Ter türkische Bericht.
Stopften tin ofcel, 28. Juni. lWTB.^ Heeresbericht vom 27. Juni. KaukasuSfront: Im linken Flügelabschmtt leichtes Infanterie- und Artilleriescuer. 3i n a i f r o rt t: Am 25. Juni nachmittags ianden zweiLustkämpfe statt. Im ersten kämpften Swei unserer Flug-enge gegen drei englische. Ein englisches Flugzeug stürzte hinter unseren Linien ab. Der Pilot ist tot. DaS -weite englische Flugzeug war gezlvungcn, in beschädigtem Zustande hinter den englischen Linien zu landen. Dem dritten feindlichen Flugzeug gelang es, sich dmrch schleunige Flucht zu retten. Bei dem zweiten Luftkampfe wurde ein. feindliches Flugzeug zur Landung lfinter den englischen Linien gezwungen. Aus allen Luft- kämpfen kehrten unsere Flugzeuge wohlbehalten zurück. An den übrigen Fronten keine Ereignisse.
Englische Flieger über dem Oelberg.
Berlin, 28. Juni. (WTB.) Die Blätter melden: Sechs englische Flugzeuge warfen crm 26. Juni 70 Bomben auf den Oelberg ab. Glücklicherweise wurden Menschen nicht verletzt. Der Sachschaden ifc gering. Die „Nvrdd. Mg. Ztg." bemerkt hierzu: Dieser Vorfall ist eilt neuer, besonders schwerwiegender Beweis dafür, wie England sich über das Völkerrecht nnd über die jedem Christen selbstverständliche Ehrfurcht vor den heiligen Stätten hinwegsetzt, wenn es glaubt, noch so zrveifel hafte Vorteile für sich erlangen zu können.
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Die Frage der neuen Offensive.
Berlin, 28. Juni. Driv.-Tel.) Tie „BLA." meldet aus Basel: „Daily News" berichtet aus Petersburg: Der vorbereitende Ausschutz des allrussischen Kongresses der Arbiter- und Soldaten- räte beschloß. die (sirtsckwidung über die Aufnahme einer Offensive an die im Herbst zusammen tretende konstituierende Versammlung zu überweisen. '
Die reguläre Armee Amerikas.
London, 27. Juni. (WTB.) Reuter. „Morning Post" erfährt aus Washington, daß die reguläre amerikanische Armee jetzt 250000 Mann zahlt. Die Miliz zählt jetzt 260 000 Mann, das Marinekorps 30000 Mann, die Marine 120 000 Mann. Außerdem werden 40 000 Mann zu Offizieren ans gebildet und 11 Eisenbahnerregimenter ausgestellt, was eine Gesamtzahl von 712 000 Mann gegenüber 327 000 Mann am 26. Wfrcii ergibt.
Die Handelsbeziehungen der Entente.
L«nd>vn, 27. Juni. (WTB. Nichtamtlich) Unterhaus. Sonar La w erklärte, die italienische Regierung habe mit zivei Ausnahmen alte .Handelsverträge gekündigt, durch die die italienischen Zollsätze und Abgaben bestimmt lverden. Die französische Regierung habe die Absicht ausgesprochen, alle Handelsverträge zu kündigen. Die Frage werde jetzt von der englischen Regierung erwogen.
Die englische Landwirtschaft.
Am sterdam , 28. Juni. Wie .Jlltgemeen Handels blad" aus London berichtet, habe Lord Mitner geflprtt im Ober- bause initgetellt, daß die Militärbehörden 70000 bis 80000 Mann für die Erfordernisse der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt hätte.
fahren unser Land bedrohen, und unser Volk noch berufen sein kann, seine äußerste Kraft für seine Freiheit und seine UnabhanchF- Eeit herzugeben. Daß Gott uns hierbei behütet, ist mein innigstes Gebet
Seefrfeg.
Neue U-Boot-Erfolge.
