Ausgabe 
22.3.1917 Zweites Blatt
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Legiert, öiaoio. Krumm, Iusti-«r VrLaewald Svm. mcq,imxat Klingspor, Geh.-Rat Heichelheim. Fabrikant Rinn in Hauchelherm, sowie Fvau Kommerzienrat M. Gail und A. zu verkxrnkem Tie Stadt Gießen beioilligte für 1916 einen Milchenttchädigungsbeitrag von 36(Xt Mt. Tie Anstalt wurde im verflossenen Jahre von vielen Jrrteressenten besucht, u. a. auch im Aprck von der Gwtzherzogru.

** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog Hot am 17. März Dr Otto Deibel zum Oberlehrer an der Oberrealschule zu Mainz, Pros. August Eckel zum Oberlehrer an dem Mvalgymnchvwl zu Tarmstadr, Professor Philipp Kramer -um Oberlehrer an der Ltürwigs-Lberrealschule zu Tarmsradt, Dr. Otto Münch hum Oberlehrer an der Oiebigs-Oberrealjchule zu Tarmswdt, den RcAor Professor Gustav Nenn stiel zum Ober­lehrer an der Oberrealschule am ^Friedrich srüatz zu Offenbach, Professor Hcrnmnn Rodcnhaufen zum Oberlehrer mr bcc Augusliirerschule zu Fried borg, Prozessor Franz Stein zum Ober- lehr« Mi der Oberrealsch cke zu Giest t, Professor £tto Was sem zum Oberlehrer an der Li gs-^Oberreolschule zu Tarmstadt, Professor Dr. -Otto Weide ..i Oberlehrer an der Realschche zu Butzl>ach, den Tehramtsassesso: Wilhelm Gunder­mann zum Oberlel/rer an der Goetheschule Realschule, zu Ncn- Isenburg, den Lehrarntsassessor Karl Ä'iefling zum Ober­lehrer an der Obcrvealschul am FriedrichZ platz zn Offenbach, den LehraiMsassessor Tr. Joseph Levy zum Oberlehrer an der Real­schule zu Oppcucheim sämtlich mit Wirkung vom 1. April 1917 zu miermcn.

L. U. Baterlä ndischer Hilfsdienst der Stu­denten. Die Universität Gießen hat, nachdem über Heran­ziehung der Studentenschaft zum Vaterländischen Hilfsdienst größere Klarheit geschaffen ist, kurze Richtlinien aufgestellt, die alles Wissenswerte enthalten. Sie beziehen sich sowohl ans den Hilfsdienst der männlichen wie auf oen der weib­lichen Studierenden. Das Sekretariat der Universität senoet sie auf Wunsch unentgeltlich zu.

** Vereinigter Kaninchen-Zucht- und Pfle­ge verein Gießen. Unter diesem Namen hat sich am Sonn- tort der hiesige Kaninchen-Zucht verein und der Kaninchen-Zucht- und "P siege verein zu einem großen Ganzen zusammengeschlossen, um der Kaninchenzucht eine immer weitere Verbreitung zu ver­schaffen. Ties soll durch belehrende Borträge, durch Abgabe guter Zuchttiere, durch Beichaifung von Futtermitteln usw. erreich Werder:. Der Vorstand setzt sich aus Mitgliedern beider Vereine zuiammen. Alle Zusckiriftei: sind an den ersten Vorsitzenden Hans H o r st zu richten. Weitere Beitrittserklärungen sind jeder­zeit willkommen, damit es iu dieser schweren Zeit immer mehr zur Wirklichkeit werden möge:Kaninchenfleisch soll und muß Volks- nahrung werden."

** Rechnungen befahlen ist auch eine Beihilfe zur Kriegsanleihe. Anläßlich der letzt kommenden Kricgsanlechc ergeht der Mahnruf an alle Schuldner: Bezahlt Eure Schulden! So man­cher Handwerker und Gesüstiflsmann könnte und würde sich auch gerne an der Zeichnung der sechsten Kriegsanleihe beteiligen, wenn er nicht so viel Außenstände lstitte. Geht das Gelb, was er in den Bäckern stehen hat, ein, so hat er Geld zur Verfügung, was er gerne in Kriegsanleihe anlegen wird, um dem Vaterland einen Dienst zu leisten. Deshalb ergeht an alle Schuldner anläßlich der Zeichnung der sechsten Kriegsanleihe die Mahnung: Bezahlt Eure Schulden und setzt so .Handwerker und Geschäftsleute in die Lage, sich an der Zeichnung zu beteiligen.

