Ausgabe 
25.6.1917 Erstes Blatt
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iirrt> rir.e gunz-e Anzahl \üill die festgesetzte, vvrhältnis- v «'c'.cje ^atfle deswegen nicht abliefern, weü sie diese als fc > tlt nn de re Lebansmtttel zu ihrer Ernährung bedürfe. Da- di:rb» erl<r!:en diese ^ftügelhalt'er einen Vorzug l^genüber der übt i gen Wvölk-ermrg, der lediglich die gleicher Nährnuttel ohne Ert , l Ärrsügullg stehen. Die Hauptlrge-eit der Hülmer nähert sic.» beceiis t !>rem Ende. Die Landesetersbette ntuß daher darauf selben, das; die i>lbgvbepflicht in tveitestgehendem Matze erfüllt wir-?. Ge«?en säumige Geflügelhalter neust daher mit. aller Ent- säud. eit vorgegangen werden. Der ^ 10 der Bekanntmachung Über tue Regelung des Eierverkehrs gibt die Möglichkeit hierzu Dort ift vorgesehen, dast den säumigen Geflügelhaltern andere Bedarf, genstüude entzogen werden können, wenn sie sich der Maire /Hebt für Eier zu ent zöchen suchen. Dies ist insofern flcvi'd i e'.cigt, als sie ja, wie die meisten selbst zugeben, an den! Everi' n,'/ toeserttliche Zugabe zn ihrer Ernälwung besitzen. Soweit Geftügc!l>alter deKIzalb nickst ausdrücklich von ihrer Eierabgabe- psltckft durch Verfügung des Lebensmittelamtes befreit sind, haben sie diese Pflickst zu erfi'illen. Sotoeit sie diese Pflicht nicht erfütfen. Werden sie von der nächsten Ausgabe der Nährmittel ausgeschlossen werden. Ebenso ist von der Landescierstelle in Aussicht genommen, dag een säumigen Geflügelhaltern die Fleischkarten entzogen werden.

** ?l us d em Stadttheaterbureau. Vor der Auf­führung des Lothar SckMidt'sck-en LustspielesPerlen", das morgen als 15. Aenstag. ?lbcmuementsvvrs!elttm.g gegeben wird, ^eivrechamg des witzigen Werkes, die seinerzeit der 11." brachte, interessieren. Es 'beißt da: Es ist die dra- . ualtung einer in der B. Z. a. M." erschienenen .n's, die das gwt^e.Stück schm: in sich schloß. Lothar nichigkert ist ja, aus erneut kargen Stofs ein üppiges dnlde heraU^iulwlen: in dieser Fähigkeit ist es auch begründet. dast ein rechter Drantatiker just rinn .er den Stoff wählen wird, der bei aller schemlmven Dürftigkeit einen triebt rüstigen Kern hat. Immer wenn das Thema erschöpft zu sein scheint, legt eine geschickte Wendung des Ballspielers eine neue Seite frei, und gerade der dritte Urtb letzte Mt gibt die besten und lustigsten Variationen des abvollenden Motivs. Wenn der Dieb gefaßt würde, der der hübschen Frau BanDirektor ein Perlenhalsband im Werte van m-ebr als 60000 Vdark gestohlen hat, so würde eine Lebens­lüge ^ Jbsensch geredet zerstört werden. Denn die Perlen sind falsch Der Bautt'irektvr hat seine Frau mit Talmischmuck gezrert, sie aber !r '' in dem süßen Wjahn, echte Perlen ans dem weistge-, puderten. Dalse zu tragen. Sie waren der Dalismjann ihrer Frauen- tugend, i.n Dmnbvl der Liebe ihres Gatten, der den Schmuck mit schweren Op-ern erkauft hatte. Würde nun der Dieb gefaßt. c: g -: - nickst nur eüle gerrchtsnowrische Feststellung, daß die Frau des Ban Direktors Mit falschem Schmuck die Bewunderer geblltfft hat. ouck ein Ehefrieden wäre zerstört. Der Dieb wird nicht er­wisch' Die Frau erhält sogar ihre Perlen zurück, denn der arg enttäuschte Dieb fckstckte sie an den Bankdivektor als Muster ohne Wert luiirf, mit entern groben Brief, der sich cpegen die Schäbigkeit be* Äesinere richtet, bei dem einMbrechen sich nicht lohnt. Ein neuer D Zundel muß mm verhindern, daß die Frau den wahren Da uhalt erfahrt, sie ist überglücklich, den Schmuck wieder zu laben und wird ihn mit Stolz und Seligkeit tragen. Was i bi m überhaupt der wirtliche Wert der Dinge? Illusion ist aller, .> bunte Seifenblase der Einbildung machte das Glück de-:- Augenblicks. Diese Schlußkvenbung gibt dem lustigen Ober- fläche-uichch y.c:h einen tieferen Sinn !und spiegelt Eitelkeiten int Licht eine- schlagkräftigen Siüuammswitzes, der am wirksamsten einen u.nrudigen Krinmtatbeamten bestrahlt.

