«tu Telegrammwcchsel zwischen Sultan und Kaiser.
Kvnst«nti!iopel, 7. JOlai (tES.) Der Sultan ben Deutschen Kaiser folgendes Telegramm
^ Deutschen Kaiser, Großes Hauptquartier. ?vor> Vewundernu. - ich mit meinem Volke mck meiner Ar-
2r ?? arohen >sämpfe, welch die siegreichen Truppen Euerer Ma?e,l.ar so tVKenl>ait an den Fronten Ar ras und oer Aisne ^ tn der Champagne bestehen. V»n gairzem Herzen bo gmdVmtiitffw ich Eure Majestät, so tapfere Truppen Ui besitzen, die .wunderbaren Mynurrg mit außerordentlichr Hart- uacklgkeri und einem IxnspieLoseu Siegeswillen Heldentaten voll- ^rngen, kme fie die Geschichte noch me verzeickmat hat. Ach bin Lwerzerrqt. daß durch dir Gnade des Allmächtigen der endgültige DieErld ,.le Anstrengungen der verbündeten 9lrnreen krönen wird, «e syrc Pflichten mit solcher Tapferkeit und Aufopferung erstülen.
ge-. Mehmed V.
Darauf anttvovtete Kaiser Wilhelm:
Seiner Majestät dem Sultan der Osmauen, Konftantinopel.
Murr Ma^e'rat gxwen der Leistungen, die das deutsche Heer in ™* cl i ÖCT stiften Tage nollluacht hat, mit Worten der oochßvn -..uerreimimg siedacht, ^ch ditto Euere Majestät, hierfür menie» umrnNten Dank empfangen zu wollen und versichert zu sein, dag m? nie Armeen im unb> edrngten Ver- su *‘' rcit Führern.und mit dem stählernen ^dit-len zum Siege auch den weiteren Anstürmen der Fernd c m it G ottes Hilfe standhalten werden , bis deren Angriffs kraft gebrochen ist. Aller Äugen Mch auf das gewaltige Ringeir im Westen gerichtet, wo unsere synndc »•vruräc&tig au Zahl und Material die Eutscheidmlg suchen^ HLorr vollbringen '"m""" ± ±->-- — - - -- <--
unsere Tapferen Taten, wie sie tn der
^ Mrchte a llc r Zeiten und Völker noch nicht ver- zetchnet sind. Miöge sie der Allmächtige auch weiterhin schirmen und sie zum vollen Siege Ahrem gez. Wilhelm I. R.
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Deutsche Fürsorge für die Kunftschätze in den besetzten Gebieten.
Berlin, 8. Mai. (WDB. Amtlich.) Die französischen Und englischen^ Zeitungon imedeicholen hartnäckig die Beschuldigung, die d e U t s ch e n Truppen hätten in dem Mkvcrmnten Gebiet Kunst schätze zerstört und entweihet. Demgegenüber sei amtlich folgendes festgestellt:
wi den SBo^eedfamant für die Zurücknahme der Front traf i- öeuffic Hecresl»üdmg avJ'l von langer Hand her Maß- rm.M'.cm zur ^ichrNng der KrmstsckMe des aufgtzgcbsnen, wie des Sr™;' ' K Eworets. .'lus^Ortschaften, Kirchen und Schlössern, ^ E^drr durch dce militärisch' Nr-twenduvkc.it gebotenen Anlage em^ ('estUiwsglacis vor der neuen Stellung geopfert werden . «We n,^rnd die bedourenden Knnstschätze aller Art vor allem Ge- rnaroe, TapnSerien,^Lckulpturen und Möbel, dazu die kostbaren Vom--?nftcn und Biäher unter der Lewing bernseuer Sach- ^?Xan,drger gerettet und in Sicherheit gebracht worden. 'SGZKlbi'Vn in den m und Sinter der Front gelegenen Orten ge- stye^u. die .ent den französischen und englischen Granaten aus- gdt und. LSv nird aus St. Quentin, das jetzt mit der großen unicks^kslo'igbNt -von den Gegnern beßHossen wird, die Schatze des Mnsee Lecnver, vor allem die unvergleichlichen Cammlu 'gen von Pastellen von Quenten de la Tour imd alle ^rvar rogerw-en Drup.verte des städtischen Museums abgeführt worde.i. wrlwew) Mpn: rie Granaten aus die Stadt sielim, Aben Mrs der Hemmt herbeigerufene Techniker die wundervollen ^lasgcmalde der Kathedrale geborgen.
