Ijfj 1 cn^BÖltiflen.gefront a fitenb erfolgten Feststellungen auf
49 6 M ill tonen Mark gegen 395 Mllionen bei d« fünften r , ?^ c Gesamffumme der Frankfurter Zeichnungen für alle sechs Anleihen hat damit 2 2 2 6 Millionen Mark erreicht.
' . . T . fr o ch st a. M., 17. Llpril. Die Kinder der Kreisschul- msperriivn Höchst a. M. zeichneten für die sechste Kriegsanleihe die Mbche:Summe von mehr als 600 000 Mark gegen 466 000 Mark rm Herbst 1916. Judenl Zeichmmgsstiellen der Stadt wurden insgesamt 3 870 036 Mart gegen 2 848 800 Rt-crrk bei der fünften Anleihe gezeichnet.
t ** ®IL eA r b ?*» V 7 April. Nach Mitteilung der Reichs- vmifstelie Offenbach wurden rns gesamt 28 141000 Mark bei den hlestgen Banken, Sparkassen und sonstigen Annahmestellen ge- zerchnet. Tie fünfte Anleihe erbrachte 23,8 Millionen, so daß sie von der letzten Anleihe um 4 341000 Ddcrrk überzeichnet ist. T,eses außerordentlich erfreuliche Ergebnis stellt dem vater- lmrdtichen Pflichtgefül-l der Offenla.ck'er Bevölkerurtg abermals ein Spurendes Zeugnis aus. In Offenbach erbrachten ine erste Meide 5 940 000 Mk., die zweite Anleihe 19 067 000 Mk, die dritte Anleihe 28 395 700 Mk.. die vierte Anleihe 24 733 700 Mk., die fünfte Anleihe 23 800 000 Mk., die sechste Anleihe 28 141000 Mk Jnsgesantt 130 077 400 Mk.
** ,öniiöii, 18. April. Die sechste Kriegsanleihe hat im Bezirke der Reichs bankneben stelle Hanau ein Ergelmis gezeitigt, das mit stolzer Befriedigung genannt werden kann, lieber 25 Millionen .Mark sind gezeichnet worden, gegen 16,4 Millionen Mark bei der fünften Kriegsanleil>e.
Darm stadt, 17. April. (WTB.) Auf die sechste Kriegsanleihe find in lTarmsladt achtzig Millionen Mar? gegen 60 Millionen bei der fünfleyr jund 6ll MMillionen bei der vierten gezeichnet wvü>en.
A s ch a f f e n b u r g , 17. April. Das Ergebnis des sechsten Kriegsanleihe beträtft hier 8,5 Millionen Mark, bei den letzten Anleihen 6,7; 7,2; 8 und 5,2.
Stuttgart, 17. April. (WTB) In Württemberg find fifcr ^ insgesamt 555 Millionen gezeichnet worden,
Mgen 40o bei der stchften Kriegsanleihe. Im ganzen sind in Württemberg ans sämtliche Kriegsanleihen 2 224 M illionen tsezeich'- net worden.
** Kriegsanleihezeichnnng im Felde. „Ein Zei-
für den guten Geist und die Siegeszuversicht unserer Truppen an der Front ist das unerwartet glänzende Ergebnis der Feldzeick>- nungen für die 6. Kriegsanleihe. So wurden in einem Regiment, das Kur.)grötzt>en Teil aus hessischen Landeskindern besteht, bis Mitte April 609 000 Mk. gezeichnet. Daran sind über 20 v. H- der Regiments-Angehörigen beteiligt. Außerdem haben auch die Minderbemittelten durch Erwerben von Sparkarten zu bem erfreulichen Ergebnis beigetragen. Die Division, der das Regiment angehört, hat nahezu 2 1 f i Millionen aufgebracht."
^ ** Auszeichnung. Misketier Wilhelm Schneider, 'Lohn des Zugführers W. Schneider, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.— Der Musketier Ernst Söhne! von hier wurde mit der Hessischen Tapserleitsmedaille aus gezeichnet.