** Für alle Schlafwagenläufe, die innerhalb der preußisch-hessischen Staatsbahnen und der Rcichslbahnen ver­bleiben,^ treten mit Wirkung vom 22. März neue Bestimmungen in Zl'raft, die aus einer Bekanntmachung der Mm gl. Eisenbahn-- Direktion in un-serem Anzeigenteile zu ersehen fmdl.

Landkreis Gießen.

# Rüddings ha us en, 21. Vdärz. Lehrer Otto Becker wurde zum Offiziers-Aspiranten befördert.

^ Steinheim b. Hungen, 22.-cz. Lehrer Kreiling wurde zum Leutnant d. R. befördert.

Kreis Büdingen.

# Bleicheubach. 21 März. Im verlaufen«: Dereinsjahrc wurdet: beim hiesigen Vorschuß- und Kreditverein (e. G. m. u. H.) 122 600 Mk. eingelegt, ivclche größtenteils zu Kriegsanleihe Ver­wendung sand«t, im ganz«: würden bei der vierten und fünften

Kriegsanleihe 106 000 Mk. se-eichsi-et. Der Remgennrrn betrug in 1916 3011 Mk., wovon 1840 Mk. (5 Prvzerct) DiviüeiL-e verteilt wurden, 1171 Mk. wurden der Betriebsrücklage überwiesen. Ter Verein zählt 237 Mitglieder.

# Gelnhaar, 22. März. In der hiesigen Kirche oeran- stattete Oberanusrichker Dr. Pusch- Ortenberg vor zahlreichen Zuhörern einen Lickr: jii-^rxxmxaq übetTauc'chlands Wehr und Waffen der Heimat". Hn klarer, übersichtlick>er Weise gab der Redrur ein Bild unserer wirrschatt! ühen Lage. Zum Schluffe sang cne Versammlung das Lutherlied:Ern feste Burg". Die Schuljugend trug unter Leitung des Lehrers Meininger paffende Gedichte und Lieder vor.

4? Nieder-Mockstadt. 22. März. Dir Hessische Tapstr- kcitSmedaille erhieltder Schürze Wilhelm Da g ner.

# Usenborn. 22 März. Tie Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt der Leutnant d. R. Richard Lucius, Inhaber des Eisernen Kcarzes 1. und II. Kasse und Assistenzarzt Dr. Alberl Lucius. Inhaber des Eiseimen Koeuzcs II. Klasse und der Herrchen Tapfer- leilsmedaiNe, das Han st a:enkreuz der Stadt Hamburg.

Kreis Schotten.

# Eichelsachsen, 21. März. Die Hessische Tapserkeits- medoille erhielt der Fahrer Willem R epp bei einer Mnnitivns-- kolonne. Am 15. d. Abts, smid im Scbröder'schm Sralr durch Pfarrer R ü h l - Wingershausen ein LiOblldervortrag über Deutschlands Macht, Größe und Siegeszuveriuht" statt. Zahl­reiche Zuhörer folgten mit gespanntester AufnrerksamkQl den Worten des Redners.

L Derchenhoin, 21. März. Dem Wehrmann Sebastian Jost, in der 4. Kompagnie des Juf.-Regts. Nr. 116, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Im Avril v. Is. erhielt er auch schon die Hessische Tap'erkeitsmcdaille. Der nun doppelt Aus­gezeichnete befindet sich noch twn Am'ang deS Krieges im Felde und wurde während dieser Zeit nur einmal leicht verwundet. Unserer langjährigen Hebamme .Katharine Winter rvurde vom Groß­herzog die Silberne Verdienstmedaille des Ludwigsordcns verlie^n. Fast nahezu vierzig Jahre befindet ffe sich nun im Amte und hat während dieser langen Zeit Großes und Vieles geleistet. Auch der Weltkrieg hat seine Anforderungen an unsere verdienstvolle Hebamme gerichtet ihre vier Söhne wurden alle zur Fahne einberufen, davon sind zwei gefallen.