** Neiormationsfeier. Trotz der schweren Kriegszeit rüstet man sich allerorts zu einer würdigen Feier des 31. Oktober. Auch d. r I ieiige Eo. Kirchengesangveretn beabsichtigt durch Re- sormattlieber und durch Darbietungen einer größeren Bach­scher: Dan'ate das Jubiläum der Resorination ausznzeichnerr. Um diese schöne 'Absicht zu verwirklichen, bedarf er eine erhebliche Ver­stärkung des Chores. Ein Aufruf in unserem heutigen Blatte oendct sie. da!-er an stimmbegabte, junges freudige Frauen und Männer der diesigen evangelischen Gemeinde mit der Bitte, den Kirchen ge-au g verein zu unterstützen, damit die Reformationsfeier auch durch hl :so rmationsgesäuge verschönt werden kann. Siehe Anzeigenteil.

Barfüßige Akademiker. Aus Würzburg wird rms geschrieen: Die S t u di e r en die n der hiesigen Universität Haber: beschlossen, der Bevölkerung mit gutem Beispiel voranzu­gehen und vom 28. ds Mts. ab rrur noch barfuß oder in Holz- sandaiei'. in die Vorlesungen und auf die Straße zu gehen. Die Bevölkerung soll dadurch angehalten werderr, sich Über das Vorurteil gegen it:; althergebrachte Sitte hmwegzusetzen und ihr Schuhwerk für den Winter auszusparen Die Leiter der Mittelschulen, einiger höheren ist« o b che ns chulerp und anderer Unterrichtsanstalten haben den Schülern und Schülernnren der oberen Klassen diesen Beschluß de- lenntgegeben, um sie zu veranlassen, dem Votbilde der Akademiker zu folgen. Das Verspiel Wtürzbürgs verdient entschieden Nach­ahmung.

** Im Schwär z - Weiß-Theater, Seltersweg 81, spnckt ab Dienstag, 26., bis einschl. Freitag, 29. Juni Maria Orska in ilirem vieraktigen Gesellschastsdrama ,,Das tanzeitde Herz!", von Hans Brennert. Regie Max Mack. Ms Zweites Stück ist das Lustspiel in zwei MenDie Liebe durch den Kamin" vorgesehen. Mit der NaturaufnahmeWinterpracht auf Schwarzwaldshöhen" schließt das gute Programm. Ab Samstag, 30. Juni, gastiert Asta Nielsen in dein mimischen GeseUschaftsdramaDora Brandes" in vier Mten.

** Stab-, Form - umd Moniereisen. Am 7. Juni 1917 ist im Deutschen Reichsanzeiger eine Bekanntmachung des Kriegsministeriums erschienen, durch die sämUiche vorhandenen und neuerzeugtetk Mengen an Stckb-, Form- und Moniereisen beschlag­nahmt we. den. Jedoch ist trotz der Beschlagnahme allgemein die Bierwcnl'ung und Verfügung gestattet, sofern es sich nicht um Neu-. Erweiternngs- und Umbauten handelt. Verwettdung für letztere 'Zwecke ist nur bei Borliegen eines Drirrglichkeitsscheines mit dem Stempel der Bauten-Prüfstelle des Kriegsamtcs zulässig: jedoch fällt auch diese Beschränkung fort bei Verwendung für Brückett unter Eisenbahn gi ei,Du und für laufende Unterhaltungsarbeiten in Berg- werksbetricben. Ferner ist für Eisenkonstruktionsfirnten, Eisen­beton- und B. ton-Bcvufirinen enre Meldepflicht bestimmt, nach der sie ihre 9; ? ;c am 1. jedes Monats bis zum 10. des Monats deni K riegso.in -, v Ueu -Prüfstel le, Berlin W. 9 . Leipziger Platz 13, zu

