faß) Aec^xäk Türr <x\\ u.i'bti: j a uieS, rottbrat auch ctn spar - Nl m e s Dokk, das haben sie gerade während des Krieges bewiesen. Die E i n l a g e n d c i d e n deutschen Kreditbanken sind ton 9.6 Milliarden int Jahre 1914 ans 11,8 Milliarden Mark im Jahre 1915 gestiegen. Die deuts che n Sparkassen wiesen Ende 1916 einen Bestand vor: fast 30,5 Milliarden Mark auf. ob- wohl aus den Sparguthaben schon 7,35 Milliarden Mark Kriegsanleihe bisher gezeichnet worden waren.
All diese anscheinend troeftu«: Ziffern wurden durch etwa 40 Lichtbilder belebt und voranschar: licktt, so das; das Interesse dev Zuhörer bis zum Schilpst gefesselt blieb. Besonders anziehend puren die Ansfülstnngen dos Vor trag «:d«: dadirrch. dast er im- mer wwder — oft iu recht l>unwrw.>ller Weise — auf Giestener Vor- HÄtirisso Bezug nahm oder von ihn«: ansging. Sie trugen die Ueberz^lgung nach Hause, dast das, was uns dor Krieg an Material und Mo-n schon raubt, a; i o mffren: grosreu Vorrat au Schäden erneuert und durch Sparsamkeit und vermehrte Arbeitsleistung ausgegliä-en wird, und dpst die Kriegslasten in d«: 375 Dttlliarden Mark Volks- vernrögen Deutschluuds :md in seinein jährlichen Volkseinkommen wn 43 Milliarden Ncark eine genügend starke Unterlage luben.
Unter reickwnn Beifall schlost der Redner mit den: Worte Hin- denburgs: „W:r wollen rmd wir w erden es nwcki«: — weil nur Deutsche sind!" Cr buupfte darm: die Mälprmrg, den Heros des tuutsäxn Volke-.- und seine Feldgrauen nicht im Sttck-e zu lassen, sondern ilM treudeutsche Gefolgschaft zu leisten und recht zahlreich und reckpt lroch die sechste, hoffentlich letzte deutsche Kriegsanleihe zu zeichnen.
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Osterurlaub.
Nachdem die Transportschwienigkciten auf den Eisenbahnen erheblich herabgemindert sind, ist nun anch die seit Wochen bestehende strenge Urlaubssperre für die Mannschaften des Besatzungsheeres in der Heimat ausgehoben worden. Das heißt aber natürlich «nicht, das; jetzt sofort jeder Soldat, namentlich während der bevorstehenden Feier- tage, wirklich Urlaub bekommen kann, denn damit wäre erneut eine lleb erfüll:mg der Züge verbunden, die unweigerlich zu weiteren Einschränknngen führen müßte. Es sollte sich deshalb jeder ernstlich überlegen. ob gerade seine Anwesenheit zu Hause unbedingt notwendig ist. Vor allem haben diejenigen zuerst Anspruch auf Urlaub, die schon Längere Zeit im Felde umreit. Dann aber auch die Landwirte. Deren Beurlaubnn.g iu der jetzigen Zeit der Frühjahrsbestellung kommt nicht nur ihnen selbst, sondern auch der Allgemeinheit zugute. Wer heute noch keinen Urlaub bekommen kann, bleibe geduldig in seiner Garnison, es wird auch an ihr: die Reihe lommetn.
Natürlich darf jetzt aber nicht etwa, weil der Vater tricht nach Hause kommen kann, die ganze Familie zum Vater sabren. Damit wäre der Zweck der Einschränkung ins Gegenteil vermehrt nnd die Bahn erst recht überlastet. Ukrmentlich während der Ostertage muß darin, von den 'Familien strenge Selbstzucht geübt werden. Das Süchtigste ist. daß bei den: nun bald eintretenden warmen Wetter die Kartoffeln hernngebracht Uwrdeu können, daniit wieder genügend Lebensmittel in den Städten sind. Der Güterverkehr ist augenblicklick) die Hauptsache, der Personenverkehr kommt erst in zweiter Linie.
