USmJ/iVit serloVen Die '(Staute elf Flugzeuge. Davon befinden srcv sechs in unserem Besitz. Während cm vielen Stellen untern enrarterte Angriffe der feindlichen Flieger auf unsere Fesselballons erfolgreich abgetmefen wurden, gelang es unseren Fliegern, vier Ballons des Gegners brennend zum Llbsttrrz zu briuaen. Rittmeister MreihcaTr v>. Richthofen schob seinen sechsundvierzigfreu, Leutnant Wolfs seinen neunzehnten und zwrmzigsteu Gegner ab. Die von dem Freiherrn v. Richthofen geführte Staffel setzte damit das hundertste feindliche Flugzeug außer Gefecht. Zahlreiche Erkunde ngs- sowohl wie Bombenftüge führten zu den gewünschtere Gvgebnifs-en. Hand in Hand mit der Truppe arbeiteten unsere Infanterie- und Artillerieflieger. Auf dem Balkan belegte wiederum ein bewährtes Geschwader wichtige Anlagen des Gegners mit 3500 Kilogramm Bomben.
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Der englische Bericht
bmn 23. Llpril: Heute morgen bei Taganbruch griffen wir aus em-er (ausgedehnten Front auf beiden Scarpeufern au. Ter Kampf oauzzt fort Unfcre Truppen nrachchen günstige Fortschritte. Wir eroberten während der Nacht den Rest des Dorfes Trescault an der Strafe E-ambvai-BQpaume. Wir bemächtigten uns ebenfalls des mäßten Teiles des Havrincointwäldes.
Abends 10,45 Mw: Der Kamps dauerte heute ohne Unter bvechrrng aus beÄen Usern der Searpe fort, wo wir uns einer wichtigen feindlichen Stellung bemächtigten. Die Operationen des ganzen T^ges (während der großen Angriffe der Engländer!) sind gekennzeichnet durch die Zahl und die Heftigkeit der deutschen Gegenangriffe, welche die Stürmenden schwere Verluste kosteten. Das Tors Gav- relle fiel mit seinen Verteidigungseinrichtungen, welche sich auf einer Front von 3,5 Kilometer gegen Süden bis zum Kffrchhof vlnr Rocur erstreckten, in unsere Hände. Auf dem rechten Ufer der Scrrrve erzielten wir einen Fortschritt auf einer breiten Front küdösttmi vo:: Mvnchp-bc und eroberter! das Torf Gire-
nrappe. Die tagsrLer ehlgebrachten Gefangenen sind noch nickst gerächt, khve ßaM beträgt r-cdoch sicherlich 1000. Auch bei Souchez, südlich von^Lnrs, wurde ein Vorrücken erzielt.
FiregertÄttgSert, '..welche gestern sechr groß war, gestattete Luserea Firegcrn, bedeubnroc- (ch-folge ziu erzielen. Im Laufe von L^tkänH^n wurden sechs deutsche Flugzeuge abgeschossen, welche 'cms dem Boden in Trümmer gingen. Fünfzehn weitere wurden! im Verlause der Luf^ämpfe gezwungen, beschädigt zu Landen. Eine Gruppe von acht feindlichen Flugzeugen wurde durch zwei ur^erer MrgzerL^ angegriffem welche zwei Gegner bmmterholten -und einen dritten zwangen, beschLstgt zu landen. Außer den in den LustkErüffen zerstörten Flugzeugen nmrde ein deirtiches Flugzeug durch imsere Abwehrgeschütze heruutergeholt. Fm Verlauf des TageS wurden sieben Tracht! getötet, vier unserer Flugzeuge sind nicht zerrückgekehtt.
24. Äpril: Unsere Truppen griffen in einer ausgedehüten Front auf beiden Ufern der Scarpe an und machten im Bor- tnarsch befriedigende Fortschritte. Südlich der Straße Bapanm^- Camroai besetzten sie den Uebervest des Dorfes Tvescault und im Sßiife der Nacht auch den grÄßden Teil des Waldes von Havrinwurt.
