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29.5.1917 Erstes Blatt
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W&, b GDßürt sich. daß. wenn ber ll-Urnükrreg biß zum ^rhreß- 5^^ Ul l^^dZcr Stärke artbött^ wir 4 500 000 Tonnen verloren TOtKTt torriynt. Bei einem Gesamt scknfsSranm von mehr als 40 Mil- iLnien Donnen nach man da wirklich anne'hnielr, das; diese Ber- «ngermllt derartig wirkt, das; sie unser Leben in Frage stellt und daN 'knc angedr^rle deutsche Blockade der Häfen der Alliierten wirk' u/h imd tatsächlich ist? Ich bin überzeugt, das;, wenn wir das u,t ^ cre zurzeit tun, indem sie Emflchr

veschränkungerl durchfichren, wir mit dem vorhandenen gegen wärtlgan SchrffSraum dahin kommen werden, die Bedürfnisse des Laichs zu befriedigen und die Zufuhr des .Kriegsbedarfs zu sichern. Admrvat Lacaze erklärte tL'eiter, bafe die ziffernmästige Angabe des vrs zum 20. Mai versenkten Schiffsraums eine erhebliche Berringe rimg, nämlich nur 290000 Tonnen, anstveise. Darauf stellte er durch Zahlenangaben fest, daß die deutsche Blockade tatsächlich »riernals bestanden hätte, da ja bis heute so viel Schiffe in die Häfen gelangten, als diese aufnehmen könnten und auch alles bräcktten. n*as das Land nötig hätte. 4 200000 Tonnen Waren, cvhr^er Admiral fort, sind im März in unsere Häfen gelangt und 4300 000 Tonnen im/April. Im Gegensatz hierzu gelangt nichts «oder so gut wie nichts in die deutschen Häfen. Es ist also unrichtig. Ku lagen, dast wir infolge des U-Bootskritzges den Krieg verlieren müssen Wir können noch schmerzliche Verluste haben, aber ich denke, hast man die Lag« ohne Schväche und ohne blinden Dpti mrsmus ansehen kann, aber auch ohne übertriebene Sorgen.

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Lloyd George und der ll-Bootkrieg.

London, 25. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyd George sagte im Unterhaus« über den U-Bootkrieg, daß England in der Abwehr der U-Boote erhebliche Fortschritte machte. Die Maßregeln zur Bekämpfung der Unterseeboote würden immer wirksamer. Die Nation könne sich zu der beträchtlichen, unerwartet rascl>en Besserung der Lage beglückwünschen. Llond George betonte die Nottnendigkeit, sparsam zu sein und sagte dann, lnenn jedermann seine Pflicht tue, werde die Hoffnung ans den Triunrph, die Deutschland auf die U-Boote setzte, von einer ganzen Reihe von Rechenfehlern dieses vom Schicksal gezeichneten Reiches der größte sein.

Rotterdam, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.» ,,Nicnwe Rotterdamsche Courant" meldet ans London, daß Lloyd George im Unterhaus mitgeteilt hat, die Regierung habe beschlossen, eine Kommission zur Untersuchung der Arbeiter- schwierigkeiteu einzusetzen.

Die Lebensmittelnot in England.

Berlin, 29. Mai. Uebcr die eirglistlien Nahrungsmittelnöte dertzt es in versckied-enm Blättern: Eine Eingabe <tn die Regierung besagt, daß von der Arbeiterschaft Loirdoiis 40 Prozent nal-ezu überhaupt rein Fleisch haben. 50 Prozent Hunde- und Pferdefleisch ätzen und nur 10 Prozent anderes Fleisch kaufen könnten.

Kristiania, 27. Mai. (WTB.) Einem Londoner Spezial- telegvamm der ZeitungTidens Tegn" zufolge wurde gestern im Unterhause mitgeteilt, dast die Preissteigerung der Lebensmittel 98 Prozent betmge: der Zucker sei um 172 Prozent gestiegen. > 2 <huld daran sei neben den, Mangel auch Wucher.

AapariS Krrcgshilse.

Tokio, 24. Mai. (Reuters ?l m l l i ch c M i t l e i l u n g des M a r i n e m i n i'st e r i u m s. Seit Kriegsausbruch hat die japa- noche Flotte zum Schutz des Handels die Gewässer des Orients von feindlichen Schissen gesäubert. Auf Ersuchen der britischen Regie­rung wirken japanische Kreuzer und Zerstörer im Indischen Ozean mit. Ein Geschwader unter dem Befehl des Admirals Solo ist kürzlich ins M i t t 7 l m c e r entsandt, ein anderes ist jetzt im südlichen Atlantischen Ozean tätig. Die japanische Flott« tut ihr Bestes zur Unterstützung der verbündeten Flotten.

