ans. Gleich» bet titeln Erscheinen croffnetm bie Ab-
'Wehrgeschütze fra£ Feuer. allein die Flieger blieben zusammen und testen tdren Kurs aut das östliche London fort, wo sie sich anschei-
*tatfc «UfLöjhMt, um dann «nieder nördlich der Tl?entse zusammen- Milien, «ie Maufc.n sich da bei trt nicht weniger als 5)000 Meter iVoye. töten faf; um sic tzcruni die Kugeln der Sckwaprtelle. Die Äanontere zielten oftenbar je In genau. Das vermockfte die ?ln-
durch zuLage, daß nur die Stbfferat be$ SWeegeH SäfetWwscnfc barreb btt im Inende gezeichneten .Kriegsanlechm bestvrftvn konnten. (Beifall. -mr vomrten den Kriegsaufwand ans Eigenem decken.
soweit M mk . " '
«reifer nicht suseiuiNid.i zutreibeü. Sie blieben beieinander und llogcn tm Zickzack nack' Liren weiter.
vJ“<£ u ^ 0 11 ’ ' *■ Cv‘i"‘- WOB.) Im Untertan s e sagte Mi» unter -ö o na r L a n'. die Zahl derer, dr? bei dem Luttaugrift gestern ^ umgekommen seien, werde zwischen S'J und 00 geschätzt, die Zahl der verletzteil mermmden. Obwoiil Gerüchte bestehen, daß
etn^aix vor: .. y
finde
, . „^2 sich um die Beschaffuiig MiSwärtiger Zahlungsmittel,
fpeuell der .bcark, bandelte, kam rms das verbündete Deutsche ^ierch in f<3rr dankenswerter Weise zu Hilfe. ^Beifall.) Der Krieg hat den Rahmen unsres Budgets völlig gesprengt. Es handelt sich, miT der Ernnahnte- wie auch) ans der Ausgabeseite neue ..eethoden^zn sncl-en. Der Minister betonte die Notwendigkeit einer strengen ^nxrrm,n^-i> ^s.«»- .-.y. _ **
. . , u wj# Trotzdem werde der Fmanztninister überall
^ stellen müssett, ivo es sich unt die Rege
etile
t-apl von ,vlng t 7 >-gfn hcr ibgeschossnt worden sei, sagt Bonar Law, M ich reine amtliche Bes! atignng. außer von einem, das ich be- tL? heute ern'atrike. Honeiillich ivird eilt ausführlicher Bericht
nerrerung unserer Volks kraft 'hcntdelt, ebenso für pro duknve Unsgaben überall. Der viel geschmähte Fiskus wandelti ferne tcatut in dem furchtbarsten aller Kneae. Die
rerts
abends ve, micntllck': werden können. Bonar Law fügte Hinzu, das; eme ernsthatte E 1 v I 0 s i 0 n v 0 n M u n i t i 0 n i u A sht 0 nan yx Lvne bei Manck eher stattgeftmden lrabe. Eine Anzahl von Per- >onen fn getötet od.r verletzt worden. Die Explosion stehe in fnuent; Zustunmenhailg mit dem Luftangriff auf London
r a it d 0 n , 155. Juni. WDB Meldung des Renterscherr Bu° rsaus Nach einer amtlichen Mttttftnng ist letzt die Liste der Omer cm - 1 - 1 T 1 a u ,‘\ r ' * t c 2 auf L 0 nd 0 u vollständig. Es wurden ^0 Männer, 1b grauen und 25 Kinder getötet und 23 Männer, grauen und 94 Kinder vcrivundet. Für militärische und warst nme Einnchtungen ist kein schaden entstanden.
, , ^ .. .... wandelte
, . .. ^ . furchtbarsten aller Kriege. Die Unterhalts
bettrage erreichten bis Ende April J 917 einen Betrag von 3 1 /,. Milliarden und ioei'Ceit infolge der Eri-öming im Jahre 1917 allem r , 10 Milliarden erfordern. Die F l ü cht lingsfürsorge erforderte bis Ende Llpril 600 Miltiotren. Für die Erleichterung Ler ^ ^ e b e 11 sm t t t ei b e scha f fun g für die armen Volks- jdnajteH sind 300 Mallwnen bestimmt. Dazu kommen die großen .lusgalen für WleöetTherjtzellungsarbeitetl in (^lizien. der Bukowina unD den südlichen Ländern. Wir griffen überlurupt überall em, nw das Ver>agen des wirtschaftlichen Aptxrrats die üffetlt- unien^Znteresteii 'IxDrasten konnte. Diiräf alle diese llnternehmun-
Die Revolution in Rußland.
