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19/03/1917 Zweites Blatt
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m. 66

Smites Vlett

|67. Jahrgang

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

veilagen:Sictzener Kamckienblittter" und Ureisblatt für den Ureis Sichen".

-astscheckkonw: Frankfurt am Main Nr. N686. - vsnkvettehr: Gewerbebank Gietzrn.

General-Anzeiger für

Montag, 19 . März \9\Z

Zwillingsrundoruck und Vertag:

Br ü husche Unwersttäts-Buch-u.Steindruckcrc ^

R. Lange, Gigtzen.

Schriftleitung, Gefchaftsstelle und VruSerei:

Schulstrade7. v eschäftsstelleu. Verlag Echriftlcirung: e=S§» 112.

Anschrist für Dre.hl mchrichten'.AnzeigerGie :cu.

Sechste Uriegsanleihe Neichsschnldbuch.

Mm zuständiger Seite ^mrd uns geschrieben:

Die grurstioen Bedingungen., unter denen auch, di« sechste Kriegs­anleihe «nffgelegt ist, geben erneut Vermckasswtg, auf die grossen Vorzüge und Vorteile des ReickMlIckdbuchS für alle diejenigen hmMveisen, die ihr Geld nicht mir hochverzinslich, sondern auch dauernd anlege;; Volten. Verluste, die dein Cffe!ktenüe- srtzer durch Diebstahl, Derbrerrnen nfw. dwhen, sind aus­geschlossen : Zinsen werde;; auf die bequemste, allen Wünsthen.der Gläubiger rechmrwftrageude Weise bei Postfend-nng portofrei schon vor dem Fälligkeitstermin gezahlt; der Gläubiger erspart sich jede Verwaltung des Kapitals, die die Reicks schildeu vermal tuug kostenfrei üüerninnnt.

Daß die Erkenntnis hiervon in immer weitere Kreise dringt, beweist die ungeheure Vermehrung, ivelch die Reichsschickdbuch- korttm seit Kriegsbegäu; erfahren habeir. Ende Juli 1914 bestanden derw o0146, während sie jetzt auf 982 247 augewachsen sind.

Tt^u hat das Reich auch noch die Porto kosten für die au die Schuldbuchinteressenteu gerichteten Schreiben, welche bisher als portopflichtige Dienstsachen veriandt werden mußten upd die deshalb von den Empfänger;; zu tragen tvaven, ans eigene Rechnung übornommen, so daß nunmehr alle Schreiben be­sonders also auch die zahlreichen Benachrichtigungen über erfolgte Eintvagrmg in das Schnächuch, Porto frei übersandt werden.

Hierbei soll erneut darauf hiugeiviesen toerden, das; erlrebliche Verzögen rügen in der Zusendung der Benachrichtigungen bei der großen Zahl der Ldtträge unvernrerdlich sind, daß also beim nicht reattztttigen Eingang von Benachrichtigungen kein Grund zur Ve- irnruhigrmg vorttegt. Sobald die Vermittlungsstelle den Ein- tragungsantrag an die Reicl?sschmldenVerwaltung eingereicht l>at, wird er unbedingt und in der Reihenfolge ntit den sonstigen An­trägen erledigt. Dein Gläubiger eittstelxm mis einer Verzögerung keine Nackfteile, vor allen; findet die Zinseirzahlimg auf jeden Fall pünktlich statt.

Nach alledem können tvir die Zeichnung der sechsten Kriegs­anleihe überhaupt und besonders auch zwecks Eintragung in das Reichs schnldbuch nicht dringend genug empfehlen.

ziächenzulsgen für den Anbau von Sommerolsaaten.

Der Kriegsausschuß für Oele u;ck> Fette, Berlin, schließt zur Förderung des Anbaues von Sommerrübsen, Mohn und Lein­dotter mit den Landwirten Anbau vertrüge ab. Tiefe-ttgen Land­wirte, welck-e' sich durch die Anbanverttäge zur Anpflanzung der

gen mutten Sommerölsaaten verpslicksten, erhalten eine Flächen- H - h<vn K

Zulage von Mk. 150, für den Hektar, außerdem wird ihnen die ^r ^voil^ tan)en ^ntutcrjiia^uug3jt_ L1 en^ DieU;

käufliche Überlassung von Anttnoniak getvälwt.

