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7.6.1917 Erstes Blatt
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Nr. 131

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Erster Blatt

167. Jahrgang

Donnerstag, 7. Juni M7

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sämtlich in Gießen.

(WTB.) Grohes Hauptquartier, 6. Juni.

kAmtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe KronprinzRupprecht.

Die Artillerieschlacht im Wytschaete-Abschnitt bat mit nur kurzen Unterbrechungen ihren Fortgang genom­men. Starte Erkimdungsvorstöbe des Feindes wurden ab- ae schlauen.

MenLs und nachts war die Kampstätigkeit airch nahe der Küste und längs der A rto is-Front gesteigert. Bei An­bruch der Dunkelheit griffen die Engländer mit starken, tief­gestaffelten Kräften auf dem Nordufer der S c a r p e an. fischen G a v r e l l e und F a m po u x wurde der Feind unter schweren Verlusten durch bayrische Regimenter zurück­geworfen. Weiter südlich drangen seine Sturmtruppen nur beim Bahnhof N o c u r in unsere Stellung. Dort wird um kleine Grabenstücke noch gekämpft.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Am Chemin des Däme6 in der Westchampagne war die Artillerietätigkeit wechselnd stark.

In der Nacht zu gestern versuchten die Franzosen noch einen dritten Angriff nordwestlich von Braue. Auch dieser Anlauf brachte ihnen keinerlei Gewinn, kostete sic dagegen beträchtliche Opfer. Ebenso vergeblich und verlustreich griffen starke französische Kräfte morgens am Winlerberg un­sere Gräben an.

Heeresgruppe Herzog A l b r e ch t.

Nichts Wesentliches.

*

Eines unserer Luftgeschwader warf auf militärische An­lagen von Sheernetz (Themse-Mündung) wieder 5000 Kilo Bomben ab. Gute Treffwirkung wurde beobachtet.

In zahlreichen Luftiämpfen längs der Front buhten die Gegner elf Flugzeuge ein.

Leutnant Allmenröder errang seinen 25. und 26., Leut­nant Votz seinen 33. Luftsieg.

Auf dem

£ c ft i \ $ c n Kriegsschauplätze

und an der

Mazedonischen Front

ist bei teilweise auflebendem Feuer von Vorfeldgefechten die Lage unverändert.

Auf dem Ostufer der Struma warfen englische Flieger Brandbomben auf die reifenden Getreidefelder.

Der Erste Generalyuartiermcistcr Ludendorff.

*

Der Abendbericht.

Berlin, 6, Juni, abends. (WTB- Amtlich.) Die Spannung der Lage im Wytschaete-Bogen hält an. Am Chemin des Därrics für uns erfolgreiche Jnfanteriegefechte.

Sonst nichts Neues.

Heber die Stimmung an unseren Kampfesfronten ttnfer Wissen immer nur Stückwerk gewesen. Wir erfahr Txw-o-n durch Erzählungeü der Beurlaubten oder Berwu deten, durch Feldpostbriefe, deren Inhalt aber subjekl and abhängig ist von persönlichen Verhältnissen der Sehr ber sowohl wie ihrer Angehörigen-, die die Briese erhalte ßto Tod undv Schrecken dermodernen" Schlachten da sich eine ungetrübte Soldateirzufriedenheit schwerl onf. Unsere Heeresleitung war unübertrefflich in .der 6 Nichtigkeit sicher knappen Tagesberichte, in denen sie Hk gange und Erfolge oder Mnerfolge anszahlte; sie lob gelegentlich die Tapferkeit unserer Truppen, die über all Lob erhaben gewesen sei, sagte auch, daß die allgemei Ättwmung nach dieser oder jener Kampfhandlung zuvk sichtlich oder gehoben sei. Aber auf die Herausgabe größer amtlicher Feststellungen über der: allgemeinen Zusta chtserer .Heere verzichtete sie mit vollem Rechte. Das der Heimat zurückgebliebene Volk hat sich, trotz Cohn u: Genoffen, immer damit geduldet und war zufrieden, wei der >sreg unser blieb. Wer nicht genauer militärischer Sa» rmuwr war, dem mochte hier und da bei Erzählungen l druckter und finsterer Mitkämpfer das Herz etwas ba: iverdeii, zumal in solchen Berichten gar z-u oft die Schatte -seiten und das Schwerste der Erlebnisse in den Boroc grund gerückt wurden. Der Grad der Frikdenssehnsucht w an solchen Momenten von Herzensoffenbarungen natti ggemaß oft emporgestiegen.

