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15.5.1917 Erstes Blatt
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*örr ii, U. Mai (WTB. Richtamtlich.) Nach dem Pe­tersburger Korrespondenten derStampa" wird der Rat der Arbeiter - und Soldate nabgeordneten zur Friedenskonferenz aller sozialistischen Parteien der krieg- führenden uird neutralen Länder, sowohl der Mehrheiten wie der Minderheiten, Ausschüsse aus seiner Mitte in die einzelnen Länder entsenden; gleichzeitig soll eine Abord­nung in Stockholm die Friedenskonferenz selbst vorbereiten.

Bnda^vc ü, 14. Mai. (WTB. Nul)tamtl.) TomAz Eit" wird mrs 3t.-»rf. .um gemeldet: Bei der vorbereitenden Sitzung der sozialiftistderi stsi.krnsvartei ist die Meldung eingetroffen, daß der r ns s i s ch e A rbeiterrat sämtliche s o z i a l i st i s ch en P a r- te i e n. soim dl die d?r M i t t e l m ä <b t c als die der Entente­länder zu einer Konferenz nach Stockholm berufen NxnBe. Der \i edische Abgeordnete Strvom sagte, die'e Konferenz werde wabrfck.iutih auch in Stockholm zusammantreten.. Die Ente nteregstiu'ngm mürben nicht umhin können, den sozialisti­schen Bertrer rn Bässe zur Teilirahme an dieser Konferenz zu gewähren. Die EntmteregicrMgen Nnirden es voraussichtlich ver­machen, mir r>em russischen Arbeit errat, der einen sehr mächtigen Vrnfbttz auÄibe, in Gegensatz zu geraten. Es ist wohl möglich, sagte Strvom, daß diejenigen sozialistischen Mehrheitsparteien, deren Programm nationalistische oder imperialistische Bestrebungen verrät, genötigc sein werden, es bei dieser Konferenz einer Durch­sicht zu unterziehen. od> lxilve diesem Schritt, sagte Stroom zum Schlüsse, für einen wichtigen Schritt auf deni Wege zu in Frieden, tzveil ich sicher bin, daß der Arbeiterrat sich nicht im Gegensatz zu der einsüveiligen Iiegierung befand, als er diese Einladung erlief.

Zunehmende Gefetzlosigkeit.

Berlin, 15. Mai. LautLotakanzeiger" liefen Nachrichten über völNge Gesetzlosigkeit in Rußland aus den ver­schiedenen Teilen des Landes ein. Zu der Abreise des fran­zösischen Botschafters Paleologue ans Petersburg wird neuerdings wieder berichtet, daß er mit unbeftimnrtem Urlaub nach Frankreich gehr.

Dre KriegSpolitik AmcrikK-.

New Dork, 13. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) ,,AffoLiated Kreß" meldet «us Washington: Staatssekretär Lau sing stelÜe die Gerüchte, daß die Bereinigten Staaten mit irgend welchem Miierten ein Abkommen getroffen haben, keinen Sonderfrieden abznschließen, mit den Worten in Abrede:Es besteht kein schriftliches oder nichtschrist­liches SßHfamnitert über den Frieden." Als man in Lau fing drawg, zu erklären, ob die Frage in nicht formeller Weise erörtert werde, lehnte er es ab, den Gegenstand weiter zu besprechen.

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-lr:8siändc in f&r.Qiatib.

Berlin, 15. Mai In London waren plötzlich am 15am£ta£i nach verschiedenen führenden Blättern 5 00 0 Om nibu sänge ft ellte in den Ausstand getreten. 200000 Baumwoltwcber drohen ebenfalls mit Aus- stvnd und fordern 20 Prozent Lohnerhöhung. Als noch schlimm er wird das Andauern des Streiks der Maschinen­arbeiter in mehreren Landesteilen gescliiidert. In einer heute in London sttrttsindenvsn Konferenz soll über deren Lage beraten werden.

