Nr. \ 2 \
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sämtlich in Gießen.
MTB.)- Großes Hauptquartier. 24. Mai. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupp recht.
Bei Wytschaete und auf beioeu S ca rpe-Ufern war die Feuertätigkeit bis in die Nacht hinein lebhaft-, auch südlich der Straße Cambrai-Baparnm und bei St. Quentin nahm sie zeitweilm zu.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Am Ch e m i n des D ä m c s erreichte der Artillcric- kampf bei Braye und Eraonelle nachlnittags große Stärke. Vor Einbruch der Dunkelheit griffen die Franzosen westlich des Gehöftes Froi'snwnt und etwa gleichzeitig auch bei der Mühle von Dauclerc an. An beiden Stellen wurden sie vertu ft r c i ch a b g e sch l a g e n. Am Winterberg unterband unser Vernichtungsfeuer die Durchführung eines sich vorbereitenden Angriffes.
In der (5 h a m p a g n e war die Kampftätigkeit der Artillerie zwischen Nauroy und dem Suippes-Tal iit den Abendstunden gesteigert.
Heeresgruppe Herzog Alürecht.
Im Walde von Aprömont brachen Sturmtrupps eines icheinifchen Regiments in die französische Stellung und kehrten mit 28 Gefangenen und drei Minenwerfern zurück.
*
Gestern wurden 10 feindliche Flugzeuge und rin Fe sselballonzum Absturzgebracht. Leutnant Schäfer Maß seinen 28. und 29.Gegner a(); Leutnant Vo ß erreichte durch Abschuß eines Feindes die gleiche Zahl von Lnftfiegen. Am 21. und 22. Mai haben die Engländer uriö Fmnzofen 5 Flugzeuge im Luftkampf lind durch Ab-i wchrfereer verloren.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
An mchrererl Stellen der Front lebte die Gefechtstätig keit auf. Oestlich von Tuck um (nahe der Ostseeküste) wurden russische Erknnder vertrieben.
Mazedonische Front.
Keine wesentlichen Ereignisse.
Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.
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Der Avendbericht.
Berlin, 24. Mai, abends. (WTB. Amtlich.) Erhöhte Artillerietätigkeit ist nur aus der westlichen Champagne gemeldet.
* * *
Der Fsonzo sah einen neuen großen Schtachttag. Wiederum endete er für die Italiener rnit einer großen Niederlage. Wenn demnächst in Rom die Kammer zusammen- tritt, so wird die Regierung noch ganz andern Fragen über die Offensive und das damit zusammenhängende nationale Elend gegenübevgestellt sein, als .Herr Ri bot in Frankreich. Generalleutnant v. Ardenne tneint im „Berl. Tgbt.", nach verläßlichen Nachrichten hätten die Italiener in der zehnten Schlacht am Jsonzo nicht weniger als 600 000 Manu eingesetzt. Einen neuen strategischen Gedanken hat aber Cadorna nicht gefunden. Die italienische Offensive ist nach Art des Kampfgebietes aus frontale Angriffe angewiesen, sic hnt freilich ihre Machtmittel, besonders die artilleristischen, bis zur höchstinöglichen Anspannung gesteigert. Allein die Oester- reicher hatten nicht nur reichlich Zeit gehabt, ihre Stellungen auszubauen und unüberwindlich zu machen, sondern sie schöpfen auch Erleichterung von der Lage an der russischen Front. Dort soll ja zwar jetzt auch noch einmal an eine Offensive gedacht lverden, die das „revolutionäre" Heer unternehmen soll. Heute heißt es, Kerenski, der neue Kriegsminister, der nach seinem eigenen Geständnis niemals soldatische Disziplin kennen gelernt hat, aber trotzdem im Heere eine „eiserne Disziplin" Herstellen will, sei bereits zu Besichtigungen an die Front abgereist. Die englische Presse hofft davon einen Umschwung und „Daily News" spricht von Kerenski schon als von einem neuen Garibaldi. Aber ein militärischer Mitarbeiter der „Post" fragt rnit Recht, ob die Aufgabe, die sich Kcrenski gestellt habe, anr Ende nicht doch über seine Kräfte gehe:
„Ter nein' russische Kriegs minister ist noch ein recht junger Mann. Mit sturen 2 8 Jahren dürfte er kaum über die nötigen Erfahrungen verfügen, die ihn befähigen — ihn, den Zivilisten —, alle Faktoren einer ersolgreichen Kriegführung gegeneinander ad- Mvägan. Daß er sich vielfach von unmittelbaren persönlichen EMdriwen leiten läßt, beweist unter anderem die von ihnr voll- e^rgene Ernennung des Leutnatrts Kosmin zum stellvertretenden BefchllshLber des Militärbezirks Petersburg."
