tTnmn oet rufapeit, die sich sehr grit geschlagen hätten, gab der ^^eg^unnrster der vollen Zläersrcht Ausdruck, daß die ^ sfiNl,,ve Der vereinigten Feinde ihr Ziel nicht erreichen werde, wahrend unsere Sache gut stehe.
Aus -cm Reichs.
D<r Luk?r»rdl'ittlich« txÄischc Lung'ng
ervjfatct wurde, beschloß, zu versuchen, ocr tmid, ocrt jerieg c.-.tiiaitbcitai wirtschastlick>en Bedrängnis vieler Mittelstandes durch Hilsslassen abtzuhelsen. L^--5.EE?nwe,l Lauen werden gleichmäßig zivisklien Staat und ^ Staatsnütttl tu Höhe von 1 Million Mark
Dein Srncg&rrcbit entnommen werden.
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Berlin, 23. April. (WTB. Nichtamtlich.) Heute hielt der Be rer n deutscher W e r k z e u g m a sch i n e n fa- m r . c ' € ™ c diesjährige Hauptversammlung im !tr? in t ! !U \ ri i!^ Hr .3^0cnicure ab. Unter den zahlreichen Gasten vefanden sich die Spitzen nahezu aller Behörden, u. a. Vertreter des preußischen und des sächsischen Kriegsmini- stertums, der Direktor des technischen Stabes Dr. Sorge, und viele andere mehr. Eine hervorragende Bedeutung erhielt die Hauptversammlung durch den Vortrag des zlveften Vorsitzen- den Professor Dr. ing. Schlesinger über „Neue Ergebnisse init Ersatzsto,sen . An den gelchäftlict)en Teil schloß sich etti Hssen iin Hotel Adlon. Aus dem Jahresbericht der Gt-schaNssührung ist l-ervorzuhcben: Der Verein, der jetzt lamtliche Werkzeugmaschinenfabriken Deutschlands umfaßt, neht unter s^r Leitung des Generalsekretärs Dr. Negbaur. ^)re deutsche Werkzeugmaschiuenindustrie zeigte sich den An- \= 1De ^ c ^ e ungeheuere Verbrauch an Munition e Altung des allgemeinen Heeresbedarfs stellten, durchaus gewachsen. Die Beschäftigung war im Berichtsjahr durchaus rege. Vielfach mußte mit Doppelschichten gearbeitet werden. Die Behörden haben mit Vertrauen und gutem Erftilg den Verein zur Mitarbeit herangezogen. Die Hauptversammlung war von Mitgliedern außerordentlich stark besucht.
Berlin, 24. April. (WTB. Mchtamtlich.) Der „Reichs- anzeiger" enthält eine Bekanntmachung über die Höchstpreise für Häcksel mrd eine Berordnurrg ^ur Abänderung der Verordnung über Oelfrüchte und die daraus gewoMienen Produkte.
m Gera. 24. April. (WTB.) Auf Schloß Öfterstem, der Residenz des regierenden Fürsten von Reuß j. L., hat die BermählungderPrinzessiuFeodoravonReuß 1- L. mit dem verzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg-Schwerin stattgefunden. Anwesend waren der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin, die Herzöge von Sachsen-Allenbnrg und Sachsen-Meiningen und Prinz Heinrich der Niederlande, der Gemahl der Königin von Holland und Bruder des Bräutigams.
Aus Stadt und £att$.
Gießen, 26. April 1917.
Lebensmittel.
** Fleischsonderzulage. Eine Bekanntmachung des Oberbürgerm nte'rs in unserem l)euttgen Blatte behandelt die Versorgung der Fleischselbstversorger.
. ** Tie Ausgabe der Brot karten und Milchkarten wtdet Samstag, den 28. April 1917, in den Kattenausgabeftellen fault.
