** D er neue Fahrplan, der zum 1. Juni in Kraft tn.i, i)t unserer heutigen Nummer beigefügt. Es ist damit einem dringenden Bedürfnis, zumal in ländlichen Kreisen, «bgeholfen.
** Verkehrs ändern na. Um Reisende vor Un-aunehm ttchLeitra zu bewahren, sei an dieser Stelle darauf aufmerksam gemacht, datz^der.Abendzug 6.30 Uhr ab Gießen—Gelnhausen seit } JJCai äut .»öfcatioit S Äiffenberg nicht mehr hält. Es ist in Letzter Zeit wiederholt vorgekommen, daß Leute, die in Schifft «uSstngen wollten, diesen Zug bemjutzten und in begreifti Mcgtn^it kamen, als der Zug die Station dcurchsuhr. Uni 6.51 Uhr geht der nächste Zug von Gießen ab, der narr bis NLda geht, aber auf allen Stationen hält.
** Aus dem Stadttheater-Bureau. Da wegen der Pfiugstfeiertage eine frühere Anschuna der noch aus- stetzenden MEneaiceritsvorstcllungear sich als unzweckmäßig yeraacsHesbellt h<rt, foÜion die 14. und 15. Abcarnementsvov- stellung rm Juni nachgehvlt wenden. Zunächst wird am Drenstay, 5. Juni, das Schauspiel „Die Warschauer Zitadelle" nach dem b-ebaurrteu Roman der polnischen SchruftsteNerrn Gabryeta ZavoLsva vils 14 .Dienstags-Abonne- mentsvorstellung durch das Personal des Grvßh.Kurtheaters Bad-Nauheim gebracht lverden. Das Werk, das an fast allen größeren deutschen Bühnen gegeben trwrden ist und schon wegen seines aktuellen Inhalts lebhaftes Interesse beanspruchen darf, wird auch im Freitag-Äbannement gegeben werben. — Vorbestelluimeu bittet man im Briefkasten des Stadttheaters niederzuleaen; von Sonntag ab ist die TheLterkasse geöffued — Aän nächsten Sonntag nachmittag 13/t Uhr sendet tut bie m der Kriegsindustrie beschäftigte Arbeiterschaft eine Aufführung von Hans Müllers Schauspiel „Könige" statt. Die Kartell für diese Vorstellung sind aber sämtlich vergeben.
^ ^ r ? fj** * «nicht notwendig. Nach einer Meldung der Rrtckrsb^eMatgsshell-e an. die Schulbehörde wird trotz der K.mchpl-ra cm'Schrhwaiezl die Beschafsimg von besonderen Turn- saprhen firr me Sa-ülcr und Schülerrinnen vielfach vor geschrieen. Das stehe in schvokfeml Widerspruch zu der Notwendigkeit, mit bem Schuhwerk mögliche sparsam umzugehen. Die Beschaffung besaaoerer Du-mschuhe sei miziulMg. Die Ausgabestellen für Be- tzugsschräre snrd angewiesen, diese ^lnordmrng zu befolgen.
Der Verband Hesse n-nassauischer Dampfdrei ch e re reu hast Sonntag, den 3. Juni, nachm. 2 Uhr, eine Besprechung kriegswirtschaftlicher Fragen ab. Siehe Anzeige.
• I m Hotel Für st an Hof findet heute, Donnerstag, skonzert sta-'tt
«.** f Dohna und seine Möwe. Der bereits ange- Nrndigte Möwesilm, der allerorts berechtigtes Aufsehen erregt hat, ist rm Lrchtfpielhause Bahnhosstraße eingetrvffen und gelangt ab Freitag zur Vorftihrmvg. Wir verweisen auf die Anzeige in unserem heutigen Blatte.
’(, ** B ier teljäyrli che Viehzählung. Die jeweils
werbesiährliche Viek^ätzlung in b?r L-tadt Gießen soll zum ztveiten Male am Freilag, den 1. Juni 1017, stattfrnden. Die Zählung er- stveckt sich auf Pferde, Rindvieh, Schafe und Schweine. Die Aufnahme wird durch Zähler vorgenommen. h
**c c i 3 & l a 1 1 Nr. 9 0 enthält: BeLrnntmachungcn über Aluminium, Futtermittel, Zuckerverbrauchsregelung, Fleisch- verzorM.rng der .Kinder aus den Industriegebiete, die Regelung der Beschaffung, des Absatzes und der Preise von lebendem Vieh, Urlaubs- und Zurückstellungsgefuch.
