Die Schist-bauten Amerikas.
% m fterdam, 30. Mai. .(WTB. Nichtamtlich). Nachdem E^gemeen HandelSblad" meldet die „Daily Mai?' aus New i)ork, daß die United Steels Company und die Lacka- n«-nrla Steel-Iron Comparw sich verpflichtet haben, binnen iv Monaten itählernc Schisse mit einem Gesamt-Tonnen- tzeymr von drei Millionen Tonnen zu erbauen. Wenn der ^enat btc vom Repräsentanrenhaus bereits angenommene blc f üc den Bau von Handelsschiffen n m ll [ lüncn Psund Sterling zur Verfügung g stellt werden, annimmt, so wird Präsident Wilson das Recht haben, von jedermann, der dazu imstande ist, zu verlangen, li'fer? ^ n)l ^ e t> ^ ver ^ ateTiaI zur Verteidigung des Landes
.. ^rner wird Wilson das Recht haben, alle bestehenden Kontrakte über Schiffe oder Material abzuändern, zu annullieren oder anszuschreibcn. Dies gilt auch für diejenigen Kontrakte, zu deren Ausführung Arbeitskräfte oder Ma- rerral notrg smd, die für den Schiffsbau in Betracht kom- 5I en ; £ ec Präsident wird Fabriken beschlagnahmen oder übernehmen und Schiffe, die im amerikanischen Besitz sind, mit den dazugehörigen Besatzungen requirieren, sonne alle .^-ersten und Magazine mieten, kaufen oder mit Beschlag Belegen, tonnen. *
Brasilien.
29 - Mai. (WTB.) Die Agence Havas rneü>,t. Der Bericht'des diplomatisckwn Ausschusses der Tepu
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ierlenka mmcr über die Botschaft des Präsidenten über re Torpedierung des Danaers „Tijuca" rveist aus die Gefahr Mli, me die natwnme Handelsmariiie und der auswärtige Handel VvaN.ems lausen, ebenso aus die Notu-endigkeit von Vcrteid-i- Wm^mavnahrnsn gegen diese Angriffshandlung Deutschlands. Ter Q/1 !• iX riUH tchliflit ltltt (^71 nn. In
. tviuitycn, 6 . von ho aus we an naymen zu off?/ P n ^.?u-^artlge brasilianische Schiffahrt zu verteidigen, Z: aimerten Staaten sich über Massnahmen zu verstau-
«nsen, ote tnc Freiheit des Ein- und Ausfuhrhandels sichern sollen -u dincm Zlvecke die Neutraiitäl-erklärung zu widerrufen, faöofö es ihr dienlich erscheint.
3rur,bc soll sich der diplomatische K'ainmer- dasür ent-chredcn haben, daß das Gesetz, das die Er- maar.rgiing zur Berusirduirg der derrtschen Schisse erteilt, die Rück- sangigv'achuiig des Neutralitätsbeschlusses im Kriege zwischen den Mrdtelmaeuni und den alliierten Mächten zunr Gegenstände l)at, mch. als ^oiuX'raesctz, sondern in Form eines Zu'ätzautrages zu Dem Gesetz, das die Neutralität im deutsch-amerikanischen Kriege eingebracht lverden soll. Der Gesetzentwurf isr in erster r^nrnq am Montag angemmmwn werden. Die Entscheidung soll schl-mnigm bic Lösung der internationalen Frage zu be-
Die Geheimverträge der Entente.
^^lPriv-Tel.). Das „Berl. Tgbl." meldet Stockholm.- Die «elnngsorser Zeitung „Vona" bringt genaue Angaben über den G c h er m v c r tr a g der Alliierten mit Italien. Hiernach garantierten die Alliierten Italien Südtirol mu Trreni. das ganze Küstengebiet von Nord-dalmatien mit Zära ^ ««lato, Mtttelatbanien mir Balona, di? Inseln im Aegäischen nnb . an E klemailattschm Küste, außerdem günstige Eisen- bühn^nzenloneu m Türkisch-Meinasien. „Dje.n" bemerkt hierzu, batz diese von den Alliierten angebotenen Gebiete bei weitem dia Nnherm eigenen Forderungen der Italiener überträfen.
