!&Äfätn bmtgeatbeit Laicke bet TvnÄmst hinzutvet-eu zu lassen, wn uns die Klütur seiner Heimat verständlich zu nunhen. Ter ^Mstragende selber hat als Freiwilliger unter den deutschen Fahnen gerampit, seine Brust sckwiuckt bc$ Eiserne .Eren» und seine ganze
sagt er k'(frfr, setzt er darein, Flandern, jenes solange gernockchere Reis bas germanischen Stammes, an Deutschlands ^cke «mar glüftlich.'ren Zukunft entgegenfüliren zu. Hel sott
Ter Redner schilderte zunächst' bk geschichtlichen und politischen Vcngangc- Flandrens leinend der I fisten 150 Jahre, die flämische Bauernerhepnng gegen die KnackE^ft der franzöfisck-en Republik 1798 und die bliuigen Leiter: der franMfch-belgischm Resolution ^on.1880, aus der mit Frcrnfreichs und Englands Hilfe das Königreich Belgien erste! r.n fußte, jene Mißgelmtt non französischen gli scheu Gnaden.'»nie sie der Redner selbst nennt. Bedeutete Oie französische Knechtschaft zur Zeit! der Redl «blick für Flandern, nichts weniger als Abschafsnn-g der Smach-, Schließung der Kirchen, Abführung der Priester und Unterorückmig jeder nationalen Regln«g. so scküeit sich das unter Napolavn, der in Flandern das Dolttverk gegen England sah nnd es dementsprechend aussttittete, etwas zu d'Ukrn. 9ll?er die Revolution von 1880 nnd ihr politisches Ergebnis bildete' das Grab Flanderns. Das flämische Volk mit seirren 4 7 j Milliwren MensclM nmrde grausam geknechtet und entrecknrt. Tie Fvanzösiernng des Landes und des Bolkes wurde. Segen jedes Recht gewaltmäßig mit den grausam stau Mitteln bc- tr^»en. Tic Ideale der Trikolore: Frecheil, Gleichheit, Brüderlichkeit, wirkten in dem armen Flau dem schlimnrer wie Krieg und Revolution. Was ntri t du r, Heiner: MackEsornck, erreicht wurde, lvurdc mrt Wo fs enge Walt erpreßt, durch Berheermigeu unb Verlxmmmgeu erzwungen. Nnd ohne einen Retter in der Not ztc finden, sank Flandern rns Unglück mtd Verderben, bnut das stammocrwindtc Deutschland verstand seine Klagen nicht nnd sah ohnmächtig zu, wre ein so evser Teil des echten germanischen Sprosses irr den Händen einer brutalen Ausbcuterbande dahftiftlflvand.
Da aber begann irr Flandern selber das große Erwachen. Eine Reihe bedeutender MärMer, 6^-lehrter, Schriftsteller und .Künstler wne Hendrik Conscicnce, Guido Gezelte, Peter Berwit, Prudens van Durste und, was mis Deutsche mit Sttstz erftilleu mag. auch ^ofsmanu von Fallersleben, traten mit Wort und Schrift. mit Rat und Tat für eine^Rettnng und Aufrechter Haltung der flömilchen Kultur, die in Flandern sich am bodenständigsten erhalten 'hatte, eru. Es entstand die sotpmannte „Bla am f che Bewegung". Mockste das flämische Voll im großen nnd ganzen geknechtet werden, der Heldengeist dieser Leute, die mit Herz und Seele an ihrem Vaterland und ihrer Muttersprache hingen, war nicht Mlsznrotten.
Eine Reitze der herrlichsten Lieder jener Zeit wurde nun von dem Boralquartett gesungen, und wenn die Worte des Redners noch nicht genug gefesselt hatten, so taten es diese Lieder. Das Tütt sirchener Wellmachtslied, das Wiegenlied, das Lied „Wel Island", das Mailied, und vsk allem das LiÄ> aus dem Dederinonder JvhanNisrÄgen, .zeigten uns, wie nahe wir diesen! Volk wr- wandt sind, wie enge sich unsere Kunst berührt.
