Ausgabe 
23.4.1917 Erstes Blatt
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ücmiifgt tn (rgcnb einer Fvrm

^ m Beengung gestellt mirb.. Die Zentralmächte

SgKifS? bemüht bleiben, innerhalb der durch die

^m^Z^cgkeiteu gezogenen Grenzen die wrrtschaft- chen Lchllvierrgheiten Spaniens nach Kräften zu erleichtern.

*

AuS Portugal.

w S flV f aBü r n ' 21 ^ vil (WTB. Nichtamtlich.) Meldung dtzence Havgs". Ler Rücktritt des Kabinetts t r~:- lDa w ttvow, nachdem die Kammer mit 57 gegen die Verordnung, die die Einsetzung eines natranalen Wrrtschastsrates vorsieht, sür nichtig erklärt

§eekrleg.

Ein Seegefecht im östlichen Kanal.

21. April. (WTB. Amtlich.) Leichte 5f e ^ t r c t tkr ft f 1 1 sind in der Nacht vom 20. zum x, 1 ; y lu den uftU ch e n Kanal und g e g e n die ! i n undung vorgestoben. Die Festungen Do- V § wurden auf nahe Entfernungen mit ins­gesamt 5rr 0 Schutz wirk un gSvollunterFeu erge- ü.?^!?s?^E"-^EaLais war unbewacht. Ein vor Dover an- Vorpostenfahrzeug wurde vernichtet. Als auf dem Ä??? - fc Ul fiterer Gegner gesichtet wurde, machten "n eaer Strntträste mrter Fichrung des Korvettenkapi- rer.Kehrt und nahrnen nochmals Kurs auf den ylerbei stießen sie östlich von Dover auf eine Ä^^Te Av ]chl von englischen Zerstö rern und ^nhrcrfch^s.'n. ^ kam zu scharfen Gefechten auf ???W Entfernungen. Ein feindliches Führer- Torpedo,'chutz versenkt, mehrere an- iL L^ 6 AAller-etreffer schwer beschädigt. Wahrscheinlich rst von den letzteren rÄenfalls eines gesunken.

. . ^ Miseren Torpedobooten sind G 8 5 u n d G 4 2 a u s Ole^m (- e, echt nicht zurückgekehrt und müssen als , n ten. AKe '.chngen Boote sind ohne Beschiwigung oder Bcrtllste wieder eingelausen.

Thenrfemündung voroestotzener Teil un- traf keine Kriegsfall ^?uge des Gegners a' w r': ute r»nr einige Gefangene von einem Hanoets- fchrff nnbnngcn. -

Der Chef des Admiralstabs der Marine. Der eugli/che Bericht über den Vorstoß gegen Dover.

-. ? 5 ?.^ 0n < 21 (WTB.) Nachts versuchten fünf dcut-

i<he Zerstörer einen Vorsto,; gegen Dover. Sie feuerten eine An- ^er §eind traf znoei Schiffe der Bewachung von -r^over. Mmvestms zwei, möglichenverse drei, feindliche Boote sind gefunken. Die ül-rigen zogen sich in höchster Eile zurück. Wir er- .uren reinen Materialichaden. lluferc Verluste sind außerordentlich leicht. Beim deutsche Offizier-e und 95 Nimm wurden geborgen.

Donoon^,^ April. (Reuter.) Die Sonntagszeitun- gen melden, daß 2 8 deutsche Seeleute, darunter einige ^I'^ölere, in dein Gefecht im Kanal getötet worden seien. $ IC J? 3 f n 111 öer Markthalle von Dover neben 22 gefallenen Engländern ausgebahrt.

Der Name MaÄenscn in der Marine.

vnd Posen jmit rund 5000 Zentnern. Dieses Ergebnis kann wiederum als ein sehr ersrenlichs bezeichnet werden. Dies zeugt davon, das; der Aufruf des Generalfeldmarschalls von Hindenburg aus fruchtbaren Boden gefallen ist und os ist zu hoffen, daß uic Landwirte, wenn auch die Hansschlachttmgen jetzt aufhören. noch bereit sein werden, von ilymi Dauerwaren Gaben für die Rüstungs arbeiter abzugeben.

