tonten müßte. Der Ausschuß hofft, daß die Elsaß-Lothrin- qxXhc Frage nach diesen Grundsätzen befriedigend gelöst werden rann, Jrnio wrdert dringend die Herbeisül>rung eines sofortigen ?zrveden-K Er tchlägt deshalb vor, vereinbarte energische Schritte den Harbrmenlen aller kriegführenden Länder zu unternehmen, «und empfiehlt als Hauptmittel, dieser! Frieden dauerhaft zu maten, >erm: völlige Demokratisiernng Europas, Abrüstung, Schiedsgerichte tLchafsung einer zwischenstaatlichen Rechtsordnung mit Ztvaugs mtiteln und dergieiclZen. Der Ausschuß billigt die Einberufung -eurer allgemeinen sozialistischen Konferenz unter der Teilnahme aller, der oiiternaitoiuiJe angeschlvssenen Parteien für die Ei' H-wmgung de.-. Friedens. Er bn'icft feine Freude über die endlite Wrederlierchellung der Iniernatümalc und die friedliche Aufnahme ihrer geschichtlichen Nolle aus.
Amerika verweigert die Paffe.
Washington, 24. Mai. (WTB. Nicküamtl.) Meldung des Reut-erschen Burrano: Slaat-sekretär La n sing teilte mit. daß idre Personen, die dir so z ia l i sr i sch c Fr ie dens konse r enz< ln Stockholm besuchen niollen, keine Passe erhaltet! inerten
England verläßt sich auf Amerika.
London, 23. Mai. (WTB. Mchtamtlich.) Ter Muni- tiVnsmin ist er teilt mit, daß mit sstücksicht auf den Eintritt der Vereinigten Staaten von Amerika in beit Krieg baö Kriegskabinett dahin entschieden habe, daß es nicht langer notwendig sei, mit der Errichtung der großen, fetzt in der Nähe von Bristol int Ban befindlichen Spreng- .ftoff-F a b v i t nt sortzufahreu. Dahingehende 2lt:iveifunken wurden erlassen. Tie Einstellung der dortigen Arbeiten »rnf diesen Befehl chin ist, wie das Retitersci)L Bnreau erklärt, bezeichnend als Beweis für das Vertranen der Regierung zu der Aufrechterhaltung der Schiffahrt.
Von englischen Erwägungen über den Friedensschluß
will ein Gewährsmantt der „Boss. Ztg." berichten können. Man erklärt in Londoner diplomatischen Kreisen vortrau- )ich> daß Asquith und M c K e tt n a die Friebensidee stützten nnd Bejpreckmngeu mit Personett hatten, die vor der ?Lbreise nach Petersbtrrg stehen. Beide verträten die Meinung, Nttßlands Friedenswniisch müsse von Ettgland unterstützt werden, unt ssdußlaud cP späteren Verbündeten zu erhalten. Von Amerika erhoffen die englischen Liberalst nur geringe Leistung. McKenna plädiert für die Stärkung von Englands Volkswirtschaft, die beit baldigen Frieden erheische
Die Befitzverteilung in Afrika.
■ London, 24. Vcaü (WTB.) Meldung des Reuter- !scheu Bureaus. General Smuts sagte in der Rede, die er bei dem chm zu Ehren von bat Südafrikanern in London ge- gebenett Bankett hielt, u. a.:
De u 1 sich land habe vor dem Kriege beabsichtigt und tne es wahrscheinlich iwch, nn großes zentralasritanisches Mer ch An errichten, das nicht nur Kamornn und Ostafrika, sondern auch me vortugiestfäien Kolonien und den ganzen Kongo nmfafseit würde. Deutschland würde dann die Möglichkeit l>oben, eine der mächtigsten ?lrnteen auf zu stellen, die die Welt je gesehen habe. Es (ex eine ernste Frage für das britisch' Reich geworden, vb es zngeben dürfe, daß die Entwicklung in dreier Richttmq sich vollziehe Damit num eine (befahr für Afrika nnd selbst für Europa entstehe, hoffe r^datz als eines der Ergebnisse dieses Krieges eine Bereukbarnng Mrschm den an Zentralafrtka interessiertett Völkern getroffen würde, mirä> dve die militärische Ausbildung der Eingeborenen ab'oliil ver- ^n wird. Eine andere Frage, die Zentralafrika betreffe, fei die Anftetlnug des Gebietes nach dem Kriege. Großbritannien sei in glntfhdxn Lage, einen durchgehenden Verbindungsweg von Ivten Mm Km, zu besitzen. Seine Wege an der Atlantischen ^nbpchen .Biste jeien zwar tricht bedroht, aber iriemand wisse, ^urch dem Kriege mit dreseit Verbindungen geschhen werde. Er ^ffe, mmr werde sich vor klugen halten, daß Ostasrika (teoßbritan- ''men wcht nur me vorher erwäbitte lleberlaichverbindimg vou einent ^Eude^des Kontinents zum anderen gegebetk habe, sondern iljm auch gen Seeweg um das Kap und durch^das Rote Meer sicherte Es « 22! GS? 1 * Genugtuung ffir die Südafrikaner, daß die sädafrss ?amichn Druppen- einen so großen Anteil an der Sicherung dieser außerordentlich wertvollen Verbindungen hätten. .