Bedingung lsst dabei, daß beim Miohnmrbau mindestens 1 Tonne Bdchn auf den Hektar geerntet wird, während für

mittel zur Verwendung kommen. Hierfür ist bisher eine Hmtptstelle zur Begutachtung der Ware, bevor sie in den Handel kommt, nicht vorhanden. Die örtliche;; PreiSprü- sunasstellen bringen durch ihre Einzeluntersnchungen wiederholte unnötige Arbeit für die Behörden und durch die bestehenden Bestimmungen auch Gefahr für den ehrlichen Kaufmann. Ist der Herr Reichskanzler bereit, Einrichtungen zu treffen, die geeignet sind, diesen llebelständen abzuhelftm. Schriftliche Antwort ist mir erwiinscht.

2. Die P r e i s f e st s e tz u n f ü r den Kleinhan­del ist durch die behördlichen Kriegsmaßnahnren dauernd so ungünstig, daß der Kleinl'ctnsmannsstand mit völliger Vernichtung bedroht ist. Was gedenkt der Herr Reichskanzler zu tun, um biefeit Verhältnissen ein Ende zu machen? Ich begnüge mich mit schriftlicher Antwort.

3. Nach Mitteilungen deSDeutschen NeichsanKeigers" sind im Gefangenenlager zu Tvtzki in Rußland 17 000 deutsche Soldaten elendiglich umgekvmmen, und viele Leichen der Gestorbenen in gefrorenem Hustmide vor den; Lager aufgeschichtet worden. Was hat der Herr Reichskanzler zur Vergeltung dieser erschreckenden Gefühlsroheit und zum Schutze unserer gefangenen Volksgenossen in Rußland getan? Schriftliche Antwort genügt mir.

Berlin, 16. März. Eine Anfrage des Reichstags- abgeordneten Dr.'Werner -Gießen wurde von Staats­sekretär Tw. Helfferich wie folgt beantwortet:

Die Einrichtung einer Zentralstelle für da§ Reich zur Untersuchung iind Begutachtung der so- g e na nn t e u Ersatz n a hrungSmittel ist eingehend geprüft, aber mit Rücksicht aus den Mangel au geeigneten Kräften, namentlich an NahrnngSniittelchernikern, als nicht durchfühba^ erachtet worden. Dabei ist insbesondere auch erlvogeu worden, daß eine solche Stelle nur dann mit Erfolg tätig sein könnte, wenn ihr die nötigen Kräfte zur Ver­fügung stehen, um die Znsamniensetzung der zugelassenen Ersatzmittel auch fortdauernd zu kontrollieren. Die örtliche Prüfung bietet außerdem den Vorteil, daß sie eint schnelle­res Eingreifen ermöglicht, als es bei Ueberttagung der Untersuchungen auf eine Zenttalstelle möglich wäre. Zur Vermeidung umMiger Doppelnntersnchungen desselben Er­zeugnisses "ist bei der volkswirtschaftlichen Llbtellung des Kriegs er uährungsantts eine ?luskunsts stelle eingerichtet

Svmmerrübseli 600 Kilo und für L-emdotter 800 Kilo Ernte auf den Hektar bemrstiriLcht ;verden. Bon der ErfülLung dieser Be­dingung kann nur dcrmi abgesehen werden., leeau infolge besorrders ungünstiger WttteQmgsverhältnisfe oder sonstiger Naturereignisse die Felder oder die Ernte geschÄngt werden. Ein Drittel der Flächenzuläge soll bezahlt werden, sobald durch Besäzemigmig der Ortsvorsteher nachgewiesen ist, daß die Saat aufgegmrgen ist. Zwei Drittel der Fläckscnzulage werden nach Ablieferimg der Erlitt berichttgt. Ter Kriegsausschuß behält fick) vor, das erste Drittel der Flächenrnlag« bei Ablleferuna der Ernte wieder in WMg zu bringen, falls die festgesetzten Mindestmengen per Hektar nicht geerntet smd. Alles Nähere»en die Anbauverttage. Tie Ver­träge solle;; aus rnin^desttns 1 Hektar lauten. Für Lmittvitte, ivelche weniger als diese Bodenfläche anbanen, muß die Gemeinde für die gesantte Fläche, ivelche vor; dei; zu ihr gehörigen Landwirten mit Sommerfrüchten bestellt wird, den Llnbarwettrag schließen. Saatgut wird durch die Kommissionäre des Knegsausschusses, so­weit der Vorrat reicht, angeloiesen.

