Ausgabe 
7.6.1917 Erstes Blatt
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schloss«: sind, erstreckt wervor. BerftE, baxatigt Nertrage letzt aktzuschlretzen. sind daher zwecklos.

** Kon zerte. I m Hotel r stenho f*Gießen ist heutt; Donnerstag Künstler-Konzert unter Mitnmckmrg der Sängerin Doris Schöpl. I in Hotel Schütz ist Freitag abend Künstler-

>^on^»ert im Garten.

.Im L i ch t s pi e l haus Bahnhofstr. 34 wird unwider­ruflich heute und morgen zmu letzten Male der mit so großem Beifall aufgenommene FilmGras Dohna und seine Möwe" ge­geben . Ms besondere Einlage wird ein Künstler-Drama in 4 Akten, ..Die Silhouette des Teufels", irrit Mia May in der Hauptrolle, gegeben.

** Tie im Mai 1900 geborenen L andsturin - pflichtigen der Stadt Gießen müssen sich am 15. Juni d. Js. vormittags von 812 und nachnnttags von 26 Ulxr iiä alten Rathaus am Marktplatz zur Landsturinrolle melden. Siehe Be- kanntrnackmng..

** Das Kreisbla tt Nr. 9 5 enthält: Verordnung über Saatkartoffeln: llrteriamnu? ausländischer Wertpapiere an das Reich: Ausfuhr and Durchfuhr von Waren des Abschnitts 18 A >es Zolltarifs: Turnunterricht: Förderrmg der Holzabfuhr: Ent­wendung von Carlen- und Felvsrirftfteu: Gefunden: Verloren.

Landkreis Gießen.

Mainzlar, 7. Juni. Dem Kanonier Heinrich Jäger wurde eine Pfingstfreude bereitet durch Perleilurng des Eisernen. Kreuzes. ' ''

Kreis Büdingen.

# Dudenrod. 7. Juni. Das Eiserne Kreuz erhielt der Krankenträger Heinrich Naumann.

# Nidda, 7. Juni. Die Firma I. Himmelsbach i DampfsägewerD stiftete 3000 Mk. für Kriegerheimstätten und überwies diese Summe dem hessischen Landes per ein.

# Ober-Mockstadt, 7. Juni. Das Eiserne Kreuz er­hielten der Musketier Robert Ehr ing, zurzeit zürn zweitenmale l^rwundel in einem bayerischen Lazarett, und der Gefreite Robert L a n b a ch. Für die Hindenburgspen.de wurden hier gesammelt: 154 Eier. 8 Psd. Dörrobst, 11 Pfd. Bohnen. 12 Pfd. :^twetAchenmus, 3 Pfd. Gelee, 10 Psd. Meerrettich, 1^/z Pfd. Graupen, 1 Pfd. Haferslocken. 1 Pfd. Erbsen, 1 Pfd. Mehl, ein Paket Kaffee-Ersatz, 2 Psd. Wurst, 50 Pfd. Sauerkraut und 21.50 Mk. in barem Gekde.

# Wolf, 7. Juni. Hier starb nach längerer Krankheit der Fürstliche Förster i. P. Heinrich Trieb er im 89. Lebensjahre. Für die H i n d e n b u r gs pend c gingen hier ein: 140 Eier, 12 M>. Mehl, 7' * Pfd. geschälte Gerste, 8 1 / 2 Pfd. Bohnen, 1 Pfd. Erbsen, 9 Pfd. Dörrobst, 2 Töpfe Latwerge. 3 Gläser Gelee, 6 V 2 Pu). Meerrettich, l l / 4 Pfd. Zwiebeln, 2 Pfd. Wurst, IV 2 Pfd. Butter und 12,20 Mk. in barem Gcldc.

Kreis Alsfeld.

