Ausgabe 
20.4.1917 Erstes Blatt
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Hessen-Nassau.

ha. B u ch e n a u , 20. April. Ern hiesiger Kriegsteilnehmer, ^on dem man int zwei Jahren nichts mehr gehört hat, ist jetzt als Kriegsgefangener in Sibirien ermittelt worden. Bei der hiesigen und Tarlehnskasse wurden 86 600 Mark auf die (I. Kriegs­anleihe gezerä)net. Darunter befinden sich 4500 Mf»ul- >erchnungen.

vevmnehtes.

* Wieviel Künstler gibt es in Deutschland? In emem Äupatze über die Vorbildung unserer Künstler hatte Wil-

von Bode geäußert, das;zehntausende von Knnstmalern und zrunstvildbauern die deutsche»» Städte bevölkern". Dieser Behaup­tung '.var Professor Arthur Kamps, der Direktor der Berliner Kunstakadenne, entgegengetreten, indem er meinte, txif? man die Zahl der dentscdni Lbünstler nur etnm ans 4500 mrsetzen könne. Gekeimrat Woldemir von Seidlitz in Dresden hat diese Meinnngs- verichiedendeit zum Anlaß genoimnen, um über die wichtige Frage der Zukunft der Vorbildung unserer Künstler von einer Anzahl von Künstlern und .L imitsrenn den ihre Meimmgm einznholen, imd er veröfseurliän jetzt das Ergebnis dieser Umfrage, in einem tigenen, soeben bei E. A. Seemann in Leipzig erscheinmden Hefte. Darin wird nun auch die Frage der Zahl der Künstler in Dentsch^- land nül>er untersucht. Aus Dreßlers Künstjahrknich für 1913 ergibt sich ine Zahl vr»n 6500. Die Berufs- und Bcirieb-szüblung von! 1907 gibt 7505 Maler mid 3694 Bildhauer Frauen einbegrii ien^, zusannnen also 11199 Künstler an. Außerdem sind noch 18 779 Personen anderer künstlerisck>er Gelv-erbe, iGraveure, Stein- schneider, Ziseleure, M-odelleure. Musterzeichner u,'w5 angeführt, die hier nicht in Betracht kommen. Eine Kontrolle dieser Angaben erlauben die Wahlen über den Besuch der deutschen .Knnsinkadeniien. Die 11 Akademien zu Berlin, Königsberg, Kassel, Frankfurt a. Mt, lStädel», Düsseldorf, München, Dresden, Leipzig. Stuttgart, .^Karls­ruhe und Weil war waren nach den Zahlen für das Wintersemester 1913/14 zusammen von 1880 Schillern im Jahre besucht. Rechnet man. daß ,edec eine Lehrzeit vo»t durchschnittlich fünf Jahren durchwacht, also in filnf anfeinanderfolgenden Iahresberiästen auf- geführt nnrd, so folgt daraus, daß nach dem Stande unmittel« bar vor dein Kriege jedes Jahr durchschnittlich 378 Schulest in die Akademien eintreten. Nimmt man weiter an, daß jeder von diesen jährlich hinznkommenden 378 Künstlern es auf eine durcd- schnchtliäie selbständige Arbeitsdaner von 25 fahren 'dom 25. bis 50. Lebensjahre) bringt, was hochgerech.net ist, so würden lvir eine Zahl von 9450 gleichzeitig lebenden Künstlern erhalten, die sich infolge des Aibsterbens eines Teiles von ihnen während der 25 Arbeitsjahre auf einen Durchschnittsbestand von etwa 8600 verringern »mirde. Diese natürlich nur ungefähre Rechnung führt also fast auf das Doppelte der von Professor Kampf angenommenen Zahl. Dabei sind aber immer noch die von Privatschulen kom- irrenden, sowie die Schüler von Kunsttwwcrbeschulerr, die zur reinen Kunst übergehe»'., rricfyt mit gerechnet. Ödlt man an dem Ergebnis der Berufszählung, also den 11 200 Künstlern fest, so-würden zu den auf Akademie» vor «gebildeten ,8600 noch 2700 hinzukoinmen, die an anderen Stellen ihren Unterricht erhalten haben, was nicht zuviel '.u sein scheint und den Tatsachen entspreclien dürfte. So kommt man also auf etwa 110OO als ^lahl der gleichzeitig in Deutschland lebenden Künstler, ivohl gemerkt: derfreien" Künstler, während die Vertreter der angen-andten Kunst wohl noch das Dreifache dieser Zahl ausmachen dürften. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß diese Zahl eine bedenkliche Ueberzengnng an künstlerischen .'frästen bedeutet und die Gefahr fortschreitender Proletarisierung eines erheblichen Teiles der Künstlerstrurdes in sich schließt.

