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4.6.1917 Erstes Blatt
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Maßnahmen, bis hauptsächlich in Ihrer Land lagen, zu verdanken.

Als Zeichen Meiner besonderen Anerkennung Ihrer hierdurch erworbenen neuen Verdienst-.' und als Ausdruck Meiner fortdauern­den be,anderen Zuftiedeiiheit mit Ihren vortrefflichen Leistungen l^lle ich Zic hierdurch) ä Ki suite des niederrheinischen Füsilier- megrmenlS- Nr. 39. Sie treten in dieser Ehrenstelle wieder in enge Verleihungen zu dem Regiment, dessen hervorragender Kommandeur

«gewesen ;ind, und das _fid> auch d-ank Ihrer zielbenmßten Aus- mldung in den: jetzigen .Krieg überall aufs beste bewährt hat.

Großes Hauptquartier, 1. Juni 1917. gez. Wilhelm.

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Die KriegHziclc Oesterreich-Ungarns.

Wien, 2. Juni. lDTB. Nichtamtl.OSeit rfrxiqabe der Er­örterung über die Kriegsziele der Monarchie folgen in der Tages- vrefse zahlreich)-: bemerkenswerte Artikel aufeinander, ans denen deutlich hervorgelch, nach welcher Richtung sich die öffentlick>e Meinung in dieser Angelegenheit entwickelt. Es wird dabei all­gemein an der Erklärung Czernins festgel-alten, daß gegen Rußland keine aggressiven Absichten in Oesterreich-Ungarn vorhanden sind, und daß an iein: Vermehrung der Macht Oesterreich-Ungarns auf Kosten^Rußlands gedacht wird. Auch die Neuregelung der polnischen Fange nrird in dem Sinne ausgelegt, daß dadurch die Gestchrmögliv> ire)i für die Zukunft ausgeschaltet und die Her- sveUrrng eines dauernden, friedlichen Verhältnisses zu Rußland er­leichtert )vird. Allgemein wird auch verlangt, daß es dem Pan­slawismus unmogUrf; gemacht iveroeu müsse, in Zukunft nochmals an Serviert und Nkommegrs Stützpunkte gegen Oesterreich-Ungarn Z,n gewinnen. Ern ".sachgemäße Regelung der südslawischen Frage müsst dazu beitragen. Das Serbien der Vergangenheit dürfe nicht hwett/'p slZpen. Für di. Befriedigung der wirtschaftlichen Be­dürfnisse Oesterreich-Ungarns an der Adria erscheine allgemein die Sicherung i v . >n Cattaro durch die Beherrschung

des L o v c e n unbedingt erforderlich. Ein autonomes Albanien in freies- iianvi . , ^..^wrrtinug und in Anwhnung an die Mon- archu' rvird als ein-.' ntere Maßnahme in dieser Richtung für notwendig erklär:. Was -£ii erhöhtem ausgiebige tr Schutzc gegen- ine künftige Erneuerung italie­nischer A n g r i f f s l u st nötig erscheint, sollen die Feld­herren der Monarchie entscheiden. Als unbedingt ge- boten wird idou jetzt die Befreiung der Tonaustraße von willkür­lichen Eingriffen von Serbien oder von Rumänien her bezeichnet. Srwwhl tn Oesterreich wie in Ungarn wird die Sicherung der freien Schiffahrt aus dem Adriatischen Däoeve und auf der unteren Donau «geradezu als ein L w? ns ime resse der Monarchie erklärt, für das durch Bereinbarnng-an über eine gemeinsame Zollpolitik und ähn­liche Abmachungen ernste Bürgschaften gewonnen werden müssen. Werter minie für die teilweise Wiedererstattung der n n e r m e ß l i ch e n in a t e k i e l l e n Opfer die der Krieg der Monarchie ausgenötigt hat. eine geeignete Form gesunden

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'werden, die nicht ans Rach ucht oder dauernde Beschädigung ausgeht, ediglich den Bedürmisseu der österreichisch-ungarischen

sonder): lediglich ......