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** Amtliche Perfonalnachrichten. Der Groß- ch« Tj,og hat am 21. April d. Js. dem zweiten Pfarrer Heinrich Becker zu Alzey die erste evangelische Pfarrstelle daselbst über- tragen. — Ernannt Wurden am 21. April der Akttwriatsassistent bei dem Amtsgericht Seligenstadt Ludwig Büttel mm Aktuarivt sas'isienten bei dem Amtsgericht Tarmstadl II, der Ge- 'richtsschreiber-Aspirant Karl Die hl in Langen zum Aktuariats- assistenten bei dem Amtsgericht in Seligenstadt, beide mit Wirkung vom 1. Mai 1917, dem FeL schützen Georg Uhrig zu Oppenheim wurde das Mgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. — Der Großherzvg hat am 4 . April b. Js. hart Bol/nhossvorsteher Wilhelm Weis zu Sprendlingen, Kreis Offenbach, der: Gütervorstehern Ernst D ö r n e r zu Frankfurt ja. M., Theodor Grü newald zu GoSlar, Konvad Haub zu Schönrngar, Goo^ Straub zu Neuhaldensleben, den Bahnmeistern J«ni Eigelsheimer zu Langendreer, Karl Sargk zu Seligenstadt, Georg Schmidt zu Mannheim-Käsertal, Philipp 'Wasenmüller zu Reinpeim i.O., dem technischen Bnrcau- assistenten Georg G rasch zn Wiesbaden, den Eisenkxchnassistenten Wrkhelm Götz zu Biblis, Jakob Großhaus zu Gau-Algesheim, Adolf Kern zu Guntersblum, Frstz Kupfer zu Stockstadt a. M., Friedrich Mayer und Max Schattenberg zu Darmstadt, Friedrich Back zu Dingen imd dem Eisenbahnassistent sBahn- hofsverwalter) Karl Simon II. zu Rhens. _m 3. April den Lokomotivführern Karl Hammel zu Gießen und Karl C o r f e i m Bebra, dem Zugführer Wilhelm Jünger zu Gießen, dem Eiienbolm-Ilntevassistenden Karl Krämer zu Alsfeld, dem Weiazen stellet: 1. Kl. Heinrich Krämer zu Goldslein und dem Bahnhossauffeher Heinrich Setbert zu Weckesheim und am 4. April den Lokotnotivftchoern ?ldam Gärtner zu Weinheim, Vhklipp Heiner, Jakob Merz, Jakob Schmitt und Jakob Weber I. zu Worms, Edmund Oetzel zu Frankfurt a. M., dem Schifssmaslhinisten Fvcmz Heß zu Bingerbrück, den Maschinisten. Wckhelm Bischaff zu Worms und Franz Kratz zu Darmstaüt, den Zugführern Adam Bauer, Michael Bickel, Sebastian Frank und Ludnüg Valz zu Darmstadt, Karl Den gl er und Adam S ch ä fe r zu Frankfurt a. M„ Ludwig.E r ö ß m a n n .Wilhelm Ho ff mann, Peter Rudolf und Max Walker zu Mannheim, Georg I e ckel, Georg Lösch imd Philipp S chr v d t zu Wornes, Heirich Mill, Leonhcrrd Reeg und Philipp Nvus- selat zu Mainz. Wil'helrn Will zu Bingerbrück, den Werk- ftkhvern Konrad Feldmann zn Krcmichstein, Wilhelm Schmitt fit Mainz intb Max Schneider zu Mannheim-Waldhaf, den Rangiermeistern Ludwig En gross zu Mainz, Plstlipp Haar zu Gnstavsbnrg und Friedrich Schäfer ztl Bingen, dem Lademeister Ludwig Reineck zu .Kranichstein, den Eisenbahnnntcr- assrftenten Heinrich Bernd zu Goddelan-Erfclden, Ernst Ebe rt zu Worms, Georg .Hel fr ich zu Mannheim-Waldhof. Wilhelm Komba zu Lampertheim, Wilhelm Krebs zu Mainz (H.), Adam Müller zu Bürstadt, Milipp Raiß zu Msheim und Heinrich Win gen selb zn Hvidesheim, den Weichenstellern 1. .U. Peter Appel zu Mainz-9Ronchach, Rudolf Müller zu Worms und Adam Werte zu Bachcrrach und demBalw Hofsaufseher Lud- zu Miein-Dürkl-erm, sämtlich in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft, die unAmdbare Anstellung verliehen.