£ ,s ^ tznst gefährdeten ch«r durck^ den Feind rrgendlme bedrohten Lotadteir an dec ganzen französischen Front L/^^lMsger Arbeit, der wertvollste Inhalt au Museen und ÄÄlwt^km mtt Unterstützung der smnzösi scheu Behörden ge- M ch e r 1 ^worden. Au Z emer ( großen Zahl ber jetzt aufoegebenen
StLEJ?? 11 ,u r tJ> mit unendlicher Mühe die kun:>
g^cM chtnu) wudngsien -vchan« heransgeiwmm-en und nach rückwärts gcwra-^ wvrdcn, wo die Eigentümer noch? anw^md waren, auf **%£ ^ unkergegangenen oder dem Untergang ge-
wch YvG sorgsam und eingehend aufgenommen SSn :mi w^nrgitenS der Wlssenschast Mi erhalten. Die ver,'ch^eue-n weiter zurückliegenden sran- Josrschcvl be.mrkt worden, nw die Kunstwerke eine sach-
^urch Fxr-i-le"te finden. Nur an der fchmn.en otgrrngM>?u ,e^out, wo kein iccurnetcx Ort
:^icr ber Gefahyone lag, sind die ge- kmnzönsche Grenze vorläufig nach g 11 -.. t ie samten wurgeirmden SicherungS^ v ?? ‘ >ec deutschen Heeresleitung ange- a T 1 .'Sri ^urcl^gen.hrt -nwrden, um diese Werke dauernd der Äuustgeschcchte und Kultur zu erhalten.
Es war von Answrg an deutlich erkennbar, daß beide Parteien zu ecner Eunguug zu kommen wchrschten. Die Mitglieder der Negierung erstatteten einen ausfichrlichkn Bericht Wer die Lage uich rerstAen nicht, den Ernst der Lage zu verheimlichen. Lwow ^Llirte, mir Jtcgtenmo lei bereit, zugunsten anderer Männer, die «5°^ . m r 7r Unterstützung finden würden, zurückzutreten. Der Ktaegsmimsder Gutschkow erstattete Bericht über die Ber- halmisse an der Front und sagte, die Lage an der Front I c l cm st. Der Zustand der Armee gebe im Augenblick Anlaß zu großer Besorgnis. Es seien sofortige Maßregeln zur Wieder- herslellunb der Marrneszucht und zur Auffrischung der Stimmung nokwendrg. Die Lage sei zwar nicht hoffnungslos, aber wenn 5? Mrge Zustand andauere, könne er schlimme Folgen haben, ^.re Masse des Volkes denke zu leickstfertig über das Friedensgerede. 'Sic Glaube, daß man den Frieden einfach durch Niederlegmig der ÖtooK. GMschkow erklärte schließlich, daß er Eroberungen strebe, und daß die Annexionsideen augen- blrckirch bei nunnMldem Anklang fänden.
Lenin verschwunden?
Stockhvlm, 9. Mai. (B. T.) Wie „Svenska Daa- bladell aus Petersburg berichtet, ist Lenin seit zwei Tagen spurlos verschwunden.
lin, 9. Mai. Nach Meldungen verschiedener Blätter hatte dce Absttmmimg im Petersburger Arbeiter- und Soldaten- rate iwer diie BetÄligung an der Freiheitsajnleihe eine M e h r y e r t s u r L e n i n ergeben, dessen 9lnhänger in ihren Reden me Lotzmg verkstndeten: Nieder mit dem Krieg und der bürgerlich- oapckaÄwsthen Ordmmg! Keine Kopeke für Miljukow!
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Die Stockholmer Konferenz.
Berlin, 9. Mai. Zur Stockholmer internatio- n a len Konferenz os^egiert die Geueralkonrmission der Gewerkschaften Deutschlands die Genossen Legien, Baur und^ send ach. Bom svzialdemokratischen Parteivor- ftano )?nrd im „Vorwärts" geschrieben, daß im Lande Ge- rrcchte verbreitet ioerden, die Partei habe auf die Regierung eingewirkt, damit den Vertredemt der Unabhängigen keine Pässe zur Reise nach Stockholm ausgestellt.würden. Selbstverstöttdlich handle es sich um ein Märchen.
In der „Germmria" heißt es: Die Storkl-olmer Kon ferenz soll gleichmäßig der Wiederbelebung der Fnternütio- nale und der Beendigung des Weltkrieges' dienen. Bis zum ^ artTT die Kriegslage entschiedener gestattet haben. Vdutmastmrgen über Ergebnisse und Erfolg der Kon ferenz seven verfrüht.