Berlin, 26. Juni. Iw englischen Kanal, im Atlantischen Ozean und in der Nordsee wurden durch unsere U-Boote lveitere 24 5 00 BRT. versenkt und zwar: zwei unbekannte bewaffnete englische Dampfer, der errglische Dampfer Änglian (5532 Tonnen), mit Munition und Stückgut nach England, die englischen Segler Wilhelm, mit Kohlen nach Frankreich, und Benita, der französische Segler Bidartaises, ferner ein groß er bewaffneter englischer Dampfer, nach den Scharnsteinabzeichen von der Linie William Thomas Sons u. Co., London, ein mittelgroßer Datnpfer, der aus Geleitzug herausgeschossen wurde, und eine große Biermasldark ohne Flagge und Abzeichen, die von Zerstörern gesichert war.
Eiites der U-Boote ist im Atlantic wiederholt durch auffallend viele Schis f s trüm m er und große Mengen Gefrierfleisch gefahren. Dasselbe U-Boot hatte auf der Heimreise mit einem feindlichen U-Boot ein Artilleriegefecht, in dessen Verlaufe sich das feindliche U-Boot dem Feuer durch Tauchen entzog.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
Die englische Wochenftatistik.
Haag, 28. Juni. Reuter meldet aus London: Wie die Admiralität berichtet, sind in der vergangenen Woche 2876 Kauffahrteischiffe in britischen Häfen eingelaufen und 2923 ausgefahren, 21 Schiffe von über 1600 Tonnen, 7 Schiffe von unter 1600 Tonnen wurden versenkt, 22 Schiffe wurden erfolglos angegriffen.
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Kopenhagen, 29. Juni. Nach Mitteilung des Ministeriums des Aeußern ist der bänt^e ircima^ schöner Star in der Nordsee versenkt worden.
Rotterdam, 28. Juni. (WTB.) Nach dem „Maasbode" ist das französische Schiff „Marseille" (3335 Tonnen) infolge Zusammenstoßes gesunken. Als vermißt gelten die norwegische Bark „Blcmka" (1501 Tonnen) und der englische Dampfer „Lelierophon" (8954 Bruttoregistertonnen). Der Dampfer „Belgravian" (2521 Bruttoregistertonnen), der am 25. November von London nach New ffort abfuhr, wird als verloren betrachtet. Gesunken sind: „Laatefos" (1548 Tonnen), „Sprnel" (1174 Tonnen), „Eli Lindu" (1087 Tonnen). Die Schiffe „Borre", „Circo" und „Michio" sind dem Bnrecru Veritas zufolge am 16. Juni im Mittelmeer gesunken.
Bern, 28. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) „Nouvelliste de Lyon" meldet aus Netv Dort: Der Kreuzer ,O l y m p i a", -der vorgestern bei Rhode Island ausgelaufen ist, befindet sich in sehr kritischer Lage. Die Besatzung ist gerettet.
Beratungen in Stockholm.
Stockholm, 29. Juni, Nach „Sociatdemokraten" ist vorgestern auch Ledebo ur in Stockholm eingetroffen. Die deutsche so^iäldemokratrsche Minderheit sott bis Anfang Juli
Au» Griechenland.
Amsterdam, 28. Juni. iWTD.) Nach einem hiesigen Blatt meldet die „Times" aus Athen, daß die T ru p p>e n alle Zu- g.ä n g e d e r Stadt besetzt haben. Auf den Mauern der Akropolis stehen Wachposten, und im Parthenon lagern kleine Abteilungen.
Athen, 28. Juni. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Die Mi tarberte r Venise lo s' kamen gestern abend an Bord eines griechischen Sctsiffes, das von einem französischen Torpedobootszerstörer begleitet rvar, im Piräus au. Sie begaben sich nach Athen, wo sie im Kömaspalast den Eid ablegten. Französische Truppen und kretische Gendarmen hielten den Verfassungsplatz und die Straße zum KönigS- palast sowie die Hauptplatze ebenfalls besetzt.
Da» Kabinett Beniselos.
A th en, 27. Juni. lWDB. Nichtamtlich) Das Reutersche Bureau meldet: Beniselos hat daS Kabinett gebildet, in dem er den Vorsitz und das Kriegsminifterinm übernimmt. Rrpulins ist Minister des Innern, Po litis Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Kouduirotis Marin ent inister.
