tcrtLDS, ben Verband oer Deittfcfycit toerö^eTetne, die pol- 'mfdje BeruftVereinigung, die Arbeitsgemeinfchast der kauf- rnärnrifcheu Verbände, die Arbeitsgemeinschaft der technischen Verbände und die Arbeitsgeincinschast für das ein- l>eitlicr>c Angestelltenrecht folgendes Schreiben gerichtet:
Gencralsrldmarschall v. Hrndenlnrrg hat mir das irr Abschrift beiiMügte Sä reiben übersarrdt, das ich gleichzeitig der Tages- Presse zur Veröffentlöckumg zügelten taffe. Es bedarf keines besonderen Himveises, daß es in erster Linie Aufgabe der berufenm Vertreter der Arbeiter sein nsftd, die non dem Geareralfetdmarschiff in Anregung gebinchte Aufklärung in umfassender Weise zu orga- irtftercn und nachhaltig zu fördern.
Eine wichtige Grundlage für den Erfolg des toirtschaftlichcn Drrvcktbaltens in der Heimat ist die rückhaltlose Zusammenar'rei! der Arbeiterorgmrisativnen urit dem Kriegsamt, trne dies auch bei der Verabschiedung des Hilfsdierrstgesetzes in lvsondever Weise zum Ausdruck gebracht worden ist. Tie Worte des FeldmarschaNs imr- deil geiviß dazu beitragen, daß die deutsche Arbeiterschaft sich dessen l>ewußr bleibt, daß die im Hilfsdienstgasetz für den Krieg vorgesehene Regelurrg b's- AÄ-eitsVerhältnisses für die Arbeiterschaft nicht nur Rechte, sorrderrr anch Pflichten geboacht hat.
Daher' bezweifle ich «auch nicht, daß an dieser Stelle das Beraut.- wortuug m.-fühl und das Pstichtbewußtsein in der Arbeiterschaft vollert Widerhall finden wird.
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Schckow an das bulgarische Heer.
Sofia, 18. Llpril. (WTB.) Die Bul-g arische Dele- grapl-enagentur meldet: Anläßlich des Osterfestes richtete der Generalissimus Schekow an das Herr folgenden Ta-ges befahl:
Offizier, Unteroffiziere ürwd Soldaten der tapfererr bulgarischen Armee!
Aor dem religiösen Freudentage. u*> die Glocken in Errrem Vaterlande die Aufcrstehiürg des Erlösers verkünden, behauptet Ihr siegreich rmd rvachsam im Angesicht der Gegner unsere Stellungen, fern vvrr der Heimat, urrter einem unaufhörlichen Donner der Geschütze als Retter des Vaterlandes. Ihr steht allein dort iunter, vor dem Feinde, aber an diesem Tage eilen die Gedanken mib Gefühle Eurer Verwandten und des ganzen kmlgarischeni Volkes, das Ihr befrcrt lzabt, z-u Euch. Es ist keine Bauernhütte, wo nicht zugleich mit Gebeten für den Erlöser des Mensch-mgo- schlechtes ancö Gebete mit Tränen des Dankes für die Helden — die Erlöser Bulgariens — gespr-ock-en werden. Ith sckstieße mict- diesen Gefühlen an und danke Euch in meiner Eigenschaft als Führer für die glorreichen Waffentaten, die Ihr bis jetzt vollbracht habt. Jck> spreche Euch mein Vertrauen aus, daß Ihr dkufo fest auf Girren Poster bleiben werdet, wie Ehristtrs auf denr Kalvarienberge, um wahre Erlöser sein bis zum Ende und bis zu jener Wiede rau fers t e hung .der Gerechtigkeit rmd Freiheit, für die Tausende Eurer Awneraden ihr Blut vergossen haben.
Die Revolution in Nutzland.
Falsche Gerüchte.