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. ationsverlosusU.

meldetl habem^ Ausgenommen sind Bestünde derjenigen Sorten glci- Truhen Querschotts, die am Stichtage iricht mehr ÄA.Z00 Kilogramm bettagen. Meldebogen sind bei der Bauten- bruUttlle anzuwrdern. Außerdem ordnet die Bekanntmachung eine Dagerduchsnhrung an. Wettere Entzelhetten, auch über An frag etc und Anträge, srnd aus den Amlsdtmtecu ztt ersehen. Die Bestun- mungen der Bekanntmachung treten mit Beginn des 18. Juni 1917 in 5tr{i|t,

<v 1 ^ tlk-- (Gu m mi-->) Bi l 1 a r db a N de. Am 25.

Aunt 1917 tst erne BekantttmackMng veröffentlicht worden, durch tvelche alle gebrauchte und ungebrcurckste Kantschuk-lGummi-)BiIlard- oande rn vulkarrisiiertem und unvnlkanisiettem Zustande beschlag- nahmt nnrd, und mm otm Rücksicht darauf, ob sie sich in Billarden oder Teilen von Billarden befindet oder nicht. Trotz der Beschlag­nahme tst Die Benutzung der Billardbande in Billarden zum Zwecke des Sptelens erlaubt. Efenso ist die Veräußerung utld Lieferung von Bttlardbande gestattet geblteben, sotertt sie als Bestandteil dnes Billards oder zur Ausbesserung ci i. Billards veräußert oder geliefert wird. Dagegert ist das Herauonebmen der Billard- bande ans Billarden oder Teilen von Billarden sowie die Veräutze- rtmg oder Lieferttng der herausgenotmtrettcu Billardbande oder von Billardbanden in Teilen von Billarden nur ttach attsdrticklickier Eiuivilligttng der Kriegs-Rohstofs-Abteilum, des Königlich Preußi­schen Kriegsministeriums zulässig. Mle Einzelheiten ergebet! sich aus detn Wortlaut der BeVanntmackmng, deren Veröfsentlichung in der üblichen Weise durch Anschlag und Abdruck in den amtlichen Tageszeitungen erfolgt.

Landkreis Gießen.

e. B el l e r S h eim , 25. Juni. In unserer Gemeinde mit ihren rund 600 Einwohnern sind 4 5 Kinder aus der westfälischen In­dustriestadt Bochum ausgenommen worden. An ehrendes Zeugnis für den Wohltätigkeitsirnu unserer hiesigen Bevölkerung. Wenn alle Lanbgemeindett der Mt der Zeit soviel Verständnis und Opser- ivilligleit entgegenbrächten, könnte noch manch unterernährtes Stadtkind wenigstens für die Zeit der Ferien ein Unterkommen finden.

Kreis Schotten.

L. La'ubach, 24. Juni. In der Nacht vom 21. auf den 22. Jüni geschah dahier ein frecher, raffinierter und schwerer Ein­bruch s d i e b st a h l, wobei etwa 5 0 0 M k. für b i e U-Boot- spende oder fürs Rote Kreuz entwendet lvurden. Der Dieb m!ust sehr ortskundig gewesen sein und sicher gewußt haben, wo das Geld aüfbe wahrt wurde. Durch au feinander gestellte Sägeböcke ge­langte er zu den ohnehin niedrigen Fenstern des hiesigen Grotzh. Bürgermeistevet--Bnreaus und drückte eine Fensterscheibe ein, schob die Fensterriegel iveg Haifr- gelangte in das Gebäude. Hier erbrach er den Schreibpult, öffnete gewaltsam die Sammelbüchse und nahm das Geld an sich. UM! den Schein abzulenken, legte der 'Dieb zwei dicke Steine aus den Fußboden des Bureaus, damit inan glauben sollte, die Fensterscheiben seien eingeworsen worden. Dieses ist aber ganz ausgeschlossen, denn die nieder fallenden Steine und das Klirren der Fensterscheibenschcrben hätten solches Poltern ver­ursacht, daß man es int Hause gehört hüben müßte, zumal das Haus bewohnt wird. Bon dem Diebe hatte man anfangs keine Spur. Es ist jedoch, wie mau hört, ein Polizeihund hier gewesen und hat die Spur Diebes ausgenommen und bis mr dessen Wohnung verfolgt. Der Hausinfasse sei aber aölvesend gewesen. Hoffentlich wird es gebhtgat, den Dieb zu entdecken, damit der Geldbetrag, tvieder herbetkommt und er der gerechten Strafe nicht entgeht.