Vertretung seien geeignet, die gerechtesten Kritiken und die ver­dächtigsten Mißverständnisse hcrvorzurusen. Die Internationale war zu ohnmächtig, um deir Krieg zu verhindern, sie wich vielmehr zurück. In dem Antrag heißt es werter:Die sozialistische Partei Willigt ein, <nt der nächsten Zusammenkunft der Internationale teilzunehmen, falls die Ein beruß mg ordnungsgemäß geschieht und die Tagesordnung festgesetzt wird. Die Verantwortlichkeit Deutschlands und Ä e st e r r e i ch - U n g> a r n s soll fest - gepellt und ihre Regierungen Hu Feinden deck Internationale erklärt werden. Die deutschen und österreichischen Sozialisten sollen als Mitschuldige chuer Regientngen aus der ^Internationale entfernt werden, ^er rlntrag schließt mit der Forderung an die Internationale, die schuldigen Vertreter des deutschen und österreichischen Sozialismus in den Anklägern stand zu versetzen.

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Der italienische Eisenbahnverkehr.

Bern, 14.Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der Fahrplan der italienischst Staats!-ahnen Irurde abermals eingesckxränkt. Zwi­schen Mailand und Ehrasfo verkehren -täglich nur noch drei

Personenzüge.

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Aus der Schweiz.

B e r n, 15. Mai (L. A.) Gegen den Advokaten Vuille in Genf wurde wegen Beleidigung des deutschen Volkes und des deutschen Staatsoberhauptes ein Strafverfahren eingeleitet. Vuille, der sich schon früher durch deutschfeindliche Broschüren bemerkbar gemacht hatte, veranstaltete in Genf eine Ausstellung der Bilder des hollän­dischen Malers Remeckere, die der Schweizer Brmdesrat hatte beschlagnahmen lassen.

Aus geheimen diplomatischen Akten in Bukarest.

Berlin, 14. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) DieNorod. Allgem. Ztg." schreibt: Wie aus Bukarest gemeldet wird, haben dort die deutscher! Behörden, ähnlich wie seinerzeit in Brüssel, einen ganzen Stoß geheimer diploma- t i s ch er A k t e n vorgesunden, die bei der eiligen Flucht aus der Hauptstadt aus Ünachtsainkeit Mrückg-elassen worden sind. Diese Berichte und Telegramme geben einen inter­essanten Einblick in das Treiben gewisser rumänischer Ver­treter im Auslande, die mittels tendenziöser, oft geradezu falscher Nachrichten, die sie von der Entenrediplomatie be­rgen, alles aufboten, um Rumärnen in den Krieg gegen so, Mittelmächte hineinzu hetzen. Einer der eifrigsten in dieser Richtung war der frühere Gesandte in Sofia, Do­rn s s i, dessen Tätigkeit in dieser Richtung durch ei ne große Anzahl von Telegrammen jetzt aktenmäßig aufgedcckt wird. Tie Berichterstattung dieses Gesandten z. B. über seine Unterredungen mit dem bulgarischen Ministerpräsidenten Radvslawoff widerspricht häufig so sehr den handgreif­lichen Tatsachen, daß sie ganz wie bestellte Arbeit aus- Ueht. So telegraphierte er u. a. am 7. und 9. September 191o unter Numnrer 2186 bezlv. Nummer 2209, anläßlich der Anwesenheit des Herzogs Johann Mb recht von Mecklen­burg in Sosia, die deutsch« Politik bemühe sich, Bulgarien gegen Rumänien aufzuhetzen, während zu jeicer Zeit gerade das Gegenteil der Fnlt war.

Der König von England auSgepfiffen.

Kristiania, 14. Mai. (Privattel.) Russische Aerzte, hie I id) längere Zeit in London aufhielten, berichten, daß König Georg, als er letzthin mit dem Premierminister Äohp George zum T-ankgotresdienst zur Kathedrale fuhr, Jufc seinem Begleiter von der Bevölkerung ausgevfiffen wurde. Die Stimmung gegen Rußland nimmt in 'England täglich an Erbitterung zu. England droht Rußland immer ««verblümter mit dem Einmarsch Japans, falls Rußland Arredeu schließen wollte, rntb fteUt für diesen Fall die Er- oberurrg von Konstantinopel als das englische Kmegsziel hin, mn hierdurch.auf den russischen Kriegswillen im'englischen Interesse einzuwirken.

ll-Boot-Befürchtungeu.

