ArmewMamügens und filier der ®feenTegion. tatsächlich ist 'tx schon tn verschiedenen Irrenanstalten gewesen und am Tage vor Bc^imng des Diebstahls aus der Iirrenaustalt in Frankfurt a. M. «rtsprungicn. 9?ack> dem Gutachten. des Sachverständigen ist er ein Simulant schlimmster Sorte und mxltf geisteskrank. Auf Grund der Zeugenaussagen verurteilte dtrs (Z-cricht den Angeklagten, der anct) kieutc verschlossen war nub zur Abgabe von Erklärungen kaum %u bewegen war. zu einer Gesa m tzuchthau sstra sc von Z Jahren.
1 Der 56 Ialwe alte Friedl-osswärter Eberhard G. in Buhbach ist von dem dortigen Schöffengericht wegen Kö rperverlctzu n g -ferner Ehefrau in eine tzleldstrafe von 15 BLark verurteilt worden. Gegen dieses Urteil verfolgte die als Nebenklägerin zu- «relanene Verletzte Berufung, um eine Freil>eitssttase evenl. eine höhere Geldstrafe ln rbeizu führen. Der Angeklagte, der in ständigem Zwist mit seiner Ehefrau lebt, bar am 27. Dezember v. Is. nach einem voransgcgangeiwn Wortwechsel seine Frau am Halse gewürgt und ihr sodann durch Schlagen mit einem Wasserkessel aus den Kops bluteirde V-erletznuMi beigebracht. Der Angeklagte will in Notwehr gehandelt haben, da seine Frau mit einem Bügeleisen bewaffnet ans ihn eingedrnngcn sei. 9Tnr Grund der Beweisaufnahme sturrde die. Berufung der Nebenklägerin koftenfällig 'S n r ü ck g e w i e s e n.
Der Schneider Lorenz Adam W. in Holzhansen ist der Untreue angeklagt. Er war .Kassier des zu Holzhansen unter dem« Namen „Bereinigte Landwirte" bestehenden Kaplenbezngsvereins und hatte als solcher u. a. die Beträge für die den einzelnen Mit- alvederu gelieferten Kohlen zu erheben und all den Rechner des Vereins abzuU'eftrn. Er ist geständig, nach und nach eineir Gesamtbetrag von 385.20 Mark widerrechtlich behalten und für sich verwendet zu l«ben. Er will ans Not nrrd in einer geunssen Bedrängnis sich an dem anvertrautelr Gelde vergriffen haben, da kr Mdrängt wurde, auf ein von ihm gekauftes .Hänschen Zahlungen i-z-u leisten. Das Gerätst erblickte in der Handlungsweise des Äu- «eklagten eine Unterschlagung und verurteilte ihn, der den »unterschlagenen Betrog bis aus 100 Mark bereits ersetzt hat, Ämter Zubilligung mildernder Umstände zu effier Geldstrafe von 5 0 Mark event. 10 Tagen Gesäirgnis.
Die wegen Diebstahls vorbestrafte, zurzeit in UntersuckMlgs- haft befindliche Dienstnrayd Emma Sch. voll. Brngenheim hielt sich rmi Januar l. Is. bei ihrer- Cousine in Butzbach ans. Sie liest sich ans bem Hadermann scheu Geschäft 3 Blusen und 2 Scklürzcn dn Werte von 35 Mark zur AusiculN in die Wohnung ihrer Cousine bringen. Nack Erhalt dieser^ Snben fuhr sie nach Friedberg und verdunste 2 Blusen und 1 (Scbiivvo dort an eine Altbän-dlerin für
5 ?.M.. die al! bereu Sachen l e dielt sic fit v ff cf), ferner hat sie einer Frau W. in Bad-Nanbei»n, bei der sie früher als Dienstmädchen in Stellung »var, 1 Bluse und 1 Schürze int Werte von
6 Mk. cntivendet, außerdem hat sie die ihr non einer Frau Sch. zum Stricken übergebenen 1 Paar Fußlangen liebst Wolle im Werte von 4 Mk. unterschlagen und diese Sachen ebenfalls an die Alt- Händlerin in Friedberg für 70 Pf. verkauft. Das Gericht verurteilte die gestäirdige Angeklagte zu einer Gesamtgefängnisstrafe von 4 Monaten.
vsrnrkschter.