gen rst Das Zmeresfe der breitesten Sckfich.tcn an der Wiedert-er- nellmig des Budgets auherordeutlscif gestiegen. In Zukunft wird 0 ^unchal unserer ganzen Bm-öli^rung und unserer ganzen Lebenshaltung chavoti abhängeu, daß '.vir die Ordnung im Staats-
Petersburg, 13. Iutri. lWTB.) Meldung der Petersburger ^«egraptzeil - Agentur: Gestern ist eine a m e r i k a n i s ch canster- ordentliche Abordnung mit Senator 91 0 0 t an der Spitze prer erngetroffen
Der Revolutionär K r a 0 o t f i u ist stier ein getroffen. Er wurde mn Bahnlfio- vom Krugswnmster Kerenski und anderen Mitgliedern des Kabinetts 'omic einer mtlitiärischeu Estrenwach- und zahlrcichcti Arbeitervcrtretti ngen e m vfangen Der Fmanzminister
lmterbreitete dem allgemeinen Verpsl» I
bansbaltc wiederherstellen. Der Rtinisk'r erörterte we'fter die Not- 1 r™ T V e r li)a l tu n g sres v r m , wofür die Ansätze dunä, die Erwr.rtmgen wäkwenD des Krieges bereits gegeben sind. Er lobte du hcnwrragenden Leistmtgeii der Beamten in diesem Kriege, deren Haltung überrmegend patriotisch lvar. (Beifall.)
Der MuMter erörterte die dloftvendtgkeft der 9ieiu)rdiumg der Lxilura und l^fpridu das Problem der il^ernvögenssteu-er, zu der er heute noch irichl tn abschließenixu Osetse Stellung nestmer.< tomu ^ ?. u Vermögensabgabe mutz so besckxrlfen sein, das; sie die Prceuft imt gt des Kapitals und der Wirtscifaft tricht übermäßig
rprngsausschuft etnei' GeietzenNonrf zur Vrüfuiio der die I Minister kündigte Jcxnter die Ausgeställlmg der Vor-
^egternn.; attsfchlteftlich das Recht der Einfuhr und Ausfuhr von Zucker voll und nach dem AuÄande besitzen.
, ^ e tc x s bürg, 13. Juni. lWTB.) Das Rcutersche Bureau Edet: ate Rettungen teilen die Wastl des Generals D c n i ki n 0 , des früheren Chefs des ^Kueralstabes, zum Oberbefehlshaber der furmeen an ter westticj m »vront. an stelle des Generals Gurko, mit.
vDnöitn , 1 - 1 . Juni. lWTB.) Nach dem Reuterschen Birreau Edet dic „aaiw Maill' aus Petersburg 1 Selbständige Re J)u ff 1 1 f c n l ind in Zarizyn . Cherson und K i r n a n v w a ausae nuten worden. In Zanünn berrscht etne Schreckeits he reich oft
Aunrandsbcsieuerung werde rütteu imcssen. Der Minister ist über sengt, daß Oesterreich, wie es bm Kapitalausnwnd für btefcn .Krieg c-eacc, to gewrft auch für dauernd dte aus ihm erwachpendett Ausgaben cute Deckung sindett werde. Er habe für den Herbst ernste Rc 1 final nten rm Auge, die das Land auch vor dani Auslande als emeii -^l-aat erscliwnen lassen, der mat vollen, Einsatz setner Kräfte, die sich im Kbtege so (tfämeub bewährten, sofort ait die Lrdnung der Dinge schreite.
Reichliche Getreidezuknhr.' aus Rumänien.
von
tadt
Zur Abdankung des Rönig? Aonftantins.
Bafel, 14. Juni. Die Agenzia Stefani berichtet aus Rom König >t nt itant in reiste am Dienstag 5 UIrr abends Msten nach, Tatvi ab. Prinz Alexander leistete den Eid Die 5
ist trchig.
