Nr. 77
Der «leßerrer Lnzei-er
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Erstes Blatt 167. Jahrgang $ain
iielener A«U
Samstag, Z\. März 1917
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General-Anzeiger für Oberhessen
vLÄsche SeeftreitSrofte vor der Rüste Englands. Ein türkischer Sieg an der Sinai-Front.
(WTB.) Gr.oßes Hauptquartier, 30. März. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
An der A rto i s-F ron t war ver Artilleriekampf lebhaft. Oestlich St. Pierre—St. Vaast griffen kanadische Regimenter rmftre Stellungen viermal während der Nacht an; sie sind stets verlustreich zurückgeschlagen morden, einige Gefangene in unserer .Hand geblieben. Beiderseits der Straße Peroime—Firns wichen unsere Sicherungen im Gefecht mit starken englischen Kräften in die Linie Ruymrlcourt— Sovel aus.
Nordöstlich von Soisson s versuchten französische Bataillone vergeblich bei Neuville und Aftlrgipal Boden zu gewinnen. Unsere Posten wiesen sie verlustreich ab.
Am Aisne -Marne -Kanal deuteten Ansammlungen Mischen Sapigncul und La Neuville auf einen sich vorbereitenden Gegenangriff, der durch unsere Batterien nieder- gehalten wurde.
In der Champagne sind gleichfalls Bereitstellungen französischer Angriffstruppen wirksam beschossen worden.
Im Parroy-Walde (Lothringer Front) hollen unsere Stoßtrupps dreizehn Gefangene aus den feindlichen Gräben.
O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Front des Generalfeldmarschalls PrinzenLcopold von Bauern.
Westlich von Dünaburg scheiterte ejn Angriff mehrerer russischer Kompagnien in unserem Feuer.
An der
Front des Generalobersten Erzherzog Josef
und bei der
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen teme Ereignisse von Belang.
Mazedonische Front.
Erkundungsabteilungen erbeuteten bei einem Vorstoß in fck französischen Gräben zwischen Ochrida- und Presva-See mehrere Schnelladegeschütze und reichliche Munitions- Vorräte.
Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff.
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Der Abendbericht.
Berlin, 30. März, abends. (WTB. Amtlich.)
Nördlich von Noisel und südlich von Ripont (Champagne) lebhafte GefechtStütigkcit.
Im Osten nichts Wesentliches.
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Der Reichstag hat sich gestern nach Annahme der Voranschläge des Reichskanzlers und des Auswärtigen Amtes bis zum 24. StyrU vertagt. An Anschluß an die Rede des Herrn v. Bethmaun .Hollweg wurde, wie unsere Leser -ht dem heutigen ausführlichen Sitzungsbericht Nachlesen Vnnen — mangelhafte Postverbindung hatte in den letzten Tagen veranlaßt, daß wir uns mit dem Abdruck gekürzter Berichte begnügen mußten —, noch recht viel über die innerpolitischen Fragen gesprochen, und daß innerhalb der Parteien der Drang nach baldiger Durchführung der Reformen gewachsen ist, beweist die Annahme des Antrags Schönaich-Carolath mit 227 gegen nur 33 Stimmen, wonach ein Ausschuß zur Prüfung verfassungsrechtlicher Fragen geschasfen wird, dem die vorliegenden Anträge über Oie Umwandlung der Wahlrechte, besonders in Preußen, über- i viesen werden sollen. Bemerkenswert ist, daß auch die Redner der national liberalen Partei, zuerst der Abgeordnete Dr. Stresemann und dann der Mg. Schiffer, den unge- säuntteu Beginn der Reformen gewünscht haben. Und man nürd sagen müssen, daß, je länger der Krieg dauert, desto lebhaftere Wünsche sich in dieser Richtung geltend mächen werden. Am Ende kommt Herr v. Bethmann Hollweg doch noch in die Lage, wie einst Bismarck, der vor dem Msbruch des .Krieges gegen Oesterreich im Norddeutschen Bunde die Einführung des allgemeinen, gleichen Wahlrechts oorschlna, sich selber zu bekehren, indem'er die Reform des preußischen Wahlrechts ebenfalls als eine Waffe gegen das Ausland erkennt. Wenn wir aber, was das Erfreulichste wäre, unmittelbar vor dein Frieden, vor dem ersehnten siegreichen Ende stehen, was die Parlamente freilich ebenso wenige mit Sicherheit wissen können wie andere gewöhnliche sterbliche, so sollten wir die mit Verantwor- klftM und Lasten überhäufte Regierung nicht drängen. Die Anbahnung des Friedens, dessen planvolle Ausgestaltung, erfordert den ganzen Geist des leitenden Staatsmannes. - jft nicht uninteressant, daß der