S thx. Die Mrkuny war für alle, die Englands Kriegrung kennen, nicht überraschend. Das Lazarett e x - Vlodierte. Ein riesiges Munitionslager flog r n Id r e L u f t. Eine gewaltige Rauchsäule war bis weit hinter ore deutschen Linien bei Gardien und SVarneton sichtbar.
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Gute Erfolge unserer Flieger.
Berlin, 17. April. (WTB. Nichtamtlich.) Durch hän- «ende Wolken irnd Regen war am 16. April die Tätigkeit der beiderseitigen Luftstreitkräfte stark behindert. Trotzdein gelang es uns, imLuftkampf15und durch Abschuß von der Erde 3 feindliche Flug- Jeuge zum Absturz zu bringen. Rittmeister Freiherr v. Richthofen erledigte seinen 45. Gegner, Leutnant Wolfs blieb zum 16., Vizefeldwebel Fe st m er zum 12. Male Sieger im Luftkampf und Leutnant Freiherr v. Richthofen das 8. Mal. Besonders rege lvar die Tätigkeit unserer Erkundnngs- Und Infanterieflieger. Während es den ersteren gelang, an einer Stelle wertvolle Feststellungen über den Verkehr hinter der feindlichen Stellung zurücktz-ubringen, konnten sie an der französischen Angriffsfvont rechtzeitig nrelden, daß der (Gegner die Reserven zur Entscheidung vorführte und Tanks zur llnterstiitzung des Jnfanterieangrifss bereitstellte. Die Fnsarlterieflieger, deren Aufgabe es ist, dauernd die Verbindung mit der eigenen Infanterie zu haltert und sämtliche Bewegungen der feindliche!! festzulegen, unterstützten mit Erfolg Ne schwer kämpfende Infanterie, die gestern ihren Ehrentag hatte. Die tiesfliegenden Infanterieflugzeuge erkundeten vecht^itig, wie die feindliche Infaüterie die Sturm- Stellungen auffülE. In oft wiederholtem Angriff aus die dicht besetzten Gräben brachten sie durch ihr Maschinen- gewehrseuer der feindlichen Infanterie schon vor dem Antreten zum Sturm Verluste bei. Auch die moralische Wirkung solcher Flugzeugcrngrisfe auf den-Gegner darf nicht unterschätzt werden. Me feindliche Infanterie sieht lich stets überwacht, sogar in ihren tiefen Gräben, und durch Maschineugewehrfeuer aus nächster Nähe bedroht. Im hin- und herwog-enden Jnfanteriekaurpf endlich, wenn durch das Dauerfeuer der feindlichen Artillerie alle anderen Verbindungen ^nach rückwärts unterbunden sind, ist es der ^lfanterieflieger, der die eigene Führung über die Verhältnisse in der vordersten Linie ans dem Laufenden zu halten vermag. Auch diese Ausgabe erfüllten unsere Flieger gestern glänzend.
Die Beschießung Freiburgs.
London, 16. April. (MM8.) Dir Admiralität teilt
Mit:
. Infolge von Angriffen deutscher Unterseeboote ans Hospital- ichifse in direkter, offener Verletzung der Haager Vereinbarung 3tr. 10 führte ein großes, aus englischen und französischen Flug- seugeu bestehendes Geschwader als Vergeltung eine Beschießung der Stadt Ireiburg am 14. aus und warf viele
Bomben mit gutem Erfolg ab. Trotz einer großen Zahl von Luft- kämryen mit feindlichen Flugzeugen kehrten alle Maschinen in t t Ausnahme von dreien glücklich zurück.
D<r bulgarische Bericht.
Sofia. 17. April. (WTB.) Amtlich wird gemeldet:
Mazedonische Front: Auf der ganzen Front ziemlich schwache Kampftätigkttt, die durch sehr sctzvaches Artilleriefeuer chavakterfttert war. Nur im Eerna-Bogen und aus dem rechten Wardar-Ufer lebhaftes Lbrtlllettestuer nnt Unterbrechungen.
Rumänische Front: Bei Tulcea wenig Artillerie- und M^chinengLwehrseuer. O-estlich von Jsaccea vereinzelte Kanonen-
Der türkische Bericht.
