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9.5.1917 Erstes Blatt
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«tu Telegrammwcchsel zwischen Sultan und Kaiser.

Kvnst«nti!iopel, 7. JOlai (tES.) Der Sultan ben Deutschen Kaiser folgendes Telegramm

^ Deutschen Kaiser, Großes Hauptquartier. ?vor> Vewundernu. - ich mit meinem Volke mck meiner Ar-

2r ?? arohen >sämpfe, welch die siegreichen Truppen Euerer Ma?e,l.ar so tVKenl>ait an den Fronten Ar ras und oer Aisne ^ tn der Champagne bestehen. V»n gairzem Herzen bo gmdVmtiitffw ich Eure Majestät, so tapfere Truppen Ui besitzen, die .wunderbaren Mynurrg mit außerordentlichr Hart- uacklgkeri und einem IxnspieLoseu Siegeswillen Heldentaten voll- ^rngen, kme fie die Geschichte noch me verzeickmat hat. Ach bin Lwerzerrqt. daß durch dir Gnade des Allmächtigen der endgültige DieErld ,.le Anstrengungen der verbündeten 9lrnreen krönen wird, «e syrc Pflichten mit solcher Tapferkeit und Aufopferung erstülen.

ge-. Mehmed V.

Darauf anttvovtete Kaiser Wilhelm:

Seiner Majestät dem Sultan der Osmauen, Konftantinopel.

Murr Ma^e'rat gxwen der Leistungen, die das deutsche Heer in * cl i ÖCT stiften Tage nollluacht hat, mit Worten der oochßvn -..uerreimimg siedacht, ^ch ditto Euere Majestät, hierfür menie» umrnNten Dank empfangen zu wollen und versichert zu sein, dag m? nie Armeen im unb> edrngten Ver- su *' rcit Führern.und mit dem stählernen ^dit-len zum Siege auch den weiteren Anstürmen der Fernd c m it G ottes Hilfe standhalten werden , bis deren Angriffs kraft gebrochen ist. Aller Äugen Mch auf das gewaltige Ringeir im Westen gerichtet, wo unsere synndc »vruräc&tig au Zahl und Material die Eutscheidmlg suchen^ HLorr vollbringen '"m""" ± ±->-- - - -- <--

unsere Tapferen Taten, wie sie tn der

^ Mrchte a llc r Zeiten und Völker noch nicht ver- zetchnet sind. Miöge sie der Allmächtige auch weiterhin schir­men und sie zum vollen Siege Ahrem gez. Wilhelm I. R.

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Deutsche Fürsorge für die Kunftschätze in den besetzten Gebieten.

Berlin, 8. Mai. (WDB. Amtlich.) Die französischen Und englischen^ Zeitungon imedeicholen hartnäckig die Be­schuldigung, die d e U t s ch e n Truppen hätten in dem Mkvcrmnten Gebiet Kunst schätze zerstört und ent­weihet. Demgegenüber sei amtlich folgendes festgestellt:

wi den SBo^eedfamant für die Zurücknahme der Front traf i- öeuffic Hecresl»üdmg avJ'l von langer Hand her Maß- rm.M'.cm zur ^ichrNng der KrmstsckMe des aufgtzgcbsnen, wie des Sr;' ' K Eworets. .'lus^Ortschaften, Kirchen und Schlössern, ^ E^drr durch dce militärisch' Nr-twenduvkc.it gebotenen Anlage em^ ('estUiwsglacis vor der neuen Stellung geopfert werden . «We n,^rnd die bedourenden Knnstschätze aller Art vor allem Ge- rnaroe, TapnSerien,^Lckulpturen und Möbel, dazu die kostbaren Vom--?nftcn und Biäher unter der Lewing bernseuer Sach- ^?Xan,drger gerettet und in Sicherheit gebracht worden. 'SGZKlbi'Vn in den m und Sinter der Front gelegenen Orten ge- stye^u. die .ent den französischen und englischen Granaten aus- gdt und. LSv nird aus St. Quentin, das jetzt mit der großen unicks^kslo'igbNt -von den Gegnern beßHossen wird, die Schatze des Mnsee Lecnver, vor allem die unvergleichlichen Cammlu 'gen von Pastellen von Quenten de la Tour imd alle ^rvar rogerw-en Drup.verte des städtischen Museums abgeführt worde.i. wrlwew) Mpn: rie Granaten aus die Stadt sielim, Aben Mrs der Hemmt herbeigerufene Techniker die wundervollen ^lasgcmalde der Kathedrale geborgen.