* Der Erfinder der Zündhölzer. Durst? den Krieg haben die Zündhölzer in gewissem Sinne eine erhöhte Wert- 'chätzung ersabren. Dalmer dürfte auch die Frage nach dem Erfinder der Zünd be;w. Streichhölzer interessieren. Es war ein. Staats­gefangener Jp. F. Kemnlerer aus Ludtvigsburg. Er war zu sechs Monaten Haft auf denr .Hol-errasperg verurteilt. Während dieser Zeit beschäftigte er sich in seiner Zelle eifrig mit dein schon früher gefaßten Plan, die altmodischen Tupfhölzchen dnrch bessere Zünd­hölzer zu ersetzen. Bekanntlich/ mußten die Tupfhölzchen,, die au dem einen Ende mit SstMestl überzogen waren, in ein Fläschälen mit Asbesr, das mit Schwefelsäure befeuchtet war, betupft werden. Dieses Versahre»» mar natürlich/ etwas umständlich und nickst immer wirksam. Der FestnugskomMandant war einsichtsvoll ge­nug, dem Gefangenen die Einrichtung eines chemisclien Labora­toriums zu gestatten. So experimentierte er mit Phosphor und entdeckte audi zu Ende seiner .Haft wirklich das Zünd- oder Streichholz. Als Keminerer daun in Freiheit kam, widmete er 'ist', ganz der StreictMozfabrikation. Leider gab es »roch keinen Patentschutz, infolgedessen machten sich bald kapitalkräftige Leute die Erfindung zunutze. So entstanden mehrere Fabriken. Indeß wurden die Zündhölzer im Jahre 1835 in vielen Staaten wegen ihrer Gefährlichkeit verboten, später jedoch wieder freigegeben. Der Erfinder starb 1857 im Irrenhausc.

* Die Kriegs h i l f c der K a b y l e n. Unter den farbigen Hilfstruppen, welche die französische Negierung mit einem nicht unerheblichen K ostenaufwand nach Europa kommen ließ, befinden 'ich auch die stabilen, die zur Friedenszeit das 5>ebiet von Tunis und Algier bewohnen. Da die Kabyl-en aber »lickst für die Front geeignet erscheinen, sind sie heute in Paris als Straßenkehrer zut erblicken. Ihre Tätigkeit ist, nach einer Schildenuig des L'Oeuvre, die folgende:Sie gehen :,n drei urtb vier durch die Straßen^ Schaufeln und Besen auf de»l Schultenr. In diese»»» Auszug suckln sie nach einer ruhigen gemütliche»» Ecke, »vo eine Anzahl Kehricht- kästcn sich au» in Fußsteig Gesellschaft leisten. Wem» die Kabylen ihr Ziel erreicht haben, legen sie Besen und Schaufeln respekt­voll auf das Pflaster nieder n»rd nehmen selbst würdig ans den Kelstickittislen Platz. Manchmal gibt es i»» diesen Kisten einige eßbare Ueberreste, die oon den Kabylen sehr geschätzt werden. Das bedeuler eine unliebsame Konkurrenz für die Hunde der Umgebung, die ebenfalls nach Abfällen zu stöbern pflegen, sich