Up. Ruppertenrod, 7. Juni. Während der Abwesenheit des Lehrers der hiesigen zweiten Sftsillllasse ifturde aus seiner Wohnung ein noch guter lleberzieher, drei Paar Schtthe und eine Schachtel Schubäreinc gestohlen. Man schreibt den Diebstahl Haurster w eibern zu, die an diesem Tage stark im Dorfe aufttaten und von denen man auch solche ins Schulhaus gehen sah.

up. Au s d e m Tale der Ilsbach, 6 . Juni. Zur ersten Frucht des Feldes gehört der Win rers am nt Winterraps'. Welche Bedeutung er als Hauptölquelle in dieser Zeit des Welt­krieges hat, weist jedermann. In ungefähr 14 Tagen tritt die Reise Vieser Kulturpflanze ein, die man gerade in diesem Jahr sehr stark angebaut hat. Es ist nicht häufig, daß der Wrntersamen so oortresslrch gerät wie gegenwärtig. Die Schoden siud io voll und Zahlreich, daß die ^lussichbar der Ernte zu den besten gehören. Ein'Wunder nach einem solchen Winter, wie wir ihn gehabt.

~ Aus dem oberen Ohm tat, 7. Juni. Mil den herr­lich «nporgesproßten Laoten, deren Stand nicht üppiger sein könnte, hat sich auch ein nicht gern gesehener ..Gast des Land- mannes einacschlich..' 7 i - - das Unkraut. Außerorderttlich stark treten in diesem Jahre die Disteln auf und vielfach sehen die Felder tatsächlich aus, als hätte man das Unkraut darauf gesät.. llnermüo- lich sind - vor allem Frauen und Kftrder damrr beschäftigt, dieses LchiädliiLgs Herr »zu iverden, damit er nicht die Oberhand über die vortrefflich stehenden Saaten gewinnt..

Kreis Lauterbach.

rr. S ch l i tz, 6 . Juni. £fsiziersstellvertreter Wild. Zöllner, der 1915 schwer oerwnndet wurde, wurde zuni Leutnaul befördert. Musketier Friedrich Zoller, .Sohn des Landwirts Leonhard Zoller, erhielt zur Ta pserkeits Medaille nunmehr noch das Eiserne Kreuz.

Kreis Schotten.

£. Schotten, 6 . Juni. Kaufmann Faib-cl Stern be­ging bei ausgezeichneter Gesundh?it seinen 80. Geburtstag.

^ Boden Hansen II, 7. Juni. Ende vergangener Woche wurde hier der diesjährige P s i n g st in a r f t abgehalten. Ter erste Tag, an deni Viehnrarkt stattfand, war mit Ferkeln ziemlich smrl befahren. Die Preise.waren entsprechend, dem Alter der -uere hoch. Der tags darauf folgende Krämermarkt hatte einige Veriaufsstände. in denen hauptfäckilich irdene Gesäße zu haben ivaren, zu verzeichnen.

e. U l r i ch st e i n, 6 . Juni. Dieser Tage kam wieder ein neuer Transport Offenbacher Schulkinder in unseren Vogels­berg. So wurden in Gonterskirchen 21, in Ruppertsburg 8 , in Bobenhausen 4, in Kölzenhain l, in Wohnfrid 5, in Höckersd-orf 3, in Ober-Seibertenrod 3 und in Götzen 4 Kinder 'untergebracht. In der Mehrzahl iverden von den Familien Mädchen im Alter »m 1013 Jahren gewünschit, während für Knaben und namentlich für jüngere Kinder leider sich wenige offene Steller: bieten.