Brasilien gibt seine Neutralität ans.

Rio de Janeiro, 28. Mai. ^Agence Havas.) Nachdem der diplomatische Ausschuß des Kongresses das Gesetz angenommen hat, das das die Neutvalltät im deutsch amerikanischen Krieg erklärende Dekret vom 25. April aushebt, ist der Präsident ermächtigt, alle Murhregeln zu ergreifen, die zur Durch führ, mg dieses Gesetzes nötia pnd. rmd die Handlungen vor zubereilen, die sich ans dem Aufyöven der dteutrnlität ergeben.

Die ungarische KabiuettstrisiS.

Berlin 29. Mai. LautL. A." dürfte die Bildung des neuen ungarischen Kabinetts am l'eutjgen Dienstag erfolgen. Graf Julius Andrasse werde mit der Kabinetts bi ldnng betraut werden.

§rekr!eg.

U-Bootersolge.

Berlin. 26. Mai. (WTB. Amtlich) Durch die Tätig­keit unserer U-Boote sind auf den nördlichen Seekriegs, schauplätzen weitere 7 0 000 Br u t t or e g i st e r t o n n'e n versenkt worden.

Unter den versenkten Dampfern befand sich der be­waffnete englische TransvortdampferFar- l e y". Unter den Ladungen der bereits versenkten Fahrzeuge befanden sich K o h len, hauptsächlich Nahrungs­mittel und F a r b h o l z.

Am 25. Mai hat eines unserer Unterseeboote im Atlan­tischen Ozean den 6300 Tonnen großen englischen HilfskreuzerHilary" versenkt.

Die russische Seeslugstation Lebara wurde <rm 24. Mai frühmorgens ausgiebig mit Bomben belegt. Die stark feuernden feindlichen Mtvehrbatterivn wurden durch Bombenabwurf zu in Schweigen gebracht.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Neue U-Bootersolge im englischen Kanal und in der Nordsee.

Berlin, 28. Mai. Amtlich. 27 000 Bruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schissen befanden sich u. a.: der bewaffnete englische Dampfer.Highland Corrie ^7582 BRT>. d.w englische Dampfn' Jupiter (2125 BRT.) mth drei bttvafsnete englisch? Dampfer unbekannten Namens. Der Chef des Admiralstabes.

Ein Drittel der monatlichen Fleischeinfuhr für England mit einem Schiff nntergcgangen.

In den Berichten des Admiralstabes über die Versen kung von Schissen finden sich, soweit dies nach Lage der Sache fcftgestetlt m erben konnte, aych Angaben über die Ladung des versenkten Schiffes. Wenn auch diese Zahlen teilweise an sich sehr hoch erscheinen, so verinag der Laie die Bedeutung der als vernichtet gemeldeten Vorräte häufig nicht in vollem Umfange zu ernennen. So wurde gemeldet, daß Ende Marz der Dumpfer>Hetorus" im Kanal ver­senkt wurde: dieser führte, wie jetzt fesl.geste.tlt wurde, 100 000 stück geschlachtetes Vieh aus Australien mit sich, eine :^ahl, die gewiß schon als solch? genommen «ußevordentlich hoch ersctieiirt. Die Volte Bedeutung der Vernichtung dieser englischen F'teischzufuhr ergibt sich jedoch aus einer Nachricht derMoruing Post" vom 11. Mai, wo nach ftir den Monat Mai 1947 mit einem Abtranspo» von insgesamt 300 000 Stück Fleisch (KU je 60 Pfund! gerechnet wurde. Mit dem einen Dampfer ist demnach ein Drittel von den, vernichtet worden, was überhaupt in einen, Monat nach England verschifft werden kann

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Kopenhagen, 27 Mai. (WTB.,Berlinske Tidendc" meldet aus Stockholm : Zwei schwedische D a n, p f e r sind

nach Srvrnemündc aufgebracht worden.

Chrtstiania. 26. Mai. (WTB Mchtamtlich) Mel­dung des Norsk Telegrambüno. Die Pariser Gesandtschaft

telegraphierte, daß der Dranrmener DampferSmith" <2003 Tonnen), von Bilbao nach New Port unterwegs, an, 22. Mai twr-seukt worden ist.