Das sind immerhüt interessante Einzelheiten. Der fron- zösifiche Ministerpräsident R i b o t schätzt die bevorstehende Hilfe Rußlands auch wohl zu hoch ein..Trotzdem war seine Sprache über die Offensive im Westen, wie wir heute ausführlicher lesen können, auffallend bescheiden. Er will die
errungenen Erfolge weder verkleinert noch übertrieben haben und ist schon zufrieden, daß die französisch-englischen Heere am Ende Hindenburg an einer eigenen, gewaltigen Offensive gehindert hätten. Mit <rnd>ersruWv-rken heißt, das doch: Franzosen, ihr seid vom Siege noch gar weit entfernt. Hinden- burgs Pläne sind nach wie vor undurchsichtig. Der Berner „Bund" stellt über die beiderseitige Lage folgende Betrachtungen an:
„Heute läßt sich mit Sicherheit nur eines vermuten: Petain gruppiert_m Tie deutsch? Verteidigung hingegen muß immer noch als unerschüttert gelten. Und dazu ist besonders zu bemerken, daß die Abwehrschlacht in der di? Deutschen im Westen stehen, sich der vollkommenen Begriffsbestimmung entzieht solange sic nichj in Gegenoffensive mündet. Jedenfalls hat Hindenburg bis jetzt stets verstanden, sich die strategische Lage , gefügig zu machen, so spröd sie sich auch gab. -- Asus der einen Seite ein neu.-2 Führer, der nach langem Harren den Oberbefehl nach eigenen Heften übernimmt, aus der aitbent Seite ein erprobter Feldherr, der sich die Bewegungsfreiheit in alten Kriegslagen gewahrt hat, das mag, zusammengeiwmmen, int Westen wohl noch einmal zu großen raumgreiscuden Operationen führen, die den ganzen Schichten raum zwischen der Küste und der Schweizergrenze ab- wandcln."
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 24. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird rerlantbart:
O e st l i ch e r K r i e g S s ch a u p l a tz.
An zahlreichen Stellen der Front entwickelte der Feind erhöht Kamp'stätigk?jt.
Italienischer Kricgsschauplutz.
Seit gestern mittng tobt die 10. Jsonzoschwcht neuerlich mit außerordentlicher Heftigkeit. Der Anprall der feindlichen Massen richtet sich nunmehr gegen die ganze 40 Kilometer breite Front von Plava bis z u m Rt r c: An
vielen Stelverr erfahren die Kämpfe auch in der Nacht leine Unterbrechung. Im Raume des Kuk-Berges bei Vodice und ! gegen den Monte Santo warf der Feind am Nachmittag
Stnrmkolonnen in die Schlacht. Was östlich des Kuk- Bcrges vordrang, wurde ein Opfer unseres Vernichtungsfeuers. Bei Vodice brachen sich die feindlichen Anstürme an der Tapferkeit der zum großen Teil aus Ostgalizien und der Bukowina ergänzten Jnfanterieregimenter Nr. 24 und 41. Beinl Kloster Monte Santo vermochte der Feind unsere durch sein Trommelfeuer eingeebneten Gräben zu überschreiten. Er wurde aber von ungesäumt herbeieilender Verstärkung gefaßt, auf seine Reserven zurückgemorfen und mit diesen zusammen durch unser Gefchützftnec den Hang hinab getrieben. In derselben Stunde scheiterten östlich von G ö r z zwei mächtige italienische Massenstürme, zum Teil schon im Wirkungsfeuer unserer Artillerie- znm Teil im Nahkampf gegen unsere brave Infanterie. Besonders erbittert und hartnäckig wurde auf den vielumstrittenen Kampfstätten der Karst höchst ach e gerungen. Bei Tagesanbruch lagen hier unsere Stellungen und ilp- Hintergelände im Trommelfeuer der feindlichen Geschütze aller Gattungen, biegen Mittag kam bei Costanjevica der erste feindliche Znfanterieangriff ins Rollen. Er wurde zurückgefchlagen. Nachmittags brach der mächtige italienische Angriff gegen die ganze Front der Karsthochfläche los. Welle auf Welle trieb der Feind zwischen dem Fajti Hrib und dem Meere gegen unsere Linien vor. Wo eine Feindkolonne zusammengebrochen war. trat eine neue an ihre Stelle. Angriff und Gegenangriff prallten aufeinander. So hält das Ringen bis zur Stande in unverminderter Stärke an. Raumgewinn vermochte der Gegner nur in dem weit ausladenden Abschnitt von Zamiano zu erzielen, wo wir unsere Truppen um einen Kilometer zurücknchmen mußten. Ueberall sonst wurden u n sie re Stellnngerr in ihrer ganzen Ausdehnung s i e g r e i ch b c h a u p t e t. Die ungarischen Heeresreginrenter Nr. 39 und 61 und bewährte Honvedtruppen haben ihrer Geschichte neue glänzende Ruhmesblätter eingesiigt.