freikonservative ,yrhr. v Zedlitz und Meukirch, der die Verhältnisse im preußi- !Aen Lidgeordnetenyause bestens kennt, vor übereilten schritten warnt. Er schreibt in der „Post": „Gesetzt, die ^taatsregrerung ließe sich verleiten, einen solchen Gesetzentwurf dem Landtage vorzulegen, so würde dessen Ableh- nung nn Abgeordnetenhause mit ganz überwältigender Mehrh-rt imd zwar unter Mitwirkung aud£> bcx national- liberalen Fraktion, mit unbedingter Sicherheit zu erwarten sein. Die Regierung müßte dann notivendig zur Auflösung des Mgeordnetenhanses schreiten und allgenwine Neuwahlen ausschreiben, während ein überaus erheblicher Teil der
Wähler vor denr Feinde steht und an der Ausübung seines Wahlrechts verhindert ist. Das Ergebnis solcher Neuwahlen wird für jeden, der die Verhältnisse einigermaßen kennt, nicht zweifelhaft sein. Das neugestaltete Abgeordnetenhaus würde die Einführung des Reichswahlrechts ebenso sicher ablehnen, wie das aufgelöste,- und e§ bliebe dann der Staatsregierung, wenn sie nicht auf den Plan endgültig verzichteil wollte, tatsächlich nichts übrig als der Staatsstreich. Tlibei ist noch der Schwierigkeiten gar nicht gedacht, welchen die Einführung des Reichswahlrechts im Herrenhause begegnen würde."
Aoier ,auch Herr v. Zedlitz meint, etwas vermöge die Regierung auch jetzt schon zu tun: „Ihre unerläßliche Ausgabe ist es, alsbald mit den Vorbereitungen für die Einführung eines unter den Gesichtspunkten wirksamer Erweiterung des Mittelstandes und der breiten Massen abgestuften Wahlrechts vorzugeheu. Hat sie durch Verständigung mit den Parteien, welche grundsätzlich mit ihr an einer solchen Reform des Wahlrechts mitzuarbeiten bereit sind, sich eine Mehrheit im Abgeordnetenhause gesichert, und läßt eine Ergänzung des Herrenhauses durch Vermehrung der Vertretung der erwerbstätigen Bevölkerung auch die Zustimmung diese s, Hauses zu einer solchen Wahlreform erhoffen, dann würden auch entscheidende Bedenken nicht mehr dagegen zu erheben sein, niit einer solchen Vorlage schon vor Friedensschluß vorzugehen."
Wir denken, in dem neuen Verfassungs-Ausschuß des Reichstags sind diese wichtigen, imrerpolitischen Aufgaben einstweilen gut ausgehoben. . Die Wahlrechtsreform in Preußen muß kommen und sie muß auch gründlich kommen. Freuen wir uns über die jetzt vorliegende Arbeit des Reichstags! Der Tag der Verabschiedung der Steuergesetze, die unsere Volkswirtschaft in einet noch nicht dagewesenen Höhe belasten und doch willig von ihr getragen werden, ist ein Ruhmestag in der Geschichte der deutschen Volksvertretung. Die .Haltung des Reichstages gibt dem deutschen Volke die d Gewähr, daß der Zinsendien st unserer Kriegsanleihen von der Volksvertretung wie von der Reichsregiernng als die ernsteste und dringendste Angelegenheit der Finanzgebarnng des Reiches angesehen wird. Tie neuen Steuergesetze stellen die Verzinsung der bisherigen Anleihen sicher, und die Einmütigkeit der Parteien gibt die gleiche Gewähr für jede weitere Kapitalsanlage im Dienste der Verteidigung des deutschen Bodens.
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Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 30. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 30. März 1917.
Oestlicher und südöstlicher Kriegsschauplatz.
Keine besonderen Ereignisse.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Im Karst-Abschnitt ist die Artillerietütigkeit in den Kampfräumen unserer letzten Unternehmung sehr lebhaft. Rovereto und Arco sind unter dem Feuer mittlerer und schwerer Geschütze. Im Arco wurde das Zivilspital getroffen.
Der Stellvertreter des Chefs des Generälstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.
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Reue N-Booterfolge.
Berlin. 30. März. (WTB. Amtlich.) An neuen 11 = Bootserfolgen kommen noch Meldungen zurückg'kehrter U-Boote zu den bisher im März veröffentlichten hinzu: 34 Dampfer, 2 Segler, 14 Fischerfahrzeuge mit insgesamt 9 0 0 0 0 B r u t t o r e g i st e r t o n n e n, und zwar 24 englische. 3 französische, l portugiesisches, 13 norwegische, ein holländisches, 1 dänisches, und 7 Schifft, deren Namen sich nicht feststellen ließen, darunter ein englischer .Hilfskreuzer von mindestens 8000 Tonnen.