03 « : "? 9: 'r nu trotz Italiens verhältnismäßig nicht
gwp/.w Ji olle in dem Kcrege so große Kompensationen aus Italien j~2 1 / ^ Aron ntünen dae Ansprüche der übrigen, mehr am Kriege vLerligien Alliierten sein?"
Stockholmer Beratungen.
Stockholm, 30. Mai. (WTB. Nichtamtlich) Der hollän- drsch -1 .andinavische Ausschuß beriet am Freitag und imt ben Vertretern der denrs ch e n S o z i a l d e m o - *1L ü lrb Ozialdemokraten Oester/reichs
Adler Hartmann. Ellenbogen. Rmine, Seitz und Huebcr. Zu der .Bespreä)i:ng wiirden von dein Ausschlß zugezogen: Tiamand für UolP!^ -.oznrldemokratre Galiziens, Burian Stein für die ^che^che Sozialdemokratie, Markt und Glumas für die Sozial- DMokra.tle Bosniens und der HerzegoNnna. Nach der dtnscharcung fjF ft c r r ck, l schen Ab o r d nu n g ist der ImperaliSmus me allgessieuie Krregsursach:, aber die nationalen Fragen jpielterr mLl,ack eine Ralle in den Kriegsvorwänden. In der Mitte un O.tLf imv ^'dosten Europas seien die Stationen fast überall w SQrÄsch. di!: ic Gebi-etsabgreuzung nicht möglich und nur cm
emeuter Krregsasckaß wäre. Selbst wo die kleinen Nationen trenn- warm,, gwgäbc sick dadurch eine solche Kleinstaaterei, daß der polriiss- und wirtschaftliche .'Aufsüeg dieser Nationen gefährdet Das einmal bestehende große Staats- und Wirtschaftsgebiet § -erschlagen-, wäre nur de:i Grodaatsbourgeoisieu förderlich die vlete:i .Kleiniraaten leicht gegeneinander aufspielen und V^errsüv'n l^inren. Darum bekannte sich die Abordnung aus Grund der ^xlseler .ttundgebung für die nationale Antr>nomie und meint, oatz die Errmgimg dieser Freiheiten ein Werk dieser Nation selbst sem nikrs;.
Die ilttcrnationalc Friedenspropaganda.
Bürvapest, 80.Mai. iWTB.l Der Verband der ungarischen si eu scha s t e ii wandte sich an die int'eniationare Zmtrale der Gm-vssenschasdeli in London mit einer Fricdensan-. r«^ung, in der zunächst darauf hrrrgewiesen wird, daß sich die ^u«sierlsck^ftlicl!e BcN'.egiing von allem Anfang an die Sicherung «2 Sesellschgstlwlvu Friedens zum Ziel gesetzt bar. Die intrrnatio- nase Zentrale wrrö verständigt, daß der ungarische Vn-band nicht nur an die Verbände der verbü'ndeten Mächte, sondern auch an 7 sne der Ententesäwder sich mit dieser Anregung gewandt hat. W chll das Gericht der Genoss-ensck>aften, die Millionen vertreten tzmrwo gemach/ sverden. um die Friedensbeioegung zu fördern und G^anSen, u ,e die Fortsetzung des Krieges nach dem ,Friedens,cklnß- «tts wnk'ctöstlichem Gebiete, bekämpfen. Tie Zentrale soll sobald trre mög.Tü eine Mssckmßsitzrmg in dieser dtngelegenhcil in cm rautwi Land, am besten nack- Holland oder nach der Schweiz ernberuien.
