Ar. 138
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Lrettag. 15 . Zun; 1917
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(WTB.) Großes Hauptquartier, 14. Juni. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht.
Sowohl in Flandern wie im Artois war nur in einzelnen Abschnitten der Artilleriekmnpf lebhafter. Westlich von Ypern sprengen wir Minen gegen die englische Stellung. die Verheerungen anrichteten. Zu kleinen Vorfeldkämp- ren kam es südlich der Douve; die Läge ist mrverändert gebl-even.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Bei V a u r a i l l o n, nordöstlich von Soissons. griffen die Franzosen nach mehrstündigem Feuer an. Sie wurden zurückgewiesen. Sonst blieb die Artillerietatigteit meist gering.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Nichts Besonderes.
*
Ein Geschwader unserer Großflugzeuge erreichte gestern mittag London, warf über der Festung Bomben ab und beobachtete bei klarer Sicht gute Treffwirkung. Trotz starkem Abwchrftuer und mehreren Luftkämpfen, bei denen ein englischer Flieger Wer der Themse abstürzte, kehrten alle Flugzeuge unversehrt zurück.
O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Die Geftchtstätigkeit hielt sich in den üblichen Grenzen. Die russischen Flieger sind in letzter Zeit wieder tätiger geworden. Sie stießen mehrfach über unsere Linien vor. Seit Anfang Juni wurden fünf abgeschossen. Bombenabwurf auf Tukkum wurde gestern durch Luftangriffe auf Sihlok vergolten.
Mazedonische F r o n t.
Keine wesentlichen Ereignisse.
Der Erste Generalgnartiermcister Ludendorff.
*
Der Abendbericht.
Berlin. 14. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) Südlich der Scarpe ist vormittags ein östlich Monchp nach Dmmnelfeu-er vorbrechendcr st-rrker Angriff der Engländer im Nahkampf abgeschlagen worden.
Sonst außer Erkundungsgefochten an keiner der Fronten -rttvas Wesentliches.
Der neueste Fliegerangriff mtf London bestätigt da- tvtts der Kommandierende General der dänischen Lu'ftstrei Kräfte v. Hoeppner über die deutsche Ueberlcqenheit i, Luftckcrnffise gesagt hat. Diese NeberlegeNheit besteht nick in der Zahl, auch nicht so sehr in der technischen Bol ckomrneuholl der Flugzeuge, als vielmehr in der krieg-: müßigen Schulung und Tüchtigkeit unserer Flieger. Auch i diesei'.: Falle kann gesagt werden, daß der Angriff de Geschwaders ans London kein Sportstück sein sollte.' Er hat! einen wohl berechneten und wohlberechtigten Zweck Di Bombenabwürfe galten Docks, Werften, Bahnanlagen, Mc gazrnen und Speichern der „Festung London". Es nimn wunder, daß die englischen Berichte wieder di ruhrsamen Geschichten von getöteten und verwundeten Kii dern auffischen: sie werden, nc s ii früh er eit Erfahrnngei znnl großen Teil erfunden sdin zft dem Zwecke, um im Deutsche loieder einmal als Barbaren anzustreickum. Gewi rnag es bei ein ein solchen Angriff auch bedauerliche Opfe Eer der Zivilbevölkerung geben: allein der Krieg und di lethoden unserer Feinde haben solche Härten nun einmo nn Gefolge. Besonders die Franzosen, die häufig sinulo ganz unbefestigte Plätze in Süddeutschland ans der Lus uberfallen haben, haben Bedeichen, die in deutschen Herze starker sind als irgendwo sonst, schwinden lassen. Der Angrij ^''lidon hat euren doppelten Zweck. Erstens in de ämsrung s an lag eu der Riesenstadt, in der ja die große; Schwungräder des Vernichtungskrieges gegen uns schwir rem Sch ad en irnd Verluste herbeiznführen; zweitens abe englische Landesverteidigung zu beunruhigen^ u'r: ;liri : utid festzulegen. Die bisher vorliegende Drehte zeugen, daß die Mmechrkunst in England wieder ein Tiiol gm i,strich versagt hat. ©o< weit dirrste es iricht konnner da.; maii „urnbew' sich'ff: Sicherheit wiegt, die. alte Furch u* 'l* 11 1 c:m X. lxlT ^ ^ l0 Bsehr:nannsc!)aftcn für ander
»wccre als den ^rch^heitSdienst verwendet. Wenn jetzt i s.-onoon dre aekannten, »Schreie nach verbessertem Sicher lwllsdienff streder erschollen, so ist der eine Zweck de Angriffe glni.tlich erreicht worden.
