fctferiAtgS bet aLer auf fett« mtb befi fcäfdjiat AvtteS
feflctT Dein ein gn rf^gte fjBtawii sei Me Niederlage mtt all ihren unabsehbaren Folgen, sei die Bertüchcmrg! Ta weöde weiter die Frage ausigeLoorftn, ob das deutsche Real) die ungeheure Schuldenlast der Kriegsanleihen auf die Dauer zu verzinsen in der Lage sei. Darüber brauckie inan, sich rm deutschen Volke Wohl tricht atlfzuregen. Aus früheren Kriegen (1813) fei ftstzustella:, daß solche Schuldenlasten viel schneller als man ausgerechnet, stets getilgt gewesen wären, und selbst ein Engländer habe vor dem Kriege den Satz ausgesprochen: Wenn die Deutschen wüssten, nüe stark sie wären, würden sie nicht zurückgehen. Wie vorhin schon gesagt, flieste das Geld doch nicht ins Ausland, es bleibe doch im Reiche selbst. Es werbe Und arbeite doch stets von neuein in seinem Kreisläufe.. Das weiter wegen der Zeichnung für die Kriegsanleihe geäußerte Bedenken, hauptsächlich aus bäuerlichen Kreisen, daß hie Steuerbehörden Einblick in die finanziellen Verhältnisse erlangten, sei einfach damit zu widerlegen, daß sämtlicl-e Zeichnungs- stellen, wie beiünnt, verpflichtet seien, über die Zeichnung größtes Stillschtvergen zu betval-ren. Weiter, wer kein flüssiges Geld habe, der solle emfaxft aus die Tarlehnskasse gehen, dort würden ihm auch frühere Wertpapieve jederzeit belichen, so daß er in den Stand gesetzt werde, zeichnen zu können. Auch die Lebensversicherung s ge s e ll scha ften haben sich neuerdings hl den Diennst der Sache gestellt. Man könne /ich eine Lebensversicherung kaufen und brauche nur zu erklären, daß man das Geld später evtl, in Kriegsanleihe zurücknehme, dcrim würde die Kersichermlgsgesellschast selbst zeichnen tmd man habe nur die üblichen Bersi-cherungsratm zu zahlen, Lluch Hypotheken und Grundstücke würden sogar ohne jede Gebühr in Beleihtmg genommen Was die manchmal geäußerten Bedenken von feiten Industrieller anlangt, daß sie ihr bares Geld brauchten, seien tmsinnig. Auch auf gezeichnete Kriegsanleihe könnten ^jederzeit Darlehen gewährt werden für jedernmnnn, der in die Situation komme, augenblicklich bares Geld zu benötigen. Tie Darlehenskassen würden noch lange nach dem Kriege in Tätigkeit bleiben. Auch das Bedenken, daß nach dem Krieg ein riesiger Kurssturz einträte, sei ohne Grund, da die Regierung doch selbst das größte Interesse daran hat, dafür zu sorgen, daß der Kurs nicht fällt, damit auch der Kredll der Regierung sich nicht verschlechtert. Man müsse sich mit dem Gedanken vertrant machen, daß die deutsche bprszcntige Kriegsanleihe das sicherste Papier sei, das in d«r Welt existiert, und jeder habe das größte Interesse, die Anleihe M -eichnsn, da des Vaterlandes Schicksal auch sein. 'Schicksal sei. Man könne nicht genug betonen, daß diese seckLte Kriegsanleihe ein weiterer Beweis für die Kraft und die Zähig- keck des ganzen deutschen Volkes sein müsse. England habe neuerdings eine Anleihe von 20 Milliarde:: Mark herausgebracht, .von der man allerdings nicht viel in den Zeitungen gelesen habe. Das beweise doch, daß das englische Volk von festem Vertrauen ans den endgültigen S-ieg erfüllt sei Wir müßten deshalb mit allen Mitteln versuchen, einen überragetchen Erfolg bei dieser na«» Kriegsanleihe zu erzielen. Man müsse der Well zeigen, daß daß das deutsche Volk Granit fei* auf den der Feind umsonst beißt.
