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16.6.1917 Erstes Blatt
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Cer L:eht«rr «Idjdnt täglich, außer SsinrtaqS. Beilagen:

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Erstes Blatt

*6Z. Jahrgang

pafifcheKs^s: Frankfurt a.M. l*68S

3wiM«gznmddruS «.Verlag: SrShl'fche Aniv..Buch- u. SteindruSerel R.Lange. Schriftlettmg, Seschäftrstelle u.Druckerei: Lchulftr. i.

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zumNachmilta; vor:: ^eflevvreir, i. ^Ir^ei^en; örtlich 2S Vf., Ver­mietungen u. SteLenge- suche 15?ch., auswärts 25 Pf., b. Platzvorschrift 30 Pf., R ekln inen 75 Pi.^ bei Platzvorschrift 90 Pf. Hauptschriftleiter: Äug., Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Ana. lÄoetz, Stadt nod- Lcm»,Vern:ischtesmGL- richtssaal: Fr. R. Zern Anzeigenteil: v. Beck,

sämtlich in Gießen.

Vankverkrhr: SeWerbedank Gießen

MTB.; Großes Hauptauartier, 15. Juni. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplutz.

Deere stzruppe Kro nprinz Ru pp recht.

In FlaUÄern setzte nach veEttuismMg ruhiO'M Lugt ymnhen Ypern mrd Armentiöres gestern 8.39 Mn flfren&S starkes Twnrmetftuer ein, dem an der ganzen drmrt zskstreiche Angriffe foltzteu. Die drückten nach Kämp­fen, die an cbnzeln-en Stellen bis zum Zargen andanerten, die SichrnrnMl zmück, die unsere weiter östlich liegende Linie zuütchen HolleHeke. Douvegrnnd und südwestlich von Warnewn seit dem 19. Mai erfolgre^ gegen alle Erkun­de ::Hsv.nstöße der E-n-aländer verMeiert leiden.

Nördlich des Mmpffeldes bis zur Küste nur geringe Ar- trllerietätigSett. Im Handstreich iytätn Stoßtrupps eines nied-rr-einischen Regiments am Iserkarml einen belgischen Bosten von 25 Mann auf.

An der A r t o i s -Front griffen die Engländer morgens n ch luftigen Feuenvelien unsere Gräben östlich- von Mon-Hy an. Sie storchen an einigen Punkten ein, wurden jedoch durch Gegenstoß der- Bereitschaften sofort tzerausgeworfeu. Ein Grabenstück westlich des Bois du Dart ist noch in Feindes- stktr^.

Abends stießen nreßvere englische Bataillone östlich von Loos vor. Auch lfter nmrDen unsere Stellungen durch kräf­tigen Gegenangriff gelmlten.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Am Che min des Dämes lebte in den Abendstun­den der Fenerkampf zu beiden Seiten der Straße Laon Sviffons und am Wr nt erber ge auf. Unsere Sturmtrupps brachten von Nntermhmrmgen gegen französische Gräben :rordtstlich von Brm>e, westlich der Srfippes und auf dem ostlicken Maasufer Gefangene und Beute zurück.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Keine größeren Kampfhandlungen.

O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.

Lebhafte Feuertätigkeit Lei Suwrgon, west! ick; van Luck urL an den von Zloczow und Halicz auf Tarrwpol führen­den Bahnen.

An der A

Mazedonischen Front ist die Lage unverändert.

Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff.

Der Abendbericht.

Berlin, 15. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) In Flandern Feuertätigkeit bei wechselnder Stärke. Im Ar­tois 1'iiD morgens brr Lens und Bullecourt e n g l i s ch e A n - griffe ge sch e i tert.

Sonst leine besonderen Ereignisse.