Wir leben in einer Zeit, die von jedem Verzicht auf Meqnomlichkeit und Vergnügen fordert. Angespannteste Ar- flvcit und gewissenhafte Pflichterfüllung ist heute die Losung. Auch die Erholung darf nicht über das unbedingt Notwendige hinausgehen. Es soll jeder nur immer und immer wieder daran denken, wie viel schwerer- es unsere Soldaten draußen an der Front haben, dann wird ihm der verlangte
Verzicht klein und selbstverständlich erscheinen.
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** Jisiolge der Papierttrappheit und durch die notwendige Veröffentlichung dringlicher amtlicher Bekamit- »ULchurrgeir muß die heutige Nummer der Gießener Fa- »nilienblätier anssallen.
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** Amtliche Pcrsonalnachrichten. Der Grvstkierzog 4-at durck) Entschließung vom 24. März dem Minister des Innern v. Hombergk zu Vach die Erlaubnis zur Annahme und znm Dr»gen des sinn vom Deutschen Kaiser, König von Preußen, verliehenen KiDneiwrdens erster Klasse erteilt.i — Am 24. März d. Is. wurde der Pfandmeister Christian Bausch in Dieburg vom Tage seines Dienstantritts an in gleicher Diensteigenschaft in den Bei- tteibungsbezirk Lampertheim versetzt.
** Ter bisherige zweite Vorsteher deS Bahnhofs Gießen, Vorsteher Hahn ist mit dem- 1. April von Gießen nach Lollar versetzt. Das Scheiden dieses allgemein geehrten und beliebten Beamten und Vorgesetztem ivird von seiner Kollegen allgemein bedauert.
** Arbeitsj-ub iläum. Am 21. ds. Mts. feierte auch der zweite Arbeiter der Gail'schem Tampfziegelci u:tt> Tonwarmfabrik, der Ofeirmeister 5barl Engelhardt aus Hausen, sein 25jähriges Jubilmm:. Auch er ^wurde vom Verein Deutsche Donürdnstrieller, vmn Deittschm Verein für Don, .Zement und Kalkindustrie und vom Verein der Fabriken feuerfester Produkte, durch ein Diplom und iCtiK Denkmünze ausgezeichnet und Geheimrat Dr. Gail ehrte ihn durch eine Ansprache und überreichste ttynt ein. ^schenk.
** Fle i s ch p reis e. Wir verweisen auf die heutige Kekanntinachiung des Oberbürgern:eisbers über die Fleisch- pvktse. Gecken den bisherigen Instand ist insofern eine Aen- darnng eingetreten. als frisches Schweinefleisch künfttg 2 Mark das Pfund kostet. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Metzger «nicht berechtigt sind, für bestimmte Fleischstücke oder Wurstsorlen höhere Preise zu fordern. Die Vereinfachung der Preisfestsetzung erleichtert es der Kontrolle. Preis Überschreitungen festzu stellen. Die Erhöhung für Schweiuefleisch .var dadurch nottvendig, daß die Sck)Weinepreise in der letzten Zeit eine Erhöhung erfahren haben.
** Verbotene Seifenherstellung. In der letzden Jett inehren sich die Klagen darüber, daß große Kreise des Pnblikmns, insbesondere der Landbevölkerung, die Herstellung vou Seifen selbst überneh;nen. Dabei werden angeblich vielfach Butter, Rohfette aus Hmlsfchlachttmgen, sotvie anders »für die Ernähmrng geeignete Fette verarbeitet und so den Ernährungszwecken entzoaer:. Es> bedarf keines besonderen .Hinweises, daß dieser Verschwendung von wertvollen Fetten in schärfster Weise entgegengetreten werden muß. Die Herstellung von Seifen aus pflanzlichen und tierischen Oelen und Fetten ist durch die Bekanntmachnng über das Verbot der Verwendung von pflanzlichen uud tierischen Oelen und Fetten zu technischen Zwecken vom 6. Januar 1916 (Reichs-Ges etzbl. S. 3) in der Fassung der Bekanntmachung voin 21. Juli 1916 (Reichs-Gesetz'bl. S. 765) verboten. Dieses Verbot bezieht sich nicht nur auf die gewerbliche Herstellung, sondern aus jede Herstellung überhaupt. Offenbar ist weitert Kreisen der Bevölkerung dieses Verbot, dessen Uebertrctung mtt schwerer Strafe belegt ist, gar nicht bekannt. Es darf jedoch erwartet werden, daß bei Bekanntgabe diese Uebertretungen für die Folge unterbleiben.
