Ausgabe 
26.5.1917 Erstes Blatt
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tu S$»Ä*«.ufeR, M. rf. Mr Ms VindeNbrr,- spende gbtqen ein: 41 Ger. 46Pst>. 5&trfc>fWn, 9Pst). E&rccttidj,

d W>. (grbfen, 2 Psd Nyhnen. IV 2 Pfd. MZL 5 Pfd. Dörrobst 2 Pst>. Speck, 4 Pfd. Zwiebeln, 1 Büchse Bohnen, 1 Gins Gelee, ö Pfd. SauerTimit, Kvhlrcrvi, LmLÄ Und 1,50 Mk. in barem GeW.

Gomneber Weidmann von hier erhrell das Eiserne Kreirz.

> Dem BrzefÄdwebel Heinrich Gvtz ans Lorbach wurde zu ferner Hessischen Tapferkcitsmedaille das Eiserne Kreuz 2. Kl. verliehen.

Der Jager Wilh. Lind aus Geiß-Nidda erhielt das Eiserne

2. Kl.

j SreiS grieddera.

^ Bildel, 25. Mai. Einige Knaben aus dem Rnhrgebiet, die sich gegemvärtig hier zrrr Erholung anfhalten. wurderr während eines Spazierganges rm Walde von hiesigen Schülern überfallen, mißhandelt und ihrer Vorräte beraubt. Eines der armen Kinder verirrte sich und wurde erst spat abends ausgefnnden.

Kreis Wetzlar.

** Dutenhofen, 26. Mai. In unserer vorletzten Nummer ist versefteirtlich eine Notiz, die unterKreis Starkenburg und Rheinhessen" stehen sollte, unterKreis Wetzlar" gerateil. Es 1-arrdelte sich uni seinen Brand von drei Scheunen in dem Dorfe Dudenhofen bei Seligenstadt. An der-reil/ioeise des Ortes hätte auch derWetzlarer Anzeiger", der sich ül>er das Versehen belustigt, erkennen können, daß Dutenhofen bei Gießen nicht damit gemeint loar.

Hessen-Nassau.

-- Cassel, 25. Ndai. Die Stadtverordneten genehmigten eine wesentliche Erlföhmtg der Kriegste u ernn g s zutagen der- städtischen Beamten, Lehrpersonen und AngestelltQr und be­willigter hierfür die Srrmme von 307 000 Mark.

rnr. Frankfurt a. M., 25. Mai. Augenblicklich werden nn Statischen Kvankeichause wieder Versuche mit der sozialen Kranken für sorge gemacht, die sich in Amerika sehr gilt bewährt hat. Schon im Jahve 1914 war mit den Versuchen be­sonnen teorben., sie mußten aber infolge Ausbruchs des Krieges unterbrochen werden. Ern kleiner .Kreis sozial geschulter Herren Und Damen bespricht sich mit den. Kranken über ihre häuslichen Verhältnisse und sucht diese möglichst mit den Mitteln des Kran- kerr zu bessern, falls seine Krankheit und deren Heilung durch Hem­mungen im Haushalt hervvrgeruscn oder verzögert worden sein sollte. Auch in Versicherungsfragen, kantenkassenangeleg enherten tverdarr die Kranken beraten, ihre Kinder werden in gceignetet Anstalten rmtergel'ra.cht. falls der Vater dnrrl> die Krankenhaus- Pflege in Erwerb behindert iftf vmd nicht für sie sorgen kann.«In der Kind-erobteilung wurde eine Fröbellehverin angestellt, die mit den Kleinen, die oft über ein Ja>ft sich im Krankenhaus befinden, spielt, und sie unterhält, den Schulkdrdern wird nach Möglichkeit, soweit es die Art der Krankheit crbrubt, der mangelnde llnterrickü durch eine Lehrerin ersetzt.

rnr. Frankfurt 0 .MI 25. Mai. Das städtische Not­geld wird in den nächsten Tagen zur Ausgabe gelangen. Dis 50 PfennigscheMe sind, um Fälscltzrngen zu vermeiden, auf gesetz­lich geschütztem Wasserzeichen Pa Pier gedruckt. Sir tragen ans der Vorderseite ein senkrechtes Diagrmalband mit der Aufschrift ^tadt Frankfurt a. Ml." !DvL Micksaite zeigt dm Frankfurteii Adler. Die 10 Pfomrigstücke sind dreieckig durchlocht. Es wurden bis jetzt von beiden Geldsorden 500 090 Stück angefertrgt.