Englischer Heeresbericht aus Mesopotamien
London 24. April. (Reuter.) General Maude meldet, die Schlacht am «ckHen Ufer des Tigris zwischen Sainarra und JstabulaS dauere^ fort. In der Nacht vom 32. April kam es zu einen! scharfen Handgemenge. Der Feind unternahm zahlreiche Gegenangriffe. Mr Vertrieben ihn aus einer hartnäckig verteidigten Stellung, die sorgfältig nrit ei sengedeckten Unterständen ausgestattet hxtx. Wir nahmen die.Verfolgung auf und besetzten die Station Samarra. Am 23. April zerstörte der Feind in aller Eile alles, was er konnte. Unter unserer Beute befinden sich 16 Lokomotiven, 224 Eisenbahnwagen rund zwei Barken mit Munition. Die Verluste des Feindes am 21. und 22. April waoen schwer.
Der bnkgarrsche Bericht.
Wie Frankreich entschädigt werden will.
Senator Humbert schreibt im „Journal" vom 15. April: „Es genügt nicht eine Kriegsentschädigung, sondern die deutschen Bergwerke und Fabriken müss-en umsonst Kohle, Eisen, Lokomotiven, Maschineu und Schiffe liefern. Deutschland muß dorthin, wo es geplündert hat, auf Jahre hinaus auf feine Kosten deutsche Arbeiter zu Wiedenrufbauten schüfen, denn man muß die Deutschen als Sklaven behandeln!"
Eine unberechtigte Drohung Frankreichs.
Paris, 24. April. (WTB.) Amtliche Meldung der Agence Ha das. Entgegen allen Regeln des Völkerrechts und der Mensche lickAell. haben die Deutschen ihren Entschluß angckündigt, Hospitalschiffe ohne Warnung zu torpedieren. Unter diesen Umstünden hat die französische Regierung zur Kenntnis gebracht, daß sie deutsche Gefangene ans diefän Fahrzeugen einschissen würde.
Tiefe französische Behauptung ist unwahr. Es ist lediglich in der TeTckschrist vom 31. Januar ein genau festyelegtes Gebiet im englischen Kanal für den Verkehr mit feindlichen Lazarettschiffen verboten, weil nachgewiesenermaßen Lazarstffchiffe der Entente zum Transport von Truppen und Kriegsmaterial mißbräuchlich benutzt wurden. Tie von der frwrzösiscl-en Regierung angekündigte Maßnahme kann daher nur als ein neuer Bctoeis der ungeheuerlichen HanUungsweffe der Franzosen, wie er sich unseren Gefangenen gegenüber, besonders in Aftcka, unzählige Male g^eigt hat, angesehen loerden.
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Die wachsende Not Englands.
Amsterdam, 24. April. (WTB.) Die Londoner „Mor- nrng Post' vom 16. April bemerkt gelegentlich einer Besprechung des drohenden Mangels an Nahrungsmitteln durch die Abschne^ung dar überseeischen Zufuhr, es sei nicht abzuleugnen, daß augenblicklich Deutschland alle Vorteile für sich habe. Es sei chm sogar gelungen, die kleinen neutralen Staaten davon zu uberzeu-Aen, daß sie nicht nötig hätten, ihre Schiffe zu bewaffnen oder sonst zu schützen. Die Zahl des wirklich versenkten englischen Schiffsraumes würde zwar geheimgehalten, doch neige die Wagschale zugunsten Deutschlands, und dieser Geunmr der Tauchboote werde wahrscheinlich in arithmetischer Progression zunehmen. Die Lage sei höchst unangenehm für Eimland.
A m st e r da m, 24. AWÄ. (WTB Mchtamtlich) Die „Times" vom 16. ds. Mts. veröffentlichte einen offenen Brief Lloyd Georges an die Landarbeiter, worin er es für möglich erklätt, daß amh die Armee und Flotte aus Lebensmittel englischen Ursprungs angeioies-en sein würden.
