Ausgabe 
5.4.1917 Zweites Blatt
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Fleischverbrauchsregelung.

Im Anschluß an die FlcischverbrouchsregelunF vom 28. März 1917 wird weiter folgendes bestimmt:

8 1.

Auf Fleischmarken, die nicht von der Stadt Gießert ansgegeben sind, können Fleisch und Fleischwaren imr bezogen werden, ^nachdenl die Marten dem Stadt. Lehens- inittelamt (Fleischstelle) zur Abstempelung vorgelegt iwor- den sind. , . ^

Bei der Abstempel'.nlg der Marten wird leweu* bekannt gegeben, bei welchem Metzger und zu welchen Zeiten die Abgabe von Fleisch auf diese Marten erfolgt.

§ 2 .

Personen, welche die für die lausende Woche geltenden Fleischmarken bei einem Metzger abgeliefert l-abui und im Laufe der Woche auf Reisen gelten wollen, können Flcischmarken, die für die nächste Woche Gültigkeit be­sitzen, gegen die entsprechende Anzahl für dre lausende Woche gültiger Marken auf dein Städt. Lebensmittel amt (Fleischstelle) ilmtauschen. -^36

8 3.

Tiefe Besftmnulugen treten sofort in Kraft.

Gießen, den 4. April 1917.

Ter Oberbürgermeister: Keller. _

Perteilung von Kunsthonig.

Ter Stadt Gießen sind Kunsthonig und Syrup zur Verteilung tiberwiesen worden. Es ivird daher folgendes bestimmt: , . .

1. Wer Kullstihouig oder Syrup beziehen will, hat den vezugsabschnitt 5 der Lebensmittelkarte von Dienstag, den 10. April bis Donnerstag, den 12. Apn! 191Z in einem Kleinhandelsgefchäft der Stadt Gießen, gegen Aushändigung einer Auslveiskarte, ans der me Firnla des Geschäfts und die Zahl der abgelieserten Ab­schnitte angegeben ffatb, abzugeben. Wer in dem m>rge­nannten Terniin deii Bezilgsabschnitt 3 m.cht abgibt, kann bei der Verteilung iricht berücksichtigt werden. Die Au^weiskarten können von deii Kleinhandelsgefchäften anr Samstag, dem 7. April 1917, aus dem Städt. Lebensmittclamt in Empfang genommen lverden.

2 Tie Küinhandelsgcschäfte l-aben die Abschnitte aus Bogen aufzukleben imd mit einer Aufstellung ülwr die Gesamtzahl der vereinnahmten Abschnitte am 13. Achrrl 19 17 dem Dtädt. Lebensinittelamt zur PrüflMg ernzu- reicben. , .

Tie ein gereichten Abschnitte ^dienen als Grundlage s'lir die Zuteilung an die Kleinhandelsgeschäfte: sie er­halten Bezugsscheine znni^Bezug der erforderlicl-en Waren von Großhändlern dar Stadt Gießen.

3 Tie Menge an Kunsthonig oder Syrup, die aus reden Abschnitt entfällt s o w ie der Beginn der Ausgabe werde mied) bekannt gegeben. 27636

Gießen, den 4. April 1917.

Der Oberbürgermeister: Keller._

Bcßsiidsailfnahmt Der Eemüse-Koitsme!!.

Um eine gleichmäßige Verteilung der im Handel be­findlichen Gemüse-Konserven unter die Bevölkerung zu ermöglichen, nnrd auf Veranlassung des Kriegs- ernährungsamtes angeordnet, daß alle im Besitz tvn Gemüse-Konserven befindlichen Groß- und KleiNhaiidter der Stadt Gießen bis spätestens 12. d. Mts. ihren Bestand an Gcmüse-Konserveii unter Angabe des Inhalts und Gewichts scl/riftlich dem Städt. Lebensmittelamt an- zeigen. Unrichtige und ungenaue Angaben werden ver-

angezeigten Vorräte werden den 5MLlern be­lassen. Tie näheren Bestimviungeii über die Abgabe an die Bevölkerung werden noch bekmmt gegeben. s/blts Gießen, den 4. April 1917.

Der Oberbürgermeister : Keller. _

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