Landkreis Gießen.
ne. Bellersheim, 31. Mai Auf dem Felde der Ehre fiel der Gardist Otto Scheld in den schweren Kämpfen im Westen im Alter yvn 20 Jahren. Der fleißige und Nichtige iirnae Mann war sehr beliebt und wird hier unvergessen bleiben. — In hiesiger Gemeinde wurden 48 Kinder aus Bochum untergcbracht. Me haben sich in dar kurzen Zeit ihres Hierseins vorzüglich iachott. — Die Saaten stehen hier sehr schön und lassen eine
Ernte ertvarten. Mit der Grünsütterung Ivurdc bereits Vvgomren. Damit wäckßt die Hvfftrmlg auf reichlichere Milcherzeugung. Me verfügbaren Kräfte sind eben mit der Unkraut verttlgung beschäftigt.
Kreis Büdingen.
iiBüdingen, 31. Mai. Das Ergebnis der Hinden- /ehr ersraulistes. Es gingen ein: 233 T^ck Erer, 25 Pfd. Wurst, Dörrfleisch Speck und Fett, 60 Pfo. geschalte Gerste, 18 Md. HafeAocken, 46 Psd. Hülsenfrüchte, a\ SP* ^'lftvobst, ^ 16 Psd. Dörrgemüse und Suplpsrsachen, Zstvie^ln, 1/ Psd. Mehl, 2 Pfd. Zucker, verschiedene Päckchen Tee, Kaffee-Ersatz und derglaichm, 46 Büchsen Gemüse- kmfferven, 8 Gläser Obstkonservm, 38 Gläser Gelee, 1 Eimer und \ Töpfe Marmelade, 2 Büchsen Maggi, 12 Flaschen Wein, 1 gasche Del, Schwarzwurzeln, rate Rüben, Lauch, Lkartofseln und frisches GeiMje, sotvie 73 Mark in bar.
# Nidda, 31. Mai. Durch, die rege
. .. . — « , vtv Lx.yc ^tu.iyxtit des hiesigen
VLTiee-FrmrenVereins ergab die Lammlung der Hindenbu rg - spende rat erfreuliches Resultat. Es wurden geliefert: 150 Eier, Z? Md. G-caupen und Gerste, 26 Pfd. Dörrobst, 14 Pfd. Mehl, 16 M ZwEln, 7,Hs Pch^ohnen 4 Pfd. Hafergrütze, 2 Pfd. Nudeln, 2 Pfd. Meerrettich, 2 Psd. Püffbohnen, S l / 2 Psd. Erbsen, 6 Pfd.
3 Pfd. Grieß, 1 Pfd. Butter, 2 Päckchen Hafermehl. 1 Päckchen Bohnenmchl, 3 geräucherte Würste, 3 Gläser und vier Büchsen nnt Ern gemachten!, 2 Flasckira Kognak, 9 große und zehn lletnere Büchsert mit Kbnserven, 250 Suppenwürfeln, 12 Päckchen Luppenzittattn, 4 Bücher und Zigaretten, in bar 50,60 Mk.
Kreis Alsfeld.
up. Aus de m Ohmtal, 31. Mai. Wenn zurzeit unter den Birnbäumen rat Abfall junger, unentwickelter Frückste bemerkt geschieht das nutzt durch die Tvvckenhett, sondern durch! r«s Übermaß der angesetzten Frucht. Dü konnten nickst alle zur S? 1 * 1 « kommen, auch wenn es an Feuchtigkeit nicht gefehlt Es hätte wohl ein gründlicher Regen erfolgen dürfen, aber dem Boden fehlt es in der Tiefe ttach solchem Winter, wie wir rchr bis zum Mar gehabt, noch keinesfalls an Wassergehalt. Das ieigt pcc Stand des Grmidwaßers. Das lehrt auch die prächtige Entwickelung der überreich belMigenra Kirschen. Auch diese hänget: fo voll, daß nrcht alle Früchte zur Entwickelwrg kommen könnert und abfallcn müssen. Da die Kirsck>en einmal das Lieblingsobst unserer Kurder bilden, so können sich diese darauf freuen.
Kreis Schotten.