Wn-Hchastserne-.l-crung entgegenkommt und durch sie bestimmt wird. Die publizilttschm Auseinandersetzungen über diesen Gegenstand ) rahmen inzwiscl>eu isweit Fortgang.

Der französische Ministerpräsident über Krieg und Frieden.

Paris, 1. Juni. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Kammer. In seiner Rede erinnerte Mnisterpräsident Ri b ot ^daran, daß eit einiger Zeit von dem Plane einer zwischenstaat­lichen Zusammenkunft die Rede fei; die Sozia/listen aller Lander, deutsche nnd österreichische mit eingeschlossen, sollten zu­sammen treten. Er hat schon das Ergebnis gehabt, die öffentliche Meinung zu verwirren und die sozialistische Partei selbst zu spalten. Der erste Uebelstand einer solchen Zusammenkunft ist es, daß sie die Vermutung auskommen lassen könnte, eine Partei könnte An­spruch haben, sich an die Stelle der Negierung zu setzen. Der Friede von morgen kann nicht das Wlerk einer Partei sein, möge es sein!, -welche es '.volle. Wenn die Sozialisten zusammcnkämen, um die Kriegsziele zu prüfen, so würben morgen die Katholiken dasselbe Recht haben. Der Friede k a n n n u r ein französischer Friede sein. Er wird die Hoffnungen des ganzen Landes kurz 'Zusammenlassen müssen. Wer kann das Land vertreten? Die Re- chcrung ist cs,'die mit den Kammern zusammenarbeitet und die die Kammern, wenn der Augenblick dazu gekommen sein wird, darum ersuchen wird, sie mit Ratschlägen durch Vermittlung ihrer Aus­schüsse, denen sie alles Mitteilen rvird. zu unterstützen. So lverden wir handeln müssen. Ich bin sicher, daß das die Meinung des ganzen Landes ist. Kann man sich in dieser Stunde mit jenen, die unsere Feinde sind, besprechen? Mit denen, die nicht ein Wort hatten, um die Verbrechen zu mißbilligen? Jetzt, wo ein Teil des Landes noch durch den Feind besetzt ist, kann man da mit ihm Be­sprechungen aühalten? Ich weiß, daß. wenn ein derartiger Plan Wirklichkeit würde, er in der öffentlichen Meinung Verwirrung Hervorrufen tvürde. In dieser Sttinde ist es erforderlich, daß man m dem Endabschnitt des Kitteges alle Energien sammelt. Wenn man das Land glauben machen würde, daß der Friede aus der­artigen Zusammenkünften hervorgehen kann, welche Ergebnisse Hütte dies? N c i n , der Friede kann nur ausdem Sieg her- Vorgehen!

. Diese Versicherung entfesselte, wie die Agence Havas meldet, aus allen Banken, außer ans einem Teil der äußersten Linken, außer­ordentliche Begeisterung. Die Abgeordneten erhoben sich und brach­ten dem Redner eine Huldigung dar.

Ribot fuhr fort: Was würde man auf der anderen Seite des Ozeans denken, in dieser Republik der Vereinigten Staa­ten . wo man sich vorbereitet, uns so wertvolle Hisse zu bringen? Nenn, meine Herren, die Negierung kann sich nicht einen derartigen Präzedenzfall schassen lassen; siedarfnicht dieVerantwor- tun g da f ü r ü ber n e h m e n , die Reise n a ch S t o ckh o l m V* 3 J 1 p fr 'n i fl c n u n b 5 u e r t e i cf) t e r n. Sie kann dabei keinen Zwersel haben an dem Patriotismus unserer Kollegen. Ribot wies daber aus die Sozialisten