Ter GeneraLdivekdor der Food Esmromy, Kenedy Jones, sagte in einer Rsde, daß England, ivaS Brotgetteide betrifft, einer Lage gegenüberstehe, die unzw«is-slhvft ernst sei. Man befinde sich nrchlt in unmittelbarer Nähe einer Hungersnot, aber die Vorräte seien gering. Das U-Boot sei mehr als eine Drohung. Es bedeute eine aktive und tatsächliche Gefahr. Dazu fbmimt der Mangel cm Schiffsraum und der schlechte Ausfall der Welternte. Aber wenn jetzt einzelne pro Woche ein Pfund Brot weniger essen als sonst., so könnte man bis zur nächsten Ernte vm 'September durchDunmen.
Ein britisches Luftschiff zerstört.
London, 24. April. (WTB.) Die Admiralität meldet: Ein britisches Luftschiff, das am Samstag die Osb- küste ab patrouillierte, kehrte nicht zurück. ES wurde beobachtet, wie am Samstag vormittag das Luftschiff in Flammen gehüllt in der Straße von Dover niederging. Ein Flugzeug war kurz vorher in seiner Nähe beobachtet worden. (& wirb angenommen, daß das feindliche Flugzeug das vermißte Luftschiff zerstört hat, das ivahrschernlich infolge eines Maschinenschadens eine weite Strecke vom Winde fartgetrie- ben wurde.
Sros-ia, 23. April. (WTB.) Bericht des GenercckstabcS.
Makedonische Front: Zwischen Warvar und
Doj rer rr-- See ivähwnd des ganzen Tages sehr heftiges feindliches Artilleriefen er, das mehrmals die Stärke des Trommelfeuers erreüÄL. Nnfove Stellung südlich von Dojrcm wurde äußerst heftig beschossen, wo gegen zehn Uhr nachmittags nach wctgesetztem Trommelfeuer englische Infanterien bteilangen gegen lunseve Stellungen vorrückten, aber blutig zurückgeschlagen und gezwnibgen wurden, Ach in ihre Gräben znrückzuzichen. Auf der übrigen Front schwache
Au«äuische Front: Ruhe.
Der türkische Bericht.
Konstantinvpel, 24. April. (WTB. Nichtamtlich.) Amt- Bericht vom 23. April. Irak-Front: Am 21. April der Feind istll mehreren Infanterie-Brigaden und starker terie Unsere Stellungen aus denr rechten Tigris-Ufer «n. unseTLm linken Flügel gelang es ihm, in einen Teil unserer Stdhntg einMdcllrgen, doch wurden die meisten Gräben wieder Mrückerobert. Der Feirrd verlor stvehrere Gefangene und einige Maschiinengewehir.. Seirve blutigen Verluste sind außerordentlich und ^erheblich größer als die- unsrigen. Nachdem unsere Trrrvpan erfolgreich den ganzen Tag über Widerstand geleistet Hatten, wurden sie, um! unnötige Verluste zu vermeiden, in der Rocht in eine einige Kilometer nördlich gelegene vorbereitet^ Stellung z-nrückgenommen. Aus'dem linken Tigris-User beirre besonderen Ereignisse. Von diesem Ufer her beteiligte sich fQndlvche Artillerie an dem Gefecht auf dem anderen Ufer. Kankafusfront: Am reckstcn Flügelabschm'tt drang eine unserer Datrcarillen bis 30 Kckonreter hinter die feindliche Stellung vor.
überfiel iyott ein mit 40 Mann besetztes Dorf, tötete JI) und kehrte 'nrit einigen erbeuteten Gv- beljrcn und Reitpserderr Zurück. Amr^ linken Flügelabschnitt im «llgemeönm Ruhe mrr aus dem linken Flügel feindliches ArtMerie- sarer. ^ Ern ieinolkcher Potrvuillenairgriss wurde) abgewieseit. Sinai-Front: Auszer leichtem Artilleriefeuer herrschte Ruhe. Unsere Artillerie schoß eineir feindliche M-eger ab. Fünf Geschähe des Fern ^ wanden durch unser Artillerieferrer zerstütt.
