ifenni Wr Vertreter Elsaß-Loth ringens, obschon cs ^ Elkrrict- entrissen war, erhoben Hai, erklärt sie, turf, sic von dem svKe, dcc tzmropa durch den Türgriff des imperialistischen Deulsch- nds crusgezwungen wurde, zusammen mit der Beirerung der bz* |«$tcR Gebiete die Rüjckkehr Elsaß-Lothringens zu fexnttm Mutterlande und eine gerechte Wieder- ^ürtmachung der Schäden erwartet. Indem sie jettiß Dwanken an die Eroberung und Unterjochung fremder Völker vorr Kch weilt, rechnet sie daraus, daß, die Älnstrengurrg der Heere der D^pEik und der Alliierten ihr gestatten wird, nach Niederschlagung des preußischen Militarismus eine dau- 'Mde H^währ der Unabhängigkeit für die klenren und gi osten» Mölrer in der- nunmehr irr Vorbereitung begriffenen Organisation, der Völkergemeinschaft erhalten. Jrn Vertrauen darauf, daß die sRegierung diese Erlebnisse durch die inilitärische und die diplo- mattlchc Zusanrmenarbeil aller Minerten, sichern wird, verwirft src jeden Zusatz und nimmt die Tagesockmung an.
Zec der Ett'l äuuug von neun Zehnteln der gewählten Vertreter rranzofische-, i Volkes, den Krieg bis zur Zertrümmerung des tpreutzischeu Militarismus wrtzn,'atzen und bis zu deni Zeitpunkt, ari deni die Rückgabe Elsaß-Lothringens erzwungen werden könne,
, l " 1 "- 3ta //; Das französische Parlament faßt diesen Errtschmß. obwohl die Mehrheit seiner Mitglieder weiß, daß dieses Zwl niemals zu erreichen ich. Elsaß-Lothringen ist deutsches Land lUnd wird deutsch bleiben. Die wahre Bestimmung Elsaß-Lothriu- se: in der Zweiten Kummer in Straßbrcvg gestern für alte >Äoelt deutlich herworgetreten.
?rttsft 8 üdsbcwcgurlgen in Frankreich.
Bern, 6. Juni. Lyoner Blätter melden, daß die Schneide r r n n e n und M o d i st innen, ebenso die Schuharbeite- rrnnen von Lyon und Umgebung seit vorgestern vormittag in den Ausstanid getreten sind. Sie verlangen Lohnerhöhung und
' §eekrleg.
Neue U-BooLcrsolge.
Berlin, 5. Juni. (Amtlich. Im Atlantischen Ozean sind durch U-Boote 22000 Brut to reg ist ertön n e n versenkt worden. Unter deü vers-eniten Schiffen befanden sich: der englische bewaffnete Dampfer „Refugis" (2642 BRT), mrt 3609 Tonnen Kohlen, ein unbekannter englischer bewaffneter Dampfer, wahrscheinlich „Haro-low" (65M BRT.), ein unbekannte^ englischer bewaffneter Dampfer vom Marina-Typ (5000 BRT.), ein unbekannter englischer bewaffneter Dampfer (4000 BRT.) und der eng- lische Fischdampfer Teal. Nach den schweren Detonationen zu urteilen, unter denen der 4000 Tonnen-Dcrmpfer versank, bestand seine Ladung aus Munition.
Der Chef oes Admiralstabes der Marine. Ein k. und k. Torpedoboot gesunken.
Wien, 5. Juni. (WTB. Amtlich.) In der Ottrchr vom 3. auf den 4. Juni ist in der Nordadria eines mfferer Torpedo sahrzeuge von einem feindlichen Unterseeboot torpediert worden. Es ist gesunken. Der größte Test der Mannschaft ist gerettet. Flokteukommando.
^englische Arbeitszeit entsprechend den Bestrmmnngen, die in Paris
nhlTTT ni'lt '»f f f ^ ’ t f'' J*4 H rti/AA vn OtnM/N. , « A, t.
toon d?n Arb.iterinnen der gleichen Zweige durchgesetzt ^yertver melderk die Blätter aus ÄLcrrseille, daß mehrere Arbeiter
wurden.