Ribot brachte sodann den Gefühlen seine Huldigung dar, »velche den rufst, chen Verbündeten Frankreichs beseelen. Diese werden, fuhr Ribot fort, sicherlich die Gründe begreifen, die in der gegenwärtigen stunde gewisse Unterhaltungen nicht gestatten. Die franzöttsch-' Regierung hatte bereits Gelegenheit, ihrem Mitgefühl und der Bewunderung für die mutigen Männer Ausdruck zu geben welche die rmsische Regierung in die Hand genommen haben, nnd sie hat mckts vcimachläi'ftgt, um der russischen Regierung, zu der sw che fraiv'onichcn Mimster entsandte, wirksame Unterstützung an- gedclhcn zu lassen. Wir werden weiterhin die engsten Begebungen ru der ruffiicken Regierung unterhalten. Wir entsandten bereits nach Petersburg (zu den 'Sozialisten, drei Ihrer Mitglieder. Wir werden noch P ä s s e z u r R e i se n a ch P e t e r s b u r g ausstellen wenn die Zusammenkunft in Stockholm von der Bil'dfläckw ver­schwunden lern lüirb. «"Lebhafter Widerspruch. Ironisch Ausrufe Erus ^ äußersten Linken.) Ich sagte, die Regierung würde Pässe nach Petersburg ausstellen, wenn die Franzosen bei der Reise durch Atockhmm nicht die Gefahr laufen würden, wider Willen mit den /reinbeS zgisammenzutreffen. Wir können nicht die öffentliche Meinung durch diese verfrühten Friedensgerüchte in Ver­wirrung bringen lassen. Wir wissen, woher diese stammen. Der Feldzug wurde mtt frecher Kühnheit begonnen. Sagte man nicht da» mtt Rußland ein Angriffsbündnis und nicht ein Verteidigungs­bündnis b'stehe, daß der Präsident der Republik selbst es aw'gesetzt -abe. Das ut cm^ dftederträchtigkeit. Tie russische Regierung wird m: Einverständnis mit der französischen Regierung demnächst alle Dokuments veröffentliche)!. Ribot legte werter dar, daß der ab- schenlia>e ^eidzug die Streiks auszubeuten versuchte, welche ihr Entstehen nur den Schwierigkeiten des Lebens verdanken Die Re­gierung, schloß Ribot, ist überzeugt, daß die öffentliche Meinung Vfi E verwirren laffen wird.. Die Kammer und das Land werden Lhre Pflicht mcht verirachlässigen.

Di- wurde, außn von einem T-il der äußersten Linken, Mtt lang anhaltendem Beifall ausgenommen.

Paris, 1 Juni. ^WTB.) Meldung der Agence Havas. Die ^^^^^Eheime Sitzung um 7 Uhr 10 Minuten msmm mw toteo morgen am 2 J®c vneder erMrett

,-^älntliche Parteien des Senates nahmen in .einer gemcin- ick>asttichen ^Sitzung ihrer Vertreter einsttmmig folgerrden Beschluß an:Alle Staatsgrupp.m erklären, daß die verantwortliche Regie- rungallein das Recht l>at, über die Fragen, welch« das Dasein icnd die Würde des Vaterlandes angehen, außerhalb des Landes zu ver­handeln und zu beschließen, die Regierung über die Haltung, die u« bezüglich der Stockholmer Konferenz einzunehmen gedenkt, zu befragen."" Infolge dieses BesckLusses ist eine Anfrage, gezeichnet von den Obmännern aller Senatsgruppen, eingeb'racht worden. Amerikanisches Geld für Frankreich.

W a s h i n g t o n , 2. Juni. (WTB.) Meldung des Reuter- schen Tureuus. Die Regierung hat Frankreich weitere 100 Millionen Dollars vorgeschossen, ins­gesamt also 200 VMionen.

zu-

Die Revolution in tzutzland.

Die innereren Wirren.

