Ausgabe 
14.4.1917 Erstes Blatt
Seite
4
 
Einzelbild herunterladen

Statt jeder besonderen Anzeige,

Am 10. da. Mts. ißt unser herzlleber Sohn und Bruder

Werner Störiko

Lenhiant und B&taillongadjntant im Inf.-Refft, Kaiser Wilhelm l¥r. 116, Inhaber dos Eisernen Kreuzes 1 . nnd II. Klasse und der Hessischen Tapfcrkeitsmedailie

für sein heißgeliebtes v aterland ira nahezu vollendeten 20. Lebens­jahr gefallen.

L N. d. trauernden Hinterbliebenen

Geh. Schulrat I>r. Störiko.

Gießen, 14. April 1917.

Beileidsbesuche dankend abgelehnt.

Todes-Anzeige.

Gestern abend verschied nach schwerem Leiden meine innigstgeliebte Frau, die treusorgende Mutter ihres Kindes, unsere unvergessliche Tochter, Schwester Schwiegertochter, Schwägerin und Tante

Anna Arnold geb. Otto

im Alter von 28 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Ludwig Wilhelm Arnold, z. Zt. im Felde und Kind Ludwig Otto I Philipp Arnold.

Beuern, 14. April 1917. 3018

Die Beerdigung findet Montag nachmittag 2 Uhr statt.

Todes-Anzeige.

Heute verschied plötzlich unsere liebe Mutter und Großmutter

Frau Christine Fehn geb. Grab

Carl Fehn, Universitäts-Fechtmeister, z. Zfc im Felde und Frau

Willi, Carl und Erika.

Gießen (Bismarckstraße 42), den 14. April 1917.

Die Beerdigung findet Montag, den 16. April, nachmittag 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt.

Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen.

CSZ85

Statt besonderer Karten.

Danksagung. *

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Grossmutter und Urgrossmutter sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Adolph Lyncker.

Giessen, den 14. April 1917.

2980D

Todes-Anzeige.

Donnerstag, den 12. April 1917, abends 8 Uhr, folgte unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante

Frau Katharina Moos geh. Harber

ihrem vor kaum 8 Tagen vorangegangenen Gatten im 70. Lebens­jahre zur letzten Ruhe nach.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Familie Schwarz Familie Karber Familie Wicke Familie Henkel.

Ruttershausen und Odenhausen, den 14. April 1917.

Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. April 1917, nachmittags 2 Uhr, statt 02248

1 iir die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie zahlreichen Kranzspenden bei dem allzu frühen, plötzlichen Hinscheiden unserer geliebten Tochter und Pflegetochter

Margarete Fischer

insbesondere Herrn Pfarrer Büchner für die tröstenden Werke am Grabe, sowie Herrn Lehrer Hedrich und allen Bekannten und Ver­wandten, welche unserer teuren Entschlafenen die letzte Ehre er­wiesen haben, sagen wir au| diesem Wege unseren innigsten Dank.

In tiefer Trauer:

Familie Zecher Familie Fischer Philipp Will II.

Treis a. d. Lumda, Ruttershausen, den 12. April 1917. [2990

Für die Beweise inniger Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen danken wir herzlich.

Berta Straub geb. Weitz Georg Straub, Reallehrer.

Gießen, den 14. April 1917.

:M)6

Evangel. Arbeiter - Verein.

In hem nach kurzem Leiden Heimgegangenen

Geh. Schulrat Dr. Stamm

betrauern wir einen unserer Mitgründer, unseren langjährigen Vorsitzenden.

Wir bitten um zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung, welche stattfindet auf dem Neuen Friedhöfe Montag, den 16. April nachmittags Uhr. 3012v

WiederbeginndesSchulunterrichts.

Der Unterricht in den städt. Schulen beginnt wieder- Montag, den 16 . April 1917, vormittags 8Ubr.

Giesten, den 14. April 1917. 3033B

e. Der Schulvorstand:

Keller.

Die Auszahlung der Familieuuuterttützungea an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen für 16. bis 30. April 1917 findet statt:

AH Montag, den 16. April JR Dienstag, den 17. April I S Z Mittwoch, den 18. April.

Die Auszahlungen finden von 81 Uhr im Stadr- hauS, Zimmer Nr. 7 statt.

Die Unterstützungen dürfen nur an den vorge­nannten Tagen abgebolt werden.

Gietzen, den 12. April 1917. 2988B

Ter Oberbürgermeister: Keller.

Fleisch Svnderzulage.

Airs Anordnung des KriegsernährungsamteS werden mit Wirkung vom 16. ds. Mts. bis aus weiteres an Stelle

der in Wegfall kommenden Brotmenge von wöchentlich 400 g auf die Person und Woche 250 g Fleisch ausgegeben,- Kinder unter 6 Jahren erhalten 125 g. ES wird hierzu folgendes bekannt gegeben:

1. Fleischzusatzkarten.

Die Fleischzulage wird auf besondere Karten, die den AufdruckFleischzusatzkarte" tragen, abgegeben: die für Kinder unter 6 Jahre bestimmten Karten sind durch den AufdruckKinderkarte" kenntlich gemacht. Die Ausgabe der Karten erfolgt Freitag, den 13. und Samstag, den 14. ds. Mts.

2. Vorbestellung.

Wer Fleisch auf die Fleischzusatzkatzkarte beziehen will, hat den für die laufende Woche güliigen Abschnitt Mon­tags bei einem Metzgergeschäst der Stadt Gienen gegen Aushändigung des iür die ReichSfleischkarte vorgefchrie- benen Bestellausweises, auf dem die Farbe des abge- lieferten Abschnittes (z. Zt.lila" odergelb"! sowie die Anzahl der abgelteferlen Abschnitte anzngeben ist, abzu­geben.