Herr Staalsrat SÜfferl, Vorsitzender der Mtmsterml- abteilung für Schulangelegenheiten, von Tarmstadt, nahm hierlauf das Wort zu weiteren Ausführungen wegen der Zeichnung der Kriegsanleihe und betonte hauptsächlich, daß auch seitens der Beam ten und Schulen noch mehr wie sonst versucht werden müßte um die «Lache zu einem vollen Erfolg zu gestalten. Er verwies Weller auf die Notwendigkeit der Ablieferung allen noch im Lande defittdlichen Goldes auf der Reichsbank und benrerkte dabei, daß festgestellt wäre, daß noch etwa eine halbe Milliarde in gemünztem Gold in Deutschland stecken müßte, die dem Deutschen Reich so nötig seien und die jedenfalls in unsinniger Weise noch zurück gehalten würden zum Schaden der Gesamtheit. Auch die För berung des bargeldlosen Verkehrs regte der Redner mll warmen Worten erneut an. ^
Hierauf nahm noch Herr Fkwrnznat Loy, der stellvertretende Direktor der Landes-Hypothevenbank in Darmstadt, das Wort zu ergänzenden Ausführungen, wobei er besonders darauf hinwies daß die Spareinlagen im ganzen Deutschen Reich in großem Maste zu genommen hätten. Im Deutschen Reiche hätten die Zulagen im Januar dieses Jahves tmch Abzug sämtlicher Rückzahlungen um rund 600 Millionen dldcrrk zugenommen. In Hessen habe man einen Zuwachs von 16 Millionen Mark festgestellt. Es gehe daraus zur Genüge hervor, daß die finanzielle Kraft des deutschen Volkes ungebrochen sei und es jedem leicht falle, Mittel zur Zeichnung für die Kriegsanleihe zur Verfügung zu stellen.
Bei der hierauf erfolgten Aussprache wies unter anderem Herr Amtsgerichts rat Wachtel-Gießen, hauptsächlich noch auf die Notwendigkeit der Zeichnung von Mündelgeldern hin, und betonte, dost bis jetzt dreiviertel Millionen Mark für Zwecke der Kriegsanleihen von solchen Geldern aus dem Amtsgerichtsbezirk Gießen zur Verfügung gestellt worden seien. . , , _
Herr Gehermerat Dr. Ustnger wies hierauf nochmals all gemein aus die derzeitige kriegswirtschaftliche Lage und den Ernst der Zell hin und betonte dabei, daß man sich unbedingt auch an 1 dem Lande jetzt darüber klar werden müsse, daß die Nahrungsmittel Versorgung unseres deutschen Vaterlandes in erster Linie von der Heiuusgabe aller verfügbaren Nahrungsmittel abhänge. Es sei aus diesen: Gebiete auch jetzt noch nicht alles so, wie es eigentlich sein sollte; es gäbe trotz aller Vorschriften immer noch Leute, die nur auf ihr eigenes Ich bedacht seien und nicht darüber nach- dächten, daß jeder einzelne zu seinem Teil zum Gelingen des großen Ganzen mithelfen müsse, zum Segen unseres Volkes und unseres Vaterlandes. Hierüber müsse immer wieder erneute Aus klärrmg erfolgen, damit alle zur Einsicht ihrer Pflicht gebracht würdet:.
Mit Worterc des Tankes und dem Wunsche, daß uns recht bald die Sonne des Friedens scheinen möge, schloß der Vorsitzende sodann die Sitzung.
Aus Stadt und Land.
Gießen. 31. März 1917. FleischverbrauchSregclung.
Im Anschluß an die am Freitag veröffentlichte Bekannt- viachung über die neue Fleisckwerbvauchsregelung, wodurch das
HcArW«rtchooi auch für bfc Abgabe von FÜeisch entgcfüyct worden ist, weisen wir aus folgendes hm:
In Giessen war bisher ru« besondere Regelung für Mc Abgabe von Fleisch durch die Metzgergeschäfte an die Kundschaft nicht getroffen. Dftrn hatte Bedenken getragen, das in anderen Städten emgesührte Kundenlistensystem auch hier vorzuschreiben. Maßgebend war hierbei die Erwägm», daß die Entführung dieses Sy- tems eine größere Belästigung für die DevölkQmng bildet: denn es wäre in diesem Falle erforderlich gewesen, die gesamten Kunden eines Metzgers mit bestimmten Zahlen zu versehen und dementsprechend den Kmden bestimmte Zeiten zum Einkauf des Fleisches vorzuschreiben. Es wäre danach jeder gezwungen gewesen, sein Fleisch bei Verlust des Anspruchs zu der bestimmten Stuitde abzuholen. Daß hierdurch große llnzutraglrchkett«: für die Bevölkerung entstehe:: würden, braucht wohl nicht näher ausgerührt zu werden. Tie Mehrzahl der Städte, die dos Kundenttstensystenr eingeführt habet:, ist auch hiervon wieder abgekommot.