Bern, 14. Mai. Im Anschluß an die letzte Rede Bonar Laws im Unterhaus betont dieDaily Mail" miss neue den Ernsc der farrd? den U-Bookkriog gesthaffmrn Lage. Wenn die Deurstbe,: wirklich i» April, ntmu das Blatt, eine Million Tonnen ^L-chmsraum versenkt haben, so haben sie ihr Ziel erreicht. Statt i p«s übr.ck t» Hct-sprnchvr argen die Deutschen führt das Blatt letzt am ! mc der Ausgaben den Wahlspruch: Rationiert die Lebensmittel

Fettmangel in London.

A m ft e^r d a m , 14. Mai. Nach denTimes" vom 7. Mai der F e t t m a n g t1 in London bedenklich zu. In den südwestlichen Vororten war keine Margarine mehr zu be­kommen. Tic Nachfrage nach Butter ist stark.

Ein friedenSfrenndlicher englischer Arbeiterkongreß.

Haag, 15. Mai. (B. T.) Auf einem Arbeiterkongreß in Norivich, auf dem 27 Gruppen aller Gewerkschaften aus bedeutenden Stabten Englands vertreten traten, wurde ei ne ^rtschlietzung angenommen zugunsten eines ehrenvollen .Friedens, der sich durch Verhandlungen herbei führmi lasse, während ein militärischer Sieg mit zum Schaden der Nation der Welt aufgezwungeu werde. Die Resolution wurde m i t 66 gegen 40 Stimmen angenommen.

Die Wirtschaftskrise in Frankreich.

Ber^n, 14. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) ImFourna Ichrervt -cnator Humbett, man müsse offen sagen, daß d in Frankreich erst anfange, ab srch schnell ernster gestalten iverde. Man stehe am Boraber ^ter Zeiten. Die Regieanurg müsse mit den Berheiu ttchungcn aufhöreu. Das Volk habe unter Versteckspiel ur Luaeu genug gelitten. Die Lage sei derart, daß alle Illi Muen aufgegeben iverden müßten. Das wirtschaftliche Pr blenr übertreffe heute alle anderen an Bedeutung. .Huu bert fordert die höchste Anspannung aller wirtschasttick'-^ Kra.te Frankreichs intb erklärt, es sei unerhört, daß d< lAeneralftab die Enthebung von £000 bis 6000 Beraarbe iem verweigerte, so daß ein großer Teil der französische Bergwerke nicht ausgeuutzt werden könne. Man müsse si W- wer heute ba? Land regiere. Zum Schluß erklä Hmnv ert, daß der Staat nirgends organisiere und auch d private ^-snitiativc niemals ermutige, trotzdem so drin- luhe Ausgaben zu erfüllen seien; der wirtschaftlick-e .Kami fet ebenja ernst geworden wie der militärische.

Die Haltung der französischen Sozialisten.

Paris 14. Mai. lWTB.) Die Agence .Hadas meldet: De National rat der sozralc ft r scheu Partei, der zu 27 Mm 'internen ch unk über die Haltung auf der internation.ckl Bespreckmig m Stockholm zu beraten, besä-loflen die Anaehöl T 1 T ^örfcft 7 Treöitf)it ernm Antrag zur Abftimmm vor^rlc^?, durch oeu bit Entichlieyumr des Vollzugsausschuss beMkP wrrd. Du- Patter danach keinem französisch Sozta.'uwj? ein M^audat erteilen, ine Partei in Stockholm zu ve -i Jhitrag sagt, .die Besprechung in Stockholm sei vcknungrgnirn: nnberuien. Das Fehleu rinci genauen Tage ormamg und dcc niangelhafte Beobachtung der Bedingungen für o

Scefrfcg.

Französischer TrupperiLransportdampfer versenkt.

Berlin. 11 Mai. (WTB. Amtlich.) Eines unserer ÜJjf Mittelnwer operierenden U-Boote (Kommandant Oberleutnant zur See L a n n b u r g) griff am 13. April den '.Jönzosnchen TransportdampferCo lbert" (0394 Bruttoregistertonnen), mit Truppen und Schiffsma- terial von Marfeille nach Solonik unterwegs, in dem Kanal von ^.anse an urw brachte ihn durch Torpedotreffer inner- holb fünf Mfnuteil zum Sinken.

Der Chef des Admiralstovs der Manne.

Neue U-Booterfolgc im Ntlantischen Ozean.