Aus Kärnten und Tirol nichts von Belang mitzilteilen.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Bei Feras wurde ein italienischer Neberbrücknngsver- such durch Artilleriefeuer vereitelt.
Der Ehcf des Generalstabs.
Die Kämpfe im Westen.
Berlin, 24. Mai. .WTB? An der gesamten englischen Front mt die Gefechtstätig teil am 23. Mar gering. Borfeld-und- Patrouillenkämpse verliefen für uns günstig. Anfklärende Sicht des Nachmittags ben.utzwn die Engländer, um schweres Feuer ans einzelne Frontabschnitte und besonders ans französische Ortschaften hirtter der Front zu legen. Außer dnn üblichen Feuer auf ot.
i— li c it 11 it, das nrc'fn- mtb mehr in einen TAIinSnerhanfen ver^ wandelt wird, statten vor allem crüch CvnrceletLe und das von Einwohnern anS den geräumten Gebieten übervolle Douai zu leiden. Auch dieser Stadt scheinen die Engländer das Schicksal lvcm Bapannre, Peronne mtb St. Quentin zugedacht zn haben.
An der Aisnc versnckften die Franzosen die ihnen am ld. Mai von den Poscnern entrissene Stellung in der Gegend von Braye wieder 51t erobern.
Ons beitt)'d>e Vernichtungsfeuer aus die sich ansanrmelndeu. Schamtrirppen vereitelte mir .Abcird jednr Angriffsversuch. Erst bei Einbruch der Dunkelheit nach) 10 Uhr verinockcheii die Franz-oseit l.-re ^nsartterie in das deutsche Maschinengewehr- und Granat- stner vorzutreisten. Ihr Angriffe brach unter schweren srarrzösisck-en ^-erlinten vollständig zusammen, bevor die Angriffswellen die deutschen Gräben err'eicht hatten»
Weiter ältlich setzte bereits «nr Bornnttag starkes Störungs- teuer am 'Chemin des DLines ein, das 3 Uhr nachmittags südlich Eraonelle zum Trontmelfeuer amv'uchs. Der 9 Uhr abends folgende Angriff Inirbe ab.gewiesen. Iin deutschen Feuer flnck>teteir die Franzosen über deckiutgslos'es Geläute in die Airsgangsgräben zurück, wobei sie abermals schwere Verluste erlitten.
Ansammlungen in den fvanzösischeit Gräben im Höhengelände der Ehauttagne nördlich Prosnes wurden unter Vernichtungsfeuer genommen.
Außer den im Heeresbericht gemeldeten Gefangenen, die im Aprömont-Malbe geinacht tvurden, sind auch in der Nähe der Eont- bres-Höh? Durch erfolgreicl)>e Patrouilleiinrtteruehmungen Gefangene eingebracht worden.
Der Kaiser an der Westfront.
Berlin, 24. Viai. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät der Ka i l er hat im Laufe der Woche die an der Westfront kämpfenden Truppen besucht. Er weist? bei zahlreicheii an den Schlachten bei Arras, iii der Aisnc und in der Champagne stilnebm-enden Truppen, in Lazaretten und bei den Armcefühceru und Führern der Heeres- grup'pen Kronprinz Rnpprecht imd Deutscher Kronprinz. Die Rückkehr ins Große Hanptgnarti-er erfolgte heule ftü'tz.
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Die englisch- türkischen Kämpfe bei Gaza.