aber freuen wir uns, daß ein Sachkenner, !r - l oralst, der auf Einladung der Heeresleitung r Fvmttenim Fluge" besichtigte, davon in derDeutsch

^Esztg. die ersreulichsten Ergebnisse berichtet. Ger srichere aktive Offizier kann uns einwandfrei dort

der

r . ivvn.i U.H5» cuuuuiid uu nun

ob unser Lolk nt Waffen, das fast jeden ivchrfäüiaen M> YmcmSgeichickt hat, von gehobenem, zuft'irdeiistellent beseelt Major Moraht lobt die Stimmung Mannfchaften tme dte FähtMtt uttd Tätigkeit der cfjizil r? vf?*J* u * &l ll . nS lrus, das ist sein Schlußurteil, 7 erleichtert iiiw um ,o mehr die .Herzen, als wir wissen, » beL unseren Gegnern, besonders den Russen und Franzoj aber auch ber den Engländern, das Gegenteil ivahr nehmen rst. ^

Wie sieht es denn aber in der Deimat nach beirt drei Krregsiahren aus? Auch hier ist'es gar nicht so c fach, ein rundes Gesamturteil abzirgebeu.' Gewissenhaft ^ und ^biektwitat findet man da gar nicht o häw Äe ^at,achen belehren uns besser als die Reden uttd tlnt Haltungen, bie geführt werden. Wir fahret! noch in groj

urklang der Kämpfe

Scharen auf der Eisenbahn, Hallen noch unsere Theater, unsere Konzerte, und daß unsere Lebenshaltung nicht darbt oder versichert, dafür sorgen uns stets iviedyrtehrende und neu einkehrende Lebensmittelkarten. Meistens erhält man auch etwas dafür. Knapp und schwer erschließbar sind oft die Vorräte, auch teurer werden sie mit jedem Tag. Wir sehen besonders die Dicken unter der Last des neuen Lebens etwas stiller und schmächtiger werden, aber Hungersnöte sehen wir nicht um uns. Auch im Innern des Reiches ist es nickt angebracht, den Ernst der Zeit zu beschönigen oder zu verwischen. Wir haben 'ihn und halten ihn fest, diesen Ernst der Zeit, aber wir sind dann auch stolz darauf, wenn die Fortdauer des Krieges unsere Volkswirtschaft und unsere innere Organisation im ganzen bewährt. Wir dürfen noch weitergehen und sagen, daß es auch auf der inneren Front gut und besser bestellt ist als bei unseren Feinden. Rußland und Frankreich stehen vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch, England hat für seine wirtschaftliche Weitevexistenz eine erschreckend schwankende Grundlage. In Berlin aber sind am Dienstag die obersten Organe der inneren Regierung und Verwaltung Preußens mit dem Präsidenten des Kriegsernährungsamtes und dem Staats­sekretär des Auswärtigeu Amtes zusammeügekomiueu, um Volksernährungsfragen zu besprechen. Das Ergebnis lautet nach einer in die Presse gegebenen Notiz:

Bei rückhaltloser Aussprache über den Ernst der Lage ergab sicht unter Berücksichtigung aller bestehenden ErnährnngsMöglich­keiten die vollkommene Sicherheit des Turchhal- 1 e n s für den Rest dieses Erntejahres und für die neue Wirt- schaslspcriode b i s z u m s i e g r c i ch, c n F r rede n."

Die deutsche Erde gibt uns ihren Segen. Sie ist behütet geblieben von feindlichen Eiusälleu und Verwüstungen, und die vierte Kriegswirtschaftsernte läßt uns in bitterer, noch immer spannungsvoller Zeit dock wieder einmal erquickend das alte, tröstende Zureden lebendig werden:

Schon entschwunden sind die Stunden, Hingeschniolzen Schmerz und Glück.