Konstantinopel, 17. April. (WTB.) Amtlicher Heeresbericht vom 16. April.
Jrakfrvnt: Auf dem rechten Digrisuser nur Patrvulllen- gttechte, aus dem lrnken leichtes Infanterie- und Artilleriefeuer Nördlich der Diala Ruhe. Unser Flugzeugführer Haupt mann Schutz schotz erneu feindlichen Doppeldecker ab, der in der Nähe unserer Stellungen abstürzte. Die feindliche Besatzung war tot
Kaufasusfront: Außer mibedeulenden Patwuillengefsch' ten rm rechten Flügelabsclmltt l-errschte <nt der Front Ruhe. Von den übrigen Kriegsschauplätzen werden keine besonderen Ereignisse gemeldet.
vie Revolution in Rußland.
Eine neue Erklärung Mitjukows.
Bern, 17. April. (WTB.) Miljnkow erklärte auf eine Anfvage des Vertreters des ^Journal", ob man nach dem letzten Re-gkerungsmMnfest daraus schließen müsse, daß die Regierung auf jeden territorialen Eroberungs gedan ken verzichte: „Me großen (Veränderungen, die in Rußlarld erfolgt sind, haben natürlich neue Bestrebungen und Wünsche geschaffen. Die russische Demokratie saßt einen lktteg ins Auge, der die Völker von der Autokratie und dein Militarismus befreien würde. Es ist unbestrettbar, daß, die Rückwirkungen der Volksbewegung, die Unser Land veränderte, sich in einem Teil von Europa fühlbar .machen werden." Mlljukvw hob ferner- hervor, daß die provisorische Regierung alles unternehme, acm die Arbeit in den .KriegsWerkstätten zu heben und neue Mittel zu schaffen.. damit das Ziel erreicht werden könne. Me Festsetzung der konstituierenden Versammlung nrüsse Mrerst durch Vorbereitungen für das allgemeine Wahlrecht -gesichert werden. Die Regierung bemühe sich, bald eine Lösung m finden.
Neue Gegensätze.
Berlin, 18. April. Petersburger Meldungen des L. A zufolge hätte die russische Negierung in Petersburg Bekanntmachungen anschlagen lassen, in denen mitgeterlt werde, daß nach Aussagen von Gefangenen Hin- denburg einen kräftigen Vorstoß gegen Peters- bura vorbereite. Vom Arbeiter- und Soldatenrat veranstaltete Versammlungen, in denen die Behauptung der Regierung als Bluff bezeichnet wurde, der nur bestimmt sei, die Kriegsbegeisterung wieder zu entfachen, seien von regierungstreuen Truppen aufgelöst worden.
Kopenhagen, 17.April. (WTB. dttchtaintlich.) „Svzmb- demvkvaten" berichtet aus Stockholm: Me ck-auvinlstische Pvesse in Petersburg drängt die Regierung, dem dänischen Sozialisten- führer Borgsbjerg die Reise naw Rußland zu verbietet^ und erklärt, Borgsherg habe Rußland als halbbarbarisches Land bezeichnet, das die deutliche Kultur nötig habe. Sie veröffentlicht eine Rerhe ähnlicher Lügen, die augenscheinlich aus der englischen Northcliffe-Presse stammen und tendenziöse Anschuldigungen dänischer Chauvrnistenblätterd verschärft wiedergeben.
Kopenhagen, 17. April. (WTB.) Nach hiesigen Mattemneldungen ernannte die provisorische Regierung den bisherigen Logationsrat der Pariser Botschaft Sewasto- pulo zum neuen Gesandten in Kopenhagen an Stelle des znrückgetretenen Baron Burhoeveden.
„Politiken" gibt folgende Stockholmer Meldungen ans Petersburg wieder: Zwischen dem Arbeiter- und Soldaten- r«t sowie der Petersburger FabriVantenvereinigung wurde ein Abkommen getroffen über die Einführung'des Acht- 1 undenarbertstages urck eines Schiedsgerichts für Arbatsstreitigteiten in den Werkstätten der finnischer
Staatsbahnen. Es wird ab 31. April der Achtstnndemrrbeits-
tag eingeführt Scmrstags wird nur sieben Stunden gearbeitet; die Löhne werden derart erhöht, daß sie trotz des kürzeren Arbeitstages die gleiche Höhe behalten wie früher. Auch in einer großen Anzcchl von Privatbetrieben in Finnland wird der Achtstundentag eingeführt
Berhastnngen in Odessa.