^verbände, darunter die Hasen- rmd Vöetallarberter, die Kvnsed tittonSarberler und die Sckmetderiimen, zu einer Versammlung ern- yeladm wurden, um über die Streitfrage Beschkuß zu fassen.
m Frage srehendeir -verbände fordert! emc Teuerungszulage und Einführung d-'r englischen Arbeitszeit. Die Handels an gestellten von Marseille verlangen gleichfalls eine Lohnerhöhung
Amsterdam, 4. Juni. (WTB.) Die Zeelandlinie hat, wie die Blätter erfahren, vorläufig den Dampferdienst nach England loieder eingestellt.
Haag, 5. Juni. (Privattel.) Die Häfen von Har
wich, Leith und Edinburgh wurden wegen Minen-
Der Brotverbrauch in England.
London, 5. Juni. (WTB..) Reuter. Der internationale MrieasWohlfahrtsausschuß teilt mit: Die amtlichen Berichte Des Eruähruwgsmiuifteriums für den Monat Mai lassen ernennen, daß als Ergebnis der freiwilligen Ein- '.schränku rt ß der B r otv erbrauch der Bevölkerung während dieses Monats bedeutend zurück gegangen ist und szwar in größerem Maße als wegen der Kartofselkuapphett Hu hoffen war.
Englische Agitation.
ondon, ö. Juni. W'TB.) Meldung des Reutersckmj ms. L.er Vollziehungsausschuß des Nationalen S eele n tc
YW'lI/'rMfrfirtiiS.Ä ..... iV-JifJir : _ _ ' i. ...
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drno Heizer f_c r bände s nahm eine Entschließung an, in der Es abfefmt, ieinen Mitgliedern zu gestatten, mrs irgendeinem ^chrste Dienste zu nehmen, das Friedensfreunde nach Stockholm »der Petersburg bringt, sofern sie nicht Bürgschaft'dafür bieten^ Laß sie auf Ersatz der Schäden bestehen werden, die den alliiertest WcEleuken und der Hmrd-elsilotte durch die von den deutsche:. Unterseebooten verübten Mord- und Bernichtungstaten zugefügt worden, Es wurden zwei Mitglieder -abgoownet, um im Auftrags ^sVerbmrdes nach Stockholm und Petersburg zu gehm und von ähren Unterweisungen allen zwischenstaatlichen Arbeiter-Sozialisten- ffSSr^ ^Eben., mit denen sie Zusammentreffen
Die norwegische Neutralität.
Oie „Nvrdd. Mg ein. Ztg/' schreibt unter der Ueber- .schrrft: „Norwegische Neutralität:
^eitrige eritt Meldung des Norsk Telegramm-Bur saus ^uver me Torpedierung des deutschen Dampfers in der Nähe der norwegischen Küste durch englische iKrregstat?rz-euge ließ die Vermutung aufkommen, daß es sich bei Vorfall um eine außerordentlich brutale Verletzung der norwegischen Neutralität handelte. Diese iVermutmtg pt durch die jetzt vorliegeirden genaueren ilLachrrchten !veltätigt. Der Dampfer tmitbe nicht rait rrmerhalb der norwegischen xVvhcttsgewäner angegriffen, sondern ein englischer Offizier schoß «ui den K o m in a n d a n t c n des deutsä>en Handelsschiffes. jßad) Berichten die hier vorlreaen, wurde die „Gannna" noch'beint stranden von den englischen Kriegsschiffen iveiter beschossen. Drei >^rvedl>: erreichten bas Land, zwei davon explodierten am Strande. >ver' norwcgifchc Gesandte in London erhielt den Aus- >tvag, gegen den völkerrechtswidrigen Akt bestimmten Einspruch e r heb e n. p-amit zog Ochrwegen diejeirigen Folgeruirgcn aus -^nr englrichen Vorgehen, die es ziehen nrußtr. Die Ang^egenheit M -annt, fownt die norwegische Iiegierung in Frage kommt, er- tiDlgt.