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Berlin, 20. April. (WTB.) Auf Grund der am 1. Mai in Kraft tretenden Verordnung des Bundesrats wird seitens des Reichskanzlers die Ernennung eines Treuhänders sür das feindliche Vermögen erfolgen. Der Treu­händer ist befngt, im Inland befindliche Vermögens gegen stände von Feinden unter Verwaltung zu nehmen, Unter­nehmungen, Meder lass uugeil unb Grundstücke jedoch nur mit Zustimmung der Landeszentralbehörde. Die Entscheidung des Treuhänders, daß die Voraussetzungen für die Ueber- nahme und Verwaltung durch ihn vorliegen, kann nur im Aufsickstswege crngesochten werden. Der Reichskanzler ver­öffentlicht die neuen am 1. Mai in Kraft tretenden Aus- sührungsbestimmnngen zu der Verordnung über den Ver­kehr mit fettlosen Wasch,- und Reinigungsmitteln vom 5. Oktober 1916.

Aus Stadt

nn$> Earrd.

Gl esten, 23. April

1917.

ln

Berlin, 21. 2lpril. (WTB. Nichtamtlich.) Ein heute vorn Stapel gelaufener großer Kreuzer erhielt auf Besehl des Kaisers und Königs den Namen ?Nackensen. Dce Ausrede hielt Generaloberst v. Heeringen. Die Taufe imrrde von der Gemahlin des Generalfeldmarschalls voll­zogen.

* *

London, 20. April. (WTD.) Meldung des Reuter- >men Bureaus. Der Schiffahrtskontrolleur teilt ? n \ ^ W ö *' e Herstellung v o n Dampfern über hundert -oruttovogrstertons in den sechs Monaten bis zum .-K. Dezember geringer sei, als es die Schätzung des ehe- mangen Prasideiiten des Handelsamtes war/Aber die vor- auspöstliche Herstellung im Mlirz werde diese übersteigen. ^ '^uber eine Million Tonnen jährlich betrage. Es sei lern Schiss vou 14 000 Donnen bestellt loorderr. Mau ver- !?Ze ore Politik, sieben Schiffe zu je 2000 Tonnen an stelle eines von 14000 Tonnm zu bauen. .Es gebe drei ^la.sen von Musterschrffen, die in Auftrag werden

konnten, zu etwa 5000, 3000 und 2000 ^)ruttoreaiste^- tonilen. ^ "

^Madrid, 2». April. (WTB.) Funkspruck, des Ver­treters dev Wremer k. k. Korrespondenzbureaus. Aus Tanger wrrd berrchtet. daß der englische DamvferPataqonia.^ «rn Schrss von 7000 Tonnen, ohne Warnung von einem Unter,eeboot versenkt worden sei. An der pvrtugiesi- Westküste wurden die griechischen Dampier Buokalr undArr old" versenkt. Fünfriq See- merien von Kap Spartet wurden die englischen Dampfer Brres Rudert" undKurt" torpediert ^ w Madrid. 21 Sh>ril.^WTB.) Funffpruch des Vertreters deo Wnmer KvrrespmldcnEurc-ms. Ter ..Jmparctal"reldeO Am vergangenen Lxrmstgg wurde der svanichr- Dainvler F,"

- n:i ?'*!' d" mit 3500 &,mm eMKÄ ß°rd'f, mtemcgä irxn m ber Räl-e von La Rochette von ein^n Unterg-eboot oersenkt. Ter Tanipfer f«hr im G«leit»ug mit 1» s^ltfen der Entente. Als das Herannah-,l des U-B«tes mek>K wurde, «mm cKe drc Flucht. Fn demselben Augenblick

wt,rn n m £ mpjn an ^ tn »SS

Madrid) 21. April. lWTBv Funkspcuch des Vertreters des Wiener Korrespond^-Dur-'ius. Das BlattJmparcial" nielüer aus tiwauada, ^n Mortil landete die Mannschaft des griechischen DampfersIndra" von 2933 Tonnen, der mit rim" ladu-ng von Eardiss nach ^Oran unterwegs ivar, anr 12 Anril 30 seemeilan von Mortil von einem llcherseeboot versenkt Erde. De^ vor kurzeni in der Nähe vot Barcelona o-rsenkte itoliemchv- TanrpferAlba gne" von 3VM Tonnen hatte Köllen von hmglmrd nach Italien an Bord. In der Nähe von Almnia Konocte der englische Dampier ,.H eglcm en t" v^n ä?«) Eiren, mit Gerste, Rns und Zwiebeln ron Indien nach England Miter.vegs. ggn der ÄialM von Dort Borrr wurde der franchnschr Tam.cherEsteral"- voir Mar (?) nach MarsMe nnterweas vore einem ünterj^boot vers-e ukt.