Morden seien Der Ministerpräsident, erinnerte ozi die bekannte Könige sang v-es lMinisters des Aeaßern. daß die Däonarchie »auf dem ^.tandpamt eines ehrenvollen Friedens ohne Ge- ?! c , r Etungen stehe. Es sei daher versrandlich, daß auch
temerlei Abtretungen bezüglrck- Ostgaliziens oder der Bukowina von irgendeiner der maßgebenden Stellen beabsichtigt seien. Tie lenaenziosen Gerüchte, die anderes behaupteten, seien aus der Luft gegriNen. Clam-?Nartinic I>ob ferner die bewährte und erprobte ,mh r i!7^5 §?^ung der ufrainischm Bevölkerung in Ostgalizien und der Bukowina l-ervor, die hinter keiner der anderen Völker standen habe. Die Regiernng sei fest entschlossen, §ku,?n^twicklungsbedürsnissen des ukrainischen B o l i es Rechnung zu tragen. Dieses solle keine Ursache haben, frr ^ 6 Vvw. 1 ^ er Tü£ 1(unn l’ciitcg Wunsches am gleiche Behandlung i ^ c .^ ieten ^bs ösfentlichen Lebens zu klagen. Der Ministerpräsident erinnerte an die Worte, die Kaiser Karl anläßlich umgsten Beiivchs in Krakau für eine Verständigung d^r beiden Völker gesprochen habe, und mahnte die Erschienenen, im ^mne der gros;m Ziele dieser Verständigung zu wirken.
^r.le me Blätter berich.cn. beschlossen die südslawischen Abge- ordneten, emen einheitlichen Klub unter dem Nanren ,,-L'udslawlscher Klub" zu gründen.
Die Freil-eitSbcstrebuug in Finnland.
. „ Kopenhagen, 30. Mai. (WTB. Mchtamtlich.) Die ,,Berlina.ske Tidende" meldet aus Stockholm: In Finn- lan b sind in der tetzteir Zeit be de nt e n be Truppen- tn a s f c n angekommei' Die Garnison von Wasa wurde durch 2600 OJiaun verstärkt, die Garnison Ken durch 3000 Manu .Die Truppenemkünfte »rwrden mit der fürnischeu Freiheit s b e st r e b u n g in Verbindung gebracht. Es verlautet Minister Kerenski habe bei seinem Besuch irr Finnlaild von geheimen Zuscunmentünften in Helsingfors erfahren, wo Mischen finnischen, ukrainischen und litauischen Vertretern die Unab hä n g i g ke i t s er klä- rung erörtert worden sei. Auch nach Litauen und nach der Ukraine soll die Entsendung russischer Truppen bevor- stehen.
Oesterreich-Unaarn und die Ukraine.
?0 „Slawische Korrespondenz"
meldet ^n der gestrigen Besprcchcrng des Ministerpräsidenten mit Vertretern des utraini scheu Volkes gedachte der MinisterPräsident der ihm bekannt gewordenen Aeußerungen der Beunruhigung, die durch gewisse Gerüchte über die Möglichkett von Grcnzverschiebnngen im Osten hervorgerusen
Die Eröffnung des österreichifchen Abgeordneterrhanfes..
Wien, 30. A^ri. 0WTB.) Das österreichische Abge- o r o n e t e n h a u s hielt heute seine Eröffnungssitzung ab. ^ne Zugänge zum Parlament zeigten ein ungewöhnliches Bild, «aal und 0>alerren waren dicht gefüllt. Viele Abgeordnete waren in Uniform, erschienen. Auf den Plätzen der auf dem Felde der Ehre gefallenen Abgeordneten Fuä>s, Pollauf, Seidl und Lößl voaren Blumenkränze niedergelegt.