.Hrrvas meldet <cvS Athen: Dem Wunsche gemäß, den der König Kvnümtttn dem Oberkommissar der Schutzmächte zur Ketintnis brrngeik U:\:. wird ein srairzösrscher Zerstörer in dem Tawi am nächsten ltegenden .»rfen dem König .idonstanttn zur Verfügung werden, um der königlichen Familie die Abreise und die <t^hrt nack Italien zn ermöglichen, von wo sie nach der Schweiz gelangen wird.
London, 14. Juni. (WTB.) Meldung des Reuter schert, Bureaus. Die „Daily Mail" meldet aus Syra: Die deutMreundlichen politischen Füstrer Gnnaris, Dus ^ 2 st t s , M ffara und M 0 rkuis werden sieb vermutlich Mach Orten lwip'bcn, wo sie unter der Aufficht der Verbnn Deren stehen lverden.
Paris, )4. Juni. fWTB.) Duldung des Rcuterschen Bureaus. Dre Lage in Athen ist dauernd ruhig. Ober rommiffar Ionart ließ mit Zustimmung der hellenischen Re- grerttng L ruppen im Piräus landen. Sie befinden sich letzt im Norden der Stadt.
. Berlin, 14. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Die königlich, grtecbnas Gcwndtschaft bat auf indirektem Wege folgendes Tcle- gramm d's Mmtsterprälidenten Zaimis erhalten, datiert vom i3^>>uul: Lies gerüstrt teile ich Ihnen mit, daß Seme Rtaiestät der König Konsunuin, gezwungen durch höckrstc wüttischc Not- wenüigtctt, lnsolge eines Schrittes der Dreimächte GrteckZenland mtt Mastttät der Königin und dem Krmtprinzett O^eorg
öerläBt. cune Majestät letzte den Prinzen Alerander auf den Thron, ^er neue König leistete beute den Eid auf die Verfassung, Der schmerz des griechischen Volkes über die Trennung won Kvmg tfamtetifm und von der .Wnigrn Sopbic ist unbe- schveibl«: Zaimis.
Berlin, 14. Juni. WTB. NiclMnitl.) Di« Absrkung Ä-önig ^vnmrntnts von Griechenland gelang der Entente mit tst-nmd eines regelrechten militärischen Aufmarsches, den man ul den letzten Wock?en planmäßig dirvchführte. Fr<mzö,'ische Trupren der Saloniki-Armee, die tvckenbei noch deit Auftrag taten, die rür die Ernährung des griechischen VoNes unenr- bÄw.tch.- tlptzfaltstste Ernte zu beschagnahmen. rückten in Tbes- talten em, die otmiater marschierten durch Epirus und besetzten 2 * 51 ™ und ein aus allen Ententetruvpeu gemischtes Korps iMch-te m Zlstea a,t der Mordküste des Golfes von Korinth, beKfri' Jic -cabt Kormth lrnb trennte damit ben Peiopotmes dem übrigen Griechulland. Der Oberwmniissar der Entente Zon na r t aber stand bereit, vor dem Piräus mit einem starken ^nsuvgsiorps, um die .Hauvtstadt zu besetzen. Diese mililärisckw ^Overanon crtolgte gegen etneit Staat, der bisher strikte Ivalrtar wahrte und nur den Wunsch katurte, sie and} weiterhin ^1 bewahren. Es itt das entemol in dem fast dreijährigen Kriege Latz rer (zntentt ein emh-itlicher militärischer »lnfmarfch glückte^ olleromgL erfolgte er gegen eine Arin«, der man vorder die Waffen abgellrret und gegen ein Volk, das man durch .Hunger zermutüt batte.
B u t a r c |t, 14. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Die % e
tre tde a u s fuhr ausRumänien führte in den letzten Monaten zu glänzenden Ergebnissen. Es sind an einzelnen Tagen auf dem BahnNTeg und der Donau Getretde- mengen htnausgegangen, die den Tagesbedarf von 100 Millionen Menschen überschreiten. Welche Erletchterung ein so tenlfllchi'r Zuschuß für die V?ittclmächte bedeutet, braucht sticht erst gesagt zu werden. Nur ein verständnisvolles Zu- lammeuarbeiren von Mititärbehöroeu uno der Ztvilbevölke- rung tonntc zu diesem erfreulichen Erfolge führen. Es ist be- fonders anerkeunenslvert, mtt wie viel Eifer sich die ru^ mattische Landbevölkerung in den Dienst der Sache stellt. Die vorzüglülw Berkehrstechnik, das reibungslose Ineinander- arberten rwn Landwirten und Berladelettern von Eisenbahtt und Schiffahrt, die Verbesserung der Umschlagseinrichtungen rn den Donanhäfkn babeti wesentlich zu dem Gelingen bei- gctragen. Man ermißt die Größe des Ersolges, wenn man vre wtztge Getreideausfirhr mit der des vorigen Jahres ver- gletcht, nt dem stch Rumänien im vollen Frieden befand uttd das ganze Gebtet cinschließlstii der Moldau an der Ge- tretdeausfustr teilgenommen hat. Die Durchschnitttagesaus- fuhr tm Mat überschreitet nocl> die ;m Borkahrc an den besten Tagen erreichten Rekordztfsern.
