fttov b bctr 'fVt“iib Ihr (Xt: treffe tun a dos Artikels der Reühoderfa.ssuitg: .I-tt reden! Bundesstaüt rcnd int Reichsland Eks-aß-Lothringen nmß «mc aus ckäund des allgemeinen gleichen, direkten geheimen Wahl- Mch,e> unter Brrücksichtigmrg der Minderheiten (Berhältmswahk- recht) gennihlte Volksserfrettnrg bestehen. Das Recht zur Terknahme an der Wahl dieser Körperschaft l-aden alte über 20 Jahre alten) RerchÄingehörigen ohne Unterschied des GeschlechtLs in dem Bun- deSMat, wo sie Wohnsitz haben. Die Zustimmung dieser Volksvertretung i,t zu sedenl Laudesgesetz Nnd zur Feststellung des Staats ha r - s ha ltsetcckS e r forderlich
1. Ein Antrag V-erustein und Gen. auf Vorlage eines Gesetz- Entwurfes, wonach a) Reichstagswahlen künftig nicht innerhalb ab- gegrcuzter Wahlkreise für je einen dlfbgeordneten, sondern nach dem Werhältnislvahl;t)ftem stattsinden, b) das Recht zu wählen oder gewählt zu werden mit volleirdetem 20. Lebensjahre eintreten, c) Frauen unter den gleichen Bedingungen das aktive und passive Wahlrecht wie bat Männern gcttM-rt wird, ck) der Wahltag entweder eilt Sonntag ober Feiertag sein soll.
3. Eine -Entschtiestung Dr. Müller-Meiningen und Dr. Pach- nickc aus Vorlage eines Gesetzentwurfes, nach toi führung
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welchem bis zur Durch- Üahlgesrtz vom 31. Mai 1869 (§ 5 Absatz 3) vor- gesehenen allgemeinen Vermehrung der Llbgeorduetenzahl die Wahlkreise '.nit besonders starkem Bevölkerungszuwack>s eine entsprechende Vermehrung der Mandate — unter Einführung der Verhältniswahl für diese — erhalten.
Aus dem Lmührungsausschuß des Reichstags.
Berlin, 7. Mai. Im Er nährungsausschust des Reichstags begrütrdete heute ein Fortschrittler einen Antrag ans Einsetzung eines Ausschusses zur Prüfung der Frage, wie die Viehhaltung gestaltet werden soll, sowie auf Einstr.ung eines Ausschusses zur Untersuchung darüber, wie eine bessere Organisation der Produktion und Verteilung der Nahrungsmittel herbei geführt 'nKrd. Tie Zahl des Viehes halte schon früher in das richtige Verhältnis zu den vorhandenen Vorräten gebracht werden müssen.
Ein National liberal er sprach sich gegen einen Antrag aus, lvorin Feststellung des vorhandenen Futters verlangt wird: dies sei unmöglich.
Präsident p. Batocki: Bei der Beinrteilung der Ernte sind Fehler^ gemacht Worden, doch handelt es sich nicht um gnlndsätz-i lickie Fehler. Die Voraussetzungen konnten bei dem abnormen Verlauf her Witterung nicht Eintreffen. Dadurch wurde auch die Schätzung -erheblicherschwert. In diesem Jahre soll versucht werden, bei der Durchführung des Frühdrusches genaue Unterlagen zu gewinnen. 'Mau 'hat gelernt, das; man bei Beurteilung der Ernte auf jeden Fall pessimistisch sein must. Die Abschlachtung der Kälber war durchaus gerechtfertigt. Jedes Kalb säuft ungefähr 100 Liter Älilch, aus denen man 7Vs Pfund Butter gewinnen Samt. Es ist klar, was das bei einer Million Kälber bedeutet. Die Pveisvegulierung. bcjj. üetr Schweinen erfolgte, um unreife Schweine herauszubekommen. Man kann nickst gleichzeitig Schweine mästen und dabei die denkbar gröstten Mengen an Kartoffellp hevausholen. Die Abnahmesrist für die Preis.bemessung der Schweine am 1. Mai muß auf die Stallabnähme festgelegt werden. Der endgültige Fristablaus wird wahrscheinlich auf den 15. Mai gelegt werden. Die restlose Erfassung der Schweine bis zu 120 Pfund, gegebenenfalls auch bis zu 100 Pfund, ist eine unbedingte Notwendigkeit. Man kann auch ans geringer gewichtigen Schweinen bis zum Herbst brauchbare Hausschlachtrmgsschweine herausziehen. Sehr ernst muß auch die Frage der Erfassung der Ernähr,ntgs- wittel auf dem Lande beurteilt werden. Wir sind an der Grenze der psychischst Tragfähigkeit der Landlvirtschaft angelangt. Es ist unmöglich, die kleinen Landwirte zu schone,^ besonders in der Erfassung von Fleisch, Kartoffeln nsw., da drei Viertel der ganzen Erzeugmrg in den Händen der kleinen Landwirte liegt. Wir setzen großes Vertrauen in die Willigkeit der kleinen Landwirte. Ihr Verhalten war betvundernswert. Die Großbetriebe mit ihrer Abhängigkeit von den Landarbeitern sind stärker gc- fShwet. Die Landwirte dürfen nicht zu scharf von Nahrungsmitteln, entblößt werden. Bei der Zuteilung der Sortdersl-eischzulage koun-. ten die Selbstversorger, obwohl dies eine gewisse Ungerechtigkeit darstellt, nicht berücksichtigt werden, da sonst ein zn starker Eingriff in unsere Biehstapel notwendig geworden wäre.