Es gibt reine trefflichere Waffe der Wahrheit a's die Statistik. Sw ist der grösste Feind der Lüge und Verlcumditug. Darum auch zeigte der Redner an Hand der statistischen Feststellungen, in welcher- entwürdigenden Weise die flämische Bevölkerung von rttren s ranzö per teil Machthabern, von einem belgizistt scheu Fran zosenttlm, behandelt mid mtterdrückt wurde. Nicht nur nieder drücken, nein ausrotten ivollte mau sie. Dieser germanische Stamm svar dem französischen Zwittcrstaate Belgien ein Dorn im Auge tK-r unschädlich gemacht werden mußte. So kam es. daß der 4,5 Mil uoneii zählende Stamm der Blamon von den kaum 3 Millionen zählenden fvanzösierttn Belgiern imterdrückt wurde. Die Bilder des Elends, die der Redner hier entwarf, blieiwn nicht ohne starken Eindruck.
^ Der flämische Geist dieser harten Zeit spiegelte sich in dem Zernrchen Kampflied: „Sie werden ihn nicht zähnicn, den stolze.. Nan'.ischen Leu!", das als Sopran-Sobi mit Chor gesimgen wurde und reichen Beifall fand. Ebenso das Bast-Solo „Die Schelde", lind Sieven Duvvsels Lied „Das albe Kirchlein" fand ungeteilten Beisnll. Auch ein Kampflied aus den Kriegs tagen unserer Zeit wurde uns gd»ben: „Die Türme von Flandern". Zum Schluß wm Peter Beuoits Beiaardlied zum Bvrtrag, das mächtig .nie Orgelsang dahrubrauste.
. Am Schlüsse seines Vortrages wies der Redner auf Flanderns Zurunft hm. Wäre der Weltkrieg nicht gekonrmen, so wäre Flandern unrettbar verloren aelvesen. Nim aber hofft es auf Deutschlands Dstse. arm eine endgültige Befreiung aus togisch-französisch-r
^ . L - --- r -,-— belgisch-französisibn-
Knechtschaft zu erzwingen. Und der Reichskanzler habe diese Hilfe bereits zuge,agt. Man darf nicht vergessen, das; in Le Havre bereits Ar Untergang des flämischen Volkes beschlossen worden ist: ein Belgnm ohne Flandern oder keines. Hier must mm Deutschland mit schützender Hand eingwifen. Flandern, auf sich selbst angewiesen, ist zu schwach, um sich erhalten zu können, es bedarf bei Angttederung an Deutschland, um lebensfähig zu bleiben. Es braucht einen starken Schlitz gegen der: anglo-französischen Kaprttttsmus. Nur ttor die reale ^ behält die Gewalt
Dre Worte des Redners und die musikalischen Darbietungen tvuroen toit dem bis auf den letzten Platz gefüllteir Saal mit großem Beifall, ausgenommen. Es sei hier der kleinen Künstler schar gedankt, die sich mit Begeisterung in den Dienst der großen Lxiche stellte, und deren DarbicLungerr volles Lob verdierien. Ganz besonderes Lob aber gebührt dem Leiter und Vortragenden oes Ganzen, der aus tiefster Ueberzeugung und mit der ganzen Dacht seiner Persönlichkeit, die wohl auf jeden nicht ohne starken Andruck geblieben ist, hier eine Sache vertreten hat, die rmscra volle Ausmerksamkeit t^rdrent, nnd für die zu kämpstn wir rhm dankbar sem wollen.
oq" im ? ' r . , - _ s . „ MitglEr mit einem Betrage von
28» Mark angemeldet. Tw Beitritts listen liegeri noch einige Zeit bei .Kaumrann August Frees.Moeswaße 17, Geschäftsstelle des Vereins für oas Deutschtum im Ausland <Kiepen, auf.
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Otts gruppe
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a .Xte brci Eisheiligen. Einer unserer Leser teilt Lus «uit, daß früher auch der 25. Mai als Eisheiligeutag gefürchtet um, ,ind dag damals ein Spruch im llmlcuif war: Pankratius, Servatius und Urban, sind drei gefürchtete Kumpan.