£ ,s ^ tznst gefährdeten ch«r durck^ den Feind rrgendlme bedrohten Lotadteir an dec ganzen französischen Front L/^^lMsger Arbeit, der wertvollste Inhalt au Museen und ÄÄlwt^km mtt Unterstützung der smnzösi scheu Behörden ge- M ch e r 1 ^worden. Au Z emer ( großen Zahl ber jetzt aufoegebenen

StLEJ?? 11 ,u r tJ> mit unendlicher Mühe die kun:>

g^cM chtnu) wudngsien -vchan« heransgeiwmm-en und nach rückwärts gcwra-^ wvrdcn, wo die Eigentümer noch? anw^md waren, auf **%£ ^ unkergegangenen oder dem Untergang ge-

wch YvG sorgsam und eingehend aufgenommen SSn :mi w^nrgitenS der Wlssenschast Mi erhalten. Die ver,'ch^eue-n weiter zurückliegenden sran- Josrschcvl be.mrkt worden, nw die Kunstwerke eine sach-

^urch Fxr-i-le"te finden. Nur an der fchmn.en otgrrngM>?u ,e^out, wo kein iccurnetcx Ort

:^icr ber Gefahyone lag, sind die ge- kmnzönsche Grenze vorläufig nach g 11 -.. t ie samten wurgeirmden SicherungS^ v ?? >ec deutschen Heeresleitung ange- a T 1 .'Sri ^urcl^gen.hrt -nwrden, um diese Werke dauernd der Äuustgeschcchte und Kultur zu erhalten.

Es war von Answrg an deutlich erkennbar, daß beide Parteien zu ecner Eunguug zu kommen wchrschten. Die Mitglieder der Negierung erstatteten einen ausfichrlichkn Bericht Wer die Lage uich rerstAen nicht, den Ernst der Lage zu verheimlichen. Lwow ^Llirte, mir Jtcgtenmo lei bereit, zugunsten anderer Männer, die «5°^ . m r 7r Unterstützung finden würden, zurückzutreten. Der Ktaegsmimsder Gutschkow erstattete Bericht über die Ber- halmisse an der Front und sagte, die Lage an der Front I c l cm st. Der Zustand der Armee gebe im Augenblick Anlaß zu großer Besorgnis. Es seien sofortige Maßregeln zur Wieder- herslellunb der Marrneszucht und zur Auffrischung der Stim­mung nokwendrg. Die Lage sei zwar nicht hoffnungslos, aber wenn 5? Mrge Zustand andauere, könne er schlimme Folgen haben, ^.re Masse des Volkes denke zu leickstfertig über das Friedensgerede. 'Sic Glaube, daß man den Frieden einfach durch Niederlegmig der ÖtooK. GMschkow erklärte schließlich, daß er Eroberungen strebe, und daß die Annexionsideen augen- blrckirch bei nunnMldem Anklang fänden.

Lenin verschwunden?

Stockhvlm, 9. Mai. (B. T.) WieSvenska Daa- bladell aus Petersburg berichtet, ist Lenin seit zwei Tagen spurlos verschwunden.

lin, 9. Mai. Nach Meldungen verschiedener Blätter hatte dce Absttmmimg im Petersburger Arbeiter- und Soldaten- rate iwer diie BetÄligung an der Freiheitsajnleihe eine M e h r y e r t s u r L e n i n ergeben, dessen 9lnhänger in ihren Reden me Lotzmg verkstndeten: Nieder mit dem Krieg und der bürgerlich- oapckaÄwsthen Ordmmg! Keine Kopeke für Miljukow!

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Die Stockholmer Konferenz.

Berlin, 9. Mai. Zur Stockholmer internatio- n a len Konferenz os^egiert die Geueralkonrmission der Gewerkschaften Deutschlands die Genossen Legien, Baur und^ send ach. Bom svzialdemokratischen Parteivor- ftano )?nrd imVorwärts" geschrieben, daß im Lande Ge- rrcchte verbreitet ioerden, die Partei habe auf die Regie­rung eingewirkt, damit den Vertredemt der Unabhängigen keine Pässe zur Reise nach Stockholm ausgestellt.würden. Selbstverstöttdlich handle es sich um ein Märchen.

In derGermmria" heißt es: Die Storkl-olmer Kon ferenz soll gleichmäßig der Wiederbelebung der Fnternütio- nale und der Beendigung des Weltkrieges' dienen. Bis zum ^ artTT die Kriegslage entschiedener gestattet haben. Vdutmastmrgen über Ergebnisse und Erfolg der Kon ferenz seven verfrüht.