Mt einer seltscunen Lebhaftigkeit beginnen unsere Feinde sich zu regen. Nicht mit dem Aufgebot der Waffen, sondern mit einer «Offensive de<s Lauten, die ganze Welt erfüllenden Wortes. Was ist nur geschehen? Die Krieg­führung ebbt nach den im Westen und Südeir mißglückten Angriffen ab. Der Friede rückt näher; er trägt zwar den Pamnzweig, aber auch eine Handvoll Papierfetzen aus zer­rissenen Verträgen, Abmachungen und Rechnungen, sämtlich aus den Ländern der Entente zusammengefegt. Unsere Feinde fürchtet: diesen Frieden, der ihnen so naht. Wie sie,

!ereifern sich schuldige Parteien, wenn sie zum aburtei- ! lenden Ri.chlerspru.ch geführt werden; da gilt es noch Ein­wendungen hervorzustoßen, -ein letztes Schachern mit An­sprüchen irnd Rechtssätzen zu versuchen. Das ist der seine 'Schwäche fi'ihlende Schuldige, der so viel redet und sich ivehrt. Der heftig gestikulierende Wilson, Mif den wir vor einigen Dagen. hin gewiesen haben, hgt uns schpn wieder mit gvauser Rede das Ohr erschüttert. Er ist es vor allen andern, der in seiner Weise ohne das amerikanische Voll, das nicht viel Lust hat, für seine Ziele den Soldcfienrock anzn- ziehett noch einmal eine Offensive unternimmt. Aber er muß zunächst du scheu lverdendeu eigenen Landsleute über- rcdeu, bmmt hielt er in jener ,,großen, paträotischen Ver­sammlung tz von der uns Reuter berichtet, diese Rede, deren Inhalt wir ausführlich^- wiedergeben. Obgleich auch der radikalste deutsche Sozialdemokrat das Wilsousche Herz nicht als den köstlichsten Mückshort für die Menschheit betrachtet, fährt er doch fort, seine AgitationSkünste auch in das deutsche Volk hiueiuspielen zu lassen.Wir sind," so sagte er wieder,uns dunkel bewußt, daß wir seine Sache ver­fechte:: ebensowohl wie unsere eigene." Da die Schallkrast seiner Pauke für allgemeine politische Menschheitsvorlockun- gen durch gewisse Ereigntsse der neu.eren Zeit etwas abge- dcmv)ft worden^ ist, fährt er mit wildem Zorne in die Saiten der deutschen Friedensinstrumente. Er verlästert den Friedenswille:: der deutschen Regierung und der deutschen Heeresleitung. Unfteiwillig leistet er uns freilich damit große Dienste. Von neuen: gibt er nänrtich zu, daß wir Deutsche augenblicklich noch die Sieger im Kriege sind,mit den: ungeheuren Vorteil", den wir noch in Händen haben. Wenn jetzt unter seinem Vorsitz Friede geschlossen würde, könnte er uns nicht den Platz auf der fünften Bank anwersen, wie es seine Absicht war. Me stemmt er die Schultern gegen die Wucht des großen nnlitärischen Reiches", das bei einem chm uichr verderblichen Frieden angeblich alles Liberale und revolutionär Süße zu.Staub zermahleu l mtbel Ob es noch

Eilte neue Rede tDiffons

einen oder zwei Lieblluchte geben mag, die ihm dies glauben, ihm auf diesem Wege folgen werden? Wir glauben schwer­lich. Denn derVorwärts" veröffentlicht das nackKehend von uns wiedergegebene Friedensprogramm, in dem von solchen Befürchtungen nichts zu lesen ist.Tiefe Furcht zog", so sagt Wilson von unseren Regierenden, ja sogar von Hin- denburg,in ihre Herzen ein",sie wünschen ein Ge­schäft abzuschließen, bevor es zu spät ist."

Erkennt es jetzt nicht die ganze Welt, daß hier, mit Wilsons Redeseldzug, Deutschland genau wieder so verleum­det und verketzert tvird, tvie vor dem Ausbruch des Krieges? Wir hätten den Krieg nicht zubeginnen" brauchen bk Tatsache und Existenz unserer friedlichen Macht und milst tärischen Stätke hätte ihn doch herbeiführen 'müssen! Herr Wilson und seine englischen Freunde dulden» auf die Dauer kein starkes Deutschland. Sie beginnen jetzt, oder wollen jetzr den Krieg noch einmal beginnen, den sie im Jahre 1914 und lange vorher gegen uns angezettelt haben.