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Berlin, 8 . Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Reichs- Liizeitzer^' bringt eure Ergänzung der Aussührungsbestim- mungen zur Verordnung über den Verkehr mit Seife, Seifen Pulver und anderen fetthaltigen Waschmitteln.
Eder fahrbar. Wie jetzt sestgestellt wurde, ist das Unglück davrrrch entstanden, daß ein ILjähriger Junge aus Rrrppertsburg, dessen Vater im Felde stckht. eine eiserne Schienenlasche guer über die schienen legte, wodurch der Zug entgleiste. Nach den Umständen des Unfalles ist es ein Wunder zu nennen, daß keine Menschen- leben zu bellagen sind. Eine in dem umgestürzten Viehwagen befindliche Kuh war derart verletzt, daß sie sofort geschlachtet werden mupte. Ter Materialschaden ist nicht sehr erheblich, doch muß die wrederaufgerichtete Lokomotive einer Reparatur unterzogert werden.
Lebensmittel.
** Die Ausgabe der Brot-, Butter- und Fleischmcrrken erfolgt diesmal Freitag, den 11. und Samstag, den 12. d. Mts. und zwar für die Bezugsberechtigten mit dem Zunamen A—K Freitaa und L—Z SamStag.
** Die Ziegen Halter werden im Anzeigenteil unseres Blattes ausgefordert, die Zahl ihrer Ziegen bis zum 14. d. Mts. auf dem Lebenstnittelamt, Zimmer Nr. 7 r anzumelden.
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** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog hat der Bernfskvankenpflegerin des Alice-FrMtenverems, Zweigverein Mainz, Elise Zimmermann zu Mainz, das Silberne Dienstauszeichnungskreuz ftir Krankenpflege verliehen. — Der Großherzog hat am 5. ds. Mts. den Dirigenten der I. Justisikatur- Abteilung der Oberrechnungskammer, Rechnungsrat Heinrich G r a u b e r t, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung .seiner langjährigen treu geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. .Juni ds. Js. an in beit Ruhestand versetzt uitb ihm aus diesem Anlaß die Krone Zum Ritterkreuz zweiter Klasse des Verdienswrdens Philipps des Großmütigen verliehen; an demselben Tage wurde der Dirigent der ! II. Justifikatur-Abteilung, Rechnungsrat Philipp Schaffner, zum Dirigenten der I. Justisikatur-Abteilung der Oberrechnungs- kammer mit Wirkung vom 1 . Juni ds. Js. an ernannt.
**DerVvranschlagderStadtGießen für das Rechnungsjahr 1917 ist nunmehr abgeschlossen. Danach stellt sich der Voranschlag der Betriebsrechnung auf 3934 533.26
AnAg-cche ab. Vermögens- und Betriebsrechnung ziffammen- genommen weisen gegen 1916 ein Minus von 1129 285.42 Mark auf. Dem Voranschlag ist ein Verzeichnis der Stiftungen und Besoldungen beigegeben. Danach beträgt das Stiftungskapital 603 589.82 Mk. und bringt an Zinsen 23 982 Mk.