Kopenhagen, 18. Aprll. Ein Telegramm der „Berl. Tidende" berichtet, daß in Odessa eine große Anzahl von Personen, die den höchsten Kreisen angehöcen, ins Gefängnis geworfen wurden, unter der Anklage, gegen die Revolution agitert zu haben. -
Die Bewachung des Zarenpaares.
Amsterdam, 17. April. „Allg. Handelsbl." meldet aus London, daß dem früheren Zar und der Z a r in verboten wurde, miteinander und mit anderen Gefangenen zu sprechen, außer in Gegenwart einer Wacbe. Diese Maßregel wurde getroffen, weil Briefe aus dem Palast geschmuggelt wirr den. Der Zar verfügt setzt über 3 Ziiumer des Palastes. Die Wache wurde verstärkt, die Verpflegung der Gefangenen vereinfacht
General Alexejew Oberbefehlshaber.
H cr a g, 17, April, (zf.) Reuter meldet aus Petersburg: General Alexejew, der nach der Revolution zum vorläufigen Generalissimus ernannt worden war, ist gestern telegraphisch von der vorläufigen Regierung endgültig zum Oberbefehlshaber aller russischen Heere ernannt worden.
Amerika und der Londoner Vertrag.
London, 16. Llpril. (WTB. Mchtamtl.) Der Washingtoner Korrespondent der „Morning Post' meldet: Ich erfahre, daß der Präsident nach sorgfältiger Ueberlegung zu dem Schlüsse kam, daß es unpolltisch sein würde, wenn die Vereinigten Staaten den Londoner Vertrag mitunterzeichneten oder die formelle Verpflichtung eingingen, nur mit der Zustimmung sämtlicher Miierten Frieden zu schließen. Eine solche Abmachung würde für Amerika nur dann bindende Kraft haben, wenn sie die Form eines Traktates erhalten würde. Es wäre sehr zweifelhaft, ob ein solches Traktat, für dessen Rallsizierung eine Zweidrittelmehrheit des Senats nötig sei, angenommen würde.
Berlin. 17. April. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung aus New Dork vom 14. April schreibt der „New Dork Ame- rican": Viele Kongreßmitglieder sind gegen ein Bündnis mit den Alliierten, wenn sie auch der Ansicht lind, daß man praktisch mit ihnen zulammen arbeiten müsse. Ter ganze General st ab ist gegen die Entsendung unserer Truppen Nach Europa. Tie Bedenken der Mugreßmitglieber sind politischer Art. Man glaubt, wir sollten nicht die Politik der Bündnislosigkert verlassen, die so alt ist wie die Republik. Man fürckstelz daß irgend ein Bündnis mit einer europäischen Mackst unbedingt zu einer spä- tevcn Teilnahme Amerikas an europäischen Streitigkeiten führen werde. Tie Tüchtigsten dieser Kongreßmitglieder fühlen, daß ein Bündnis mit einern der alliierten Staaten uns in kurzer Zeit in eine schwierige Lage bringen könnte. Bündnisse bestellen nach der Ansicht dieser Kongreßmitglieder nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen den Regierungen.
Amsterdam, 16. April. (WTB. Nichtamtlich.) Wie aus Washington gemeldet lvird, ordnete Marinesekretär Daniels an, daß alle sunkentelegraphischenSta- ttonen, die nicht von der Regierung verwaltet werden, für die Dauer des Krieges außer Betrieb gesetzt werden.
. Das Kriegs st euer gesetz, das sieben Milliarden Dollars vorsieht, ist vom Finanzausschuß des Senats angenommen worden.
Bern, 16. Apttl. (WTB. Nichtcmrtllch.) Die „Informatton" meldet aus New Jork: «Man meldet amtlich, daß die Besatzungen der deutschen Schiffe zu verschiedenen Arbeiten herangezogen werden sollen.