.Kopenhagen, 22. Apr-il. Das dänische Mmifterünn des Aeuüern teilt mit: Einem Telegramm des dänischen Konsuls in Rotterdmn zufolge ist der >dän i sche Schoner , Fra m" aus der Reise von England nach, Aarhus mit einer Kohlenladuna in der Nordsee ver-enkt worden.

Anfgabe.

Zwecke in

Darm

Zunr Sieg D^s Geldes , ein Sieg des Goldes,

ttniere nächste vaterländische

Die Landesstelle für vaterländische stadt schreibt uns:

Wem stockte nicht der Ateni, w-em schlug das Herz nicht höher ob des überwältigenden Mitliardensieges der Kriegs anleihe!

Laßt uns dieses weltgeschichtliche Ereiguis froh und festlich begehen: Fügen wir zu dem dröynendeu Krast- beweis eilt neues Zeuguis unseres sieghaften Opferwilleus durch Stärkung des Goldbestandes in der Hand des Vaterlandes. Sie müssen tmr für die nächste Zeit in des Vordergrund des Tagesgesprächs rücken, und wir wollen uns gegenseitig überwachen, daß auch der Pflicht der Gold- stärküng genügt wird.

Im ganzen Großherzogtum soll zu diesem Zwecke eine G o l d w o ch e

stattfindeu in der Zeit von Mittlvoch, 25. April, bis ein­schließlich Mittwoch, 2. Mai.

Die Göldankaufsstellen vergüten den vollen Goldwert, erteilen als Dank des Vaterlandes ein Gedachtnisblatt sowie eine Denkmünze urrd geben für eine Goldkette neben dem Goldwert wenn rricht eine Denkmünze verlangt wird eine eiserne Kette, die ihreil Träger schmückt urcd ehrt mehr als gleißendes Gold. Auch höherivevtige Edelsteine und Platinsachm (jedoch nicht Platinstifte) werden wert entsprechend angekauft.

Viel Gold, viel Edelsteine sind riötig, wenn die ge­waltigen wirtschaftlichen Aufgaben dieses Krieges zum Segen aller gelöst werden sollen.

Aber wenn die Herzen und Hände sich öffnen, wie es die große Zeit verlangt, wenn wir es nicht bewenden lassen bei Hergaöe kleiner Teile unseres Schmuckbesitzes, wenn wir uns alle trennen von entbehrlichem Geschmeide, das zum Ermft dieser schicksalsschweren Tage nicht mehr passen will, dann wird die hessische Goldwoche ein leuch­tendes Vorbild werden, ein ragender Baustein irn stolzen deutjchen Geldgeöäude.

So manche fehlen noch in den Einlieferung stiften. Mochten sie unserer Bitte sich nicht verschließen. Und möchteii andere, die darin schon vertreten sind, ihre vater- laridisck-e Einsicht mit dem gebesieudigen E,itschluß kröilen, nun auch möglichst den übrigen Besitz an Gold und Edel­stemen dem Vaterlande darzubringen.

*

Lebensmittel.

Fleischsonderzulage. Auf mehrfache An­lagen teilen wir mit, daß nach den von dern Krieqs- ernahrungsamt getroffenen Bestimmungen Urlauber, Kur- ftemde, sowie solche Personen, die vorübergehend hier an­wesend sind, die Fleischzulage von 250 Gramm für die Woche nicht erhalten, obschon ihiren nun die verkürzte Brotration zusteht. Ferner ivird wiederholt daraus hin- geune,en, daß solche Personen, die mindestens bis zum 1. Oktober d. I. durch Hausschlachtungen mit Ueisch ver­sorgt jmd, kernen Anspruch auf die Meischzusatzkarten haben; nur die Teilselbstversorger, das sind die Personen dre fnr eine kürzere Zeit versorgt sind uiid daher noch Iu.spruch, aus Reichssleischkarten haben, erhalten zu jeder Rerccissleijchkarte eine Flelschzusatzkarte.