Npch der Vorstellung des Ministeriums durch den Minister- pra,identen übernahm der Altnpräsident Freiherr von Fuchs den Voriitz. Er hielt zunächst einen Nachruf für den Kaiser Franz Joseph und gedachte sodann des dnrch ^MörderHand gefallenen Erzherzogs Franz Ferdinand und seiner Gemahlin, der ersten enfö 1 unseligen Weltkrieges. Er drückte die Huldigung der Bokker Oesterreicl>s für d,m Kaiser und die Kaiserin aus. Mit Liebe und Vertrauen werden mir, erklärte der Alterspräsident, unserem neuen Herrscher Gelolgsclwft leisten, der sich ,'cfam während der .Zknt die Verehrung uird das Vertrauen jeinep
Voller im sturme eroberte. Nicht allem auf dem Schlachtfeld gegen einen tückischen Feind war er im Kampfe Meister, sondern er eroberte auch am dem frieülick)en Felde seiner kaiserlichen Regierung ich mit glücklick>ec Hand die Liebe stiner Völker, die dem neuen Sanrml-errn des Reiches in unwandelbarer Treue und Dankbarkeit ergeben siird. Der jungen Kaiserin, die mutig dem erlauchten Gc- malu zur L>cits fteht,^ und die stets hilfreich eingrcist. wo Hilfe notrg l st, wollen mir freudigen Herzens zu jubeln und ihr für ihr segensreiches Wirken uiwuslösckstichen Dank zollen. Die von dem Alterspräsidenten auf den .G^ijjer und die Kaiseriii ausgebrackiteic Hockwupe wurden von dem Hause, das sich erhoben hatte, begeistert wiederholt. Der Alterspräsident gedachte sodann der heldcnmüligen streiten die für Oesterreichs Bestarrd, Ehre und Ruhm vor dem Eernd? stehen, insl>e'soiidere derjenigen, die zurzeit am Karst und am 3!?^^. ^rvischm Kämpf geg.ni ehrlose Feinde auskämpfen. Mrt glühender Begeisterung, sührre der Rediier aus, rufen wir den Verteidigern unseres Vaterlandes und deren verbündeten Heeren, die eng aneinandergeschlossen und^ verbunden in dem gemeinsainen Kamps unseren Feinden gegenüber stehen, Worte unseres unvergäng- ia>m Zankes zu. Nach eirrem Hochrufe für die gefallenen und ver- tvroeneu Mitglieder des Hailjes wurde die Präsidentenwahl vocg-enommen. Wie gemeldet, wurde der getvesene Obmann des Deutschen National-Verbaiides. Dr. Gustav Groß, zum Präsidenten gewählt. Der Polenklub wÄ)lte Lazarski zum Obmann. ... Ter Präsident Groß, mit lebhaftem Beifall begrüßt, dankte für die ihm erwiesene höchste parlamentarische Ehre. Er verspricht, dre Rederreiheic und Unparteilichkeit zu wahren, sowie seine beste Kraft dafür einzusetzen, dem Hause wieder zu seinem Reckst zu ver- delseu Wenn er auch als Präsident des Hauses keine einseittge Poittlk machen würde, so werde er nach wie vor ein treuer Sohn seines heiß geliebten Volkes sein und bl-nben. Die alte Habsburger Mmwrchie hat ihre Lebens- und Widerstandskraft in kaum gehofftem Maß bewiesen, und die Schläge, die die Feinde gegen uns genihrl haben, haben dazu gedient, urrs zu festigen und zusamnrenzuschlvei- ßen. /Lebl)attec Beifall und Händeklatschen.) Unsere Aufgabe wird es sein, dafür zu sorgen, daß diese Festigung sich auch lveitor ent,- wickele. Trotz aller Sä^wierigkäten und Meinungsverschiedenheiten werden wir dies Ziel erreichen, denn alle Völker der Monarchie sind erfüllt von uneingeschränkter Bewunderung und Dankbarkeit für uni-ere heldenmütigen Truppen, deren beispielslosen Erwlgen wir die Sicherung vor feindlichen Einbrüchen verdanken. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen. * M!ir sind einig in dem unerschütter- lichen Willen, hi dem uns aufgedrungemm Kämpf durchznhatten, bis zu dem scheiß ersehnten ehrenvollen Frieden, der uns Uimbhängig- keit und Sicherheit für die Zukunft verbürgen soll, wobei uns nichts fenier liegt, als die Unterdrückung anderer Völker. .Lebhafte Zustimmung.) Bor all-em sind wir einig in der bedingungslosen Hingabe an das angestammte Herrscherhaus, in der Liebe und Bewunderung zu unseren: Kaiser. (Stürmischer, lang anhaltender Beifall und Heilrufe. ^
W i e n , 30. Mai. (WTB. Nichwnttlich.) Wie die Blätter melden, beschloß der P o l c n k l u b des Reichsrates in einer Sitzung in Krakau gemäß dem Anttag T a s z y n s k i, daß der Polepklub die Initiative zu Friedenskuindgebungen im österreichischen ^Parlamente ergreifen und das Klubpräsidium rechtzeitig sich mit den anderen Parteien des Hauses ins Einvernehmen darüber setzen soll. Die Vollversammlung der polnischen Reichsrats- und Landtagsabgeordneten am ^ Pfingstmontag nahm einstimmig den voin Polenklub schon am 16, Mai in Wien angenommenen Antrag Tet-- majer über die allgemeine Polenfrage an. worin auch ausgesprochen wird, daß der Polenklub nickst in der Lage sei, die Regierung zu unterstützen, nachdem die Konservativen von den ursprünglich beabsichtigten Abänderungsanträgen Abstand genommen haben. Anläßlich dieser Tagung in Krakau kam es zu einer großen polnischen! Kundgebung, bei der nationale Lieder gesungen und von mehreren Abgeordneten Ansprachen gehalten wurden, ohne daß es zu Ruhe störungcn gekornmcn wäre
Neue N-Booterfolge.
Berlirr, 30. Mai. (Amtlich.) Neue 11-Bootsersolg.e in der Nordsee: 21 500 Bruttoregisrertonnen. Unter den versenkten Sckstfsen befanden sich n. a. ein englischer Hilfskreuzer und zwei englische Dampfer.
Der Chef des Admiralstabrs der Marine.
Zwei russische Minenleger versenkt.
Konstantinopel, 30. Mai. (WTB.) Meldung der Agentur Milli. In der Nacht zum 26. April rvurden zwei russische Minenleger vor deni Eingang des Bosporus versenkt. Die Leichen eines Offiziers und dreier Soldaten, die wir bergen konnten, wurden im Park der russischen Botschaft in Bujuldere mit militärischen Ehren begraben.
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Rotterdam, 30. Mai. (WDBst Der „LLaasboode" verzeichnet den Untergang folgender Schiffe: „Tyere" (208 Tonnen) aus Noerkoeping. ,.Erib^ (257 Tonnen, aus Strense, „Grase dtorman" (297 Donnen > aus Kristiania, „Pauline Kjell" und „Nann Smith" (2003 Tonnen) aus Drammen.
London, 29. Mai. (WTB.) Amtliche Meldung. Das engloche Hospitatschiff „Dover Cast ta' (8271 Tormen) hnirbe ohne Warnung am 28. Mai um 6 Uhr abends int Mittelmeer torpediert: um 8 1 /* Uhr wurde es zum zweitenmal torpediert und sank. Alle Kranken, das ärztliche Personal des Hospitalschiffes und die Mannschaft wurden gerettet mit Ausnahme von 6 Personen, die vermißt werden. Wahrsck)ciulich wurden diese durch die Explosion getötet. Der bewassnete H a n d els kreuzer „H i'lar y" wurde in der Nordsee torpediert und ift gesunken. Vier Personen wurden durch die Explosion gerötet. — Ein eng- l i s ch er Z e r st ö r e r ist infolge eines Zusammenstoßes ge- j unken; Menschen sind nicht umgetommen.
Ans und Land.
Gießen. 31. Mai 1917.
Juni.