Als wesentlich besser als daS Kundenlistensystem hat sich das ö genannte Bestell s y stqm bewährt. Dieses Verfahren ist für ne sogenannten Schlüsselwaren in der Stadt Gießen seit längerer Zell in (Altung, die Ergebnisse waren durchaus zusrieden- 'tcllend. Mit Rücksicht darauf, daß rn der letztet: Zeit
Samstags vor einzelnen Metzgergeschäften ein gewisser Andrang zu beobachten war, erschien es geboten, eine Regelung einzuführen. Es wurde hierfür das sogenannte Bestellst) st em gewälsti Jede Haushalttntg hat danach Montafgs (vorntittags von 9—12 und nachmittags von 5—8 Uhr) die Fleischmarken, die sie bei dem Metzger einlösen Mll, abzuliefern. Zum Ausweis erl>ält man eine BesäMnigung über die Anzahl der abgelieferten Marken von dem Metzger, auf Grund der Anzahl von jedem Metzgergeschäst abge- tiefcrten Marken erfolgt dann ditrch die Stadt die Zuweisung von Fleisch Mt den Metzger. Es erhält also jeder Metzger soviel Fleisch, als er Kunden nachgomesen Hai Dies bedeutet gegenüber dem bisherigen Verfalle:: eine ivesenlliche Verbesserung, da bisher die Zuweisung in Ermangelung eines anderen Maßstabes nach Maßgabe der Anzahl der Schlachtungen int Frieden — also entsprechend dem Umfange des Geschäfts — erfolgte. Während des Krieges ist zwetfel- los eine Verschiebung innerhalb der Kundschaft der einzelnen Geschäfte eingetreten, die bei dem bisherigen Verfahren nicht berücksichtigt werden komtte. <
Die Ausgabe des Fleisches erfolgt wie seither Samstags und zwar von 10—1 Uhr vormittags und 5—8 Uhr nachmittags. Es ist hierdurch den Metzgergeschäften die Möglichkeit gegeben, vor Beginn des Verkaufs das ihnen zugaviesene Fletsch ent* sprechend den erfolgten Bestellungen herz-urtchten, so daß während der Berüanfszell lediglich di« Ausgabe fertig hergerichbeter Flellch- mengen erfolgt. Es erscheint ßfcerbirafj gewährleistet, ,daß die Ausgabe tu kürzester Zeit erledigt werden kann. Dazu kommt noch, tvvrcmf besotck-ers hingewiesen tvird, daß jedermann zum Schluß der Verkaufszeit genau dasselbe Stück Fleisch erhält, das er bei Oeffnung des Ladens bekommen hätte. Es ist deshalb künftig ganz sinnlos, vor Oeffnung der Läden zu erscheinen, da es hierdurch nicht möglich ist, irgend ein anderes Stück Fleisch zu erlitten, als gegen Schluß der Verkaufszell. Es darf wohl mll Recht erwartet l verden, daß die Bevölkerung künftig den Einkauf von Fletsch me^lyr aus die sämtlichen Verkaufs- stf.inden verteilt und nicht mehr die Eröffnungsstunde der Geschäfte bevorzugt. . . . „ t ^ _.
Mll dieser Regelung ist notwendtg verknüpft dre Besttmnmng, daß niemand einen Einspruch auf eine bestimmte F l e i s ch s v r t e oder bestimmte Wurstsorte haben kann, da andernfalls eine Einteilung entsprell)end den erfolgten Bestellungen und dett vorlMtdenett Fleiscbvorrätett nicht erfolge:: könnte. Bei der Ausgabe des Fleisches am Samstag ist der erhaltene Ausweis über die Anzahl der abgelieferten Fletschmarken zurückzngeben.