Fühl' es vor, du wirst gesunren!

Trane neuem Tagesblick!

Berge grünen, Hügel schnellen,

Buschen sich in Schattens Ruh, lind in schwanken Silberwellen Wogt die Saat der Ernte zu.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 6. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird vcrlautbart:

O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.

An der Oiloz-Slratze wurde ein schwächerer feindlicher Barstoß durch Sperrfeuer erstickt. Sonst stellenweise auf- lebende Jnfaulerietätigteit.

I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a n p l a tz.

Der Feind erschöpfte sich gestern zwischen dem Wippach- xaU und dem Meere in vergeblichen Angriffen, um oie in den vergangenen Tagen auf der Karsthochfläche erlittene Niederlage wettzumachen. Seine Anstürme zevschell- ten. Unsere Truppen erweiterten durch die Erstürmung einer Höhe bei Jamiano ihren Erfolg und behaupteten in er­bitterten Kämpfen alles gewonnene Gelände.

Die Zahl der in den drei verflossenen Schlachttagen eingebrachten Gefangenen ist auf 25 0 Offiziere (unter ihnen vier Stabsofffziere) und auf !0 000 Mann ge­stiegen. Mehrere italienische R e g i m c ft t c i* sind fast mit ihrem ganzen Mannschaftsbcstände uiwcrwundet m unsere Hände gefallen, so oas Regiment 86 mit 2685 Mann, das Regiment 69 mit 1932 Mann, das Regiment 71 mit 1831 Kämpfern. Die Brigaden Verona, Sirarusa, Puglio und Ancona, in deren Reihen diese Truppcntörper fochtm, sind vernichtet.

Im Tumiel von San Ekiovanni wurde ein großes Feld- spital erbeutet. Das Schlachtfeld ist von italienischen Leichen bedeckt.

In.der mondhellen Nacht von gestern ans heute suchten die italienischen Flieger weit hinter unserer Front Städte und Ortschaften heim. Sie kamen in Niederästerreich bis Laibach, in Tirol bis Bozen. Im Küstenlands uno in Krain wurden einige Einwohner getötet. Sachschaden ist nicht ;u melden.

S ü d ö st l i ch c r Kriegsschauplatz.

Unverändert. *

Der Ehef des Gcneralstabs.

* * *

Die Schlappe der Italiener bei Zamiano.

Wien, 6. Juni. (WTB.) Aus dem K. u. K. Klüeqsprejse- quortier wird gemeldet:

Der gestrige Trg^an der I.so n z ofr on t kostete den Ita­lienern den grötzten Teil ihrer in dem neunzebntäqiqen Riiuien; unter unerhörten Opfern ert.i isten Erfolge. Durch einen kühn, angelegten und schneidig durch geführten Angriff e r o b e r t c n< unsere Tr n pp? n aus der eml loch flache im Raume von Jamiano jene Teile unserer aus kalb cm Wege zwischen Mon- lalcone und der Hermada gelegenen. Stellungen, die sie am 23. Mai geräumt hatten, zurück. Dabei nahmen sie den Italienern nicht weniger als 171. Oisizi.ere und 6'>00 Monn an Gefangenen ab, eine Zähl, durch die die Schlvere der Niederlage der Italiener am deutlichsten gekennzeichnet wird. Unser Angriff, der gleich­zeitig mit Kampfhandlungen gegen die italienischen Stellung ur öltlich. von Görz und auf den Fajti Hrib an ge setzt ivurde, brachte.: uns in einem nn:ridirste!lichen und wüchsigen Anprall in den Be äitz «unserer früheren Linien. Die Italiener führten nun große Massen herbei, um ims Ivieder znrückzu.dräugen. In atler EU-e

am ösonzo.

wurden Reserven, teils zu Fuß, teils in AutomoM, hermpM schafft und in deii Kampf geworfen, der Tag und Nacht andauerte. Iinmer mehr steigerte der Feind seine Anstrengungen und fefcfce ichommgslvs immer größere Massen ein. Unsere über jedes Äb eibabene JZanterie behauptete siegreich die znrückgewonnenei< Stellungen. Gegen unsere Frontteile bei Kostanjevica, Fajtt Hrib und ältlich von Görz führte der Feind gleichfalls sehr heftige An- grUte ans. die bestimmt waren, seinen Hanvtstoß aus den Südteil der Karftlachfläche zu erleichtern. Auch diese Absicht scheiterte r ollkommen, da alle Angriffe der italienischen Infanterie teils im Vernichtungsseuer unserer Artillerie, teils in unserem Ma­schinengewehr-^ und .Jnfanteriefener zusammenbrachen.