Paris, 27. Juni. (WTB. Nichtamtlich) Nach einer Meldung der Agence Havas aus Llthen gehören dem Kabinett Veniselos außer den bereits gemeldeten Ministern noch Drngos für Unterricht und Kultus, Andreas Mich alakopulos für die Finanzen, Spyridis für die Volkswirtschaft, P ap a na stasi u für den Verkehr, Johann ^srrtnokos für die Justiz, Megropontis für den 'Ackerbau und Domänen, Simo s für die Fürsorge und Em- b i r r ko s für die Verpflegung an.
Die niederländische Thronrede.
Haag, 28. Juni. Bei der Eröffnung der nie de ländischen General st aaten verlas die König ? lc Thron rede, in der sie ihre Genugtuung darüber <u i • ^ic beiden Kammern es für wünschenswert < klart hätten, die Verfassung abzuändern, um eine Nevisi des Wahlrechts und der Unterrichtsgefetze möglich zu mach, Es heißt in der Thronrede:
Andere politisch? Gesetzentwürfe iverdeir Ihnen nicht vorgel werben. Sie werden Ihre volle Arrsmerksamkeit den Fragen ich dm die der KriegSziiwaud imd die Hstirbereitung einer starken Entw .^^^des nach dem Frieden nötig macht. Wenn der t \Kimoiurn leidem chaftlül» ersehnte Friede auch tu diesem Ja uusblerbt, werden bet einer Fortdauer des Krieges mancherlei Or vom ntederlaudi'chnk Volk gefordert werden müssen. Einged deften, iv-as andere Völker in diesen Zeiteit zu ertragen hob vertrmre. ich darauf, daß diese Ocher bereitichlligst gebracht w c^n. Wenn auch die fmanzielle Lage dank der Erhebung nei -^teiwrit nicht beforgnisei:regend zu nennen Ist, so ist doch e bedeutende Ettvetterung der Geldmittel nicht zu vermeiden r mtc aufs lebhafteste dein .Heer imd der Flotte, die seit so faitl -^bereit flehen um Misere llilabhängigkeit zu verteidigen f Bande zivvoxen Ndutterlmrd imd Kolonien sind in dieser 8eit c.-eb lieben Die herzlichen Aeutzermigeii des Gefühls der Zufainm, g-ehörtgreit, die in der niederlättdischcgt Bevölkertmg lebendig si gebeit ims dre Garantie, daß unsere 'Anstrengungen, Land u Volk zur Wohlfalwl und zur Entwicklung zu brntgen, erfolge fein w erden. Der V e r t e t d i gun g de r K o lo n i e n wird me behändere ^orge gewidmet sein. Unsere Beziehungen zu atfeix Ai landsmÄchten lleoeu Mistig. Wenii^ auch vieles zur Dankbark anregt, so vergessen wir nicht, daß, solang dieser Krieg wr'üet, g
Aus dem Reiche.
Ein 15 Milliarden-Kredit.
Berlin, 29. Juni. (WTB.) In dem dem Reichstag Sugegaiigenen Entwttrf eines Nachtragsgesetzes zu oent bisherigen Reichshcrushaltsetat wird der Reichskanzler ermächtigt, zur Bestreitung von einmaligen außerordentlichen Attsgaben die Summe von 15 Milliarden Mark im Wege des Kredits flüssig zu machen. Die zur Ausgabe gelangenden Schuldverschreibungen, Schah an Weisungen und Reichswechsel, sowie die etwa, zugehörigeti Schatzscheine können sämtlich oder teilweise auf attslätrdische oder nach einem bestimmten Wertverhältnis gleichzeitig auf in- uird ausländische Währungen sowie im Auslande zahlbar gestellt werden.
Frühweitzkoht-Sauerkraut.