Nun zieht der Juni in die Lande, frmrr Monat der von unseren Vor fahren orauien auf dem flack.ien Lande vielfack> mit Frauden- euern begrüßt wurde, bringt er dock) meist den ersten Lohn oer ttroett des lorgiamen Landwirtes, denn in den Niedermk^erl und Ebnen wird oft schon anfangs des Monats mit dem Ntahen befi Heues begonnen. „An Ouirinus (4j mäh das Heu, auf daß es gut und fchmackhast sei", lautet eine alte rheinische Bauernregel. Das Wet.er wünfcht man sich im „Roseumond" äm liebsten nicht allzu beiß, aber doch trocken, denn „Juni trocken mehr als naß, füllt mu gutem Mein das F-aß", trotzdem mackst ,^Zuni feuclst und warin, dm Bauer nock> nickst arm". Nordwinde im Juni sollen das^ Korn ins Larid treibe;», sto erzählt man sich bei den west'- fättschen Bauern, auch im Lchrarzmald sagt man allenthalben:
.... cr\ _V_' i a.
5eeMeg.
Der Jahrestag der Seeschlacht vor dem Skagerrak.
^ Berlin, 30. Mai. (WTB. Nichtaintl.) Anläßlich des Jahrestages der Seeschlacht vor dem Skagerrak mag daran erinnert werden, daß die Engländer, die in der größten aller Seeschlachten, der von Trafalgar, nur 449 Tote hatten, in der Skagerrak-Schlacht am 31. Mai 1916 7 104 englische Offiziere und Mannschaften v e r - oren haben. Die Verluste der Spanier und Franzosen bei Trafalgar betrugen 4522 Tote, die der deutschen Hochseeflotte bei Skagerrak dagegen 2414.
Kriegsschiffverlufte der Entente.
Berlin, 30. Mai. (WTB. Nichtamtlich) Von Kriegsbeginn bis 31. Mai 1917 sind an Krie gs fahr zeugen der Entente, ausschließlich der Hilfskreuzer, iuSgesamt Vernichter: 252 Schiffe und Fahrzeuge von 890 765 T o u n e n W as s erverdrän gun g. ' Unter diesen 252
U.US i.s cuiieii|u;t[|un, uno tpai
krenzern, 16 geschütztem KreuKewi, 67 Torpedobooletlst 28 Unterseebooten und 13 son stchen Kriegs sah trugen, wie z. B. den Unterseebootsjägern der Arabis-Klasse, zusammen Arrßer ben vorgenannten Kriegsschiffsverltrsteil büßte die Entente bis zum 31. Mai nicht weniger als 200 000 Brutto^ regijtertonnen an Hilfskreuzern, welche in aanz überwiegender Zahl der englischen Flagge angeh orten, durch kriegerische Maßnahmen der Mittzeunächte ein.
weht im Iunius, gar bald Gewitter folgen muß", hört man des öfteren in_ der Sck? rulmgegeno, was im attgelnourm aber kein Schaden ist, denn,, Donnerts im Juni, so gerät das Gerreide". Auch auf die einzelnen Tage des Monats gehen eine Ibühe der trefflichsten Bauernregeln von Rdund zu Mund. „Wer aus Medardi (8.) baut, kriegt viel Korn, Stroh und Kraut." „St Barnabas (11.» nimmer die Sick^l vergaß, hot den längsten Wuchs And das schönste Gras." „Regen am St. BituStag (15 ; bringt ein fruchtbar Jahr, nur die Gerste leidet Gewhr." „Regen am .Johannistag (24.) bringt viel Körner in dsn Sack." „Hat stNagereta (10.) keinen Sonnenschein, dann kommt das Korn nie trocken ein." „Ist an Prosper (250 kühl und trocken, gibts was in die Milch zu brocken." „An Peter intb Paul (29.) kühl unh klar, barai gibt es ein gutes Jahr. ist die Ameise und Spinne auf allen Pfaden, dann wird das Wetter -zut geraren " „Dom Tage der Lommersonncktwende wird gleichfalls gerne mit das Wetter der kommenden Wocken oder gar des folgerrdm Jahres geflossen mrd es gibt ländlche Prvplxtten, die wiwer durch Worte noch durch Beispiele von der mrgeblick>en „Unfel'hlbarkertt' dieser Prophezeiungen abzisbrrngen sind. Bier Tage vor ynb nach bec Soimcn- wende, sollen die Wttterung anz-eigen his zum Ende des Summers. „Regnets an der Sonnenrvend. o,t der 5)aser rm Halm verbrennt." „Wie die S-onMvend stellt sich ern. so wrrds Wetter im Dezember sein." Wenn diese Bau^rrogel meisttaUecks nickst eintrifft, so wollen wir doch auf den Iiv.'i hoffen, daß er uns l)eiteres Wetter bstchort. damtt die Früchte draußen, hau'pt- sächlich aber das Getreide bald zirr Reife fknnmt
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Neue Höchstpreise für Milch.