** Jungwehr. Mittwoch, 28. März, Antreten: 87* Uhr. Komp. 620: Ober-Realschule. Komp. 621: Gymnasinm.
** Wehr turnen. Die diesjährigen Wehrübnngen nehmen in Kürze ihren Anfang. An denselben können Jung- mannschasten teilnehmen, die seit dem 1. April 1917 einer Lugeudubtettung angehöjveu und au diesem Tage 16 Jahre
alt sind. Ernttttttsmeldurrgen werden mündlich und schriftlich Bergstraße 21 cntgegenaenonrmen.
** Ein sckönes Beispiel. Gestern erschienen mehrere Schulkinder aus O b e r - B e s s i n g e n unter Führung ihres Lehrers Jacob sin Stadthanse und überbracbten als Geschenk iwrschiedene Lebmrsunttel. Nach dem Wunsche der Speirder werden die Gaben für Schulspeisungen armer Schu 1 kinbe x der hiesigen Dvlksschulen Verwendung finden. Der Oberbürgermeister urrd Haüpt- lehrer Knauß dankten den Erschienenen für hie schöne Svende und die dadurch bewiesene wackere Gesinnung. Der Oberbürgernneister belohnte die jugendlicherr Ueberbringer, indem er jeden: ein Buch überreichte.
** Achthundert Mark in Zwanzigmarkstücken wurde:: Ijcute von dem Bankgeschäft Jockei in Gttdwerg an die hiesige Reühsbankstelle abgeliesert. Der Goldsclpatz stammt aus einem ^Nachlaß und belvcist, daß iimner noch Gold in manäKt: Häuser:: verborgen ist.
** Treibriemenläaer. Zur Teckimg von Treibriennnu- bedarf in kleinem Umfang sind :uul>solg^ude Ausbesserungsläger im Korps bezirk errichtet ivorden. Dort kömvu: Rienmn stücke zur Ausbessermrg von Treibrienum unter erleichterten BeditMMgün eittuoinmen Iverden. Ferner tverdcn die Ausbesserungsl m.rer die Stttler, souxit es sich unr Riemoweparattrre:: handelt, sowie die Brunnen- m:d Punrpenbaucr mit Treibriemenleder versorgcru -A'us- besserungSläger: Richard "Appel, Frankfurt a. M., Iordanstr. 60, Carl Busse, G. m. b. H., Mainz (Biebrich), Jickrus Lcholtz, Siegen in Westfalen, Bah::st. Wcideimu-Sieg.
** Geflügel- und Kaninchen-Ausstellung. Um die Geflügel- mid K>al:i:ul)ei:zucht, z'tvei gerade fetzt für die Volksernährung :ncht zu m:terschitzendc Faktor«:, zu heben uud zu fördern, habe:: sich die betreffenden Vereine, von de::: Gedanken getragen, daß dtutzzucht ohne Rassezucht nickst zu errcick>en ist, entschlossen, zu Ostern ds. Is. bis 9. ")lpr:l ans der Liebigsböhe z:: Gießen eine Geflügel- und Zbanu:ck^n:<u:Sstelffmg ab;upalten. Da hierzu die Landlrittschastskammer, sorvie die ttuz<ck:i>en Verbände Oberl-esse::s ihre U:tterstütz:mg iu Aussickst gestellt Hab«:, so steht zu erivart«:, dast wertvolle Tierarten hier zur Ausstellung gelange::, und daß den Besuck>eri: mMuk^eS ")lnregende geboten wird. Daß aber auch :nai:chen: Züchter für seine Beinühmrgen eü: «tt>- sprechender Lohn zuteil tverden wird, gen>ährleiste:: die in großer Menge z::r Verfügmrg süchnwen Preise wrd Ehrenpreise. Bon Ix*-- sonderem Interesse dürfte ein Brutalwcrrat sein, der so eingestellt ist, dast an: Tage der Ausstellung das Aussckstüpfen der Kücken' von den Besuchern dcvlxrchitet tverden tan.