^ * Mübter, welche nachts in Fabriken arbeiten urw wäl-rend dieser Zeit ihre Kinder versorgt wissen möchten, mögen sich bei dem Borstand der Klcinkinder-Bervahranstalt, Pfarrer Schvvccke, persönlich melden.
, ** Zur freiwilligenMelduugHilfsdienstpflich- iiqtx für den Dienst in der freiwilligen Krankenpflege verweisen wir auf eine Bekcrrmlma-ckwng der Kriegsamts stelle Frankfurt im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes.
** Das heutige Kreisblatt Nr. 66 enthält eine Bekanntmachung über Druckpapier sowie eine Anordnung des Reichskanzlers über die Verarbeitung von Gemüse.
Landkreis Gießen.
** Staufenberg, 18. April. Zur freiwilligen Hinden- vurgspende lieferte unsere Gemeinde ab: Pfd. Dörrobst,
5 Pfd. Obst, 81 Eier, 1V 4 Pfd. Wurst, 1*/ 4 Pfd. Speck, 4 Pfd. Brot, 1 Pfd. Graupen und 14 Psd. Mehl. — Deo Lcmdsturmmaim Ludwig Stephan dahier ist den .Heldentod fürs Vaterland gestorben.
Kreis Büdingen.
. r. Selters, 18. April. Dem Kanonier A. Spitznagel -rm nahen Effolderbach wurde die Hessische Dapferkeitsmedaille verliehen.
Kreis Wetzlar.
bcm Kreise Wetzlar. 17. April. Im ganzen Kreise Wetzlar begannen polizeiliche Absnckiableilungen in sämtlichen Landorten mit einer Bestandsaufnahme der Lebensmittel bei den Selbftversorgern, besmtders des Brotgetreides, auch Gerste, Hafer uni) Hüssenfrüchte wurden sestg-estellt. Landsturmleute vonl Ersatzbataillon HocM a. M. waren deu einzelnen Kommissionen zugeteilt.
Hessen-Nassau.
va. Atzbach, 17 April. Am Freitag treffen 90 Kinder aus dem Jiidnstrre ge biete hier ein, die für längere Zeit bei Familien untergebracht werben. Zöglinge des Wetzlarer Lehrersemin-ars haben sich tn den Dienst unserer Landwirtsäiaft gestellt
mr Frankfurt a. M., 17. Aprü. Bis zum 30. Juni laufenden Jahres hat jeder Hühnerhaltcr 30 Eier von jedem Huhn abzuliefern, da die Stadt Frankfurt in dieser Zeit für den eigenen Bedarf 800 000 Eier zu dem von der Bezirksnerstelle gelieferten Quantum zuschießen mutz. Der Magistrat l)at bisher vergeblich versucht, eine Milderung dieser Bestimmung, die für Frankfurter Verhältnisse eme außerordentlich harte Maßregel darstellt, zu erreichen — Die brennende Saatkartoffelfrage ttntrbe unter Mitwirkung des ^Magistrats hier glücklich gelöst, so daß alle Kartoffelzüchter, besonders aber die Kleingärtner, mit Saatgut beliefert werden tonnen Wenn sie auch keine Frühkartoffeln erhalten, so find doch Späikartosfeln in ausreichender Menge vorhanden, daß alle Anbauflächen bestellt werden können.