London, 24. Mai. (WTB.) Der Uitterstaatssekretär des Krieges Mac Pherson führte in einer Rede im Untevhanse aus: Wie bereits initgcteilt, eudtten die Unternehmungmr im süd- l i c! fit P a l äst i n a vom 27. Mürz bis 19. April nack> einem Ästigen Kampfe irret der Eroberung vorgeschobener türkischer Stcllungerr in der Nähe von Gaza. Wir sind jetzt in enger Fühlung mit den feindlichen HaUptMlungen, die die Stadt zwischen der Seehund Sck?cikh Abbas auf einer Front von vierzehntausond Bards schützen. Diese Stellung wurde durch eint Reihe von Schanzen und Gräben bis nach Muhareiva, elf Meilen südöstlich von Gaza, ausgedehnt. Die Türken macksten sich die natürlichat Hinternisse zunutze und ihre Hauptstellung vor Gaza ist von Qic\ er Stärke, während ihre linke Flank? durch zerklüftetes und waiserloses Land geschützt ist. Infolge dieser Umstände sind unsere Fortschritte notwendigerweise dort nur langsam grimsen. Seit dem 19. April fanden keine ernsten Kämpife statt, aber wir haben andauernd Gelände geironnen und die bei Gaza eroberten Stellungen eingerichtet imd befestigt.
Die Nenolution in Rnhlcinö.
Kerenskis Reise an die Front.
Petersburg, 23. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die Petersburger Telegraphenageutur berichtet: Kriegsminister Kerens li ist Mittwoch mittag im Sonderzuge zur Besicht tigung alter Fronten ab gereist.
Die verfassunggebende Versammlung.
Petersburg, 24. Mai. ^WTB. Nichtamtlichst Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur. Tie Regierung ordnete eure Reihe .von Maßnahmen zur Beschleunigung der Ein de ru firn g der v e r fa ss u ng gebenden Vrrsamlung an und setzte für den 7. Juni die erste Sitzung des mit der Ausarbeitung der Wahlordnung beauftragten Ausschusses fest.
Eine dreiste Luge der „Nowoje Wremja".
B e r l i n, 24. Mar. (WTB. Nichtanrtlich.) Verspätet erhalten wir Kenntnis von einem Artikel der „Nowoje Wrcmja" vom 2st. April, worin über eine angeblich von Kaiser W ilhelnr i in Offrzrerskasino in O d e r be r g gehaltene Rede berichtet wird. Diese Rede soll in einer in Berlin erscheinenden! militärischen Rundschau nachgedruckt sein. Kaiser -Wilhelm habe in dieser Ansprache vor Absendrmg einer Reserv?divisron der Garde darauf hingetmesen, daß es mm gelte, dem mächtigen listigen Reich/ des Ostens, .das heute von krampfhafterr Unruhen ergriffen sch einen Hieb zu versetzen. Die Offiziere der Garde seien schon in fünf feindlichen Hauptstädten siegreich eingezogen, der Kaiser befehle, die .Siegesfahne imnmehr auch in die Hauptstadt Rußlands zu tragen. Der' Kaiser soll seine Rede mit den Worten geschlossen! haben: „Ich vollziehe endlich ld-as Verinächttris meines großen Großvaters und werde das Slawentum ans allen Wegen, wo es mir entgegentritt, erdrücken." Diese Rede ist von Anfang b i s z n End * -glatt e r fu nden und stellt offenbar ein russisches Pressetnanöver dar, mit dem man auf die russische Masse einwirken will. Zum Schluß sei erklärt daß eine tnilitärisckte Rundschau in Deutschland überhaupt nicht existiert.
Die Stockholmer Vorbereitungen.
Stockholm, 24. Mai. (WTB. Nichtamtl.) Der ständi qt holländisch-skandinavische A n s schuß batte am 21. nnb 22. Mai gemeinsame Beratungen nüt Vertretern der bulgarischen sozialistischen Partei. Im Mittelpunkt der Be - ratinrgen stand die B^lkansrage und besonders die mazedonische Frage. Der 'Ausschuß spraäi sich ftir die nationale Einigung aller Teile des bulgarischen Volkes aus, durch die eine Be festigt mg der Zustände und eine dauernde Beruhigung aus dem Balkan geschaffen: werde. Aus dieser Grundlage werde auch eine Annäherung.der Balkanvölker möglich sein. Der Ausschuß fordert die Wieder-'hei-- stetlnttg Belgiens, Serbiens, Rumäniens und Montenegros. Er glaubt, daß der Grundsatz der nattotmlen Unabhängigkeit und des freien Bestimmungsrechts auf alle Völker, die selbst ihr Schicksal bestimmen wölken, wie Armenien, Polen usw., ausgedehirt