** Auszeichnung. Dem Hilfsfch«tzmann Luh wurde für Festnahme eines Kriegsgefanrerren ente Ghren-Urkimde verliehen
** Sein 25jäyriges Arbeitsjttbiläum bei der Firma Heyttgenstaedt & Co. begeht heute Franz Otto, Kaiser-- Allee 40
** Jungwehr. Mittwoch, 25. Apwil, Antreten.' 8V* Ahr. Komp. 620. 1. Abtlg. Gymtlasinm, 2. Abtlg. Öber-
Realfchule.
L. U. Borlesuntzen über Ku n st wis son s ch a ft an der IIniUetfität. Professor Dr. Hamann liest im laufenden S^,nnersetn«stzer: Hessijckw K,nrstsMttn (Marburg, Bedl-g. Frirdbeiy. Schatten, ^«dinpeitf Donno^tags von B \Vqt und Antike Vasen- und Waitdmalerei, nach Verabredung.
** Der Luf 1 dicitst erfordert für gewisse Zwecke das Hoch-
lasseit emer größere» AnzaW von Ballons. Durch Sturm oder
andere äußere Ernwirkungcar kcam es vorkoimrteit, daß Ballons sich lohoeißen und nichergehen. Ter Finder eines solchen Ballons tvird gaoaten, dvssen rntt größter Sorgfalt zu behandevl mvd zu bergen und der nächsten Polizeibehörde oder dem stellv. Generalkommando in Frankfurt sofort Mitteilung zu machen. Eine genaue Anweisung, die unbedingt gelesen werden muß, befandet sich deutlich sickiitbar in einer fleinen Tasche des Ballons. Für einwmidfreiei Vlbfaefenntg wird eine entsprechende Geldbelohirung gewährt. Mut- wMge BiLchchiMln« oder Bcrmckimg des Ballonstoffes wird nach den bestshW»cheii y»ch»tzcnc streng bsstraft.
** Jugendliche Hilfskräfte für die Landwirtschaft. D« Großherzogliclie Zenttalstelle für die Gewerbe ioendet sich mit entern Aufruf an die Schulleiter der gewerblichen Unter- rickftsanstalten, in dem es heißt: Trotz weitgehender Einziehung zum .Heeresdienst ist die Anzahl per auf hohen und mittleren landwirt- schaftkichei^ und techrnschen Lehranstalten Studiecenven auch heute noch verhältirisrnä^i groß. Die Arbeitskraft dieser zum großen Teil praktisch vorgebüdeten jungen Leute sollte nach Möglichkeit für die Lmünvirtschüft perfügbcft geinacbt werden, indem sie entweder den Betriebsertern als Assistenten beigegeben oder füt besondere, pra?tisck-e und theoretische Borbildung erfordernde Mbciten, wie z. B. Bedienung lanÄPirtschaftlicher Maschinen verwaiwi werden. Die Studierenden der techi^shen Hochschulen und Lehranstalten, die zumeist bereits einige maschinelle Praxis besitzen dürftet!, könnten in landwirtschaftlichen BelriÄ»en eine ungemein wichtige 2lusgabe erfüllen, indem sie zur Bedienung landwirtschaftlicher Maschinen, deren Bedeutung bei der fcufagen WirtschasMage gewalttg gestiegen ist, Ijeaairgcss**»! wepden. NmnenÄÄh am Motor- und Larnpfpflug lwrrt dieser «ine tchchripe Tätigßeit. Die Kennttrisse der
jugendlichen Mcrschinenknndigen, die gegebenenfalls durch Sonderkur sc noch besonders auf ihre Aufgabe Vorzuber eiten waren, würden auch bei Ausführung von Jnstandstellungsarbeiten bereits stark abgenutzter landwirtschaftlicher Maschinen wertvoll sein. Diese An- vegung ist nicht in dem Sinne zu verstehen, als ob eine Schließung der Hochschulen und Lehva»st»lpm herbLigefübrt werden solle, deren Betriatz aus prakt^üen Gründen zwrcßs Erkaltung der Wissenschaft-' lichert F«rschsttätigG»i1 wie auch im Interesse der zahlreichen studierenden Kriegsbeschädigten aufrecht erl)alten werden muß: sie be- zrveckt vielmehr lediglich die Hermrftehung der in der Landivirt- >ck)ast vertvcrnkl>aren Studierenden auf dem Wege der sreitoilligcn Rtekdu-M in Uebereinstimmung mit den Bestimmungen des Zivildienst pflrchtoesetzoS.