ba. Höchst a. d. N., 26. Mai. Auckr in unserem Dörfchen !k*rtre die Sammlung zur Hinden burgspende ein erfreuliches Ergelüris. sEs ginge,:-ein: 21L^ Eier, 5Vs Vsd. Wurst, l %b R mch- lleisch. 17 Pfd Dörrobst, 12 Pst>. Bohnen, 4 Pfd. Erbsen, 19 Pst). Zwiebeln, 10 Psd. Gelee, 7 Psd. Latwerg, 5 Psd. Mehl, 4 Psd. Graupen. 2 Psd. Zucker und noch etwas Nudeln Und Haserflocken. Allen Gebern herzlicher Dank!

Frarrkfurt a. M., 25. Mai. Professor Dr. Calmes

von der Wirtsck^fts- und sozial wissenschaftlichen Fakultät der hie­sigen Universität ist als Finanzmnrister in das neue Koalitioüs- Ministerium des Großhcrzogtums Lnzenrburg eingetretew Dr. Cal­mes kam vor Jahresfrist als Nachfolger von Professor Lambert hierher und hielt im letzten Winter-Halbjahr Vorlesungen überFi­nanzierungen",Industrie-Betriebslehre" mrdBilanzen". Außer­dem war er Leiter des Privatwirtsckiastlichell Seminars.

vermischte».

E b e n r v t h, 25. Mai. Der Gutsbesitzer Landes ökono-mierat Wolfs in Ebenroth (Unterfvanken) hat sein in bestem Zustande befindliches 530 Movgerr großes Gut Ebenrvth^init dein ganzen! landwirtschaftlichen. Anventar dem luchrischcir Staatsmmisterinm zur Ansiedelung von .gtiegsbesclnidigten. als 0>esche.nk übergeben.

* Grab 0 w, (Meckstnb.), 25. Mai. DasBerl. Tagbl." meldet: Im. Dorfe Wanzlitz sind aus einem Erbpachtgehöstc 30 Gebäude, in Großlutton bei Birnbaum 14 Gebäude niedergebrannt.

Stade, 26. Mai. Im Oldmrdorfer Königsnwsr t^er Slade brach ein Heidebra.nd <ms, der auch arrf andere Moovcl Übergriff und gcipaltige Apsdehmmg annaftu. Tausend Msrgen Heide mrd Mpor, sowne große Tvrfbestände sollen vernichtet sein.

*

* Die Höchster als Mäuse fresse r. Einem Sol­daten uns Höchst a. M-, der kriegsgefangene Franzosen zu betreuen hat, lnurde dieser Tage von einem der Pvilus eine Pariser Zeitung gezeigt, in der ausgeführt wurde, daß man aus Mangel an Fleisch in Höchst bereits Mäuse verspeise und sie gut bezahle. Zum Beweise war das bekannte In­serat der Höchster Farbwerke abgedruckt, wonach lebende große Mäuse für 50 Psg. das Stück zu kaufen gesucht im- den. Triumphierend fragt das Blatt:Wenn sie schon 50 Pfennig für ein Möusckien zahlen, was mag da erst eine Ratte kosten?" Die guten Pariser freuen sich natürlich königlich über diesen Beweis unserer schreienden Not und wissen rckicht, daß die Mäuschen in den Farbwerken zu wissenschaftlichen Versuchszwecken dienen müssen.