Mtt den Llnbauern von Senf können ebenfalls Anbanverttäge geschlossen werden, jedoch müssen sich dieselben verpflichte!;, den Senf als Oclsrucht, nicht zu Ginnfutttr- oder Gründüngungs­zwecken anrnpflanzen. De;; Llndaueru von Serif wird auHer denr gesetzlichen Preis von Mk. 58.33 für 100 Kilo:'eine Druschprämie von Mk. 10. für 100 Kilo äbgelieferten Gekbsenf> Mk. 25. für 100 Kilo ab-gelieferttn Braunsenf gewähtt, ebenso vnrd ihnen ans jeden Hektar, toekfjer mit Genf angebcutt wird, 100 Kilo schweselsaures Ammoniak zugewiesen.

Alle Anfragen und Anträge sind an den Kommissionär des Kricgsausschusses, die Ze;ltral g en ossenscha ft der Hess, landw. Kdnsumvereine c. G. m. b. H. Darmstadt zu richten.

Aus dem Reiche.

Beschlagnahme von verdorbener! Fleifchrvaren.

Der Kriegs-ausschliß fiir iDete und Fette macht darauf aufmerksam, daß auf Grund der Bundesratsvierordiruirg vorn 25. Februar 1917, Reichsgesetz bl alt Nr. 29, alle ver­dorbenen oder sonst für die nrerischliche Ernährurrg nicht aeeigireten, g-crnz oder zum Teil aus tterischen Stoffen her gestellte u. Kvnferveu, Würste, sowie sonsttgei; Fleisch- und'Fettwaren, die in gewerblichen oder Handels­betrieben ansallen, der Beschlagnahme unterliegen und an den KriegSausfchuß ftir Oele und Fette abgelief-ert werden niüssen.

Der Kriegsmtsfchuß hat dch Wahrnehnnrng gemacht, daß recht erhebliche Mengen von verdorbenen fischen, z. B. Bratheringen, Salzheringen, verdorb>enen Rüucherwaren iffw. im .Handel sind. Auf Grund der vben angezvgeneil Bun- desratsverordmrng nrüfserr alle diese verdorbenen Nahru.ngs- ruittel unverzüglich denl Kriesansschuß fiir Oele und Fette, SekttvnLohnentfettung", Berlin NW. 7, Unter den Linder; 68 a, angemeldet werden. .

Lieferungsverträge über Gemüse und Obst.

G§ wird uns mitgeteilt, daß nrrr solche Verträge irr ihrem rechtlichen Bestände gesichert sind, die nach den von der Reichsstelle für (Rmüse. und Obst heraus^gegebenen Mustern abgeschlossen werden. Denn es wird voraussichtlich schon irr kürzester Zeit eine Bekairnümachmrg mit Gesetzes­kraft erscheine;;, wonach alle LiesermigKvr.:rttäge für Gemüse und Obst der Schriftsorru und, soweit sie nicht von der ü'eichsstelle selbst abgeschlossen sind, ihrer Gerrehmignng bedürfe;;. Dies soll auch für bereits abgeschloffene Verträge gelten. Die Reichsstelle wird aber nur solche Berttäge ge- ;lehmigen, die den von ihr herausgegebecken Miisbern genau entsprechen.

Anfragen im Reichstag.

Abg. Dr. Werner-Gießen hat im Reichstag fol­gende Anft.agen eingebracht:

l. Die Zeitverhältnisse haben es ;nit sich gebracht, daß für die .Volksernährun^ immer mehr Ersatz

gebniffe der von ihnen vorgenommenen Untersuchungen mit- zuteilei; sind, und die auf Anftage über die ihr zugegange­nen Untersuchungsergebntffe und sonstige für die Beurtei­lung der Ersa.tzmtttei weseittliche Fragen Auskunft erteilt.