r ?uch in kleinen Unternehmungen im? ? J if A5 H . 3c t U ' in!)Pr ^blttertster Feind, der jetzt allerweg:
^eck7ii des Krieges am eigenen Leibe kennen- lernt getroffen mro beunruhigt werden. Es liegt uns fern, du Wirkung de-., Ueberfali.es auf London zu übertreiben nnt roermaßm zu ^Auüeln. Aber eine große Genugtuung h-abei » ^ oabru.' Dm Unseren lind wohlbehalten zurückgekehrt ™ feindliches Flugzeug über der Themse abge- schossen worden. Das war die alte Ueberleaenheit iin Ln ft England, das sich viel zugute tut mit der Bold konrnielcheff ^nrer Technik, mit der Bravour und Person Uchen Geschiittichkert seiner Kämpfer, muß uns Deutschen gegenüber noch auch M dieser Hinsicht allemal Enttäu In: Kampfe zur See - wie hat' sich de das Blatt gewendet Die U-Boote beherrschen die See, dem, sie schreiben dem Femde das Handeln vor. Selbst wenn
4'S 3 { I f T1 - 1 c ; dm Gegk/nmaßregeln der
Feii^s ore >^ahl der Versenkungen mit der Zeit etwas ver
^ kommt unß bann doch die L-innmc der Aufwendungen zunutze, die der Gegner machen .um unsrer Taktik zu begegnen. Wie viel Schiffsraum, sehen chm ans diese Weise für den -freien Lamps oder die Versorgung semes Landes verloren' Tau-
lende voii Geschützen werden der Landmacht entzogen, Zeit Mw Geld werden geopfert. Wir toollen sehen, wie lange England das aushallen wird. General z. D. v. Blume schließt eine seiner neuesten Kriegsbetrachtmigen mit folgenden Hoffnungssützen:
„Auch wir leiden cm vielem Mangel und müssen Entbehrmd- gen tragen, aber wir wissar, daß wir durchlhalten können Nnd werden. -Ob und wie lange unsere Gegner bei Fortdauer des Tauch? bootkrieges hierzu.iylftande sein werden, darüber bestehen begrün-- bete Zweifel, die sich bezüglich Englands auf Grund ßcherer Nachrichten zu der Ueberz-engamg verdicküet Hajen, daß dieser unser erbittertster Feind, weim nicht vor Einbringung der dies,ährigen Ernte, so doch spätestens im nächsten F-rüh- l atzr durch Mangel an dem Notwendigsten zur Ünterwer- f n n g g e z io u ngen sein wird."
Englands Anstrengungen zu Lande tragen ebenfalls alle Zeichen der Unterlegenheit. Auch hier 'ist es in der Taktik dm'chans unterlegen. Generalleutnant: v. Ardenne weist im „Bert. Tgbl." omf zlvei Punkte hin, die dies besonders darin n:
. englisch' Soldat ist noch kein Einzelkämpfe r,
sondern ein Massen kämpf er. Das kommt in den Kampf- wrmen zum Ausdruck. Die deutsche Llbwelw ist oft v.-rwändert über ok Geichlossen'hett und Dichte, der feindlichen Angriffstrnppen. g.er vrNische Herdentrieb vi'äat sie?, auch im Kleinkrieg ans. Wo die deutsche Truppenffchrnng lose Patrouillen von eia>a höchstens äugst arm ansetzt, gehen die Engländer mit geschlossenen Kompagnien vor. Der Zweck der Erkundungen geht dadurch vielfach verloren, denn solche Patrouillen sollen set-en nnd nur oann sechten, wenn der Zweck der ReLognoszierimg nicht anders zu erreichen ist." '