** Ter Damcnschnciderinncnkursus, der am 20. Februar in: hiesigen Gewerbehaus mtt 12 Teilnehmerinnen unter Leitung von F'van Wunderlich begomren l)atte, wicrda am Dienstag nachmittag durch 0>eh. RegierungSrat N o a ck, dem Vorsitzenden der Größt. Zentralstelle für die Gelverbe a::s Darin - stadt -geschlossen. Die Ausstellung der angeferttgte:: Arbeiten ist Freitag, Saurstag und Sonntag von 10—1 und 3—5 Uhr im Gew erbe sau S (Krrchstvaße 16), 1 Treppe hoch, geöfmet.
DierttiegsanIeiheistdiewaffeüervaheimgcbUebenen.
Landkreis Gießen.
** T a u b r i n g e n , 27. März. Am vergangenen ^amstag fand hier ein sehr gut besuchter Vertrag mit Lichtbildern über „Die Reichsbank im Kriege" statt. Herr Lehrer Glaser «'öffnete die Versammlung und- ül^ergab dann dem Redner deS Abends, Herrn Lehrer Daab aus Lollar, das Wort. Tie Amveswrdn: lohnten die überaus gelungen«: Darbietungen und Vorsi':hrm:gen! mit reichem Beifall. An das lehrreiche Hauptthenra schlossen sich dann uock) Bilder ans dem Lalmtal - der deutsch«: .Heimat — und aus 1 Deutfch-SüdloesttAftiöa —der fe«:«: Heimat vieler Teattsch«:. Herr Lelfter Pfeiffer sprach das Schlußwort, dem der Gesang von „Deutschland, Teuffckstand :'iber nlle-S" folgte.
)( Mainzlar, 28. März. Für heimatlose Urlauben welche ihren Erholungsurlaub in dem Lehrerhnm Vogehsbcrg bei Schotten zubringen wollen, sammelt«: die Schüler der hiesigen Volksschule unter sich den Betrag vm: 22,20 Mk. I <
tt. Treis a. L., 27. März. Gestt«: abend fand im Saale des Gastwirts Will dahier ein vaterländischer Mend statt, der mit einen: tarn der ersten Sckvllklasse unter Leitung des Lelxrers Hddrich gesungeir«: Chore oröfftret '.ourde. Tann brachw Pfarrer Büchner das Kviferhoch aus, tvorauf Lehrer D a a b von Lollar in ein«n duvch Lichtbilder unterstützten 1V- ständig«: Vorträge eine mlsführlickw Schilderung der vaterländisch«: Arbeit der d«:t- schen R«chsbonk in: Kriege gab. Er betonte dabei die unbedingte Sicherhett der dem Reiche dargelielstnen Gelder und. forderte in ernsttm Wort«: sowohl zur Llblieserung der etwa iwch vorlwndcn«: Goldstücke u:id golden«: Schmuchach«: m: die Goldankanfsstell«:, als auch zur reg«: Beteiligung an der sechsten Kriegsanleihe auf. Zirm Schlüsse führte er noch einige schöne Lichtbäder ans den: Lahntal mW ans Deutsch-SMoeßafrika vor. Nach etreent Danves- wort a:: den Redner wurde der schön verlauf«:^ Ab«tt> mit d«n gemeinsamen Gesang vm: „Deutschla:tt), D«:ffchla:tt) über alles" und mit einem Schülerchor gegen lOfts Uhr gesckstoss«:. — Das Hessische Kriegsehrenzaichen erhielt Lehrer Eberte dahier, .z. Zt. SanitätS-Gefreiter in >Bad-Nau!tein:.
** Watzenborn, 28. März. Die Hessische Tapferkeits- medattlc erhielt der Matrvsen-Artillerist Otto Jung, Sohn des Sckmeidermeislcrs Baltb. Jung II.
** W i ef e ck , 28. März. Mi^ketier Karl S t 0 l z e n h a u e r , Sohn von Werkmeister Karl Stolzenhauer, tvelcher seit 1914 in Frankreich gekämpft hat, w'iurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.
Kreis Büdingen.