Die Halttmg brr Kristianiaer Presse zu dem Vorfall, llolveu Ne uns vorliegt, nötigt uns aber doch noch, mit einigen ^Wo^eii naher aus tfm einzug-ehen. Wir stellen fest, daß diese Preffe gich wmit bcgnügte, den Fall, trotzdem es sich um cirren klar zutage liegenden Ueliergriff einer kriegführender Mackst gegenüber tcor.r-egen handelte, einfach zu registrieren. Diese Haltung steht in -<N7«n sckn'otten Gegensatz zu der Halttmg der norwegischen Presse gu inirberen wallen, wo es sich um Mrgeblichc deutsche Ilebcrgriffe Ewstte Dü war die Pkehrheit der norwegischen Presst schnell bei 55* ßolwe Vorfälle aufzubauschen. durch sensationelle Ueber-
Ichrrfren sonders hervorzulstberr und sie tagelang zwecks Hetze
gefahr gesperrt.
Rotterdam, ö. Juni. (WTB.) „Maasbode" meldet, daß der dänische Dreimastschoner „Eversaud" gestrandet ist. Gesunken sind demselben Blatte zufolge der schwedische Dampfer „Erik" (765 BRT.), der französische Dampfer „Jtalicß^ (1305 BRT.), die norwegischen Segler „Glpge" (358 BRT.), „Afters" (1395 BRT.), der Dampfer „Fritjof Nansen" (2190 BRT.), aus Stavanger, der Segler ,Lvdan" aus Skien, der dänisch Segler „A. H. Biisl" (110 BRT.), der norwegische Dampfer „Turid" (1148 BRT), der Dampfer „Uma" (2683 BRT.) aus Aalesund, der norwegische Dumpfer „Waloemar" (1635 BRT.) und der dänische Segler „Konsul N. Nielsen" (1253 BRT.).
Paris, '5. Juni. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Der Dampfer Jane" (4163 Tonnen) der Messageries Maritimes ist am 20. Mai im östlichen Mittelmeer torpediert worden und gesunken. Er hatte 690 Personen an Bord, von denen 36 eingeborene Madagassen vermißt werden. Bon der Besatzung kam n 81 arabische Heizer um.
M adrid , 5. Juni. (WTB.) Funkspruch vom Vertreter des Wiener K. u. ß. Korr.-Bur. „Jmparcial" und andere Blätter melden, daß in der Nähe von Santander ein Touch boot den früheren gricchischn Dampfer „Aristides", 12980 Tonnen, mit einer Erzladung von Huetva für Ply- nlvuth bestimmt, versenkte. In der Mhe von Ferrol gingen unter die norwegischen Dampfer „Waldemar" und „llrua", mit einer Erzladung nach England bestimmt. Am 22. 9Nai versenkte ein Tauchboot den brasilianischen Dmnpfer „L ap a" mrt 22000 Sack Kaffee und 800 Kisten Bananen^ von Rio de Janeiro für Marseille bestimmt, die Mannschaften sind gerettet. Die Manuschafte-n des spanischen Dampfers „Puebla" wohnten in der Straße von Gibraltar einem längeren Kampfe zwischen einem Tauch ooot und dem bewaffneten eiiglischen Dampfer „P a - tr o u il la" bei, der bedeutende Beschädigungen erlitten hat.
sturnierprobtef'. 'Tapferkeit unseres Heeres- und b-efferr h'en--' vorvogender Führung. Der unbeugsame Wille zur siegreicher ’ Beendigung des Völkerringens wird auch weirerhiu unser, deutsches Elf-aH-Lothriitgen zu fchirnren wissen. Das starke: Heimatsgefühl und die Liebe zur 'Scholle, die die eisaß-loth-' riflgische Bevölkerung beseelen, werden, dessen bin ick) gewiß, dazu beitragen, alle Kräfte des Landes zum Schutze des eigerien und damit unseres gemeinsamen großen Vaterlandes bis aufs äußerste anzuspannen. In diesem Willen iveiß ich mich einig mit den berufenen Vertretern des Landes, und glaube ihreii Gefühleii Ausdruck m Heben, wenn ich mit Dank und Bewunderung der Hechen, die unser Land beschirmen, insonderheit der tapferen Söhne unseres Landes, gedenke, die, ihrem Fahnen-eid getreu, in Ost und West üi den Reihen imseres Heeres ihren Mcum stellen. Der Statthalter schloß mit einem Hoch auf den Kaistrr. nachdem er im 0kamen Seiner Majestät des Kaisers dev Landtag für eröffnet erklärt hatte.