Rotterdam, 26. Mai. (WTB. Mchtamtlich.) Bei ^loyds Register waren bis zum 22. Mai Meldungen über 24.4 verfentte Schiffe ein gegangen. Bis zu demselben Tage des Vormonats waren nur 210 Schiffe als verloren ge­meldet.

Madrid, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.)El Mnndo" meldet aus Brest, der Kapitän des brasilianischen Danip- ftrsTpjuca" erklärte, ein deutsches U-Boot habe den Dcimpfer n,it Kanonenschüssen angegriffen. Der Torpedo habe in, Maschinenraum eine Explosion hervargerufeu, und der Dampfer habe alsbald zu finken begonnen.

2(115 dem Reiche.

. M ü n chen, 26. Mai. (MTB. Nichtamtlich ) Zum Erz- mschof von München Freising wurde der Bischof von Spey-er, Dr. v. Fmilhaber, eruaunt.

Aus ficjScii;

Rheinhesstu und die DonauRhein Verb.indung.

Mainz. 24. Mai. Der Provinzialtag der Provinz Rhein- hepen nahm eine Entschließung au, in der es heißt:Ter Pro- vmziattag begrüßt das Vorgehen der >!gl. Bayerischen Regierung lrt jJWfl M,f die Erbauung einer Schiffahrtsstraste zwilchen Rhein und Donau aufs wärmste. Er erblick in der Schaffung dieser Verkehrsader zwisä>en dem Westen und Osten Europas ein wichtiges Mittel zur Anbahnung und Aufrechter Haiti mg enger PoUchcher und wirtschaftlicher Beziehungen ztviscl>en Deutschland mid.selnen Verbündeten und mvartct von der zu erbauenden Grotzschiffafp-tsstraße eine mächtige Belebung des Binnenschiff' wdrtsverkelws und damit des gesamten Handels und der Industrie alter von der neuen Berkehrsltraße berührten Länder, vor allein auch unseres engeren Heimatlandes. Der Provinzialtag spricht die Erivartnng ans, daß dem lluternehn«en sowohl bei d^'r 9teichs rcgiernng wie auch bei der Großh. Hessischen Regierung jede Un­terstützung zuteil wird. sFrankf. Zig.)

Ans Stadt tinb CmtO.

Gießen. 29. Mai 1917.

Gemnsehöchstpreise in Hessen.

Die hessische Land e s g e m ü sestelle in Mainz hat rolgeudt' Ge m ü se-. ch ft p r c i se festgesetzt :

.Spargel I 69 Pfg. beim Erzeuger, 7? im Großhandel, 8., rin KlerWandel, Spargel II .42 (42, 5>0) Rhabarber 10 (19, 18), Erbsen 25 (27, 95), uZckererbsen 80.(82, 40), Stan­genbohnen 25 (28, 85), Buschbohnen 20 (28, 80 ), Pufsbohnen E' i, o0), Mairüben 7 (9, 12), Charlotten vom 16. 6. ab 24 (26, 80), von, 1. 8. bis 1. 9. 15 (17, 20), Gelbe Mben, Mohr­rüben, Möhren ohne Kraut bis 81. 8. 12 (18, 18), Kohlrabi vom 20 6. ab 20 (22, 25), vom 20. 7. ab 15 (17, 20),Früh- irreltzkohl vom 20. 7. ab 15 (17, 20), vom 1. i). 20. 9. 10 (12, 15), Wiutertvvssalat per Stück 10 (12, 15 ), Sommer tovflalat 5 (6, 8), Römisch Kohl per Pfund 15 (17 20), Spinat ab 20. 5. 16 (17, 20), Tomaten 80 (83, 88), Früh Wirsing 20 (22, 25), Frührotkraut 20 (22, 5), Blumenkohl ia nach Größe bis 1.20 Mk., Endivien per Stück 10 (12 ,15) Steckzwiebel per Pfund 20 (22, 26 »Pfennig. Die Preise verstellen sich nicr für marktfähige Ware erster Qualität. Lebensmittel und Bedarsdartitel.

' . .** V u ct r r p e r b r a ri ch s - N e g c I n n g. Der Oberbürger­

meister weift nochmals darauf hin, daß bis zuin 81. Mar 1917 ans dip. Zuckermarken Nr. 12 bis 25 je 250 Gramm Zucker bezogen ivcrden können. Nach Ablauf des 81. Mai 1917 verlieren diese Nlarkcn ihre Güll igkeit.