* Die hessischen vier W. 9lls Hessen-Nassau noch ein selbständiges Herzogtum ttwr, meinte man. das Glück des Landes drehe sich um ein vierfaches W. Das erste W, Wilhelm, bedeutete Iben gütigen. väterlichen Landesherrn, «den Herzog: das zlveite, Wein, bl^eiclwete die G>elProdukte des kleinen Landes, in der qrrnzcnl Welt berühmt und unerreicht; das dritte W bezeichnetc Wasser, als Selters, Facknngc'v nsw., nicht weniger in der Welt wnbreitet und frefamrt, als es die Weiusorten srnd: der Ei:Port von Nassauer Mineralwässern bat schon Airsang des vorigen Jahr­hunderts in einzelnen Jahren an 6 Millionen Gulden betragen. Das feierte W geirrt dem Walde an. Die sckwnsterr Wälder mrd wildreichsten befanden sich Nämlich, mindestens zur genannten! Zeit, im Herzogtum Nassau, «und sein Souverän konnte nach! Wohlgefallen von feinem lieblichen Jagdschlösse, der Platte brr Wiesbaden',-ans einen Eber Hetzen oder einen Zehnendn'hirscli jagen.

Briefkasten der

tAnouhme Attfvagktt bleiben uuberüasichtiLt.1

). 6. in Weickartshain. Tie Anfsasslmg der Krantenkaise ist jedenfalls sehr veraltet. 'Stach der Neck^sprrchnng des Üieich>-- Versickerrmgsamtes ist, fofent Begräbniskosten nicht entstanden sind, das gefmnte Sterbegeld als lleberschnß an die Bezugs­berechtigten zu za'hl«r. Zu der: Bezugsbereck>tigteir ge­

hören neben dem Ehegatten die Kinder, die Eltern

und GesckMistrr, wenn sie mit dem SWWWnot zur Zeit seines Todes in lmnslieber Gemeinschaft gelebt haben. Tie häus-liche. Gemeinsck>ast wird duvck» die Einbevusung des Versicherten icock> nicht lolme weiteres aufgehoben. Wenden Sie sijch beschioerdeführend an das Versicherungsamt. Durch die (Rltcndmachrmg J'hres An­spruchs imitbe die Verjährung unterbrochen.

pH. Sch. in Sr.-L. Wir nehmen an, daß die dortige Gemarkung nur Flurvermessnng besitzt. Die Grundstücke mit einer derartigen Vermessung sind nur aus 20 Prozent gnuui bestimmt. Größere Un stiimnigkeiten in Genvarllmgerr mit Flur vermesst mgen kommert stets vor, da die Grundstücke iri.cht vermessair worden sind, sondern rmr deren gegenseitige Lage in beu Katasterkarten eingetragen! wurde (Handrrß). In den betr. .Kanstratnls lvird wohl sicher der Vernrerk Vorständen sein, daß für FlächeninlM: nicht gelüftet wird, mithin känren andere Ansprlrck>e insolge Nenvermessung der Grund­stücke für den Verckänser außer Betrackch. Es ist dal-er zu emp fehlen, stets die Grrindstncke in einer O^emcrrkrmg mit nur Flur- vermessmrg vor dern Verkauf Mrs den rvirklich>en Flächerrrnliatt zu prüfen mrd die Kmrfverträge entsprechcrrd tzu formrrlieren.

Letzre nacbric^tcn.

Wichtiges Ercignis in Rußland?

Gens, 26. Ntar.Cri. de Paris" erfährt mrs den Wandel- gängcn der ftanzösrscherr Kauriner, mari envarte für die nächsteir Tage ein ivichtiges Ereignis. Ans Rußland soll ein bedeutendes Dokument konmrerr, das «ns die innere Politik der Republik ge- ivaltige Rückwrrkrmg haben rver'de.

KriegsftindliÄe Kundgebungen in Italien.

Rom , 25. Mai. (WTB. Niätamtlickr. - Melduirg derAgenzra Stefaui". (Gestern fanden in Italien anläßlich des ziverten Jahres­tages des Cmtritts Italiens in den Krieg Kn n d g e bnn g Sn statt. In Rom entsandterr die Veranstalter der Kundgebnug eine Ab­ordnung zu Boselli zur' lleverr-eick'nmg einer rnterveuticmistischar agesordnung, die nachstehende Jordev.rügen enthält: I^Ntaß-