Daran reihte sich im großeii Sitzungssaal des Landtags die erste Sitzung in der Zweiten Kammer, zunächst mit der Wahl des Bureaus, aus der mit 29 von 46 Stimmen der bisherige Präsrdent Dr. Rickling (Zentr. wiedergewählt hervorging. Zum Vizepväsrdeirven wurde Jung (Lothringer) mit 36 Stimmen gewählt. Dann trat die! er nach einer Ansprache Dr. Ricklinas sofort in die!
Kammer nach einer Ansprache Dr. Ricklings sofort in Beratung des Etats ein.
Zur gleichen Zeit war in einenr Saal des Ministerrmns die Erste Kamrner zu einer turzeu Sitzung ziisanrmen- getreten.
th. Gießen, den 5. Juni.
Den 2. VerhandlulcgZ-tag der 2. Tagung des Schorrrg-Mhis
h r» Art a.. . /v *»it * : ...
füllte die Airküige gegen deii ehemaligen Horelhausdien-er, itm&in - Zellen strafan svalt Butzbach, Friedrich WüHckn
Aur dem Reiche.
Eine Rede des wüNlembergischen Ministerpräsidenten.
Stuttgart, 5. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Bei der Mutigen Eröffnung der Zweiten Kammer hielt Mch nisterpräsident v. Weizsäcker eine Rede, in der er sagte: L»r. Majestät des Königs landesväterliches Sorgen und
— -- - -_ .ivp v iu/vv wviijvii Ulli/
Dossen ist auf einen bändigen rechten und gerechten Frieden gerichtet. Offen und insgeheim arbeitet das feindliche Ausland mit den verächtlichsten Mitteln (sehr richtig) auf innere Spaltungen in Deutschland. Das Hoffen ist
vergeblich. Ist es der Mühe wert, in Württemberg ein weiteres Wort zu verlieren über den englisch-amerikanischen Ge-
gegni Deutschland nicht ans den Spalten der Blätter verschunndm
W toi Kit- Ferner stcpt m auttallendem tzstgensatz z-u der' jetzigen -oolttmg der Kristiama-Presse dm hetzerisch Art, womit die jung- 'stei: \ jvrail:, htr Begegnung de?itschr und schwedischer Flieger 'un0 das -mgebttch Nrberfliegen fchredischn Territoriums durch veutick^ Zcppelme von der noroegischen Presst ausgebeutet wird '«Wt hwrmit diese einseitige Parteinalnne der uorire- Svchn Proste tür England niedriger.
In diesem Zusammenhang muß ein Arttkel der „Handels oq Swewl'rlsudeude" enr-ähns werden, der einen Rückblick aui den vorMrigen dnttschnorwegrschu tttrterstebootöLonsliÜ zum Anlaß von Ausfall?!, cnff Deulicküand nimmt mrd eine der schärfsten Au»- Miung.-. d?k sogenannten nonr^gischeu Alttvismus darstellt. Es Vt nr p'utrchtand bekannr, daß die „)Handels og Sjoefahrtsttd-mde" das Or-wu der uoriwaischn Reederkreise ist, das über die Sorge für me Worlwhrt des Landes die Svrg-e für den eigenen Geldbeutel ^v-innste der Schiffahrtc-gesellschasten stellt. Wenn eru wich .»ctze allein stehen würde, brauchte man iniolgedesstn T.o^..oaEer zu verlieren. Dies ist aber bedauerlichrweije
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«W ber MU Wir it-ellen desdolb hiermit die Frage an alle em- ^rchttgen ^Krene in Nottvegcn, ob sie den Fortgang einer solchn
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Hetze dulden wollen. Sie ,nuß aus die'Dauer" dM Landc^uü Schaden gererchen, und che Duldung macht in Deutschland den schlechteiteu Eindruck.
