Jrenmu eine Höhe stürmte. Dir Regimenter 11. 55. 91 und inneren Rechen zurzeit Söhne aller österreichischen Völker ftettcn kampren bei Iamiano dauernd mit Ruhm.
, .. Dre Artillerie wetteifert mit der Halwtmaffe in Tapfer- z-lhem Ausharren. Artillerieleutnant Erzherzog Leo- volo schloff sich mit einer Hanovoll Kanonieren einem In= mmeneregiment an. stürmte in der vordersten Linie mit uno^ brachte zwei italienische Maschinengewehre als Beute zurua.
^ ^ENch- und Seeflikger liefern nicht nur für das Erkennen der Fniwlage wertvolle Erkundigungsergebnisse, sie unter- sulven aufopfernd Sie Artillerie und Infanterie in allen Mrawn des Kampfes.
Die Kraftfahrtruppen Mrtcn im wirksamsten italienischen werter Tag mW Nacht Kriegsbedarf bis knapp hinter Die vordersten Linien.
Die Zahl der seit dem 23. Mai auf der Karfthochfläche EttFürruchten Gefangenen ist auf 250 Offizier? und' über i000 Marm gestregen. Insgesamt wurden seit Beginn der 10. ZwnzoftyLlicht iwer 13 000 unverwnndetc Italiener an Gefangenen cingcbracht.
Eine der wesentlichsten Vorbedingungen siegreicher Ab- wehr lft drc reiche Ausstattung des Verteidigers mit Ge- tchutzen. Mafchtnengcwehren, Kriegsbedarf und technischem
Iei.'we am Jsonzo in sechzehn Schlachttagen nicht gelungen ist. einen irgendwie in die Waa- tchale fallenden Vorteil zu erringen, so gebührt ein großer Altert an diesem Erfolge den Tausenden von Männern und Mauen, dre in den Rüstungswelkstätten des Hinterlandes von vaterländischem Geiste erfüllt treu und unverdrossen chrer schweren, abeg- für das Feldheer ausschlaggebenden Arbeit obliegen. Bleibender Dank des Vaterlandes ist ihnen sicher.
^südöstlicher Kriegsschauplatz.
dtlchts Neues.
^ . Der Chef des Generalstads.
Wren. 27. Mm. (WTB.) Aus dem Kriegspresfeauar- ner wrrd am 25. Mai abends mitgeteilt: Während nördlich oer Lnppach die Kämpfe abflauten, wird auf der Karfchoch- flache nach wie vor erbittert gerungen.
Die Zahl der seit 23. Mai eingebrachtm gefangenen Italiener übersteigt 700 0.
Wien. 28. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbarl.
^ ^ westlicher Kriegsschauplatz.
Erhöhte Arttllerietätigkekt des Feindes halt an Italienischer Kriegsschauplatz.
T^e Jsortzokämpfe ließen gestern wesentlich nach. Nörd- m des Dippach-Tales tlvtb das Gefecht beiderseits aufGe- uyutzfeuer beschrankt. Auf der Karfthochfläche löste sich nach den letzten wer hechen Kampftagen der italienische Angriff m oNirch und zeitlich pon einander unabhängige Einzelvor- ]toYjC auf. Zwei solcher Vorstöße ansehnlicher Stärk? wurden gestern bei Jamiano abgesc!)lagen. Heute früh wiederholte der ^e,nd ,m selben Raume dreimal den Versuch, unsere Lini' zu uberremren. Tapfere steirische und küstenländische ftci wrllrge Schutzen warfen iim aber zurück, wobei .hm das Marburger Bataillon 6 Offiziere. 300 Mann und .zwei Ma- chtnengewchre abnahm. Zu gleicher Stunde bei Eostanjeviea angesetzte itatteiiische Kolonnen brachen im -Jener unserer Bataillone zusammen.