® Laubach, 20. März. Heute leierten Karl Ewald und Ehefrau das Fest der Silbernen Hochzeit. Das Ehepaar befindet sicl) noch in rüstigen: Zustaiwe. Ter jüngste Sohn befindet sich im Felde. Ter älteste ist, nachdem er mehrmals verwundet worden ist, vom Heeresdienst entlasse:: ivorben.

# Sellenrod, 22. März. Nächsten Samstag, 24. ds. MtS. wird die Feld- und Walch agd hiesiger und der Nachbar gemeinde Schmitten auf iveitere sechs Jahre verpachtet.

Kreis Friedberg.

^Petterweil, 22. März. Das Eiserne Kreuz erhielt Lehrer Jakob O h l e m u tz. Schulverwalter Friedrich Klar wuiche zum Unteroffizier und Offiziers-Aspiranten befördert.

Man zeichnet tfr cgsiulleche bei jeder Bank, tirebitnmoff cn-

schast, Sparkasse, Lebeneve sichenuigsstesellschaft, Pott nftalt.

Hessen-Nassau.

= Fran kfurt a. M., 21. März. In der gestriger Stadt­verordnetenversammlung führte Oberbürgerinei ster Voigt den städtischen Haushaltsplan für 1917 durch eine längere Erläuterungsoedc ein. Eine Steuererhöhung tritt trotz der außerordentlich vernrehrten Ausgaben nicht ein. Der bei best Ausstellung des Etats sich herausgestellte Fehlbetrag von 3 Mil­lionen Mark soll durch folgende Ausgleichs maßnahinen beseitigt werden. Bei den Bauämtern werden alle unnötigen Ausgaben ge­strichen, der Kunsd- urtb Volksbildungssonds ersten keine An­lagen. Tie Einnahmen sollei: erholst werden durch vermehrten Verkehr auf der Straßenbahn, durch Erhöhung des Licht- und Kvoftstroms. Tie Krankenanstalten bedürfen eines Zuschusses voil 1,2 Millionen Mark, der aber durch Erhöhung der Kraitteiipflage- sätze bis auf 370 000 Acark herabgedrückt werden soll. Dadurch daß die Teuerungszulagen und 5lriegsmtterstützungen zum ersten- Tiial im Etat erscheinen, erfährt das Ordinariun: eine Erhöhung unr 12 Dlillionen Mark. Zur Deckung der immer stärker steige::- den Ausgaben soll nach dem Vorbild airderer Städte die zur Ausgleichung des Etats erforderliche Smmne ans Anbeiheinitteln

beichaffr toerden. do mte Zurückgabe der dem Reich vorgeschmse»Stz Mittel doch in absehbarer Zeit nicht zu erwarten steht. Bei In­krafttreten der vom Reich geplanten Verkehrssteuern stehen der

Stad: weitere 1 8X5 000 Mark Ausgaben l'evvr. Der deutsche Stadretag hat heute abermats eine Eiirgabe an die Regieruiwt gericlstet und darin «ruf die Unbitligkeir der' Helasknng durch diese Sreu^ar: hingennesen. Ter Rüagisrrat beabircheigt. wenn die städtischen M:»giuer sich dewädreu. die großen Stiftungs­güter der Sta dr für di: Mila^.^erjorguiig Frankfuitts dienft- bar zu iTiacl-en und auch die Dcrpäri)tr.cn Sradtguter in Eio^n- bcwirtichafrung zu netnnen. Die abschließ«nrden Zahlen deS Etats werden erst der nächsten Sitzung vorgelegt.

rar. Frankfurt <l M.. 21 Marz. Ter Großherzogt von Hessen licß dem Magisttal oer Stadt Frankfurt ein längeres Tankfch«nben für die GÜicttoüwche zu seinen: 25jährigen Negierungsjulnläum zugelren. Er betont darin die allzeit gutrrtz Beziehungen der Röainmettopolc zu dem hessischen Herrscher hause.