np. Ans dem Vogelsbcrg, 7. Juni. Wen:: schon jetzt auf das Vertilgen der Kohlweißlinge aufmerifam ge­macht wird, so geschieht das mit vollem Recht. Wohl tritt der >kvhlweistj.ing nvck rerriuzett ans, allein die erste Generation zeigt eure gewaltig vermehrte letzte. Diese tritt dann als Kraut- und Gemüsevertilger auf. Wer cmfmerH'am die Spricherfenster und die. der unbenutzten Obershüben bewachtet, gewahrt nicht selten l inter diesen eine^Menge Kohlweißlinge. Verrichtet sie! Als vor wer Jahren die Schüler den Kampf gegen die Kohlweißlinge auf- nalMen, da »rar der Erfolg ganz erstaunlich In den Schulen w Ruppertenr'-d wurden über 20 000 Stück abgeliefert, lind der -egen im Herbste: >ein Kraut- und Genrüsepflänzchen wurde von Raupen zerfressen, alles blieb erhalten. Nur dari beim Jagen durch die Lcküler nickt vergessen werden, dgß Wiesen und Felder mög­lichst geick out werden müssen, sonst wird der Teufet durch Beelzebub vertrieben.

^ " Kreis Fricdberg.

-- AuZ der Wietlerau, s.Jpur. DoT Kvrtt vkjkhv! Infolge des ausgezeichneten Maiwetteps hat dos Fruchtfeld eine kaum zu erwartende Entwicklung genommen. Insbesondere hat das Korr: einen Halm Und ftiulez Achte entwickelt, wsre in Friedens^eit, als Düngemittel vollauf vorhantden waren und es an Arbeits-- kräften nicht mangelte wie Heuer. An einzelnen Stellen ist es allerdings ausgewintert, was man an der eingesiäten Svmmerftuftft feststellen kann. Auch der Wsizen steht gut und beginnt bereits den Kolben zu zeigen. W!a!s den Stand der Sonimergrucht anbelangt, so kann bis jetzt nur Gutes berichtet werden. W!enn irur die lin­krau tp läge nicht vorhaickwu wäre! Gelb leuchtet das Feld, so weit das Mlge reicht, nicht etwaSämchÄr" ist es, der Hede­rich blüht. Vor dem Kriege sing man an, ihn zu spritzen. Jetzt begnügt man sich mit Ausrupfeu. Mancherorts mäht inan auch die Spitzen ab. Auch die Distel n haben sich in solcher Zahl ein­gestellt, wie seit Jahren nicht. Ueberall ist nian mit den: Disteleisen <m der Arbeit. Die Kartoffeln sind bedeittend besser aufgegangen, wie im Vorjal)re. wo viele Setzlinge infolge der anhalterrden Nässe faiilten. Futter ist eben im Ueberflnß vorhanden, der erste Schnitt des Klees ist perftittert. Nun bedürfte es eines durchweichenden LandreiTens für den zweiteil Mec und um das Dickwurzsetzei: vor­nehmen zu können.

Kreis Wetzlar.

** Brannfels, 6 . Juni. Der Verband hessen-uassauischer Dainpfdreschereien hat i:t seiner au sterordentlichen Gei 7 erakver- sainmlrttrg am 3. Juni bei Mk. 10,50 eigener Stundenunkosten den Stmiden-Treschlohn für 1917 folgendermaßei: festgesetzt: Für

Dreschen im Feld Mk. 12,, für D re schon in der S ch e u n e fyi k. 1 l,. Beköstigung, Kohlen n.nd Bindegarn I^at der ^Arbeitgeber zu stellen, nötigenfalls köiuien Kohlen :rnd Binde­garn voi: den Dreschereibesitzern zum Selbstkostenpreis geliefert werdeii. Zugleich wurde von der OKneralversarmnlUNg folgende Entschließung angeirornnren:Die (Generalversammlung des Verbandes l'essen -irassaisch er Dainpfdreschereien richtet an das .Kriegswirtschaftsamt die dringende Bitte, alle Maßnahmen zu treffen, daß die Drescherei des itzer n:it alben Bedarfsartikeln, besmi- ders mit Benzol und Kohlen ausreichend versorgt und ihnen die nötigen geschulten Hilfskräfte zur Verfügung gestellt tverden, da- nrit der Ausdrusch der Ernte rechtzeitig begonnen und ungestört zu Ende geführt 4 verden kann. In diesem Falle hält die General­versammlung eine behördliche Regelung des Dreschbetriebes für umrötig. Die D res chma sch in enbes 7 tz er iverden vielniehr auch in die­sem Jahre ihre Ehre darin such«:, in der bisherigen freien Betä- ttgirmj und in pmcktlicher gewissenhafter Erffkllung ihrer Be- russpflichten auch ihrerseits nritzuhelfen, die Ernähriurg unseres Volkes ffcherznstellen."