Komisch, wie Wilson die Rollen vertauscht!Die Wahl der Völker spr-elte keine Rolle in der geplauteu Zusammen­schweißung der politischen und Rasseneinheiten" so spricht er vo:: deuZcher Politik. Wo bleiben die farbigen Engländer und Franzosen, wo das bunte Weltgetümmel, das deutschen Soldaten auf dem westlichen Kriegsschauplätze entgegenge­führt wurde? Ist es wirklich Deutschland, das "die Na- tiouen war, als dienstbare Einrichtungen betrachtet, die mit List oder Gewalt für seine Zwecke gebeugt werden sollen? Nein, in Wilsons Rede wird uns England, englische Politik geschildert. Darum entwickelt sich der Präsident all­mählich zum Enfant tcrrible der Entente? Verzeichnen wir doch gerade heute mit inniger Genugtuung, wie seine Po­litik, seine Reden in Petersburg gewirkt haben.Daily Chro- nicle" ist ein mrverdächtigcr Bürge für die Wahrheit dieser Meldung. Gegen Wilso::, das scheint jetzt die Losung deo Arbeiter- und Soldatenrates zu werden. Seine neueste Fan­fare wird eine hohe Bekräftigung in diesen Aufsassuugeu der Russen ertverten müssen.

DieNordd. Allg. Ztg." hatte in einer Entgegnung auf Wilsons vorausgegangenen Auslassungen den guten Ge­danken, Wilson iQtd dem neiien Rußland zu­gleich den Mrt zu geben, sich von ihren Bundesgenossen die Verträge vorlegen zu lassen, in denen sich die Wieder der Entente die gegenseitigen Kriegs gewinnt zugesichert haben." Er wird' finden, daß Frank­reich und mit ihm England Konstantinopel an Rußland und daß als Gegelcgabe Rußland an Frankreich nicht nur El­saß-Lothringen, sondern auch das linke Rheinuser versprochen hat. Er wird ferner finden, daß die Entente für Kleinasien einen vollständigen Verteilungsplan aufgestellt hat, dessen Regelung im einzelnen in den Verhandlungen, die die West- mcichte hinter dem Rücken Rußlands führen, allerdings immer noch Schwierigkeiten begegnet, weil der italienische Mächrhaber mehr verlangt, als England und Frankreich gut finden."

*

Die französischen Staatsmänner haben gestern in der Kammer auch ihrem Redebedürftris freien Laus gelassen, aber ihre Töne Kircgen matter aP di-ej-enigen Wilsons. Ribvt. der das Vorgehen in Griechenland mit sehr fadenscheinigen Gründen belegte, sprach von derStärkung", die den Ver- bünDetrn ans Amerika konmre, urtd rief Wilson pathetisch entgegen, sie wollten ihm als ihrem neuen Führer willig folgen bis §mn Sieg! Viviani, der die Vevemigten Staaten letzthin selbst besuchä hat, wußte von seinem dortigen Auf­enthalt wahrlich wenig Julponiererches mitzuteilen. Ersprach von der ein fachten, aber auch tragischen Pflicht, bis ans Ende zu kämpfen. Ob darin nicht schon ein stiller, heim­licher Zweifel an der Büichnisstärke Amerikas liegt, dem er in wohlberechneter Ansicht so hohen Willen und so wirk­same Machtmittel zuschreibt?

- r^saafctfi .aaermiiMt w

Der österreichisch-mrgarische Tagesbericht.

Wien. 15. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart:

Oestlicher Kriegsschauplatz.

In Ost-Gnlizien in Wolhynien hält die tErmeL?rte russi^e Geftchtstätigkeit an mehreren Stellen an.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Bei der Jsouzo-Armee keine Ereignisse von Belang.

In Kärnten steigerte sich das feindliche Artilleriefeuer im Plöcken mw im Flitscher Becken zu großer Heftigkeit. Ein gegm unsere Stellungen am Nombon gefüllter Angriff umrde echHewiefeu. Auf der Hochfläche der Sieben-Gemein­den steigerte sich der Artilleriekampf.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Keine Ereignisse.

Der Chef des Generalstabs.

Der Luftangriff auf London.

London, 16. Junü (Reuter.) Im Unterhause teille der Staatssekretär des Innern die letzten Berichte über den Luftangriff mir. 104 Personen seien getötet, 154 schwer, 269 leickt ver letzt worden. 5ftn ganzen seie:: 120 Kinder getötet oder verletzt worden.

Eine Rede HWfons.