** Eine Versammlung des Kreis-Obst- und Gartenbauvereins Gießen fand am Sonntag, den 22. d. Mts. im Hotel Hirsch in Grünberg statt. Sie war gut besucht. KreiSobstbautechmker Heberer -Heuchelheim hielt einen zeitgemäßen Bootvag über das Pflanzen von Kriegsvb st bäumen und ihre Pflege. Nach dem Vorttag, der mit großem Beifall von den Anwesenden ausgenommen wurde, fand, nach einer regen Aussprache über Fachsragen, noch eine Gratis Verlosung von Ovstbäunren, Zwerg ob st, Beeren sttäucksern und anderen sehr brauckp- baren Gegenständen statt, die ntlscmein freudige Aufnahme fand. Ter Redner fübtte in seinen TarlcUiargen etwa das Folgende aus: Tie Zeit lege dem Volke eben große Entbehrungen aus, die mit Rühe, Zuftiedenheit und Zuversicht ailfgenoMmen werden müßten; in gleicher Weise nrusse man bei dem Mangel an faxfjffimbigen und sonstigen Leuten die Mlege des Obstbaues mehr denn je ins Auge fassen und zu gedeiJürl^nn Erfolg führen. Omvohl die Ernte im vorigen Herbst vorzüglich hatte genannt werden können, hätten dve Preise trotzdem eine vorher nie gekannte Höhe erreicht und das wöbe in erster Linie seinen Grund in der rwtwendigen Verwendung der Obstsotten zum Brotaufstrich gehabt. Es unterliege auch keinem Zweifel, daß raxfa lange nach dem Kriege der Obst- genuß in iveit größerem! Maße erfolgen werde und müsse urtb schon allein deshalb sei auch die Rcntaoitttät imseres heimischen Obstbaues verbürgt. Man sei aber nicht allein wegen der in Aussicht stehenden besseren Einnahnren zwn vermelirten Anpstan^en von Obst bäumen verpflichttt, sondern haupfaächlich, um den Bedarf für das Volk zu decken. Der Bezug von ausländisck-em Obst sei unmöglich und auch überflüssig geworden, weil deutsches Obst ^wohlschmeckender und bei angemessenem Preise billiger sei als das ausländische -Obst. — Hierbei nemneS der Redner auf Me Art und Weise der Betvndlung und Psl-rnzung der Obstbaunrsotten und erläuterte eingehend das Answersen der Baumgruben, den ^loden- tvochscl, das Gesunder sollen der B.ftnnr, die Pfla n ',ent kernu n gen. die Wnrzelbetnndttmg, Kronen de i chm eidun g usw. Er deutete auf fteißigeS Begießen und das Anbinden der Bäume, das LockerHalten der Bmmrscherben hin und veriv-.rrnte dabei vor zu starkem Beschneiden der junggcplflanzten Bäumchen. Hierauf redete der Vortragende dein Auspntzen älterer Bäume das Wort und riet, die Schnittfläclieu rnit Sreinkohlenteer oder Earbolineurn zu bedecken, die das Holz vor Fäulnis schützten. Von gleicher Wichtigkeit sei auch das Reinigen der Stämme und dickeir Aeste von losen Rindcn- sch-uppen, Moos usw. und Nernach empfehle sich das Kalken. Tann streifte der Redner noch das Bel-andcln der Frostschäden und dabei das Mttennen der Rindenteile, das er nicht empfahl. Besser lei ein Drei von Rrnderdung und Lehm, der, in ziemlich dicker Sckftcht anfgestrichen und mit Leinworrdstreilen verbunden, zur erneuten Verbindung der Rindenteile mit dem Stamme faibre. Tie letzten bedeutenden Frostschäden seien im Winter 1894 aus 1895 vorgekommen und damals habe sich die übereilte Loslösung der angegriffenen Rindenpattien als ungünstig erwiesen. Zum Schlüsse seiner dlusführungen hob der Vottragende nock) l)ervor, daß gar manches Fleckchen Bodens, das noch ganz ntrnütz daliege, im allgemeinen wirtschaftlichen Interesse mtd zur Durchhaltung des gesamten deutschen Volkes sehr wohl zur Obstkultur Veriven- düng finden könnte. Das Volk habe das größte Interesse daran, für rcickilickie Obsternten Sorge zu tragen, da man gezwungen stn, sich auch noch nach dem Kriege in weitgel-endstem Maße aus eigene Füße zu stellen. Der gute Wille sei hierbei viel wert imd auch völlig gleichlvdeuliend mit Erfolg.