** Aus z e i ch n u n g eil. Mit der Hessischen Tapferkcitsme- DarUc ausgezeichner rvurde der Großh. Kreisaeometer und Pionier Heinrich ictrjtf) vo!i hier. — Dem Musketier Philipp Blu in ZM des Dienstmannes Philipp Blum, wurde bei Arras das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.
..** Genehmigung des Großhandels mit Ge- un d st. B-ei Durchführung der Verordnung ülvr G^umse, Obst und ^«lchrückte vom 3. April 1917 (Reick^Gesetzbl l ar sich l«rausgestellt, daß die in ^ 9 vorgesehene Zu- laisung zunl Betrieve des Großhandels mit Gemüse, Obst oder SudMlchten bei der großen Zahl der Gesuche, deren Nachprüfung crwrocrlrch ist, mnerfalo Oer vorgesehenen Frist bis zuni 10. Mai nicht rnlrchgechbrt werden kann. Die Neichsstekte für Gemüse ulw pt.t hapOEr gemm; der ihr in § 17 Absatz 2 der Verordnung erteüten Befugnis die bis zum Abläufe des 20. Mai 1917 verlängert. Ebenso soll der iu ßlO der Verordirung besttmmte Schluß,chemzivung erst mrt dem Ablauf des 20. Mai l<)t7 m graft timten. Von« Montag, den 21. Mai 1017 ab dürfen also uur zu- gelassene HaMer den Großl-andel mit Gemüse, Obst und Sild- früasten betreiben und eS gelten die. Vorsck>riften des ^ 10 über bic AuSscrttgung von Schlustsch-ineit, wonacki jede. Veräi'fu-rusig von. lstennue und Obst an Großhändler imt> Kleinhändler schl«.st- ^-eiNwlichttg ist. Die GenekMigung zum Großhandel ist bei dem' Kommunalverbanbe zu ^mlraaen, in dessen Bezirk der Grosthänd-
l & >? c erfolgt durch bk zuständig
Laubes-, B ro vrnz ral- oder Bezirks stelle.
,, . " Giestener Konzert-Verein. Das siebente Konzert fmvet..Sonntag, den 20. Mai 1917, abends 5 Uf?r, in der Nwmr Auw statt unv zwar em Cembalo- und Klamer-Abeud von Wan da Landow ska. Das Programm führt Stücke von Bach, Händel, Rameau und Seariattr ntr Cenibalo, Sormte E-dur von Mozart L-moll von Hwwn für Klavier auf. Siehe Anzeige. 9
Oberhessischer K u n st verein. Brni heute ab srnd neben der bisherigen Scmrmluna Äguarelle beg eigen- artig interessanten Münchener Künstlers ALoys Wachlnwier ausgestellt, der iin vorigen Jvhre schon mit Radierungen hier vertreten war. Besonders beachten-stnert in ihrer individuell exprefsiorristischen Llnffassung sind ?lguarelle ans emenr Pafsivnszyklus. — Bon den übrigen ausgestellten Werken wnrdeii verkauft: ein Oelgemälde „Mühender Mrsch- ” aui £ Vvn H. Zernin und ein Pastellbild „An der Lahi?' von Marie F e l ch n e r.
Schwarz-Weist-Theater, Seltersweg 81, gastiert ab Samstag, 12. bis einschließlich Montag, 14. Mai, der bist lebte Detektiv-DarsteAer Mrwin Neust init seinem Partus ^rlebruh Mlmc vom Teusicksen Theater Berlin in dem vierakttgen ^erertivdrama „Das Geheimnis des Schlostverwalters". Eine speitere Rolle in dieseni ^isatiousscdairspiel üverualun die beliebte .,>aimtt ZPeise. Außerdem ist ein ^ßeseltsckrafLsdranm in 3 Akt«Ui, vetttelt „uic Rasse ist mein", vorgeselM. Ein gittes Beitir-ogranmi vervollständigt den Spielplau.