Berlin. 19. April. (Priv.-Tel.) Tie Gerüchte über einen sechsstich.digen Waffenstillstand mit Rußland entbelwen der Grundlage.
Die „FreiheitSanleihe".
Petersburg, 18. April. (WTB.) Meldung der Pe- rersürrrg-er Telegraphen agentur. Morgen wird oie Zeich- • umg <tu f die gro ße, s 0 g enarrute Frei heits auleih e eröffnet iverden. Die Regierung richtete uns biefem Anlaß innen Aufruf au die Bevölkerung, in dem es heißt:
Der mächtige Feind ist tief in unstr Land ein gedrungen und droht, uns niederzu) versen und uns wieder der alten, heute der- i chlmrndenen Regierungs form zuzutreiben.. Nur die Anspannung aller unserer Kräfte kann rms den heiß ersehnten Sieg verleihen. Nur die Aufwendung zahlreicher Milliarden kann das Land retten. Die Organisation des freien Rußlands auf den Grundlagen der Gleichheit des Rechtes vollenden helfen, ist kein Opfer, das das Vaterland verlangt, sondern nur die Erfüllung einer Pflicht. Wir bringen unser Geld dem Staat und legen eine neue Anleihe auf, um so unsere Freiheit und unfern Besitz zu retten.
Die Rückwanderung der russischen Auswanderer.
Petersbu rg, 19. April. (Meldung der Petersburger Tele- grapheu-A-gentur.) Zu Heu Gerüchten über die Schwierigkeiten, die die englische >und die französische Regierung gewissen russischen 2huswanderern -gemacht haben, die nach Rußland zurückzu keinen wünschten, erklärt der Minister des Aeußern M il j u k 0 w gegenüber Pressevertretern, er habe alsbald nach Bildung der provisorischen Regierung Me Konsuln angewiesen, allen Auswanderern freie Reise zu gestatten. Trotz der getroffenen Maßnahmen sei u. a. ein Mitglied der zweiten Durra zurückge halten worden, lim enta gütig jede Behinderung der stiückkehr nach Rußland für die Aus- ;vanderer zu beheben, habe die provisorische Regierung eMwgislche Schritte imterirominen und den Konsuln gedrahtet, daß sie zweifelsfrei die Heimkehr allen Auswanderern, ohne Unterschied ihrer Ansicht über den Krieg, gestatten.
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Berlin, 19. April. (Prüxrtteit.) Der „Berl. Lvkalanz." meldet aus Stockholm: Die Unordnung auf den russischen Eisenbahnen bewirkt täglich mehrere schwere Unglücks fälle. Auf der Station Krivjandino ist ein Per- sowenzug von einem Güterzug gänzlich zerschmettert worden. Die Zahl der Toten beträgt 50, die der Verletzten 64.
Das englische Unterhaus und die Bereinigten Staaten.
London, 18. April. (WTB.) Unterhaus. Zur Begründung der bereits mitgeteilten Entschließung, die das Bor- gelter der Vereinigten Staaten von 2lmerika begrüßt, führte Minister Bonar Law u. a. aus:
Wir begrüßen den Anschluß des neuen Alliierten auch wegen dcr moralischen Rechtfertigung, die er uns für unser eigenes Vorgehen gibt. (Beifall.) 'Amerika ist wie das britische Reich in den Krieg verwickelt worden, nicht aus eigenem AÄrnsch und nicht me gen eigener Fehler, sondern weil es nicht anders handeln konnte. 2v größte aller Fragen, welche in diesem Kriege errtschicden wird, ist die, ob die freiheitlichen Einrichtung-en, auf denen Fortschritt, Zivilisation uub Wohlfahrt der DLenschheit beruhen, gegen eine zentralisierte Macht von znrlitärischem Despotismus standhaltcn oder nicht.