Berlin, 26. Juni. (WTB.) Die Kriegsgesellschaft f ü r S a u e r kr a u t hat mit Genehmigung des Bevollmächtigten des Reichskanzlers bestimmt, daß Frühweißkohl auch in diesem Jahre zu Sauerkraitt verarbeitet werden darf, da dieses Erzeugnis vielfach dem Frischgeinüse vorgezogen wird. Das Frühweißkohl-Sauerkraut kann bei seiner nur beschränkten Haltbarkeit nicht rationiert werden. Auch einen einheitlichen Höchstpreis dafür festzusetzen, ist nicht möglich, weil die Preise für den Frühweißkohl innerhalb des Deutschen Reiches sehr verschieden sind und mit dem Fortschreiten der Ernte ständig sinken. Nach einer int „Reichsanzeiger" veröffentlichten Bekanntmachung wird vielmehr der Preis, den die Hersteller beinr Absatz von Sauerkraut höchstens in Anrechnung bringen dürfen, von der Kriegsgesellschast für Sauerkraut stets für den Einzelfall unter Berücksichtignttg der Gestehungskosten nack> den von dem Bevollmächtigten des Reichskanzlers gegebenen grundsätzlichen Anweisungen endgültig bestimmt werden. Damit eine rvirksame Kontrolle stattfinden kann, dürfen die .Hersteller das Kraut nur gegen einen von der Kriegsgesellschaft für Sauerkraut ausgefertigten Bezugsschein liefern. Die Fabriken werden außerdem von einem bei der Reichsstelle für Gemüse und Obst eingerichteten, mit fachmännisch vorgebildeten Kräften besetzten Revisionsbuerau ständig überwacht werden. Bei dieser Bindung der Herstellerpeise werden die Groß- und Kleinhandetspreise sich im freien Verkehr in den angemessenen Grenzen halten. Denn es stehen gleichzeitig billige Frischgeinüse in großem Umfange zur Verfügung, und andererseits muß das Kraut innerhalb kurzer Zeit abgesetzt werden.
Diese Regelung gilt nur für das vor dent ^7. September 1917 eingeschnittene Kraut und nur bis zum 15. September 1917. Von diesem Tage ab wird das gesamte Sauev- kraut, wie im vergangenen Winter und Frühjahr, planmäßig an die Bundesftaatett verteilt werden, die ihrerseits die ihnen überwiesenen Mengen den Komntnnatverbänden zur Abgabe an die Verbraucher zuleiten lverden. Die Preise für das rationierte Sauerkraut nx'rden noch festgesetzt werden.
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Berlin, 28. Juni. (WTB.) In der hetttigen Sitzitng des Btl.ndeSrats gelangtert zur Annahme: der Enttours eiiter Beka.rtnttnachu.ng über die Geltetrdmack>ung von Ait- sprüchen von Personen, die im Atrsland ihren Wohnsitz haben: der Entwttrf einer Bekattnttnachmtg bett. Fristen des Wechsel- und Scl)>eckrecht:> für Elsaß Lothringen; der Enttvurf einer Bekanntmachung über den Handel mit Tabak- waren; der Entwurf einer Bekannttirachung über die Kar- toffelversorgnng im WirtsckMtsjahre 1917/18 imd der Citt- wtrrf einer Bekannttnachimg über die Herstellung von Zigaretten.
München, 28. Juni. (WTB.) Der Kaiser und die Kaiserin von Oesterreich norden am A) Iwri. mrch.
mittags 5.45 llhr in München eintveffen und am AbenÜ wieder abreisen. Der Besuch wird mit allen dem Kaiser und der Karserrn gebührenden Ehren, aber sonst auf besvnderear Wunsch des Acrisers in einfachster, der Kriegszeit entsprechender Weise verlaufen.
Auch der kleinste Goldgegenstand ist willkommen
Die Goldankaufstelle
in den Raumen der Bezirkssparkaste Eichen ist morgen von \0 bis \2'i Uhr geöffnet!
Ans Stadt nnd Lnnd.
Gießen, 29. Juni 1917.
** Amtliche Personalnachrichten. Ter Groß- Herzog hat am 27. Juni die von der Stadtverordnetenversammlung zu Osfenbach getroffene Wiederwahl des Ernst Weil zum besoldeten Beigeordneten der Stadt Ossenbach aus die Dauer von 12 Jahren bestätigt. — Erledigte Stelle: Die Stelle des Bezirks- kaffiers der Grotzh. Bezirkskasse Reinheim ist erledigt.
**,£rttennu n g. Der KveiS-Veterinär-Assistenzarzt Dr. Vionitard, der mit Ausbruch des Krieges als Ober veterinär ins. Feld rückte uud inzwischen das Eiserne Kreuz 2. Kl. und die Hessische TapferkeitSmedaille erhielt, ist jetzt zinn Stabsveterinär d. R. ernannt worden.