aber nicht an die Kabhlen herantrauen, da sie von ihiren Flöhe zu erwischen fürchten. So sitzen also die wrtrefslick>en Kabylen kauend da und beiracksten die Vorübergehenden. Wen»» ein Raucher herankommt, opfert sich einer der Kabyl-en für seine Kameraden, »»»dein er mit einigem Energieansivand aufstehl »ind den Herr»» um Zigaretten anbettelt. Wenn die Kabylen aber eine Tarne Vorbei­gehen sehen, äußern sie ihre Bewunderung und zwar »,»»l so lauter, \e dicker die betreffende Dame i,t. Dies ist sehr lehrreich, denn inan kann daran den Nationalgeschmack der Kabhlen erkennen. Manchmal geschieht es auch, daß eine solche Gesellschaft von Kabylen durch die Ankunft eines städtischen Kehrichtwagens gestört wird, der die Kehrichtkisten abholt. Tann sind sie gezwungen, ihre Besen und Schaufeln ausznheben und sich crndeswo ein neues Ruheanartier zu suchen. Wenn sie nach Hause schreiben, werde»» sie aber sicherlich mitteilen, daß die Pariser Administration des höchsten Lobes wert ist. Nur »vir dummen weißen Franzosen wundern nns darüber, weshalb die Regierung so viel Mühe und Geld aufgcwendet hat, um die edle»» Kabylen nach Paris kommen zu lassen!"

Letzte Aachllchtm

Der Ansturm im Besten.

Berlin, 19. April. (WTB. Nichtamtlich.)' N i v e ll e er- weist sich noch rücksichtsloser im schonungslosen Ein- satz und Opfern von Menschenleben als Ioffrc. 2tus allen Berichten unserer Kan»pftruppen g'Z hervor, dag Die Ver­luste der Franzosen an einzelnen Stellen der großen Schlacht alles ! bisher Dageweseire übertreffe»». Unsere Führw lutb Truppen sind mit jedem Quadratmeter des (Geländes völlig vertraut. Sie neftrren den Gegner, der vielfach aus der Verbindung mit seiner Artillerie gekommen ist, unter »nörderisches Feuer. Besonders schwer waren die Verluste der Russen, denen Frankreich die Ehre einräumte, an eiuem der sckiwersten Abschnitte der gan.zcn Kampffront, am Bft >»ront. sick) die Lorbeeren zu holen. Auch der gestrige Kampftag brachte den Franzosen keine grösseren Erfolge. Das Resultat diese. Tages steht in schreiendem Riißverhällnis zu den gebra.. ten Opfern. Ten Fehlschlag der^ großangelegten französischen Operation an der Aisne und in der westlichen Champagne suchst der französische Heeres­bericht durch die wortreiche Aufbauschung der errungenen Einzel- ersolge zu verschleier»». An keiner einzigen Stelle vermag er einen bedeutungsvollen Fortschritt der Fra»rzosen zu melde»». Selbst dem Laien Wird ein Blick auf die Karte deutlich niack-en, daß es a»» keiner Stelle sich um nrehr als rein örtl. Erfolge ha»rdelt, die die Franzose»» teils in schwere»» verlustreichen Kämpfen, teils durch elastisches Aus- biegen der deutschen Truppen zu erzwi»»gen vcrrnochten. Die von den Franzosen gemeldete»» Gefangenenzahleu müssen angezweifelt lverden.

Nördlich der [Aisne !und »wrdwestlich von Reftns war das Artilleriefeuer ^äußerst heftig: »>»»- übrigen fanden mir Tcilkäinpse statt. Heftigie Angriffe »nördlich Beaulne, östlich Craonn-e linb westlich des Brimont »vuvden unter sch»v«ercn Verlusten für den Gegirer abgesckstagen. Bei der fveiivillige»» Llufgabe des vor »rnserer Stellmrg liegenden Waldes von Ville-aux-Bois überließen »vir dein Gegner gesprengte Geschütze.

In dem Kampfgelände bei' Arras keine Jnfanterietätigkeit. Bei den fortdauernden Patrouillei»i.ämpfei» bei Lens erlitt der Gegner e»nvfindliche Verlust»'. Südlich der Scarpe steigerte sich das Artillerief»mer teilweise erheblich. Bis zur Oise niar das Artillerien feuer sckMächer. St. Quentin wurde von der feindlichen Artillerie abermals schwer beschossen, wobei das Rathaus und der Börsen- tnrm besonders n»itgeno»»»men würden. An verschiedene»» Stelle»» »ourden feindliche Patrouillen durch »virkrmgsvollcs Feuer zurück- gejagt. Bei St. Queirtin wurden feindliche Gräben, die dicht vor nnseren Stelbungen läge»», von uns gesä»ck>crt. Ter Gegner e»'litt erliebliclre V»wluste. Elf Gefangene und ei»» Maschinengewehr rvnrde»» eingebracht.