, Wohn selb. 31. Mai. Ju den jüngsten Tagen tvurden rn unserem Ocrtchcn zweiEinbrüche verübt. Die Diebe führten be: dem ersten fast sämtliche Wurst- und Fleischvorräte mit. Bei einem andern Einwohner errttvendeten sie eine tücht geringe Anzahl Wäsche- und Kleidungsstücke. Die Diebe enttamen jedoch un- erkamrt. Auch in Klein-Eichen führten dieselben Diebe Einbruch aus Hier rvttrde mati ihrer aber habhaft, und sie entputwten sich als der leine vom benachbarten Höckersdorf stanrnwnd, während der andere angab, von Griesheim a. M. zu sein.
Kreis Friedberg.
4t Stammheim, 31.Mai. Der 17jährige Sohn des Landwirtes Metzler war im Felde mit Eggen beschäftigt, wobei das Pferd durchging und den Mann eine Sttecke weit fortschleifte, so daß er schwere Verletzungen erlitt, an deren Folgen er starb.
An^verßitäts-NLrc^xrchLe^.
x: M a r b u r g , 31. Mai. Die philosophisch?
*?; «. * " " *- y ' . Die philosophische Fakultät der
me ft gen Univerntät bat anläßlich des Jahrestags der Schlackst am Skagerrak dem Admiral S ch e e r ehrenhalber die Würde eines Doktors der Philosophie verliehen. AdmiralScheer ist geborener Hanauer, und in der Verlerlmngsurknnde nstrd dem treuen Sohii seiner knrhessischen Heimat die wärmste Anerkennung für seine großen Verdienste tim die Vervollkommnung der deutschst Flotte ausgesvrvchen.
Müllersche Badeanstalt.
o, e Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am
31. Mat: 17° Reanntur.
**
Briefkasten der Redaktion.
Zur Kohlenversorgung. Anonyme Einsendungen können von Ms nicht berücksichtigt )verbtm und fallen dem Paprerüorch anheim^
Letzre NacL-richten
Tätigkeitsbericht der sozialistischen Minister in Rußland.
30. Dliai. (WTB. Nichtanttlich.) „Temps" meldet aus Petersburg, daß in der vorgestrigen Vollsitzung des Arbeiter- unb ^o.oatenrales bte drei sozialistischen Minister zum ersten Male berichteten. Tzeretclli berührte alle Fragen, Eich der äußeren Politik, und hob kstrvor, daß die sozialisti- »chen Minister mit dm Botschaftern der Alliierten verschiedene BefprttMngm über die Kriegsziele gehabt und dabei die besten Eindrücke empfangen hätten. Zur inneren Polttik erklärte Tzere- velli. daß das Vaterland in großer Gefa'hr sei, sei keine leere Redensart; emstere Maßnahmen gegen den inneren Sturm seim notwendig. Swbelow und Tschertww ftwachen über ihre Tätigkeit ckl^. -'"imster. Tschernow erklärte, die Agrarreform würde wahr- icheinlich vott der verfassmigsgebenden Vcrfammlung durchgeführt werden. Nach sehr lebhafter Aussprack>e, bei der die äußerste Linke keinerlei Erfolg hatte, wurde den soziaftstischeu Ministerri und der ernstwetligm Regierung mit erdrt'rckender Mehrheit gegen vier Sttmmen vollstes Verttauen ausgespriochm.
Preistreibereien in Frankreich.
B ern, 30. Mai. (WTB. Nichtamtliche In seiner gestrigen Mnrmorvcde über die Preistteibereieti in Frankreich teilte Vcr- pflegungsminister Violette mit, daß fern Vlrnisttrium kürzlich in Marsaille Teigwarm -zu 139 Franks für 100 Mogramm gekauft habe, die später in Paris zu 300 Franks verkauft word«t frönt, ^en H-reisnnterschied hätten Schocher eingesteckt. Die ganze tttnesticM Oelerzeugung werde jetzt beschlagnahmt und an die fvanzüstsche Industrie verteilt tverden. (Zvischmruf Jean Bvms: -tas ftt teil 34 Kriegsmonatm eine kotnische Sprache von der Regierung). Violette fuhr fort, der Staat müsse sich an die Industrie Ivetrdett, um die Oelverteilung durchführm zu firmen. Er werde sich aller unnöttgm Mittelmänner entledigen und sich immer unmttttlbar an die zuständigm Persönlichkeiten rn der Handelswelt wmdm, ,cm .Handelsfragen zu lösen. (Lauche ruft dazwischen, daß in bm P^rriser Markthallm Warm m den Rmnstein geworfen tvvrdm seien, um die Preise hochzu- tzalteu. Die Kanrmer anttvortete mit Rusen lebhaften Erstaunens.^ Vwlette führte weiter ans, er werde düse Zustände dem Minister des Innern mittellm. Man dürfe sich aber nicht verhehlen, daß er verschledenartige ernste Fragen zu lösm l)abe, daß es zu Schwanmngm und zögernden Maßnahmeit kommet! könne. Wer setnm Platz einmhnten wolle, dem werde er ihn gerne abtreten. Violette schloß, er brauche unbedingte Autorität. Man müsse ihm auch mildernde Umstände zitbilligm. Rtan solle ihnt lieber sagen, er )et nicht der rechte Mann am rechtm Platze, als versteckt und mnterrücks gegen ihn vorzugehen. Der Augenblick sei ernst. Das Land müsse kräftige Entschlüsse fassm und kaltes Blut bebaltm. Der russische Wirrwarr.