Von den iübrigen Fronten keine besonderer Ereignisse zu wellen.
Dev enZlisch-frattzöfische Besuch in Amerika.
Washington, 24. Avril. (WTB.) Meldung des Reu- kerschen ^ Bureaus. Staatssekretär La u sin g erklärte, daß die britische Mission nicht deshalb nach Amerika kommen werde, um von den Vereinigten Staaten etwas zu verlangen, sondern nur um die Regierung über die Fe h l e r zu unterrichten, die die Eirtente m Beginn des Krieges genracht habe. Der Besuch der sranzis-sischen Mssion sei hauptsächlich als ein tyriimfciWaft zu betrachten. Lansing glaubt nicht, daß 9kK£ der Kvnfevenzen ftmtg sornrrllen Chavcrkter tragen Äd-rr Kch zu emtre richtigen ReichÄonfevenz gestalten wird.
M«e amerrZanische „Basts" in Frankreich.
Bern, SÄ April. (ALB.) Der „M«tin" meldet aus B«rheaux: Die Sta-^erwattuntz hat DaKes-
anaenvnmieni Die Regierung wftt> aufgeforberL. \Um BerOinigten St«aLe u von Amerika den Ha- 'ken vB>n BO'cdeanx samt den Borhäfen anzubiettn. vonM die ^rwtinygben ffct ihve H«ndel6mMrine eine
Basis in Frankreich beftven. De- Gironde verspricht im Gi.nv-rrnsymsn mit der t' r lamm er und den Mdllschvn Behörden von Bordeaux, den auSbeoehnte, begusme und mvab hängt ge
Einrichtungen zu schaffen.
Die spanische Note an Deutschland.
Berlin, 24.. April. (WTB.) Die von dem spanisch e n B o t sch a f t e r am 20. April aus dem Auswärtigen Amt^übergebene Note lautet in der Uebersetzung wie folgt:
In ihrer Antwortnote vmn 6. Februar sprach, die königlich spamsche Negierung von einer imabroeisbrrren Pflicht, die sic zwang, das Leben ihrer Untertanen zu schützen mrd zu benürken, daß die Lebensadern ihrer naticmaten Er'istenz nicht unterbunden würden cmgesicksts des cmgekündiaten unwandelbaren Vorsatzes Deutschlcmds, ein neues Kriegs recht in einem großen Telle der europäischen Meere in Ann^endung zu brirrgen.
In dem verflossenen Zeitraum hat es stch leider gezei;st, daß die kaiserliche Regierung trotz der ftemidschaMck)en GesüÄe, die beide Länder verbinden, nieder Mittel noch Wege gefunden hat, um den berechtigten Ansprtichcn Spa?neus ?uuhzu kommen, noch geglaubt hat, die seit Beginn des Krieges «eingenourmsre feste, korrekte und ehrliche neutrale Haltung Spaniens angesickitts der berechtigten Forderungen eines verletzten Völkerrechts berücksichtigen zu können.
Alle wiederholten Versuche der spanischen Regiemmg, die sie in der Absicht unternommen hat, den Seeverkehr imb das fiebnt ihrer Seeleute sicher zu stellen, sind gescheitert an dein nnerschütter- ltch-en EirtschlNß der kaiserlichen Regierurrg, derart ungeioühnlicl)e und geivaltsarne Kriegsmaßnochnien anzuwenden, ivelckxe angeblich die wirtschaftliche Existenz ihrer Gegner unmöglich machen, gleicki- zeitig aber diefcnige der befreundeten und ireMcalen Mächte großen Gefallen aussetzen.