* Bevor st e Heu de F e st f e tz u n g von Höchst- und Richtpreisen für Gänse n nd Gänsefleisch. Im Kriegscrnäl-rungsanit schweben zurzeit V-erl,°au 0 lungen über die Regelung ö«s Vi'rkehrs mit Gänsen imh der Preise für Gänse rmd Omuseileisch im. Jahre 1917/18. Da Körnersirtter, insbesondere mrch Gerste, zur Gänsemast voraussichtlich nickst mehr zur Berfü- Mng swlDn wird, wird im Herbst nirr noch die Stoppelmait der Gänse in (Hnge kommen. Für Schlackstgäuie und Gänsefleisch ivörden angeiuesseue Höchst- und Richtpreise festgesetzt rvrrden. Wer jetzt noch übermäßige Preise für junge Gänse zahlt — an einzelnen Lasten sollen 10—15 Mk. für Gänsekükeu gezahlt sein — , tut das aus eigene Gefahr: bei den seftzu setzen den Höchst- vd-.u Richtpreisen wird aus solche unsinnigen Preise selbst verständlich keine Rück- rcht genonimen werden.
LandkteiS Gießen.
^tllendorf a. d. Ldll., 10. Mai. Mmtrer Ludtvig schwarz, feit fast zwei Jahren bei der Sanitätskolonuc eines Berliner GmÄ>ereginrents, ZnhgHei.- der HessisilDeu Tapferkeits- mÄ«ckle und des Sauitätsverdiemstkreuzes, starb mn 17. April in, Westen den Heldentod fürs Vaterland.
LI Laug - G ön s , 10. Mai. Tie Hessische Tapferkeitsmedaille wurde dein Lehrer Otto Ltvll mrliehiM. Otto Statt steht bei r,uem L^nfantc-rie-Regiment und ist d^r Sohn!>'s Lcnwwirts Anton Konrad scholl dalster.
Ü- Leihgestern, 12. Mai. Dein ungedienten LandsturNf- manu, Kanonier Karl Gribp imrrde, tvegen l-ervorragcnder Leistungen vor dem Feinde, bas Eiserne Kreuz zweiter Klasse verliehen. Oumda, 9. Mai. Dem Schützen .Arnrad Hü res. bel
einer Maschinengeivehr-Llbteilmig, wurde bei den letzten Kämpfen MI Westen für tapferes Verhalten das Eiserne Kreuz 2. Kl vm:- lieheu. — Gefreiter August Henkel erhielt aus derselben Veranlassung die Hessische Tavferkeitsinedaille. — Auf der nahen Grube^,,Atzenhain" venmglückte der Bergmann Karl H öres. Er erlitt L-chlüsselbeinbrnch und Quetschungen des Brusttastens.
** T reis a. Lda., 10. Mai. Dem 1l.nLcroffizier Heinrich Er b wurde das Eiserne Kreuz 1. Kl. verliehen, gleichtzeittg wurde er zum Vizefeldwedel befördert.
** . Oneckborn , 10. Mai. In unserer Gemeinde wurden zur H i n d e n b u r g s p e n d e eingesammelt: 600 Eier, 96 Pfd Dörrobst. 51 Pstz. Spvck und Wurst, 52 Pfund Gerste, 25 Töpw Honig, -20 m Mehl, 6 Pfd. Grieß. 1 Pfd. Zwiebeln und 2 Laib Brot Die spende wurde der chemischen Fabrik, Werke Oevter in Ommbach. zur unentgeltlichen Verteilung Überwiesen. ^.Nächsten Montag werden anck, lsier 22 Kinder aus dem rheinischwestfälischen Industriegebiet ankommen, um für die Sommermonate bei uns zu verbleiben. — Der Hornist Wilhelm H e ß, der am 11. iRovember v. Is. wieder zum zweiten VLale ausrückte, erchielt nun tu den Kämpfen an der Westfront für hervorragende Tapferkeit das Eiserne !Kreuz 2. Kl.