Beobachtungen und Nachrichten stimmen darin mmm. daß bir bluttgen Verluste des Feindes diesmal weit E dre Opfer der früheren Jfonzoschlachten hinausqehen. Das Vorfeld unserer Stellungen ist von Leichen übersät.
^-n Kärnten und an der Tiroler Front kein Ereignis von Belang.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
UrVerandert.
Der Chef des Generatstabs
Französische Friedhofsschändungen.
Berlin . 28. Mai. L' Illustration. die vvrnehmslr französische rll ut trifte Zeitichrifi, vom 12. Mai 1917 veröffentlicht einen längeren Artikel Henri Laoedan's über die dänischen Saldatenfriehöse m den besetzten 'Teilen Nordfrankreichs. Selbstverständlich findet l S : .trcmrche alle diese Anlagen plump nnd geschmacklos, sie sind Mr ifnt nichts weiter als ein neuer Beineis für die deutsche Selbst- über Hebung, die Frwukreick, und die französische Erde beleidigt, "^veg mir ihnen," ruft Lavedan. Biogen die deutschen Toten, muereu Boden düngen, das allein wollen mir ihnen erlauben. X ewillrgen mir ihnen ein einfaches niederes Holzkreuz, so ist das eure genügende Großmut unsererseits. D-eil Rest soll Hacke und Mauerbrecher uiederleg-on und vernichten. Natur. Bö etter, Iahres- zecken und die Fähre mwden das ihre tun mrd die ungepflegtes Gräber dem Erdboden gleich,nachm."
Llls Beitrag französischer Kultur und Geistesverfassung ohne jeden Kommentar.
Die französischen Gefangenen hinter der Front.
Berlin, 28. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Entente- proiaganda perbreitet durch den Aulstcrdamer „Telegraaf" die Meldung, daß einige tausend französischer ^briegS gefangen er zehn Kilometer hinter der deutschen Front beschäftigt wurden. Tagegell )ei ausdrücklich erllärt, daß sämtliche französische Kriegsgefangene, lme rerelnlWck, nnndestews 30 Kilometer hinter der Front unter- gebrack. find. Tie mit der französischim Regierung getroffenen
dies deutscherseits geschieht.
Keine portugisischen Truppen nach dem Weste.
Madrid, 25. Mai. lWTB. Nichtamtlich.) Funkspruch des Vertreters bc6 SBieiter k. k. Korr.-Bur. „Tebats" erfährt ans Lissa- daß Uwgeu der letzttm Vorfälle vorläufig von weiteren portu- gmffichen ^ruppensendungen nach dem westlichen Kriegsschauplatz abgejehen^werden müsse. Tie Verschiffung der Trnvven, die vor wenigen 0.agen hätte erfolgen sollen, sei unterblieben.
„ABC" berichtet, daß französisch-englisck>e Agenten die Fischer- floti? von .Huelva aufgekauft hätten. Zahlreiche Familien seien dadurch brotlos. Tie Fifchvecwrgung der Stadt sei unzureichend. Tie >Ensnnttttteuerung versclürfe sich. Dieselben Agenteil hatten verlacht, auch die Fischerflotte anderer spanischer Häfen aufzu kaufen. Die ersten Amerikaner.
London, 25. Mai. BTB. Nichtamtlich) Meldung des Reuterschen Bureaus. Ter Berich.erstattiw im französischen Haupt- guanier nieldetT i e c r st e a in e r i k a n i s ck e A b t e i l u u g , die an dem Kriege-teilnehmen soll, iß abgereist. Es hmrdelt sich uin eure Automobiltransportabteilung, die fast ausschließlich aus anlcri- kanischen Studenten besteht.
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Die Kämpfe im Westen.
Berlin, 28. Mai. An der We st front fanden am 27 ^>?ai «u verfcknEen Stelleii starkes dlrtilleriefeuer wird beiderseitige orlllche Kampchmivlungen von geringerer und größerer Heftig-
statt.