** Zu ckerk arten. In di'r Lebensmitteltäbelle am vorigen Samstag sind irrtümlich die. Zuckerkarten Nr. 122l anfgefübrt worden, wührend nur Nr. 12 23 Geltung haben

** Vl- rteil »ing vvn Spei se s y r u p. Der Stadt Gießen ist ^pcisesyrup überwiesen worden. Wer davon bezieltz-u will hat den Bezugsabsclmitt 12 der Lebensmiitellarte vom 81. Mai 'l 917 bis 4. Juni 1917 in den G'schästen, die im Anzeigen teil unserer heutigen Nummer ausgesührt sind, abzngcbcn. Wer in dem vorge- naniitcii Tenmne den Bezngsabschnitt 12 nicht abgibt, tänn bei der Verteilung nicht berücksichtigt iverden. Die. Menge an Syrmp, die auf jeden Abschnitt enlfällt, sowie der Beginn der Ansgave werden noch bekannt gegeben.

** E i ir r O r t's lohlenstelle ist auf Vecanlasfimg der Kriegsanil,teile .vrankiurt a. M. in Ödesten errichtet, die dre ein- treffenden Noblen zu verteilen hat. Die OrtsVohlenstelle ist dm, städtischen (Gaswerk, d-larteirstraße 8, angesti^dert. Bestellungen auf Vrennmateriallen sind an die früheren Lieferanten zu riMen: die Ortskol.lenstelle ninlmt solche Ansträge nicht eutaegeii. Beichwerben über unzureichende .Lieferungen sind an die Ortskvblenstelle zu richten. Siehe Bekanntniachung.

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**Pfingsten, das liebliche Fest", wie es Goethe nnent, hat in diesem Jahre wieder seinen ganzen Zauber als echtes deutsches FriMmgsfest offenbart. Ostern kann, wie es sich diesmal wieder gezeigt Hot, noch in den vollen Winter fallen, aber dem Pfmguieite wird kein noch so ^hartnäckige^ Winter mehr Schud<.u anziituil vermögen. Eher ist die liebe Sonne im Stande, des Guten etwas zu viel zu tun. So wiar es denn auch au den dies-- jährigeu Festlagen. Strahbnrdeü Sonnenwetter lag über Gießen und tvrlockte sck)vn zu früher Stunde den grüßten Teil der Eiw- wohnerslhaft mit Etz Vorräten betciben ins Grüne. Die schönen Zeiten sind ja vorüber, wo man daraus rechnen konnte, sich auf dem uächskliesten Dvrse vor einem aus reinem iveißeiu Mehle gebackenen Psingstkuchtm niederzulassen und selbst hart^sottene Hamsterer werden nicht viel erbeutet l-aben. Es ist selbswerständlclÄ, daß bei dem großen Auszug aufs Land in der Stadt selbst wenig Leben und Treiben herrschte. Zustrom vom Land<' ivar auch nicht zu erwarteit, da die meisten (^esck-äftsläden geschlossen blieben und im freien. Handel ja auch nickst mckl)r viel zu bieten haben.

Wie uns die Eisenbahiü>et)ör.de ntifctoüt, ist die Ermahmmg, von Bahnreisen zu Pfingsten abzusehen, ivenigstens in unserm Be­reiche aus gutlvi Boden gefallen. Freitag und Samstag lvar bei Verkehr stärker nüe sonst, was auch mit der BeföiM'rnng in Urlaub ' fahrender Soldaten zusammen hängt, an den Feiertagen sell> ft beivegte sich der Verkchr in normalen Bahnen Einzelne Züge waren sogar ausnahmsiveise schivach wpetzt So wird uns erzählt, daß infolge des Verbotes 0-Züge auf einer geringeren Entfernung als 60 Kilvmeün zu beiMen, viele Rei­sende in BadManheim eirv-n fch,vacl> besetzten l) Zug vorbelfahren lassen mußten. Nun das Pfingstfest vorüber ist. sck>eint auckr die bisherige Witterung nnizuschlagen. Das ^romL-ter ist erheblich gcsnnkeik. Scknvaches Wetterleuclsten deutet' gestern abeno gegen 11 Uhr tauf ein nabendes OVfnvirter )ll>er erueh diesmal iK Gießen nur von feinen Austänfern btckcofsen »vordcn. In der Nacht feltte für ganz kurze eZil ein starker Regen ein, der den ans getrockneten Boden bis honte morgen allerdings schon anfglckogtm hatte. Gegen 10 Ulp morgens wiederholte sich der Regenfall und die Wvlkewbtldiuigm lassen Junten* ergiebige Niederschläge erwarten. Willlommeiter konnte kein Regen kommen tvic !<ckit. drohte doch, loie ans einer- Nvtiz unseres l-eirtigen Mattes tzervorgeht. der Obsternte ,'ckwn ernstliche i^efahr. da die Bl üwn ans ätze abfiebw. Nun können die ErnteouZick ten inieder als gebessert angeselvn wenden.