r. Weitershain, 11. Mai. Aüf dem Felde der-.Ehre siel in den Kämpf-eu an der Westfront am 16. April der Wehr- mann Mlhelm Müller nnd am 20. 4lpril der Bi^efeldwebel Heinrich Grob.^ Beide waren Inhaber des Eisernen Kreuzes. Müller Itaud seit .Krieirs^egiim un unt erbrochen im Felde.. Eine leichte Berwrmdung brachte ihn auf kurze Zeit in ein KriegS- lazarett. Gröb z^vg gleichfalls in den ersten Mobilmachnngstagen ins Feld. Er wurde während des Krieges zweimal schwer dcr- tmludet. Nack,^ seiner zweiten (Genesimg rückte er als Unteroffizier aus nnd wuwe zu Beginn dieses Jahres wegen besonderer Tapferkeit zum Vt-efeldwebet beföU>ert. Die beiden Gefatten-cn waren Familienväter: Müller hinberläßr 5 immündige Kinder, Gröb 1 Kind.
** Wieseck, 9. Mai. Kriegsfreiwilliger Karl Hof, Sohn deö Zugführers Lndnng .Hof, wurde nacksträglich mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. aLDsgezeiichnet.
Kreis Büdingen.
Büdingen, 12. Mai. Sein 25 jähriges Dienstjubiläum feierte der Hosinspektor Ziegler. — In einem FeldlaHarett starb nach schwerer Verwundung der .Krankenträger Michael N o w a ck. — Das Mer ne Kreuz erhielt Musketier Hermann Schiwackz.
4t Calbach, 12. Mai. Das Merne Kreuz, bereits früher .Hessische Tapferkeitsmedaille, erhielt der Musketter Otto Bäh r.
Düdelsheim, 12. Mai. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Willxlm Preußer.
,. f ^ lau be r g ,12. Mai. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Mnsketter Karl W ehr.
H Lorbach, 12. Mai. Das M^riw Kreuz erhielt der Ma- chrnengewehr-Schütze Fritz Röder. '
4 Ortenberg, 11. Mai. Ter Pionier W. Hebbel don hier wurde mit dem Eisernen Kreuz ansigezcichnet,
Kreis Schotten.
G c der n , 10. Mai. In der Krregs-Betstunde am gestrigen Abend sprach der frühere Erzieher des Evbiprinzen Botho zu Stol- ber-Wermgerode, Pfarrer Falk, Mvzeit Feldgeistlicher bei einer Insanterie-Division auf dem östlichen Kriegsschauplatz. Die von ti-eser religiöser Wärme nnd Kraft und von hohem vaterländischen Sinn getragenen Ausführungen des Redners, seine Schilderungen vom Leben und vom Geist au der Front fesselten die Gemeinde bis zum letzten Augenblick und gaben allen Zuhörern die feste Gewißheit, daß die feldgraue Mauer da draußen unerschütterlich ist mid daß unsre Krieger erfüllt sind von dem einen Geoanken: durchzuhalten bis zuni siegreiche Ende. Der Mcnd war ein Erlebnis elteuer Art und eine heilige Feierstunde. Die Kollefte für ein von dem Redner geleitetes Soldatentum ergab 25 Mark.
□ Laubach, 9. Mai. Seit den le-tzten schveren Kämpfen im Westen gelten Musketier Friedrich Seitz, Wilhelm Göbel und Wilhelm Frank als vermißt.
n L a u b a ch, 11: Mai. Techniker Fritz Schmidt von hier, der schon seit Begrün des Krieges im Felde steht nnd bereits mit dem Eisernen .Kreuz 2. Kl., der Hessischen Tapferkeitsmedaikle und eineni höheren sächsischen Kriegsorden ausgezeichnet wurde, ist zmn Leutnant in ein Sächsisches Pionierbataillon befördett worden. — Seit den letzten schweren Kämpfen im Westen gelten Musketier Friedrich Seitz imd Laudwe-hrmann Wilhelm Frank als vermißt. Von Leuttiant Wilfelm Joche m ist Nachricht aus fran- zö?sicher Gefangensck^ash an die Angehörigen hier gekommen, doch noch nicht, wo er sich befindet. — Lehranttsassefsor Dr. Steiger, der bis zur Einberufung zum .Hoeresdienst an kiesigem Gpniüa- sinln tätig \mv nnd zurzeit an einem Osiizieraspirauten-Uebungs- kursus im Warthelager teilnimntt, ivnrde zum Unteroffizier befördert. — In der Hofteite der Frau Frank TLw. hat in vergangener Nacht ein Fuchs Einkehr gehalten und im. Hühner- tall 12 Hühner vernichtet, ein bedeutender Schaden in heutiger Zeit.