2111 ? dem Wyschaetebogen und in der Gegend von Wariretm bag feit Mittag Itarf gesteigertes Feuer, das zum Teil durch Fttegerbeobacküung auf Batterien im Hintergelände gelegt ,wurde. Der Artitterickampf hielt auch ln den Abendstunden und nachts an. Dre d^ltfchen Batterien nahmen TruppenbRegungen hinter der remdlichen Lüne unter ivirksames Feuer. Nack) einem außerordent- ftck) befttEl Feuerivirbel drangen geaen Mitternacht etwa drei Komramnen in unfern vm^entm Graben westliche vom Dorf Wptschaete ein. Sie tourden in heftigem Nahkampfe wieder ^rtmeben und ließen eine LLrzaht von Toten, Berlvundeten und Gefangenen zurück.
An der Arrasftont verstärkte sich das feindliche Artillerie- Mer tm allgemeinen^crft am Nachniittag. Ter südlich der Scarpe mrch kurzer lestiger Feuervorbereitung in breiter Front zivischcn Chörny und Bullccourt vorgetragene englische Angriff kostete die 'Engländer außerordentlich schwere Verluste.
2nr Raume von St. Quentin brachten die Unsrigen an vier verlchredenen stellen Gefangene ails günstig verlaufenen Vorseld- kanrpwn ein.
An der Aisncfront rvar das Feuer nur in der Gegend von Eraonne heftiger. Ein um 11 Uhr morgens versuchter französisckrer Handttrerch in der (Gegend von Hurtebise Ferme wurde durch das izeuer der Gcabenbesatzung völlig vereitelt.
Unsere in der westlichen Champagne kävwsenden Tntppm ^.o nrcke n arn 27. Mai abermals, wie genreldet, einen schönen Erfolg buchen. Bereits am frühen Morgen Nmrden bei der Säuberung eines k^anzofenneites am Hange des LuginSland eine Anzahl Gezüngene imd mehrere Maschinengewehre eingebracht. Ani Pochlberg uverrannten württcmbergische Truppen nach planmäßiger Fener- vorbereitung in wuchtigem Anlauf ein feindliches Graben,'ostem m 2 Kilometer Breite und erreichten nach wenigen Minute» die smohlene Lüne. Tie Franzosen l)atten schwere Blutopfer. lieber 200 Gerangene bl leben in unserer Hand. Anr benachbarten Keilberg flehende Thüringer schlosst sich aus eigenem Antrieb dem An- grffr der Württenrberger an, stürmten hier die vorderste Linie und machte,: etwa 50 Gefangene. Die Franzosen warfen augenblicklich rhir Lturmw-ellen gegen die ihnen entrissenen Stellungen vor, die rndesien blutig abgewtesen wurden. Immer frische Resero>»l rührten iie heran. An einzelnen Stellen stürmten sie bis zu sieben Mab Besonders hartnäckig waren die französischen Wiedererob<'- rrmgsrenuche gegen den -Osthang,des Vöhlberges, wo wir eins Revolverlmione und mehrere Maschinengewehre erbeutet hatten. Sämtliche bis tief ln die Dunkelheit sich wiederholenden iranzösi- schen Angrine wurden indefsen von Miseren Truppen in erbittertem Ringen unter ^'chiveren Verlusten ffch den Gegner abgeschlagen. 2*e eroberten Stellungen am Pöhlberg sowie am Keilberg blieben fest in unserer Hand.
Französische Berlusie.
Berlin, 26. Mai. lWTB.) Zuverlässigen Feststellungen zufolge hat das 9 9. französisch e In s a nte r i e re g i- ment vom 7. bis 20. Mai ein^n Gesam tv er l n st von 85 0 Mann erlitten, also nahezu die 5Mfte seiner Gefechtsstärke. Vom 7. Mai bis 11. Mai hat es 300 Mann blutige Verluste, anr 12. Mai etwa 250, und vo,n 12. bis 20. Mai wiederunt etwa 200. Dazu verlor es am 11. Mai noch 100 Mann an (Gefangenen. Die Verluste rühren hauptsächlich tarn Minen- und Granatseuer her.