Die Rückständigkeit der englischen Fechtweise äußert sich aber ganz besonders in bn Berroenb u n g d e r Ka v a l l e r i c Schon Ivi früheren Anlässen wurden englische Kavallene-Divisioueii vorzeitig^ unmittelbar hinter der künipsariden Fnsanterie gezeigt. Sie lvaren drmtlich sichtbar, dernc die Pferde kann uran nicht feldgrau aristreichen. Außerdem verrret s>'e der sturm- !,wch aurwirbelnde Staub. Eine solche Reiternwsse, die sich in der Bewegimg muh dem Gehör verrät, ist das inillkommenste Ziel jur die 'Artillerie, das diese sich nur denkeic täuii. Wenn die Eifahriiugeu des jetzigen Krieges schon iestgestellt habeii, daß tlnike einzelne, lelbst gilt verdecklc Batterie drmn »licht ihreri ^tandort beibehalten kann, trenn die seindllche Artillerie diffeu er..riint hat, so^ ist eine Bpreiffstellimg vorr. Kava'llerieniassen :m wr!idusle,i ,renrr eine nnbegreiiticbe Maßnalme. Nun hat cs aber die englische.He»wiülnnng b.n die.'-er nicht ben>-i 7 det: lasse::. wucx:rn J-/it bk ReitergeschMader zur "Attacke angesetzt, ^nge erfolgte öftllch Messines ain 12. Jnm. Jbr' ff an fÜr ^ - ^'l'lails ist durch den deiitschaii Heeresbericht an- maulich geschildert uiid atlgeinein I'ffmnt gor norden. Die Führer der Westinäclste lxrben anscheinend nickst erkannt, daß die hauptfächlirte Bedeutung der Kavallerie heurzntaae in ihrer Beweglichkeit zu dein Z,recke liegt, eine bedeutende Feuernrait -einschließlich M'aick iiiengewehren. reffender Artillerie rchv. schnell an l edrohte Puiitte zu werfen und die Inscriiterie in ihrem Kanipse 5ii unterstützen oder z.ii entlasten."
- (r„»3aHTa CT«Mi ■■ ■ - -
Tcr öfte>rreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien. ist. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlantbarti
O e st l i ch e r u n d südö st lichc r K r i e g s s ch a n p l a tz.
. Unverändert.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Auf der Hochfläche der Sieben-Gen:cinden gestern nur Geschützkampf. Sonst nfflus zu melden.
Der Chef des Generalstabs
Die Rümpfe im westen.
Berlin, 1 st. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) In F l a lt * bei* n wurde deustscherseits der Minen camp s mit bestem Erfolge fortgesetzt. Am 18. wurden in den Vormittagsstunden drei erfolgreiche Sprengungen östlich Zille bete ausgeführt. Tie Eirgländer antworteten mit drei Sprengungen östlich Pelfgacrrde-See, die ohne Erfolg blieben. Ain Nachmittag wurden daraufhin zwölf weitere deutsche Minen gesprengt, die verheerende Wirkung harten. Zroischeu der Eisenbahn Bpern Comines und der Straße Ppern Nteniu sind ff gewaltige Trichter entstanden. Mil der Sprengung des großen Minensystems im Wvffchaete-Bogen, zu. der die Engländer nicht weniger als 600 Tonnen Sprengstoff verwendeten, die in 20 über H) britische Meilen verteilten Stol- len unterge brachst irnrr-en. frnd an denen jahrelang gearbeitet wurde, haben die Engländer int Minen!rieg augenscheinlich 'bren besten Trumpf ausgespielt. Wie neuerdings Gefangene aussagten, versprachen sie sich von den Svrengungen einen dlnchsch lag enden Erfolg. Nach dem Durchbruch sollte die Front nach Norden und nach Süden aufgerollt iverdon, wobei das erste Ziel int Süden. Lille war,' im sttorden dagegen die flandrischen. Küstengebiete, die den Eng- länderif als vermeintliche Stützpunkie der deutschen U-Boote so außerordentlich nnangenehni sind. Nachdem dir heldenhafte Ausdauer der deutschen Berieidiger, die in der Hölle der Sprengungen unerschüttert blieb, 'den englischen Stoß aufgeianyen hatte, worden die britischen Streiffräste äugen- scheinlich mngruppiert. Mit einer Erneuerung der Auariffe vielleicht au einer a,ideren Frontstelle ist zu rechnen.