Aus Stadt nnd Land.

Gieren, 19. März 1917.

** Papiergeld au Zein ander falte n! Vor einen; neuen Kniff, der jetzt wiederholt mit Papiergeld in der Weise versucht rvvrden ist, daß Sckxäne in der Mitte durchschnitten u;ld dcnm die Hälfte für sich wieder ziusanttniengefaltet in darr Ladsnge- schäften Kur Acchlung hinge legt wurden, seien insbesondere Ge­schäft sleme gewarnt. Rinrutt der Verkäufer dem SckMN^an sich, ohne ihn auseinandcrMfalten, so ist er geprellt. Es empfiehlt sich daher, jeden zur Zahlung gegebne;; Geldschein vor der Zunahme zu entfalten ;md so auf seine Unversehrtheit zn prüfen.

** Tie hessische Lazarett zei t;;ng Nr. 40 brnigh in deren allgenrenren TeileDer iscstsälische L>osschufte" von Karl Jnrmeima;m,Olme Arme durck)s Leben" von C. H. Nuthcm, Elek- trotechniscken Unterricht für Benvundtte,Schießpulver und Sprengstoff" von Dr. Robett Hahn, Vom deittschen Geiste, Kleine Mitteilungen, Lazarett-Beratung, Rätsel-Ecke. Die Gieß euer Beilage enthalt:Stark bleiben" von Reinhold Braun,Üebens- kunst" von Tr. Harttvig, Vom Kvarrkenbett zur Kriegsarbeit, Sttlleu für Kriegsbeschävrgtt und VerwnndÄcn-lU verricht.

** Postscheckvc r keh r. Eine vaterländisck>e Psticht ist es, mtt alle;; Mitteln Mtfn zu streben, daß der Umlauf v-o;; Bmk- ;rottn imö Mrdeceur baren Geld aus das äußerste Maß beschränkt und der bargeldlose Acchlungsausgleich gessördett wird. DiesLnli Ziele dient auch der Postscheckverkehr, der zugleich den Zahlungsverkehr vereinfacht, verlnlligt imb kieschleunigt. Die Be­teiligung m dieser, zum Nutz-ejn her Mgemeinheit geschaffnen, Einrichttmg wird daher eindringlich empfohlen. Die Vorteile des Postscheckverkchrs für derl Einzellien be­stehen darin, daß der PvUcheckkulnde keim größeren Geldbestände in der Wohnung oder in; Geschäfte bereit M halten oder zu vertvahren hat; also keine Verlustt Ml Bargeld durch UirttrschlaMMg, Diebstahl oder Feuer erleidet. Der Postscheckkunde weist vom Sckxreib-ttsch aus seine Zahlungen durrh Ausfüllen von Vordrucken (Uebertveisungeu oder Schecke) an. Die Wege zur Post, um Postann^ffungen oder Wertbriefe aufzrckieseru, stuvie andere lästige Gänge, die riotweiwig sind, um das für die Fertigung emes Wertbriefs erforderliche Paviergeld zusammenzubeöomnle;;, falle;; iveg. Der Postscheckkunde weiß auch, daß bei den Vorzügen, die die bekanutt blaue Zahlkatte bietet, die Rcck)mm^cn von bei; Schuldnern-neller bezahlt werden. Die Beträge, die der Postfcheckkimde erhält, iverden arif Anttag seinem Pvftsck>eckkonto gutgeschrttben. Auch hier fällt dann das zeitraubende und hastige Geldzählen {nxq, das Bestellgeld imrb gespart. Da auch die Gebühren im Postscheckverkchre nredrig smd, enipffehlt es sich für jeden, der einen irgend w;e ncnnenslvertttt ZalKmgsverkehr hat, sich ein Postsck-eckkouto eröffnen zu lassen, Hier in Gießen befind«!; sich bis jetzt 258 Postschsckkunden.

wer keine Uriegsayleihe zeichnet, hilft unfern finden.