Washington., 14. Jüan. (WTB. Nichtamtlich.) Renter- Meldung. Wilsm: hielt heute in einer pwßen patriotischen Ver­sammlung eine Rede, in der er das amerikanische Volk daraus hm- wies, daß Derctfchland, nachdem es den größeren Teil seines direkten Croberungsplanes ansgeführt habe, jetzt einen neuen Ptarc betreibe, nämlich eine Fri edensintrige. Der Präsiderck wies auf die deutschen Angrissshalwlmrgen hin, welche die Vereinigten Staaten zum Kriege gedrängt hätten, und erklärte, daß die Ver- wirtlichung der Kriegsziele Deutschlands, gegebenenfalls die Ver­nichtung der ganzen Welt bedeuten müsse. Wir wissen jetzt klar, fuhr der Präsident fort, wie toir schon wußten, bevor wir uns am Kriege beteiligen, da ß wir nickä die Feinde des deirtschen ^ Volkes sind mrd dieses Volk nicht unser Feind ist. Dieses Volk 'hat dieser: äb scheu: rcheca Kriea nicht^ vermclaßt oder gewünscht mrd auch nicht gÄoüuscht, daß wir in ihn lchreingezogen werden sollen. Wir si nd un s dunkel bewußt, daß wir seine Sache verfechte:: ebensmvvhl wie imsere eigen--, was es eines Tages selbst einsehen wird. Der Krieg winde von den mlluäcischer: Gewalthabern: Dewschlands begönne::, die sich auch als die Gewalthaber Oesterreich-Ungarns ettvresen haben. Sie betrachteten die Nationen nur als dienstbare Einrichtungen, die sie entweder durch GcNvalt -oder durch List beugen oder für ihre Zroecke bestechen könnten. Sie betrachten insbesondere die lleinen Staaten und Völler, die mit Gewalt vcm ihnen übenvältigst werden konnte::, als n.atürliche Werkzeuge ihrer Herrschaft. Ihr Plan war, den Gürtel der deutschen Militärmacht mrd politischen Herrschaft guer durch die Mitte von Europa über das Mittel­ländische Meer hinaics m das Herz von Asien zu ziehen. :md Oesterreich-Ungarr: war hierbei ebenso ein Werkzeug wie Serbien, Bulgarien ind> die Türkei. Dieser Traum hat sein .Herz in Berlin. Es verwarf den Gedanke:: der Zusammengehörigkeit der Rasse volltonrnren. Die Wahl der ^Völker spielte keine Rolle in der geplanten Zusammeicsch-vcißung der politischen und Rassen-Ein- -Riten, die nur durch Geivalt zusainn m (gehalten werden konnten. Es ist nicht leicht, de:: Eifer für einen % rieten, der jetzt von Berlin kundgegeben wird, zu verstehen. Vom Frieden ist in Deutschland seit einem Jahr oder mehr die Rede,. nicht voar einem Frieden aus eigenem Willen, sondern aus Veranlassung der Nationen, denen gegenüber es jetzt der Ansicht :st, im Vorteil zu sein. Diese Regierung hat außell>em noch an­dere wertvolle Pfänder in ihren Händen. Sie besitzt