Budapest, 23. Mai. (WTB. Nichtamtlich.^ Die amtliche Untersuchung über das Brandnn glück i it Gyoengyoesj hat sestgestellt, baH von 2900 Häusern über 1200 vollständig ntedergebrannt find. Der Schaden dürfte sich ans 30 Millionen Kronen belaufen. Die Zahl der Opfer an Toten hat sich ans 14 erhöht.
*
* Da s fron z ö fische Volki in Ban n d es Alkohols. Der mrssehenerreg^nde Fall des französischen Heldensliegers Na- «rrve. der, nach seinen erfolgreichen Flügen bei Verdun zur Erholung in die Heimat znrnckgekehrt, in solchem Maße denr Lllwhvllaster verfiel, daß er neuerdings absichtlich Pariser Schutzleute mit seinem .Kraftwagen überfntyr und von der Polizei gesucht wird, veranlaßt einen der einflußreichsten Mitarbeiter des F-igaro, AZolyge. zu einem lauten Hilferuf gegen den französischn Alkobo- lisnms. „Bon allen vernünftigen Elementen in Frankreich," so schreibt er, steigt ein anklagender Hilferuf in die Luft empor. eine Warnung vor bald nicht mehr gut zu machendem Unglück, der sich aber nach wie vor die Ohren der Minister verschließen. Die neuen Einschränknngs ge setze haben uns zahllose Verbote gebrackst, hinsichtlich des ^Al \ ol)oli>erbrnikckles jedoch begnügt man sich mit ZVorten, während das Unheil rasend seinen Lauf nimmt. Das furchtbarste Uebel wurde erst zur Kriegszeit geboren: der Alkoholismus der Fronen. In der Normandre z. B. verbrauchen die Frauen unter 40 Ialyrrn täglich /mindestens einen halben Liter Mkohvl. Man kann sich derikcn, wie es um ihre Nachkommenschaft bestellt sein wird. Je hoher das Alter steigt, desto mehr steigt auch der Alkdholverbrauch. In ganz Südsraukreich tri-n^n übrigens sctwu die Kinder von acht bis vierzehn Jahren täglich \\ oder y g Liter Mkckhol. Der Landarbeiter t>erlangt starke alkoholische Getränke, oder er verweigert die Arbeit. Wenn er aber getrmrkcn hat, so arbeitet er nur wenig und schlecht. Das Gleich' gilt für die Kriegswerkstätten. Die Leiter der größten franzöffsch'n Kftiegsmaterial- fobriken habeit erklärt, daß das Mkohollaster die Erzeugung von Geschützen und Munition von Monat zu Monat verringert. Die Aerzte haben sestgestellt, daß die Verwundung eines Alkoholikers um hundertmal gefährlicher ist, als die eines gesunden Mannes. In unferai Lazaretten muß man in vielen Fällen auf die Chloro- fornlierung verzichten, »veil man in den Verwundeten sckMere Alkoholiker vor sich lxtt. In unseren Festungswerken fließt der Alkohols in Strömen. Dalustm aber mehren sich Zerrüttung des Nervensystems und Verbrechen. Aus dem Helden Mvarre wurde durch Alkohol ein Vagabund. Dies sind die Tatsachen, die für sich selbst sprechet!!"