Slarkenburg und Nheinhesfen.

ch. Bingen, 23. Juni. Gestern nachmittag richtete ein mit furchtbarer Wucht und ganz plötzlich .auftretender heftiger Sturm großen Schaden an, Bänme knickten um, Aeste wurden ab- gerissen, Fensterscheiben zertrümmert usto.

X. Birstein, 22. Juni. Dem als Chef der deutschen Zioil- verwaltung für Russisch-Po len tätigen Fürsten Franz Joseph zu Isenburg und Bitdingen-Brrstein ist in AuerkenTMng seiner Ver­dienste um die Förderung der deutschen Kultur in dem ' t ihm verwalteten russischen iGebiete von der Universität Freist!> i. Br. die Würde einesT o c to r ho n v r i s causa" verliehe»« .vorden.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 25. Juni. Auch vott den ehrwürdigen Glocken der Kreisstadt Wetzlar sollte url'prünglch eine ganze Anzahl die Stätten verlassen, von dar sie in ernsten und frohen Stunden zu unserer Bürgerschaft gesprochen haben. Erfreulick-ettveise ist es dem Eingreifen des Provinzialkonservators gelungen, die meisten von ihnen vor dem Schicksal des Einschntelzens zu bewahren, ytttr drei von ihnen, allerdings auch die größte, die alsDamnterich" überall bekannte und am weitesten gehörte, dazu zwei Glocken der neuen Kirche zu Medergirtnes werden eingeschmolzen.

ra. Ans dem Kreise Wetzlar, 25. Juni. In den Land­orten des Kreises finden gegenwärtig unvermutete Nachprüfun­gen der Buttererzeugnng statt. Gendannen erschieueir morgens und abends nach 'dein Melken in den Häusern und maßen die soeben gewonnene Milch nach. Nach Abrechnung der Selbst­versorgung muß auf je 14 Liter Milch ein Pfund Butter abge- brefcrl werden.

Hessen-Nassau.

mr. Frankfurt a. M., 24. Juni. Samstag vormittag trat im Sitzungssaale der Stadtverordneten der Nassauische Städtetag zur Beratung zuscmtmen, wobei der Frankfurter Oberbürgermeister Dr. Voigt den Vorsitz führte.^ Der Regierungs­präsident von Wiesbaden, Tr. von Meister, nahm als Gast an den Verhandlungen teil. An der Kapeitführung hatte die Versammlung nichts zu erinnern, es wurde Entlastung erteilt. In den Vorstand wurden die Herren Oberbiirgmncifrer Vogt-Biebrich, Stadtv. Bor-, sbeher Dr. Beil-Höchst a. M., Bürgermeister CKerlich-Tillenburg, Stadtverordneten Vorsteher Dr. Rüd iger-Bad Homburg v. d. H. Ivie- dergawählt,-rend Stadtrat Schulte-Wiesbaden anstelle des Beigeordneten Körner in den Vorstand einttitt. Auf der Tages­ordnung standen Beratungen über die innere Reform in Preußen und die Stellung der Städte dazu. Da die Regierung mit irgend- welchpu Plänien noch nicht an die Oeffentlichkeit getreten ist, konnte ein Beschluß nicht gefaßt >verden. Bürgermeister Herhaus'- Haiger protestierte gegen den Plan, die Städte unter 3000 Ein­wohner künftig dem Landrat zu unterstellen» was sie zu Land­gemeinden degradieren würde. Nach einem Bericht des Stadttates Dr. Hiller-Fvankfurt a. M. über die Kohlenversorgung, faßte der tädtetag den einstimmigen Beschluß, gegen die ungenügeude Be­