Asauith führte zur Unterstützung der Entschließung aus: Fch bim im Zweifel, ob die neue Welt selbst die volle Bedeutung des Schrittes, derr LlmerAa getcm hat, sich vergegenwärtigt. Es ist keine Säuneichchei und keine llebcrtrerbmrg, wenn ich sage, es handelt sich um eine der selbstlosesten Handlungen in dcr Geschichte. Seit nrehr als hmdert Jahren war der Haupt- grundsatz der amerikanischen Politik, sich von eurvpäisä-en Ver- rmcklmrgen sreiz-uhalten. Ein Krieg in einem solcher Maßstabe wie dieser muß oeit iuternationalen .Handel und Geldverkehr stören. Mer, alles in allem, glaube ich, daß er den materiellen Glücks- gütern und der W-ohlfahrt des ameribrnisckzcm Volkes wenig Abbruch, tat und keine amerikaniscktel Jnleresserr der .Heimat oder Uebersee und ain allerwenigsten die Wahrimg der heimischen llnab'hüngigkeit imb Freiheit durch die Ansprüä)e und Ziele der Mittelmächte iv-mittelbar bedroht sirrd. Es ist die zwingende Gewalt des Ge- «ch.sens der MenschlM (Beißall), dessen .Kraft und zwitigenbe Nacht Monat für Monat mit der allmählichml Enthüllung des «nähren Charakters der deutschen Ziele mrd der deutschen Methoden ror den Augen der Welt wächst. Tie ganze Zukunft dcr Zivilisation und besonders der Dnuokratie ist in Gefahr. In einer solchen tag.- sich fernzuhalten ist nicht nur eine Torheit, sondern mt Verbrechen
Dill 0 n sprach «m Namen der irischer Nationalist-en und fchloß sich der BegrüßiUlg dcr Bereinigter Staaten an. Im Ramm der Arbeiterpartei sprach Wardle
Tie Entschlietzmrg Bonar Laws wrrrde darauf zur Abstminumg gebracht und unter Beifall angenommen.
Das ettgrisch.amerikanische Zusammenarbeiten.
Amsterdam, 19. Tlpril. (WTB.) Wie ein hiesiges Blatt berichtet, ineldet die „Times", daß es wahrscheinlich) sei, daß sich eine englische Konrmission nach Amerika begeben werde, um über Fiuanzangelegenheiten und das Transportprobleur Rat zu erteilen.
Lebensmittelmangel in Amerika.
Bern, 19. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der Newyvrker INitarbeiter des „Matin" meldet: In einigen Wochen wird die L e b e n s m i t t e l f r a g e in den Bereinigten Staaten die gleiche sein wie in Europa. In den großen Zentren l beginnen die LeberrSmittel knapp zu werden. Die Preise sind beträchtlich gestiegen. Die Speisenfolge in den Wirt- sch-aften hat sich seit der Kriegserklärung um die .Hälfte verringert.
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LebertSmiLLe mangel in England.
Londvtc, 19. April. (WTB.) Meldung des Renter- schen Bureaus. Das Kriegsamt hat die Bestandsaufnahme für Pferde, Maulesel, Rinder, Schafe, Schweine und für Ackeroeräte angeordnet.
(Der Lebensw.ittatkoiitrollenr hat durch eine Berord- inrng die Herstellung von leichter B a ck w a r e verboten und für die Herstellung und den Verkauf von Kuchen und Biskuit einschränkende Bestimmungen erlassen.
London, 19. i/lpril. (WTB.) Meldung des Reuter- schech Bureaus. Es wurde ein Plan zur Erzeugung van Zucker im Jnlmrde ausgestellt. Hierzu soll ein Kapital von einer halben Million Pfund Sterling dienen, von denen 125 000 Pfund das Sch-atzmnt zürn Ankauf von Land in döewark in einenr Umfang von 5600 Acres beigesteuert hat.
Die trüben Arrsstchten der englirchen HandelSschiftahrt.