3. Bestellbuch: Ablieferung der Fleifchznfatzkarten.

Die Metzgergeschäste haben für die Fietschbenellnngen auf die Fleischzusatzkarten ein besonderes Bestell- buch neben dem für die ReichSfleischkarte bestimmten Be­stellbuch zu führen.

Die vereinnahmten Fleischznsatzkarten sind getrennt nach Farben aufzukleben und bis spätestens Dienstag mittag dem städt. Lebensmittelamt zur Prüfung unter Angabe des Namens des MctzgergeschäfteS und der An­zahl der abgelieferten Marken, getrennt nach Farben und .Kinderkarren einzureichen: sie dienen als Grundlage für die Zuteilung des Fleisches.

4. Verkaufstag.

Die Verkaufstage und -Zeiten werden besonders be­kannt gegeben.

Bei dem Einkauf der Fleischzulage sind die Bestell Au sw eise (f. oben Nr. 2l dem Metzgergeschäft zurückzu­geben. Die Ausweise sind von dem Metzgergeschäst zu sammeln und dem städt. LebcnSmittelamt nach dessen besonderer Anweisung cinznreichen ; sie dienen als Grundlage für die Verrechnung und eS wird daher nur die eingereichle Anzahl in Anrechnung gebracht.

5. Flciichvrcife.

Die Preise für die auf die Fleisch-Zusatzkarten be­zogenen Fletschmengen werden durch Anschlag in den Metzgergeschäften bekannt gegeben.

6. Srhlustbestimmnngen.

Die Vorschriften über die Abgabe von Fleisch auf die Neichssleischkarte werden hierdurch nicht berührt.

Vorstehende Bestimmungen treten am 16. April 1917 in.Kraft. 3015B

Giehen, den 13. April 1927.

Ter^.Oberbürgoemri ^e-: jk^ller^ '

Handelsrealschule

Able\lung II des Gießener Paedagogiums. private höhere Lehranstalt)

Schon lange hat sich das Bedürfnis gezeigt, daß die jungen Leute, die ihre Schulzeit nach bestandener Einjährigenprüfung beenden, besser als bisher für die neu an sie herantretenden geschäftlichen Anforderungen des täglichen Lebens gerüstet sind. Dabei ist es gleich­gültig, ob sie in irgend eine kaufmännische oder sonstige Lehre eintreteu oder die mittlere Beamten­laufbahn einschlagen. UeberaU wird der am besten und raschesten weiterkommen, der über die grund­legenden Fragen des geschäftlichen und wirtschaftlichen Lebens hinreichend vorgebildet ist.

Unsere Handeltirealschale vereinigt in sich, das sagt der Name, eine Handels- und eine Realschule, d. h. die Schüler werden neben den eigentlichen Handels­fächern in den Fächern der Realschule unterrichtet, damit si,e ihre Studienzeit mit der Einjährigenprüfung (Reife für Obersekunda) abschließen können. Die Ab­solventen unserer Handelsrealschule, die genügend Be­gabung und guten Willen gezeigt haben, können sich im Paedagogium oder auf einer öffentlichen Oberreal­schule ohne weitere Schwierigkeit auf das Maturum vorbereiten. 2386

Die Handelsrealschule gliedert sich in die Real-Klassen (Untertertia-Obertertia-UntersQkunda) und, als Ergänzung, die Oberklasse.

A) HoaEklassen: Untertertia Untersekunda. Lehrplan der Realschule, dazu Handelsfächer: Einfache, doppelte und amerikanische Buchführung; Hände s- Korrespoudenz; Kaufmännisches Rechnen; Konto- Korrent-Lehre; Kaufmännische Formular-Lehre; Han­delsrecht und die betreffenden Abschnitte des bürger­lichen Rechts; Wechselrecht; Volkswirtschaftslehre: Bank- und Börsenwesen; Geschäftsaufsätze und privates Klagewesen; Versicherungswesen; Ilamlelsgeogrnphle; Schönschreiben; Französische und englische Korre­spondenz und Konversation; Stenographie und Ma­schinenschreiben (wahlfrei). *

Ras Ziel der Ro&lblassen ist also: Ein- jührigenprüfung and kaufmännische Aus­bildung.

B) Oberklasse: Der Eintritt in diese Ergänzungs- klasse kann nur auf Grund des Einjährigenscheines (Reife für Obersekunda' oder einer entsprechenden besonderen Aufnahmeprüfung erfolgen. Der Besuch dieser Klasse soll im übrigen für Herren jeden Alters und Standes offen sein, denen daran liegt, eine um­fassende kaufmännische Bildung zu erlangen und ihre fremdsprachlichen Kenntnisse zu erweitern. Besonders Kriegsbeschädigte, die Ihren Beruf wechseln wollen, seien anf den Besuch dieser Klasse hingewiesen.

Unterrichtsfächer : Nationalökonomie, Rechts­wissenschaften, Handelstochnik, Wirtschafts- und Ver­kehrsgeographie, Warenkunde nnd (wahlfrei!) Fremd­sprachen. Näheres über die Fächer im Prospekt. Dauer: 1 Jahr.

In der Handelsrealschulo (nicht in der Oberklasse) werden füglich beaufsichtigte Arbeitestnnrien

abgehalten, wie überhaupt der Unterricht auf denselben Grundlagen wie der des Paedngogiums auf gebaut ist.

Schnlgcld: I. Realklassen: 240 Mk. jährlich.

II. Oberklasse.- 480 Mk. ..

Alles Nähere durch den Prospekt, der auf Wunsch unberechnet zu geschickt wird. Anmeldungen für das neue Schuljahr werden schon jetzt angenommen.

Direktor Brackemann, Ludwigstraße 7&