4. Büdingen, 28. März. Wie überall, so sollen auch in unserem Kreise die 9—14 jährigen Kinder der westfälischen Industriestädte auf einige Monate untergelwacht:verden. Durch die Vermittlung von Dekan S chä fer, Büdingen, u:tt) die Bmrittvilligleit der Landwirte ist es bisher sckwn gelungen, eine große An.zahl Kinder untcrzubringen. Es meldeten an die Gemeinde Blcichenbach 24, Lißberg 26. W!enings Lorbach 30, Obermockstadt 27 Freistellen. Auch die übrig«: Orte haü»«r eine zahlreiche Beteiligung in Aussicht gestellt. l
d Eckartsborn, 28. März. Am vorigen Freitag ab«:d sprach gelegentlich einer vaterländischen Veranstaltt:ng in unsere- Schulsoal Pfarrer Kahn, Ortenberg, üb>er „Die Quellen deutscher Kraft, die Bürgschaft de::tsck)en Sieges". Der Saal war bis aus den letzten Platz gefüllt, prachtvolle Lichtbilder erläuterten den zivei- stündiqcn Vortrag, Lieder und Gedichte der Schuln:tt)er und älterer Mädchen unterbrachen d«: Ab«:d in fchönfter Weise, -um dessen Zustandekommen sich Lehr«' Karl, Eckartsborn, besonders ver°- dient gemacht hatte.
Kreis Schotten.
§ AuSden: oberen V 0 ge l S b c r g , 28. März Seit zwei Tag«: schneit es ununterbrochen fort u:tt> cs sind »vieder solche Schneemassen zusammen gelveht, daß heute die Berkehrsstratzcn au ff geschoppt werden mußten. Von einem kommenden Frühling läßt sich nun wieder wcfft die geringste Spur crkemren. Wenn auch tagsüber die schon höl>cr stehende Sonne etwas fri'ihlingsähnliches mit sich bringt, läßt der noch immer nachts wiederkehren de Frost wieder alles verschwitttwn.
Eingesandt.
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Zur sechsten Kriegsanleihe.
Gestatt«: Sie, daß ich meinem gepreßten Herzen einmal in Ihrem geschätzten Blatte Luft mache. Es nnrd jetzt so viel über die neue Kriegsanleihe geschrieben und geredet, ab«' d a S . worauf es anlonimt, überseht:: die Leute. Was nützen die besten Belehrungen und die schönsten Benchnungen gegenüber her weitverbreiteten Ansicht, jede Zeichstirung auf die neue Anleihe verlängere den Krieg! Diese Auffassung ist erst gestern wieder aus unseren: Kcgelabend geäußert ward«: und sie gilt es zu bekämpfen. Es muß
deck Leuten klar gernackst loecbn:, une friedenSfördMid lobe Zeichnung auf die Anleihe wirkt Sch«: unsere Fettttx ein, daß wir zr: jed«n Opfer bevctt stttt), so tverden sie d«: Mnrps ausgeben: nur durch einen vollen Erfolg der Lbtteihe kcu:n dies erreickL n>erde::. Wer ai:s die neue Anleihe zeickmtt, v«ckürzt den Kr:rg. Wir nlüssen d«n Feinde zeig«:, dast die silbern«: Kugeln. wldw nach Englmtt>s Erklärung den !)tzneg entsckvüden - bei uns sind und dein Staate nnbegrerrzt zur Verfchping stcl^-u. In d:es«n Sinne nrüsscn sie nnrk«:' Tmu: wird der Erfolg nicht aus bl «den.
Hockuckitungsvoll:
G. L. lll.
Vr!efkaften der Uedaktkon.
Mnouhme Aufrageu bleiben uubcrüLs»chttrt.tz
Landwirt v.: Wir beglücllvünsch«: Sie zum guten "IvrCttiif Ihres Lickers. Leg«: Sic dcm Erlös in der ranv«: Ztzneg^anleilre cur.
R. M. in 5.: Nett:, Sie Iwaich«: fick) nickL^ zu fckZäm«i Ihr alter O:ckel war eben ein Sv:cheritt:g. Brürgen Sie die gefm:d,il«: Ewldmünzen z:rr Reichsbauk und leg«: Sie d«: Erlös in Kriegsanleihe am Sie ist die beste und sicherste ^Kapitalanlage.
Mündelgelder für w.: Für die Kinder Ihres vesittwbeu«, Bruders kämen als Anlage mir inillchelsichere Gelder in ( '\rage. Tazu eigiutt sich die K^rragsanlett)e in jeder LÄeise. 'Sic ist iwündej- sicktcr mtt) bietet cmß«'dem nvcki Gesviunchanc«r
Patriot in Ja, and) Htttt»enburg zeichnet die KrioiMnütthe. „Gehe hin und tue deSgleich«:."