. =7 ■^ranffurt a. M., 17. April. Die Jahresversammlung
des Deutschen Vereins für W o hnun g s c c fo r m fand nn hiesigen „Kaiserhof" untre der Leitung des Geheimrats Dr Dietz-Darmstadt statt. Im Mittelpunkt der Vcwhandlungen stand ein Vortrag von Lanbeswohnnugsinspekdvr Gre tz s ch e l - Tarmstedt über den augenblicllichen Stand der Wohnungsfrage Wenn ehedem in der Wohnungsreform Südde>rtschland die Führtmg inne hatte, so seien jetzt Preußen und Sachsen ihm umrdig' und aus- gleick-cnd -i-r Seite getreten durch zahlreiche Gesetze, Einrichtung von Schätzungsämtern, Stadtschaften usw. Die ganze Bewegung hat'durch den Dneg eme hervorrageiide Fördenmg erfahren Gewarnt wurde in der Ansprache vor der Anlage zu üppigen Bauten und Straßenaulagen. Generalsekretär Tr. v. Mangold wies bei der Erstattung des Jahresberichts daraiif hin, daß die (ana jährige aufklärende Tätigkeit des Vereins jetzt reiche Früchte trage
Die Geschäftsstelle des Vereins wurde noch von Frankfurt nach, Berlm verlegt, der Sitz des Vereins bleibt dagegen in Frankfurt.
— Oberursel, 18. Avril. Einem 71jährigen „jungen" Ehemann in einem Nachbardorfe wurde heute ein kräftiger Junge geboren. — Lieb Vaterland.
Ccftiv naebriebten.
Französisches Urteil über die Mesttärnpfe.
Rotterdam, 17. April. „Eckw de Paris" und „Petit Pafften" erllären, daß der erste Tag der französischen Offensive befriedigend gewesen sei. Die.Kämpfe dauern an, die Gegenaktion des Fe'irdes sei stark. „Echo de Paris" sagt, daß der Angriff per Franzosen nur ein anschließendes Vorgehen an die Offensive der Engländer sei.
Frankreichs Iahresklasse 1918.
Bern, 17. April. (WTB. Nichtamtlich.) Pariser. Blättern zufolge ist die Jahresklasse 1918 vorgestern und gestern eingerückt und m die Ausbildungslager abgeschoben worden.
Generalgouverveur von Bissing erkrankt.
Brüssel, 17. April. (WTB. Niclffamtlich.) Nachdem das Befinden des Generalgouverneurs von Bissing schon in letzter Zeit zu wünschen übrig gelassen l-atte, hat er sich erneut Schonung aus- erkegen müssen. Der Kaiser hat jetzt mit seiner Vertretung den Gouverneur von Antwerpen, General der Infanterie von G w e h l, beauftvagt.
Die kurländische Front.
. Sto ckholm , 17. April. Petersburger Blätter berichten aus Riga: Im nördlichen Teü der Front sind infolge der Schneeschmelze Ueberschwemmungen eingetreten. Die Schützengräben laufen voll^. Wasser. Die Soldaten sind daher zum größten Teil ut die Stadt zurückgezogen worden. Im vielen Straßen der Stadt selbst steht das Wasser 4 Meter tief. Infolge der Ueberschwem- mung ist die Versorgung der Stadt erschwert. Sie lebt spärlich von geringen Vorräten
_ Die Fricdrnsströmmig in Rußland.
Stockholm, 17. AplÄ. Gleichzeitig mit dem ComM'uniqus der von der provisorischen Regierung beeinssußten Petersburger Telegraphenagentur über die Resolution des Kongresses des Arbeiter- und Solbaten Verbandes veröffentlicht dieselbe wieder ein Commimiguä über die am 11. April eröfßtete .sponserenz der Repräsentanten des Arbeiter- und Soll-ateitverbandes, der von Vertretern von 83 Städten und revolutionäre Lobakorganisationen! an der Front beschickt war, und beschloß, die Vorbereitung eines altrussischen Kongresses zum Zweck der Konstituiere mg einer Zeu- tralleitung für revolutionäre Beweglmgen zu treffen. Der Vorsitzende der Koriferenz, Tscheidse, betonte in seiner Begrüßung, daß nur die revolitziouäre Demokratie die Frage über Krieg und Frieden zu entscheiden labe. Tie Verzichtleistung auf Annexionen sei nur der erste Sckj-ritt, der z-tveite müßte sein, die Revision aller Verträge, tue von den kriegfül-reicden sdvalitionen beschliosf-en loordest sind. Die russische Demokratie solle alle Erstrebnngen für die gesamte Politik des Friedens in allen Ländern der Welt nnterstützen.