ncrlMcn gog«l die Kriegssaboteure zum Rückenschntz der zir 'Wasser und zu Lande- känrpfmden Italiener. 2. Sofortige Internierung aller feindlicher StaaI..ungehörigen. 3. Enthebung der Kriegs- feindlichien Staatsbearnten rwn ihrem Amt imd ihre Er­setzung dirrck) kriegsfteundliche Beamten. 4. Verlvendung der Krieg sin validen in der Ltridr sindnstrie rmd der Beamten an Stelle der zahlreichen Drückeberger. 5. Maßnahmen gegen kriegsschüdlrches Treiben irnter denr Deckmantel der Religion. 6. Maßnahmen, daß keinerlei kriegsseindliche Elemente aus lvahl- politisclMN oder parlanrentarischen Gründen geschützt werden. 7. Girr- fübrung und DuräMmmg sozialer Resornren ohne vorherige par­lamentarische Erörterung zur allgemeinen Besserstellung der Kriegs­beschädigten, sowie überlxnlpt des nationalen Lebens.

Jur Stockholmer Konferenz.

Berlin, 25. Mai. Von den österr-eickischeu Sozialisten, die zur Stockholmer Konferenz gereist sind, berichtet das Verl. Tagebl , daß sie. es als eine ^xruptmrsgabe betrachten, aus der Kvnsereniz klarzirmachM, welche ltzmurelschrriende Ungerechtigkeit in dsr Ans- büngernng der Mittelmächte liege. Unter allen Barbareien des Krieges sei der .Hrmgerkrieg, der gegen Kinder rind Greise gesührt werk»', die grmrsmnste. Wie Vorlvärts mrtteilt, habe die italie­nische Mgienrng den SvzialdeMotr'aberr die Pässe venveigert.

Griechenland.

Rotier d a m, 26. Mai. lWTB.! Wie aus Saloniki gemeldet unrb, seien gestern 272 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Garnison Llthen in Saloniki euigetrosfen, um im Heere Benizelos' Dienst zu nehmen. Nack) ihrer Be- hauptmlg habe die Verstimmung gegen den Kvrng den Höh^- vnnkt erreicht. Der Aufftwnd sei Kreits ausgebrochen.

1lx1e8-^nrei§e.

vonnerstax aben6 \ 1 Uhr entschlief sanft nach schwerem Leiden mein einziger unvergeßlicher Sohn, unser treuer, herzensguter Bruder, Neffe und Pate

Ludwig Launspach

im 20. Lebensjahre.

ln tiefer Trauer:

Frau Ludwig Launspach X Wwe. Philippine Launspach Katharine Launspach Luise Launspach

nebst allen Verwandten.

Reiskirchen, 26. Mai 1917. 4179

Die Beerdigung findet Sonntag, 27. Mai, nach­mittags 2 Uhr statt.

v.";!

Die feindliche Kugel hat hinweggerafst Unfern treuen Kameraden in Blüte und Kraft. Du warst so fleißig und bescheiden,

Vor allem treu gesinnt Gott hat dich beimgeftthret Als sein geliebtes Kind.

Den Heldentod fürs Vaterland starb am 6. März unser lieber, guter Kamerad im noch nicht vollendeten 20. Lebensjahre, der

Pimier Wilhelm Ajmslb.

Seine Kameraden.

Großen-Buseck, den 26. Mai 1917. 03254

Du guter Kamerad, du starbst so ftüh, Vergessen werden wir dich nie.

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Nidda,den25. Mai 1917. 6145V

R A M G E, Rechtsanwalt.

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Alle der Jnvalidenverficherungspsticht unterliegenden Personen, die nicht in einem ständigen ArbeitSverhältniS zu einem be­stimmten Arbeitgeber stehen, .Taglvhner, Wäscherinnen, Lansfrauen, Schneiderinnen u. dergl., werden hiermit ansgesordert, sich an den nachbezeichneten Tagen in der Zeit von mittags 1 bis 6 Nhr im hiesigen Stadthaus, Gartenstratze 2, Seitenbau (GeschästSzimmer des OrtSgerichtS einzufinden znm Zwecke der Vorlage ihrer OuittungSkartc und zur AuS- kunstSerteilung über;. Ort und Dauer ihrer Beschäftigung, wozu sic nach $ 1466 der ReichSversicherurigSordnnng durch Geldstrafen bis znm Betrage von je 156 M. angehalten werden können. Die Versicherten haben zu er­scheinen mit den Zunamen:

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