LanvkrciS Gießen.
-e- Großen-Lindcn, 25. April. Mtt dem 1. Mai ds. Js. legt, wie wir hören, Herr Bürgermeister Leun sei Amt als Diirger- meister der Getneinde Großen-Lindcn infolge geschwächter Gesundst nieder. 33 Jahre hat er es geführt und die Gemeinde bat ihm viel zu danken. Unter ihm ist der Ott mit manchen neuzeitlichen Einnchtungen versehen worden (Wasserleitung, Anschluß an das Elektrizitätswerk, Kaualisatton ustv.). Kirck>e und erstes Pfarrhaus wurden erneuert, eine Kleinkinderschulc und Krankenschwesterstaüon eingerichtet, eine Apotheke und ein Arzt lfaer herangezogen. Der Ott bekam Eisenbahnstation und Güterverladestelle. An alledem hat Mirgermeister Leun kein geringes Verdienst. Allein nock- weit höher schlagen Nur seine Fürsorge für seine Gemeindeglieder an. Er wußte für jeden, der da kam, Rat und Hilfe, und oft iourde den ganzen Tag über sein Hans von Rat Begehrenden nicht leer, die sowohl mis Großen-Linden, als auch von ausivärtS nnd selbst den nahegclegenen preußischen Otten kamen. Die Gemeirrdc rwrliert sehr viel und es wird schwer sein, ihn, dessen Wahl zum Bürgermeister stets fast einstimmig erfolgte, zu ersctzeu. Sie kann dem Abgehenden nur wünschen, daß ihm ein ruhiger und ftoher Lebensabend beschieden sei. Seine Arbeit und seine Dienste wird sie nie t>ergessen. Sie haben die Stadt in die Höhe geführt.
. S1 e i nba cb, L4. April. Die Beteiligung an der 6. Kriegsanleihe war bei unserer Sck)snliugend und bei einigen der Schule entwachsenen Jugendlichen, besonders Mädchen, recht gut. Es würden für 2 237 Mk. Kriegssparmarken erworben, und die Summe dar Einzelzeichtumgen beträgt 5209 Mk.. so daß durch hiesige Schule 7437 Mk. zusammenlden, fast dnrchü'eg Geld, welches in Tisch- schubkafteu usw. brach gelegen hätte.
Kreis Büdingen.
4 Selters, 24. April. Pfarrer Hoch, der seit Oktober deS vottgen Jahres als Milftärkronkenwärtcr in Bad-Nanhfam einge- zogen war, wutde nun zum Lazarcttpfarrer in Frankfurt a. M.
ernannt.
KreiS Alsfeld.
** fl et) it Sei in, 24. April. Auch in hiesigem Dorfe fand die Zeichnung für die stichle Kriegsanleihe das regste Jtttt^resst, wurden doch von Erüxrchh'nen ganz erheblich' Summen gezeickmtt Auch die Schtile beteiligte sich wied'rnm eifrig an tvu Z ickmumnu. kam doch die fair hiesige Verhältnisse ganz h.rvon-agende Summe von 4115 M. zusammen. Bei der vierten Anleihe waren es 2502 Mk. und bei der fünften Anleihe 3205 Mk. — In dielen
Tagen wurde von der Schule entwachsenen Mädchen eine Smnm- lung für die Hindenburgspende veranstaltet. Es wurdor gespendet: 212 Gier, 26 Pfd. Dörrobst, 6 Psd. Butter, .5 Psd. Speck, 9 Pfd Wurst, IOV 2 Pfd. geschälte Gerste, 7 Pfd. Grieß, 1 Topf Honig und ein Glas Gelee. Alle Gaben wurden nnenLseL- lich abgegeben.
Kreis Friedberq.