Das englische Wahlgesetz.
2 on don, 23. Mai. (WTB. Mchtatntlich.) Das U n t c r - I)at das Wahlgesetz, das die von der Konferenz von Vertretern aller Parteieti gebilligten Borschkäge in sich .schließt, in zweiter Lefutig mit 329 gegen 40 Stimtnat ) genommen.
FliegerauSzeichnungen.
Berlin, 24. Mai. (WTB.) Major Lincke, Leutnant ^-rhr. v. Nicht ho feit und Leutnant der Reserve Gon- t e r m a rt n wurde der Ordert Ponr l e m e r i te verliehen.
Seekrieg.
Neue U-Booterfolge.
Berlin, 24. Mai. (WTB. Amtlich.) Neue U-Boots-, erfolge im At1arttiscl>en Ozean und nördlichen Eismeer. 19000 Bruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schiffen befand sich eine Anzahl bewaffneter russischer Dampfer von Ettgland nach Rußland. Bon einem wurde das Geschütz
Totmen
an-
Ribols Rede in der Kammer.
A E r n, 24. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Den heute nach Schluß m Grenziperre ein getrommen Pariser Zeitungen von gestern früh Kuwlge errlarte Rrbot m seiner Rede in der .Kammer u a noch folgendes: ^cc Offen,ivc vont 16. Avril hat vielleicht nicht alle ütemltate gezetttgt, die man erwartet hat, aber trotzdem und trotz der atitzerordentltchen Hoffnungei!,-die daran geknüpft waren, hat ßre wichtige Ergebnisse zur Folge gehabt und uns die d e u t f rftle ^ Ncu, ivebemeisternlassen, die wir sonst über uns !>ätten ergehen lat sei! müssen. Die ganze deutsche Mserve wurde durch «nmoWtfiwt Mir haben 20 000 Gefangene und M) Geschütze erbeutet und einen Teil unseres Bodens wieder- Lrobert. Man darf das R e su l tat w ed e r üb er t r eibe n noch uNt t r t cha tzen. Die Veränderungen im Oberkomntando waren ,-nach der Antichr der Regierung notwendig. In der Organisatioi, !und im ?yun?tt(mieten des großen Hauptquartiers mußtet! Ver- ^ an^erungen durchsjeführt norden. Dieses muß von allen, entlastet ^ mdit btt Vorbewitnug und Führung der militärischen ^flangt Drc Regierung hat die Reorganisation ourchgetübrt und für gut befunden, neben dem großen Hauplouariier und Regternng zur Ete einen technischen Beirat zu schaffen. Dte Regierung l>at alle Ent,chlüsse unter ihrer Verantwortlichfeit gesaM, ausschließlich rm Hmblick aus die Wohlfahrt des Landes und xx iixmce.