Neu« deutsche Näörpsianz,en. Von Pflanzen, die bei uns gedeihen, ober als Nah»nngsmittel kaum, dagegen gelegentlich als Delikatessen verwandt werden, berichtet der „Promotheus". Unter den Knollengewäclffen könnten zwei eine wichtige Rolle für dre Bolkseniährnng spielen, nämlich die Sumpfkartoff'el und die Lätze Kartoffel oder Batate, die auch Topinambur genannt lvird. Oedland und anderer weniger ergiebiger Boden eignet sich zu ihrem Allbau, und zudem sind beide Pflanzen von größerer Widerstandsfähigkeit gegen die Mtterung als die Kartoffel, ja die Snmpf- kartosfel liefert sogar, wie der Leiter deo Frankfurter Palmen- gartench Landesökonomierat Siebert, seststellt, größere Erträge von der gleichen Bodeifflää>e. Ein lveiterer Vorzug dieser Pflanze ist me Eigentünllichtnt, daß nach der Ernte im daranffolgenden Friffl- iabr von selbst eine Begrändimg des Platzes erfolgen kann, da der unterirdische Stamm in großer Tiefe Anslänfcr treibt, die eine große Menge BuUnllen bilden. Die Sumpfkartoffel gedeiht nicht nur aui tonigeiu, sondern 'auch auf leitchtem kalkhaltigen Boden. Die Topinambm'ffiolle, die man zuerst bei den nordamcrikanischell Indianern als Kwltnrpflanze antraf, »vlrrde vormals, nach dein Dreißigjährigen Kriege in Dcutsckchand angelnmt. Erst die Ei-i- sühruug der Kartofstlinltnr hat sie verdrängt. Stellenweise hat sich die Topinainburlnolle erhalten, gelvöhnlich aber werden die Knollen als Biehffltter, manchmal auch als Delikatesse benutzt, und nicht selten sieht man die Pflanze wegen ihrer schönen Blüte in Blumengärten. Als Vorzüge der Pflanzen sind zu erwähnen, daß die Knollen Winterbart sind und iu>rt> int März tvbei April geerntet werden können, und daß große Erträgnisse bei starker Düngung erhielt werden. Unter den Wasserpflanzen kompten die Pfeillräuter für die menschliche Ernährung in Frage. Die Knollen, die sich im Herbst an den Ausläufern bilden, tnthalten bei Sagittaria sagilri- ielis nach T. Alexander 96,4 Prozent Trockensubstanz, darunter 16,5 Prozent Rein eil ge iß und 17,0 Prozent Stärke. In China wird die Pflaitze seit IahrhlUlderten gezüchtet und liefert lvohl-- schmeckende Knollen, die Faustgroße erreichm tonnen. Die Wassernuß ließe sich in Teichen und langsam fließenden (Kclvässern an- banen. Bei den Bauern in der Dessauer Oxegend dient sie noch heute als beliebte Speise. Früher bat man auch in Drutschiland die „Sch^vadengrütze", den Sawum des Mannas-ckMadens, verwandt. Der Anbau dieser Pflanz ließe sich mit der Fischzucht vereinigen.
* Hefe-Plastik. Tie wissenfttmstliche Erforschung der in ihrer Eigenart »verhältnismäßig spät gan.z erkannten, heute aber so Ural fad? v erwemdeien Hefe wurde neuerdings du rch' eil! Verfahren gekrönt, das auch den letzten Rest deo Hcheabmlles mit höchstem Sitzen praktisch zu gebrauchen versteht, elnepst beschäftigte man sich mit den physiologischen und morpholc>ffscheu Eigenschaf!en der Hef-e, erst vor verhältnisnräßig kurzer Zeit hat mall sick. auch ihren physikalisch.m und besonders med:.ani,chen Eigenschaften zuge- lvandt. Ten praktischen Anstoß hierzu gab der höchst berechtigte Wunsch, ffir die ans den Brauereien abfallende Hefe möglichst gu te BerwertnnHs verfahren zu finden. Geradc'zn bahn brechend wirkten in dieser Hinsicht die Ardeiten von E. Krause un# H. Blücher, die schließlich zur Hefe-Plastik führten, über die Tr. Albert Neuburger im Vrometl-ens berichtet. Da die in der Technik gebrauchten plastisckxn Massen sich immerhin in mir beschräMem Maße gebrmrchen lassen, kamen die gellanntel! Forscher bei ihren Versuchen zur Herstellung einer allseitig gebrauchsfähigen plastischen Masse ans den Einsall, auch mit der Hefe Proben anzitstellen. Sie vanrendoten jene Rückstände, die bei der Herstellung von Nährmitteln ans Hefe absailen, für die Ernährung nicht mehr in Betracht ioimnen und so der Fäulnis überlassen norden müssen. Es wurde festgestellt, daß die Hoferückstände durch bestimmte cl^misch'e Verbffchiurgen die Eigenschaft hoher Plastizität erhalten, sich durch Truck in beliebige Formen bringt»r lassen und nach) dem Erhärten diese Formen stets bewahret). Zur Veränderung der Elastizität und Härte murbm dann noch verschiedene Füllnnttsl beigemischt, durch) Zusatz von Erdfarben oder organischen Iarbstofsen tonnte man auch beliebige Färbungen erzielen, ohne daß die Ei gen schiften des neuen Produktes verändei't