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Der »retz«»er erscheint tLgüch. m Sonnt«gH. - Beilagen: Eichener $«miiUnlIfitttT; KidtUatf
fflr den Krtls Gieße«.
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Erstes vlatt tbr. Jahrgang Mittwoch.
Gietzener Anzeiger
Mittwoch. 2 ). Zu»! 1911
A/.I.QlUiU DO'.I *. die Taqesnummer dis .^imOlachmiuaq vorher ^eilrnvrrir, i. Llnzeigen: örtlich 20 Bi.. Vermietungen u. Stctlenge- sllchelbPf., auswart«- 25 Pf., b. Plntzvorlchrift 30 Pi., Reklamen 75 Pi., bei Platzoorschrist 00 Pft Hauptschristleiter: Aug.. Goetz. Bcrannvortlich für Politik ».Feuilleton: Santoertehr: Goetz. Stadt m d
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pofllcheiNoitt«:
Krantturt a.M. U686
General-Anzeiger für Oberhesten
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869 006 Tonnen im Mai versenii.
Ein schweizerischer Zehlschritt zur Anbahnung des Friedens in Rußland.
(WTB.) Großes Hauptquartier, 19. Juni.
(Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
An der Flandern - und Ar ras-Front ist die Lage unverändert. In wechselnder Stärke dauert der Ar- tillerickampf an. Gestern war er besonders zwischen /Boesingfte und Frelinghien lebhaft.
Oestlich von Monchy warfen unsere Sturmtrupps die Engländer aus einigen Gräben, die bei den Kämpfen am 11. Juni noch in Feindeshand geblieben waren.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
9hm neuem versuchten die Franzosep bei Einbruch der Dunkelheit die ihnen kürzlich entrissenen Gräben nordwest- ttd* des Gehöftes Hurtebise zurückzugewiimen. Ihr zweimaliger Anlauf wurde zurüttgeschlagen.
In der C Hain p a g n e drang der Feind gestern morgen nach starkem Feuer in einen vorspringenden Teil unserer Stellung südwestlich des Hochberges. Ein abends unternommener Vorstoß zur Erweiterung seines Besitzes schlug verlustreich fehl.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Nichts Neues.
Bon dem
Deutlichen Kriegsschauplätze und von der
Mazedonischen Front sind größere Kampfhandlungen nicht gemeldet.
Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff.
Der
Abendbcricht.
Ber lin, 19. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) Mehrfach auflebenv? Gefochtstätigkeit in Glandern und in der WestÄarnpaffne.
Sonst nichts Neues.
herige Neutralitätspolitik als richtig und erfolgreich anerkannte. Wir haben nicht zu besorgen, daß die Haltung der Schweiz sich ändern wird. Wer ist bloß ge stellt? Einzig und allein die Entente, deren Aussichten von neutraler Stelle ein schlech tes Zeugnis ans g estellt wurd e. 5o offmann war danrm persönlich in London tmö Paris natürlich ein wenig mißliebig geworden, wenn er auch nichts getan hat, was der Neutralität zuwiderlief. Denn er uuterstützte die Politik der Petersburger Kreise, die auf einen baldigen Frieden hinauslänft. Das ist Hvsfmanns gutes Recht gewesen, detrn die Schweiz hat an einem baldigen Frieden das größte Interesse. Er war takt- nkw einsichtsvolt genug, von seinein Posten zurückzutreten, da er gewärtige:: mußte, in den Führerkreisen der Entente künftig mit Voreingenommenheit behairdelt zu werden.
Die Wirkung auf die Petersburger Politik? Sie wird kaum schädlich sein. Es ist nichts enthüllt worden, was wie ein falsches Matwver anssähe oder unlautere Beweggründe hinter sich hätte. Die provisorische Regierung hat' in ein redliches Buch der Wahrheit hineingeschaut. Wenn sie Herrn Grimm gebeten hat, Rußland zu verlassen, so geschah es, um die Empfindlichkeit der Bundesgenossen zu schonen. Darüber hinaus w:rd der „Fall Grimm" ihr nur ein Ansporn sein können, die Bahnen der Klämrng trotz des englischen und amerikanischen Einspruches weiter zu verfolgen. Im deutschen Interesse bleibt noch zu betonen, daß Natio- ualrat Hofsmann.nichts angeraten oder ängedentet hat, was einem Scheidemann-Frieden g l e i ch k ä m e.