** I ungwehr. Mittwoch, 9. Mai, Antreten: 8^4 Uhr. 1. Mt. (1., 2 ., 3. Kameradschaft) Ober-Realschule, 2 . Abt. 4.— 8 . Kameradschaft) Gymnasium.
**. Spargelvcrsand. (WTB. meldet amtlich aus Berim. Es kam zur Kenntnis, daß an einzelnen Orten, von der Cifenbahnverivaltung die Annahme von Spargel zum Versand
Aus &tabt und Carcd*
Dießen, 9. Mai 1917.
Ruchloser Anschlag auf einen Personenzug.
Vom Vorstand des Großh. Eisenbahnbetriebsamts 2, Gießen wird uns mitgeteilt: Am 7. d. Mts. entgleiste der Personenzug 4274 bei Km. 30,4 zwischen Wetterfeld und Billingen in der Weise, daß durch einen von ruchloser Hand aufgelegten Schienennagel die Maschine und der folgende Viehwagen entgleisten, wobei die Maschine vollständig zum Umfallen gekommen ist, der Viehwagen sich zur Hälfte auf die Seite legte, während die Personenwagen im Geleise, das auf 40 Meter Länge verschoben wurde, verblieben. Der Lokomotivführer wurde leicht verletzt, sonst kamen keirre Verletzungen an Personen vor. Im Viehwagen befanden sich 3 Kühe, wovon eine so schwer verletzt wurde, daß sie am Unfallplatz ab- geschlachtet iverden mußte. Wie verlautet, sind als mutmaßliche Täter vor: der Polizei ein 12jähriger Junge aus Ruppertsburg und ein Franzose verhaftet worden. — Die Küttig l. Eisenb-ahndirektion Frankfurt a. M. hat aus Anlaß der Transportgefährdung für die Ermittlung der Täter eine Be l o h n u n g von 5 00 M k. ausgesetzt.
-an. .Hungen, 9. Mai. Die durch den gestern gemeldelen Eisenbahn-Unfall auf der Strecke Mücke—Hungen entstandene Verkehrsstörung ist nun behoben und die Strecke seit gestern abend
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kehrsbeschränkt:ngar irgendwelchec Art für .spat,.t nicht bestehen.
** Bildertafeln unbekannt Verftor b e n e r. Das Stellvertretende Generalkommando des 18. Armeekorps weist erneut darauf hin, das; sowohl bei den Landrats- bezw. Kreisämtern des^ Korpsbezfrks als auch lüi allen militärischen Kommandobehörden, Gantison- und Bezirkskommandos, (Ersatztruppenteilen, Lazaretten nsw. die, den Verlustliften von Zeit zu Zeit beigegebeneck Wdertafeln unbekannt Verstorbmer eingesehen werden können.
^ Schwarz-W eiß-Theater, Seltersiveg 81. Im Programm vom Dienstag, 6 . bis inkl. Freitag, 11. Mai, gastiert das beliebte Künstlerpaar „Wcmda Treumann", „Vigo Larsen" in dem vieraktigen Familiendrama „Der Eid des Stefan .H u l l e r", für den Film bearbeitet nach dem bekannten gleichnamigen Roman. Außerdem ist ent zwei« t ges Kriegsdrama aus jüngster Zeit vorgesehen. Einige Humoresken, das neueste
vo n r Krieg s s chau pl a tz verbell st äitdigten den girt geivähltcn Spielplan.
** Das heutige K r e i s b l a t t, Nr. 79, enHält: Verbot der Ausfuhr und Durchfuhr von Rohstoffen, die bei der ^Herstellung von Kriegsbedarf zur Verwendung gelangen. — Aufstellung der Gemeinde Voranschläge. — Ablieferung der Vakanzüberschüsse. — Feldbereinigung Ober-Bessingen.
Landkreis Kletzen.
Nieder-Bessin gen, 9. Mai. Die erste Sammlung zur Hindenburgspende hatte hier folgendes Ergebnis: 53 Pfund Dörrobst. 25 Pfund Graupen,'26 Pfund Mehl, 9 Pftmd Dauerwurst und Räucherwaren, 2 >tz Pfund HÄscnfrüchte, 50 Pfund Sauerkraut, 15 Gläser Gelee, 8 Töpfe Marmelade, 131 Stück Eier, einige Pfund Kartoffeln, 1 Flasche Oel. Sämtliche Nahrungsmittel wurden unentgeltlich geliefert.