Kreis Friedderg.
Vilbel, 10. Mai. Sprndelbesitzer Carl Brod erhielt ür kriegswirtschaftliche Maßnahmen im Dienst der Gnneinde das Kr«egselwenzeühen. — Mit dem Eisernen Kreuz 2. Ks und der bcssischeit TapferkcitSmedaille wurden ausgrzesihnet der Landstnrni- Unterosiizn'r Konrad Klöß und der Gesieite Franz Mstf Schmidt. Ern schwerer Schick,nlsschtog ist über die hiesige Familie des Maurers I. DnvlorsH. heremgebrockx-n Am
,.. öftrer nach schwerem Leiden verstorbenen Tochter
traf b« Nachricht von dem Heldentode eines Sohnes bei den Ellern eim Ern anderer Sohn der Familie starb bereits auf dem Schlacht- relDe.
Kreis Wetzlar.
^ . r ®- p r, 10. Mai. Die Jahresrechuung der ^tadLkasse für das tz-esthäftchal-r 1915 schließt ab mit Mr. Einnahmen und 2 035 012 Mk. Ausgaben, so daß ^bb^rschuß von 176 964 Mk. verbleibt, einsckstießlich des Behändes der vorigen Recknnmg Vvn 59 580 Mk. An Steuern wurden gegenüber dem Voranschlag nmd 95 000 Mk. mehr oereinuälimr, davon allein mi Eintonlmensteuern 85 230 Mk. Tie SckMlver' waltuug^hatte 179 884 Mk. Ausgaben, denen Einnahmen in Höbe von 4ö ?23 Mr. gegenübertehen. Staats-, Provinzial- und Kreis- Abgaben enorderten 108 729 Mk. Tie stadttschm Werke erzielten * rer t sichcrschuß betmm eittfallen cui das Gaswerk 20369 i tarf o^lektnzitätsnnmk 30918 Mk. und Wassern-er! 10 707 Mk. '*yur Zevens- rmd Futtermittel wurden insticsamt 554 706 Mk. ausgÄvendet.
ra. W e tz lc r 12. Mai. Für die Somninnnpuate hat die Stadt f 11 ! 6 " ^lhonen städtisckum Eisverkanf eingerichtet. Der Preis betragt für das Pfund je nach Menge 4—6 Big. und wird mit Wagen ans Haus gelwacktt.
a>. ^ w a cS ^E). 9. Mai. Das Eiserne Kreuz 1. Kl. erlstelt
Brzefeldiordel BrrElö »entet cmS M»c,
. rofdorf v.M«I. Tie. Clteni des «nt bm 21. N° . Ufim.rr ti. ^fö. tu Mazedonien ttStnillw Heinrich Rölnscheim er» ölc orste Nachricht von ihm aus serbischer Ge
sangen scha ft.
- dem Kreise Wetzlar, 12. Mai. Die Brenn- n l n fn wie vor fahr hoch, zurzeit ttn-un die w-Ä-W^^leigerringen statt. Sehr wichtig ist die Frage, mk sich Üfrf 7 ^ cum lache über fmett Kreis verteilt. Ter )treis Wetzlar ist Nisi Waldungen reichlich bedacht, sie nehmen 41,6 Prozent seiner Ge- samlfjäM ein.