Ein Streifzng an die Südoftküste Englands.
Berlin, den 30. März. (WTB. Amtlich.)
In der Nacht vom 28. zum 29. März haben Teile unserer S e e st r e i t k r ä f t e das Sperrgebiet von der S ü d o st k ü st e E n g l a n d s a b g e st r e i f t. Außer dem bewaffneten englischen Dampfer ..Maskotte" (1790 Brutto- Register-Tonnen), der 8 Seemeilen östlich von Lowestost angetroffen und durch Artilleriefeuer versenkt wurde, sind weder feindliche Streitkräfte noch Handelsverkehr gesichtet worden. Sieben Mann der Besatzung des Dampfers „Maskotte" wurden gefangen genommen.
Der Chef des AdmiraAabs der Marine.
Die Kämpfe um Höhe 304.
Berlin, 30. März. Die Verlust« der Kanadier waren bei dem vielmaligen vergeblichen Angttff Mich Neuvilte- St. Vaast sehr erheblich Zahlreiche Tote hängen in den deutschen Drahtverhauen. Dm Flüchtenden :vnrden noch vierzehn Gefangene abgenommen. Zimschen Arras und Soissons unterschied sich' der Kamps wenig von denen der letzten Tage. Zn den gestern gemeldeten Kämpfen in der Gegend der Höhe 304 ist ergänzend hinznznsügcn, daß der französische Funkspnch vom 29. März, 4 Uhr nachmittags, der die Wiedereroberimg der von den Teutsck>en anr 18. März genommenen Grabenstücke incldct, völlig aus der Lust gegriffen ist. Die Kainpshandlnngen spielten sich wie folgt ab. Nach melwftündiger Artillericoorbereittcng griff der Franzose nach starken Feuerüberfällen um 12 Uhr nachts imd l Uhr vormittags die ?l.voemrrt^WaId-Stellimgen in etwa 500 Nieter Breite
an und nmrde glatt abgewiesen. Am 29. März 4 Uhr vormittags belegte der Feind Höhe 304 und die.ö/tlich davon neu genommene Stellung mit Trommelfeuer schlverchrr Kaliber und ging um 4 Uhr 45 Min. vormittags gegen die ihm an dieser Stelle am 18. und 19. März entrissenen Grabenteile mit starken Massen in 800 Meter Breite znni Angriff vor. Der Angriff brach auch hier rmter schwersten Verlusten zusammen. Es wilrde geitern bereits nritgeteilt, daß ein Grabenstück ttch anderthalb Stunden lang in französischem Besitz befmrd. Gerade hier aber erlitten die Franzosen die schwersten Verluste. Seit dem Verluste der Gräben am 18. imd 19. März hat der Franzose nicht weniger als achtmal durch größere und kleinere Vorstöße vergeblich versucht, die erlittene Schlapve wettzumachen. In allen diesen Kämpfen, die den Franzosen schwere blutige Opfer kosteten, blieben die deutschen Verluste ausfallend gering.
Der türkische Bericht.
Konstantin opel, 29. März. (WTB.) Verspätet earg& troffen. Amtlicher Bericht vom 27. dNärz.
In Persien ist die Lage unverändert.
Tigris-Front: Infolge der im gestrigen Generalstads-- bericht gcnicldeten Gegenairgrisfe unserer ans dem linken Tigris^ user operierenden Trupven wurde eine feindlich Abteilimg gchi znnmgen, sich zurückzuziehen, wobck sie schwere Verluste erlitt. Im Verlaufe dieser Operationen machen \vix 180 Gefangene, die der dritten Division Lübour angehörten, und erbeuteten sechs Masch- nengewehre, drei automatisch Gelvckhre und eine große Menge Handgranaten und Jnfanteriemnnitton.