Durch diesen großen Erfolg ist die Zahl der Gefangenen, dte mir den Italienern in der zelmten Isonzoschlacht abgenommen I at eit, auf nicht weniger als 22 (XX) Mann gestiegen. Rechnet man noch^an tausend.heranreichende Zahl von Gefangenen hinzu, die die. Italiener bei den gleichwertig mit dem Ringen cmt AonZv stattgesundenen Kämpfen in Südtirol eingebüßt haben., so ergibt sich bis heute für uns eine^Gesamtsnmme von 23 000 italienischen Gefangenen. Die zehnte Offensive der Italiener brachte also uns, dem Verteidiger,^ den nicht hoch genug zu veranschlagenden Erfolg, d. der Angreifer ttotz seiner Uebermacht ebensoviele Gefangene verlor, wie er uns abgenommen zu haben behauptet. Dazu konftnt noch der für die Italiener gervaltige Verlust von mindestens 160 000 Toren uick Verwundeten, deren Zahl in den Kämmen der letzten beiden Tage genüß beträchtlich vermehrt wurde. Ter ungel^uren Einbuße steht jetzt nach denr Verlust des Frontteiles von Jamiano nur noch das schinale Stück aus dem' Kuk-Bergr gegenüber. Das ist der ganze Gewinn, den die Italiener in der Offensive machten, zu der sie sich von seiten ihrer Bundesgenossen ausgiebigste Hilfe und Unterstützung verschieben und von der sie nichts Geringeres als einen vollkommenen Duvchdruch unserer Isonzofront erhofften. Die Presse Italiens und mit ihr die der gesantwu Entente jubelte zu früh. Tie Fanfaren, die sie über die ))lnsaugserfolge der italienischen Armeen anstimmten, werden nun jäi- abbrechen und dem S'egesrausch Word nur allzuschnell die Er­nüchterung folgen.

Das Seegefecht in der Gtrantoftratze.

Wien, 6. Juni. Aus dem Kr iegs pre s s e q uartier ward gemeldet:

Unsere am Seegefecht vom 15. Mai beteiligt gewesenen leichten Seeslreitcräfte vollnlhrten eine Waffentat, die durch ihre k^hne Anlage, Führung und schneidige Tnvchsiihnmg gauz hervorragende Weriung verdient. Ihre Ausgabe, den in der südlichen ?Adria zwischen -Otranto und der Albanischen Küste patrouillierenden seind- sichen bewaffneten SSachtschfffen und Dämmern möglichst großen Schaden zuzufügeii, l)hben unsere Kampfeinheiten bei diesem Vor» stob mit eurer Gründlichkeit gelöst, die kaum einer Steigerung fähig gewesen wäre. Wie zu erwarten ivar, versuchten die Regierungen der Entente, in ihi'en amtlichen Berichten den durchschlagenden Erfolg unseres kühnen Angriffes durch? Befchümigung ihrer eigenen Waffentaten und elufstellimg unwahrer Behauptungen zu ver- ilcineru bezw. in Frage zu stellen.