Me intereffanten Meldungen, die im vorliegenden Blatte unter der Neberschrisi „Der Fall Grimm" zusammen- < estellt sind, haben ans den ersten Blick etwas B>eklemmepdes. iveil man rricht gleich entscl-eiden kann, ob durch das Bor- tonrnrrris der Sache des Friedens genützt oder geschadet morden ist. Zunächst eine kurze Zusammenfassung des Tat- besdaitdes. Der schweizerische Nationalrat Grimin, der der dekarmten soziäldenrotratischen Berner^ „Tagwachp' nahesteht. die bisher alles andere al^ deutsche Interessen ver- tretcm hat, hielt sich vor einiget: Wochen in Petersburg ans. Er ist ein eifriger Pazifist und agitiert in seiner Weise für den Frieden; so stand er auch im Aceinungsaustach'ch mit dem Bundesrat Hofsmann, der die Auslanos- politik der Schweiz leitete. Hofsmann wollte die Einflüsse dieses Mannes in Petersburg benützen, um den Frieden zu fördern. So gab er ihm die in dein heute rnitgeteilvein chWäertcm Telegramm enthaltenen Winke über die deutschen Friedensziele. Sie bewegen sich ungefähr in der Richtung, wie sie der Reichskanzler vor dem deutschen Volke öffentlich ängedentet hat, bezogen sich aber auch auf „Besprechungen mit prominenten Persönlichleiten". Um die Wendungen dieses Telegramms besser zu verstehen, muß man berücksichtigen, daß Grimm vorher, Ende Mai, die schweizerische Diplomatie hatte wissen lassen, „die einzig mögliche und gefährlickifte Störung aller Verhandlungen könnte nur durch eine deutsche Offensive im Osten erfolk- gen". Grimm wünschte über diesen Punkt unterrichtet zu werden. Hoffmann antwortete, es werde von Deutschland keine Offensive unternommen werden, solange mit Rußland eine gütliche Einigung möglick> scheine. Woher hatte der angesehene Bundesrat diese Weisheit? Wie er selbst sagt, aus Besprechungen mit prominenten Persönlichkeiten. Dazu bat er wohl auch fleißig die deutschen Zeitungen gelesen, in denen es ja wiederholt gestanden hat, daß der Reichs kanzler und seine Negierungsorgane Wert auf die Feststellung legten, es sei zunächst keine Offensive im Osten zu er-
nwmen.^ Sachverhalt wird es Aar, daß das amtliche
Deutschland diese Friedensbemühung nicht angerührt hat. E^ tont ja mögttch sein, daß der deutsche Gesandte in Bern dem Bundesrat Hoffmänn Mitteilungen solcher Art gemacht hat, die kein besonderes Geheimnis waren. Was uns Deutschen bei dem Vorkommnis einige Genugtuung, den Feinden dagegen Aerger bereiten muß, ist höchstens die Tatsache, daß die neutrale Schweiz keine Wendung tu der Kriegslage mehr erwartet. Sie erstrebt, :n chrem eigenen Lmrdesinteresse, eineu baldigen Frieden auf Grund der Entscheidungen in der abgelausenen Kriegszeit. Deutschland darf sich als Sieger bezeichnen. Es fällt ins Gewicht, daß neben der Aeußerung Hoffmanns, die gegen seinen Willen veröffentlicht worden ist, eine ähnliche Tendenz der deutschen Regierutlg steht, auf der ändert! Seite aber auch die widerstrebe täte Politik der Entente, die das Kriegsglück noch auf ihre Seite zu wenden hofft. 0 *
Welches ist die Wartung der Jndrskretton > ramm wurde, trch'deni er erklärte, daß er „imperialisttsche Ver- nrittln:tgspo!iük" keineswegs ntrterstütze, ans Petersburg auSgewiesen. Das ist kein Schade, denn Grimm war lein deutscher Agent nvd kM iu mrsevem Interesse auch nichts geleistet. Hoffmann ist als schweizerischet Bundesrat zurück- getreten. Dcis bedauern wir mit der ganzen Schweiz, die ihn als ihren hervorragenoslM Politiker ansah und seine bis--
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 19. Jmn. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart;
O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Im V a l c p u t n a - A b s ch n i t t wiesen wir einen russischen Vorstoß ab. Sonst nichts von Belang.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Auf der Hvchflück^ der S i c b c n - G e m e i n d e n und im Sugana-Tal zwischen Asiago und der Brenta ist seit gestern sinh dttc neue heftige Artillerie- schlacht im Gange. Vom Jsonzo nichts Besonderes gemeldet.