Bern, 3. Juni. (WTB. Nichtamtlich) Lyoner Blättern wlge ließ der lokale Arbeiter- und Soldatenrat Sebastopols den Kommandantm der Stadt, P e t r o w , toelcher die militärischen Befehle des Ahmrrals Kvltschak, des Befehlshabers der Schwarzen Meerflotte aussührte, verhaften. Kvltschak verlangte dessen so­fortige Freilassung, welche jedoch vom R!at verweigert wurde, woraus Kvltschak telegraphisch seine Entlassung cinreichte. Minister T ) « r e t e I [ i wurde von der Regierung beauftragt, eiligst nach Sebajtopol zu reisen, um den Stteil beizuleigen. Den letzten Nach- nchtm zufolge soll der Angelegenheit keine Folge gegeben werden und Kvltschak dürpte wohl im Amt bleiben, nachdem der Soldaten­ausschuß der Schwarzen Meerslotte ihm sein Vertrauen >rusge­sprochen hat.

Die Zuftäirdc im russischen Heer.

Stockholm, 2. Juni. (WTB.) Auf dem Petersburger Kon­greß der Mgeordneden von der Frortt sprach nach einein Telegramm atls .Haparanda der Beirat des Ministeriums des Auswärtigen, Oberleutnant Ja kn bo wi t sch über die Desertionen an dev Front. Er erklärte, die Zahl der Falmenslüchtigen umfasse jetzt Millionen. Die Iiegierung müsse daher von den Soldaten selbst und den Bauern dabeiml in dem Kampf geg«: diese gesährlick)ie Erlck-einung unterstützt werden. Auch die «Trunksucht rin Heere nehme immer schrecklichere Firmen an.

Petersburg, 2. Juni. (WTB.) Meldung der Petersburger ^Aegraphen-Agentur. Kriegsminister K e r e n s k i j ist in Kiew eingetroffen, wo er mit besonderer Feierlichkeit empfangen wurdet In einer Rede über vcrsckriedene'die Oefsentlichkeit interessiecendeii Fragen erklärte er u. a.: Während meiner Reise an der Front habe ich feststellen können, daß die Verbrüderung keinen so allge­meinen Umfang angenommen hat, wie die behauvtet wurde. Die konstituierende Bersammttrng wird nicht vor dein Monat November einö-erufen werden köirnen, denn es ist unmöglich, die Beoölkerring für die Wahlen von den Feldarbeiten zu reißen.

P e t e r s b u r g, 3. Jnni. (WTB. Nickamtlich.) Meldung.der Petersburger Telegraphen-Agentur. General Alexejew hat an die A b g e o r d n e t e n der Front, die im H a u p t g u a r t i e r versammelt waren, eine Rede gehalten, in der er aus die Ver- minderung der Truppen an der Front hinwies und seine Trauer über die Auflösung von 1h, Millionen Soldaten in einzelne Trupps ausstwach Er «rmahrrte die Soldaten, auf ihre Kameraden einzu- wtrken, daniit dem Feinde ein Frieden auserlegt iverden könne, wie^ihn Rußland wünsche Wenn die Alliierten das Vertrauen zu Rußland verlören, würden sie dann seine Freunde bleiben? Die Feinde ^aber würde): immer Feinde bleiben. Der General lüstete ernen Helm und grüßte die Soldaten. Ein Soldat erwiderte, die voue Zeit zeige sich bereits. Mle Truppen würden bereit sein, auf Befehl des Gnrerals zu marsckiieren. Alexejew umarmte den L-prcckr-er und dankte ihm, daß er sich den nationalen Geist bewahrt lyoJK. Große Kündgebungen begleiteten die Worte des Generals.

Ein Aufruhr in Finritand.