^)e in verschiedenen Blättern gemeldet wird, soll die sranzö.ijä^ Abordnung bei der Stockholmer Konferenz die elsaß-lotchriugrsche Frage aufrollen und den Man einer Lw.ksabittmiinnig der Elsaß-Lothringer franz-ösischer Ab .un ft über ihre staatliche Zugehörig reit in den Vordergrund
im Joniscklen Meer der i r a! i e n i sch e D r u p y e n r r a n s - vortdampfer „Perseo <3935 Brurwregi .ercoml?n) mit SoDster: des 61. Regiments, der aus eiue.'n durch Ze>'id-rer gesicherten Geleitzug heruusgrschossen wurde.
Der Chef des -ldmiralftabs der Marine.
Wieder über M) 000 Tonnen versenkt.
Berlin, 8.Mai. (WTV. Amtlich.) Im Mittel- er nnd 12 Dampfer und 2 Segler mit über dO 0 00 Tonnen neu versenkt worden, darunteri ^ 3. April der bewaffnete englische Dampfer „Ardgask" (4049 Tonnen), mit Stückgütern von England nach Frankreich; am 4. April der bewaffnete engllsche Dampfer ,,Park- ö , 7 f $232 Tonnen) und ein unbekannter, ticfbeladerrer cngllfcher Dampfer der „City"-Klasse von ettva 7600 Tonnen-, am 6. April der bewaffnete englische Dampfer „Map- lewood (3239 Tomwn), mit (Ziscnerz von Tunis nach Errtz^. land^ am 8. April der italienische Dampfer „Alba" (1639) Tonnen), mit Kohlen ftir Italien: am 10. April der bewaffn ncte französische Dampfer „Esterel" (2574 Tonnen) mit Baumwolle; am 11. April der betvaff'.rete englftche Dampfer' ''Mrthfa" (3014 Tonnen), mit 3850 Tonnen Hafer und ^000 Hektoliter Löein von Orsan nach Saloniki im Dienste
Die Nesoiniisn in Nußlans.
Die ->u„dgebi!uqe,7 in Petersburg.
8 ■ m ‘ (®m) Nach dent „^-»«lwe Rr^> ^ b^urant^ berici»-/t. der «etersbur»er Beäckt- Telegraph" vom 4. Mm:
E, TD da-,, u n !, o v am DmmerStaz nachmitta« vor nA die ‘VtetfdwimeiKM einem Re.
MNNIMen Regwmrtz an. Die Sollten trugen £Ü Mt ’-~ rt: "-«*'? »ut Milmkom! Weg mit dm Er.
kamen dazu, bis «ngefShr 15 000 iS Fahnm und Llakatm zuiammmgeströmt ivarn,. Es
^ für dir Regiemna einqeleittt.
(Teilenliier kehr feindlich »«. -'lt Mllinkow die gemeldete An- uut grobem TE «tfgmoinmm morde. r^mjunttrai ^tutir,« der Nacht wurde die Sturemreng der Menge ’ r ^ Reg^mrg. An Unterredungen mit den Omzieven verbuchten E Personen aus dem Pu- vltk'.lm, iauszufrnden, !vas die Soldaten zu ihrem Auftreten l5 ? b x' XIC /N-agw bllebeir meistens uubeautiwrtet Etuig-e Ene zusammen^rufen nmrden, an-
Der«, daß fu auf Befehl haildelten. sclstenen der Meinung zu m Negierm'.g nichts tverter m tun habe.0 als ... geben, un i[ Deutschland ftc
^ V?- ! r c ‘ l 'cV 1 ?**— fmTn - f Fabriken nahmen die Arbeiter &tttiö>iic;jim<teji an, worm sie die Regicrmra vcr- daß di« Negierungsgewalt einem Aus- ^ Arbeiter- und Soldatenvertrebern übertragen lverden wllte. Aufzuge von Arberterrr begaben sich am Albend mit Pla- ^-u ans deneil Tncr.ibctz Losungswort der extremsten Elements- md ? on^uma. Bald darauf trat ein großer Umzug NämÄW berNogu-nma ein in dem sich viel-SolbutmW Woft^mskiMegime-.U.- os-and-::. Di« beiden Grut'pen der Kund- ^ lenxK ,. grügen srievlich auseinander.
fccr ^ c1 ^ Berichterstatter: Der gestrige ^ M *‘? ie c!: c ' cm grv tzen Tag der Revolution M ' A ' nX <urs NewSkyprospekl und in andren ^onnnen. lintHrutomebile, gedrängt voll Dor 1X1,00:1 rrelbo^ vurch bic Straßen. Tausende von Mani- 'üS^ unt> Blakaten, wobei jede Schal
d-r Mmg« jum Ausdruck Zn.