Än der Sinai-Front wurde festgestellt, daß der Feind beabsichtigte, einen Angriff auszufühvon. >
Am 26. März, 3*/» Uhr nachmittags, wurden aus dem Schiwarzen Meere sechs Schsfe, drei Torpedoboote, zwei Fliegerschiffe und ein kleiner feindlicher Hilsslrenzer, ebenso drei! Wasserflugzeuge wahrgenommen, und zwar in einer Entfernung von etwa 40 Kilometer vom Lande. Ein Flieger warf erfolglos! drei Bomben auf das freie Gebinde westlich Torkoses (?). Unsere Land- und Seestieger stiegen zaim Kampf auf und warfen Bomben ans die feindlichen Fliegerschiffe. Die Wirksamkeit dieser Bomben! wurde von zahlreichen Säellen beobachtet. In einem Lufkkampf, der darauf zwischen unseren und feindlichen Fliegern stattsand, erlangten unsere Flugzeuge eine überlegene Stelle mg über die Gegner, zwangen sie durch Maschinengewehrfeuer, sich von ihren Flug- zeugiTnitterfchiffen zu entfernen und rrötigten sie zum jähen Medevck gang auf das Meer. Unsere sänrtlichen Flugzeuge kehrten unbeschädigt zurück, nachdem sie das lebhafte, von den Schiffen gegett sie gerichtete Artillerieseuer durch Bombenwürfe zum Schweigen ge-< bracht hatten. (
Auf den übrigen Fronten nichts von Bedeutmrg.
K o n st a n t i n o p e l, 30. März. (WTB.) GeneralstabWerichL
vom 28. März.
Persische Frpnt: Lage rmverändert.
Ti gris f r ont: Zusammenstöße von Aufklär'.MFsabteilungat auf unseren! äußersten linken Flügel. Starke feindliche Kavallerie, die versuchte, zwischen zwei unserer kämpfenden Gruppen einzudringen, wurde zum Rückzug gezwungen.
Sinai-Front: Der scit langem erwartete rmd sorgfältig vom Feinde vorbereitete Angriff begann am 26. März. Der Kampf, der sich in der Umgegend von Gaza endvick^lte, endete am Nach-' nrittage des 27. März mit einem offenkundigen Siege der Tür--« k e n. An diesem Kampfe beteiligten sich englische Streickräfte, etwa vier Divisionen. Auch zahlreiche schwere Artillerie und mehrere Panzerautomobile des Gegners nahmen an dieser Schlacht teil. Im Laufe dieses zweitägigen Kampfes erlitt der Feinds chwere Ser- luste und ließ auf dem Schlachtfelde zahlreiche Tote. 200 Mann, darunter ein Offfzier, wurden gefangen genonrmen, ein Panzer- automobil mrd zwei andere Automobile wurden erbeutet. Der Fein4 zog sich in südwestlicher Richtung zurück und wird von unserer^ Truppen verfolgt. In diesem Kämpfe zeichnete sich unser 125. Infanterie-Regiment besonders aus. Trotz der äußersten Heftige keit des Kampfes sind unsere Verluste sehr gering.
Kaukasus-Front: Einige Gefechte von AufklärungS- abteilimgen.
Mazedonische Front: Unsere Truppen eroberten in der Gegend des P r e ^ p a - S e es^ zwei ftanzösische Vorpostenstellungen. Ueber den im gestrigen Heeresbericht gemeldeten Lnftkampf Über dem Schwarzen Me«w sind folgende Einzelheiten eingetroffen: Eines unserer Landstugzeuge, Beobachter Leutnant Keiper, Führer Unteroffizier Kautsch verfolgte im Schwarzen Meer 70 Kilometer weit die fliehenden feindlichen Flugzeuge und zwang, wie in dem amtlrchen Bericht gemeldet w-ird, durch Maschinenqcwehrfeuer zwei semdlrche Flugzeuge zum Medergehen auf das Meer. Außerdem ttas es ein feindliches Flugzeugmutterschiff mit zahlreichen Bomben, deren Erfolg durch die Beobachtung umerer andern Flieget bestätigt wurde. -
Die Nevolution in Rußland.
Der Exzar.
K o p e n h a g e n, 29. MLrr (WTB. Nichtamtl.) Russisch« Blätter melden, der Zar habe den Wunsch ausgesprochen, daß sein Sohn gesundheitshalber nach Norwegen reise. Beinr. Gottesdienst in der Schloßkirche anr letzten Sonntag soll der Zar der erste gewesen sein, der die Knie beugte, als das Gebet für die provisorische Regierung gesprochen wrrrde.
Am st erd am , 30. März (WTB.) Die .Times" meldet ans Petersburg vom 28. März: Me Großfürsten urch die anderen ^Mtglieder des Hauses Romarww haben oer provisorischen Regierung den Treueid geleistet.
Der frühere Zar und seine Famllie befinden sich iroch in Zarskoje Selo. Die auf SLackie steh-nderi Soldaten grüßen den Zaren wie einen gewöhnlichen Offizier und spreckwn ihn rnit „Herr Oberst" an.
Die Verhaftungen von Agenten der alten Geheimpolizei dauern fort. ES hgt sich Hera ns gestellt, daß sich unter üjuck sehr angesehene Personen befinden.