^)e in verschiedenen Blättern gemeldet wird, soll die sranzö.ijä^ Abordnung bei der Stockholmer Konferenz die elsaß-lotchriugrsche Frage aufrollen und den Man einer Lw.ksabittmiinnig der Elsaß-Lothringer franz-ösischer Ab .un ft über ihre staatliche Zugehörig reit in den Vordergrund

im Joniscklen Meer der i r a! i e n i sch e D r u p y e n r r a n s - vortdampferPerseo <3935 Brurwregi .ercoml?n) mit SoDster: des 61. Regiments, der aus eiue.'n durch Ze>'id-rer gesicherten Geleitzug heruusgrschossen wurde.

Der Chef des -ldmiralftabs der Marine.

Wieder über M) 000 Tonnen versenkt.

Berlin, 8.Mai. (WTV. Amtlich.) Im Mittel- er nnd 12 Dampfer und 2 Segler mit über dO 0 00 Tonnen neu versenkt worden, darunteri ^ 3. April der bewaffnete englische DampferArdgask" (4049 Tonnen), mit Stückgütern von England nach Frank­reich; am 4. April der bewaffnete engllsche Dampfer ,,Park- ö , 7 f $232 Tonnen) und ein unbekannter, ticfbeladerrer cngllfcher Dampfer derCity"-Klasse von ettva 7600 Ton­nen-, am 6. April der bewaffnete englische DampferMap- lewood (3239 Tomwn), mit (Ziscnerz von Tunis nach Errtz^. land^ am 8. April der italienische DampferAlba" (1639) Tonnen), mit Kohlen ftir Italien: am 10. April der bewaffn ncte französische DampferEsterel" (2574 Tonnen) mit Baumwolle; am 11. April der betvaff'.rete englftche Dampfer' ''Mrthfa" (3014 Tonnen), mit 3850 Tonnen Hafer und ^000 Hektoliter Löein von Orsan nach Saloniki im Dienste

Die Nesoiniisn in Nußlans.

Die ->udgebi!uqe,7 in Petersburg.

8 m (®m) Nach dent^-»«lwe Rr^> ^ b^urant^ berici»-/t. der «etersbur»er Beäckt- Telegraph" vom 4. Mm:

E, TD da-,, u n !, o v am DmmerStaz nachmitta« vor nA dieVtetfdwimeiKM einem Re.

MNNIMen Regwmrtz an. Die Sollten trugen £Ü Mt-~ rt: "-«*'? »ut Milmkom! Weg mit dm Er.

kamen dazu, bis «ngefShr 15 000 iS Fahnm und Llakatm zuiammmgeströmt ivarn,. Es

^ für dir Regiemna einqeleittt.

(Teilenliier kehr feindlich »«. -'lt Mllinkow die gemeldete An- uut grobem TE «tfgmoinmm morde. r^mjunttrai ^tutir,« der Nacht wurde die Sturemreng der Menge r ^ Reg^mrg. An Unterredungen mit den Omzieven verbuchten E Personen aus dem Pu- vltk'.lm, iauszufrnden, !vas die Soldaten zu ihrem Auftreten l5 ? b x' XIC /N-agw bllebeir meistens uubeautiwrtet Etuig-e Ene zusammen^rufen nmrden, an-

Der«, daß fu auf Befehl haildelten. sclstenen der Meinung zu m Negierm'.g nichts tverter m tun habe.0 als ... geben, un i[ Deutschland ftc

^ V?- ! r c l 'cV 1 ?** fmTn - f Fabriken nahmen die Arbeiter &tttiö>iic;jim<teji an, worm sie die Regicrmra vcr- daß di« Negierungsgewalt einem Aus- ^ Arbeiter- und Soldatenvertrebern übertragen lverden wllte. Aufzuge von Arberterrr begaben sich am Albend mit Pla- ^-u ans deneil Tncr.ibctz Losungswort der extremsten Elements- md ? on^uma. Bald darauf trat ein großer Umzug NämÄW berNogu-nma ein in dem sich viel-SolbutmW Woft^mskiMegime-.U.- os-and-::. Di« beiden Grut'pen der Kund- ^ lenxK ,. grügen srievlich auseinander.