S ü d ö st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Unveräiwert.
Der Chef des Generalstabs.
Der bulgarische Bericht.
Sofia, 19.Funi. (WTB.^ Generalstcrbsbericht vom 18. Juni.
Mazedonische Front: Znnschnr Werdar und Doircm- Sre versuchter englische Erkundnngsabteilung cn nachts gegen unsere vorge'ckrobenetr > Posten b?i d7r Ortschaft Ko- rechteli vorzustoßcn; sie tvnrd?n durch unser Ferrer zurückgeschlagen. Am Fuße der BAasiha zogeir sich die vordersten Ab- teilinrgen der Etrgländer, die sich in einer Stellung längs des BtctkoIvo-Flusses befanden, südlich von dem Käknme des K r a e ch a- Berges zurück. Art der unteren Strirma besetzten wir in der Ebene zwischen Butkowo mtb Tachinos-See die Orckschasten Tschandar mahle, Nevölen, Penikoej rrnd Dcni mähte. Die Eng- länder haltetr nur noch mit einigen Kompagnien die Brückenköpfe an der Struma. An der übrigen Front schwaches Artilleriefeuer. Durch dlrlilleriefeuer brachten wir' ein feindliches Flugzeug zum Absturz, das in der Strunia-Moderung nördlich der Belasttza niederftel.
Runtänischc Front: Geivehrseuer bei Mahmiudia und Jsaccea; bei Tulcea schwaches Artilleriefeuer.
Angebliche Mißhandlungen russischer Kriegsgefangener.
Berlin, 19.J!uni. (WTBst Die „dchrdd. Ajllg. Ztg." ivendet sich scharf gegen die Anschtllidigu.ngen der zuletzt hierher gelangten rnfsischen Presse über angebliche Mißhandlungen russischer Kriegs g e sau geuer in Deutschlaud, angeblich utlgerechtfertigtes Herauzi-ehetr zur Pftichtarbeit und übermäßig anstrengende Beschästigung, angeblich schleckte Ernährung bis zur Alushungerung unter dent Zivange, sich aus der Müllgrube zu verköstigen, angeblich iunuteusästiche Behaudluirgen, systematische Grausamkeiten, Körperstrafen, Ruten, Handschellen, angebliches Hetzen mit Hwrdeu, Aushängen, Kreitzigen, Untertaucheu in kaltes Wasser Uitd die systematische Ausrottung der russischen Kriegs- gcgaugenen, von denen bereits etwa 500 000 voms Lebieit tzum Tode befördert worden seieit. Dies bertthe hruptsächlich auf ?tn> gaben von eben erst aus der Gefangettschrft bei uns nach Rußland zurückgekehrten russischeit Merzten.
Die „Nordd. Mg. Ztg." beurerkt hierzu: „Tie geordnet«: Zustände in unserem ^GesaUgenenlagerir und Lazaretten sind weit- bekatmt und durch eingehende llntersujckmttgen nentraler Koni- Urissionen eintvandfrei vor aller Welt dargetan und bekräftigt. J>eden falls kann es bis #um Eintreffen der Berichte aus >xm> Gesangeuenlagern genügen, festztrstellen, daß die englische Lügenpropaganda dm Bogen diesntal doch gar Ku sehr überspmmt hat." Derartig grobe und plumpe Berleumdungeir, tote sie die „Nordd. Allg. Ztg." teilweise m.ft Eittzelheitet: wieder«ftbt, tverdeu selbst unter den Lügen der Entente verhÄtnismäßig feiten zu finden sein.