Der NahrrmgSmittelmangel in England.
Amsterdam, 17. April. (WTB.) Me „Times" schreibt unter dein 9. April: „Daß in London die Leute Polonaise stehen, um Kartoffeln oder Kohlen zu kaufen, war man schon gewohnt, seit dem 7. April geschieht es auch, um Brot zu kaufen. Der Mangel wird' jetzt scharf empfunden."
Rücktritt der österreichischen Minister Bärnreithcr und Urban.
Wien, 17. April. (WTB.) Wie die Blätter erfahren, haben Minister Dr. Bärnreither und .Handelsminister Dr. Urban ihre Entlassung eingereicht. (Die beiden Minister sind in das Kabinett mit Zustimmung der deutschbürgerlichen Partei eingetreten. Da in mehreren Beschlüssen des. deutsch-nationalen Verbandes und der christlich-sozialen Vereinigung Voraussetzungen für die Einberufung des Reichsrates verlangt wurden, sahen sich die beiden Minister veranlaßt, ihren Rücktritt anzubieten.)
Wie verschiedene Blätter aus Wien berichten, hat auch der polnische Landesminister B o b r i n s k i seine Entlassung nachgesucht. Die Haltung der Parteien sei noch nicht klar.
Seekrieg.
Am st er dam, 17. April. (WTB. dttchtamtl.) Die „Times" vom 11. Apttl meldet, daß die Versendung von Postpaketen nach Holland ganz eingestellt worden ist.
Kopenhagen, 17. April. (WTB.) Der norwegische Dampfer „Paris" ist in der Nordsee versenkt ivvrden.
„Politiken" meldet, daß das vermißte Boot des versenkten norwegischen Sckwners „Fremadi m s", in dem sich acht Mann, nämlich fünf Dänen und drei Norweger, befanden, nachdem es 36 Stunden auf dem Meere getrieben hatte, von der schwedischen Bark „Aöa-gda" gesichtet wurde, die die Mannschaften an Bord nahnr uüd m Goetebvrg landete. Sie erklärten, die Besatzung des U-Bootes sei vollkommen korrekt aufgftrelLn.
Kopenhagen, 17. Aprll. Nach einer Meldung eines Kttstiw- niaer Blattes aus Stavanger soll dorr eure Flaschenpost des Jn- l)altes angetrieben worden sein, daß das Sckstff „Esther" aus Esbjerg, am 12. Aprll von einein Unterseeboot ve rsenkt wvrderi sei. Die gesamte Besatzung 'befinde sich in den Booten, wahrscheinlich aber iverde sie infolge herrschenden Sturmes die ^Nacht nickst mehr überleben.
Kopenhagen, 17. Aprll. Das Ministerirmi des Aeußern teilt mit, daß der dänische Schoner „Univw" auf der Reise von England nach Aavhus mct Kvhlenladuug in der Nordsee versenkt imlrde.
Kopenhagen, 17. Apttl. „Politiken" meldet aus Kristiania: Drei Gerettete von der norwegischen Bark, die in Bergen eintvafen, berichten, der Dampfer, der sie nach der Dettenkung der Bark ausgenommen, habe auf der Weitervttse mehrere Rettungsboote des Dampfers „Spero" von der Wilsonlirrie angetrofsen, der von Lerwick nach Bergen unterwegs gewesen sei. Englische Kttegsschisse bestätigen später dessen Versenkung durch ein deutsches U-Boot, 180 Reisende und 40 Dkrnn Besatzung waren auf dem Dampfer. Man glaubt, daß hundert Personen »ns Leben gekommen sind.
Bergen, 17. Aprll. (WTB.) Ein Tmupser brachte 13Mann von dem in der Nordsee versen kten Dampfer „Seenöte" ein.
Ein englischer Torpedobootszerstörer teilte mit, er fei drei Rettungsbooten von zwei versenkten norwegischen Schiff-ep begegnet, die er bis an die Terttrottalgrenze begleitet habe.
Es verlautet, daß der Dampfer „Zero" der Wilson-Linie mit 180 Passagieren an Bord versenkt worben ist.
Aus dem Reiche.