Berlin, 15. Mai. (Amtlich.) Neue N-Bootser- ' **} l r m Atlantischen Ozean ; vier Dampfer und acht >s§gLer mit 25500 Br -R.-T. Unter den versenkten ^chnfen btnabm sich ein englischer Dampfer vom Aussehen Manna", cm großer englischer Tankdampfer, englischer Segler Beeswrn. Ladmrg Kohlen; italieniptzer Dampfer Bandiera Moro (2068 Ta.), Ladung 2700 To. Eisenerz von <Lpan'.nh-Marofko nach England.

Von dnl llbrigei! v^r^entten TSiffeii hatten u. a. Rohre, i-iner Holz, einer Salpeter, einer Oelkuchen und einer Stnckgrtt geladen.

Der Mef des AdnttralstaLs der Marine.

Madrid. 13. Mai. lWTB.i Wie d,e Zeitung .El Leberal" bcrichlet. ist der !>>rachtdarnpi«rCarmen", auf der Fahrt Vvn Valencia nach Cette mit Weinen, in der Mhe der Küste vori Barcelona versenkt worden düng der Agence 5?avas.)

(Met-

Aus dem Reiche.

Berlin, 14. Mai. (WTB.) Nach der soeben bekannt gewordenen Statistik des Kaiserlichen Gesundheitsamtes wies

die Säuglingssterblichkeit in Deutschland fvrt-

dauernd günstige Ziffern auf. Auf je hundert Lebend- geborene kamen Sterbefälle im ersten Lebensjahre in deut­schen Orten mit 15 000 und mehr Einwohnern vv'" 1913 i4,2, 1914 15,5, 1915 14,4, 1916 13,3. Für die 26 deutschen Großstädte nnt 200 000 Einwohneni und mehr stellen sich die Zahlen mxh günstiger. Bon je hundert Lebendgeborerren starben dort: 1914 15,3, 1915 13,9, 1916. nur 13,0 Kinder im ersten Lebensjahre.

Berlin, 14. Mai. (WTB2 Der HauptauSschuß des Reichstags nahm mit Zustimmung des Staats fekretärs des Jrmeru Dr. Helfferich eine von fortschrittlicher Seite beantragte Entschließung an, das Aujsichtsamt für die P r i v at v cr s i ch e r u n g solle ermächtigt werden, das Wiederaufleben erloschener Versicherungen von Kriegsteil- nehmcrrr und anderer in Schwirnugieiten geratenen Ver­sicherten herbeizu führen.

Ans Hessen.

Spaltung der Sozialdemokraten im Wahlkreis Friedbera Büdingen.

Friedberg, 14. Mai. Eine starkbesuchte sozial- derno kritische Konferenz des Wahlkreises Friev- berg Büdingen nahm ani Sonntag zu den Parteiioirreu ein­gehend Stellung und entschied nach eritsprechenden Reden und Gegenreden, scharfen stNeimmgsäußerungen und An nahnie einer Entschließung im Sinne der Gothaer Kon­ferenz mit 2 4 g e g e ir 10 Stimmen für den An­schluß an die MindcrheitSPartei. UnmittEar nach der Abstinrinnng erklärte der Verlr^er des Landes- : . viranoc-, daß bio Laichesorga.liftttion nunmehr Anspruch .. ,s das vorhandene Vnventar der bisherigssi Mehrheit^ Partei im Wahlkreise mhebe. Hieraus VEHen die An­

hänger der Poateiei'.cheit die Konferenz urid schritten fvsorr in einem mrderen Lokal zur Gründung einer neuen K reisorg anis a tivn, deren Vorsitz Bruno Wi t tich

(Butzbach) übernahm.

Aus Stadt und Land.

Gießen. 15. Mai 1917.

Psingfturlaub und Psingstreisen.