Kreis Büdingen.
** Nidda, 9. Mai. Dank dem regen Eifer dreier Damen des Frauenvereins ist es gelungen, Unterkunft für 50 Stadtkinder in hiesiger Stadt zu vermitteln.^ Daneben haben eine Reihe von Familien, die nicht in der Lage sind, Kinder bei sich aufztinehmen, sich verpflichtet, teils durch eiirmalige, teils durch monatlich wieder- vehreude Zuwendungen ftir die Instandhaltung der Kleider und Wäsche der aufzunehmenden Stadtkinder Sorge zu tragen. Eine zu diesem Ztveck unternommene Sammlung tvird in nächster Zeit fortgesetzt und zugleich auf die demnächst ins Leben tretende Kinderkrippe für Nidda erstreckt werden. Z^vanzig Kinder aus Barmen werden bereits im Laufe dieser Woche hier eintreffen.
Kreis Schotten.
§ Aus dem oberen Vogelsberg, 6 . Mai. Knapp sind es acht Tage Ijer, daß der erste Spatenstich in unseren Gärten getan >wurde, imd schon keimen die jungen Tickwurz- und Salat- pflanzen aus der Erde empivr. Es zählt dies m den Seltenheiten. Das schnelle Keimten der Samenkörner ist infolge der schon ziemlich Lvrgeri'lckten Jahreszeit nur einer vermehrten Erdwärnie Mzu- schreiben. Tie Feldbestellung hat sich auch schon gut vorgearbeitet —
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der Hafer ist zum Teil schon gesät — natürlich unter äußerster Kraftentfallama des Landmannes und der m'rnstigen Witterimg kann unter solchen Umständen dos vaterländische Werk schnell gedeihen.
Hessen-Nassau.
iedenkopf, 9. Mai. Die Klassen des Realprogymna- siuMs und eine Klasse der Stadtschule sammelten Buchen- knospen zur Mehlbereituna. Nach der Ansicht von Sachverständigen lasse sich aus Mefeu Knospen ein gutes Mehl von hohem Nährwert h«rstellrn.
--- Frankfurt a. M., 7. Mai. Nach Mitteilungen der Polizei treiben sich täglich zahlreickie Kfinder der Nachblavortq bettelnd in den besseren Stadtteilen herum und legen hierbei eine Raffiniertheit an den Dag, die das Schlintmste für die Zukunft dieser Kinder befürchten läßt. Zur Steuerung dieser sich täglich schlimmer gestaltenden Zustände hat man mit der Polizei in Nied a. M. — aus Nied wurden bisher die meisten Kinder hier angetroffen — Abmachungen dahin getroffen, daß die bettelnderc Kinder fortan in Frankfurt festgehalten werden und daß gegen sie das Verfahren auf Fürsorgeerziehung eingeleitet wird. Außerdem wird gegen die Eltern strafrechtlich eingesckwitten.
£C tv U a cb r i dhtc u.
Zusammenstoß der Berliner Untergrundbahn.
Berlin, 8 . Mai. (WTB.) Am Nachmittage gegen 5VsUhr führ ein Zug der Untergrundbahar, der von der Station Schön ^ Hausertor kam, vor beut Bahnhof Meranderplatz auf einen dort haltenden rangierenden Zug. Der Zusammenstoß war fthr heftig. Insgesamt werden 30 Personen verletzt, davon zwei schwer. Die beiden Schwerverletzten wurden dem Krankenhause zugeführt. Dic Schuldftage bedarf noch Aufklärung.
Tapferkeitsprämien der U-Bootmannstt-aften.