Hessen Nassau.

= Frankfurts.. M., 6 . Juni. Der heutige P fe rde- nrarkt des Landwirtschaftlicheu Vereins wies einen Auftrieb von 200 schweren nick» mittleren Arbeitspferden auf. Bei sehr hoben Preisen war die Kauflust anfänglich gering. Trotzdem girrqen die guten Tiere flott ab. Die geringeren Pferde ließen zu Marktschluß im Preise nach, fanden infolgedessen alle ^Absatz. Durch die Fest- setzimg von Höchstpreis«! für Schlachtpferde war den Preistreibe­reien von vornherein ein Riegel vorgeschoben, so daß der Schlacht- vrehniarkt in ruhiger Weise verlief. Der Markll>esuch durch Käufer und Marktfteunde lvar sehr rege. Der Magistrat beabsichtigt, drn H ü b n e r h a l t e r n die die vor geschriebene Zahl von Eiern nicht abliefern, die Verabfolgung der Zuckerrationen und anderer Lebensmittel zu sperren und gegebenenfalls auch die Enteignung derfaulen" Hühner vorznnehmen.

X Hanau, 5. Juni. Fabrikant Kommerzienrat Hernrich Brüning, Besitzer der chromolitlvgrarchischen Kunstanstalt Heinrich u. Aug. Brüning in Hanau, bat mit einen! Kapital von 100 000 Mark eine Stiftung für Kr ie ge rwa is e n und Vetera­nen ei-richtri.

[] Marburg, 6 . Juni. Heute mittag traf auf dem Süd- babnbos der zweite Transport Frankfurter Ferienkinder von etira 160 Knaben und Mädchen ein. Sie nmrden von Damen des vaterlondisichen Frauenvereins «npfangen nick» traten nach erngenomnwnen Eririsckurngen in fröhlichst-er Stimmung die Wägen­fahrt in die einzelne:: Ortschaft«: an.

--- Rüdes heim, 5. Juni. Bei dem Gewitter, das sich am Svimtag über den Rheinhöhen entlud, traf ein Blitzstrahl das N aZ i 0 n a l d e n k m a l, richtete aber an den: Kunstwerk selbst keine,: Schaden an. Nur aneinzelnen Sockelsteinen wurden Ecken und her vorstehen de Verzierunger: abgeschlagen.

<8cricbi5$aal.

Leipzig, 4. Juni. Vom Landgericht Gießen ist am 16. März der Mszügler Karl Raab wegen gewerbsmäßiges unberechticwen Jagens in Wäldern :md unter Beiuitznng von Schlingen zu 6 Monaten (Kefängnis venrrteilt !vorder:. Der An­geklagte ist mit seine,' Schwiegertochter Elise Raab verfeindet und die letztere lvar bemüht, ihm ans jede Weise Schaden zuzufügen. Sie erstattete deshalb gegen ihn die Anzeige, daß er in den Jahren 191316 fortgesetzt Rehe in Schlingen gefangen habe in:d inachte dabei dlngaven, die sehr ins cimelm* gingen.