Nach Golde drängt - am Golde hängt - doch alles - auch in diesem Rriege!
Die Goldanlausftelle
in den Räumen der VeZirkZspattaffe Gießen
ist morgen von \0 dir \ 2 % Ahr geöffnet!
Seekrieg.
^es
Lebensmittelschwierigteiten in Amerika.
Eern 14.Auni. ^WDB. Mchtomtlich.) Em Sonderbericht „Petrt Parifien aus Washington meldet: Wilson empfing -eme Astordntmg des Arbeiter verband es uMer Führung Tu Abgeordneten defprack-en mit Wilson die Frage der Oedensmittelteuertmg und die Maßnasttnen der Regierung zu ihrer iBeLtmf ung. Die Ahvrdmmq erklärte, daß das llnbei^gen in den \lxirntaiiwni lxtld eilte ernste Lage schaffen würde, falls nicht ermmo^ Matznobmen ergriffen würden. Das im Repriffentant'-n Haus nn gebt achte « '
cstew-smi ttelqe ,'etz dürfte jehori? infolge -parteipolitischer Rnstereken im Kongreß erst in einigen Wochen er- -r " 0 attgenovrmen werden. Es ist demnach wahrscheinlich, datz Wriion bei dem Kmtgreise fernen ganzen Einfluß gelteitd machett irnnD e-ivtl vor dem Kongreß er ,'dmnen wird, um btc Annahme des Lestcnsmrttrlgeietzes zit beschlettitigen.
Der österreichische 8inanzminister über öar Vurchhalten im Nriege.
Wien, 14. Ttamt. (WTB.) In her Fortsetzung der ersten
Reue N-Boot-Erfolge.
B e r l i n , 15. Juni. (Amtlich.) U-B 00 tserfolge im A t- l a n t i s ch e n O z e a n: 5 Dampfer unb 2 Segler mit 23 000 Brutloregisterlonnen. Untersten versenkten Schiffen befanden fich u. a. der englische Dampfer Cavina (6339 Br.-R.-T.), der japanische bewaffnete Dampfer Miyazaki Maru (8500 Br.-R.--T.), voll belasten nach England, der russische Raa- Segelschoner Rosa und eine unbekannte französische Bark mit Oellastung nach) England. Mit den übrigen Fahrzeugen find u. a. vernichtet worden: 5000 Tonnen Biehfiltter, 2100 Tonnen Weizen und 1500 Tonnen Salzheringe.
Der Estef des Lldmiralstabes der Marine. Wirkung dcö U-BootkriegcS.
Berlin, 14. Jttm. (WTB. Nichtamtltch In einem Briefe eines Franzosen aus Calais vom 5). Mai finden sich wlgenste ftir die Wirkung des Unterseebootkrieges be*et rfmenbe ^rtr: Wenn der Krieg nickst bald zu Ende geht, foirartai wir in traurige Verbältmsse hin-eftn. Wir müsseit imS schon ganz ft'rrch- ffrlid; eillschränSen: ohne Barmherzigkeit sind wir dem Htmger- tvd? ausgeliei'ert. M,an muß sich redlick, 'chinlden, um ietzt nvft), ausznkonm, 5 n. Für eft, Kilogramm Kartoffebt zahlen wir 75 Cctt times Was ift ein Kilr>graimn? t^erade sechs .Kartoffeln, wovon drei gewükmlich verfault sind. Demgemäß lvträgt 1>er Preis für "rne Kartoffel 35 Centimes: wie tm dir selbst mtsreckmen mvgst, keim man bei solchen Preisen ben Hunger nicht stillen. Noch einige Monate U-BMt-.Kricg tmst nstr haben gar nichts mehr zu effeit.