. ** ^ b Ab gab e von Fleisch und Fleischwaren aus die Reichsstei, Marte erfolgt Mittwoch, den 25. ds Akts wahrend der bekauntgegebenen Verkaufsstnnden

** Verkehr mit Milch. Wir verweisen auf die heutige Bekanntnrachung des Oberbürgerrncisters, wonach seder im Besitz von Kühen bestick)liche Einwohner zwei Liter Milch für jede Kuh an die städtische Milchvertei- lungsstelle (Molkerei Gebr. Grieb, Schanzenstraße), vor­mittags bis 12 Uhr abzuliefern hat. ^

** Tie Ausgabe der Bollm itchka rten an Kranke.denm von der Prnsimgs stelle bereits länger als bis zmn 29. April Berug von Vollmilch bewilligt worden ist, sindet von 20.27. April am Zimmer 9 des SlädtisckM Lebensmittel-

AU8 dem welche.

Ergebnisse der Hindenburg-Spende.

Berlin., 21. ?lpril. ,WTB.^ Nach den neueren Feststellnugen der VerNTaltimgsuelb' der H i n de n b n r g s p e n d e winden im Königreich Prensten lns zum 31. März 1917 2 644 750 .Kilogramm oder 52 985 Zentner schmalz, Speck. Fleisch rmd sonstige Nah- rungsmittel von deii Landwirten für die Rüstiingsarbeiter srü- Nbllig lcüUigxbracht. Die Sammlungen haben sich feit dem 27 Januar 19!7, au welchem Tage erst I 191 000 Kilogramm oder 23 820 Zentner im Königreich Preimen gesammelt »raren, mehr als ver­doppelt. Besonders ausgc-zeichnet liaben sich die Provinzen Ost­preußen mit im gmizen 6234. Hannover 5795. die Rhein- Provinz 5446, die Provinz Sachsen 5013, Westfalen 5154

von

den

Etes, Ost-Mlage 13 statt. Näheres siehe BLnmtnm^ung ** Lchluiselwaren-Verteilung. Die Ausgabe GriLtz, Nudeln silvie .Haserstockyen erfolgt von Mittwoch, vr.

April 1917 ab gegen Barzahlung und Rückgabe der Bestell- Ausirepe. Es enkmllen auf die Person je 80 Gramm Grieß, sowie l e . ® ta f Tttni Nickeln und Haferflocken. Ter- Kleinverkaufs- Vvchstpreis für das Pfund Grieß beträgt 28 Pfennig, für das Psuiw vaserckockim 44 Pseimig imd für das Pfund Nudeln Sorte 1 72 Pfennig und Lorte 2 50 Pfennig. Siehe Bcfaimtmachung -* Kartossel-Ablieserung. Wer bei der Be- ftandsaufnahme von: 1. März 1917 im Besitz größerer Mengen Kartosieln loar, als ihm zustanden, wird durch Berfugutig des Oberbürgenneisters zur Mlieferung der ihm nicht zustehenden Mengen aufgefvrdert. Die Abnahme sindet statt: Dienstags und Freitags in-der alteii Gewerbe­schule. Es werden bezahlt: 5.50 Mk. für den Zentner gute Spersekartoffeln, 2 Mk. für den Zentner Kartoffeln, die sich nur noch zu Futter-, nicht zu Speisezwecken eiguen. Wer die Kartofseln nicht nach der alten Gewerbeschule bringen kann, hat. die ablieferungspflichtige Menge bereitzustellen nnd dem Stadt. Lebensrnittelamt schriftlich Anzeige zu er­statten. Diese Mengen lverden durch das Stadt. Tiefbauamt abgeholt, wobei ein ellvas geringerer Preis vergütet wird Soweit die Ablieferung der beschlagnahmten Kartoffeln bis spätestens 10. Mai nicht geschehen ist, erfolat Enteig­nung. Es wird dann 1.50 Mk. für den Zentner lneniger aezahlt. Nckl-eres siehe in der Bekanntnrachung unseres heutigen Blattes.

^ ,, Auszeichnung. Katastergeometer Otto Kalbfleisch, Stephanstraße, Fahrer bei einer Trainkolonne, zurzeit beschäftigt m seinem Berus bei einer, starten stelle in Rußland, erhielt daÄ Eiserne ^Kreuz 2. Klasse.