Berlin, 17. April. (WTB.) In der großen Mehrzahl der Betriebe, in denen gestern gefeiert worden war, wurde heute die Arbeit wieder auf genommen Konstanz, 17. April. (WTB. Nichtamtlich.) Zur Feier der öMjährigen Wiederkehr der Belehnung des Burggrafen Friedrich von Nürnberg mit der Markgrafschast Brandenburg trifft als Vertreter des Kaisers' Generaloberst v. Plessen hier ein.
Aus Studt und Land.
Gießen, 18. Apttl 1917.
Ergebnisse der 6. Kriegs-Anleihe.
Das Ergebnis der 6. Kriegsanleihe in Gießen beträgt
30 087 700 Mark.
Bei den früheren Anleihen wurde in Gießen gezeichnet: 5. Kriegsanleche . . . 479 000 Mk.,
4. „ ... 24 768100 Mk.,
3. » „ ... 25524800 Mk.,
2. „ ... 18885 000 Mk.,
1. „ ... 6848500 Mk.
Während im Westen eine der größten Schlachten der Weltgeschichte entbrannt ist, deren Ausgang wir mit f , ere. Zuversicht entgegensetzen, hat die Heimat einen gewaltigen Sieg errungen, dessen Gesamtergebnis zwar noch nicht feft- steht, das aber allen Anzeichen nach die Erwartungen über- tresfen wird. Der Milliardensieg der 6. Kriegsanleihe, der unseren Feinden dartun soll, daß unsere Wirtschaftskraft noch nicht im geringsten gebrochen ist, setzt silch. wie man jetzt schon seststellen kann, aus Teilsiegen auf der ganzen Linie zusammen. Kein Wunder, daß auch unsere Vaterstadt rühm- lict>en Anteil an diesen: Siege nimmt und den 17. Aprll 1917 als Ehrentag für sich in Anspruch nehmen kann. 30087 700 Mart beträgt das Ergebnis, das vorläufig bei der Reichs bankstelle Gießen angemeldet ist und voraussichtlich eine kleine Erhöhung erfahren wird. Ein so erfteuliches Ergebnis war natürlich nicht ohne eine rege Werbearbeit möglich, be ider sich besonders die Presse trotz aller chr env- gegenstehenden technischen Schwierigkeiten rühmlich hervorgetan hat. Unsere Leser wissen, in welch aufopfernder Weise der „Gießener Anzeiger" sich die ganze Zeit über in den Dienst der vaterländischen Aufgabe gestellt hat. Wir sind hocherfreut, daß unsere Tätigkeit im Zusammenwirken mit den übrigen maßgebenden Stellen ein für Gießen so außerordertt- lich schönes Ergebnis erzielt hat. Die Zahl der einzelnen Zeichner ist noch nicht festgestellt. Aber welcher Glauben und welches Vertrauen, welch unerschütterliche Wirtschaftskraft der Gießener Bürgerschaft sich in dieser Zeichnungssumme ausdrückl, ergibt ein einfaches Rechenbeispiel. Nach der letzten Volkszählung beläuft sich die Einwohnerzahl Gießens auf rund 33 000 Säcken, so ergibt sich auf den Kops der Bevölkerung eine Zeichnungssumme von 912 Mk., also annähernd 1000 Mk. Das ist gewiß ein Ergebnis, auf das Gießen stolz sein darf. Auch das Gesermtergebnis der sechs bisherigen Kriegsanleihen ergibt eine erstaunlich hohe Summe, nämlich 127 593 100 Mk. Das höchst« bisherige Ergebnis, das der dritten Kriegsanleihe, die 25 524 800 . Mk. ernbrachte, ist um 4 562900 Mk., d. h. mn beinahe 2/3 des Ergebnisses der 1. Kriegsanleihe überzeichnet worden, die 5. Kriegsanleihe 8 608 700 Mk., also um rund das ganze Ergebnis der ersten Kriegsanleihe, das 6 848 500 Mk. betrug, überzeichnet worden. Was sich hier in Gießen ergeben hat, ist nur ein Teilbild der Vorgänge im ganzen Reiche. Wohin wir blicken, treten uns ähnliche Teilergebnisse entgegen und wenn man daraus schließt, daß das Gesamtergebnis der sechsten Kriegsanleihe im ganzen Reiche alle Erwartungen nicht nur erfüllen, sondern übertreffen wird, so wird man sich damit kaum einem Trugschlüsse hin geben. Wie das Ergebnis aber in seiner Gesamtheit auch ausfallen nröge, Gießen hat den Ruhm, auch bei der 6. Kriegsanleihe in seinem Pflichtbewußt- sein hinter keiner der größeren Städte des Reiches zurückgeblieben zu sein und ein Ergebnis gezeitigt zu haben, das gemessen an der Zahl seiner Einwohnerschaft manch größeres Gemeindewesen in den Schatten stellt.