*
Berlin, 1.,. Juni. In englischen Reesterkreiscn wird zngegebeir, daß im M-ch 1917 über zwei Drittel Schiffe mit Lebensmitteln rveniger eingelansen sind als im gleichen Monat des Vorjahres.
_ London, 14. Juni. Die Admiralität teilt mit, day in der letzten Woche 22 Schiffe über und 10 Schiffe unter 1600 Tonnen versenkt wurden. 23 Schiffe wurden erfolglos angegriffen. Sechs Fifcherfahrzeuge wtirden ver
senkt.
Deiung des Budgerprovstormms erklärte F 7 n a n z m 1 n t ft ™ Dr v. Spitzmüller: Der Anschlag imjcrer Feinde auf die Mon arch> war rm drei locker Wir sollten militärisch nichergewoi im 4 dnch ausgehungert unst ftnanzt-et, und wirftchaftlich völlig enmerel .v-wdeti. Möge es überall gehört werden, daß dieser An- rchlag nach jeder Rirtttun'g hin mißlungen ist. .Beifall , Es steht ^U, bau .mt wirtschaftlich in einer die Erwartutrgen und Hoff- mmgrnt auch der besten Mtrtoten über l re ft enden Sbeise dnrch- •oeroimi aben Trotz der ganz ungewühnlickien iiKstaltung nn >rr r chlrrffchaft finr* untere Stcucrergebnift'c l'-sriedigend, zum Tr^l überraschend günstig. Besottders trat uns?,? sinanzi-ftle . .Nitungsrckhtgkeit zur ttebermichung des seiiidlichen Ausland':- da-
Aus -sm Neicke.
Eine Erhöhung der Per io neu- und Güterverkehrs-Tarife
St u t tg6rt, 15. Juni. (B. T.) Im Finanzausschuß
der wurttembergischeu Abgeordnetenkanimer teilte der Rit- insterp ras ident Weizsäcker mit, das; von den deutschen Efien- bahnverwaltungeu vom 1. Januar mH ab eine Erhöhung
rtpf-iräinv»
der Personen- und Güterverkehrstarife geplant fei
Berlin, 14 .Juni. lWTB.) In der heutigen Sitzung des Bunstesrats lvitrde stem Entwurf von Grundsätzen für die Ausführung des §6 Abs. 2 des Kohlensteuer Ersetze s vmn H. April 1917 die Zustimmung erteilt.
Der Staatsmizeiger veröffentlicht die Berleihung des Eiche,tlaubs zum Orden Pour le merite an «vn Gemwal der Artillerie v. Scholz und Oletrerastentnanl v. Böckmann.
Aus Stadt und Land.
\ Dießen, 15. Juni 1917.
Zur Milchversorgung der Stadt Gießen.
Die dem^städtischeii Lebensmittelamte zu ernstlicher Beratung vot liegende Frage, ob bei der Gefalst des Sauerwerdens während der heißen Sommermonate der Verkauf von Magermilch eingestellt und frie '.'Magermilch zur Kläsebereitung verwendet werden solle, l)atte gestern abend auf Beranlasfimg des Gießetter Hausfi'uuenver- eins emt stattliche Zahl von. Hausfrauen, die dazu Stellung nehmen wollten, zusanimengeführt.