, Die in diesen Tagen ohne Warnung erfolgte Versenkung einiger Schiffe, insbesondere diejeirige des „San Fulgen- c ia", der nach Spanien Kohlen aus England brachte, wohin er vorlrer Frückste rnit einern deutsckien Geleitschein mrsgejühtt batte, spivie die seitercs der Berliner Regie-nmg fiir die Rückkehr unserer in den englischer Häfeir znrückgelAltenen Scknffe arrsgestellten Bedingungen, die, wenn sie iricht von der spanischen 9iegierimg verworfen worden wären, eiiten gr<>ßen Teil unserer Handelsmarine zür Untätigkeit gezwungen lysttm, ferner die bereits erhaltene Mitteilung, daß unser Seehandel mit den irn 5kriege mit Deu1sck>- strnd beftndlickM ainerjkanisck-en Ländern ans dem Hinwege denselben Bestirrmrungen urrtettvorserr 'werden wird, welche in Europa vor dem 1. Februar^ bel'lageirswerte Verbaste unserer Marine zur Folge l)atten, mtt> die schließlich in Anb.Nracht des so erweitetten, Risikos unsere wittfchastlichen E«.stearzl'edängungen immer schwerer mld fast im möglich inachen )verd«r: alles dies beweist, daß die deutsche:! Absichten weder dahin gehen, das zu lviederholten Malen und in berechtigter Weise geforderte Recht anzuerkeniden, noch in der Art, wie sie es sollten, dem Ansuchen cänes Landes Nechmmg zu tragen, dessen Freundschaft bis ans den l?eutigcn Tag keine Ab- kühllmg erfahren hat und dessen Neutralität ohne Wanken aufrecht erk-alten wurde. Wenn die laiserlickM Negiermrg daraus besteht, zu versichern, daß sie ihre:: Entschluß zur Verteidigung ihres Lebens auftecht erhält, so darf sie fief* nicht wundern, wenn Spanien aus demselben Gnmde sein Recht zur VsrteidiMng seines Lebens betonen muß.
Trotz deS abschlägig«: Besch«bes auf ihre vorhergegangene« Noten vertvaut die spanische Regierung immer noch darauf, da^ die deutsche Regiernnrg ernU-ast den Sinn und die Traglreite dieser Note würdigen wird und daß künftig ihre Maßnaynren von der Rücksicht -aus das Leihen mrserer Seeleute r:nd die Sicherheit unserc"- Schiffe geleitet werde::, wekche die Träger eines für das wict> schaftlicke Leben Spmuens unentbehrlichen Handels sind.
Die kaiserliche Regierurlg wird in voller Würdigung der schnrierigen wirtschaftlichen Lage Spaniens mit der spanischen Regierung in eine Erörterüng über die Maßnahmen cin- treten, die innerhalb den durch die militärischen Notwendigkeiten gezogenen Grenzen zur Erleichterung der in Spanien entstandenen Schloterigkeiten getroffen rverden können.
Seefifeg.
Tie Beschießung von Dover und Calais.
Bern, 24. Aprll. „Petit Parisien" bwi-ckpet über die Be- ichießung von Calais, daß zahlreiche Häuser in allen. Stadtvierteln schwer beschädigt tvurdew Die Opfer unter der Zivilbevölkerung betragen sieben Tote. Die Zahl der Verwundeten ist überaus^ groß. Ueber die Zahl der militärischen Opfer dar? inchtS veröffentlicht werden.