Im Urteile heißt es, das Gericht würde Bedenken getragen haben, alle Angaben der Sckpviegertochter für wahr zu Hallen, wenn sie nicht durch andere Umstände gestützt mürben. Diese letzteren bestanden^ u. a. darin, daß beim Angeklagten zwei Rehdecken ohne Schußl öftrer sowie mehrere Draht schlingen ge- Vuiiben worden sind, an lvelchen :roch Rdl^haare klebten. Ferner f;at ein Forstbeamter beobachtet, daß der Angeklagte mehrfach in auffälliger 'Weise in den Wald gegang«: ist und sich dort heim lich zu schassen gemacht hat. Gegei: das Urteil l>atte der An geklagte Revision eingelegt, in lvelcher er hauptsächlich die GlaichnmrdilTkeit seiner Schmiegertvckfter bemängelte. Das Reichs gericht verwarfheirte die Revision als unbegriindet. ID 185/17.) iNachdr. verb.)

Müllers che B a d e a n st a l t. Wasscrlvärme der Lahn am 7. Juni: 18° Reaumur.

Letzte llrtcbrücbtcn*

Das rumänische Getreide.

Berlin, 6 . Juni. Zurzeit tagt, lvie bereits gemeldet, in: Reichstao.sgebände eine von Del-egierten der Mittel machte beschickte Konferenz. Zweck der Znsonttnenkmlft sind Berotnnoen über die Verteilung der von den Rumänen aus ihrer Flucht znrückgelassenen Vorräte an landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus der vorjährigen Ernte. An d^'i: Be-

tzpcechungen nehrnM vom deutscher Seite Vertreter desAus-

wMTtiigen Amts nick) der Obersten Heeresleitung teil, Mit­glieder des KriegsernährungSamts wurden als sachverstän­dige Gutachter gehört. Ihnen wie dem Ans trete:: der deut­schen Delegierten ist es zu verdanken, rvenn wie derBerl. Lok.-Anz." von zuständiger Seite erfährt, die Besprechun-. gen ein für die Bevölkerung Deutschlands erfreuliches Resultat gezeitigt haben. Sie ergäbe:: aus den rrunckni- schen Vorräten einen derartigen Zuschuß an Brotgetreide, daß unter Anrechnung aller foitft gegebenen Versorgungs- saktoren die Brotversorgung seiner Bevölkerung in der Höhe der gegenwärtigen Rationierung bis zur kommenden Ernte unter a llen Uni ständen gesichert ist.

Die Getzeimsitzung im englischen Unterhanse.

Berlin, 6 . Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Die bisher ver­öffentlichten Nachrichten über die Geheimsitznng im englischen UMer- hause werden noch durch folgende zuverlässige Mitteilungen er­gänzt. Lord E-wil ließ bei der Besprechung der Verluste der Han­delsflotte, die er als falsch und irresi'ihrend und als mit den tat­sächlichen Verlusten nicht im Einklang stehend bezeickmete,^ durch- blicken, daß die Angaben mcht dieienigen englischen Schiffe ent­hielten, rvelche an die veichündeten Regierungen zeitweise abgegeben j werden, desgleichen nicht diejenigen, tvelche voriibe eg elzend die in Elzarter an eine verbiindete Regierung verpstrchteten Schiffahrts- gesellsftmften führen. Von verschiedenen Seiten lvurde darauf rw Uwkerhans erwidert, warum sich dann die Regierung solcher3ta* tistiken in der Oeffentlichkeit bediene, von lvelchen sie selbst bel-aupbe, daß sie falsch seien. Lord Eeeil sagte, daß dies eine Frage der Admiralität sei, welche die Angaben liefere, und Earson bemerkte, daß darin 'keine Aenderung ehttreten werde.. Die Sozialisten frag­ten an, 'warum die Regicwimg dann aber noch- ans derartigen un- ^ richtigen Statistrlen durch bezahlte Journalisten lange Berichte und Betrachtungen über die Zwecktosigkeit des feindlichen Unter­seeboots rr ieg cs aufbcruei: ließe unjb ambic Pvesst send?. Lord Ceril sagte, daß diese AnordwMgen des Mswärtigen Amts und wahr- scheinlich nicht ft'ir England bestrnnnt seien, >ooraus die Sozialisten wieder anttoorteten, daß solche Artikel im Ausland noch weniger geglaubt würden als in England.