** Staufenberg, 18. April. Tie Schüler der hiesigen Volksschule zeichneten zur 6. Kttegscmleihe rund 2400 Mk.
r. Ortenberg, 18. April. Tie Pfennigsparkiasse in Schwickartshausen zeichnete zur seckLteu Kriegsanleihe 62000 Mk.
** SS ie f cd, 18. Apttl. Tie hiesige Spar- und DarlehnsLrffe zeichnete zur sechstein Kriegsanleihe, nachdem sie bei der. vorhergehenden mit 22 000 Mk. betelligt war, 63 000 Mk.
** Friedborg, 17. dlprll. Die Summe der Zeickmungen Mir sechsten Kttegsanleihe beträgt für .Fttedberg 4 907 000 Mark, gegenüber 3 514 000 Miark bei der fünften Kriegsanleihe. Insgesamt lipurden in: Bezirk der Reichsbanknebenstelle Fttedberg gezeichnet 5 536 000 M«chk.
** Inheiden, 18. Apttl. Die Zeichnungen zur s e ch st e n Kriegsanleihe bei der Spar- und Darlehnskaffc hier mit 55 000 Mk. sind höher wie bei jeder vorhergehenden Kriegsanleihe.
fc. Bü(dingen, 17. Aprll. Die Zeichnung auf die sechste Kttegsailltthe haben alle Erwartungen übertroffen Im Bezirk der hiesigen Geldanstalten sind 1 837 400 Mk- gezeichnet worden gegen 1 834 900 Mk. bei der fürrften Anleihe.
□ Laub ach, 18. April. Die Zeichnungen auf die sechste Kriegsanleihe betrugen bei hiesiger Bezirkskasfe 700000 Mk., btt der Vorschußkasse 100 000 Mk.
lcr Lauterba ch, 17. Aprll. Lluf die sechste Kriegsanleihe wurden gezttchnet: Bezirkssparkasse 1 143 000 (1016 000), Vor- schußverttu 463 400 (400 000), Bankgeschäft Herz 900000.
0 Marburg, .17. Aprll. Im Bezirk der Reichsbankstelle Marburg imn&en btt der 6. Kriegsanleihe rund 21 Millionen Mark gezeichnet. Bei der ersten waren es 37*, btt der zweiten 9, bei der dritten 13A btt her vierten jimb fünften Kriegsanleihe je 17 MllliEi, Mark.
** Wetzlar, 18. Aprll. Nach bat Msammengestellten Ernzel- ttffern beläuft sich die Gesamtftimme der in Stadl und Kreis Wetzlar erfolgtai Zeichnungen auf vorläuftg 10 614 000 Mark Die Ziffern der drtt vorher gehendat Zeichn-lmgsergebnisse im Kreist Wetzlar waren: Fünfte Kriegsanltthe 6 310 700 Mk Vierte lpnegsanleihe 7 500 000 Mk. Tritte ^Kriegsanleihe 8 014 000 Mark. Das diestnalige Ergebnis ist also hervorragend günstig, indeni es die frühere .Höcksttiziffer um mehr als 27s Millionen überschreitet.
r. Merkenfritz, 18. Apttl. Durch die hiesigai Schulkinder NLntx-n zur Kttoqsanltthe 300 Mark gezeickInet.
--- Frankfurt a.M 17. Apttl. Das Frankfurter Zeich- nnnasergebms auf die sechste Kriegs!« ulei b 0 beläuft sich