fccr ^ c1 ^ Berichterstatter: Der gestrige ^ M *? ie c!: c ' cm grv tzen Tag der Revolution M ' A ' nX <urs NewSkyprospekl und in andren ^onnnen. lintHrutomebile, gedrängt voll Dor 1X1,00:1 rrelbo^ vurch bic Straßen. Tausende von Mani- 'üS^ unt> Blakaten, wobei jede Schal

d-r Mmg« jum Ausdruck Zn.

rty^ ( hc Stadl IN ?,.mn Lager geteilt zu stin' An- T r _^ Die gebildeten Greife ivaw 2 h ^.:. ???? : ^r.? rb ^ 1rr J'N Lailfr des TagO

kOt* ^ ^ n .^ inc > cr Neuerung, so daß ihre Gcancr

sich am syaLeu Nanmuwag nicht mehr aus dem NewSkvtTrojpekl -«peu Ernten. Du- Kns« rvniber. Die blEibt^ Die F-Ührer des Arbeiter- und Soldatenaussckusses bK Lage gerettet. Ohne sie wäre die Änmfl Ä?Jnf

^E^cidlLü

S»Ä SÄT * ***« **** i«

a ^ ä Dcn<m ? E nememfatne Be- des ausführeiiden Aus-

)Omm «S Ar-eitev- und Soldatenrats und des Dumaausschusses.

Amerikas KriegöLetLuahme.

Rotterdam, 9. Mai. (B. T.) DerN. Rott. Cour, metdet mrs Laudon, wre verlautet, habe Wilson Rooscvelts Angebot angenommen, unverzüglich amernkMüsche Truppen nach Frankreich zu bringen.

Genf, 9.^Mai. (B. D.) DerNewyvrk Herald" glaubt zu wftscn, dag) der Oberbefehl über die nach Europa zu entseudetlder^ Streitkräfte dem Ge?teralmajvr Franklin Bell anvertraut werde.

England ats Schuldner Arnerikas.

^ Washington, 8 Mai. (WTB. Mchtamtlich) Reuter Meldung. Dre Regierung hat beschlossen, England 1 OOMill Dollar zu lechen, um ftiue Bedürfnisse in den Vereinig­ten Staaten tm Mai zu decken. Die zweite Abschlagszahlung Millionen Dollar ist gestern der englischen Bot­schaft übermittelt worden.

Die Umgcftaltung des britischen AdmiralstobeS.

Amsterdam, 8. Mai.Al aemeeu Haubelsblad" mell det aus London: Man glairbt, daß Admiral Jellicoe au dre ^pche des iwuen Stabos der Admiralität treten wird Er wird sich ausschließlich politischen und strategischen Fra­gen widmen und von alten administrativ«!k Ausgaben befreit lern. Ern Drrector of operation und ein Drreetor os rntelli- gence werden ihm zur Seite stehen. Der letztere wird die Befehle ^ellleoes arrszuarbeiten haben, und drei Offiziere werden dre Leiter des Stabes sein, auf denen die nmiste Verantwortung ruht. Außerdem sollen noch Direktoren für derl Bau von .Kriegsschifseit, von Transportschiffen und für dre U-Boote errurrrnt lr>erden.

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Frankreichs Radikale.

Genf, 9. Mai. (L. A) Der in Bordeaux abgehallene Kongreß der Radikalen Frankreichs nahm einen gegen die Regierung gerrchteten Beschlußantrag an, der nebst an­deren Fehlern der Eutenteregierungen das Verhallen gegen Grrecyenland scharf bemängell.

Ter Reichskanzler und Graf Czernin.

Wien 8. Mai. lWTB.) Der deutsch« Reichskanzler an den k, mrd t. Münster des Aerißern Grafen Czernin am d. Mar folgerrdes Telegramm:

-Soeben terlt mir Prinz Hoheirlohe mit, daß Kaiser Karl Eurer Exzelteuz den Stefausorden verliehen hat. Es ist mir ein ausrrchttges BÄrürfnis, Ihnen, verehrter Graf, zu dieser hohen O ki'ohlverdrenteu Auszeichnung meinen herzlichsten Glücklmmsch auszusprechen, ^zch begrütze diesen neuen Vertrauensbeweis Fbres a'.lergnadrgsten Herrn um so lebhafter, als er dein Leiter der aus­wärtigen Politik, der eng verbündeter! und befreundeten Donau- nMnarchre gilt mit brn in dieser ernsten Zeit in vollstem E i n - v er st andnis zu arbe i t e n , und zum gern ein schchflichen Wvbl unserer Lander, wirken zu Wirren, mir in politischer und mensch- ttcher >>mna)t stets zu beiondcrer Freude gereichen wird "