Die deutschen Lnstficge.
Berlin, 28. Mai. lWTB. Nichtamtlich.) Die Tätigkeit der beiderseitigen Luststreitkrafte war auch am 26. Nkai lebhaft. Insbesondere waren die Bombengeschnxrder wieder fleißig an der Arbeit. Während die feindlichen Flugzeuge an^ vielen Stellen die Ortschaften und Bahnhöfe hinter unserer^Front — meist erfolglos — bewarfen, belegten unsere Flieger Fnrnes sowie die Bahnhöfe südlich Bethune, Gondreconrt, Ochev und Champigneulles bei Nancv mit Bomben. Ein Geschwader betvarf das englische Lager bei 2lrras mit über 3000 Kilogramm Sprengmunition. Der Erfolg zeigte sich in einem ansprechenden großen Brande. Trotz des wolkenlosen Himmels !var die Lust stark dunstig, so daß die Beobachtnnzi aus Fesselballonen und Flugzeugen darunter litt. Nichtsdestoweniger gelang ent vielen Stellen das mit ^Ballonbeobachtung durchgesührte Zerstörungs- schießen. Starte Explosionen beim Feinde ließen über die erreichte Wirkung keiner. (Zweifel. Die durch unsere Beob- achtungsflieger durchgesührte Bahnüberwachung und Nah- anftlärung brachte wertvolle Meldungen, belegt durch zahlreiche Lichtbilder. Eine schneidige Tat vollbrachte ein zur Feruanftlüruttg angesetztes Flugzeug, das nordwestlich Be- sont bis dicht über einen fahrettden Truppentrattshort her- unterstieß und durch Bombenabwurf aus niedrigster Nähe den roll besetzten Zug in zwei Teile auseinandersprengte. Währen- der vordere Teil des Zuges irr einem Tun'net Deckung suchte, ;xriff das Flugzeug den abgerisseneu Teil mit Maschinengewehrfeuer au. Vor dem planlos einsetzenden Feuer der sich zur Wehr setzenden Mannsckmften entkam es unbeschädigt und kehrte mit wichtigen Meldungen zurück. Im Lustkampse schossen die dentsehen Flieger an diesem Tage 11 feindliche Flugzeuge ab. Dabei blieb Leutnant Voß zuin 30. Male Sieger. Ein weiteres Flugzeug des Gegners wurde durch Flakfeuer heruntergeholt.
Berlitt, 28. Mai. Arn 27. Mai warsett unsere Bomben- fttegex in zahlreichen Tages- und Nachtflügen nicht weniger als 10000 .Kilogramm Sprengstoff ab. Die meisten ihrer Angriffe galten den Truppennnterkünsten und Lagern hinter der Aisnc- und Chantpagnefront. Zahlreiche Treffer ins Ztel und mehrere Brände wurden beobachtet. Die Tätigkeit der Dontbenflieger ist ein untrennbarer Bestandteil der großen Kamp sh and tun g geworden. Der Bombenflieger stört den nächtlichen Bahnverkehr, vernichtet die Munitionslager weit hinter der Front, bringt Unruhe und Verluste in die Ruhe suchenden Trnppett des Gegners unb bereitet der feindlichen Kriegsindustrie schwere Verluste. Die Mbwehr- tnaßnahmen des Feindes haben unsere Bontbenfliegcr nicht zu hitiderir vertnocht, ihre Aufgabe,t mit Erfolg durchzw führen. Im übrigen auf der ganzen Front Jagd- und Anf- klärnngsflüge. Bei den Kämpfeit in der Champagne gelang cs unseren Fliegern, die feindliche Lltftcrkennung völlig zu unterbindeit. Ter Gegner verlor 12 Flugzeuge und zwei Ballone.