Berlin, 8 . Mai. (WTB. Nichtcmrtliä>.) „Dagens Nyheter^' bringt folgende Londoner Meldung von Stockholms Teleyranrm- Vureau: Die englisck-e Admiralität gelangte in den Besitz eines höchst interessairden Dokuments. Wie der Korvettenkapitän LMersort gestern am 1. Mai vor dem britischen Prisengericht zu berichten wußte, sandelt es sich rtm einen Tarif, nach welchem Belohnungen für die Versenkung imd Aufbringung von Fal-rreug«n in der deutschen Marine festgesetzt werdert. Der Tarif umfaßt zwei verschiedeite Berechnungsgrundsätze für die Verteilungen der Belohnungen, nämlich in erster Linie Prisengelder, zwertens Prisen Prämien. Anscheinend ist der Berechnungsgrundsatz für die Versenkung von Kriegsschiffen und Hartdelsfal)rzeugen derselbe. Im letzten Falle ist die Belohnung die gleiche, ob es sich um die Zerstörimg feindlicher oder neutraler Kauffahrteischiffe handelt. Es folgt dann die Aufführung 'der Berechnmrgsart der Prämien für den Kvnrntan- bauten, die Offiziere und die Aranrrschasten, und zwar eininnl betreffs der aufgebrachten Fahrzeuge, dann für die versenkten Schiffe. Eine Extrapräinie-soll der Komniandant erhalten, der die größte Anzahl Schiffe auf einer Reise versenkt. Der Tarif soll seit dem 1 . Februar in Kraft sein. Stockl-olms Telegramm-Barreau ist cs offenbar nur darum zu tun, im Auftrag der englischen Regierung ein deutsches Gegenstück zu den englischen Prisengeldern zu sch»ffen.
In Deutschland gibt es keine Prisengelder. In Wirklichkeit handelt es sich bei uns um die Verteilung sogenannter „Tapferkeitsprämien" an die Mannschaften, die sich einzeln oder als Besatzungen oder als Teile dieser auszeichneten. Die Zahlung der Prämie folgt auf Anregung aus Stiftungen von Privatpersonen. Sic haben auch in dieser Richtung nichts gemeinsam mit den .Kopfgeldern der Engländer, die an dre Besatzungen ihrer Kriegsschiffe vom Kommandanten bis zum jüngster'. Schiffsjungen aus Staatsgeldern gezahlt werden für die Versenktrng ober Aufbringung feindliche?: Kriegsschiffe und die nach einem festen Bert^ilungsplan von besonderen Gerichtshöfen zugesprochen werden müssen. Bekanntlich veranlaßte der sich bei den Engländern auch in ihrer Seekrreg- führnng betätigende Geschäftssinn wiederholt englische Schiffs- und Zerstörerkommandanten, bei ihren Vorgesetzten Prisengelder für deutsche Torpedoboote und Unterseeboote zu beanspruchen, die heute noch in bester Verfassung unserem Vaterlande porzügliche Dienste tun. Bei uns sind die Offiziere an der Verteilung der oben Vezeick>- neten Tapferkeitsprämien überhaupt nicht, mich nicht in der Form eines Ehrengeschenkes beteiligt. Die für die einzelnen Taten ausgesetzten Gelder werden von den betreffenden Kommandanten und Führern, der über die Verhältnisse a?n besten urteilen' kann, an die Mannschaften verteilt unter Berlicksichtigirng der häuslichen Verhältnisse, Bedürftigkeit usw. In manchen Fällen wird auch von der Verteilung an einzelne Leute Mstand genommen und der Betrag' dein besonderen Mannschaftsunterstützungsfonds überwiesen.
Ein deutsches Bombengeschwader über Epernay.
Bern, 7. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) „Temps" meldet aus Epernay: Ein deutsches Flugzeuggeschwader warf nachts etwa 50 Spreng- und Brandbomben über der Stadt ab. 6 Zivilpersonen wurden getötet, viele schwer verwundet Das Bombardement dauerte über eine Stunde.
Bankabkommen Mischen England und Amerika.
London, 8. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Dem „Daily Tele-grapi)" Znfotcge schlossen die Bank von (England irnd die Bundesveservebemk von New Aork ein Abkommen, wonach sie wechselseitig als Agenten des anderen Teiles fungieren. Der Hauptzweck des schon seit Monaten angebahnten iWkonrmens liegt darin, daß die genannten Banken eine Vertnittlnngsstelle für die Goldtransaktionen nrrter Vermeidung oder tunlichster Verminderung tatsächlicher Gold- verschiffungen bilden sollen. Sie werden zur Befestigung der Wechselsttrse gegenseitig Depositenkontos eröffnen. Der Anschluß weiterer Bundesreservebanken wird offen gelassen.
Amerikanische KriegSvorbereitungcn.
Washington, 8 . Mai. (WTB. iltichtamtlich.) Reutermeldung. Das .Kriegsdepartement gibt bekannt, daß die Ausstellung von Mineur-Regimentern angeordnet wurde, die so rasch als möglich zu Arbeiten in der Etappe nach Frankreich geschickt werden sollen.
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