lieferung des Nassauer Bezirkes zu protestier«!. Bürgermeister Scheuern-Diez berichtete über die Obst- und Ciantüwoerwrgung und gab Ratschläge, wie sie zu verbesserit sei. Am ^xbiavc oa über viersttindigen Verhandlungen wurden noch dringende Jragai der Lebensmittelversorgung erörtert, sowie ein Antrag des Bür­ger maist-ers Rode-Nisderlahnsvem, die Teuerungszulagen der Kom- munalbeamteu betreffend.

Müllersche Badeanstalt. Wasserwäcme der Lahn am 25. Juni: 17° Neanmur.

§pielp!an des Grohh. Uurtheaterr vad-Nauheim.

Montag. 25. Juni: NeulteitPerlen" Dienstag, 2ist Juni: Neuheit.Perlen". Mittwoch, 27. Juni:W'eselchen". Freitag, 29. Jüni : Unter Mitwirkung der Kurkapelle.Unter der blühenden Linde". Sonntag, i. Juli:Der Rand der Sabinerinnen". Mon- tang, 2. Juli:Die selige Exzellenz".

Uönigl. tturtheater vad-Lmr.

Dienstag, 26. Juni: Gastspiel des Neuen Operetten-Theaters Boitnn a. Rh. Neuheit.Die Csardasfürsttn". Samstag. 30. Juni: Perlen".

Ve^lmr-ehte».

Berlin. 25. Juni. Die Berliner Ge>verkschastskommissivN kam in ihrer letzten Sitzung dahin überein, in einer Eingabe an den Oberkommandierenden in den Acarken darzulegen, daß iveite Kreise der werktätigen Bevölkerung Großberlins unter der Mrete- steigernng von 10 Präsent lmd mcl-r gerade jetzt sehr leiden würden. Der Bundesrat soll um Uutersttitzung dieser Bestrebungen durch die GewerkschastökomMission gebeten worden. Es soll daraus hin­gewiesen nwrden, daß die Hausbesitzer bezüglich der Hypotheken: gesetzlich geschützt seien und die Gemeinden den dem Hausbesitzer entstehen den Mietansfall znm größten Teil decken.

* Berlin, 23. Juni. (Priv.-Tel.) DasBerliner Tag­blatt" meldet aus Dresden: In Eutschütz ivurde einent Privattele­gramm zufolge die ackstjährige Landwirtstochter Elly L o h r - mann ermordet. Es liegt Lustmvrd vor. Der Täter ist bisher noch nicht ernrittelt worden.

Witlerungsbericht.

(O e f f e n t l t ch e r W e t t e r d i e n st.)

Keine wesentliche Aenderung der bestehenden Witterung.

Zur Rückzahlung aus den 1. Oktober lfd. Js. wurden ausgelost: Lit. A: Nr. 1 mit 1000 Mk. Sit. C: Nr. 19, 26. 35 und 53 mit je 200 Mk.

Die Inhaber dieser Obligationen können die Betrage hierfür bei der Gemeindekasse oder dem Bankhausc (Zrünewald in Gießen bis zu dieser Zeit in Empfang nehmen, und hört an diesen! Tage die Berzinsuug auf.

Nock:nborg, den 22. Juni 1917. 4878

Großh Bürgermeisterei Rockenberg.

W e t t n e r.

Zw -r n gsver fk igerung.

Der aus 15. Juni lfd. Js. anberaumle Termin zur Versteigerung des dem Johann Heinrich Langs­dorf unb dessen Ehefrau Elisabethe geb. Heithecker zu je zl, geschriebenen Grundstücks Fl. 23,

Nr. 215 Wohnhaus mit Hosraum zwischen dem Gleiberger und Leusertsröder Weg. Gemarkung Gießen, wird vertagt auf: Freitag, den 6. Juli 1917, vorrrüttags i0'/ 2 Nhr, Geschäftsziutmer 14 unterzeichn'.': > Gerichts

Gießen, bcu 20. Juni 1917. 48748

Gw ßherzogücheS Amtsgericht. -.