Rotterdam, 17. Aprü. Nach einem Petersburger Bericht des „Nienwe Rvtterdamsck-e Courayt" erfolgte die Atmahme der Entschließung des Kongresses der Kreisräte der Arbeiter und Soldaten mit 325 gegen 57 Stimmen. Sie loeirdet sich nicht rmr gegen die Annexionen, sondern Mich gegen jede MrKvirklMg an dem Versuch zur Verstärdma der Foortt. Alle Wortführer der Soldaten hielten antimüitaristische Reben und erklärten, es müsse mit dem Krieg (zu' Ende tattcit. Rußland trolle den Frieden, aber keinen Frieden mit einer Niederlage und keine mit Schinde besudelte Freiheit.
Dem Pariser Korrespoitdenten der „Stampa" berichtet ein russischer Gewährsmaim: Es gibt keine Duma mehr, es ist gar kein Platz mehr für sie vorhanden. Tenn in dem Katharinensaak des taurffchen Palastes hcorsen drchtg^rängt die 1600 Arbeiterund Soldatendelegierten. die das gemischte Komüee bilden. Sie find dort Tag und Nacht. Sie essen, sie schlafen und sie beraten dort. Für die Duma ist so wenig Platz mehr wie für die Ndmarchie. Kein Mensch hat die Energie, sie .viäderherzustiellew. Die Kommission, der die Duma bei Ausbruch der Revolirtvon ihre Vollmackürn übertragen hatte, ist von einem mächtigen ströme mitgerissen. In jedem Falle geht es auf die sozial-förderative Republik zu. Krieg und Frieden sind längst Nebensache geworden. Vor allem steht die schwere Ausgabe l^vor, die Fragen der Landesverteidigung zu lösen. Es güt die Enteignung- aller herrsck-afllichen Güter von über 125 Hektar durchzuführen, sonne die neue Verteilung der Güter vorzunehmen, die seinerzeit aus dem Gemeindeland an wohlhabende Bauern gekommen sind. Die besitzlosen Banern lassen nickst locker, aber auch der Widerstarcd der 130 000 Besitzer herrschaftlicher Güter, die sie verlieren sollen, und die mehrere^ Hunderttausend reicher Bauern, die Länder abgeben sollen, ist nicht bedeutungslos oder leicht zu übergehen.
Ententekriegsktttz-er.
Aus Petersburg ivird vom 15. April berichtet. Die französischen und englischen Sozialdemckkrateii seien in der 'Nacht vom Fvertag zum Samstag mit dem russisck^n Verbannten, Pleckanow, in Petersburg angekoiunlen und herzlich b^griißt worden. Nach einer Erklärung der englischen Regierung im Unterhause handle es sich um eine Auswahl von Sozialisten mit äußersten Kriegszielen, die in Petersburg für den Krieg wirken sollet:.
Fahnenflüchtig in Rußland.
Stockholm, 17. Aprü. Tie Petersburger „Bicshöwija Wjckdomosti" mebdet, daß die Zahl der Fahnenflüchtigen ständig im Wachsten begriffen sei. Einige Trupyenteüe tretem energisch gegen sie aus wrd wenden sich mit Ausrußm an die Gemeinden, mit der Bitte, die .Fahtcxnflückiitigen unverzüglich gefangen zu nehmen und an die Front zurückzuschicken.
Di? österreichische Ministerkrisis.
Laut „Bossischer Zeitung" hat. muri) der polnische Landesminister Bobrniski seine Demission gegeben. Er begründete sie damit, daß die Voraussetzungen, unter denen er seinerzeit die Berufung in das Kabmett angetwmmen habe, sich als uuzutresselch erwiesen haben.
Die Behändlrmg der internierten Deutschen und Oesterreicher in Amerika.