Berlin,, 24. April. (WTB. Amtlich.) Die britische Admiralität bat in ihrer amtlichen Veröffentlichung vom 22. April über die durch imsere Streitkväste in der Nacht vom 20. zum 21. April durchgesührte Beschießung von Dover und Calais die Behauptung ausgestellt, daß aus englischer Seite kein Materialschaden eingetteren und der Verlust an Menscheweben sehr gering sei. Demgegenüber wird folgendes festgeftellt: Das Sinken des in unserem amtlick)en Berrchit vom 21. April erwährtten feindlichen Zerstörerschiffes ist von den Besatzungen einer ganzen Gruppe unserer Torpedoboote eirnvandftei beobachtet worden. Das feirrdl:che Fahrzeug wurde durch dc^Torpedo eines unserer Torpedoboote in die Mitte gettoffen und sam in wenigen Mcinuten iwch einer schrveren Detonation mit dem Heck zuerst. Fünf Minuten später erfolgte aus einem anderen eng- Kfchen Zerstörer eine schrvere Explosion mit Flammcnbildung, walir-- ichecnlich infolge des Torpedotrefsers eines unserer nicht zurück- gekehrten Torpedoboote. Auch dieser Vorgang ist von den Besatzungen mehrerer Torpedoboote einwandfrei beobachtet worden. Nach ber Schwere der Explosion zu urteilen, ist dieses Fahrzeug mit lwher Wahrscheinlichkeit ebenfalls gesunken Ein anderer englischer Zerstörer, der unmittelbar am Heck eines unserer Torpedoboote vor- b ei fuhr, erhielt durch die Artillerie unserer Streickräste an die Back- bordseite des Vovschisfes ein großes Loch. Seine Kommandobrücke :vu.rve derattig zerschossen, daß sie nach der Seite überhing. Sein Hinterschiff brannte. Ein lveiteres Zerstörersckstff, das etwa 20 Meter Ämter einem unserer Fahrzeuge hitü-urchbracii', erhielt zwei Ar- tillerietteffer im Vorschiff rmmittelbar hinter der .Konnnandobrücke. Gn anderer englischer TorpedobovtSzerstörer wurde unter der Kommandobrücke getroffen. Auf die Behauptung der briti chen,Admiralität über die Geringfügigkeit der Personal Verluste näher einzugehen, erübrigt sich.^ Es gc:rügt, auf die englischen Schiffs Verluste und auf die den englischen Fahrzeugen beigebrachten Artillerietreffer sowie auf die von der Auslandspresse gerächte Mitteilung liinzuweisen, wonach in der Fischhalle von Dover neben unseren Gefallenen eine größere Anzahl englischer Gefallener aufgebahrt tvar.
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Amsterdam, 24. April. (WTB.) Fn Sckffsfahrtskreisep ninmrt man an, daß das Tankschiff „Charlois^ v-on der Lkmerican Petroleum Co. in Rottardaw mit Mann mrd Mans untergegangen ist.
A m st e r d a m, 24. April. (Niedersänd. Telegr.-Ag.) Der niederländische Dampfer „Minister Tat", mit gemischter Ladung von Hüll nach Harlingen, wurde Montag nacht torpediert. Die gan^e Besatzung wurde wohlbehalten in Imuiden gelandet.
Dmuiden, 24. April. (WTB.) Meldung der Nee- derlandsch Telegraaf Agentschap. Die Besatzmig eines englischen Fischtrawlers, der nr der Nacht in Imuiden ankam, teilte mit, daß der englische Fischtransportdampfer „Martin 2" verwutlich infolge eines Zusammenstoßes mit einem anderen Dampfer g e s u n k e n ist. Man weiß nicht, was aus der Besatzung geworden ist.
Der Reichskanzler und die Sozialdemokratie.
Berlin, 24 . April. (WTB.) Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt:
An die Reichsleitung wird erneut von zwei Sellen die dringende Anfforderung gerichtet, in dein .Kampf der Äieinungen über die Kriegsziele Stellung zu nehmen. Anlaß zu dieser Aufforderung hat die Erklärung der s o z ia l d e m o k rat i- s ä. e n Partei gegeben, die sich in Wiederholung der früheren Er- klänmgen ffir er eu Frieden ohne Annexionen urll Kriegsentschädigungen ansspricht.
Von dieser Seite wünscht man, daß die Regierung sich diesen Inhalt der Resolution zu eigen macht. Die Gegenseite verlangt, daß der Reichskanzler entschiä>en die sozialdemokratische Erklärung bekämpft.