** Nnszeichnnng. Dem Musketier Friede 6)e. schke von hier wurde das Eisern Kreuz 2. Kl. verliehen. Der Gefreit« Robert H o r t m a n n von hier. Znlwber der .Hessischen Tovfcrkeits^ Medaille, wurd? im hieiiqon Monat mit dein Eisernen Kreuz 2. Kl ausgezeichnet.

** Beim ©ammein der glätter un 1 erer Wildgemüfo in Feld imd Wäld, atn (irrtenynm und

auf der Wiese ist große Vorsicht nötig, die ganz be sonders den Kindern streng <rnznr-ntpfehlen ist Denn neben oen brauchbaren Pflanzen wachsen <rnch viele schädliche und giftige, neben der Breimessel das Sch ö l l k r a n t, neben beut Löwenzahn der Schierli ng, neben den schönsten Wiesen bl innen die .Herbstzeitlose u.sw. Wer weiß, >vie gerne die Kinder Bluinem nnd Zweige in den Mund nehknen, wie jie so geschickt sein !vollen, die Blätter des Saueramphers zn kauen und dergl, der wird begreisen, wie leicht beim Pflanzen und Blattersanunelu die Kinder von Uebelkeit icnd Erbreckien befallen lverden könneil, lvie leicht aber auch durch eine Vergiftung der Tod herbeigesührt werden kann Also Vorsicht! Man lvarne die Kinder aufs eindriglichste, Pflanzen auf der Wiese, im Feld urrd Wald zu esseu, in den Mund zn nehinen und zu kauen, die man nicht gawz genau kennt. Wir möelsteu bei dieser Chelegenheit nocl) aus eine Unsitte hiuweisen, die man oft zu beobachten Gelegen­heit lstit, nämlich an (^etreidefeldlmn beim Vorbeigehen am Wege .Halme herauszuziehen ans der Scheide und zur Stillung des Durstes zu kauen, ein Be.giunen, das zwar nicht gesundheitsschädigend, aber leichtsinnig und die Allgemein­heit schädigend ist, lveil mit jedem abgepflückten Halm eine große Menge Get rei.de körner vernichtet wird.

..** Pilze. In diesem Jahve sollen zum ^iheii der Volk­ernahrung durch Kinder unter Scknilau-ssicht eßbare Pilze in müg- lichst großer Menge gesannnelt und in getrocknetem Zustande abge- liefert werden. Zu diesem Zwecke sollen die Kinder, «oweii das noch mcbt creschehen. eingehend in der Pilzkmcde nitterrichtet nierd^-u Na cbp r^ü s u u g der O ,, > : l u T a r t c n Es imu. fliifn an dieser Stelle daran erinnert, die Marken sofort nackWi^ kleben, soweit es nickt bereits geschet)«n ist. Die Nathprüsnng der Karten fmdet von beute ab statt. Es kam» fick, alfo jedermann noch bor Bestrafung schützen.

** E ine Vie hh ändler - Ver sam irr l u n g der Provinz Ober Hessen, einerlei ob sie dem Milteldeus scheu Vielilstrudlerverein anaehören oder nicht, findet Sonntag, den 8. Juni ds. .'Fs. im Hotel Trapp zn Friedberg statt. Siehe Anzeige

* S ch w a r z - W e i ß - Theater, Seltersweg 8! Programm vom Dienstag, 29. Mai, bis einfchließlicki Freitag, 1. Juni, imrd gegebeti:Schlvß imb Hütte", modcme' ooama- Sck)auspiel in einem Vorspiel mid 8 Akten, dargestellt von allerbesten Künstlern. Verfasser und Regisseur ist Rudolf det Zopp. Als zioeites Stück ioird ein modcmner Filmschwmik in 3 Akten, betiteltLeo Saberloter" irrofje Heiterkeit hervorlmingen, zumal dm kikaunten Künstler Leo Peukcwt. Mizi Parla mid Herbcmt Paulmüller in den Hauptrollen Mitwirken. Außcrdem ist ein gictes Beiprvgramm vorgesehen.