Landkreis Girhrn.

n. A l l e n d o x f a. b. Lda., 18. März. Mit dem Eisernen Kreuz wirrden mrsgezeichnet: Eberhard Lotz und Ludwig ^foos. l>clm Re in ha rdt, Sohn des .Heinrich Reinhardt III., erhrelt d;e Hessische Tapserkeitsrnedaille. ^

** Londorf in der Rabenau, 15. Marz. Tre von der hies;- gen Gemeinde erfolgte Sammftmg zur GroßherzogS Geburts­tags spende belief sieb ailf 224 Vttrrk. .Hierzu kommt noch d;e Suurnn vor; 67 Mk., gesammelt unter den; Persosi-al das lnesigen Kaiserliche;; Posta mi&. _ .

** Nonnenroth, 18. ?ALrz. Dem UrtterOfftzrer Georg Metz, er II., Fuß-Arttllerie-Regiment Nr. S1, welcher schon fett Anfang deS Krieges im Felde steht, wurde 'ok Hessisch Tachettnts- medaille verliehen. GleüvLtttig wirrde er zum Sergeanten befordett.

g Röthges, 18. März. Donnerstag abend 8 Uhr fand em LichälldervsrtMq über daS BollSvarmL-en des deutschen Reiches statt. Dabei wurde in ernster Weise z-trr regen Bettilisung der Land- Nttrftchast an der neuen Kriegsauleil^ ermahnt. Bürge-cmeister Meckel sprach dem Redner des Abends. Lehrer Ja k o bi, den Dank der Bersammlimg aus.

KreiS Büdingen.

# Nidda, 17.MÄrz. In diesem Winter war die hiesige Gewerbeschule vor; 26 jungen Leuten besucht, im Barnchre waren

es 20, in; erstu Kriegs,vüiter 27. dev; Unterrichtsgebiete maren TLefbau

bildungsschicke 35 Schüler; der cingesülrtt Vtädchen-Fottbildung unttrrlcht fvurde von 23 Personen befuckst. Untcrr;chtsgecwuüande waren: pvaktisckfc Unttrive;s;n;g im Flicke;;, ^lop,en, W><;bzeug nähen und Sticken. In Älubelracht der Zeittimstände kam; dreser Besuch als eut günstiger bezeichnet werden.

Kreis Schotten.

O E i ch e l f a ch f en , 18. März. Bor zahlreicher Zuh-Zrerschaft hielt am 15. März Pfarrer hl aus Wingershausen einen Bor­trag über D e u t s ch La n ds wirtschaftliche Kraft. Das gesprochene Wort wurde durch Lichtbilder veranschaulicht: beides wurde sehr beifällig ausgenommen. Vaterländische Lieder wurden begeistert von Alt und Jung gesungen.

# Ober-Lais, 17. März. Das Eiser;;e K;ruz erstttt hex Wehrmam; Karl Die hl mann bei einer Srnitärskompagnie.

O Steinberg, 17März. Gestern abend sprach im lKesi- gen dichtbesetztci; Schulsaalk Hofprediger Widmann aus Gedern über Deutschlands Kraft und Größe. Der Redner be­handelte das Thema nach der w-ittscbaftlichen Seite. Die oorge- ft'ckittcu L i chtb!i l d e r, die einen deutlichen Eindruck von der über­ragenden Kiast unserer Volkswirtschaft gäbe;;, erweckten großes Iw- teresse. Der Oiesang vonDeutschland, H>entfchl«nd LSer alles" beschloß den Abend.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 16. März Die Stadt Wetzlar legt vor der Neustadt, an der Nanbott;erstraße »md in Niedergirmes insge­samt 64 Kleingärten in der Größe von 30 bis 35 Quadrat­ruten au, ivelche öffeittlick) verpacyttt werden sollen. Etwa 150 Jnteressenteck waren zum Verkauf der auSgebotenen städti­schen Grundstücke erschienen und dafür wurden angemessene Preise erzielt.