Berlin, 18. April. (WTB. Mchtarntlich.) Die Zuspitzung des englischen Frachtraumes. Das „Journal of Commerce"^ vorn 1. 4. 17 bringt Betrachtungerr über die trüben Aussichten der englischen Handels- schi f fahrt nach dem Kriege. Bon 100 Sclstffen, welche die englische Regierung requiriert habe, seien 80 Frachtdampfer der regelmäßigen Linienschiffahrtsfvege. Die Heraus- ziehung der Schiffe aus diesen Berbindnngeir, welche mit! britischem Unternehmrnrgsgeist anfgebant sind, bedeute eine Störnrrg, welche der Zerstörung des größten Teils des in ihr liegerrden Kapitals gleichkomme. Die Schiffahrt nach Jndierr und dem fernen Ozean werde durch das Eingreifen des Schisfahrtsdittators auf das schwerste gefährdet. Für den Augenblick aber müssen die Bedürfnisse des Landes jedem anderen Um stände vorangehen.
Die VerßaaLlrchuttg dev Secfischcrer in England.
Amsterdam, 18. April. (WTB. Nichtamtlich.) „All- gerneen Handelsblad" entnimmt einer schottischen Fischereizeitung, daß die britische Regierung die Uebernahmc der Seefischerei durch den Staat plant.
Eine Kabinettskrisis in Griechenland.
Athen, 19. April. (WTB. Mchtanctlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Man glaubt, daß die Demission des Kabinetts unmittelbar bevorsteht.
Secfrfeg.
9leue N-Booterfolge.
Berlin, den 19. April. (WTB. Amtlich.) Nach Meldungen in der Zeit vom 13. bis 18. April zurückgekehrter U-Boote sind im Kanal, im Atlantischen Ozean und in der Nordsee neuerdings feindliche und neutrale .Handelsschiffe von insgesamt 93 000 Brutto-Negister-Ton- nen versenkt worden.
Nach bisherigen Ergänzungsmeldungen der U-Boote befanden sich unter den am 6. und 13. April bekannt gegebenen U-Boot- Ersolgen folgende: Der bervasfnete englische Dampfer „Bcnhealher" (4741 Br.-N.-T.) mit Holz, der englische Dampfer „Hindustan" (3692 Br.-R.-T.) mit Holz nach England, englischer TanLampfer „Powhatan" (6117 Br.-R.-T.) mit 6800 Tonnen Teeröl, Kapitän gefangen genomnien, englischer Schoner „Silvia" init Tonerde nach Roneii, die englisckien Fis-cherfahrzenge „Lord Scarborongh", „Gibraltar", „Lord Kitck-ener", „RccLo", „Maggie Roß" die französischen Segler „Peroe Neige" mit Kohlen nach Brest, „La Tour d'Auvergne" mit Grnrbenholz nach England, .,St. Maudez" und ftanzösisä)cr Fischkutter „Roland", russischer Dampfer „Hesperus" (2231 Tonuen), ein portugiesiscl)-es Bollschisf „Argo" (15F3 Br.-R.-T.) mit Holz, Baumwollsaat und Milch nach England, früherer dcnrtscher Segler „R. 6). Rickners" mit 7500 Tonnen Zucker, Kapitän gefangen genvurmm, die norivegisckicn Dampfer „Dieto" mit Erzladnng, ans Geleitzug l-erausgesclWssen, „Camilla" (2456 ,Br.-R.-T.), „Kongsharig" (380 T.), die norwegischen Segser „Fiskaa" mit Oclknchm, „Najade" von Westen kommend, dänischer Dampfer „Gurre" (1866 Donnen), schwedischer Danrpfer „Ester" >(2632 Donnen), ferner sieben Dampfer und ein Dreimastschoner, deren Namen nicht festgestellt ^rden konnten, daricuter ein Dampfer, der auf dem Weg von Bordeaux naich denr Westen aus dem Begseüzug herausgeschossen wurde, ein Dampfer, wahrscheinlich^ frarrzösischer Nationalität rmd bewaffnet, mit Petro- lennr und Holzladung mit Kurs nach Qnessant, ein großer Tank- dampfer, ein beivaffneter Dampfer von etwa 5000 Donnen unter norwegischer Flaage, ein bewaffneter großer Dampfer vom Typ „Arabic" oder „Cretic".