Es sei nochnvals ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß derjenige, der am ^Nontag seine .Flerschmarken nicht äbliesert. Keinen Auspruck) auf die Zuteilung von Fletsch mehr hat, utrd daß weiter die Fleischtnengen, die Samstags nicht abgeholt werden, ztrr freiet: Verfügung der Stadt stehen. Es liegt daher in: Interesse eines jeden, die bestimmten Termine genau einzuhälten, wenn
er sich vor Schaden bewahren will.
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** Bezugsscheine. Wie rms mitgetrilt wird, haben Gerüchtemacher die Ansicht verbreitet, vom 1. April ab koste jeder Bezugsschein an und für sich 1,50 Mark. Nach unseren Erkundigungen handelt es sich, wenn nicht um böswilliges Verbreitet: beunrulygender Gerüchte so doch um einen recht törichten Aprilscherz. Bezugsscheine bleiben auch weiterhin kostettlos.
** Süßstoff (Saccharin) wird in der Zell vom 1. bis 15. April 1917 gegen den Lieferungsabschnitt 1 der Süßstoff- karten ,,H" (blau) von den Süßstvffabgabestellen abgegeben. Siehe Anzeige.
** Auf die Zuckermarken Nr. 10 und 11 können vom 1. bis 30. April 1917 je 250 Gramm Zucker bezogen werden. Nack: Mlaus des 30. Aprll 1917 verlieren diese Marken ihre Grilligkeit.
Gin Jahr Geburtslagsspcnde.
In diesen Tagen kann die Verwaltung der Gießener Geburtstagsspende. Llbtellung des Roten Kreuzes in der allen Klinik, au ein Jahr des Bestehens zrrrückblicken und dabei mll Genugtmrng feststellen, daß fetten ein Gedanke der Kriegslillfe, wie der „jeder bringe au seinem Geburtstags fest eine Spende", in allen Kreisen der Bürgerschaft solck>er: Ankiang gefmtden hat. Von Frankfurt an: Main ausgehend, ist das künstlerisch wertvolle und schöne Gebe nkblatl des ersten Jckhres, das von den: nun verstorbenen Maler Fritz Boe hl e entrvorsen war, auch in viele Häuser mtserer Stadt gekommen und bat zusamm«en mit dem Einttag in das goldene Ernmeruttgsbuch den Spendern ein bleibendes Andenkot mib Tenkntal geschaffen, daß jeder, jung oder all, an seinem Teil in der großen Zeit mithelfen wollte, Krregsrtot zu lntdern.
Im neue:: Jahre tvird auch ein neues Gedenkblatt aus denr Nachlaß Boehles herrührend, dett Gebern der Geburt tagsspcnde zugestellt tverden könne::. Wie das erste den Krieg und
e e Begleiterscheinungen, gemildert durch tapfere, ritterliche Att bolisch darftellte, so zeigt das neue Blatt die harte Arbeit der Mitkämpfer in der Heintat, die auch ihrerseits mitsregen wollen, und werden.
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Tiefes außergewöhtllich schöbe Gedoikbeatt wird so nicht mrr von denen, die im verlanget oen Jahr noch Seine Gelegenheit hatten, sich <m der Geburtstagsspende zu beteiligen, gern erworb« werden, sondern gerade auck, für die, die schön das erste Blatt besitzen, zu einem ergänzenden, neuen Schmuck thres Hauses werden. — Tie (tzeburtsilaasspende tvird in den ttächstzctt Tagen ein Exemplar des Kunstblattes öffentlich zur Ausstellung bringen.
^ Durch das dänische Rote Kreuz hören wir, es bestehe die begründete .Hoffnung, das Robe .Kreuz werde unter der neuen Ordtmtrg in Rutzlarrd besser unter den dort befindlichen kriegsgefangenen deutschen Soldatetr wirken könneit als bisher. Senduttgjen über Norwegen, Dänemark oder Sck)weden vernrittell wie bisher Professor Gunkel, Moltkestraße 18 (3—4 Uhr).
** SBon den ausgesalke neu Zügen fährt ab morgen
Nr. 74 Fvartkfurt—Altona: Frankfurt afü 8.53, Gllßcn an 10.16 vormittags als Ö-Zug, ferner Ö-RZng Nr. 74 ?llwtta—Frankfurt: (Äcßei: ab 9.32 abends, Frankfurt «u 10.42 abends.