Die Militärbehörde hat mit Rücksicht darmrs, daß die vor­handenen Betriebsmittel der Eisenbahnen zm: Beförderung von Kohlen, Lebensnntteln und der für die L<rndNnrtsck-ast erforderlichen Rolstloffe,^ Düngemittel nsw. in erster Linie dringend gebraucht werden, eine Beschrmckung des U.rla3wöverkehrs zu Pfiilgsten und ani .Himmelfahrtstage angeordnet. Es wird daher zu den beovr- stesenden Festtagen nur ein geringer Teil der Mannschaften be­urlaubt werdet!. Vaterländische Pflicht der Angehörigen der Mann­schaften i,i cS nunmehr, diese Aiaßnahme nicht dadurch uTttmrfjain i( machen, daß sie die Mawuschaften zu den Festtagen nick) am HimmelfalTrtstage besuchen und den Bahnverkehr ihrerseits unnötig überlasten. Sie.handeln mit dem Verzicht auf ihre Reifen auch zu ihrem eigenen Besten, dcmr die Eisenbahnverwaltung ist aus obengenannten Gründe:! nicht in der Lage, zu Pfingsten und ani Himmelfahrtstagc für den Personenverkehr mehr Züge als sonst emzuu eilen: darüber Mtch in dieser Zeit die in Industrie imd Landwirtschaft Tättgen unbedingt zur Lüätte ihrer Arbeit ge­langen nutssen, so tmirden alle anderen Reisenden nrit Z urück - bl erben wegen Ueberfüllung der Züge und dadurch mit Zeitverlust und manchen anderen Unzstträglichkeiten zu rechnen haben. Wer also aus nickt ganz wichtigen Gründen um die Pfingstzeit imd am Hrmmelmhrtstage owreisen nruß. der bleibe daheim und verschiebe serire.Necke auf eine stuckere Zeit.

** Bah n st eigkarterr werden vom 16. bis 22. Mai auf den preußisch-hessischen Bahnhöfen nicht veraus­gabt. Die abgesverrten Teile der Bahnhöfe sind daher rrur vo-ti Reisenden zu betreten

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Lebensmittel.

** (Sin Spargel verkauf findet in den städtischen Markt- laul'en heute von 4 Uhr ab und morgen vormittag von 8 Uhr ab statt.

_** ßsto ffabtzabe. In der Zeck vom 15. bis 31. Mai 1917 mird gegerr den Lreferungsabschnitt 4 der Süßstoifkarle ,jl" (blau- von den Süßstofiabgabestellen Süßstoff abgegeben. Mst dem 31. Alai 1917 verliert der 2lbschnitt 4 seine Gültigkeit. Sisk^ Bekanntmachung.

^ ** Lieferung von Saatkartoffeln. Da der

Stadtverwaltung vom Kcmmunalverband in dankenswerter Weise Saatkartvffeln in größerer Menge zu billigeren. Weisen zugewiesen iverden kointten, ist es möglich, das Pfund Santkartoffeln zum Preise von 8 Pfa. abzugeben.

Gegen die r!seldd i e bst ähl e. Wegen der außer­ordentlichen, Kse allgemeine Ernährung beeinträch'tigendcn Zunahme ?? 11 olddieb st ä hlen l-at das stellv. Generakkommando 18. Armeetörps auf Grund des Gesetzes über den Belagerungs- zultand ini Interesse der öffentlichen Sicherheit eine Verordnung erlassen, nach dar die Entrvcndung von Garten^ und Feldfrüchten aus Gartenanlagen aller^ Art, Weinbergen, Obstanlagen, Bamn- schnlcu, von Acckern, Wiesen, Weiden, Plätzen, Wegen oder Gräben mit Gefängnis bis zu einem Jahr bestraft wird.

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** Amtliche Persvnalna chrichten. Der G r o'ß - Herzog hat am 12. Mai den Kreisamtmännern: Rudolf L a u t e s ch l ä g e r bei dem Kreis amt Bensheim, Thevdo 7 R e i n ha r t bei den: .Kreisantt Alzey, Dr. Oskar Pr o b st bei dem Kreisamt Friedberg, Dr. Erich Ki nt sch er gen. von Köbke, Mitglied des OberversichermigsanTts zn Darm- stabt, den Eharakter als Regierungsrat erteilt: Der Großherzog hack am 12. Mai ermrrrnt: den Oberlehrer Mi ?>er ÄuMM«rschule zukFriedberg Dr. Georg Frank zum Oberlehrer an dem G^nnasium in Bensherm imd den Oberlehrer an dem Gymnasimn Friderieiarrum in Laubach Walther Schonebohm zum Oberlehrer an dem Nen.en Gymnasiimr in Mainz, beide mit Wirkung vom 1. 'April 1917, den Lehramts assessor Wilhelm Schmidt aus Gießen zum Oberlehrer, den Lehramtsassessor .Hugo Link aus Wirnpfen zum Oberlehrer an dem Gymnasium Fridericianum zu Lcrubach und den Lehramtsassessor Otto Steuernagel ans Rainrod znm Oberlehrer an der Real­schule zu Grünberg. Der Groß Herzog hat am 12. Mai den Oberrevisor Rechnungsrat Christoph Wesp in Darm- stadt zum Dirigenten der II. Iustifikaturabteilung der Ober- rechmingskammer mit Wirkung vom 1. Juni 1917 an unter Belaffung des Charakters als Rechnungsrat ernannt. Ec- nannt wurden ferner am 12. Mai 1917 der Muariats- assiftent bei dem Amtsgericht Ober-JngeLheim Friedrich Wilhelm Winkler, zurzeit im Berivaltunqsdienst im Osten, zum Mnariatsassisten ten bei dem Amtsgericht Fried- borg, der Gerichts schrei baraspirant Ludwig Steller in Gießen, zurzeit im Feld, zum Akrirariatsassistencken bei dem Amtsgericht Ober-JNgelheim, beide mit Wirkling vom 12. Mai 1917.