©tockholm, 2. Juni. (WTB.)Svenska Dagbladct" erfahrt aus Haparanda: Der großeStreikin der f i n n v- ch e n Stadt Abo breitet sich immer mehr aus. Die strei- enden Milizleute zwingen niit Revolvern die Geschäftsleute und Bankbeamten, ihre Lokale zu schließen. Der Stadtrat ist seit Mittwoch im Rathame eingesperrt. Dabei ist nur noch für zwei Tage Brot vorhanden und der Flcischmangel nimmt rasch zu. Der Ausschuß der Werkstattenarbeiter im Abo- Alartds-Festnngsgebiet droht mit einem bewaffneten Ein­schreiten, falls die Ruhe nicht wiederkehrt.

Die Einwirkung Rußlands auf die Entente.

B« rn . 2. Juni. (WTB.) Di«Times'" meldet aus Petersburg ttom 27. Mai: In der Sitzung des Rates der Arbeiter- und Sol d a te na bgeo rd ne t en berichtete der Berkchrsminister Tseretelli über di« Besprechungen mit den Botschaftern der vlllnerten. Drese lhätten die Frage, wie sich ihre Regierungen zu der neuen Politik der vorläusigen Regierung stellten, befriedigend be­antwortet. Aus di« Frage, ob ein Nachprüfen der bestehenden Ver­träge angängig sei, erwiderten sie. das hänge von der öffentlichen Meinung in den alliierte): Ländern ab. Die Frage, ob die Regie­rungen der Alliierten'dagegen Bedenken hätten, daß die sozialisti­schen Minderheiten ihrer. Länder mit den russischen Sozialisten in Fühlung träten, sei vost ilmen ausweichend beantwortet ivorden Tseretell: sprach die Ansicht aus, daß die russischen Sozialisten bereits Bedeutendes in der Beeinflussung der Alliierten geleistet und erhebliche Erfolge in der austvärtigen Politik erzielt hätten Der Berichterstatter derTimes"" bemerkt, daß die Peters­burger Telegraphenageutur die britische Presse, mit Ausnahme ihrer radikalsten Organe, planmäßig übergehe.

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Die sozialdemokratischen Konferenzbeftrebungen.

Stvckhvlm, 2. Juni. (MTB.) Der holländisch- f k a n d: n a v: s che Ausschuß der Stockholmer Kotifevenz telegraphierte am Freitag an beu Arbeiter- und Sol­dat enrat in Petersburg, daß die Absicht bestehe, möglichst bald enre allgemeine Konferenz Mer sozialistischen Parteien der neutralen Länder, der Entente- und der Mittel­mächte einzuberufen. Es sei jedoch rmmöglich, dem Zeitpunkt für dre Zusa)nmenk)inft fes^useszen, bevor man sich mit den Vertretern der russische):, englisck>en und französischen Sozial­demokratie beraten habe. Die russischen Abgeordneten wer­den daher anfgesordert, zwischen dem 10. und 15. Juni rn Stockholm zu sein. Im gleichen Sinne wurde auch an Tseretelli und Axelrod telegraphiert. Die Vorberatunaen mit der Mehrheitsgruppe der deutschen Sozialdeinokratie solle): am 4. Juni beginnen.

Der

Dcr Hafe:; von Ncwyork gcfpcrr.

97ew Porker Hafen wurde, wie versck,iedanttch' berichtet

DaS amerikanische Zensurshstem.

Bern, 3; Juni. (WTB.) Di«Times" meü>ct aus Washington, bew« väuser des Kongresses seien einigermaßen aufgebracht über den Versuch der Bundesregierung, jede Jt'nhf ihrer Maßnahmen zu unterdrücken. Der Anlaß sei die Wredereinbringung derZensurgesetzcsvorlage in ab- geanderter Form und die Veröffentlichung gewisser Ber- orschrifteu für die Presse seitens des Vorsitzenden

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d«s Nachrichtenamtes der Regierung. Die Presse greife die fraglichen Vorschriften an, die die Eröterung der Kriegs- z tele und die Erwähnung etwaiger M ein u ar g ^Ver­schiedenheiten zwischen Amerika und den Alliierten oder «n Neutralen verbieten. Der Korrespondent des Blattes ist der Ansicht, daß die Vorschriften schwerlich durchgeführt wer- den, melnrchr der Kongreß der Bundesregierung nur ganz beschrankte Zensurbekugnisse einräumen werte.

am Samstag inorgen für die Ausicchrr aller Sckiifs gesperrt. Gründe wr diese Maßnahme wurden nicht bcfcmUgcgdxv.