Hessen-Nassau.
m tui'fS,ItlKS 11 J 0 PL Eai. Der Regierungspräsident fan die lia)' 1 *? Wir tshansbe trieb in der Zeit vom 1. Mai bk
Uöt W m Biedenkopf und nGladenbach auf 11 Uhr, für alle übrigen ^rtc des Kreises an Woche?!tagen von Montag lsts Frei- fcs?gefetzt ' ^ ^wstagen, Sonn- und Feiertagen auf 11 Uhr
mr. Frankfurt a. M., 10. Mm. Tie städt. Äurst- h e r st elluna hat im Mowrt März einen halben Prozent Gewinn de^. Gknam ti?m ahes erg eHen. Tie Spar getan den- und Ablkferungs- !f ,. lr Produzenten sind zum größten Teil von der Reich-sstell'e für Gemüse und Obst «rein'hmigt worden, so daß die Erntlwuckie de^besiischeu Regierung damit hinfällig geworden sind. Xte von der Ltadt abgeliefcrten SaaEarttnsiln zeichnen sich durch geringere Qualität aus. Sie sind oft nicht einmal zum Essen qe- ichwelge denn zum Letzen zn g-ebranchen
-- Frankfurt, a. M. 11. Mai. Die Stadtverord- ne kontier sä mmNtNg beschäftigte sich gestern mit einer für M ^Msiueielt der ^tadt bedeutungsoollen Vorlage. Es bandelte um die Ernchtung einer auf der Bottssckul^ auigebauten Ueber- gangskla.se für hervorragend begabte Volkslck Iler nnd damit um dte allmähliche Ueberleittmg zur Einheitsschule. Ursprüng- ttch Irattc der Magistrat nur efite Nel>ergaugsklasse gewünscht, der Lckmlansichuß beantragte jedoch dir Lchafsirng mm zwei Klassen dem ZuwtzaNtrag, die Bildung einer dritten Klack' ins Auge zn wslen. vfaar längerer Tebättc wurde in namemlicher Abstimmung iNlt^ch, gegen 10 Stimmen der Antrag des Schnlaus- schntzes ans Schaffung vo?r zwei Uebergangsklasscn und spätere Erwerterimg Izu dve: Klassen imd 150 Mk. Erziebungsbeitrag sirr ein l^uutes Lchul'.ahr angenomnien. Einstimmige 'Ainlghmc sand der Magistraksantrag aur Beschaffung von 500 000 Mark .Kleingeld in Ettatz-10-PsimiigAsikev. irnd. 200 000 Mk. in 50-Bknnigscheinen zur Behebung des Klemgeldmangels.
Frankfurt a. M., 11. Mai. Im
sKtteten junge Burschen Wasser^ m einen Karbidkessel, dessen
Eilgüterbah-nhof
L ir ■ —< —"" — .^^^bidkessel, desseir
\JIu or ? Q ' r L aiir . m , geriet. Bei den Läschversucheit stürzten
M^ker in den Kessel und erlitten am ganzen Leibe lebens- gefalwliche Verletzungen, die eine sofortige tteberführung ins Krankenhaus bedingten.
Fronhan seik a d. L 9. Rtm. Dem Freilwrrn Hans Scheiik zn Schivelns-berg, Oberleutnant d. Res. und Batteriefübrcr in einem Fett>-Art.-Regt., wurde das Eiserne L^reuz 1. Kl. ver- tich'en.
X Hanau. 10. Mai. In der heutigen Stadtverordnete nsitzung nmrdc mitgeteilt, daß ein hiesiger Bürger, der mcht genannt sem will, der Stadt Hanau 50 000 Mark für Zivecke der Säuglings- und Kinderfürsorge zur Verfügung gestellt habe. Die Verwendung des Betrages ist in erster Linie dahin gedacht, da» eme.Mütter- u n d S än gl in g s b c ra t u ng s st e l l e, ^§uche und em Kinder kn m kivon eingerichtet rvird. <£ l[r das Kinderheim selbst ist die der Stadt durch ein früheres! Vermächtnis zugefallene Iungsche Villa in der Stcinh-imer Landstraße vorgelehen. Gedachtt ist das Heim in der Hauptsache für solche Kinder, die zeitzveise ganz olme Aufsicht sii'd. Die ''ütutterbera- tungsstelle hat unter MitwirsimF hiesiger Aerztc l»er.'its ibre Tätigkeit begonnen.