** Eine Geistliche Musik-Aufführnng nndet am Karfreitag, 6. ^lpril 1917, abends 6 Uhr, in der Stadtkirche zu (Vießer: statt. Ter akademische Ges«tgvcrrin, der evangelisch! Kirckien-Gesangverem, die Kttaücnchvrschule, sowie andere hiesige Kräfte werden 3 Clwullkantaten twn Mar Reger (Zum Gedächtnis des Mmponislen, geb. 19. 3. 1873, gest. 11. 5. 1916) zum Vortrag bringen. Siehe Anzeige.
** Lichtßpie l haus Bahnhofstraße. Nur vom 31. März bis 2. April wird Homunkulus, 6. Teil, mll Olas.Fönß in der Hauptrolle gegeben, der in vier Aller: das Ende des künstlichen Men- )dyai schildert. Außerdem ist ein vornehmes Gesellschaftsdrama in vier span::enden Allcat „Und wer kein Kreitz unv Leiden hackA mll Egede Mßen in der 5)auptrolle vorgesehen. Die Direktion ersticht, wegen des großen Andranges am Abend nach Möglichkeit die Nachmittags-Vorstellungen zu besuchen.
Landkreis Gießen.
B. Großen-Bufeck, 31. März. Kattonier Baiser Dort, Sohn des Zimmermeisters Baltosar Änt,welcher von Anfang des Krieges im Felde steht und auf alle:: Kriegsschanplatzen ttilnahm. wurde mll der Hessischen Tapferkellsmedaille ausgezeichnet.
Kreis Büdingen.
# Büdingen, 31.Miävz. Das Eiserne Kvelch, früher Hessische TapferkeitsmedaÄle, erhielt der Krankenträger Christian Schwarz.
Letzte 3«ä»ticbten.
Aus der sranMftheu Kammer.
Bern, 30. März. (WTB. Nichtamtlich.) Im französischen Senat wurde der von dem Kriegsmüllster Painlevd eingebrackste Antrag auf Einberufung der Jahresklasse 1918 an den H«tes- ausschuß verwiesen. Sodann begann die Erörterung der Kriegsfälle für das Kommende Bierteljahr. Ter Finanzausschuß der Senate schlägt einen Shebit von 110 Million«: vor, der von der Kammer für Entschädigungen an die Schützengraben truppen an- gcnomme:: wurde, zu kürzen, da die Verteilung von der Kammer nicht sestgelegt wurde. Wenn man auch Sondeventsck-ädigungen ar. die Truppet: gerne gewähre, so solle man doch abwarten, bis ell: besonderer Antrag, der augenblicklich dem Parlament vorliege, zur Erörtertmg gelangt, dlbgeordneter Mvris interpellierte sodann über die Schließtmg der Kuofersulphatsabriken, wodurch dem Weinbau großer Schade:: zugesügt würde. Der Ackerbaumini^r erklärte sodann zur Beruhigung, daß die Einfuhr von Kupfer- sulphat nicht verboten werde.
Aus Rußland.
B e t tt, 30. März. Di>e Agentur Radio meldet aus Petersburg: Ein Ministerium der schön«: Künste solle errichtet und die Leitung Gorki angeboten werden. Tie provisorische Regierung erlaubte der Zarinmutter sich in, der Krim nüderzulassM, sie müsse sick jedoch von Tumab)mnnssaren begleite:: lassen.
„Pettt Parisien" meldet aus Petersburg: General Alexejew habe sich enffchloffen, an allen Frontobschnttten Ausschüsse von Offizieren. Soldaten, Vertretern der sozialen Organisatwnen und der Semstwos Stadteverbände zur Stärkung des Disziplin zu bilden. Die von dem Ausschüsse der Soldcttenvertteter bes Aosfenen Reformen seien unverzüglich eingeführt worden. Die Vertreter der Arbeiter in der £unta sollten künftig zu der ganzen Front Zutritt haben.
Das neue fcknmdifcke Ministerium.