ra. K r o f d o r f, Itz. März. Der erste Brennholzverkaus innerhalb der Obersörsttre; Krofdorf, und zwar Montag aus dem Gen;e;ude- und Mittvwch aus dem: Staatswald, ergab ganz un­geahnt hohe Preise. Trotz Ausschluß aus wattiger Käufer be; der Gemeinde, ecftchren die Preise einen sochei; Wechsel nach oben, ,vie er hier niemand angesichts des Waldreichttrms in den Kopf will. Bnchensck)eit kostete *im Königlick-ei; Forst durchschnitttich 23 Mk., Bucheuknüppel 18 Ml., Eichcuknüppel 15 Mk. und Bilchei;- reisig 22,25 Mk. pro Raummeter. Selbst aus den Gemeinden jenseits der Lahn u;tt» aus dem Biebertal warm viele Käufer erschienen. Harter Frost, dazu der seit Wochen liegende tiefe Schnee machen alle Mstreugungen der Forstbehörde, diesmal mehr^Holz zu schlage;;, zunichte.

d. M ü n ch h olzhause ü, 15. März. Ein freck>cr, wohl selten vorgekommener Diebstahl wurde bei dem Landwirt Friedrich Förster von hier verübt. ES wurde;; ihm nachts zwei Schweine gestohlen, im Stalle abgcschlachtet und daun mitgrmommcn. Der Polizei ist es bisher nicht gellu;gen, die Täter zu ermttteln. Zun; * Unteroffizier befördert iourbe der Gefreite Fritz Amend von hier; er ltrat zu Beginn des Krieges freiwillig ein imb wurde inzwischen mit dem Eisen«:;; Kreip; ausgezeichnet. Mit den; Eisernen Shcn* wurden ausgezeichnet: Musretter (KricgsbeschÄigter) Friedrich D renth, zurzeit bei einem Ersatzbataillon in Gießen, und Unter­offizier WiHelm Viand bet einem Fuß-Att.-Batl. int Westen.

d. Au § dem Kreise Wetzlar, 15. März. Die für deutsche Soldaten- imb Marinebeime veranstaltete Stxmde hatte in den La;tt>bürgermeistereien deS Kreises folgendes Ergebnis: Büracr- meistcre; Aßlar 894,83 M., AtzbachLaunsbach 1107,11 M., Draunfels 1457,45 M., Greifenstein 344,55 M., Hohensolms 349,30 M.. Rechtenbach 1213:55 M. und Schwallach 866,55 M. An Speisefetten 'standen in der vergangenen Woche znr Verteilung an die versorgungsbeirchtigte;; Personen des Kreises zur Vcrsüg;u;g: 2540 Pfund Landbulter aus dem Kreise, 1000 Pfund Molkerei- butter imb 78,2 Pfund Schweineschmalz. Es entfiel auf den Kopf der Bevöllerung eine Fettmcnge von 50 Gramm.

fumfccl.

Gießen, den 16. März 1917. Dem soeben erschienenen Geschäftsbettcht der Hessischen L a;; d e § - H p p o t h e k e n bank ;<n Darmsta dt für das Jahr 1916 entnehmen ;vir-das Folgende: Der Besta;ck> ar; TilgungSbarschen, die sei­tens der Bank unkündbar sind und im Zinsfuß nicht gesteigert werden können, hat sich, da die plan­mäßigen u;ü> außerplanmäßigen Tilgungen im Berichtsjahr größer als die Auszahlungen waren, um rimd 1h- Millionen Mark auf krund 175 Millionen Mark vennindett. Von dem letztge­nannten Betrag sind 64 Millionen Mark zu 33/4 Prozent und 111 Millionen Mark mit etwa 41/4 Prozent -u verzinsen. Tie Ausgabe von Pfandbriefen und Kommunal-Obligatiouen, von denen am Jahresende insgesamt rund 172,8 Millionen Mark in Umlauf waren, beschränkte sich auf Ausnahmen, da die Bank mit der Abgabe ihrer schuld- t^rschreibung^n zurückgehalten hat: sie ging dabei von der Er­wägung aus, daß alle Mittel tunlichst dem Reiche für seine Ktedit- bedürftrisse zr;geführt werden nmssen. Seit Kriegsausbruch betrachtet es das Jnstttut bei der Darlehensgttpährung als seine Aufgabe, in erster Linie kleinere La:ck>wirte und Gewerbetreibende sowie Arbeiter usw. zu berückfichttgen, die sich nur schwer an anderer Stelle die er­forderlichen Mittel beschgffen konnten.

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äasgefüilt 25 tmd 60 Watt

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