Kopenhagen,17. Aprü. Wie aus New ?)vrk berichtet wird ist die von einigen Personen gehegt^ Befürchtung, daß die in New York internierten Deutschen und Oesterreichec als Kriegsgefangene behandelt nnb einer streu gm Zuckst unterworfen werden würden, von oem Einwanderungsminister How zerslrcnt worben. 'Dieser be- wnte, daß K>in Grurrd für eine solche Annahme vokliegen Kstrde. Die Jntertriertetc hätten keine Beschwerden laut »oerden lassen. wird alles urögliche im Interesse ihrer Gesundheit und rhres Wohlergehens getan werden.
MassenverchafNmgrn der Deutschen in Amerika.
Bern, 17. April. Wie die „Daily News"" behauptet, faßen! bisher 60 000 Deutsche in Amerika verhaftet worden setn.
Neue Zeitrechnung in Rumänien.
Berlin, 17. Aprü. (WTB. Nichtamtl.) Wie wir erfahren, ist für das besetzte Gebiet Rumäniens die Zeitrechnung neuen Stils, der gregorianische Kcklender im Gegensatz zum julianischen Kalender und die mitteleuropäische Zeit, und zwar jeweils die Sommev- und Winterzeit wie in Dentsckstand offiziell eingeführt worden. Die fapenannten festen Feiertage wie Epiphanias, Weihnachten usw., dre Termine für die Gerichtsserien mcd Sck)wurgerichtsvet> Handlungen usw. fallen famü 13 Tage früher. Ebenso sind bei allen Urkunden und Schriftstücken die Zeitangaben cmsschließlich nach dem gregorianischen Kalender und der mitteleuropäischen Zeit anzugeben.
Vvieskcrften der Redaktion.
Mnvuvmc Anfragen bleiben nuberü6srchtLgt^
tn. R. 1) Nach 8 1 der Bmrdesratsverordnuug über die Tvdes- erllärung Kriegs verschallener vom 18. April 1916 können 9lw- gehörige der bewaffneten Machte die am gegemvärtigen Kriege teilgenontmen haben und während des Krieges vermißt worden sind, im Wege des Aufgebots Verfahrens für tot erklärt werden, wenn von ihrem Leben ein Jahr lang keine Nackwickst eingegangen ist. Mit der Todeseckllärnng treten an Stelle der Vermißtenlöhnang die Hinterbliebenenversorgungs-Gebührnisse. 2) Nach einer 'Entscheidung des Reicheversichermrgsanrtes vom 22. Dezember 1916 sind im vorliegenden Falle neben der Pension aus dem Beamtem- Verhältnis ihres^ verstorbenen Ehemannes die vollen Kricgsver- sorgungsgebührnisse (allgemeüte Versorgung und Kriegsversorgung) zu zahlen.
Nmtttcher Teil.
Freiwillige Meldung hilft-ienftpslichtiger für den Dienst in -er steiwiAgen Nranken- psiege.
1. Die freiwillige Kratlkerrpslege umfaßt die Unterstützung des staatlichen Kriegssanitätsdienstes in der eigentlichen Krankenpflege, in der Kvankenbesörderung und bei der Tevotvcrwaltung. An der Spitze stehen der kaiserliche Kommissar und Müitärinspekteur sowie der stellv. Militärinspellcur dex freiwilligen Krankenpflege.
Die sveiwülige Krankeupilege wird dem Heeres-Sanitätsdienst eingefügt und von den Militärbelfarden veNveirdet.
2. Meldungen Hilfsdienstpflichtiger, die nicht wehrpssichtig sind, sind au das Bezirrskommando in Gießen oder an den Herrn Territorialdelegierten der freiwilligen ützrankenpslcge für das Gvoßherzogtum Hoffen in Dartnstadt zu richten.
Territorialdelegierte sind: in den Provinzen die Ober-Präsi-. denten, in Berlin der Polizeipräsident.