. ^ Mai. WTB. Nichtamtlich. Pariser Blätter met-
«n über die vorgestrige Sitzung der Kammer: Nach der Rede Ntbots wurde die Erörterung der .Fnterpellalionen über dte Beriorgung k)wankreichs begonnen. Ter AbgLndnete Compere- ,M.o r e l krmnerto lebhaft die Regierung, besonders dcn Ver- pflegungsmintster Votlette wegen des Zauderns und Tasteus in der Verpflegung und forderte die Eüiführnng der Fleisch, und ht M tlchka r t r. Tcr Tlbgeordtmte Levas, eu r erklärte t!-. -^ohleitvmorgung sei durchaus mangelhaft gelüst.'
an .lbgeordneten B l u u | |.c n und Tesmeitil führten aus bafe bie Kohlenverforgung in der Umgebung von Paris noch fchlechker ici als iti her Hauptstadt. Die Abgeordneten H e n n c f f t,
r w Iyc ^ rf>t . p1t binen Gesetzesantrag ein, wo- na<j) da. ...uttorgefetzlmch durch einen Paragraphen ergänzt werden wll. «MVMolge gegen Korvsrührer und (tenorale, die unffentlich oder 'ahrlwng Fehler genurcht lxiben. Strafmaßnahmen ergriffen 2^^'^ wilcn. Lie Begründung des Antrages Itdü in scharfer 3 fr ad* hervor, bisher )a noch kein Fall zur Kenntnis des fran- ;ösi,chen Volkes gekommen, daß ein für einen militärischen Miß- ertolg veratttwortlicher Führer bestraft worden sei.
Einhcitsschuhc in Frankreich und Italien.
Bern. 24. Mai. (WTB.), Der ..Torriere bttfa Sera" ermfirt, ook t« Anbetracht der gewaltige» Crhäbuiu, der r^chichpreyc die Irage der Einführung von Einheits- schuhen, wie in Frankreich, erwogen werde.
erbeutet. Ferner wurden mit einem Dampfer 6700 Kohlen für die italienische Regierung versenkt.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Torpedierung des britischen Truppentransportdampfers „Tranfvlvania".
London, 24. Mar. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Admiralität teilt init, daß der . Transportdampfer „T r a n s v l v a n i a" am 4. Mat im Mittelmeer torpediert worden ist. Umge- k o tu tn e ns i n d 29 Offiziere nnd 3 73 Mattttschaf- t c n, der Kapitän des Schiffes, ein Schiffsoffizier und neun Mann der Besatztrng.
Die deutsche Sperre im nördlichen Eismeer.
Berlin, 24. Mai. (WTB.) Zu den Melduttgen norwegischer Blätter über die beabsichtigte Einschränknng des deutschen Sperrgebietes im nördlichen Eismeer erfährt das WTB. voit zuständiger Seite, daß das Sperrgebiet nicht eingeschränkt werde. Dagegen schwebeti allerdings Berl>andlnttgen mit dem Ziel, die Fischerei in diesem Teile der Sperrzone zu schonen.
Die „Gneiseuan" geborgen.
Brus sek, 24. ?.Nai. (WTB.) Nach erfolgreicher Beendig gitng der Hebungsarbeiten ist gestern abend der große Dampfer „Gneise na u" des ss?orddeutschen Llovds, der zu Beginn des Krieges versenkt worden war, glüchlich in den Hafen^von Antwerpen eingebracht lvorden. Äu.Bord besau- dert sul? der Generalgotw-erueur Generaloberst Frhr. von Falkenhaufen nnd die Spitzen der Behörden des' General- goiwernements.
Kapitänleutuant Frhr. v. Spiegel.
Berlin, 24. Mai. (Privathel.) Kapitänleutnant Freiherr v. Spiegel, der, wie seinerzeit bekannt wurde, mit seinem N-Boot in eitrem Kampf mit einer U-Boot- falle verwickelt war und seitdem vermißt wuröe, befindet sich nach nunmehr eiitgegangenen Nachrichten am Leben und zwar in englischer Gefa n g en , chaft. Das be treffende U-Boot ist inztvischett unter Führung des nächst- ältesten Offiziers glücklich in den Heimathafen gelangt.
Der Hafen von Bordeaux.
Bern, 24. Mai. (WTB.) Im Hafen von Bordeaux steht der Schiffsverkehr beinahe ganz still. Es liegen dort tingefahr 60 Dampfer, die aus Furcht vor U-Booten nicht auslaufett. Truppentransporte werden nur über Riar- seilte geleitet.
Deutscher Schadenersatz für Holland.