-v- 1 ?^ 7 ^^'chende, Frau Leun, eröffnete die Versammlung, legte dn'chllnfttände klar, stie diese Frage herlleigeWirt hatten, teilte mit, daß >etne grotze Anzahl von Zuschriften, die sie erhalten l>aü>e, die WeiteriErteilung der Riagernnln^ wmtsche, tmd erteilte lsterairf Me- dtzinalrat Dr. W a l q e r das Wort zu einem Vortrag über die .'Ailchvcrsorgung in Gießen, Der Redner, der selbst der Mlchversor- gungskomntissioll für Gietzen angebört, fichrte aus, daß im Dezember vort<ten wahres die .Nilckweglemeirliermlg infolge des schlechten Ausfalls der Kartosielernte eirtgefüchrt itTersten mußte. Jüfolge der ichleckiten Kartoftelernte wurde der ganze Ernährtmgsplan des Deut- ,ck-en Reiches vSizt den Haufen geworfen. Es zeigte sich, daß auch die Otetretbeerme feinen Ausgleich bot. Die Brotsrucht nmßte sogar Lu 94 Prozent ausgenwhlen werden. Dadurch fehlte es an Meie und Kraftfnlter für das Bish. Das Ergebifts der Milchtvirtschaft ging zurück. Ws tveiteier Grund für dnesen Rückgang führte der Redner an, daß die .KWe zur Arbeitsleistung mit herangezogell iverden muß teit. D er Ruckgotrg cm Milch und die Schwert reabschla ch - tung führten zu einem Rückgang der Fettnahrung. Hottptsachlich zetgte sich der Nachteil dieses Rückganges an dem Nachlassen der Leistungen der Minntionsarbeiter. Hindenburg suchte dem durch 'einen Aufruf abzuhelfen. Eine ReickOfleischstelle rmd Landes fett- Itellen wurden eingerichtet. Eine Fettregelnng war nur möglich, wenn gleichzeitig eine Regelung der Milck>versorgtrng eirttrat. Bor der Milch- wie Butterversorqung war die Verteilung dieser Nah- rtlnosmittel höchst unregelmäßig. Manche waren gut versorgt, aber tit unserer Stadt wurde allein von 300 Familien bekamtt, daß sie keinen Tropfen Milch erl)alten konnten.
Die Landesscttstelle vereinigte alle Gemeinden zu Bezirken und chlog diese an Molkereien an. In Gießen an die Molkerei Gr ieb. Andere Städte mußten eigens zu diesem Zwecke Molkereien schaffen, was ihnen erhebliche .stbstm verursachte. An diese Molkereien muß vcm den Gemeinden die Milch geliefert werden. Die Molkerei be- fi';?ert die einzelnen Stadtbezirk^'. Anfangs wurde den Landbezirken erlaubt, für den eig" en Bedarf weiter zu buttern. Dadurch blreh dir Ut.regelMäßigkeit brv Verteilung vielfach bestehen: denn dev dadurch begünstigte Schleichhandel koirnte nicht unterbnndeti werden, solange die Hand; 7,1 tti fuge noch in Betrieb blieb. Die Verhältnisse lassen sich aber auch nicht mwalrsam regeln, da der Landwirt nicht genügend kontrolliert werden kann.
Die Milch von ernzelnen Gemeinsten imb Gutshöfen, btc be* sondere hpgienisckst Einrichttmgen haben, tmd durch Auswahl des Milchviehs, Kühlvorrichtttngen usw. eine gute und lwltbare Milch lirfcrn können, ivird, sobald sie untersuchst ist, gleich tfer±ertt. Die Milch, die ans Kleinbetrieben zusammengeschüttet werden muß, er- sorstt'rt in der Molkerei eine Pasdeirrisation ^Erhitzen auf 70—80 Grad, ein Verfahren, durch das sie entkeimt wirst. Hierauf muff ite durch Wasser tmd Eisknhlapparat auf 5 Grad tiefgekühlt werben. So behandelte Milch kann bis drei Tage stelten.
Die V ol l m i l chme n ge , die ttack> Gießett geliefert wird, stebt weit lnnter der Friedcttsmenqe zurück, ermbgltcht es aber doch, daß alle Kranken, Stillenden trsw. versorgt werden tonnen. Die Hälfte etwa der ankomwendett Milch imrst so verteilt, der andere Teil entrahmt tm# verbuttert.
Die Molkern Ostieb teuft die Milch zu dem fetzt festgesetzten Staffelpreis, der sich je nack, der Vroduftiotr der verschiestetrenl Gemeinden richtet iber Durchschnittspreis beträgt 33 Pf.), und gibt die Milch zu 34 Pf. an die Stadt Was die Milch dicrch Ber- dampfen, Transportverlust usw. verliert, geht ebenfalls zu Lasten dn Molkerei Grieb, deren Verdienst demnach verschtvttrdenst gering iit. Von dem einen Pfennig, deti die Stadt nimmt, wirst ' , an die Vertrauensleute m deti Landgemeinden gezahlt^ die dar- mrf zu sehen haben, daß Milch reichlich geliefert wird. Die ernsteren 4 , Pf. geben auf Verteilungskosten ufw. Die .Händler habeir 4 Pf. Verdienst, was bei der geringen Menge, die der einzelne verteilt, et.ra 80 Liter, nicht viel ausmacht. Aehnlich steht es beim Biltterpreise. Die Svannung dient nicht zur Bereicherung des KommtmalVerbandes, sondern z-mn Ausgleich des Preises der teuren Anslandrbutter, die zum Höchstpreis verkauft wirst.