X Hanau, 10. Mai. Zur Unterbringung von :dern der Stadt Hanau auf dem Laude l>at die Stadtvcroruver- sammlung heute vorläufig 5000 Mk. bewilligt Gedacht ist die Kinder in den Kreisen Gers selb, Schmal katdm und Hofgeismar unterzubringen.
4- Merkeufritz, 11. Mai. Tie Sammtimg für dic Hindenbur g spende durch die Schulkinver I>atie in unserem Orte folgeirdes Ergebnis: 70 Eier, 20 PW. Mehl. 18' - Pfd h 4 ßß*> Dörrobst, 2V 2 Pfd. Erbsen, 2 Pfd. Botznen b M. Aepfel, 2 Pfd. Haferflocken, 1 Flasche Rüböl. 12 Pch Meer-rettig, 1^/-? Pfd. Zwiebeln, sowie noch einige Psinid Marmelade Kraut, Handkäse, Lauch, Sellerie, Kohlraben unv 1 Mark in bar'
Vevmrschtes.
Der erste Fesselballon im Kriege. Ms im Juni 1794 rm Kriege um den Besitz der Niederlande die Frauz-Men und Ocsterreich-er sich bei dem Dorfe Iumet in der Mh,- von svieurus schoir gerüstet und kampfbereit ge,Mll'cherstandeu, e^igne! - ck ' - „ Neues nnd bis dahin Unerhörtes: lieber dem französisixn v.eer Lager nächst der ADW des Dorfes erhob- sich die riesige Kugel rrner M-outgvtfiere und stt-eg dm Strecke in die Luft. Daun blieb sie,unbeweglich stehen, denn man I-atte sie an einem Seil fest iht- anfett. Auf der Setteder Ocsten-eicher konnte mau gut w st stellen, daß em französischer -Offizier in dkwi Korb be* Ballons stand der mit dem Fernglas die feindlichen Linien beobachtete und sich aller - lei 'Notizen lmachte. Nach einiger Zeit warrd-? bann -der Ballon ioieber herimtergehott imd blieb eine Zeittang den Blicken der Oe st ec reicher entzogen. Dann wieder hotte sich das gleiche Schauspiel nackt ei,'.- Der merkivürdige Vorgang rief bei dem österreichischest Befehlshaber, dem Prmzen von Koburg, und seinen Offizieren ebei'- lo,ehr Kimmen und Bewmvdevu-rg mit Besoranis In'röor. Sw ließ- lick ab»rr siegte die Wißbegier und man entschloß ,'ul), tot ftanzösi- fd,ni Kommandeur um einen kurzen Waffenstillstand zu ersuckien und die Bitte um Erlaubnis zur Besichtigung des Ballons vorzu- bmngen. ,-,-ranzo ,0 cherseits entsprach man ton Wunsche mid so 'er- schi-encn denn anderiitags die österreichischen -Offiziere ^irr Besickw lißima, wöbe, die Franzosen außer der sachlichen Erklärnng auch eme prattticlte Vorführung veranstalteten. In der sich tmsckstlcßeu- ven Schlacht siegten die Franzosen, und sie haben ihren Erfolg nickst zuletzt auch zum Teil dieser neuen Ersindlmg -'.ugeschrieb'N da sie ihnen ia vorzstglickten Einblick tn die gegnerisctpm Stellungeiv gestattete Alchtstotoweniger l-atten dann zwei Jahre später di« Oesterrcncher den Triumph undw der Beute, die sie nach ihrem am 3. September 1796 bei Würzbirrg über to ftamtrfS teneu Sieg nmcksten, auch tot vordem tovunderten Ballon vor^ zufmden. der seitdem als nm eigenartige und seltene Trophäe im Wiener Heercsmu,eum anftovalsti wird
^ G lockern Nicht nur in diesem .Kriege mußte
das Mockenmemll Dre,wtlvecken i frcnm. In imchviel grossem Uw- wnge ivurtoi un .^äbri^n Kftiege die GliukanstüM toeert, um to? selben g«woit>ene Röewll zu Kanorren und rrntoren Waffen