Haag, 24. Mai_ (WTB. Mciüamtlich.) Meldung des 5borr.^Bureaus. Amtlich.) Das Ministerium des Aeußern teilt tnit, daß die deutsche R e g i e r u t, g für die Zer- jtörung des^ nie derlä nd ischeu Damp ftr a w lcrs •$ f M. 26 5" am 8. Februar und des niederländischen ^cgler-Fischerfahrzeuges „Marian Sch. 235" am 9. Februar Schadenersatz angeboteu hat. Beide Schiffe waren am Morgen des 31. Januar, also ehe die An- ktlndigung des verschärften U-Bootkrieges hier bekannt war, ottsgefahren tmd befanden sich ziur Zeit ihrer Anhaltung, ohne von den deutschen Maßregelt! etwas zu wissen, im Sperrgebiet.
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Paris, 23. Mai. (WTB. Reichtarutlich.) Die „Agenee Havas" meldet amtlich: Der Dampfer „Soutay", ein Schiff von 7236 Tonnen, das der Gesellschaft Mesjageries Maritimes gehörte und 91 Manu Besatzung hatte, ist cmt 16. April torpediert lvorden, als es sich mit 344 F a h r- g ästen auf der Fahrt vvn Saloniki nach Marseille befand.
4 5 Personen sind umgekvmmen. Der Kapitän wird vermißt.
Aus dem Nekche.
Bnndesrglsbsschlüffe.
Berlin, 24. Mai. (WTB. Nichtamtlich) Der Bun- d esrat hat folgendem zugestinttnt: 1. den (tesetzentwürfen betreffend Feststellung des Reichshaushaltsetats und des Haushaltsetats für die Schutzgebiete auf das Mchnungs- fahr 1917; 2. dem vont Reichstag in verändert-er Fassung angenommenen Entwurf eines Gesetzes betreffend Äbände- rtnrg des Gesetzes über den Absatz von Kalisalzen; 3. dem Entwurf der Bekanntmachung znr Erleichterung der Eiu- zahlnug auf Aktien; 4. dem Entwirrf der Belanntniachnng über Zahlung eines Bargebotes bei Zwairgsversteige rungen.
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Berlin, 24. Mai. (WTB. Mchtamtlich.) Tie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Tie „Tägliche Rundschau" besckstiftigl sich mit dem Ausiaudsecho des in der „Bayerischen Staa ts zeit u ng" erschiettenen Artikels über Kriegsentschädigungen. Sie sucht diesen Artikel, obwohl das genatmte Münchener. Blatt bereits auf den privateu Ursprung hingewiesen hat, der „Will?elmjtraße" anzuhängen. Wir stellen fest, daß oie „Wilhetmstraße" mit jenem Artikel nicht das mindeste zu tun hatte.
Aus Heftest
Zum Bau einer Berbinbungsvahn zwischen dem östlichen und westlichen Bayern gucr durch dcn hessischen Odenwald
haben die Abg. Köhler und Dr. Stephan in der Kammer folgende Anfrage ein gern (ft:
Ter dringlichen Anfrage des Abgeordneten Wiegand vom 13. Mai 1917 ,Drucksache Nr. 363! schließen mir uns an und machen dieselbe hiermit zu unserer eigenen. Ter hessische Staat und insbesondere auch die durch, uns verrretene Stadt Worms haben das größte Interesse daran, daß, wenn eine neue und kürzere Bahnrrerbindnng zwischen dern öfüicfen Bayern, beziehnngssvei,- bem Maingebiet des östlichen Bayerns nnd der bayrischm 'Rliein- tzfalz geschassen mnden soll, die zu erbauende Bahn einem seit langen Jahren bestehenden Projc.t entsprechend von Würzburg aus über Miltenberg bnrd: den hessischen Odenwald nach Worms und van da nack' Kaiserslautern geführt und rächt eine Lmim-
fuyrung gewählt tvird, durch die der Verkehr aus dem hessischen Odnarald noch mehr wie seither nach dem Groß Herzog tum Baden, beziehungsweise nach Mannheün geleitet, wird.
Die Kvhlciwcrsorgunq.
Tie Mg. Adelung und Dr. S ch m i t t baden folgende An- fvage ye,teilt:
. Tie Unterzeichneten richten folgende Anfrage an Grvßh. Regierung :
Wie beabsichtigt dic Groß herzogliche Regierung die Kohlen- vertorgnng nn lauünden Zähre für das ganie Land zu regeln?