Englische Rachsucht.
Berlin, 19.Fmri. (WTB. Mchtamtlich.) Die „Norddeutsche Allge-meine Zeitimg" schreibt mtter dem Titel,, Ettglisckut Rachsucht": Ein ungarischer Korporal, der im vorigen Jahre in Süd Persien in englische Gefaugeirschaft geriet utrd sich jetzt nach der Türkei retten konnte, erstattet« über seine Erlebnisse einen Bericht, der ein empörendes Bild gibt von der utrmenschilichett Behandlung, die er und eilte Anzahl seiner Leidet:sgenossm zu erdulden hatten^ Als die Engländer, durch die freiheitliche uatiouale Bewügwtg Wt Persim beunrujl-igt, in: Frühjahr 1916 de,: General
Sir Perch Sykes Mit einer verhältnismäßig starken Truppew- macht nach Bmder-Abbas in Südpersien errtsandten, tun den dant>als stark geschwundenen englischen Einfluß ivieder Au befestigen,* wurdest die in Süd- und Ostpecsien verbliebenen >An- gehörigm der ^Mittelmächte in Schiras interttiert. Nach einer mehrmonatigei: harten Gefangenschaft in der dortigen Zitadelle wurden sie irach Norden ab transportiert und trafen kürzlich in Baft: ein. Während des Aufenthaltes in der Zitadelle von Schirae tvurden die Gefcntgenen auf ?luordnmrg des Generals Sykes nachts in Ketten gelegt. Der Transport vollzog sich um von den ungeheuerlichen Einzielheiten mrr die eine hervor^ zuheben, in einer Weise, daß je zwei Mann wit ans dem Rücken gebundenen Häitden zusammen auf ein Maultier gesetzt wurden. In dieser gualvollen Art mußtet: sie die tage Rpise über die steinigen und unweg sametr Gv birgspässe Jnnerpersiens zttrücklegen. Der langen Kette kultur- widriger Missetaten fügten die Engländer mit diesem netten, ttoch dazu aus neutralem Bodei: vollbrachten Akt niedriger und boshafter Rachsucht gegenüber wehrlosen Gefangenen eilt tveiteres schmachvolbes Glied an. Zwei Tagereisen voir Jspahan übergaben die Engländer den Transport den! Russe::, in deren Hand die Lage der Gesangenen besser wurde. Die Kaiserliche Regierung legte durch Vermittlung der 'chweizerisckt-en Regierung in London einen nachdrücklichen^ Protest ein. Außerdem beantragte sie in Petersburg die Freilassung der Internierten.
Die Haltung Amerikas.
Haag, 20. Juni. (LOA) Wie ausZWashington getneldot wird habe die amerikanisck-e Regierung in einer ?cote an Rußland erklärt, daß die Absendung amtlicher Vertreter nach Rußland der beste Weg sei. um die Werbe^rrbeit der deutschen Atrtokratte, die die schlimmste Bedrvhttng der Demokratie aller Länder sei, mtszurotten.
.Haag 20. Juni. (L. A.) Wie Reuter aus Washington meldet, habe Wilson einer belgischen Mordnung gegenüber erklärt Amerika iverde die Waffen nicht eita aus der Hand legen, bevor Belgien seinen alten Platz in der Reihe der Nationen tvieder eingenommen habe.
Haag, 20. Jüni. (L. A.) Der Washingtoner Kvrreipondent des „Hollandsch Ncieuws Bureatr" meldet aus Japan, daß Japan die amerikanischenVorschlägeabge lehnt habe, sich den Staat«::, die sich mit den inneren Angelegenheiten Chinas befassen sollen, anzuschließen.
Italien
verweigert
*
die
Pässe
für Stockholm.
u g a n o, 20. Juni. (B. T.) Dem „Cvrriere detta Sera" zufolge beschloß die Regierung, unter keinen Umständen Pässe für Stockholm auszustellen.