Stockholm, 30. März. (WTB. Nichtamllich.) Meldung des schwedischen Telegraphen-Buveaus. Das neue Ministerium setzt sick folgendermaßen zusammen: Präsident Swaro, Außeres Admiral Lürdmann. Justtz Stenberg, der im Ministtriim: Hammcrkiöld Minister ohne Portefeuille war. Krieg Oberst Akermann (Abgeordneter) Marine: Mitglied der obersten Kammer, Fregattenkapitän Hanz Friesen, Finanzen: der frühere Ober- reckmimgsrat Faelason. Unterricht: Landhauptmann Barmarströn, Lmtdwirtschaft: der Vizepräsident des Volksernährungsausschusses Dahlberg, Minister ohne Porteveuille: Expedllionschef Erisien wtd Rechnungsrat Fall. Die Minister haben dem König abends um 7 Uhr bat Eid geleistet.
Spanien.
Madrid, 30. Marz. (WTB. Nichtamtüch.) Meldung der Agence Havas. Im Ministerrat tuttcrbreitete der Ministerpräsident Romanones dem Wnig die Beschwerde der ArbeiterabordnungetS und die Maßnahmen der Regierung. Eine Versammlung von Vertretern beschloß den Gencralstteik, um, wie das Manffest besagt die leitende:: Klassen zu zwingen, grundlegende Aenderungen in dem gegenwärtige:: System vorzunehmen. Die Regierung werde weiter die notwatdigen Maßnahmen gegen die Lebensmittelteuerun^ und die Arbeiterkrisis ergreifen, die Ausrecht er Haltung der Ordnung sicktern und keine Vorbereitung für den Generalstreik dtllden.
Bern, 30. Marz. (WTB. Nichtamllich.) Der „Temps" meldet mts Madrid: Der Ministerrat besprach die Wirkungen des verschärften U-Bootkrieges auf die Ein- und Ausfuhr Spaniens. Der Virnister der öffentlichen Arbeiten erklärte, daß die Ausfuhr in den letzten Wochen miß er stgering sei. Die Kohleneinfuhr sei vollständig eingestellt, man hoffe jedoch, daß die StaatSversicherung gegen Seekriegsschäden der Kohlenkrise ein Ende bereiten werde.
Ausgabe von Süszstoff(Sacch'arin).
In der Zeit vom 1.—17,. 4lvril 1917 wird gegen den Lieserungöaoichnitt 1 derSiifzstoffkarien ,.N- lblau) von den Süßuofsabgabestellen Süßstoff abgegetien. ES gelangt ei» Briefchen auf den Abschnitt zur Ausgabe. Äcit dein 15. Avrtl 1917 verliert der Abschnitt 1 seine Gültigkeit.
In der ?»eit vom 1.—30. Avril 1917 wird gegen den Lieferungsabi tnitt 1 der Süßüost'karte (gelb) von den Süßstosfabgabestellen Süßstoff abgegeben. ES gelangt eine Schachtel auf den Abschnitt zur Ausgabe. Mit dem 30. Avril 1917 verliert der Abschnitt 1 seine Gültigkeit.
Nach den vorstehenden Zeitpunkten nicht abgerufene Sühstofsmengen dürfen von den Abgabestellen frei verkauft werden. 25936
Gießen, den 30. März 1917.
Der Oberbürgermeister: Keller.
Bekanntmachung.
Ans die Zuckerin arten Nr. IV und 11 können voni 1—80. Avril 1917 fe 250 Gramm Zucker bezöge»» werden.
Nach Ablauf des 30. April 1917 verlieren diese Marken ihre Gültigkeit. 25928
Gießen, den 30. Ntärz 1917.
Der Oberbürgermeister: Keller.
Hansversteigernng.
Im Austrage der Erben versteigert der Unterzeichnete Notar das dem verstorbenen Schlosser- meister Carl Constantin Knipp zu Bad-Nauheim gelegene Anwesen
Fl. XIV Nr. 225*/ 10 Hofreite in der Altstadt, 154 qm Fl. XIV Nr. 225 5 10 Hosreite daselbst, 114 qm Gemarkung Bad-Nauheim, in dem seither ein gutgehendes Eisenwaren- und Haushaltungsgeschäst, sowie eine Schlosserei betrieben worden ist, öffentlich meinbietend Donnerstag, den 5. April 1917, nachmittags 5 Uhr, im Gasthaus GaudeS (Ecke Haupt- und Karlstr.) Bad-Nauheim.
Die Versteigerungsbedingungen können vorher bei dem Unterzeichneten eingeschen werden; auch werden sie vor Versteigerungsbeginn bekannt gegeben.
Bad-Nauheim, 30. März 1917. [ 2600 D
Stahl, Großh. Notar.
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