Welche Schritte bat die Großb. Regierung getan oder gedenkt Ue zu tim, um eine Wiedertebr 1-er K'oylenuvt im Winter 1917/18 zu verhindern? Ist insbesondere die Errichtung von Kvhb'naii<- - gleich teilen beabsichtigt tmd < 7 egeben<msalls in- welcher Weise: örtlich vdirr zentral für das ganze Großberzogtum? S-vll de:' einzelnen Kobtenausitleichstellen die Kvlslenverdeilnng für alle Arten des Bedarss igewertilicher Bedarf, Kchinverbranv) und Hausbrand- bedarf, zugcwiesen tverden. oder ist -ine Teilung beabsichtigt? Be- abuchtigt die Großtz. Regierung mAn, m Zukunft bei allen Be tprechungen nnd Beralunigeu, die im Großv. Ministerium des Innern oder aui Veranlassung dos MimchMums mit Bet)ördcnl nni) Bernssvortrctimgen oder Interessenten gepflogen werden, Bei' - treter der Städte hinzuzuziehen, die doch im ab gelaufenen Jahre Ii l allererster Linie die nötigen praktischen Erfasrnngen m der Bemmpsung der .Kohlennot zu sammeln in der Lage tvaren?
Höchst- oder Richtpreise für Weine.
, Abg. So Herr hat in der Zweiten Kammer folgende eilige Ansrage c mgebracht:
. , B .'is-. ^iel1.ung gedenkt die Grossst. Regierung zu der in Frage Uei nieit ülegüung der Höchst- oder Richtpreise für Weine älterer Jahrgänge und für die 1917er Weinernte einzunehmen?
Ans
Stabt nnd Can®.
Gießen, 25. Mai 1917.
Pstttgftreiserr.
Wir wi^rerholeu hiermit im Interesse unserer Leser die Bekanntgabe der Eifenbahadtreltion, rvonGch vom 2 6. bis 9. M a i Fahrkarten zu den D-Zügen nur verausgabt \xm Den. wenn di? zu durchfahrende Strecke 60 Kilometer ü h c r - st e t a t. Auch Oie Ausgabe von P e r s o n e n z u g f a h r lori emfann nur in beschränktem Masse erfolgen und wird e t u g e st e l l t, falls eine Ueberlastung der Züge oder eine isscsahrduug ihrer pünktlichen Ablafsuug zu befürchten ist Auch sonst wird von der Eisenbahnvenvaltung mit allen Mit- lelu auf eine tunlichste Minderung des unnötigen Reife- , Verkehrs hingearbeitet. Wer in dieser Zeit ohne Not reist, wo ieder Eisenbahnwagen für Zwecke des Kriegs gebraucht wird, 'der versündigt sich am Vaterlande.
Ferner macht die Eisenbahndirektton darauf ausmerk- laut, daß ^bestimmte Züge des Nahverkehrs fortdauernd namentlich Sonntags so stark überfüllt sind, daß vielfach Rei- ünde in größerer Zahl nicht haben befördert werden können. Der starke Andrang zu diesen Zügen ist nach ihren Beobach tungen mit auf die zahlreichen Reisen zurückzusühren, die von den Anverwandten der zunt Heeresdienst Einbezogenen zum Besuche in den Garnisonplätzen unternommen werden. Wiederholt tu in Bekanntmachungen hervorgehoben worden, daß zurzeit alle verfügbaren Betriebsmittel in erster Linie zur Befriedigung des Rüstungs- und Güterverkehrs dienen tnüsjen und alle nick)t unbedingt nötigen Reisen unterbleiben sollten. Vaterländtsche Pflicht ist es, daß auch die erwähnten Besuchsreifen auf das unumgänglich nötige Maß beschränkt werden.
*
Kriegsfteuer.
Nach § 31 des Krieg s steuer gesetzes vimt 21. Juni 1916 ist die K r i e g s a b g a b e der Einzelpersonen zu einem Drittel binnen drei Monaten nach Zustellung des Steuerbescheids zu zahlen; das zweite Drittel ist bis zum 1. November 1917, das letzte Drittel bis zum 1. Acärz 1918 zu eutrichten; vom 1. Juli dieses Jahres ab aber sind die bis dahin noch nicht aezahlteu Abgabebeträge, wie die „Darmst. Ztg." schreibt, mit 5 v. H. jährlich zu verzinsen.