N. 5. Sic frag«: cm, ob Kautionsgelder, die ein Bean:ber bei der Bank hdrderlegt hat, am!» in Kriegsanleihe umg«vm:delt lvero-m Mm«:, indem nun: die Wettlxrpiere Tybitinrlegt ? Es ist dies selbst verständlich der Fall mrd bedarf mrr einer vorherigen Bcnacb vichtigm:g der betreff«tt>«: Bank, die sich gerrre danrtt ein verstand«: erklären ^vird.
v. v. Die Bezeichnung Lmttiwirlschaft umfaßt mcht die ge» werblichen Mttneroien. Sie müssen sich zur Stanunrolle rnelden mrd dann ourch eine besondere Eingabe eine Entscheidung herixtt" ftlhren, ob Jlw Betrieb als kriegsnnchtig anzusehen ist.
Letzte Hadiric&tctt,
Großfürst Nikolai.
Bern, 27. März. Großfürst Nikolai ersuchte die Regicwung um die Ern:Lchtigung, sich in der ^ßrin: niederlass«: zu dürfen.
Die Stellung der ruffifdrcit Ar:nre.
Sto ckholm, 28. Marz. In den Ktteis«: der neu«: Petersburg«: Regierung ^herrscht eine Furcht vor der Haltmrg der Armee. Die Lage ivird in den: Arineekonunando als ernst bezeichnet, iveil die Halttmg der Trirppen im Falle eines entftcjt feindl:ck>«: An griffs als gänzlich imgewiß bezeickyret wird. Im Heere lverde eine mächttiw Werbearbeit getrieben, die Waff«: zi: strecken, sobald der Feind angreift. Offiziere, ivelche diese Achtativn zu ersttcken suchen, wurden sofort niedcwgesckwssei:. Die prowsorische Rcgienmg lvandtc sich dar::::: n:tt ctiurm lsi:fri:f an das ganze Land, Nwrin eS l)eisst: Tie Armee müsse iväblen zivisch«: dem K^rieg mrd der llnterord- myrg mtter Deutscl>lm:.d, w^üches ettr reaktionäres Rußland Wieoer - einsetz«: will. Die Fortsetzung deS Krieges alnw sei unniöglich, wem: die jetzig eAgttatton fortgesetzt iverde und Lknnee imd Volk in der Weise ernialmt ivürden, die jetzigen Maßnahmen der Regierung zu verhindern. Eine derttlickx? Anttvort erteilte sofort Hierauf die so-zixilistische Zeitung „Praivda". Sie v«'öfftntlichte eine Resolution des Z«rtralkomttoes der Soldaten und Arbeiter, worin die Soldaten «imrhnt tverden, die Schützengrälwn zu ver lassen mtt) zum Feind ülxwzugeh«:. Die D«ttsch«: würden firf: iu die Ordmmg der inssisck-«: Verhältnisse nickst einmisch«:, die stiussen brüderlich cmpfmrg«: und d«: Frieden h«fftellen.
Die Kriegsheße in Amerika.
Haag, 27. März. Die „United Preß" berichtet aus Ma- shington: Von mntlick^r Sette nnrd der Eindruck vernrittelt, l»aß der Kvr:greß bei seinem Zusan:n:«:trttt de:: Krieg erklär«: wird. Weiter versichert die Depesche, daß Anrerika Vorbereitung«: zu einen: tatsäckstich«: Angriffskrieg trifft. Die Stiminung ttn ganzen Lande so: dagecr«:, dast bloß der Kriegszustand erklärt \wxbc.
Haag, 27. März. Tie „Tinwö" meldet ca:s-Washington: Die letzt«: Maßregeln dar Regierung )veg«: Ei:tteilN7rg.deS .Miezen Lm:deS in seckM nrilitärische Bezftke, um die sttekrrttierun/, imd Mobilis:e«n:g zu erleichtcr::, die Ett:ber::fung der National golden und die Erlwhung der Marinemmrnschaften deuten darauf bin, daß die ZbriegSerklärung m: Teutsckstand zu erwart«: ist. Diese Maßnahnven werd«: vms"der Presse in d«: Vereinigten Staaten allgemen: günstig <riffg«u>:mn«:.
Die Ärmst vor Mexiko.