Der Chef des Admivalstabs der Marine.
Bern, 19. April. „Petit Journal" zufolge ist der griechische Dampfer „Thern istvkles" mit 2500 Tonnen Kohleir versenkt worden.
Nur dem Reiche.
Jesuitengesetz und Spracheuparagraph aufgehoben.
Berlin, 19. April. (WTB.) Der B n n d e s r a t ist (lvie angekiindiat ivurde) in seiner Sitzung Vinn 19. April 1917 de^n Beschluß des Reichstages, das 0fesetz über den Orden der Gesellschaft Jesu vom 4. Juli 1872 auf- zuheben, beigetreten.
In der gleichen Sitzung hat der Bundesrat deni Beschluß des Reichstages, den § 12 des Reichsvereinsgesetzes vonl 19. April 1908 (S p r a ch e n p a r a g r a p h) zrl b e - seiligen, seine Znstirrynnng erteilt.
Batockr über die Lebeusmittelsrage.
Berlin. 19. April. (Priv.-Tel.) Der „Berliner Lokalan- iger" meld't aus dem Haag: Dem Vertreter emes lwlländischen! lattes gegenüber äußerte Präsidern Batoeli sich über deir Stand der Lebens in ittelfrage u. a.: Die letztem Atonale waren eine schwere Pri'lftmg. Deutschland hat sie überstcmden. Wie lange der Krieg auch noch dauern tonnte, Deutschland winde vor eine schwerere Prüfung nicht gestellt lueitn: können. Das Leben in den Großstädtm tvar von Januar bis März lvirllich schwer. Tnrä-l che lange Winterkälte ivnrtter kur Säpoierigkeitei. ,n>ch vermelirt.
Aus Stadt unfe €cmb.
Gießen. 20. Aprü 1917.
Mordtat in der Strafanstalt Butzbach.
Butzbach. 20. Tipril. G-estenr nachmittag ist dcr Ge- fangeneuwürter Arnold in der Zelle eines Sträflings ermordet morden. Der Sträfling, ein wiederholt wegen Diebstahl und aiwcren Vergehen vorbestrafter Verln'eckrer. der vor kurzem eine fünfjährige Zuchttwusstrafe angcrreten hatte, zog die Uniform des ermordeten Wärters an und ging flüchtig. Dank sofort eingeleiteter Nachforschungen wurde der Verbrecher wenige Stunden später in F r i e d b e r g dingfest gemacht und soll \ycntt wieder in die Strafanstalt e i n g e l i e f e r t werden.
Zwei weitere Zuchthaussträflinge sind gestern morgen von einem Arbeitslommando im Walde entwichen. Da man ihnen auf der Spur ist, wird auch hier die Wiederverhaftung nicht lange mrf sich warten lassen.
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** Auszeichnung. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt der Bahnschlofser Otto Fuchs ans Gießen, der als Pionier ins Feld gerückt, jetzt als Minenwerfer seine Schilldigkeit für das Vaterland tut.
** Verkehr mit Milch. Zu unserm Hniweis im 2. Blatte nuferer heutigen Nnmnier sei berichtigend nach- getragen, daß die Ablieferung für die Knbhalter ni Gie ße n in der städtischen Milchvertchlnu-gsstelle (Molkerei Gebr. Grieb), Schanzenstraße zu geschehen hat.