Voraus antwortete Gras Czernin l-ente mit 'folgender Depesche:

Wullen Eure Exz-ellenz meinen l-erzlichsten Dank für ihren ireusndiichen GlüclwuNich ent gegen nehmen. Das enge Bündnis usst dem Den Ischen, Reiche ist das Fundament der Politik Oester'- rdd)iU![(?arn5. D< es mir in der kurzen Zeit meines bischerigen Wirkens vergönnt loar, Eurer Exzellenz auch persönlich nähertreteic zii konueu, wir.) mir stets eine wahre Genugtuung bleiben. Wenn rm Bündnis wie jenes, das Oesterreich Ungani mit Deutschland 'rvbintet, auch ooti^beu persönlichen Beziehungen einzelner unab- i)nugig rst so sichert das gegenseitige Vertrauen drnmoch um so fester ws vollste Ern vernehmen bei der gemeinsamen Arbeit m dieser ernsten aber großen Zeit."

Seefrfeg.

Drei TruppelktranSportdamp^er vcrse?;ki.

Berlin, 8. Mai. (MTB. Amtlich.) Nack neu ein- getroffenen Meldungen uigrden wieder drei ieindlickn.'

T r u p p e n t r a n 6 p o r t d a nl p f'' r v e r f e n l t. und xw.at

am 5. April östlich Malta ein vollbesetzter, durch zwei ltalienrnhe ZerDrer gesicherter Trnppentransport- dampfer von etwa 1 0 000 B rutto registe rtou = neu mit Kurs nach Aegypten: am 20. April westlich l'ftbr'l tar ern englischer arau bemalte ' TrunpentranSportdamufer von etwa 12 000Tonnen mit östlichem Kurs; am 4. Mai

trausp^r-dampftrArmöian" (8939 Tonnen) im Asgäi. mtn Meer, der wenige Atinnten nach dem Torpedotrcffer )ant und einen großen Teil der Truppen mit in die Tiefe riß.

Der Chef des Admiralstabs der Marine. U-Booterfokge im Atlantischen Ozean.

Berlin, 9. Mai. Amtlickl. Nene U-Boots­erfolge nn A tlanti schen Ozean : 2 7 0 00 B rut to­reg r ft e r t o n n e n, darunter u. a. die vewaffnetnr eng­lischen Dampfer Rio Lages mit 6000 Tonnen Zucket nach England mrd Troiüts (7562 Tonnen), mit Stückgut von Enzland. der englische Dampfer öesperides (3393 Tonrwr). mrt Fleisch nach England, ferner zwei unbekannte englische Dampfer, beide mit Kurs nach England.

Der Chef des AdmiralstabS der Marine.

Die Verluste der norwegischen Handelsflotte»

K o P enh tttz e u , 8. Mai. (WTB.)National Tidende^ meldet aus Kristiania: Die norwegische .Handels­flotte hat im April 7 2 Sch iffe verloren. Bei An­rechnung des Zuganges von 22 Schiffen ermäßigt sich der tatsächliche Verlust auf 50 Schiffe mit zusammen 98531 Tonnen.

Schlietznng französischer Häsen.

Rotterdam, 8. Mai. (WTB.) Die Häfen von Le Havre und Dünkirchen sind lvegen Minengefahr gesperrt.

Dre Minengefahr der U-Boote hat zur Schließung der englischen Häsen Liverpool und Belfast geführt. Jnwlge dies er M inenge fahr ist nun auch Frankreich in Le Havre und ^unkircheu abgesperrt uud versiegelt. Die französische Küste, besitzt am Kanal nur zwei Großhäfen: Le Havre und Chor oourg, und zsvei Mittelhäfen: Calais und B-oUlogne. Die bei» ben feteuen sind durch die Nähe des Kriegsschauplatzes und durch dre englische Festnistung beeinträchtigt. Cherbourg hat: so gut wie gar keine Handelsbeziehuugeu zu seiner Umgebung. Le .Havre war alw bisher so eigentlich der einzige wirt- ickwftliche Lebensnerv für Paris und für die Kriegführung in Nord srankreich. Marseille, dessen Hafen allein Le Havre über- trifft, liegt am Mittelmeer und ist zu weit entfemtt, um Er- latz bieten zu können. Durch Le Havre vollzog fick bisher mehr als ein Drittel der gesamlen ftanzösischen Einfuhr. An der englischen Küste gibt es kein Ctegenstück zu Le Havre. Die Firma Schneider besitzt bekanntlicki neben Creusot noch be­sonders in Le Havre ganz gewaltige Werke. Ein Teil des sranzösi;chen Krupps ist also von der amerikanischen Roh- stoffzusuhr abgeschnitten. Die großen Schiffswerften liegen brach. Die Einfuhr von Gefrierfleisch aus Südamerika, von Zucker aus Javw und Kuba, von allen möglichen Lebens­mitteln, die Paris und die Front bitter nötig brauchen, ist unterbunden.