* Aus der Wetterau, 25. April. Die FrübjahrtzanL- saat kann als beendigt betrachttt werden. Leider läßt die lieber- Winterung der Wintersrucht viel zu .wünschen übrig. Es muß deshalb ein großer Teil umgepslügt und mit Sommergetreide bestellt werden. Allenthalben jät man auch — wenn Saatzttcht vorhanden — Sommerweizen. Mft dem Stecken der Frühkattvffetn wird begonnen. Hoffentlich sattelt das Wetter recht bald um.
Starkenburg und Rheinhessen.
-- G r 0 ß - G e r a u, 24. April. Wegen Verweigerung der vorgeschriebenen zwei Liter Vollmilch von jeder Kuh hat das Krers- amt gegen die fünf Gemeinden Berkach, Dörnberg, Kl et n- Gerau, Waller st ädten und Nauheim Zwangsmaß- rcgeln ergriffen. Sämtlick)e in den Otten vorhandenen Butter- maschirren wurden beschlagnahmt und den Bürgermeistereien zur Aufbewahrung übergeben, um die Butterbereittrng zu unterdrücken. Erft wenn die Gemeinden wieper ihren Milchliescrungspilrchtrn nach' kommen, erfolgt die Freigabe der Geräte.
vermischte».
Berlin, 25. April. Oskar Blmnenthal ist gestern abmb gestonben.
* Bern, 24. April. (WTB.) Ter „Temps" meldet: In Balance in Südfvankreich steht ein ganzes Stadtviertel seit vorgestern in Flammen. Selbst die Lyorrer Feuerwehr ist zur Hilfeleistung abgeschickt worden.
Gcrichtssaal.
Bochum, 25. ?lpril. (L. A.) Das Schivatrgericht verurteilte den Bergmann (Dnard Roeler aus Herne, der am 12. k>s. Js. die Eheftau des im Felde stehenden Möbelhändlers Hirschen in Herne und deren Dienstmädchen in bestialischer Weise ums Leben gebracht hatte, zum Tote.
Bamberg, 24. April. (P -T.) Der Kommerzienrat Me he r- mann ist heute von der Strafkammer wegen sott ge setzten Vergehens gegen den Verkehr mtt den Malzkonlingenten und dcs verbotenen Malzhcmdels für schuldig befunden worden. Er wurde zu vier Monaten Gefängnis und zu einer Geldstrafe von 716000 Mark verurteilt. Die Geldstrafe wird im Nichteinbringimgssalle in ein Jahr Gefängnis mn- gewandelt.
Letzte nncbrichktt
Schützengraben und Alunitionsarbeit.
Berlin , 25. April. Unter der Ueberschrift ,Laßl Eure Brüder a sicher Westfront tricht im Sttch" '.oeist der „Berl. Leck.-Anz-." auf den Heeresbericht vom Dienstag hin, wonach die deutsche Feuer- wttkung an der Westftont von größter Bedeutung ist. Das Blatt schreibt: Der Mann im Schützengraben ist wehrlos der Vernichtung pvoiSgegeben, wenn er nicht eine aktionssähige Ar^llerie in settrem Rücken hat. die ihn gegen den sich unablässig erneuernden Moffen- ansturm der Feinde schützt. Diese aber kann ihrer A«fga-e nur gerecht werden, wenn sie in volle und immer wieder srksch gefüllte Mrmittonskästen hinein^ngreifen vermag, ohne besirrchten zu müssen, daß ihre Vorräte zu Ende gehen, ehe der Angriff des Feindes gebrochen ist. Der Heeresbericht vom Dienstag sollte mit ehernen Ltttern an die Tore unserer Fabriken angeschlageit werden. Er wttd seine Wirkung aus das Gemüt unserer Arbeiter nicht verfehlen.
Englands Lrbensmittelschrvierigkeilen.
Be r n, 24. Aprtt. (WTB. Mchtanttliich. In seiner Rede ttl Oxiord, in welcher er das Lebensmittelproblem als für England überaus ernst bezeichuete, führte der parlamentarische Sekvetär des englischen s>lahrungsüftttelnrttristerttrms, Kapitän Batkmrnt noch folgendes ans: Ter gegewvärttge Konsum sei 50 Piwzcnt HKHer, als es die vorhandenen und zu erwartenden GetveidevorrÄe gv- slatttten. Da das Brot das Hauptsächlichkste Nahrungsmittel der ärmeren 5Aassen sei, müßten die Dohlhabendeven mif das Weizen- brot möglichst verzichten imd Brot aus cErste, Hafer, Mais und Reis backen lassen. Die Haserration eines Pferdes reiche hin. zwanzig bis dreißig Menschen zu ernähren. Daher sei es ftagüch, ob es dem slLationalftrwresse entspräche, den Rennspvtt be^u- behalten.