An. der Ar ras front blieb die Artillerie tätigt eit den 16. über gering. Gegen Abend und in den Morgenstunden des Ist. erreichte sie größere Heftigkeit in den alten Brennpunkten: im Lensbogen, in der Gegend zwischen Searve und der Straße Arras—L-arubvai und bei Bulleeourt. Wie nach tragtirch gemeldet wird, imreu die feindlichen Verluste bei denr Patrouillenvorstoß bei Festuber t am 12. Iin st außer ordentlich hoch. Von ben zwei Konffmgnieu, die ihn aus stfführt hatteif, ivurden allein 80 Leichen der im Nahkanipf Gefallenen gezählt, ioozn die. starken Verlnste kommen, die die zurückftntenden Engländer an Toten uub Verwundeten liegen lassen mußten. * - ^
In der Gegend' vom Bt Qneniin MsVen M Pa».
lrouillengefeckichen mehrere Errgländer und Inder gefangen: eiugebrachlt.
2ln der Aisire-Frvnt blieb bei schlechter SiM dass Artilteriefener gering und nachm erst gegen Abend an StLrks zu. Die fta-nzäsischen Angriffe bei Vauxailbon vncrden nach dreistüffdiger ^lrtillec ievorbereittcng zwischen 8 rrnd 9 Uhr abends vorgetragen. Ter Angriff kam überhaupt incht an die deutschen Gräben heram Fm Gewehr- und Maschinengewehr-euer und im gulliegeudeu Sperrfeuer brachen seffre Sturmwelleif zusammeu. In bec Champagne erzielte deutsche Artlllerie bei dem Beschießeir französischer Batte- rieil östlich St. Hilaire le Grand eine gewaltige Exploswm. Eine riesige schrvarze Rauchsäule blieb Munden lang sichtbar.
Amerikaner an der Westfront.
Paris, Ist. Juni. (WTB.) Meldung des Renter- schen Bureaus. Der amerikanische General Pershing ist hier eingetroffen und von Viviani, Painlevs und Ioffre empfangen worden.
Der König von Bulgarien und sein Ministerpräsident im deutschen Hauptquartier.
Berlin, 14. Juni. 0WTB. Nichtaacklich.^ S. Majestät, brr König von Bulgarten, bat sich in jBeglertung Iihlrerj Königlichen Hoheiten deS .Kronprinzen Bochs nnd des Prinzen, CiU'ill, fduic des Minrsterpväisidenten Rcidoslawow vor ciniyen Tagen in das große H a n p t g u <t r t i e r jmrt Besuche Sem er Majestät des Kaisers und des Königs begrte. Die enge Freundschaft Oeiber Herrscher verlieh dent BffNch einen bffonders herzliche,^ Chmalter. Eine Neihe von Beratungen, zir rxaien cucs Berlin dcr Reich rkanzlec und der Staatssekretär des Auswärtigien AntteZ ffch'.imrermarm erschienen ivaren, ergab ernsirt die volle lieberem- stilnmung beider Regierungen in alten schinebenden Fragen.
S. Mai. rer' König bat hercke abend mit deir Prinzen nnd dem Mini.'terprüsaasten jundi >derN allerhöchsten Gesvlgo das große.Haupix guartier verlassen.
Der bulgarische Bericht.
Sofia, 13. Fimi. lWTBff Generalstabsbericht vom 13. Fnni:
Mazedonische Front: Äln dec ganzen Front schwaches sirtillerinener, das zeitioeilig inr Cernabogen nnd in der Gegend t es wioglenagebirges an Stärke znaiahin. Lebhafte Kämpfe zwi- so n Crkund.nngsabtcilnngen im Wärdartale. Südlich von Dvi-'
- au brachten imsere Ertimdung^bteffimgen zwei Selbst!adegeTvehre ein.
R n m ä n i s ch c F tont: Gewehrsei ar bei Fsac cea und »Tüll«.
(Ein Angriff auf London.
B e r l i n , 14. Juni. (Nichtamtlich.) Am 13. Juni 1 Nkw mittags (bnttschc Zeit) wurde die F e st n n g L o n d o v bei j klarstem Wetter von einem G eschm a d er deutscher r o tz s l r; g z e?! g e unter persönlicher Fühl ung des Geld .'.rwder-Kommanöenrs .Haupt manu Brandenburg an gegriffen. Tic Ziele des Angriffes waren die in der Mitte der Stadt gelegenen D o ck s, W e r f t e u und Bahnanlagen sowie staatliche Magazine nnd Speicher, die sich an? beiden Ufern der Themse entlang ziehen. Zahlreiche Brände brachen aus und fanden in den anfgrstapelten Vorräten reiche Nat/rung. Das GeWrmdcr hielt sich me ln als e i n c V ie rtelstund e über den A n g r i f f s z i e - l e n auf. Trotz englischer Abwehrmatzuahmeu kehrten sämtliche Flugzeuge unversehrt i n i h r e H e i " matHäfen zurück. Ein englisches Flllgzeug wurde über der Themse im Lnftkampf abgeschosftn und stiirzte brennend in die Tieft.