In Mazedonien reger Artilleriekampf an der Crvena Stena. Eine Kavallerie Offiziers-Patrouille setzte in der Nacht zum 18. über de»» Ohrida-See, landete zwischen den fei»»dlichm Üinten und zerstörte die dortige»» Fernsprechleitnngen. Nach einem zirwi- stündigcn Aufenthalt u»»d Handgranatenkamps kehrte die Patrouille ohne Verl»»ste zurück.

Zürich, 20. April. (L. A.) Wie hier in bestunterrich- teten Kreise»» behavvptet »vird, hätten die Franzose»» den Durchbruchsversllch »nit 600 000 Mann unteri»o»nmen. Der Versuch sei gescheitert.

Genf, 20. 2lpril. Aus Nivelles Hauptguartier berichtet der Petit Parisien", daß die erste deutsche Linie »nit einer Zähigkeit verteidigt wi'irde, die zu einer wahrhaft furchtbare»» Sch1achtha»»d- lnng geführt l)abe. Nivelles Streitkräfiei» seien die schwierigsten Aufgaben zugefallen. Tie französischen Verluste auch n»»r an- nähermd zu bczifser»», ver»neidet derPetit Parisien".

Stockholm, 19. April. (WTB. Nichtaintl.) Der militärische Mitarbeiter desSvenska Tagbladet" schreibt in einem Aufsatz über die Schlacht an der Westfront: Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Franzosen mit ihrem gewaltigen A»»griff bezweckte»», in einer ei»»zigen Schlacht die deutsche Linie zu zerdrücken. Aber das Ergebnis ist bisher im Vergleich zu den unerhörten Opfern recht mager. Die Deutschen wäre»» gut vorbereitet, wem» es ihnen auch nicht gela»»g, de»» Verlust der vorderste»» Linien z»» vevÄnder»», so haben sie doch sckx>n jetzt dem weiteren Vordringen der Franzosen einen sehr er»»sten Riegel vorgeschoben. Das von den Franzosen, eroberte Gebiet erscheint recht unbedeutend. Unerivartet rasch ist die ftanzösisck>e Offensive auf ihren ersten toten Pu»»kt gebracht. Die Zukunft i»» zeigen, »vie »mm sie wieder in (tzang bringe»» ka»»i».

Aufhebung der polnischen Enteignungsgesetze.

Berlin, 19. April. Wie ans parlamentarischen Kreisen ver- la»»tet. besckwstigt sich das preußische Staatsministeriun» mit der Frage der Aushebung der polnischen Enteigmmgsgesetze und der Sprachenparagraphen. Die Frage sott demnächst in dem von der

Regierung in: Abgcordnctenliause umrissenen Sinne gelöst lverden und sofort dem Könige zur Bestätigung vorgelegt !»>erden.

Dem Bundesrat liegt der voin Reichstage angenommene A»»- trag auf 2lufhebu»»g des Iesuitengefetzes vor. Seine Annahme er­scheint sicher »ind die kaiserliche Genehmigung »väre dann noch ein- zuholcn.

Der bulgarische Kronprinz im Großen Hauptquartier.

Berlin, 19. Llpril. (WTB. Amtlich.) Kro»»prinz Boris von Bulgarie»» weilte ,z»t mehrtägige»n Aufenthalt im Große»» Hauptquartier bei Seiner Majestät dein Kaiser und kehrte gestern wieder nach Bulgarien zurück

Eine neue Ententekonferenz?

Genf, 20. April. Der e»»glische Premierminister Lloyd George ist mwermutet nach Frankreich abgereist, um a»» einer plötzlich einberuse»»en, auf mehrere Tage berechneten.' Ente nteko»tferen z tei lz un e hmen.

Der wachsende Einfluß des Arbeiterrates.