Kundgebungen gegen die Lebensmittelteuerung in Norwegen.
Ko ven Hagen, 6^ Jum. . WTB.) Urbar ganz Norwegen eme Arbetterkundgebung, die mit einer Emstelbmcg aller rwmürrÄlen und üaatluden Arbeit am morgigen Tage verbunden &rn m rt>. Nur Effen1>alm-. Post-, Telegraphen- und Fernsp'-ech- verteh folUn w Wirksamkeit bleiben. Dagegen werden alle Lädens tarn) geichloffen sein und die Zeitungen nicht erscheinen. Tie
Mmdgeoung rrchler fid> gegen dve Gebensmittelteuerung.
danken, das deutsche Volk von seinen Führern getrennt zu sehen? Partikularismus irgendwelcher Art hat in Schwaben keine Stätte. (Beifall.) Gestatten Sie mir eine kleine persönliche Erinnerung. Der russische Gesandte in Stuttgart.— der allerletzte in Stnttgart natürlich — hat mir tu den historischen Tagen vor dem Kriegsausbruch gesagt: „England will den Krieg, es will die deutsche Flotte vernichten." (Hört.) Also das Anerkenntnis der 'Schuld an dem Kriege, aber zugleich die vorsichtige dlblenkung der Ge- samtschuLd auf den einen Bundesgenossen. Sie alle sind schuldig. Das verdiente Schicksal hat indessen die Regierung des Zaren getroffen. Dieses Schicksal hat Präsident Wilson „ein wunderbares, ermutigendes Ereignis" geheimen. Er scheint sick) der Entwicklung der Dinge in Rußland zu erfreuen. Wir 5m ^ ie ^ Kommen des von der ganzen gesitteten
Menschheit ersehnten Friedens fördern sollte. Freilich, die eigenartigen Friedensgrunde über dem Wasser haben im Gegenteil das Feuer des Sieges nicht erloschen lassen. Mit Besreniden, mit Bedauern im Hinblick aus die auch dem rpchwabenlaiide zahlreich entstamnreuden deutschen Kreise drüben, aber mit fester Ruhe sehen wir diese tiefe Störung der langen, früher so freundschaftlichen Beziehungen. Ein Grund für die Herbeiführung dieser Störung, der das Lickft der Oeftentlichkeit ertrüge, fehlt. (Zusttmmung.)
^ Meine Herren! Noch immer steht uns Sckstveres bevor, rmierc Soldaten, der Mann im Schützengraben und in der ^turmkolonne, der Flieger, der Seemann, der auf stolzer Flotte seit bald drei Jahren die übermütigen feindlichen rslotten in Schach hält, der auf dem unübertrefflichen U-Boot an dem Zusammenbruck) von Englands Hochnrut arbeitet, sie alle haben jene unerschütterlichen deutschen Nerven, die selbst dem Feinde immer wieder neue offene Bewunderung ab- nötigen. Sie wissen nichts von dem geringsten Zweifel an das gemeinsame Zusamrnen- und Durchhalten und damit an Okhi liegreichen Enve. Wir auch nicht, lvenn wir auf die blicken, die für uns das Leben einsetzen. Ihnen danken )vir heute und immer (Lebhafter Beifall.)
Die Eröffnrrng des Landta-gcs ftir Elsaß-Lochnngen.
Straßbur5. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) In An- weienheit der meisten Adgeordneten beider Kammern und der ^obersten Beamten des Landes fand heute nachmüäaa rm Lckatthakterpalast die setzerlich? Eröfsnunzg des 5. Landtages für Elsaß-Lothringen statt. Seine Eröfs- nunasansprack)e schloß der Kaiserliche Statthaltet: Dr. von Dallwitz mit folgenden Worten: Die gesegneten Fluren Elfaß-Lothrrngens sind bis auf kleinere Grenzgebiete von den Schrecken des Krieges unberührt geblieben feaatf 6er
ttäfling, aus der Ä a u ß, ioegen
Raubmords und schweren Diebstahls aus. Ter Angeklagte, der während der ganzen Berl>andlmi.g Hand- stpelu trägt, stl 48 Jahre alt; er ist in Wangen im Elsaß geb-vreu.