Im Gegensatz zu diesen- Veröffentlick?ungeu seien, nachdem nun kein Grund mehr vorhanven, Einzelheiten aus dem Seegefecht in der südlicher Adria der -Oefsentlichkeit vorzuenthalten, in Er­gänzung der bereits vom ^Oberbefehl der Flotte hierüber her aus- gegebenen Mitteilung aus Grund authentischer Berichte folgende Tatsachen festgestellt: Unsere FlottillenabteilunZ unter dem Kam» mändo des Linienschiffs-Kapitmis von Horthy auf S. M. Schiff Novara" bestand, außer diesem leichten Kreuzer noch aus den beiden leichten KreuzernSaida" (Kommandant Linienschiffs- Kapään von Purschka, undHelgbland" . Kommandant Linien­schiffs-Kapitän 5)etif'ier> und aus den DorpedosahrzeugeuCsepel" 'Kommandant Fregatten-Kapftän Prinz Liechtenstein) sowieBala- t'n" <Kommandant Korvotten-Kapitän Morin).. Als G«zner wur­den nnzweifelhast errännt die englischen.KreuzerDarmouth" und Bristol", die italienischen KreuzerQuarta" imdMarsalla" undRiva Birio", (alle stärker als unsere Kreuzer), außerdem acht italienische und französische Torpedosahrzeuge. Unsere Kreuzer wur- ten nicht verfolgt. Wie dies der englische Bericht besagt, sondern gr.ssen, durch Funkspruch vom Standorte des Feindes unterrickftet, diesen au. Sie mußten dazu eigeirs von dem nach ihrem Stütz- Pim'kc führenden .Kurs abschwenken. Es loar fti ihrer Hand ge­legen, nach> Zerstörung von zwanzig bewaffneten Ueberwachlungs- tampjern jedem derartig ungleichen GeseMe auszuweichen. Ter lane Kampf mit dem ill>erlegenen Gegner dauerte zpreieinbalb Stunden. Tann zog der Gegner nach Brindisi ab, trotzdemNv- varc.! ' infolge Unbrauchbarkeit der Maschinen bewegimgslos war und von<raida" ins .Sch^lepptau genomnien werden mußte. Zu dieser Zeit waren die Rauchwolken der zu Hilfe eilendenDt. b'^e.-rg" und der Torpedoboote von unseren Kreuzern aus kauin iralrninehmen. um so weniger von denen des Feindes aus, die 1-000 Meter weiter südlich waren. Es ist somit zweifellos, daß es unsere Einheiten waren, die den Platz behauptet haben. Nicht l!rr dorne Wahrnehmungen, sondern oud: die Tavstellung aller feindlichen Berichte übac das Seegefecht läßt auf folgende Verluste des E'-egners schliefen: KreuzerTarmouth", drei Zerstörer, drei Tränst ort- und 20 Ilebenvacktungsdampser, ein Unterseeboot und ein Flugzeug. Wir habeil weder ein Schiff, noch Fahrzeug, Nock Flugzeug verloren. DieMrwra", lvelche feindlicherseits sinkend gemeldet »vurde, hat am 26. Mai durch Fahrt mit ganzer Kraft bewiesen, daß sie lenie ernstlichen Schäden erlitten hat. An Toten verlor dieNovara" 14 Maim, darunter den Korvetten-Kapitän Szul orito, imd hatte.KZ Venvundete, darunter den Kommandanten. Saida" batte drei Pernmndete,Helgoland" einen Toten und einen Venvnndeten, die beiden Torpedo fahr.', euge, die iprter Fült- runa des Fregatten-Kapitäns Prinzen Liechteiistoin gettemtt ma- növricrten, zerstörten zwei Torpedofahrzeuge sowie drei Trans- vortdampser, hatten gar kerne Verluste und sind nickt, wie der Feind behauptet, in Turazzo, sondern in ihren Stützpimtt Eattaro cingelausen. Sckxm die Schiffs Verluste des Feindes allein lassen, abgesehen von den eingebrachten 72 gefangenen Engländern, rwr- muten, daß dessen Verluste an Toten und Vera windeten zumindest ebenso l)oet: sein dürften, tvie die unseren.. Tie rtalienische Äieldung ist. nnc alte bisl)elügen, so übertrieben, so verdii an Einbildungs­kraft, und mit jedem Worte der Wahrlwit so lviderspvechend. daß sie keine Widerlegung verdient. Das Feuer der englischen Krauz-er war genau und gut geleitet. Ter augenfällige Rd st erfolg ber Feinde kann uns mit um so größerer EftnugtUimg erfüllen, als, wie im englischen amtlichen Bericht besonders bervorw'Iw'^n, der Tivi- s.ous-Kommandant der gegnerischen Streitt'rafte ein aus dem eng» lischen KreuzerTörmouth" eingoschisiter italüenisck)er ftdnüral map