** Ein vierbeini g er Dieb, der sich ohne Fleischkarte gestern nachmittag eine frische Lebcrwnrst gemopst l-atte, erregte, als er damit das Zöeite suchte, am SelterSweg den Neid und teil- n>ci}o auch die Heiterkeit der zahlreichen Passanten. Das Bild, tvelches die kräftige Dogge bvr, als sic hocherhobenen Hauptes die große Leberwurst im Maule, aus einer Nebengasse kommend», jtolz den Seltersweg bis znm .Kreuz l-erauf trabte, war aber auch so drollig, daß selbst 0er Metzgermeister, dem sie nxgstiebitzt war. dem vierbeinigen Dieb nicht hätte böse sein können. Einige Buben, toelche erst verdutzt dreingeschaut hatten, nachträglich aber .den Hund verfolgten, um i'hni die Beute abzujagen, ließen bald davon ab.
** Notgeld und Eisenbahn. Der Eisenbahnminister hat genehmigt, daß das von Stadtgenwinden, Sparund Darlehnskassen usw. zur Behebung des Mangels an Scheidemünzen ausgegebene Notgeld (5-, 10-, 50-Pfennig- itücke und -scheine) von den im Bezirk der Ausgabe lieaon- den Eisenbahnkassen bis zu 90 Pfg. rn Zahttmg genornmen wird. Das Notgeld ist von den Kassen nicht wieder zu verausgaben, sondern bei den Ausgabekassen nmzntauscherr.
. ** F a l s ch e _ e i f e v n e Z e h n p fen n i g stü ck e. Bor einigen Tagen befanden sich zahlreiche falsche eiserne Zehn- Pfennigstücke im Umlauf, die offenbar ans einer Bleuegie- rnng bestehen. Die Falsifikate unterscheiden sich von den echteil Stücken durch überaus schlechte Prägung, am linken Adlerflügel fehlt ein ganzes Stück, ferner durch einen weiß- schimmernd-en Bleirand, der sehr auffallend ist und die Fälschnng-en sofort erkennen läßt.- Die Falsifikate tragen eie Jahreszahl 1917, die Umschrift „Deutsches Reich" ist sehr schlecht leserlich. Außerdeirl sind die Fälschungen etwas größer und stärker als die Originale.
Landkreis Gießen.
ga. Beltershain, 20. April. Heinrich L a u n s p a cb von dar, der seit Beginn des Krieges mit dell 116ern im Felde stand und jetzt bei einer Stnrmtt'uppe in Frankreich kämpft, wilrde dicrch Verleihung der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.
^ Ga. Grünberg, 20. April. Tie Realschule fat das neue Lchnliahr am Montag begvlmen. Ter Unterricht konnte wegen Kohlenmangel jedoch vorerst lwch nicht ausgenommen mxhm. 40 Schüler sind eingetreten, davon 32 ül die Serta. Tie Gesantt- zahl der Schüler beträgt 158. — Das Eiserne Kreuz 2. Kl. wurde für /wackeres Verhalten beni Musketier Heinrich Kaiser, der bereits seit Beginn des Krieges im Felde steht, am 2. Oster--, feiertag überreicht.
-m. Holz heim, 20. April. Dem Musketier .Heinrich Müller, zurzeit bei einer Maschinengewehr-Kompagnie, wurd« das Eiserre Kreuz und die Hessische Tapferkeitsnredaille. verliehen, anch Mlrde er zuin Gefteiten befördert. Ter Musietrer Georg Jung wurde ebenfalls mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, das ihm vom Kronprinzen persönlich überreich!, wurde.
ga. Kc s s e l b ach. 20. Llprrl. Musketier Karl W i eß n e r erhielt für sein tapferes Verhalten das Eiserne Kreuz 2. .^assle.