i>l in Frankreich und in vnschiedenen Kantonen der Schweiz wegen salschung amtlicher Urkunden, lmedm'holt wegen schiveron Diebstahls, wegen Raub, wegen Gewalttätigkeiten and Hehlerei im ganzen zu 20 Iahven' Zuchthaus nru- Landesverweisung vorbestraft, zuletzt van oer Straf- ta mm er Gießen wegen schweren Rück , alldiebstahls, begangen im Lprurelhotel in Bad-Nauhcim, >regen Wirersbands gegen die Ltoatsgewalt uird wegen Körper Verletzung zu 5 JahvQr ZuckÄhau.s veruriellt. welche er augenblicklich verbüßt.. Ter AlrgtÄagte ist belchiuldcgt, den Gefangenenwärter Ä rnal d in Butzbach rochätzlrch <!,? wck lleberlegung getötet und beraubt zu haben uno weitL.r om J.Dera> der Lat tu Bad-Nauheün im Sprudel-Hobel mit e^aem Beile bewaffnet, durch Eürsbeigen und Erbrcchen vvu BehchlD nstsen, emeu Diebstahl versuchet zu * haben.
^ic sAntcage vertritt Gerichtsassessor Dr. Eckert. Die Ber- ttwigung führt "Justizrat Rechtsanwalt Dr. Jung. ES such zur Verhängung acht Zeugen erschienen.. Ms Sachverständige sind» anweiend Medlzmalrat Kreisarzt Dr. Nebel - Friedberg, Dr. Wagner- Frwdberg, Tr. de Bra-Butzbach und der Gerichts- chemEr Dr ^revun als Vertreter des Dr. Popp-Frank-urr a. M. Bor Guttritt in die Vernehmung des Angeklagten bemerkt der Borfttzende Ländgerickchsrat l^e u n Hagen, dieser habe ja m der Vor untersu chung ein offenes eingehendes G«stäuünis saurer schuld abgelegt, dce llmstäude, die ihn angeblich) zu der Tat ge-- Rnt> l^bst in allen 'ttuzelheiten geschildert und dre Bwte daran geknüpft, die Bwhandlun.g gegen ihn so schnell als nur mogttch heroerzuführen. Dieser Wuirsch sei «ruck erfülle nw-rbrm und er, .yaUtz, solle nun vor den Geschworenen fern E-Üandms wcederhvlen. Ter Angeklagte erklärte, er wolle d«S auch Lun Er gibt dw^Birstvafen, die er erlitten, alle zu. Aus Herr. AuslM'de stc er rm Spätsommer 1016 nach) Bad-Nauheim, m das Sprudel - 'PP. 1 ,, n^eommen, wo er vier Wochen als erster Hausdiener be-- schafttgt war. Er verließ die Stelle, angeblich weil man. ihm melw Arbett zugennttet, als er leisten konnte, und nalpu Wo-hmmg ^ tt-ranfturt a. M. Von hier aus stattete er nachts dem Hotel in Bad--/uruoerm unzählige Besuche ab, tovbei er melwere tau.send' Stück Ecer, die man für den Winter eingelegt hatte, mitgehen hieß. Bei emem solchen Besuch wurde der Dieb vvn emem SchuHmann gefaßt. Er. letzte sich zur Wehe und verletzte den Beamten sehr erheblich, so ^ orefei- euren dauernden Sckxwen an seiner Gesundbest erlitt Für dreh Tat ierchlgte die Abntteilnng des cklteu Berbreck-ers durch das Laiidgerrcht Gießen zu 5 Jahren ZuchQwus. Ter ')lngeklagÄ wurde der Zellenstrafanstalt Butzbacl? zur Verbüßung der Sttase uberw^seu. :.>auß erklärt, daß dort bei nickst auskömmlick)Lr Nahrung von ihm ein hohes Maß von Arbeitsleistung verlangt )vm-bai gt. Er war mit der Herstellrmg von Körben beschäftigt. — Er habe, and; gelegentlich einer Vorführung vor dem Direktor oer Anstalt über die nicht ausreichende Kost und über seinen kranieu Zustand geklagt, dieser habe ihn an den Arzt verwiesen, doch habe dws nicksts geholfen, seine Lage zu bessern Nach der Unterredung mit dem Anstaltsleiter sei er auf den Gedanken gekommen, aus der Anstalt gewaltsam ansznbrechen, und er habe den Plan, gefaßt, einen Beamten zu töten, um die Freiheit näeder zu erlangen, oder. Wenn der Anschlag mißglückte, für seine Tat selbst Hingerichtete zu welchen.