** Das Grotzh. Kriegsehrenzeichen wurde für treue PftichteMllung im Felde folgenden^ ALannschaftelt der EtLMPen-Hilfsbompagnie Nr. 10 aus dein Kreise (hießen verliehen^ Gefreiter Karl Erb, Reservist Karl Weller beide aus Wieseck, Gest. Ludwig H o f m a n n , Wehrmann Friedrich K r ö ck , beide aus Heitck^elheim, Gefreiter Julius Gimbel aus Klein-Linden. Gefreiter Karl Watz aus .Kirchgöns. Die Ausgezeichneten sind sämtlich Angestellte der Güterabserttgung 'Gietzrm und befinden sich seit 3. August 1914 ununterbrochen im Felde. .
** Zur Regelung der Kohlenab gäbe hat sich eine Volratsaumahmc als' notwendig erwiesen, die sich auf KvhlenbanL>« lungen und Kohlenbezugsvereine, Industrie- und Gewerbebetriebe, Handele unternehimmgen jeder Art, An stallen und Institute (mit Ausnahme der staatlichen Jnstitttte und Anstalten), itnd Privatpersonen erstreckt. AnMgeben ist der am I.Jüli 1917 vorhandene Bestand, soiveit er die Aöengen von zusannnen 5 ZeMnern übersteigt. Die Meldungett sind auf einew Vordruck, der bei der Ortskohlenstelle Gießen iGartenstratze 3) erhältlich und mit einem Antrag auf Bewilligung von Brerinstvften verbiutden ist, bis spätestens 3. Juli 1917 aberrds 6 Uhr an die Ortskohllenstelle cmzureichen. Nach Eingang der Meldungen findet eine Nachprüfung in den Aufbewahrurrgsräumeir statt. Näheres siehe Bekamttniachnng. Jnr Anschluß daran sei darauf aufmerksam gemacht, daß Haushaltungen, Gewerbebetriebe, Geschäfte usw„ die einen Antrag aus Berrilligung von Brenn- und Heizstofien noch nicht gestelll, aber Brennmaterialien nötig haben, einen Antrag bis zum 3. Juli 1917 an die Ortskohlenstelle einzuceichen haben.
** Höchstpreis für Buschbohnen. Die PreiSkommisimt für das Gros her zog tunt Hesserr hat in Abänderung ihrer Veröffent- lichautg vorn 18. Mai 1917 beschlossen, die Höchstpreise firr Busch- bohneit in der Zeit bis zum 3. Juli 1917 wie folgt festzusetzen! 7 Er zeug ec Höchstpreis 30 Pfg., Grvßhandelshöchstpreis 33 Pfcp, Klein- handelshöckfitpreis 40 Pfg. Vom 4. Juli ab gelten die Preise der Veröffentlichung vom 18. Mai 1917 von 20 Pfg. Erzeugerhlöchß^ preis, 23 Pfg. (VvoßhartdelShöchstpreis, 30 Pfg. Kleinverkaufspreis. Siche Bekanntmachung.
_ ** Fü h ka r 1 0 ffelern ten — wie und Wan n? Die ersten Kärwffeln stehen in Blüte, mtd rrur einige Wochen trennen uns von der diesmal so heitzersehnten Kartoffelernte. Etwa drei Wochen rechnet man von der Blüte der Kartoffel bis zur Reife, das ^heißt bis zur GenntzfälfigKeit derselben, (sin völliges Ans-' wachsen bis zur vollen Gewichtsmenge und dem Absterben der Pflanzen dauert sechs bis acht Wochen. Findet nun das Ausgraben der Knollen mit dem Beginn der Genußfähigkeit statt, so ist damit eine sehr bedentendc Benachteiligung verbunden, die zu vermeidett unter den jetzigen Ernährungsschwierigkeften sehr im allgemeinen Interesse liegt. Nun treiben die Kartoffelpflanzen ihre dlusläufer, an ivelchen die Knollen wachsen, zietnlich nahe an der Oberfläche, wo sich denn auch die .Knollen befinden. Mit einiger Vorsicht lassen sich in leichtem Boden oder auch nach Regent auf schiverem Acker die reifen Knollen vom Ausläufer loslöseu. ohne das Wachstum des Stockes und das Heranreisen des Knvllen- nachwuchses im geringsten zu schädigen. Bei .Kleingartenbetrieb verursacht die Arbeit mrr kleine Mühe und ist von jedermann auszuführen. Aber auch bei Großbetrieb lolint sich die Mühe reichlich durch hohen Ertrag. Man sollte unter den jetzigen Erna hrtmgs schwierigkeilen vor allem aus diese Weise die Frühkartoffeln ernten. Das Essen nvcki nicht -ganz auSgereifter Frühkartoffeln hat ebenfalls seine Gefahren. Wir erimtern uns vom vorigen Jahre her noch manäier Beobachtungen über Unwohlsein imd Beschwerden, die eine Folge vom Genuß unreifer Früh-, kartoffeln waren. Bei der Knappheit mc alten .Kartoffeln ist mancher versucht, in diesem Jahre derrfelbetl Fehler zu machen. Dian lasse daher atrch ans diese nt Grunde die Frühkartoffel möglichst gut im Boden auSreifen.