Der französische Verpflegungsminifter gab in einer unlängst . gehaltmen Parlamentsrede folgende interessante Zahlen. Nach der Bestandsaufnahme vom 1. April kauften mir 22 Millionen Zentner Getteide im Lande und 11 Millionen auswärts oder ichvimmend, ! zusammen 33 Millionen. Spätere Ausnahmen der Präfekten ergv- , ben einen Fehlbetrag der Vorräte im Lande von 1l Mirllionen. lTaß 11 Millionen im Anslande durch den Unterssebootskrieg ge­fährdet sind, sagt der Minister nicht ansdri'icklich. > Wir können damit rechnen, mit 33 Mill. Zentnern bis anfangs September, Mr ^ neuen Ernte, zu reichen. Mit dem Jnlandsiehlbettag von 1l Mill.. langen wir bis Ende Juni. Wenn uns nicht ein l>esonve:'er Glücks- ^ fall zu Hilfe kommt, gehen mir sehr hartei!^ Zeiten entgegen. Für Lebensmittel allein bedürfen mir eines Schiffsraumes von ' l 1 /* Millionen Tonnen. Wir müssen hier mit einem Ausfall von 800000 Tonnen und eventt. mehr rechnen infolge der ^Er­eignisse zur See, deren niemand iHvrr ist. U«eber die Ftellch- zatzlen machte er Angaben nnt der Bemerkung, daß, weim der Könsum so weikergehe, in einen: Jähre lKer ftüher niemarld mehr Fleisch haben werde, weder die Armee noch das Zivil. Benzttr bedürfe die Jndusttie 15000 Tonnen sein Zcittaum wurde nicht angegeben': verfügbar feie:: nnt 3000 Toirnen niw.

Die englische FriedensstimlnunH.

Haag, 6 . Juni. Eine Majorität der Zahl oder des Einflusses haben die Freunde eines Berständigungsfriedens in England nach bei weitem nicht erreicht. Wichtig ist viel­mehr, daß die gegen die imperialistische Strömung in der englischen Arbeiterschaft bestehende Gegenbewegung sich mit einem so bestimmt auf den Augenblick berechneten Programm heranswagt und die alten pazifistischen Führer, deren Ein­fluß vor dem Kriege sehr beträchtlich war, lvie Ramsay Mac­donald, ihren Einfluß zurückzugewinnen scheinen.

Fnedensbestrebungen in Rußland.

Stockholm, 6 . Juni. Die Garnison von Wiborg in Finnland beratschlagte in einer achtstündigen Soldatenver­sammlung über die Friedensfrage und faßte einstimmig eine Resolution dahingehend, der Friede müsse sehr schnell l>er^ gestellt werden, denn der gefährlichste Teil, gegen den sich Rußland jetzt zu verteidigen habe, sei die steigende Hungers- i not.

Vorarbeiten für die russischen Wahlen.

Petersburg, 6 . Juni. Von der juristischen Kom­mission bei der Regierung wurde eine Geseßesvorlage be­treffend die Wahlen für die konstituierende Versammlung ausgearbeitet, wonach das allgemeine, direkte, geheime, gleiche und proportionelle Stimm- und Wahlrecht bei einer Gleichberechtigung!t Männern und Frauen vorgesehen ist. Das stimmfähige Alter lvird ans das 20. Lebensjahr angesetzt.

Französische Flieger in Rußland.

Petersburg, 6 . Juni. Ji: Kiew sind 290 französische Militärflieger eingetroffen, darunter 40 Offiziere. Sie find für die Südwestfront bestimmt.

Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen.

Juni

1917

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Niederschlag: 1.9 mm.

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