Wie atts der Bekanntmachung des Oberbürgermeisters iu der heutigen Nummer ersichtlich ist, werden die Höchstpreise für Voll- und Magermilch um je 4 Pfg. für den Liter erhöht und zwar mit Wirktrug vom 1. Juni d I. ab.
Die Erhöhung des Milchpreises ist durch die .BQtorb- nung des Kommunalverbandes für Milch- und Speisefett- Versorgung 0>voß Herzog tum Hessen in Darmstxrdt bringt, die eine Erhöhung der Erzmigerpreise gebracht hat. Die Preise für die Milcherzeuger sind in einer Weise gestaffelt, daß je mit der gelieferten Menge die Preise steigen. Je mehr Milch im Verhältnis zur Kuhzahl geliefert wird. Um so höher ist der Preis. Es liegt also im ^wteresse der Kirh- Halter, möglichst viel Milch zu liefern, um einen mögliaist hohen Preis zu erzielen.
Lebensmittel- und Bedarfsartikel.
** Versorgung mit Frühkartoffeln aus bei Ernte 1917. In der Zeit vom 25. Mai bis 8. Junt 1917 sind wie das Großh. Kreisamt bekannt gibt, durch Belagen der B«> triebsinbaber oder ihrer Stellvertreter die Ernteflächen der feß> mäßig an gebauten Frühkartoffeln festzustellen und das Ergebnis M* spätestens 9. Juni 1917 anzuzeigen. Fnülstarroffelerzeuger iral einer Erntcflache von insgesantt nicht mehr als 200 Qnadratmet« bleiben bei der Erlvbung außer Betracht. Anzugeben ist ledig lich die Frühkartoffcklernreftäckst 1917: che Herbstkartosfeterntefläch< bleibt bei dieser Erlstbung unberücksichtigt. Als Frühkartoffeln gelten alle srül-e und mittelftühe Kartoffeln aus der Ernte 1917, die voraussichtlich vor dem 15. September 1917 geerntet n>erden. Die Erlstbung ist mittels rtslisten vorzumehmen. DaOzri gibt der Oberbürgermeister ^bekaiiitt: Alle Kartoftelerzenger in der Gemarkung Ofteßen und Schift'enberg [yibtn bis spätestens 5. Junt 1917 dem Städtischen Lebensmittelamt, Ost-Anlage, che Frühkartoffel- erntefläche im Jahre 1917 in Hektar schriftlich anznmelden. Näh- heres siehe Bekanntmachung.
** Zucker zur B i e u e n f ü t le r u u g. Diejenigen I mker, die sich zum Bezug von Zucker zur Biemmiütterlmg gem ldet htabsn, können die Bezugssck-eine auf dem Smdtisck>en Lehens mr riet amt (Zünmcr 11) in Empfang nehmen.»
** Sü ßsto ffab ga bc. In der Aeit vom 1.—15. Juni 1917 lvird gegen beit ^referuugSabschnttt <5 der Süßstoffkarte „H" (blau) von jden Süßstofsabgabestellen .Süßstoff abgegeben. Es gelangt ein Brieschen auf den Abschnitt zur Ausgabe. Näheres siehe Bekanntmachung.
** Keine T a b a k k a r t e n. 6^egenüher Mclduiigen über die Einführung einer Tabakkarte wird von einer der deutschen Tabakzentrale in Minden nahestehende Seite erUirt, es seien große Mengen von Tabak für den freien Handel verfügbar infolge Kon- tiiigentierung der &eeTe:5iiercriutgen in TahahoaDen.