Genf, 28. März. Wir der „Petit Parisien" mcs Washington meldet, koimn«: täglich alarntt-erende Nachrichten ans Mexiko. So sei jenseits der nrexiManischen (Z>r«rze eure A«wee von 150 bi - 200 000 Deutsch«! in der Bildimg begriff«: oder bereits ausgestellt. Ter e wünsche Estneral Obregon soll in Meziko lwsang«: g«wnnn«: lvorden sein. Mchr weist nicht, ob die dQvtsckw Arinee mit Caranza. Villa oder Tiaz znsamnwnarbett«:. Siä>er ist an- lgcblich. daß der d«ttsche Einfluß nttlitarisch \v& fnvanziell Mexiko beherrscht.
Eine Anfrage der Ml-einigten Staaten.
Haag, 27. März. Retter berichtet aus Washingdn:.- Die Vereinigt«: Staaten l)ab«: dnvckk dcn: spanischnr Gesandt«: tt, Berlin anfrag«: lass«:, ob sick) Aineriftmer mtter den Sve!«:br befind«:, die an Lwrd der „MÜve" als Gefangene nach Deutsch land geführt ivirrd«:. Wenn ja,.so wird die Regietm:g der Bereinigt«: Staaten, wie ttn Falle des Dampfers „Barvvlvdale", wn die sofortige Frnlaffturg dieser Amerikmrer ersuche::.
Englische Furckft vor der Invasion.
Rotterdam, 27. März. Der „Menlve Rotterdanffche Courant" tneldet aus Lmttwn: Im llnterlause tettte Bttn ist« Bonar Law :mt, dast eine Invasion an bestttnmt«: Punkten der Ostinste bevor stelle. Kett: vernürrftiger Mensch glaube aber daran. Die llrsache sei ein Befehl an die Tr::ppen <u:f alles gefaßt zu settu Anschlag auf LlotD George?
Bern, 27. März. Nach dem Pariser „Herold" :m:rde in London ecu Russe verhaftet, der in das Answärttge Aint ett: dringen ivollte. Es wird vermutet, dast ein Anschlag auf Lord George geplmtt taaT. 'Der Berlwstete wttd jetzt aus seinen Geisteszustand uittersucht.
Cadorna scher Hindenburgs Pläne.
Lugano, 27. März, tsadorrra erklärte zu Barzika über die oft«reickiischtt>«:tsd>c Offensive: Mögen sie komm«: oder nicht, ich verhalte mich so, als hrcnn sie in strotze 1 : Meng«: kämen. Ick: habe daS Belvusttfein, nichts veriraichlässigt zu bab«:, lvuS die Er- fahnmg der vergange:«n Tage verlangte. Ich l-abe die Gcwisp heit, liber ein d:rvch d«: Krieg gestärktes z us<rnun«:gefck)lim'isttr^ prächtiges Heer zu verfügen, das von der Größe seiner Aiffgal» durchdrungen ist und voll Disziplin ist Ich ktbe ans der zuständig«: Seite f<'' 11 Zweifel über oic gegenseitigen Pflicht«: fester auf- richtiger iwcwlnlfe gcllassen. welche die Alliierten «na:tt>er schuldig iind. Die Grundbedingung des Erfolges ist die tätige ZuversickN der Natiow Ntöge. das Volk sich von sein«: äugstlickxn Bttorn- nissen befrei«:, uröge eS Diszchliu Imlt«: :md auf die grospu Ziele sckMuen, möge es Vertrauen hegen m:d es tn:nch den Sieg l)aben!
Die chinesische InteressenvcrtretMlg.
Berlin, 27. März. Nach dem ^llröruch der diptonintischm Beziehung«: zncksch«: Dnttschlaud u:rd China, hat der hiesige dn> Nische Gesandte die Vertretung der chiuesischeu Interessen übe' nommen. Für die Wahruehuuing der Interessen Chinas in Belgien, die Ehe: den inanittgfalttgen fttmnziellen und industriellen llirtei < nehmungen dieses Landes im Reiche der Mitte l>ckain:t sind, nicht unerheblich sind, hat Schweden sich bereit erklärt.
F)rucksachen aller Art
llotert ln jede: gowOnschten Ausstattung pteiswert dia
Brühl’sche Universitäts-Druckerei. Schulst^, 7