tverden, das nach jahrelanger Arbeit nrrter dem Namen Ernolith denn prattischeu Oiebrauch übergeben werden konnte. Da die physikalische Beschafsenlnnt des Ernotitlis je nach der Wahl der Zusätze schwantt, ist es kein Ntoteriat mit ein für allcnnal sesnstel-enden Eigenschaften. Man kann es nach Bedarf in gerilvgerer oder größerer Härte Herstellen, auch die Elastizität läßt sich steigern oder schwächen. Ter Zusatz von Mineralstoffen ist verl-aldnismäßig gering, im Dnrchschmtt beträgt, er weniger als 5 Pnvzertt. Von besonderem Vorteil ist, daß das neue plastische Mittel sich nicht entzündet. Bei der Pressung muß mit ziemlich hohen Temperaturen ul,d ebensolchem Druck gearbeitet ip.pden, als Füllmittel gebrancklt man in der Hauptsache Zinffveiß, Schöverspat, Kieselgur, Kaolin und ähnliches. Will mau der Plastik eine metallglänzende Oberfläche verleil>en. so ist dies dnvcl) Beimengung von Metattpnlver leicht durchführbar. Die ans der Presse wmmendell ^Kgenstände sind vollkommen gebrancklsferrig, doch läßt das Hefe-Plastik- Material sich nach Wunsch aucb feilen, polieren, schleifen, dreltzell, fräsen und bohren. Die merfivürdigste unc> fast die voltteilhaftestt Eigenschaft des ErnolitW ist darin zu erblicken, daß es infolge seiner großen Plastizität die gleichzeitig mit dein Pulver in die Presse gebvack:,ten Gegenstände fest umschließt und nach der Erhärtung nicht mehr losläßt. Wählend man sonst bei Knöpfen die Metallös-en besonders- mmahcn muß, fällt dies bei Enwlith- knöpsen durch die, genannte Eigenschaft fort, da man die Oesen gleich in die plastische Masse mit empressen kann. Tie Hefe-Plastik belvährt sich auf den verschiedensten Gebieten, neben Knöpfen und Türklinken kann man Schalter und StaLwsen für elektrische Anlagen, Pistolen schäfte irnd selbst künstlerische Arbeiten, wie sie sonst ans Gips hergestellt werden, orrs denr Ernolith verfertigen.
* Mehl und Fett aus Baum knospen. Die Verarbeitung von Baumknospen hu Mehl und Fett, über die in der „Um- schau" berichtet lvird, ist den jetzt abgeschlossenen Bersuck-en der Chemiker-Brüder Braneo zu wrdanken. Das neue Versalien wiri^
ben Städten und Gemeinden ko)1eir5os von der Rohstoffftudiell und Berwertungsgesellsch'aft in Berlin-Willnersdors znr Verfügung gestellt. Tie Bedeiltung des Ben'ahrens ist außerordentlich groß, da man nach sachverständiger Schätzung damit in Deutschland jährlich mehr als 500 000 Tonnen Mehl erzeugen könnte. Einige Kumven- artnr ersck-einen besonders geeignet. Das Mehl ans Lindenknospe^ ». B. bedarf bei seinem Verbacken keiner Hefe, da es an sich eine erhöhte Triebkraft besitzt. Geschmack und Geruch der neuen Bamn - knost>enProdukte sind gut, der Nälr,p<rt des KiiospenlNLhls cnr- spricht ungefähr dem dcn Gerste, lvährend seük Fettgehalt viermal so hoch ist. Das Fett ist in E/eschniack und Aufsehen der Butter ähnlich. Tie bisherigen Backverfficln Verliesen sehr befriedigend, nur erscheint eine großzügige Verwertting des Versachrns im Kriege nicht angängig, meil mau hierzu ansehnlid>en Menschenmaterials bl'darf und aud> die Kästen erhcblich sind. Die ZnLnrft dieser ganz neuartigei! Banmknospenvelivertnug st'.nge-gen ist noch gar rncht äb-zusehen.
E in altes H e i r a t s g c f u ch. Sehr viel mnstÄchlick^r nnd ansführlickier als heute l'egben in der „guten allen Zeitt^ Heiratslustige in den „Intclligenzblättern" ihre Wünsche dar. So las man im Fähre 1.797 in einer Berliner Zeitung solg>enPe>sx dalnals durchaus nicht imgcwülMich langes (besuch: „Zum Heirapeu lvird ein Weitabild gesucht. Ein verwitibter Mann, von gesetzt^» Jachen, mrrnter und frisch, der sich bei h-orhstvn nnv chhen .Herr- schäften Merittn gNuacht. hat, und noch machten kann, auch keil! Kind hat, aber an Wc^rt und Wissenschrfttm vieles besitzt, nt gc - sonnen, eil! offenes Gesoerb _.mtt ertra Vorteil anzut-xten, und, sucl't ein Wchbsbild: sie zn.nß dreißi.z oder mehr Jahre. b-.rt<n,. kann ledig oder eine Wscltib mit zwn imerz-ogemm Kindern seiner scheut auch keine Naturfthler, si. e-aruß abcn dreilnindert Gntchm haben, lvelche ec ich durch seine Sachen erproben lärm. Wenn ein solches W'Nbsbild zu denr Vorbeschriebrnen effl Belieben trägt, sc kann sie ihn holen lassen oder in sein Logis konrmen. er 100Hut am Spital borg in der Fnhrmannsimff'e beim goldenen Lux Nr. 98 inr ersten Stock bei Bartl)r>lomätts Graf, pensionierten Bedienten."