Kreis Alsfeld.
ga.^Atz en haiu , 20. April. Bei dem lnesigcn Spar- Vorschußverein wurden 142 000 Mk. siir die 6. Kriegsanleihe gezeichnet, bei der fünften waren es 120000 Mk.
oz. D e ck e n b a ch, 20. dlpril. Die Hirrdnrburgspe'.lde ergab 388i Eier, 10^-Pfund Butter, 27 1 /;; Pfund Dörrobst, 14 >fund Erbsen,' 19V? Pfund geschälte Gerste, 3 1 /» Pfund Speck und Wcrrst, 7 Pfund Mehl. 16 Töpfe Honig, 4 Glas Gelee, 1. Liter Ocl, ly« Pnind Döwgemüsc, 2 Pfund Meervettig und 8 Brote. Alle Olabcn sind luientgeltlich. — Ein ebenso erfreuliches Ergebnis Initte linker reger Beteiligung die Zeichnung zur 6. Kriegsanleihe durch Vermittlung der Schlile. Es wurden 10 205 Mk. gezeichnet. Die Zeich^ nung zur 5. AnleÄ>e betrug 1160 Mk. Ktenre und Erwachsene taten ihre vaterländische Psticht.
oz. Kirtorf, 20. April. Denr Larcksturnlmanu Wich. Lenz wurde für tapferes Verhalten vor dem Feinde das Eiserne .Kreuz 2. Kl. verliehen.
ga. Nieder-Ohmen, 20. April. Gefteiter Georg W nrm - Sohn des Zimmerrnnsters Ltdam Wurm, welckxer seit Anfang deS Krieges im Felde steht und im Besitze der Hessischen Tapferkeits^ Medaille ist, wurde am 22. März zum ldttcroffizicr liefördert.
oz. Reibertenrod, 20. April. Die hiesige Schule zeickmete zur 6. Kriegsanleihe 800 Mk.
oz. Ruhlkirchen, 20. April. Der Musketier Karl Fink von hier wurde mit dem Eisernen. Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet unter gleichzeitiger Beförderung zum Gefreiten.
oz. S chwab enro d , 20. April. Die Schulkinder von Schwabenrod imd Münch-Leusel zeichneten zur 6. Kriegsanleihe 4150 Mk. An der 5. waren sie mit 3355 Mk., an der 4. mit 5111 Mk.be- teiligt. — Der Gefreite Karl Korell, ein Sohn des verstorbenen Bürgermeisters Korell, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse.
oz. S t r e b en d 0 r f, 20. April. Für die Hindenburgspcnde wurden hier gesammelt: 405 Eier, 14 Pfund Graupen, 12 Laib Brot, 3 Töpfe Mus. 11 Glas Gelee, 2y 2 Pfund Butter, 3 Würste, 45 ^Pfund Mehl, 6 Pfmcd Dörrobst, sowie Kohlraben und Gemüse: alles unentgeltlich. — An der 6. Kriegsanlähe beteiligte sich die hiesige Sckprle mit 2550 Mk.
oz. S to rndorf, 20. April. Durch die Schule Storndorf nmrden 20 200 Mk. zur 6. Kriegsanleihe gezeichnet. Die jeweiligen Zeichnungen zu dar frül>ewn .Kriegsanleihen wurden von der jetzigen um das Zehnfache übertroffen.
Kreis Schotten.
oz. Stu mperle n rod , 20. April. Dem Landsturmmann Geist Ivurdc die Hessische Tavferkeitsmedaille verliehen.
Kreis Friedberg.
ob. Friedberg, 20. April. König Ludwig von Bauern verlieb ^r Fabrikailtengattin Elisabeth Megerle geb. Ullrich für ersprießliche Tätigkeit im Vereinslazarett Maikammer i. Nlein- Pfalz das König Ludwig-Kreuz. — M'usketter Otto Thomas, Sohn, des Schuhmachers Thomas, in einem, bayerischen Jnsan- terie-Negimenr, erhielt das Eiserne Kreuz.
ob Ober-Eschbach. 20. April. Bei der 6. ikriegÄrnleiha wurden in der hiesigen zweiklassigen Schule 8500 Aik. gezeiämet. Die 5. Anleihezeiäwung betrug 7500 Mk.


