Ausgabe 
19.5.1917 Zweites Blatt
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MeLtNlksse» im Sinne von 171 Lanvb«nclnde«Orr>nimg

^nb 178 Städttorduung, (z. B. El-ektrizrläts-, Wasserwerks- usw. Kasscn) urw für die Rechner der Kreis- und Prvvmzialkassen. Da die Kasse der Ucberlaudaiftaqc als Nebengasse anzusehen ist, so Hai auch li-e gern äh gesetzlicher BesUmnmug eine Rechnimg nach kame- valistischen^ Grilndsäx<n ans zu stellen. Es ist deshalb neben der Launnännischen Buchführung eine kamcralistische Buchführung in oeschrÄiklem Maste cinzusülreu. hierfür nrust eine ivclicre Hilss- krasr au^erwuunen werden, und zwar zunächst auf jederzcitigen Widerruf. Für den Prodinzialausschuf; wird die Ermächtigung in ,Anspruch genommen, diese Hilfskraft auzunehmen und deren Ver­gütung feftzufetzen. '

Da sich ein Widerspruch nicht erhebt, stellt der Vorsitzende fest, da st die in Anspruch genommene Errnächtignug erteilt ist.

Punkt 6. Voranschlag der Elektrischen Ucber- lanbanlagc für 1917.

Der Voran ich lag, der in Einnahme und Ausgabe mit 718 500 Mi. abschlü'üt, wird ohne Aussprache genehmigt.

Punkt 6 a. Ersatzwahl zum Provinzialaus- schuß. zur Sie 6-euhauskom Mission und Finanz- k o m ui i ssio ii.

Aus Vorschlag des Provinzialausschusses werde:, an Stelle des ausfcheidenden Mitglieds Rentners Wasserschlcben durch Zu ruf einstimmig gewählt:

1. Als Mitglied des Provinzialausschusses: Rentner Emmelius-Gießen für den Rest der WaW>auer de? ans scheidenden Mitglieds Ende. 1919).

2. Als Ersatzmitglied des Provinzialausschus­ses: Kommerzienrat C lvos- N i dda ft'ir den Nest der Wadldauer des zum Mitglied gewählten Rentners Eni- melius 'Ende 1919 .

3. Als Mitglied der S reihen haus ko mm rssion: Lrauereibesitzer Ihrrng-Lrch.

4. Als Mitglied der F i n a n z k o nr m i s s i v n: L a n d- gerichtsrar Neuen ha gen-Giesten.

Punkt 7. Antrag des Provinzialausschuss cs betressendAenderungderSatznugüberdieTrcnst- ve r h äl t n is se de r An ge stellten der Provinz.

Der Antvag wird cinsftmmig angenommen.

Hierauf stÄlte ProvinzialtagÄnrtg!ied Landgerichtsdirektor r. R. Bücking namens des Provinziatansschusses austerhalb der Tagesordnung noch zwei Einträge zu Rubrik 25c des Voranschlags des Provinzialnxlsjerlncrks, über die unter dem Vorsitz des Stell­vertreters des PLovinz-ialdirettors, RegierungsratS Langer- matin, verhandelt imcrbc.

Die Anträge lauten wie folgt:

Der Proviuzialrag wolle den Provinzialausfchust ermächtigen:

1. mit ^er Großh. Staatsregiernng betreffend Neubau eines die für Staats-, Provinz- und Kreisverwaltung einschließlich einer Dienstwohnung ftir den Provinzialdirektor erforderlichen Räume uursaisenden Tienftgebäudes ins Benehmen Auftreten mit dem Auftrag, über das Ergebnis in der nächsten Sitzung des Pro-

zu berichten, umbeschadet jedoch der dem Provinziai- aus'esust ge mast Rul'rik 25 c des Voranschlags betreffend Wasser­werk Inheiden erteilten Ermächtigung, falls die Neubauftage in abse!)barer Zeit ausgeschlossen erscheinen und ein dringendes Be­dürfnis, sowie günstige Gelegenheit für Erwerb geeigneter Ge­bäude zur Unterbringung der mehrerwähnten Bern-altungen gegel-en sein sollte:

2. für den derzeitigjcn Provinzialdirckktvr, Herrn Geheimerat Dr. Usinger, eftie geeignete Wohnumi zu angemessenem Preise zu mieten, sie ihm für die Tarier seiner hiesigen Amtstätigkeit gegen die in Arrilel 20 des- Gesetzes, die Besoldung der Staats- beamte« sbetrefßend, vvmSl. März 1914 festgelegte Vergütung für Diensttoolmungen von <otaarSbeamten zur Verfügung zu stellen und die hiernach weiter erforderlichen Vereinbarungen sowohl mit dem Vermittler als auch mit dem Untermieter zu treffen.

Nachdem mit Zustimmung aller Mitglieder diese Anträge aus die Tagesordnung gesetzt und noch mündlich näher begründet worden, tmrtat, rmrcben sie gleichfalls einstämmig angeiwmmen.

Rrackdem hieraus der Grostch. Provinzialdirektor den Boftitz imsöcr übernommen und, soweit sich die letzterwähnten An­

träge mit ferner Person beschäftigt hatten, der Versammlung für btt ihm dadurch erwiesene besondere Anerkennung seiner seitherigen! Tätigkeit herzlichen Dank ausgesprochen hatte, wurde gefragt, ob zünden in Umlauf gesetzten Rechnungen der Provinzialkasse, der elektrischen Ueberlandanlage und des Wasserwerks für 1915 das Wort «ttrünscht werde. Dies war nicht der Fall. Die Zusftmniung zu diesen Rechnungen, vvrbehältlich der ' Revision durch Grosth. Oberrechnungsiammer, wurde sonach festgestellt und demgemäst die Kreditübei'schreitimgen und Ansstände in diesen Rechnungen als genehmigt angesehen.

Nachdem hierauf vom Vorsitzenden im 9ftunen des Pro­vinzialausschusses und Provinzialtags dcni derzeitigen Direktor der Provinzialsiechcuaustalt, Herrn Kreis-Assistenzarzt Dr. Schenk, der voraussichtlich demnächst infolge Versetzung Giesten verlassen würde, Tank für seine tatkräftige, erfolgreiche und mustergültige Leitung der Proviuzialsiechenanstalt wÄreud über fünf Jahren a us gebro chen und hierbei auch der Unterstützung, die der genannte Beamte, insbesondere während der Kriegszeit, durch seine Gattin hierbei gefundeir hatte, gedacht worden war, wurde die Sitzung geschlossen.

Ans Stadt nnd Cond.

Gieg cu, 19. Mai 1917.

Säuglingsfütsorge int Sommer.

Die Grosth. Zentrale für Mutter- und Süugliugsfür- sorge in Hessen teilt nachstehende sechs wichtige Regeln für die heiße Z-eit mit:

1. D a s Zimmer füf)£ halte n ! Fleißig lüsten! Fußboden feucht halten! Bei Tage Vorhänge (und Läden) zu! Bei Rächt Fenster offen!

Das Kind muß das kühlste Plätzchen baden. Ein über das Bett ausgebrcitcter leichter Schleier ver­hütet, daß Fliegen Krankheiten auf das Kind über­tragen und daß es Schnaken stechen.

2. D a s Kind kühl halten! Leichte Kleidung und leichtes Bettzeug ^auch im Freien)! Nur keine Feder­betten! Bei großer Hitze kann das Kind auch nackt liegen. Täglrch wenn irgend möglich lauwarm baden oder wenigstens lauwarm abwaschen.

3. Brustkinder w i d e r st e h e n der Hitze am besten. Unter keinen Umständen darf jetzt abgestillt werden.

4. Größte Vorsicht in der Ernährung? Ja nicht über­füttern? Gegen den Dilrst gebe man nach Bedarf löffelweise dünnen, lauwarmen Tee iFencheltee).