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Eetztc 2?c,^rechten.

Die englischen Verluste.

Berlin, 25 . Juni. Der vor einigen Tagen in Pe­tersburg angekommene Krapotkin hat u. a. mitgeteilt, daß während einer einzigen seiner Abreise vorcmgegangenen Woche die Engländer nicht weniger als rund 32 000 Sol­daten und 420 Offiziere an Toten verloren haben neben einer riesigen Anzahl Benvnndeter und Gefangener.

Der Beschützer der Neutralen.

Berlin, 25. Juni. In Wjashington finden gegenwärttg Ver- handlwtgen zwisck^cn den techinschen Mitgliedern der Enttmte- wissionen mrd der ameriknnisckien Regierung statt, um die neutralen Regie rangen zn zwingen, daf^ sie ihren Schiffsraum den Entente­mächten zur Verfügung stellen. Dabei spielt die Drohung mit der Sperre der amerikauischen Zufuhr eine besondere Rolle.

Radoslawow.

Wien, 24.Juni. Der bulgarische Mitristerpräsident Rados- lawoiv gab in einer Unterredung mit einem Mitarbeiter derNeuen Ftmen Presse" seiner Befriedigung Ansdruck darüber, daß sich die Monarchie und Bulgarien endlich über das Mvrawatal die Hände als Nachbarn reichen können. Diese Nachbarschaft, sagte Radosla­wow, war^ für uns eine unbedingte Notwendigkeit. Drese Freiheit nmrde erzielt ohne jede Verletzung des Nationalitätenprinzips, das die Etttente unaufhörlich im Munde führt; denn die von Bulgarien und den tteucn Bundesgetrossen erobetten Lärü>er sind bulgarisch. Radoslawow etcklärte, die Lage sei aus allen Frortten ausgezeichnet. Bezüglich der Vcrgewalttgung Griechenlarrds durch die Entente sei er fest überzeugt, daß die ntilitärische Kraft unserer Feinde hierdnrck nichr größer werde, da wir entsprechend vorbereitet seien.

König Konstantin.

Thu sis (Gvrubünden), 24. Juni. (Schwz. Dep.-Agt.) König Konstantin hat heute Thusis verlassen, um in Bergenen eine weitere Nebergangsstation ausznsnchen und dann ttach St. Moritz im Engadm überzusiedeln. Samstag abend und heute trafen 36 Griechen aus verschiedenen Schweizer Orten ein, um dem Könie zu ^huldigen, der sie heute vormittag entpfing.

Die russifthcn Wahlen.

P etersbu r g, 24. Juni. (PTA.) Der Sonderausschuß, der das Gesetz fttt die Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung ausarbeitet, hat die Zahl der Abgeordneten der Versammlung cun 800 festgesetzt, so daß auf '200 000 Einwohner ein Abgeordneten kommt. Jede Provinz wird einen Wahlbezirk mit nrirchestens fünf Mgeordnele bilden. Petersburg und Mosllcm werden beson­dere Bezttke darstetten.

Nnßland rmttr der Kontrollr seiner Alliierten.

Berlin , 25. Juni. Unter dieser Ueberschrift schreibt die Nordd. Allg. Ztg.": Ein Beweis dafür, in tvelä-cm Maße die Alliertqn bvmülü sind, einen Einfluß auf das freie Rrrßland auszuüben, ist die Meldung des Ruskoje Slvivv, daß die russische pvovisorisckie Regierung die Notwendigkeit in Erwägung gezogen hat, die Botschafter der Alliierten von den in den hölieren Kom­mando stellen oer russischen Armee eintreteil den Veränderungen in Kenntnis zu setzen. Am Tage der Entlassung der Generale Mer'ejeiv und Gurko begab sich der Minister des Aeußern Tsckierscht schenk" im Aufttage der provisorisck>en Regierimg zur englischett und ftanzöstscktett Botschaft, um dort die Beweggründe der Entlassung darzulegen. Daraus gcht hervor, daß die provisorische Regierung gleichsam das Bedürfnis ft'lhlt, sich vor den 'Alliierten zu rechltserti- «Teu unb chre Handlungen der englisck-en und französischen Kon- trolle z u unterwerfen. /

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