rty^ ( hc Stadl IN ?,.mn Lager geteilt zu stin' An- T r _^ Die gebildeten Greife ivaw 2 h ^.:. ???? : ^r.? rb ^ 1rr J'N Lailfr des TagO
kOt* ^ ^ n .^ inc > cr Neuerung, so daß ihre Gcancr
sich am syaLeu Nanmuwag nicht mehr aus dem NewSkvtTrojpekl -«peu Ernten. Du- Kns« iß rvniber. Die blEibt^ Die F-Ührer des Arbeiter- und Soldatenaussckusses bK Lage gerettet. Ohne sie wäre die Änmfl Ä?Jnf
^E^cidlLü
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a ^ ä Dcn<m ? E nememfatne Be- des ausführeiiden Aus-
)Omm «S Ar-eitev- und Soldatenrats und des Dumaausschusses.
Amerikas KriegöLetLuahme.
Rotterdam, 9. Mai. (B. T.) Der „N. Rott. Cour, metdet mrs Laudon, wre verlautet, habe Wilson Rooscvelts Angebot angenommen, unverzüglich amernkMüsche Truppen nach Frankreich zu bringen.
Genf, 9.^Mai. (B. D.) Der „Newyvrk Herald" glaubt zu wftscn, dag) der Oberbefehl über die nach Europa zu entseudetlder^ Streitkräfte dem Ge?teralmajvr Franklin Bell anvertraut werde.
England ats Schuldner Arnerikas.
^ Washington, 8 Mai. (WTB. Mchtamtlich) Reuter Meldung. Dre Regierung hat beschlossen, England 1 OOMill Dollar zu lechen, um ftiue Bedürfnisse in den Vereinigten Staaten tm Mai zu decken. Die zweite Abschlagszahlung Millionen Dollar ist gestern der englischen Botschaft übermittelt worden.
Die Umgcftaltung des britischen AdmiralstobeS.
Amsterdam, 8. Mai. „Al aemeeu Haubelsblad" mell det aus London: Man glairbt, daß Admiral Jellicoe au dre ^pche des iwuen Stabos der Admiralität treten wird Er wird sich ausschließlich politischen und strategischen Fragen widmen und von alten administrativ«!k Ausgaben befreit lern. Ern Drrector of operation und ein Drreetor os rntelli- gence werden ihm zur Seite stehen. Der letztere wird die Befehle ^ellleoes arrszuarbeiten haben, und drei Offiziere werden dre Leiter des Stabes sein, auf denen die nmiste Verantwortung ruht. Außerdem sollen noch Direktoren für derl Bau von .Kriegsschifseit, von Transportschiffen und für dre U-Boote errurrrnt lr>erden.
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Frankreichs Radikale.
Genf, 9. Mai. (L. A) Der in Bordeaux abgehallene Kongreß der Radikalen Frankreichs nahm einen gegen die Regierung gerrchteten Beschlußantrag an, der nebst anderen Fehlern der Eutenteregierungen das Verhallen gegen Grrecyenland scharf bemängell.
Ter Reichskanzler und Graf Czernin.
Wien 8. Mai. lWTB.) Der deutsch« Reichskanzler an den k, mrd t. Münster des Aerißern Grafen Czernin am d. Mar folgerrdes Telegramm:
-Soeben terlt mir Prinz Hoheirlohe mit, daß Kaiser Karl Eurer Exzelteuz den Stefausorden verliehen hat. Es ist mir ein ausrrchttges BÄrürfnis, Ihnen, verehrter Graf, zu dieser hohen O ki'ohlverdrenteu Auszeichnung meinen herzlichsten Glücklmmsch auszusprechen, ^zch begrütze diesen neuen Vertrauensbeweis Fbres a'.lergnadrgsten Herrn um so lebhafter, als er dein Leiter der auswärtigen Politik, der eng verbündeter! und befreundeten Donau- nMnarchre gilt mit brn in dieser ernsten Zeit in vollstem E i n - v er st andnis zu arbe i t e n , und zum gern ein schchflichen Wvbl unserer Lander, wirken zu Wirren, mir in politischer und mensch- ttcher >>mna)t stets zu beiondcrer Freude gereichen wird "
Voraus antwortete Gras Czernin l-ente mit 'folgender Depesche:
„Wullen Eure Exz-ellenz meinen l-erzlichsten Dank für ihren ireusndiichen GlüclwuNich ent gegen nehmen. Das enge Bündnis usst dem Den Ischen, Reiche ist das Fundament der Politik Oester'- rdd)iU