5. Kuh oder Ziegenmilch muß frisch sein, beim Bezug sofort 35 Minuten gekocht und gleich wieder gut gekühlt werden. Die Milch muß immer kalt stehen! (Kühltopf oder Kühlkiste.)

6. Jedes,mit der Flasche ernährte Kind muß ärztlich überttwcht werden? In den Beratungsstellen der Großh Zentrale für Mutter- und Säuglingsfür- sorge erhält jede Mutter und Pflegemutter unent­geltlich ärztttchen Rat und Auskunft.

B<K der geringsten Gesundheitsstörung muß das Kind so rasch als möglich zum Arzt.

** Weitere Ruhebänke für den S t a d t w a ld. Wie wir hören, hat Herr Geheimrat Heichelheim eben­falls eine Stiftung von 25 Ruhebänken für den Stadtwald gemacht, welche noch in diesem Sommer ausgestellt werden sollen. Es unterliegt iiun keinem Zweifel, daß diese erneute gemeinnützige Zuwendung allseitig dankbar und freudig be­grüßt wird.

Landkreis GlrhErt.

** Beuern, 19. Mai. Dem Wehrmann Wilhelm Schwalb, welcher seft August 1914 im Felde sieht, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse^ verliehen.

** Steinbach, 19. dRai. Ter Gefreite Haas, Sohn der ^vakob Haas IV. Wir., der vor kurzem mit der Hessischen Tapfer- keitsmedaülc dekoriert war, hat nunmehr auch das Eiserne Kreuz erhalten.

Kreis Wetzlar.

ra. W e tz 1 a r , 18. Mas. Der Stund der Kriegsküche der Stadt Ätzetzlar ergab eine Avgalie von 15 600 Lrtervornonen im Januar, 16 800 Litcrportionen im Februar, 18 000 Literpottiouen im März und 22 000 Literportionen im April. Diese metflidic Zunahme ist, wie bei den Schulkindern, auf den Stund der Lebens­mittelversorgung zurückzuführen. Der gesamte Besuch ist eigent­lich als außerordentlich gering zu bezeichieu.

ra. Katzcnsurt, 18. Mai. Gemeindevorsteher Wilhelm Bremer, tvelcher 18 Jahre lang in seltener Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit den Dienst der Okmciribe Katzcnsurt versehen, ist inr Alter von 06 Jahren gestorben.

ra. Waldgirmes. 18. Mai. Trotz der unbeständigen Wit­terung ivar das E h r i st 1 i ch e W a 1 d s e st unter der'dicken Eiche" am Himmelschhrtstag gut besucht Pfarrer Wieder aus Garbenhenn ivar als Festprediger gewonnen, mich die vereinigten Posaunenchöre hatten sich wie immer in den Dienst des Tages gestellt.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, 20. Mai (Exaudi). Gottesdienst i d. Stadtkirche. Borrn. 8: Zugl. Ehristenl. s. d. Neukons. a. d. Markusgem. Psr. Schwabe. Vorm. 9',»: Pfarrass. Lic. Reuning. Vorm. 11: Kindeck. i. d. Matlhänsgem. Pft. Mahr. In b. I o h a u n e s ?i r ch e. Borm. 8: Zugl. Ehristenl. s. d. Nenkonf. a. d. Johanuesgem. Psr. Ausftld. Vorm. 9s»: Pft. Bechtolsheimer. Vorm. 11: Kinderk s. d. Lukasgcm. Pft. Bechtolshcimer. Abds. 8: BibÜbesprechstunde inr Jobanneswal. Mittwoch, 23. Räai, abds. 8: Kriegsbetstunde. Pfarrass. Lic. Reuning. Wartburg, ev. Jünglings- uud Männer-Verein, Tiezstr. 15. Sonntag, 20. Mai abds. 8: Vortrag. Mittwoch, 23. Mai, abds. 8'- ,: Leseabend Gäste stets will!. B j b e l k r ä m xf ch c n t. Schüler höh. Lehranft. Jeden Riittwoch v. 67: F. d. mng. Abtlg. Jeden Samstag v. 67: F. d. ält. Abtlg. im Johannessaal. B ibe 1 k u zche n s. Mädchen a. d. Johannesgem. Jeden Dienstag v. 67: Im Johannessaal. K ir chber g. Sonntag, 20. Mai. vorm. 10: Hl. Abendm. f.Dau- bringen. Lollar. Mitttvvck), 23. Mai, ab». 9: Kriegsl'etstunde. Tek. Gußmunn.