** I m L ich.t sPiel haus, Bah n ho fstr. 8 l. sveht aus dein Programm vom 29. Mai bis einschließlich 1 Juni 1917 Dolch's Bekehrung", ein lustiges ^lbentencr aus dem Orient von Ferdinand Bonn. In der Hauptrolle: Feidinano Bonn imd Addh Homberg. Ferner einMo1>orbootrennen" Nat,nwild undDas ralfeshaste Inserat", ein Abentener in <l Akten des berülmitcir Joe Teebs. Hauptdarsteller-: Harry Liedlle, Leopold Bauerich Else OGlcker. Von Lamsta^, den 2. Juni ab, ioird die nmtlirtxr Urkunde Graf Tohna und ferne. Möwe" gezeigt werdm.

Vermischtes.

^ Chicago, 27. Mai (WTB.. Rcittlw-Meldung. Ellie Aiizahl Ltadte von ^üd-Illinvis wurde durch einen Orckan verheert Die Zahl der Toten wird auf 75 bis HX) Personen geschätzt, die Ver­lebte,! ans einige Hundert. Am meisten hat die Slodl W'ixrttcnm ge- lllten. Dort ivnrdeu 50 Personen getütet und 800 vc-rletzt 2tX)0 Personen sind obdachlos.

cftic Hadirtcbtcn.

Die Wwerstiiitdskraft brr Isoiizofront.

_ R o m , 28. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia ^telank. 9,'ach einer Nachricht desMessagero" aus dem italinn sck^nr Hanptguartier sind die Oesterreicher trotz schwerer Verluste nocki furchtbar stark und mächtig wi der stau dsfähiq. Der Kamps ioird deniiiach sehr schwer sein. Der Fernd zieht Vin-stärknngen an Me», scheir und Gesckiützen von der russischen Front lwran.

Französischf Kricgsmüdigkrit.

K ü l n, 29. Mai. Ein von einem langen Ausentlwll aus Frank reich zurück gekommener C4eivährsmaiku berichtet: In der Promuz bild-?t die Hanp1imterl)altung die Revolulion der ^rkunft, die Wriea und Regierung wegfegen und die Heimkslir der Soldaten erzwingen solle. Der Hauptgrund der immer iveiter um sich greiscprden Un- znfried-c-nl-eit sei der Lelstmsmittelmangel, nachdem die Landwirt schast durch den Mangel an Arbeitslrüsteu, Düngenmtteln und A-iel» völlig zugrimde gerickpet sei. Der OKwäbnzmanil hörte nachts aus emem großcni ^lahnho' eine llitterlwlluikg zwischen Soldaten und Bürgern. Letztere ivurdeii ansgesordert, sich zn .-rlieben Die Sol­daten erklärten: Was zögert ihr, uns aus der Hölle an der flfrom zu befreien? Wir ^zählen und warten auf euch'

Finnlands Un-ndliätteigkeitSerklärntM

Rotterdam^ 28. Mai.'Daily Ehroniele" berichtet aus Petersburg: Der finnisch' Senat dal mit großer Mehrh.nl die staatsrechtliche Unabhängigkeit Finnlands proklamiert. Man boffl in Petersburg, daß die ri'volittionäre Halttmg de-i bisher rnssen traten Senats nur vorübergehaid sein ioerde Russische Entlnillungen.

Wien, 28. Mal. DerMorgen" berichtei aus Stockholm: Wie liier rveileiide Fnl-rer der russischn El.tremistal verkündai, befinden sich nnchtiip Teile der- Ansland-^akten des Ministeriums des Aeußern i« den Händen ihrer Genossen, darunter Beweis stücke sl'rr den rnssisch-aiglisch japnnischak Vertrag über die Ans teilung Chinas »nd Schrittstticle über die enrapäikbe Politik. Diese Schriftstücke sollen veröffentlicht werden. Sie sind d.:r festen Ilebn. zeuauirg. daß es gelingen wird, da, Wmterselozug zu ,>erlnndern Daß die von ihnen vordeveitele Gegenrevattitiou eine sehr hlutige sein ivird, be>hauplen sie l>estinnnt. _

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