»nd »»achmittags von 3 bis 4 Uhr, an Son»»tagen nur von 10V» bis 12 Uhr vormittags. Zu andern Zeiten wird Milch mcht Abgegeben.

Vorerst nruß die Milch noch abgehol^ »»werden, es ist jedoch beabsichtigt, die Milch später in Flaschen geftlllt in Verbaufstelke»» abzugeben. 4317B

Gießen, den 31. Mai 1917.

_ Ter Oberbürgermeister: Keller. _

_ Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gieße»» wird, beginnend an»

Mittwoch, dem b. )uni,

in» Jrnpflokale Turnhalle der Stadtmädchen - schule, Schiller straße 8 für die näch sten fünf Wochen jeden Mittwoch nachm»ttag 4 Uhr abgehalten werden. Jrnpfpffrchtig im laufender» Käle»cherja'hr sind die im vorigen Jahre geborenen Kin­der, sowie die rückständigen a»»s frühere», Jahren.

Die hiesigen Einioohner, »vesthe impspflichtige K»nder haben, werden zur Benutzung dieser öffe»»tlia»eu Termme mit dem Ben».erkcn nngeladei», daß alle in denselben vor- genom»»»enen Jnrpfunjien u n e »r t g e l t l i ch sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes bis zum Jahres schluß auf sei»»c Kosten be­werkstelligen lassen, »vidrigcnfalls »hm im Januar nächsten Jahres eine vier- wöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird.

'Außer den Pflichtigen »mwden a»u5» Kinder, welche in» l a u f e n d e n Jahre gebären sinö, ans Wunsch ihrer Vertreter geimpft.

2ltle in ei»»e»n Termine geimpfte»» .Ki»»der »m'issen in dem allst Tage später abzuhaltenden Termine zur N a ch- schau »»ollstnals erscheine»».

Kinder, deren Zrrrückstelttrng von der Jmpftrng wegen .^vränllichkeit beanspnullst »mrd, kv7u»en gleichfalls dem Jmpfarzte in den öffentlichem Terminen rwrgestellt »verden.

Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rein­gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es »oird nur an eii»en» Arme mit L»)mpi>e aus dem Landesimpftnstltut geimpft.

Kinder aus Familie»», in denen ansteckende .Krank­heiten i>crrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht »»»erden. 43166

Gießen, den 31. Mai 1917.

Der Oberbürgermeister: Keller.

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1 Eichen-Stamm 3. Kl., 1,37 Fstm, 4 Eichen- Stämme 4. Kl., 3,52 Fftnu, 6 Eichen-Stämme 5. Kl., 3 Fstm., 1 Eichen-Stamm 6. Kt.. 0,38 Fstrn.,

3 Kiefern-Stämme 3. Kl., 3,41 Fstn»., 17 Kiefern- Stämmc 4. Kl., 13,54 Fstm., 200 Kiefern-Stämme 5. Kl., 71,97 Fstm., 3 Lärchen-Stämme 5. Kl., 1,10 Fstm., 3 Fichten-Stämme 3. Kl., 3,30 Fstm.,

4 Fichten-Stämme 4. Kl., 3,89 Fstm., 9 Fichten- Stämme 5 a. Kl., 3,96 Fstm, 36 Fichtcn^Stämine

5 6. Kl., 10,43 Fstm. (Das Kiefern-, Fichten- und Lärchen-Stammholz ist Windfallholz).

?lngebote ftrtb nach Klassen getrennt, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 5. Juni lfd. IS., vorm. 8 Nhr, bei hiesiger Bürgermeisterei einzureichcn.

Angebote mit zi^gmmengezogenen Klassen oder mit Bemerkungen und Vorbehalte bleiben unberück sichtigt.

Forstwart Franz und Krieger zeigen auf Wunsch das Holz vor.

Allendorf a. d. Lumda, den 30. Mai 1917. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. _ Nein. _ 4269

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