einen wertvolle:: Teil Frcmkreichs, obwohl mit krmg-

sam erschlaffendem Grifs, van> \o gut wie

Belgien. Die deutsche' Arrnee drückt hart auf RußlaR. Diese Regierung kaun nicht weite rgehenundwagtnicht -o urückzugehem Sie wünschte::: GesO)äst abzu schlie- ß eu , bevor es zu spät ist Sie hat'nur noch wenig a^ulneten sür ein Pfund Fleisch, das sie fordern wirbt Die militärischen Ge- walihabu, unter denen Deutschland blutet, sthen sehr klar, bis zu welchem Punkt sie das Schicksal brachte. Wenn sie zurückgeherr oder auch nur einen Zoll weit zum Rückzug gezwungen werden, wird ihre Macht in: Jullande wie im Auslande in Stücke brechen. Fetzt denken sie mehr an ihre Macht im Innern als an ihre Macht im Auslande. Tiefe Furcht ziog in ihre Herzen ein, sie haben nur noch einen Weg, ihre mllitärische Macht dauernd aus- rechft.uerhaltcn oder ihren beherrschenden politischen Einfluß zu be­haupten. Wen:: sie den Frieden jetzt erreichen können, mit dem ungeheuren Viorteil, den sic noch in Händen ha­ben, dann werden sie sich vor dem deutschen Volke gerechtfertigt haben, dann werden sie mit Gewalt gewonnen haben, was sie hier­durch zu gerchnnen versprachen, nämlich die Ausdehnung der deut­schen Macht urw die g e w a lt i g e Wei t e rn n g d er Möglich­keiten für die de u t s che I n d u stri c und für den d eu t - scheü Hchudel. Wenn ihr das nicht gelingt, wird sic ihr Volk stürzen. Verstehen Sic nun die Friedensintrige und weshalb die Herren Deutschlands nicht zögern, jede Tätigkeit anzuwenden, die den Erfolg verspricht, den sie erstreben, die Täuschung der Nationen? Ihr augenblickliches besonderes Ziel ist. alle die zu täuschen, die in der ganzen Welt ftir die Rechte der Völker und die Selbstregic- rung der Nationen eintreten. Denn sie sehen ein, welch riesig stärke Kräfte der Vorsichtigkeit und des LiberalisnruS sie aus diesem Kriege ziehen Sie benutzen VBei'alc bei ihren llnternehmnngen, sobald sie aber einmal Erfolg haben, iverdm: diese Märrner, die jetzt ihr Werk- zieug sind, unter der Wiucht des großen militärischen Reiches zu Staub zermahlen werden. Die russischen Revolutionäre werden von jeder Hilfe und Mtarbeit Westeuropas abgeschnitten werden, die Gegenrevolution wird gefördert und unterstützt tverden. Deutsch­land selbst w ird die Gelegenheit, frei zu werden, verlieren, und ganz Europa wirb sich für den nächsten end­gültige:: Kampf bewaffne::. Die nnl^il volle Intrige wird in unterem Lande nicht weniger tätig betrieben wie in slkußland und in dwr allen Ländern Europas, in denen Agenten und die von der kai'er- licbcn Regierung Betörten Zutritt haben. Jene Regierung bat hier view Fürsprechen sowohl in hohen wie in niederen StelÜmgew Sie haben gelernt, Zurückhaltmrg zu üben und halte:: sich inner* halb der Gesetze. Sie erlläoen, daß ihre Herren liberale Ziele verwlgim ltnd sagen, daß dies ein ai^wärtiger Krieg sei. durch der: Amerika keine Estfahr droht, weder tvas seü: Gebiet, noch was süne Einrichdungru anbetrifft. Sic stallen England in der: üRittelpUnkt der Bühne. Sie rede:: vm: Englands Ehrgeiz, seüne rvirtschaftliche Herrschaft in der garrzan Welt geltend zu machen. Sie rustn unsere alte llcberlieftrung des Alleürstehens an und versuchen die Regierung durch falsche Lvwalitätscrklärilngen ^gegenüber imvn ^wunLyätzen zU wrtergrabe,:. Sic werden aber nickst weit kmnvren. Ihre Falsckd- heit verrät sie überall. Diese Tatsack)«: find der g^rnzen Äiclt bekannt. Eine bem^rkcnslver'te Tatsache, die rveit über allen anderen: steht, ist die, daß dies der Kamps der Völker für die Freiheit und das Recht der SellchregierUng bei allen Nationen der Welt ist und der Krieg, durch den in de:' Welt die Sicherbctt gesckmffen lverdenr soll für alle Völker, die auf ihr Leben bedeckst sind mit Einschluß dcö deutschen Volles. Wir habw: die Wahl, alle diese Heuchelei und MaSkienmg mit wher Gewalt zu durchbrechen und mity-uhAftm, die Welt zu befveien, oder aber seitab zu stechen imd zirzrüaspn, daß sie vou den nur durch das Gewicht der Waffen mtb wilMtrttche Maßnahme norm selbst ein>wfttzten Herren der Nation, die die größten Apmecn mib muvünrsEhlichsten Rüstimgen aufrecht er­halten kann, beherrscht loird. Für IMS gab es mir eine Wab . Wir trafen sic. Wehe den: Ätann oder der Gnippe von Männe: it, die :ms in den W?eg treten n>otlen an dem T:ge des Enlßlstu x d jeder Grmtdsatz, der uns teuer ist zu verteidigen, ^ zu sirherck ist sür die Rettstng der Nation,