**SilberneHochzeüt begehen am 24. ds. Mts. Heinrich M a l k e m u s (zurzeit im Felde) und Frau, gab. Stumpf.

** A p r i l m a ch t 's w i e e r w i l l. Die Wahrheit dieser guten alten Bauernregel bestätigte der gestrige Sonntag im vollsten Maße. Das blendende Frühlingswetter mit Sonnen­schein und mildwürziger Luft wurde plötzlich von Regen- fchauern^ überfallen, die in wildem eiskaltem Ansturm vor­überpeitschten, um nach garnicht langer Zeit dem besseren Wetter sein Recht wieder einzuräumen. Dieser Witterungs­wechsel wiederholte sich von morgens bis abends und über­raschte manch einen, der sich vonr Sonnenschein ins Freie locken ließ, mit einer unliebsamen Dusche.

Landkreis Gietzen.

** Allertshausen, 22. April. Zur sechsten Kriegsanleihe zeichneten die Schjüler der einklassigen Schule 1160 Mart gegen 390 zur siinften Auleihe.

§ Kesselbach, 23. April. Die hiesige Spar^ und Vorschuß- rafse zeichnete sür die 6. Kriegsanleihe den schönen Betrag von runo »^,.000 Ml. Neben diesen! Betrag zeichneten die 70 Sck>üler der Volkssckiulc 6130 Mk. Bei der 5. Kriegsanleihe zeichneten die Schüler nur 700 Mk. Auch in unserer Gemeinde l-at es also an Opfernint nicht gesehltz um zum lanaersehmen fi-rieden bei zutragen.

, * O b b o r n h-o fen, 20. Llpril. Von der Grube Wölfersheim

llef heute nachmittag die Nachricht ein, daß der Bergmann Wilhelm Z i m mer tödlich verletzt sei. Er war an einer Kreissäge beschäftigt, wobei ein Splitter Holz absuhr und ihm die Halsschlagader durch­schlug, was den sofortigen Tod herbeisl'chrte. Die Teilnahme ist allgemein.

--ui. Villingen, 22. April. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag brach in einer hiesigen Hofreite Feuer aus, dem eine Sckfeune zum Opfer fiel. Ein Weiterumsichgreifen des Feuers konnte glücklicherweise verhütet werden. Ein gefangener Russe, der hier arbeitet, ist verdächtig, das Feuer angelegt zu haben.

' - Kreis Büdingen.

Eckartshaüsen, 23. April. Hier wurde zur 6. Kriegs­anleihe der Betrag von .150 000 Mark gezeichnet. Die Spar­und Darleheustässe zeichnete auf eigene Rechnung 60 000 Mark, die hierin enthalten sind.

4t Michelau, >23. April. Durch die rege Werbetätigkeit des 1. Lehrers S t r a ck-Rinderbügen, der hier Unterricht erteilt, umrden in unserem Dörfchen 16 228 Mark gezeichnet, >ro;?t btf Gemeinde mit 3500 Mark beteiligt i)t, an Kriegs spar karren n/urboi 228 Mark gezeichnet.

Kreis Friedberg.

Z. K i r ch -G ö n s, 22. April. Die beiden hiesigen Schulllassen zeichneten zur sechsten Kriegsanleihe 3850 Mk. Der Kanonier W'. R ü h l, Sohn des Landwirts und Lagerhalters H. Rühl II.. erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Die Hessische Tapferkeitsmedaille wurde ihm schon früher verliehen.

-m. Wohnbach, 22. April. Ter Ende der 10er Jahve stehende Briefträger B. von hier hat gestern seinem .Leben durch Gehängen ein Ende gemacht^ Vor aäch Tcrg-en verlor der llngliickliche seine Frau durch Pen Tod. Er dürfte daher die Tat in einem. Ansalle von Schwermut ausgeführt haben. Zwei no ch im mündige Kinder srnd so zu Waisen geworden.

!1ertteL;cv.i-rs.

Lawinenstürze in dtr Schweiz.

Bern, 22. 2(pril. Im Kanton Uri nnd im Reusttel

- v |. . ...... .... herrsch

gegenwärtig (große Lawinengefalir. U. a. verfchüttetc anr Sonnabenl eine Lwvine südlich des, Bahnhofs Erstfeld die Brücke der tVotthard bahn, so daß der Betrieb eingleisig beivältigt werden muß. Heut« morgen ging eine Lawine beim Bahnhof von Gurtmellen in außerordentlicher Ausdehnung nieder. Wegen der fortgesetzten Ge. fahr ist die ganze Gegend abgesperrt. Tie Häuser ans dem tzlurt- meller-Berg lverden geräumt. Die Feuerwehren sind zur Hilsi- leistung aufgernfen worden.