** Der Mai, der sonst ein milder Frühlingsmonat zu sein Pflegt, wartet bereits mrt hochsommerlicher Hitze auf. Um den Frühling sehen wir irns in diesem Fahre betrogen. Bis zum 1. Mai war es winterlich kalt und unwirsch, Mitte Mai waren schon Temperaturen zu verzeichnen, wie tmr fk sonst mit vom Juli, August her kennen. (Gestern, Montag nachmittag 3 Uhr wies nach den Twetvovologischen Beobach tmrgen der Station Gießen die Ärst eine Ternpevalnr vmi 29 Grad auf. Am Sonntag war die Schwüle fau-m geringer; aber obgleich allabendlich machtvolles Wetterckeuchten die ersehnte Mkühttrng erhoffen ließ, sind die Genntter in größerer Entfermmg an urrs vorbeigc^ogen. L-eis^ Donner- grolleil lvar in dieser Nacht zwischer: 12 unb 1 Uhr vernehm­bar und ein starker Wind dlirchfegte die Straßen. Trotzdem es zu eilser Entladimg über Gießen selbst nicht gekommeri. ist, zeigt jich der Einfluß der entsernren Gewitter heute morgen inn bedeckten §,immel.

Be Urlaub nngvonLandwirtenzur.Heuernte. Nach einer BekarmtMachung im kwutigen Kreisblatt sind i>it verwendeten Formulare A, B und C zur Urlv:,bsbeantwvrtung f ü r die Heuernte entsprechend geändert worden. Rin die neuen Fornrularr, die vom Verlag des Gießener Anzeigers bez-ogen lverdeli können, dürfen für Mtväge von BeUrlanbungev zur Heuernte verwendet lverden,

** A n die Waldbesitzer! Das .Kveiscmtt bittet um Veröffentlichung fol<wnder Mitteilung: Das Ftdlieer braucht stän­dig große Mengen Schnittlivlz. Vielen Sägen^rken fehlt al>er das nötige Rundlwlz. Hier läßt süß Aibhilse. schaffen, ivenn die den Sägen ffni nächsten irnb bequemsten liegenden ScUüge abgetrieben werden. Dieses Holz Miß dann aber auch an die nächstgelegenen Sägen gelangen. Ebenso verhält es sich mit Gruben- und Ver- töhluugsholz. Die Kriegsamtsfoellen iverden an die Waldbesitzer herantreten und ilmen die Forsten und die Werke bezeichnen, aus denen und zu denen vorz-ug-öweise das Holz konimen muß.

** Iw Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 gastiert ab heute bis Freitag Heu uh Porten, der aucrvmiute Liebling aller .Kinobesuckier, in chrrr neuesten FilmschöpfungFeenhände" Gesettschastsdranla in 3 Akten nach den Motiven ivn Scribe. Der Film ist aus einer neuen Hcmnh--Port>en-Serie 1617. Ferner ist eine wunderbare NaturauwalMe ..Die Iungsraubahn^ vor- gesehen. Das Programm wird i'ervvllständigt dm.ch ein ent­zückendes Lustspiel in 3 UlktenDer- falsch: Mbckffohn". und unterstützt durch die anerkamcke gute Künstlerkapelle.