D:e Werbearbeit der Friedensfreunde m den Vcrermgten <3taa±cn nimmt, wie berichtet wird, imimer mehr an Umfang zu.

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Wünsche Italiens an Amerika.

B ern , 3. Juni. (WTB. Nichtamtlich.)Eorriere delta Sera'^ Washington: Tie italienische Mftsiylr hat der amcritä- "Men Regierung in fünf Denkschriften die Wünsche der iwl'.cmi- 1 ck?en Regierung überreicht. Die Denkschriften sollen in Washington! geprutt werden, ivahrend die italienische Mission die Südstaaten bereist.

Die italienische Kammer.

P ezri ' % Juni (WTB.) LautPersev-eranza"" tvuroe die Kammer endgültig auf dcn 14. Juni einberusen. Man rechnet mit nur 15 Sitzungen.

Die Stimmung an dem Monte Citorio ist ruhig. Man 9 ^ubt nicht an die Möglichkeit von Kämpfen, erwartet jedoch anläßlich der an die Regierung gerichteten .Denkschrift der J)tterv«iitionisden einige Zusammenstöße.

Hungernot in China.

Rotterdam, 3. Juni. (WTB. Das Niederlandisckw Prejicburo mrldet aus Batavia über Hongkong. Nord- und Mittel-China werden oor: einer .H n n g e r s n v t deoroht. Die Reisernte hat durch die entsetzliche Trockenbeit des letzten Monats ernstlich gelitten. Die Bevölkerung be­ginnt tn großen Schuren auszuwandern.

Secfrfcg.

Neue U-Booterfolge.

Berlin, 2. Juni. (WTB. Amtlich.) Im Atlanti­schen Ozean und im Kanal sind durch die Tätigkeit unserer U-Boote 3 0 5 00 B r u t t o - N e g i st e r t o n n en versenkt worden.

^ Unter den schiffen befanden sich u. a. zwei englische Dampfer, deren Ladungen u. a. aus 7 Millionen Kilo­gramm Oel für die englische Kriegsmarine nnd ans 10000 Ballen Baumwolle für Englaiid bestanden, ein großer fran­zösischer Dampser mit unbekannter Ladung sowie russische Regler mit 8000 Tonnen Weizen für England

Neue U-Bootsersolge im Mittelmeer. Wieder wurde eine größere Anzahl von Dampfern nnd Seglern, zusamme:: 53 700 Brutto-Registertonneu, versenkt.

Unter diesen Schiffen befanden sich n. a. der bewaffnete englische DampferHarpagus"" (5866 Tonnen) mit Oel und Mehl, von New Vork nach Marseille bestimmt, der bewaff­nete englische DampferCaspiun"" (3606 Tonnen:, mit einer Salpeterladnng von 5400 Tonne,: für Italien ar^ Chile kommend, ein Dampfer, der mit einer vollen Ladung Schwefelsäure von Valencia nach Frankreich, unterwegs war, der bewaffnete französische DampferJtalia"" (1305 Ton­nen), welck>er den Postdienst von Korfu nach Tarent versah, ein bewaffneter englischer 3500-Tonnen-Da)wpser, ein be­waffneter französischer Tanrpser, TypBiarritz'" (2452 Ton­nen) nnd der vollbesetzte bewaffnete französische Trans- portdanrpferMedjerda"" (1918 Tonnen) aus der Fahrt von Afrika nach Südfrankreich.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

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Kristiania, 3.Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Norwegischen Telegraphen-Agentur. Das Vrzeüonsulat in Lerwick drahtet an das Ministerium des Aeußern: Der SchonerKodan"" von Skieii ist am 29. Mai von einem deutschen U-Boot in Brand gesetzt wor- den. Die Mannschaft ist in Lorioick gelandet.