H ap a r a tid a , 30. Mai. Der Umsaitg, den die russische Des- organisatton anzunehmen beginnt, wird aus einer Meldung ersichtlich, die „Pelrogradskaja Gazeta" über eine Sitzung der Stadtverwaltung Nishni Nowgorod vom 26. Mai bringt. In dieser Slitzung, die sich nrit der Äge in der Stzrdt befaßte, äußerte der Stadtverordnete Timitveff, daß das Leben unerttäglich ge- worbm sei imb daß alles in Unordturng und ins Stockm gerate. Dre provisorische Regierung müsse unbedingt Mcaßnahmen qegm die Anarchie ergreifm. Die Truppm gehörtm in die Schützm- gräben urtd dürften sich nicht hinter der Front herumtteiben. Der Stadtverordnete Bntoleff mtwarf ein ttauriges Bild der Sicher- beitszustände. Danach bmutzten die Sttäftinge, da ein vollzellicher Schutz nicht mehr vorhanden sei, die günstige Gelegmheii, um zu vaulien und um zu plündmit. Tie Hefe der Gesellschaft icmnnele such in Reiürnrants und Billardsstuben, die bis spät in die Nacht ge- öffnet feien, um von da aus ihr lichtscheues Gewerbe zu betreiben.
Dreschembescher!
Sonntag, 3. Juni, nachm. 2 Uhr
BersüMmluNg
in Brannfels am Bahnhof „Hotel Funke"
*31 Besprechung kriegswirtschaftlicher F-ragr» (Dresch- lZbne, Bindegarn-, Benzol- imd Kohlenbezug, Mililäc- reklamaLionen. Auch Nichtmitglieder sind willkommen. Ein Vertreter deü KriegswirischaflsamiS zu Frankfurt wird den Verhandlungen beiwohnen. Wir bitten um zahlreichen Besuch.
LkstaiiS hchii-nchgiiistkr Jasissdrestekeinl
4&3D e. (S. m. b. H. »u Lsuu a. d. Ladu.
MitteiLuRg.
Ich- KaLLartna Siug»er Witwe, geborene Schäfer $u Obbornhofen, erkläre hiermit, daß ich meine Beußernngen, welche - ich gegen Georg Heinrich Lämmer IL. und Maria Walter, beide zu Öbborn- Lofe«, getan habe, ..in Bezug auf Entwendung von Meidnngsstücke», bzw. Vertauschung solcher, welche ,L» dem Nachlaß der verftorbeuen Margareta Kammer gehört batte«, indem sie bessere an sich genommen und -chlechtere dafür bivgelegt hätten", als Unwabrbeit «ud Verleumdung mit Bedauern zuriicknedme. Weiter erÄäre ich, daß ich zur Siibnc zwanzig Mark an das Rote Kreuz bezahlen will und alle in dieser Augelegeu- beit cutstandcnen und noch entstehenden Kosten zu be- LLblen mich bereit erkläre. 4208
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Der vom Gemcinderat beschlossene Voranschlag der Gemeinde Großen-Linden für Nj. 1917 liegt vom 1. Juni ds. Js. an während einer Woche in unserer Geschästsstube offen. Einwendungen können während der Offenlegungszeit mündlich oder schriftlich vorgebracht werden. Zn der beschlossenen Umlage werden auch die Ausmärker herangezogen.
Großen-Linden, den 30. Mai 1917.
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Beginll des JorlbildungS- Unterrichts Dienstag, den 19. Juni, abends 9 Uhr. 4241c Der Voritn»d.