mr. Frankfurt a. M.. 20. März. Tie erste deutsche Aus­stellung von Arbeiten der in der Schweiz interrrierten deutschen, Kriegsgefangenen l^tte einerr vollen Enolg zu verzchchnen. Es wurden fast sämtliche ausgestellten Gegenstände verkauft und über 110 000 Mk. eruarnwmmen. Mit met?reren Großabnehmern konn­te:', langfristige Vertrage abgesclstossen werden.

mr. Frankfurt a M., 21. Marz. In der N«uk>t von Mon­tag aus Dienstag durch'ämitt der Musketier Höfling seiner Braut in der Hohenzolb-rn-Anlage die Kehle Das kaum 16jät>- rige dRädchm i'.nirde nach dem städtischen Kvankenhaus verbracht. Ar: semern Lluikommeu rvird r^ezweiselt. Ter Täter ging llüchttg. Der 40jährige Privallehcer Höfner oersuchLe iy.i einer 14 'ästrigen Schulcrin eine Armähmmg, und als das Mädchen Widerstand leistete, feuerte er auf sie rrnd auch auf ihren Vater, der ihr zu Hrlfe eilte. Beide wurden nicht getroffen. Der Täter rnachte daun einen Selbstmordversuch, dem er rvahrscheinlich er­liegen wird.

ra. Ludwigs Hütte bei Biedeiikopf, 21.DiL^. Die Lud- wigsbütte rvar»on im ')Nittelalter Sitz der Eisenindustrie. Die Erze wurden vor: Königsberg ; seit 1664), ;stacüelshausen und Lstc- feld bezogen. Kaspar von Breideubach verkaufte 1588 das Werk Ludrvigsbütte rnit Bauten, Zubehörungen, Wafferguäben, Rädern. Wellen, Eisenwerk, Ambv-s u:tt> hlenschuppen an Landgraf Lud­wig für 320 ff. Zwischen 1601 und 1626 ivurde der Hochofen er­baut und 1673 ein Blechlmmmer errichtet. Nacl>dem man 1740 das Werk verpachtete, nahm es 1777 die Landhcrrschatt wieder in Besitz, spater wurde es iweder verpachtet und ging dann in Privat­besitz über_

U n - ecrfl ( ä ti>1Xo ebri chtcit-

= Frankfurt a. M., 20. März. Dr. Phil. Heinrich Hasse hat sich in der philosophischen Fakultät der Univerfftäl als Privat- dvzent für das Fach der historischen und systematischen Phffosovhie habilitiert.

DcrmifdbiCf.

* Osnabrück, 20. März. Ein serbis cher Kriegs* g e f a n g e n e r, der bei einem Landwirt in der Nähe von Leer (Ostfriesland) untergcbracht war, versuchte sich an der Tochter des Hauses zu vergreisen. Als das Mädchen sich wehrte, er­griff der Unhold ein Meffer und scbuitt ihr die Kehle durch. Tie Mutter, die zu Hilfe eilte, erlitt dasselbe Schicksal. Ter Mörder stückstete. Auf dem Hohen Moor bei Papenburg ver­langte er :wn den» Schäfer Nie aus Papenburg die Herausgal'e seiner Kleidung. Als der Schäfer sich ivrigerte, durckstcbnit: ihm der Serbe ebenfalls die Kehle imö setzte seine Flucht, nnl dem Schäsern:antel angetm:, fort. Er wurde an der holländischen Grenze ergrisfe re __

Uteehliche Naehrrchten.

Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast.

Sabbatfaier, d. 24. März 1917. Freitag abd. 6.15 Uhr. Samstag vorm. 8.30 Uhr, nachm. 3.30 Uhr, Sabbatausgang 7.30 Uhr. Wvchengottesdienst: morgens 7,00 Uhr. ab^mdS 6.00 Uhr.

f Knaben«

I Penilonat

l Realklailen, verbunden mit Porfdiulc,

Goethefdiule

Offen doch a. erteilt £ln|flhr1flenzeugnl5.

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