Erfolge der Marineflieger.
Berlin. 28. Mai. (WTB. Amtlich.) 1. Am 25. Mai wurden an der flandrischen Küste zwei feindliche Flugzeuge durch Marineflugzeuge zum Absturz gebracht. Am Morgen des 26. Mai trafen drei unserer flandrischen Seekamvfftngzenge vor der französischen Küste auf ein Geschwader von französischen Flugbooten und schossen alle vier in wenigen Minuten ab. Von deren Besatzung konnten vier Ofsiziere'nnd zwei Unteroffiziere geborgen werden; die übrigen ^Insassen find ertrunken. Obwohl unsere bei der Bergung beschäftigten Torpedoboote durch feindliche Seestreitkräfte gestört wurden, konnte ein französisches Flugboot unbeschädigt ein- gebracht fverden. Die übrigen drei sittd vollständig zerstört Keines unserer Torpedoboote ist beschädigt worden.
2. Eines unserer U-Boote hat am 25. Mai in den 5voofden das englische Wasserflugzeug 9096 ab- g e s chosse u und zfvei Insassen als Gefangene cingebracht.
Der Chef des Adniiralstabes der Marine.
Zum letzten Fliegerangriff auf England.
London, 26. Mai. Meuter. Amtlich.) Ein starkes feindliches Luft^eschlvader, ettoa 10 Flugzeuge starr, griff gestern abend zw-ncheit 5 Uhr 15 Rttmcken und 6 Uhr 30 Minuten Südost-Eng- land an. Auf mehrere Orte w-urderr Bomben abgcnwrfen. Fast aller Schaden wurde in einer Stadt angerichbet, n?v die Bomben auf
Personen, darunter 43 Frauen und 19 Kinder, Und verletzt. Unsere t^lug-euae nahmen die Berfolgraig auf. und WasferslugZeuge von ^unii.rcken griffe,: die Teuffchen bei ihrer Rückkehr an. Die Admiralität berichtet, daß drei feindliche Fttrgzeuge abgeschofsen sind.
Die Revolution in Rußland.
Rußlands Geheimverträge.
^?.?öenhagen^ 26. Mai. (WTB. Nichtamtttch. „Extra- madet inelLer aus Stockholm: Der Petersburger Arbeiter- und -LolOatenrat hat mit 340 gegen 46 Sttmmen einen Antrag angenommen die Regierung solle die Geheim vertrage mit den Alliierten veröffentlichen.
Vom russischen Heere.
Kopenhagen, 26. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) „Berlingske Twende" meldet aus Petersburg: Kerenski besuchte Helsingfors, ^'0 er die Truppen besichtigte. In einer Ansprack-e erklärte er/ daß der Ausdruck „Frieden ohne Annexionen imd ^briegsentschä- dtgungen nicht che Einstellung des Krieges bedeute.
Der Liflzierskongreß in Petersburg, der jetzt 1000 Mitglieder zahlt, ,etzte leine Arbeit mit detn Ziele engen Zusammen- Wirkens z,m,chen Offiziereri und Soldaten unter voller Ilnter- ltutzutig der vorläufigen Regierung fori. Die l)öheren Offiziere habett emen Cid darauf geleistet, daß sie das soziale Prvgramnr der versa,,ungSgebenden National Versammlung unterstützen wollen
Ter Ofsizierskongreß.