Seit der Freigabe der Kriegszielerötterungen hat unsere Oeffentlichkeit die weitestgehende Möglichkeit, ihre Ansichten zum Ausdruck zu bringen. Tie Grenze innerhalb deren sie sich halten will, muß durch ihr vaterländisches Gewissen bestimmt werden. Die Regierung hat, was von ihr über die Ktiegsziele gesagt werden kann, mitgeteilt und kann gegeirwärtig keine weiteren Erklärungen gebe::. Sie wird unbeirrt durch das Drängen von beiden Seiten den Weg weitergehen, den ihr Gewissen und Verantwortung vor dem Lande vorschreiben. Ihre Aufgabie ist es, solmld wie möglich den Krieg zu einen: glücklichen Ende zu bringem Dem stehen vor allem die wahnwitzigen KriegAzielforderungen mfferep westlichen Feinde entgegen — die feindliche Presse schreibt unzweifelhaft unter strengen Bedingungen. Aber trotzdem bleibt es doch bemerkenswert, daß sie weder in der Frage der Annexion rwch in der Frage der Kriegsentschädigungen die geringsten Abstriche von ihren unsinnigen Fordermngen gemacht hat. Aus den englischen und den französffck>en Blättern kann man sich täglich Mwzeugen, daß die militärische Offensive mit einen: Trommelfeuer auf der ganzen Pvessesront begleitet wird. Lloyd George zieht die „Hinden- burglinie" an: Rhein nnd die fta:rzösischen Blätter sonnen sich in dem Gedanke::, daß Wilson ihnen Helsen wird, die Rheingrenze zu gewinnen. Wir haben noch kein Wort amerikanischen Widerspruchs gehört. Auch in der Ausstellung ihrer Entscliädi- gungsideen sind die Franzosen nicht faul. 16 Milliarden jährlich hat sich der „Matin" herausgerechnet, das fittb aber Zahlen, die von anderen Blättern längst überholt sind. Iw dem meit verbreiteten Journal" verurteilt Jemand das deutsche Volk zu langjähriger Sklavenarbeit, damit Frankreich wirtsck>aftlich alles wieder hereinbringe, was es durch den Krieg verloren hat. Wir erimrenr daran, daß dieser Gedanke schon vor einer Reihe von Monaten mit lvissenschaftlichem Ernst in englischen Zeitschriften erörtert worden ist. Glauben die deutschen Sozialden:okraten gegen diese Jdeejn unserer Feinde im West en durch ihre Formulierungen auszukommen? Sie lverden Enttäuschungen erleben. Auch in Rußland, wo die Verhältnisse noch in: Fluß sind, fehlt es keineStorgs an .Kriegszieläußerungen, in denen man den Einfluß der westlichen Bundesgenossen erkennt. Unsere Feinde sehen alles, was bei uns geschieht, daraufhin an, ob es zur Aufmunterung ihrer eigenen sck>lver leidender: Bevölkerung ailsgenutzt werden kann. Die Urheber der sozialdeinokratischen Resolution haben dies bei ihrem Beschluß, durch den sic den Frieden fördern wollten, init in Rechnung gestellt. Wenn mm aber in einem Berliner Blatt von einein Abgrund geschrieben wird, vor dem wir sbchen und in den mt£ die sozialdemokratische Partei Hineinreißen will, kann diese Tonart nur Schaden aurichten. Sv steher: die Dinge in Deutschland nicht, urrd in solchem Lichte sollte man sie auch vor dem Ausland rückst erscheinen lassem Eine stark zum Siege führende Polllik verlangt Einheit im Instern urtd in dom starken Willen zu siegreicher Verteidigung des Vaterlandes fft sie vorhanden.
Aus dem yauptansschuß des Reichstags.
Berlin, 24 . 91 pril. (WTB.) Der H«up taus schu ß des Reichstages setzte heute die durch die Ofderferien unterbrochene Beratung der zürn HeereAetak gehörigen fragen fort. Zu Beginn der Sitzung g<ck der Kriegsmimster eine vertrauliche Auskunft ii&er die Härnpfe an der Westfront und die L«ge an allen F»o»ttea:. Mt wurmen Worteir rühmte er den .Heldeuiuut der au der Westfront kchnpfeuden Truppen und betonte besonders die Pflicht, Munition und Material dem in schvere Käurpfe Venvickelten Feldheer ohiu Stöccung weiter zu liefern. Im Hiirblick aus die gute Stim-