*
Haag, 14. Juni. Nvlb amtlichen Aufgaben sfftd bei hent Luftangriff aus London 25 Männet, 16 Frcwcn fmd 26 Kinder cre* ti'ti'f, 223 Männer, 122 Frauen und 94 Kinder verletzt rvorbeu. Im Unterl-ans machte Bonar Law folgende nähere Mii- teilungen: \ 2 - 15 f ei nMi che FIm g z enge seien bst ?cort!>-
Forelanb, uw zwei Bomben abgeivorsen rvnrt^n, über die Küste \i nd über Essex g e r a i>e 5 n a u f London geflogen. 11.25 Uhr fiel die erste Bombe au.f Ost-London, 13 fielen in der Cittf nieser. Eine traf in einem Bahnhof auf einen ein- laufenden Zng, wodurch sieben Leute getötet nnd 16 ver-' wnudet wurden. Eine aridere siel auf eilte Schule, wo zehn Kinder getötet nnd 59 vettmordet rvurden. Der An<7rff> dauerte eine Viertels! unde. Die -tbwehrgefchütze traten in Tätigkeit. Zahlreiche englische Fliegm stiegen ans. Ein deutsches Flugzeug wird als nb- gffli,offen angegelen. Der 51'örng besuchte nachmittags die getroffenen Stadtteile.
Das Reuterbnvean veröffentlicht folgende, natürlich mit Vor- belr.lt auszmielnnenden Einzellfetten: Von einem gettoffcnen Eisen- bahnzug Unrrden fünf Wagen zerrissen und gerieten in Brand. Mehrere Reisende lvnrden unter den Trümmern begraben. Der Balmhvf Nnlrde eine Sttrnde lang gesperrt, lvührend die Toten und Venlnnideten tveggebvacht wurden. In den Schulerl, die wäli- rrud des Angriffs geräumt umrden, ging alles sehr ruhig zu, da hie Kinder ans Lilffaifgrifft vorbereitet Ünrren. Anstalten mit Heineren Kindern wurden nicht geräumt, sondern man liest diese ihre Lieblingsli-eder singen. Draußen sanrm'ellen sich die Mütter, um sich nach : bent Schicksal ihrer Kleinen zu erkundigen. In einer Schule zerschmetterte eine Bmube >da.S Dach, ohne selbst zu platzen. Eine andere fiel aus eine Fabrik, Ivo 100 Männer und Frauen an der Arbeit waren. Die drei oberen Stockwerke wurden gänzlich zerstört. Indessen hatten die Arbeiter im llutmgeschoß Schutz ge- suckiff gleich als der erste Zhnall verwonnnen w'nrde: nieinand wnfta hier verletzt. Auf den HmlÄmch-ern waren viele Neugierige.
Schwerz mitgenommen wurde die Einivohnerschaft eines eug gebauten Viertels mit schmalen Gäßchen und kleinen Hänsckfen. Eff? Ntüllwagen wurde in Stücke gerissen, der Fuhrmann verwundet, das Pf'.rd jedoch ging ruhig weiter. Von einem großen Uhttv-r? wurde -ter eine Zeick.er abgerissen, das Werk selbst bliel> unbeschädigt. Eine. Bombe fiel in ein Viehlager, uw zahlreiche Mädchen! beschäfligt waren. 6 lvnrden getötet, 16 schlver verletzt. Widere erhielten nur Schraminen. Ein Schutzmamr, der die Trümmer durchsuchte, fand einen Frauenarm. Eine andere Bombe ttaf eine Fruchtm-nsfabrik und tötete ein Mädchen inrd verwundete 3. Eine lvsttere fiel zwischen noet riesige Blöcke sogenaumter Nstlsterivo!*- nun gen, wo 25 000 Nc'enscheu zusammen wolfven.
Der „NieuUw Rotterd. Eonrant" meldcck noch: Die deutsck>en Flugzeuge slogeit 5 5 00 Meter hoch und salfen tvie gbmzcTide