^ Bern, 18. April. (WTB. Nickj'tamtlich.)Corricre oella Sera" »neidet zur Lage in Petersburg unter dem 16. 'Aprils Rußland »nacht cittc betrübende Phase in der politisch?»» Festigung durch. Ter revolutionäre Arbeiterrat l-at eine Entschließung an gc»»om»nen, nach welcher er die Regierung mir unterstützen wolle, wenn diese zusammen mit dem Arbeiterrcrt an der Befestig»»ng der revolutionären Erfolge arbeite. Das Blatt sagt: Natürlich, ist mit einer solchen Entschließung der latente >konflikt zwisäum dem Kmnitee u»»d der Regierung nicht ausgeglichen. Der Gegensatz z»visck)en der Ilegiermrg n»»d den» Konrftee rufe eine Be»veg»mg hervor, die iieuc Ereignisse zur Entivicklrmg bringt. Man spricht: von den» ^Eiirtritt neuer, dem revollltionärcn Arbeiterrat ange hörender Minister in die Regierung. Tie provisorisckje Regierung »»»ahnt zur Eintracht. Militärauto»»wbile durchfahren die Straßen u»»d verteilen Flugblätter, m denen cs heißt, daß Einigkeit not wmdig sei. Man hoffe, daß die Beinühungcn der euglifcljen und französischen Sozialisten bei dein Arbeitmat ein Ergebnis haben iverdei». Besoiidore Hoffnunge»» setzt »»ran auf Plechanoss, der aber in der Arbeiterpartei die Mnderheit »>e»7trete. Es handele sich un» eine Bewegung, die jetzt erst anfange und die noch viele Der- Wickelungen und »mvorhergesehene Ereignisse durchwachen müsse.

Unruhen in Kiew.

^ Stockholm, 19. April. (WTB. Nichtaintlich. > WieSvenska Tagbladet" aus Haparanda crsälirt, sollen in der Hingebung Vvn Kiew sich ernste Unruhe»» abgespielt haben. Bewaffnete Banden, sollen angeblich die Miliz entwaffnet »tnb die Macht an sich ge­rissen haben. Das Militär, das von Kietv ausgcsandt »vurde, mußte den Bande»» eine richtige Schilacht liefern. In dein Markt flecken Brusiloff fand ein Iudenprogrom statt. Weithin herrscht völlige A»»arch»e. Auch, von Odessa gehen ähnliche Nachrichten ein. Tort wurden am Tvirnerstag zwölf Gutsbesitzer aus Bessarabien verhaftet, weil sie für die alle Regierung agitierten.

Die Verhaftung Rennenkampfs.

Ge»»f, 20. April. (L. A.) Die in Petersburg erfolgte! Verhaftung des Generals Rem»enka»r»pf erfolgte im Auf­träge des Kriegstninisters Gutschkow »vege»» Hochverrats' »uit der Begründung, Renneukampf habe sich gegen di« Machtbefugnis der prov»soinsch«t» Regierung aufgelehnt.

Rußland unter englischer Herrschaft.

Zürich, 19. April. Rach einen» Kopenhagener Bericht der Neuen Züricher Zeitung" fordert die englische Regierung, daß alle in Dänemark ausgestellten Reisepässe »»ach Rußland auch das Visum des englischen Ko»»suls tragen müssen. Tie russische Regierung hat augenscheinlich dieser Forderung Englands stattgegeben, da seit kurzem alle nach Rußland Reisenden auch bei dem englischen Konsul die Reiseerlaubnis einholcn müssen. - >

Die Lage der Deutschen in Südamerika.

Genf, 20. April. Aus Buenos Aires melden Pariser Blätter neue Zusammenstöße zwischen Neutraliften und Ententefreunden, wobei einige Personen verletzt wurden. Aus Porte Alegre wandern fortwährend deutsche Familien nad\ Uruguay und Argentinien aus.

Kämpfe in Nordafrika.

B c r»», 19. April. (MTV. Nichtamtlich.) Lyoner Blätter mel-- den aus Cafablanea: In Suk cl Had hatte»» die Franzosen harte Kälnpfe mit den Anhänger»» Abd el Maneks zu bestehen. Mehrere Töfter wurden von den Frm»zosen gestü»7n»t. bis schließlich am 6. April daS Hauptlager ?lbd el Vianfts nach lebhaften Kän»vfen genom»ncn lverden »önnte. Auf seiten der Franzosen wurden ein Offizier und drei Soldaten getötet, 29 Mann verw»»»»det.

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