Peter s b u r g, 26. Mai. (WTB.) Meldung der Petersburger Tel e g raph en- A gen tu r. Der Offfzierstöngreß hat mit 265 gegen 246 L-ttmmen eine Entschließung angenommen, in der es heißt: Da das Heil des Vaterlandes die Anspanmrng aller Kräfte des Landes verlangt, fordert der Kongreß alle russischen Offiziere auf. den revo- lutronaren Soldaten und "Arbeitern die Bruderhand zu reichen, um cn.rnmi.tic, die durch die Revolutton errungene Freilwit zu befestigen. Gl<nchzetttg ersucht der Kongreß die erlvähnten Klassen, in einer ,o lchweren Zeit ihre persönlichen Interessen zu vergessen mrd che provffonlche Regierung zu unterstützen, um ihr zu helfen, das Land brs zum Zu,ani mentritt der konstituierenden Versammlung zu leiten, -.er Kongreß stimmte schließlich mit Begeistermig dem Tagesbefehl okerenskis über che Offensive zu.
Kerenski.
Petersburg, 26. Mai. (Meldung der Petersburger Telegraphen-Agenttcr.) Kriegsminister Kerenski ist in Begleitung des sranzöfischen Munitionsministers ThomaS an der Südwest- iront eingetroffen und wurde vom kommandierenden General der biefer Front, General Brussilow, empfangen. Die beiden lAiNffter hielten auf dem Kongreß der Abgeordneten der Südwest- front cknsvrack)eu. Alle dlbgeordneten des Kongresses erklärten Kc- reuskl entschieden, daß sie der vortäuftgeu Regierimg voll vertrauen, allen Befehlen des R^inisters treu nachkonnnen und dahin gel-en^ werden, wohin man sie schickt.
Ter sozialilftsche Minister Skobelew hak sein Amt urcker der Bedmgung übernommen, daß che Werke der Metallindustrie an den Staat übergehen, um die Beziehungen zwischen Kapitalisten und Arbeitern zu erleichtern.
Eine Entschließung des Bauernkongrcfses.
P e t e r s b u r g, 27. Mai. (Pet. Tet.-Agt.): Der Bauern- kcmgrev. hat fast einstimmig eine Entschließung angenommen, in der. es heißt: Ter frühere Znstaird, der unter dem Nanlen des be- naffneten Friedens bekannt ist, muß verschwinden. Ta der .Kamp? für einen gerechten und billigen Frieden truf ein internationaler! )etn kann, weist der Kongreß jeden Gedanken eines Sonder friede,: s zurück, scie Entschließung endigt mit einem flammenden Ausriif an alle Bauern, die fichl 7>ei der Armee befinden, sich von dem Grundsatz einer freien Disziplin dnrstdringen zu lasse,: und das revolntivnäre Rußland dis zum äußersten zu verteidigen.
Gewalttaten in Rußland.
Kopenhagen, 29. Acai. (L. A.) Ein über London kom- nwndes Petersburger Telegramm berichtet über- che Brwaewcckttgun g der lvlchttgei: Stadt Zarezyn an der Wolga durch aufrührerische Soldaten, die zuuächst midcrthalb Millionen Rul>el forderten und sich aller anwesenden Wotgaschiffe bemächtigten.
Die Polen in Rußland.
Warschau, 26. LAai. (WTB. NickstaiEch.) „Glos" bri,:gt nach „Echo Pols'tie" aus Moskau eilten. Protest der polnischen Kriegsgefangenen in Rußland gegen die Bildung der polnisckzen Arnwe daselbst, in dem als einzig maßgebender und leitender Faktor der Staalsrat in Warschau als vorläufige Regieriutg Polens anerkannt wird. Dir Bildung militärisck.er Organisationen, deren Ausgabe der Richttnig der Polittk des Staatsrates direkt zuwiderlanfe, erklärt der Protest als Verletzung des Grundsatzes der Disziplin, die besonders jeden polnischen Soldaten verpslickKe. Ties sei eine Wühlerei, die den polnischen Interessen gegenwärtig unübersehbaren Schaden bringen könne.
Der U-Voot-Urieg in der französischen Uammer.