Uathokische Gemeinde.

Samstag, 19. Mai, nachm. 5 u. abds. 8: Gelegeuh. z. hl. Beicht. Sonntag, 20. Mai >0. Sonnt, n. Ostern), vorm. 6-^: Gelegenh. z. hl. Beicht, 7: Hl. Messe, 8: Austeil. d. hl. Komm., 9: Hochamt m. Prcd., 11: 5)1. Messe m. Pred., Militärgottcsdienst. Nachm. 2: Ehristenl., daraus sakramental. Bruderschaftsaud.' Dienstag u. Freitag, abds. 6: Maiandaa>r. Diasp.-Gottesd. am 20. Mai. In Hungen 8, in Lich 9 l /s.

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Der Voranschlag der Gemeinde Stockhausen liegt vom 18. lsd. Mts. an eine Woche lang zur Einsicht der Interessenten aus unserem Bureau offen. Emwendungen während dieser Zeit sind schriftlich oder mündlich bei der Unterzeichneten Stelle an­zubringen. ES wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizuttagen haben.

Stockhausen, den 16. Mai 1917.

Großh. Bürgermeisterei Stockhausen.

Jochim.

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Bekarmtmachrmg.

Der Voranschlag der Gemeinde Garbcntcich für Rj. 1917 liegt vom 22. ds. Mts. an eine Woche lang für die Beteiligten auf dem Bureau der Unter­zeichneten Bürgermeisterei zur Einsichtnahme offen' Einwendungen gegen seinen Inhalt können schriftlich oder mündlich während der Offenlegungsfrist vor­gebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch Ausmärker beizutragen haben.

Garbenleich, den 18. Mai 1917.

Großh. Bürgermeisterei Garbentcich.

Kissel.

38*4

Unter Bcznnnatnne auf den Aufruf des stellv. General-51ommndoS voui 12. Mai 1917 werden alle Beiitzer von <>afer und Menakorn im Jnteresfe der AXcreeuerlorrtima ürinnend nebeien. alle irnend ent» bebrlichen Vorräte an ons Btovtantanu Hanau aluu> liefern hc^ru. den Koinmusalverbänden aiiÄumelbcti.

Daö Proviantamt wird fosortine Bezahlnna bezw. Benoricbnssnnn veranlagen. 39611 ).

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Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Langd für

das Rj. 1917 liegt vom 22. ds. Mts. eine Woche lang auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen können während dieser Frist bei der Unterzeichneten Stelle vorgebracht werden. Es ist eine Umlage beschlossen, zu der die Ausmärker zugezogeu werden.

Langd, den 18. Mai 1917.

Großherzoglichc Bürgermeisterei Langd. Meyer.

Bekanntmachung

Der vom Gemeinderat beratene Voranschlag

der Gemeinde für 1917 liegt vom 21. dS. MtS.

an eine Woche zur Einsicht der Beteiligten bei Unterzeichneter Stelle auf. Einwendungen können dort vorgebracht werden. Es werden Umlagen er- hoben, zu denen die Ausmärker beizutragen haben Queckborn, den 18. Mai 1917.

Großh. Bügermeisterei Queckborn.

Schmidt. sm