9ftm, wo die beiße Zeit eingetreten ist, liat es sich heraus-« gestellt, daß eine Gerinnung der Milch nicht imnter vermieden werden kann. Die Säuglinge haben durch das Säuglings- beim ihre besondere Versorgung erhaltet,. Dir Gesundhettsverhält- nisst der Säuglinge find Mt Mblieben. Anders stckht es l^i der übrigen Bevölkerung. Die Magermilch ist dem Verderben l^fonsters stark ausgesetzt. Es konrntt dazu, daß außer der Magermilch, die die Molkerei Ofrieb ausgibt, atrch noch andere, täglich von ausloärts von kleftteren Laitstwtrten eingefnbrte Milch verteilt wirst. Es hat öd' bevausgeftellt, daß gerade dirfe Milch besonders leicht säuert. Sie. hat einen großen Transport hinter sich, ist oft schon sauer, bevor sie anlangt oder wird es bei dem stundenlangen Fahren strrrch die Straßen.
Durch keiinzerstörende, desinftziereirdc Mittels Fcwmalin ufw. kann man die Bakterien, die deti Sauenprozef; heavorrufcn. lvobl. zu»^ Absterben bringen, aber die Zusätze könneti Magenstörnngetr iind Brechdurchfall erzeugen. Für die GesanrtmilckMenge sind ste demnach nicht zu empfehlen, wenn mul, der ein zell w sie anwenden kann. Matt laitn aiigesäuerbe Milch durch Borat mid doppekft>hlen- sanres Natron scheinbar Mlsgleick>en, wodurch aber eine Haltbar mackmng nicht erreicht wirst. Auch hier ist fort Genuß so behandelter Milck) nicht für jeden zu empfeblen. Die Möglichkeit, die Milch ein- zudicken. ist noch nicht spruchveif. Ein solches Äwjahren verteuert! übrigens, gbge siche n davon, daß die Verwert dbarkeit ider em gedickten Milch geringer ist, den Preis auf etwa 1,20 Mk.
Es ist mm die Frage, ob man -nicht besser mlf die MagenniNz während der heißen Jahreszeit ganz verziclstet wrd Käse davotr lerne!len läßt, lltech Redners eigener Meitnmg ist es besser, dle Milch wie bisft'r zu liefern, allein schon, rveil dgs Käscergebnis und dessen Preäs nicht im Verhältnis zu dem Ansßrll der Dtager- nulck' stehen. Immerhin ist die Frage ertistliaft zu erfvagen. Bteibt es bei der Verteilung von Magermilch, io wtrd eitrstweilen dick gleiche Menge artsgegebeu wie bisher. Es ist dann nach der Ansicht d?s Redners bei der beißen Mt zr, anchfehlen., beint Entpfang der Magermilch erst eine kleine Probe abzu kochen tmd ivettn diese Probe eine Säuerung ergibt, die übrigr Milch zu Dickm2ch> ste len zu lassen. Dickinilch enthält ebetrio Wie die Rka-wrnnlch selbst \w& alle Efttvis--, Zucker- und NäbrsalzHchtmrdteiile. Rtan köimc fick' also auch auf diese Weife behelfen. Kleine lltiagmelmklichkeiten, so schloß der Restner, nrüsso man fiftt Nllrhe lnntrelim^n, da öS auqen- blicklich in keines Rienschetr Macht stelle, sie zu änfaent.
Die Borsifteud,' des Haussrauetmercins erösfnete hleranf die Aussprache, die manch luertoaUc (Gesichtspunkte er gal' ' 2 o regte eine der In.lösenden an. die Lieferung zu einer früheren Tageszeit zu ermöglichen, damit kleinere Letttc, die keinen (Kashnst laben, die Milck'' nach auf dem Koctpmwr abkochen können. Im Laufe der Aussprache wurde hierzu erläutert, daß die Berteillnrg von der Ankunft der Milch mit den verschieden eit Zügen ab- lwitgl Eine AeAidecung sei demnock» kaum möglich. Es 'mtrd« m, Anschluß daran von einer Dame der Rat gt>reben, sobald die Milchprobe eine Sänerimg beftwchitn, läßt, die ganze Mitch mit