König Konstantin.
Lugano, 20. Juni. König Konstantin traf gestern abend in Lugano ein. Der Bahnhof loar militärisch streng abgesperrt. Verschiedenen Blättern zufolge werde der König vortafig in Thusis (Granbünden) Aufenthalt nehmen.
Jo nn art ordnete die Festnahme Gunaris' unk Metaxas' an. In englischen Blättern wird gesagt, daß wenn König Alexander glaube, die Politik seines Vater- fortsetzen zu können, er die Bedingungen falsch verstehe unter denen er aus den Thron gelassen sei.
Rücktritt des österreichischen Kabinetts.
Wien, 19. Juni. (WTB. > Den Blättern zufolge gestern ein längerer Minist-errat stattgefunden, in dem beschlossen wurde, heute dein Kaiser die Demission des G e s a m t k a b i n e t t s zu überreichen.
Wien, 19. Juni. (WTB.) Den ?lbendblättern zufolge wrrrde heute tuittag im Abgeordnerenhause bekannt, daß der Ministerpräsident Graf E l a m - M a r t i n i z vom Kaiser den Auftrag erhalten hat, die Urnbildnng des Kabinetts durchzuführen. Der Kabinettschcf nahm bereits die darauf abzielendeu Verhandlungen mit den Parteien auf.
Der 5aN Eriinm.
Zu den: inr vorliegenden Zweiten Matte mftyeteüten Tatbestand tvird noch gemeldet, daß Bundesrat Hofsmann tatsächlich zurückgetreten ist:
Bern, 19. Juni. (WTB. Nichtmuttich.^ Meldung der Schweizerischen Depeschm-Agetrtur: Infolge der durch den diplvnrattsche». Zwischenfall geschaffenen Lage hat heute eine Besprechung zwischen dem Buirdesrat, dem Präswettten der Räle^uird den FtaktronK' Präsidenten statt-gesunden. Der Beginn der Sitzung des Naftmral- rats verzögerte sich infolgedessen. Im Mle herrschte sichtliche Erregung. Präsident Büoler cröfsnete die Sitzung und verlas folgendes Schreibet: des Chefs des politisck-etr Departznnettts Hofs- maanu an dm National rat:
„Hochgeehrter Herr National Präsident! Die unbefugte Ver- ösfmtlichung einer chiffrierten Depesckw. die ich durö: Dermittimrqj der Schtveizerisck-en Gesandtschaft in Petersburg an beu dort an- tveseitden Nationalrat Grimm richtete, und in tvelärer ich meine Auffassung über die Frredmsbeditrgtmg-eu der Zentralintate gegenüber RuUand und in bezug -ans die üibrigm LMiiorten au-Setn- andersetzte, hat eine Lage geschpffetr, die für die innertwlftißchen. ttnd austvärttgen Beziehungett des Landes verhängt:voll werden kätm. Es tvird nieinand daran zweifeln, daß ich diesen Schritt aus eigener E n t s ch l i c ß n n g und a n f meine e i q e n e Verant wortnng unternommen habe und daß ickx ausschließlich für die Fürdevtmg des Friedens und danril in: Interesse des eigene!: Landes zu hairdeln bestrebt wir. Ick» komrto aber den Gedanken nicht ertragen, daß in diesen Seiten hocypolftischer Span- >mnq und Anfregimg.meine weitere Tätigkeit meinen: vnßgeliebttm Vaterlande zutn Schaden gereickt-m könnte. Jckr büre Sie daher, meine Demission als Mitglied de^Z Bundesrals mtgegm- twhmin zu tvollm."
Nack> Verlesung des Rückttittsschretvetts v's Buttdesrats Hoft- üiam: gab dm' Bmrdespräsidettt Schult he ß folgend Er- klärung ab: Der Bundesrat bestätigt die Erklärmtg des Herrn Hofsntmm in aller: Teilen. Er lhtt von seinem 'Ächritt keina Kenntnis gehabt. Wäre er durch Hern: Hoffniamr gefragt uwebat,