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Kopenhagen, 8. Mai. (WTB. MchttmrMch.) Das >ämsche Ministerium des Aoußerii gibt bekannt, daß der dänische DampferOdense", auf der Reise von Südwest- aftika nach Däiiemavk über Euglaiid mit einer Ladung Erd- nüssen, in der Nordsee versenkt worden ist. Ferrrer wurDe der DreimastschonerH eeg a", aus der Fahrt won Eng­land nach Dänemark mtt eineL Kohlenladimg, in der dlordsee versenkt.

Dmuiden, 8. Mai. (WTB.) Meldung der )teder- landsch Telegram Agentschap. Die Vlaardiuger Fisch­dampferMartha Maria" undPrinz Hendrik der Ne der landen" wurden in den Grund ge- choss e n.

Rur dem verfasssingsaurschAtz des Reichstags.

Berlin, 8. Mai. (WTB.) Der Verfassunqsausschuß! des Reck)stages hat einstimmig die ZLbänderung des Artikels 28 der Rrick>sVerfassung beschlossen dahin: Der Reichstag beschließt nach absoluter Stimmenmehrheit der M>slimm enden, vorbehaltlich der Ausnahmen, die durch die Geschäftsordnung für die vom Reichstag vcrzunehmenden Wahlen zu bestimmen sind. Der Ansschuß wandte sich dann der beantragten Ergänzung zu Artü'el 30 zu, die daZ Recht der Z e u g n i s v e r w e i g e r u n g für Mgeordnete in Aus­übung ihres Berufes festlegen soll. Zu der Frage des Rechtes der Zeu gnisVerweigerung (Artikel 30) stellte der Ministerialdirektor Le­wa! d zur Erwägung, da die große Mehrheit des Ausschusses eine derartige Bestimmuirg wünsch« und andererseits! die i>erbündeten Regierungen 1911 einen durchaus gegensätzlichen Standwlnkt ein- genommen haben, ob sich mcht eine Brücke zur Verständigung lmuen ließe dadurch, daß man eine Bestimmung treffe, wonach das Zeug- nisz wangsverfahren gegeri Abgeordnete nur mit Genehmignng des. R«ick>stages zulässig sei. Der Ausschuß beschloß irrdessen gegen die Stimmen der .konservativ eu und des Mitgliedes der Den ticken Fraktion, das Recht der Zeugmsverweigernng für die Abgeordneten in Ausübung ihres Beruies in Artikel 30 festzulegen.

Berlin, 8. Mm. (WTB. Nickstcrmtl.) Der Verfassungs- a n ss chus; des Reichstags nafatt ferner nachstebende Mmcherunff des Artikels 31 der Reichs 'Verfassung an: Die .gleiche Genehmigimgl ist bei jeder anderen Art die Ansübimg des Abgeordnetenheruses b.-eiuttächtigenden Beschränkung der persönlichen Freiheit erforder­lich. Ans 'Perlangen des Reichstags wird jedes Strafverfahren gegen ein Mitglied desselben, jede Haft oder sonstige Beschränkimg der persönlichen Freiheit für d'.e Dauer der Sitzun-speriode aufgehoben. Darauf trat der Berfasstmgsaus schuß in di« Beratung der Ab- ändenmgsantröge betreff end das Rerchstags Wahlrecht und die Verhältniswahl ein. Dem Ausschiß liegen lsterzu fol­gende Anträge vor:

1 ein Ltntrag Tr. David, .Heine, Hofchann (Kaiserslautern), Landsberg, Schidemaun ivii) Ullrich auf Vorlage von Gesetzent- cntwürsen a) betressend die Abänderung des Artikels 20 Ms 1 der Reichsversassmig: Der Neick>stag geht aus allgemeinen, glet- ,1"M, direkten nach dem VerhAftnsnEsv.'iem vorzunehmerrdeu Wahlen imt geheimer Mstinrulwig. au der all« über 20 Jahre allen Reichsaiigehörigen ohne Unterschied des GcschechLS teiLnetzluen. bv>