Bern, 22. Aprll. (Privattelegrst Nach dem Lawinennnglüö in GösthenLn haben die Rettnngsarbeiten lvegen immer neuen Latvinen eingestellt .werden müssen. Sechs Männer liegen noch unter dem Schnee. Eine Leiche ist geborgen. Tie beöanrtte Ricnatal- 'anüne hat die Kantonstraße verschüttet und einen Stall zerstört. Soeben wird ein Lawinensturz bei Gurinellen gemeldet, durch den zwei Häuser mit ihren Bewohnern verschüttet sind. Die Lage im ganzen Kanton Uri ist si-rehtbar. Im Kanton Glarus hat eine Laanne Een halben Kilomettw breit den Sernftflnß und die Straße verschüttet. F'inf Ställe wurden zerstört, aber das Vieh gerettet.

Letzte

Ein Erkurrdigrmasflur; über Benedrg.

Rom, 21. April <WTB. Nichtamllich.) Meldung de Agenzia Stefani". Am 17. April näherte sich bei zlveifel haftenc Wetter ein f e i n o l i cd e s F l n g z e n g g e s ch w a der, das von Zerstörern nno U-Booten unterstützt war Venedig, um eine Erkundung in Massen dnrchzuführen Ein schneller Gegenangriff italienischer und französische' Flugzeuge, sowie das Feuer der 2lbwehrbatterien verhinder ten die feindlichen Avvarade, die Stadt zu überfliegen Im Verlaufe der Luftrümpfe, die sich bis ans große Ent ernnngen von der Küste abspielten, wurde ein feindliches Flugzeug abgeschossen. Zwei unserer Wasserflugzeuge sin! nicht zurückgekehrt.

Empfang der Möwemailnschasten in Berlin.

Berlin, 23. April. Bei dem gestrigen Berliner Emp­fang der Mannschaften derMöwe" trat Frau Admira v. Lans an die 2lbordnung heran und sagte, man sei stott in Berlin, die Helden zu sehen, denen das Vaterland nie ver gesfen tverde, was sie getan. Frau Burggräfin Dohnc ' bloß sich diesem Dank airs fvarmein Herzen an. Danr jmückten junge Mädchen die Matrosen mit Blumen nnt überreichten ihnen Zigarren. Unter patriotischem Gesang« ging es, Jungdeutschland voran, in die Stadt. Am Denkm«

wurde Halt gemacht nnd eine kurze Ansprach

Bismarcks gehalten.

Von der Ministerberatung der Entente.

Berlin, 23. April. Bei der: englisch-französisch-itall« Nischen Minifterberatnngen soll, wie verschiedene Blatte berichten, die kritische wirtschaftliche Lage Italiens ein besondere Rotte gespielt haben.

Von der britischen Neichskonftrenz.

Berlin, 23 April. Laut Meldung desLok.-Auz." cm* bei Haag lausen in Kanada Gerüchte um, wonach auf der brilckche Reiäfskonserenz in London Veränderungen in der territorialen Bei eimgung der großen britisä>en Kolonien besprochen worden seier So sei die Vereinigung von Neufundland mir Kanada beabiichttg dein auch die deutschen Südseebesitzungen angeglieoert werden soll ten.^ Dentsch-Südwestafrika und Dentsch-Ostafrika sollten der süd afrikanischen Union zngeteilt werden,

Indianer auf dem Knegssiltz.

Berlin, 23. April. Wie demLok.-Anz." aus Basel fk achtet, wird, fverde aus Washington gemeldet, daß Senator Venros vorgestern einen Gesetzentwurf eingebracht habe, wonach die Ein richttmg von zehn Indianer-Kavallerie-Rogimeutern von zusammei 90 000 Akann vorgeschlagen n»erdc. Alle auf diese Weise ?nge wordenen Indianer würden auf diese Wjeise amerikanisch' Bürae werden. ^

Rußland.

rc { a '. 23 k Aus Petersburg berichtet di

-voss. Ztg., Lenin suche die Nutzlofigkeit des Krieges zu be weisen und die Volksmassen gegen England unb Frankreitt auszuwiegeln.