In den Aceldungen ist anzugeben, ob Hilfsdienstpftickstigc bereit sind
a) für den Etappendienst,
b) für den Heimatdienst oder
e) für den Etappen- und Heimatdiettst und
ck) für welche Zeit;
Verpflichtung auf Kriegsdauer erwünscht: Meldungen für weniger als sechsmonatlich: Dauer bleiben unberücksickstigt.
3. Tätigkeit Hüssdienstpflichtiger in der sreiwitligcm Krankenpflege kann mix durch Eingliederung in diese Organisation, nach vorhergo gang euer ärztlicher Untersuchung ermöglicht werden.
Schlecht beleumdete Personen 'haben keine Aussicht^ auf Annahme. Beibringung vmt Leumundszeugnissen wird empfohlen.
4. .Die in land- und forstwirtschaftlichen, sowie in Kriegs- wirffchaftsbetrieben bereits tätigen Hilfsdienstpflichtigen können nicht angenommetr werden. Es kommen in Frage:
Pfleger, Träger, Schreiber, Kaufteute, Köche und solche Personen, die sich, soweit erforderlich, für einen dieser Zweige für die fveiwillige Krankenpflege ausbildett lassen wollen: Kosten entstchen diesen Personen dadurch nicht.
5. Gebührnisse;
A. In der Etappe.
Vom Tage der Annahme durch den TerritoriäldelegkerterS zwecks Eingliederung in die sreiwülige Krankenpflege, also auch nrährend der Tlusbüdungszeit', die nach der Dienstvorschrift für die fveüoülige Krankenpflege zuständige Löhnung, die etwa derjenigetr der verschiedenen Dienstgrade des Uuterojftzier- und Mannsckwsts- standes entspricht (23,40 Mk. bis 63 Mk. monatlich), außerdem freie Bekleidung U7td Ausrüstung, freie Beköstiguna und Unterkunft oder die Glldl'ergünmg >üc bit,c nach den b.'pehend n Bestimmungen, fteie ärzlliche Behandlung^ Kur- n.nd Heilmittel, freie Wäjche- bereinignng, Versorgung nach dem Aiannschaftsversorgungsgesetz, MarsckMbührnisse bei der Einberuftrng und Enllassung, Familienunterstützung, fteie Eisenbabnfahrt bi gewöhnlichen Urlaubsreisen, unter Fortbezug der Gebührnisse, Schulgcldbeihilsen.
Die scheinbar geringe Löhnung eines Krankenpflegers erfährt durch die vorangegebenen weiteren GeMhrnisse eine wesenlliche Erhöhung, so daß das Gesamteinkommen, wenn überhaupt, so doch nur unwesentlich hinter dem der übrigen .Hilssdienstpslichtigen zurüch'leht.
B. In der Heimat.
Annähernd die gleichen Gebührnisse, wie in der Etappe, mit Ausnahme der Versorgung aus Grund des Mannsckwftsver-far^ungs- gesetzes und der Marschgebühriftsse sowie der Schulgeldbeibilfen.
6. Beförderungs.möglichkeiten bis zum Zugführer — etwa Vizefeldwebel entsprechend vorhanden.
7. Hilfsdienstpslichtige, die sich während der Ausbildung als migeeignet erweism, werden baldigst entlassen.
Bei UebcNveisung zur Beschättigung oder Ausbildung in der Heimat wird aus Lebensalter, Familienverhaltnisse, Wohnort usw. nach Möglickkit Rücksicht genommen.
8. Die Aceldung der .Hüfsdienstpftichtigen zieht zunächst nicht ohne weitere Annahme die Eingliederung in die freiwülige Kran- kenpftege nach sich. Als angenommen gilt eine Person erst dann, wenn ihr der Territorial delegierte eine Einberufungsmitteilung hat zugehen lassen.
9. Die Ausbildung kann in etwa 4—6 Wochen beginnen, sc
daß dem einzelnen genügend Zeit zur. Regelung seiner häuslichen Verhältnisse bleibt. r
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