** Zur Berhütuwg von Waldbränden ist auf bvt Dauer von vier Wochen in Waldungen und auf Herden, sowiee irc der Nähe von Waldungen ttnd Heiden im Umkreis von 20 Metern ist aus die Dauer von vier Wochen daS Rauchen allgemein verboten, (sireuso ist auf die gleiche Zeitdauer jedes Fetteranzündeu autzerhalh vcnt Gebäuden i n Walde und Heide und im Umkreis von 20 Metern von Wäld und Heide untersagt. Siehe Bekairntmachcung.
** Einxn Ka n i n chentna r k t hält der Kaninchen- und Geflügelzuchtverein der Eisenbahn bedien steten fiir Gtetzen urrd Umgegend Sonntag, den I. Juli, in der Frankfirrter Straße ab. Siehe Anzeige.
** Die A u s z a hl ung der Fa milienunter stütznn- gen an die Angehörigen der zatm Heeresdienst Eircherufenen für 1.—15. Juli 1917 bezw. für Juni 1917 fütdet vom 30. Jmri bis 6. Jtili statt. Nälieres sieh eAnzeige. ,
Landkreis Gießen.
** Steinbach, 29. Juni. Für die Hindenburgq spende ivurden in hiesiger Genteinde gesammelt: 40 Pfund Bohnen, Erbsen imd getrocknetes Getnüfe, Dörrobst 50 Pfund, Tlnrerwnrst 2 Pfund, Käse 3 Pfimd, Butter 2 Pfund, Birnen» Und Zivetschetthonig 150 Pfimd, 4 Gläser Gelee, I Pfund Meer- rettrcl i, 5 Eier, 2 Pfund Zwiebeln, 20 Pfimd Gerste, 12 Pfund uppensactien, 2 Pfund Mehl, 140 Pfimd Sauerkraut. Ferner wurdeit noch in barem Gelbe gespendet 8 Mark. Die ganze 'Ämrm- lung wurde an die Zeuttnlgenvssem'chastder Hess, landw. .Konsum- Vereine in Darnistadt abqesültt:t. — Fiir die U-Bvotspende wurden gesammelt und an die Kveislasse abgeliesert 139.80 Mk '. Stein heim b. Hungen, 28. Juni. Mr^ketier Heinrich Töpfer in einem Jnfanterie-Regimeitt wird als vermißt gemeldet, Er steht feit zwei Jahren fin Felde, nahm an vielen schweren Kämpfen teil ititd imtrde mit dem Eisernen Kreuze ausgezeichnet. Außer ihm ,verden noch zwei Mamt rw-ir hier vermißt: der eme eit Juni 1915, der andere seit September 1916.
js Watzenborn-Steinberg, 29. Jtmi. Die Hanssamm^ lmtq fiir die U - Bov t - S Yen de ergab in unserer Gemeinde 325 Mk. An GeburtstagsspeTtdett ztnn Besten des Roten Kreuzes nmrden 73 Mark aufgebracht.
Kreis Lauterback.
ga. Lauter, 28. Jiuni. Die O bstdie b stähle nehnian immer mehr überhand^ namwtttich auf der Seile noch Grünberg zu. Bon SaulStag cnff Lonntag fiel ein durch das Getreide kämmender Dieb den Wächtern in die Härtd-e und von lAoutttag mtf Motttag faßten die Wächter vier Kirsck>endiebe ab: Anzeige wird erstattet.