Zur .Tatsckälderung übergehend, erklärt der Angeklagte, er hätte zuerffl Arnold nickst als das Opfer auserseben, das zu seine:' Befreiung httte fallen sollen. Der ßNordansckstag galt vielmehr dem Oberaus; eher, dem er mitteilte, daß er it-od* Geldmittel in feiner Kleidung verborgen halte, die er ihm aushandigen wolle, wenn er mit ilnrt auf die Kammer geherc wolle. Der wohl überlegte Anschlag bestand in der Absicht, den Oberaufsel-er mit dem Kott- mackermesser auf der Kammer zu überfallen und zu töten, um darm unter Mstnahw.e der tats.achlich in der Anstalt durchge- schmuggelten Geldsumme rmd unter Mitnahm-e seiner ZivMerster und seiner Papiere aus der Anstatt auszubrccheu Der Oberausieber war aber vorsichtig: er nahm, als er mit dem Angeklagten ttir .stckn'mer .Fug, noch einen Arbeit-^- mit. Aber auch der Wärter Aimv'd traute denr alten Verbrecher updfl, er sah ihm, eh; er zur Kammer ging, scharf aiff die Finger, und so h-nute Hauß das zu de rgeplantcu Bluttat ausersehene Kürbmachnmiesser nickt von deni WerAstch in seiner Zelle mit sortnehmen. Diese Umstände ver- tziuverteu^ die Ermordung des Oberaufschers. — 2tm Tage nack dem Mis'glückttnr Anschlag, an einem Donnerstag rwckr- mrttag, kam Anwld allein tu des Angeklagten Zelle Haust gcsteyt zu, daß er das Kommen des' Westlers erwattct und darauf ;erneii neuen Plan berechnet hatte. Gr hatte aus zwei schweren Werdeukwüppelu. die er als Arbeitsmctterial in seiner Zelle inttp unter Benutzung von eisernen Handwerkstzeugen eine Att Keule I-ergesttllr, die für den geplanten Mord 'bereit lag. Außerdem l^tte der alle PtögliHkeiten erwägende Verbrecher aus dünneren: Wechenruten. die er vorher bt Wasser gelegt Hatte, eine Schlinge ver- seittgt, um gegebeiwrcsalls sein Opfer damit zu erdrosseln. Der Angeklagte schildert sehr anschaickich, )m er s.stnen Sck-emel unmittelbar io länge,teilt hat, daß der nichts ah.rmde Arnold ihm rum Opfer lallen mußte. Kaum hattt' sich der Aufseher gebückt als der Angeklagte sein Mordinstrument ergriff und hinterrücks emen mäckwigen Schlag aus den Kopf des Op^ck. führte, so daß die,es sofort zusammenbrach. Weitere Schläge mit .der .Keule folgten woraus vauß den in den letzten Zügen wehrlos am Boden liegenden, die Sa-linge um den Vals legte und das Opfer tkoch erdrosselte. Dann legte er den noch, Lttren zeigenden .Wrper auf die Seite zog chm die Uniformstücke aus, wihm den Goldbeutel miV 1 Mark'In- mlt, Rrng und Uhr an scch und gri - rum Messer', um seinem Hals bis auf den Wirbelknoche'i zu durckschneiston. Der Mörder entledigte sich darauf der Gefangenenkleidtt^i, die er in a ' [ '' ty£ ^^ LCf zog sich als Gefaugenemvätter an, schnallte das lutöm ^ Schkqfel uni) üegab sich «'Uf den Sof bö GefemMnsses. wo ßoe Georgene aErt-n. L«.' schichtete