Paris, 25. Riai. (WTB. Nichtamtlich. In der Deputierten- kaminer erklärte Cels, die Gefahr des Unterseebootes sei außerordentlich schwer. Ter Redner prüfte die in jedem Vierteljahr zerstörte Handelstvnnagc und fuhr fort: Bis Ende September 1916 bewegten sich die Verluste stäirdig zwische,: 300 000 bis 350 (XX) Tonnen, seitdem aber nahmen sie immer zu. um bis 2 400 000 in beit ersten vier Monaten des Jahwes 1917 anzusteigen. ivas dem Stande tun französischen Motte vor den, Kwiege gleichkommt. Die dlaubauzahlen begegnen dieser Gesal/r nicht und die Regierung tut in dieser Hinsicht nichts. Deutschland -wird von den Neutralen verpflegt und braucht keine Totmage, die Alliiertet: aber benötigen eine Mindesttonuage für ihre Kriegsindustrie und für die Versorgung der Bevölkerung, aher über diese Mindesttonnage verfügen tie Alliierten nicht mehr. Zur Prüfung der Berteidigungsmitte! verlangte Cels eine geheime Sitzung. Sein Begehren wurde ange- noCmmen und die Sitzung ausgehoben. Einige Augenblicke daraus begann die geheime Sitzung.
Um 5 Uhr 55 Minuten wurde die öffentliche Sitzung wieder ausgenommen. Admiral Lacaze gab Erklärungen über die Ergebnisse des Unterseebootkrieges ab, worin er u. a. sagte: Unsere Feinde behaupten, daß sie Eiigland und Frankreich zwingen würden, ■ sich ans Gnade und Ungnade zu ergeben. Ich erkläre und wiederhole! es nach Lloyd George und Lord Milnor, daß die Unterseebootsge-^ fahr uns nicht zwingen lvird.
Lacaze setzte wciter'die Verteidiguugsmittel gegen Unterseeboote auSeinalidcr und erklärte, seit Uebernahme seines Ministeriums sei' die Bewassuung der il3achtschiffe eine seiner ersten Sorgen gewesen, um ihnen ein sehr schnelles Feueric zu gestatten. Er svrack, von den Anstrengungen, die gemacht würden, um längs der Küsten Posten und Posten von Marineflugzeugen zu sck)afsen. Heute sei die Zahl der Posten an allen Küsten genügend. Jni nächsten Oktober werden alle unsere Handelsschiffe nnt zwei GesckMzen beivaimet sein. 'Aber die Möglichkeiten haben ihre (Grenzen, konnten noch größere An--' strengungen gemacht werdm? Die Kammer möge es sagen, wenn sie glaubt, daß sie mich dafür verantwortlich machen darf. Die Nutzbarmachung kx'r Seestreitkräfte hängt von den militärischen Besehls- habern ab. Die jüngste Zusammenkunft der Alliierten in Korfu! beschloß neue Maßregeln, die ich billige. Unsere militärischen Be- ' sehlshaber hängen nur von mir ab. Ich allein • bin verantwortlich. Ein großer Tnl. der Kammer spendete diesen Erklärungen Beifall. Daraus nmrde die Weiterberattmg auf morgen vertagt imd die Sitzung geschlossen.
Paris, 26. Aftri. (WTB. Nichtamtl.) Kamnrersitznng. Meldung der Agenee Havas: Aus den Erklärungen des Admirals Lacaze in der Kammer ist noch nachztttragen : Admiral Lacaze erklärte: Wir haben schwere materielle rnid schmerzliche Verluste erlitten, aber das Land wird sie heldenmütig ertragen. Zusammen mit dem erbeuteten feindlichen, dem käuflich erworbenen und dem netl erbauten Schisssranm wiesen die verbündeten und die neutralent Flotten zu Anfang 1917 darr gleiche,: Schiffsraum auf, den sie zu Beginn des .Krieges litten. Für die ersten vier ?Nwnate 1917 kann mau die Gesamt Verluste auf 2 500 000 Tomreu ftststellen^ Wenn man ohne Opttmismus die Neubauten mit in Rechnung