Der Genevaldttektvr für Lebensrntttelersl.»a cnis Jones wohnte einem Llbew>cssen phire Brot bei. Er empfahl, solcfst Mahlzetten zur Landessttte zu machen und dadurch den Krieg gewinnen zv Helsen. In der Stadt Ipswich wurde eine Brotsparerliga gegründet, deren Mitglieder geloben, wöcheittlich nicht über vier Pfund Brot oder drei Pfund Mehl zn genießen.
Die „Times'" beüont die Notwendigkeit der Ernschränkrmg des erbrauchs von Butler und Margarine, da besonders die letztere infolge geringer Zufuzren cms Holland sehr knapp sei.
Im Unterhwrfc nmrde mitgeteilt, daß die Ka r t 0 f f e l v 0 r - rate mcr noch vier Wock-en reichten, weshalb die Abgabe ar Kriegsgefangene verbc>ten wurde.
„Dcnln Telegraph" meldet, daß die bestehenden, ohnehttt knappen Gasolin-Rattonen für die Automobile demnächst Wetter verringert werden.
Amsterdam, 24. April. (WTB. Nichtamtlich' Nach dar „Labour Gazette" waren in England die Lebensmittel am 31. März, um 94 Pwzent teurer als im Juli 1914.
Aus Rußland.
Stockholm, 24. Llpril. Die letzten ^Lach-richten aus Firml-and zeigen, daß sich mich dort Anzeichen von Anarchie bemerkbar machen. Anläßlich eines Streiks griffen auch russische Soldaten ein, indern sie die Belvilligung der von den Arbeitern ausgestellten Bedingitngen verlangten. Der zweite Vorsitzende des Senats, Tvkoi, erklärte dem General- gouverneur, die Finlander wünschten rricht, daß das ritssische Militär in die inneren Verhältnisse Fiirnlands eingreike.
Peter§ b u rg, 23. April. (P. T. A.) Mehrere Svldcrten- abgeordnete von der Front sind in Petersburg eingetroffen.. icm die Gerüchte, daß die Disziplin bei verschiedenen Abtei- lungen der Gcrrnis-on zu wünsckwn übrig lasse, cntf ihre stttch- tigkeit zu prüfen. Die Tlbgeordneten' waren mit der in Petersburg herrschenden Ordnlmg znftneden.
Rvtterdam, 24. April. Nach dem „N. Rott Cour." werde den „Daily News" aus Petersburg gemeldet., daß besonders in den Tunern enteilte Bessarabien, Podolien und Wolhynien zahlreiche Lbfttatoreti, meistens in Uniform, von Dorf zit Dorf gehen, um bei den Bauern Sttmmutrg Ziegen den Kwieg zu mack>en.
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
Das dieSjätzrige Inollidcn-Prüfungsgeschäfr im Kreise Gießm fandet wie folgt statt:
Am 5. Mai 1917 bis 7. Mai 1917 beginnend 9 Uhr vormittags in Grünberg, Hotel Hirsch.
Am 8. Mai 1917 bis 9. Mai 1917 beginnend 9 Ubr v»r- mittagS in Lich, Rathaus.
?km 10. ?Nai 1917 bis 16. Mai 1917 beginnend 9 Dt* »or- nitttzrgs im Bezirkskommandv Gießen, Zfanmer 31 .
Alle bis 1917 anerkannten Invaliden ,»td RentenenMMiger. soweit ihnen nickst bereits mitgeteilt ist, daß die Irüßmg ihres Bcrsorgnngsleid^is im Jahre 1918 ftattfindtt, haben zn diesem Geschäft zn ersäpinen.
§ie evTjatten hierzu einen besonderen Erstellnngsbeseh' rom Vezirkskominandv.
Gießen, den 20. Llprit 1917.
Großherzogl. Bezirks Kommando.