Der deutsche Dampfe rGamma"", von En:den natt) Narwick bestimmt, wurde Sonnabend morgen 9 Uhr von drei von Norden kommenden englischen Torpedobooten vor Haar aus I e c deren angetroffen. Der Dampfer setzte sofort Kurs landwärts, von den Kriegsschiffen verfolgt. Als das Schiff mitten in den Strom bei Krasheim gekommen war, feuerten die Engländer vier Torpedos ab, wovon einer das 9Ul)terschiff, ein anderer das Vorderschiff traf. Die Schüsse wurden in einem Abstand von zloei Kabellängen ab­gegeben, der Dampfer vollständig vernichtet. Die Besatzung von 18 Mann ist wohlbehalten gelandet. Die Engländer ver­schwanden, als das norlvegische TorpedobootGarm"" einttaf. ^ Anmerkung der Red. Die Torpedierung durch die eng­lischen Torpedoboote dürfte demnach sehr wahrscheinlich - innerhalb der norwegischen Hoheitsgewässer geschehe:: sein und eine Verletzung der norwegischen Neutralität darstellen.)

Kopenhagen, 3.. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Das dänische Ministeriiim des Aeußern teilt mit: Wie die dänische Gesa)chtschaft in Englmid berichtet, ist der d ä n i sche S chv- n e rF r e d e )st" im Atlantischen Ozean versenkt worden. Das Schiss, das auf der Reise von Portugal irach den Farör- Jnseln mit Salzladunc; miterwegs war, !var vorher von einem ftanzösischen .Kriegsschiff ausgebrachk und mit einer Prise::besatzung versehen worden. Ztvei Mann der Besatzimg, nämlich der Kapitän nnd der Koch, kainen um. Der R<fft der Besatzung rourde gerettet und in Stornoway eiiigebrachr.

Rotterdam, 3. Juni. (WTB.) Nach demMaas­bode"" ist das rrorwegische SchiffN o r w a y"" (1447 Tonnen) auf der Fahrt von Leith nach Bergen gesunken.

Rotterdam, 2. Jnin. (WTB.) DerMaasbode"" mel­det: Folgende Schiffe sind gesunken: Der norwegische Seg­lerW h i n ta t t e r"", die drei norwegischen Dampfer Hector"",Norhang"" nndUnita"", der griechisch« DampferAristides"", die SeglerDebora" nnd Gndrun"", dieser ans Kristiania.

Ans Stadt und Land.

Gießen. 4. Juni 1917.

Deutsche Gegenwart! Deutsche Zukunft!

Gestern nachmttiag sprach lstcruLcr imFürstenhvf"" Prof Gras du Moulin-Eckart im Aufträge deS Mdentsche:: Ber- bandeS, des Vereins für das Derttschtum im Ausland imd des Un­abhängige): Aussckmsses ftir einen Deutsck-en Frieden

Prof. Spengel-Gießen begrüßte die Erschienemn: und ,prach einige einleitende Worte. Er erteilte darauf das Wort dem Redner, der etwa folgendes aussührte:

Die Erfolge im Westen )vie im Osten sind groß, das deutsche Volk ist an Siegesnachrichten gewöhnt, im Westen stehnr >mr jetzt auf einem L>öhepunkt. Wie aber kommt es, daß demwch im allge- memen bei uns crne Depression herrsckst? Ist das Interesselosig­keit an der ZuLmft oder Furcht? Es läßt sich mcht leugnen, daß der toßg Länger kruerrL, a& man e an mte t Latte, M f-W