Müllersche Badennstalt.
M ü l l e. r s ch e Badeanstalt. Wassertuärme der Lahn am 24. Mai: 17" Reaumur.
Letzte Hßdiriducn»
Krirgszielrevision?
Kopenhagen, 24. Mai. Nach Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur steht nun fest, daß richtige Verhandlungen zlvischen Nutzland und den anderen Alliierten über die Revision der Kriegsziele bevorstehen. Nach Mitteilung von anderer Seite sind diese Verhandlungen bereits eingeleitet.
Rutzlands Kriegsziele.
Rotterdam, 24. Mai. Reuter meldet aus Washington: Minister Tcrestschenko telegraphierte an das amerikanische Ministerium des Aenßern folgendes: Ebenso wie die Union ftrebt das besveüe Rußland keine Eroberungsziele im heutigen Kriege an. Ter Krieg lvird fortgesetzt um die Freiheit der Stationen M verbürgen und die allgemeine F-rnchnt und einen dauernden Frieden zu,erreichen, der gegen spätere Angriffe geschnitzt ist. Es freut nlich, dr.rß diese erl-abenen Grundsätze einen allgemeinen Widerhall iw freien Rußland finden, das jetzt Meister setne-s Schicksals ist.
RnhlnnÄs Friedensfthnsucht.
Stockholm, 24. Mai. In Meto fand ein Kongreß der Dele-- i-jrerten des fudrussischen Rayons' dc's Arbeiter- und Soldatenrates statt, an dem die Vertreter der Gouvernements Kiew, Pvdo- lien, Wolhynien, Tschernigow und Poltawl teil nahmen. Älus denr inir von befreundeter Seite zugeftellten SitznngsProgramm ist^be- sonders üemerken-Ävert die Ansprache des Wortführers der Soldaten, deren Schluß wörtlich lautet: Die Kameradeic ans den Schützengräben reichen ihnen hier die 5>and. Mutvoll starben sie und sterben noch fürs Vaterland. Aber alle dürsten nach Frieden urrd stehen euch an, mit der überflüssigen Menscberrschlächterei aiil- zuhören. Durch minutenlanges Hmrdeklatschen zollte der Kongreß, ffr dem fLmttiche Truppenterle der Bruffilowschen Armee vertreten waren, dieser Friedenssordernng Beifall.
Die russische EriegSlejtrrng.
Genf, 24. Mai. Nach Petersburger Meldungen Pa-, riser Blätter toerden sich die Generale R 0 ui a u 0 w s k i und A r ch a n g e ! s k i die Aufgaben der Generalstabsleitung in solcher Art teilen, daß ersterer die Verantwortung für die strategisclien Unternehmungen an allen Fronten trägt, während 2lrchangelski der ständige oberste Beirat des Kriegs- ministers wird.
Lloyd George und Italien.
Luga.no, 24. ?Nai. Wie der aus Londou zuruckgekehrte Minister »Orlando -mitteilt, schilderte Lloyd George ihm die Helle Begeisterung, mit der ganz England die Is-on za kämpfe verfolge. Besonders betonte Lloyd George die hervorragende Rolle der eagliscl^en Artillerie in der Isonzoschlacht. Die dorthin gesandten britischen Mschütze seien dcks beste, was die britische Geschützindustrie bisher hervorgebracht habe.
Brasilien und Amerika.
Kopenhagen, 24. fta!. Nach Pariser Telegrammen mcs Rio de Janeiro teilte die brasilianisch? öftgierumg der Regierung der Union mit, daß ameritanischüen .Kriegsichffsen gestattet werde, brasilianische Häfen anznlanfen, um Proviant cinznnehmen.
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