Diese Verpflichtung des Steuerpflichtigen, noch nicht fällige Steuerbeträge zu verzinsen, ist eine 'Neuheit in dem Steucrrecht. Denn sie tritt nach der'zwingenden reichsgesetz- lichen Vorschrift ttnbedingt ein, gleichviel, ob es sich nrn das erste, zweite oder dritte Drittel der Kriegsabgabe einer Einzelperson handelt und ob seit Znstellung des' Bescheides schon drei Monate verflossen sind oder nicht, ja ob überhaupt schon die Veranlagung stattgeflmden hat. Nun ist zwar die Veranlagung bei den Finanzämtern schon längst im Gange und die Arbeiten iverden bei den an sich wegen des verringerten Personals sehr überlasteten ?temtern mit allem dcachdruck betrieben. Ob aber alle Kriegsstenerbescheide, M- mal bei denjenigen Steuerposten, deren Veranlagung zu weiteren Verhandlungen Anlaß gibt, rechtzeitig in die Hände des Steuerpflichtigen gelangen können, muß dahingestellt bleiben.
Es kann daher dem Steuerpflichtigen nur drängend empfohlen werden, zur Abtvendurtg der vom 1. Juli d. I. ab einsetzeuden Ztnscnlast von dem nach einer weiteren Vorschrift des § 31 eingeräumten Recht Gebrauch zu machen, nämlich Vorauszahlungen auf die rwch nicht, ver- attlagte Abgabe zu leisten. Dies um so mehr, als von dem im voraus gezahlten Betrag 5 v. H. Jahreszinsen vom Tage der Einzahlung bis zum 1. Juli 1917 auf Verlangen des Steuerprlichtigen zu seinen Gunsten zu berechnen sind. Der Betrag der zu zahlenden Mgabe ist an sich durch Vergleich des jetzt angemeldeten triegsstcuerpslichtigen Verntögens mit dem zum 1. Januar 1914 rechtskräftig festgestellten rvehrbeitragspflichtigen Vermögen nach Maßgabe des gesetzlichen Steuertarifs leicht zu berechnen. Sollte das im Einzel- jall nicht möglich sein, dann ist der voraussichtlich zu zahlende Betrag bei dem zuständigen Finanzamt zu erfragen. Auf alle Fälle hat es hierdurch aber der Steuerpflichtige selbst in der .Hand, die ihm ztoeifellos täsngo. Wirkung der neuen Zinszahlungsvvrschrift, die bei dem Ausbleiben des Steuerbescheids in der Oeffentlichkeit vop- aussichtlich noch beschwerlickier empfunden wird, durch selb- ständige Maßnahmen ohne weiteres von sich abzuwenden.
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Lebensmittel und Bedarfsartikel
** Verkehr mit Eiern. Als weitere EieriammelstelLe für die Stadt Gießen tvird die Eierhandlung Steinreich, Lindenpkatz, bestimmt.
** D i e Regelung der Kohlen abgabe wird durch eine iBekattnttnach'nng in unserem hentigen Blatte eingeleitet, n-onach u. a. jeder Kohlenhändler verpflichtet ist, seinen Vorrat an Kohlen, Brenn- imd Heizstoffen dem stadtisclien Gaswerk Gießen ammeigen. Ferner hat jeder, der Kohlen nach dem 26. Mai 1917 in Gießen einführt, dies am Rdontag jeder Woche bet dem städtischen (testverk anznmelden. Eine Anmeldung- der in Gießen verkauften Brenn- und Heizstosfe ist ebenfalls erforderlich. Die Entnahme von K'oblen oder anderen Brenn- tmd Heizstossen in Mengen von'unter 2 Zentnern ist bis zur Einfülmmrg von.Kvhlen- karten oder KohwttleMgsscheinen von dem Verkäufer aus der Rückseite der Brottnarken-Ausweiskarte unter Eingabe der Menge und der Woche der Abgabe, sowie unter 2hrgabe der Firma mit


