Ausgabe 
27.3.1917 Erstes Blatt
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ptvte ein nwevesserrrbes Stiergefecht, mrd das! gute hmrw- xMche Bechrogrmmn. '

Landkreis Gießen.

** Belten Hausen, 27. März. Dem Gefreiten der Lcmd- tzyepc- 2. LlufgedotS Karl Faß von hier wurde das Eiserne Kreuz

Avcüehen.

z. Geilshausen, 27. Mürz. Sanitäts-Gesreiter Heinrich Wallenfels erhielt das Sanitätskreuz. Mit der Hessischen Aapferkeitsmedaille ist er schon früher ausgezeichnet. 1

MG. G ro ß en- B u se ck, 87. März. Der Sanitätssoldat Lud- toig Deines wurde im November v. Js. zum Unteroffizier be­fördert und ist am 13. März os. Js. mit der Hessischen Tapferkeits-

Medaille imb mit dein Sa nitöts Verdi imstk eich net 1 norden!.

» Der Mehrmann Otto Reuteir, Bäckermeister, welcher seit Ariegsbegurn im Felde steht und in Frankreich zweunal verwundet tzvurde. i>t vor kurzem in Rumämen mit dem Eisernen ükreuz- aus- «-eichnet worden. Unteroffzier Christoph Arnold, welcher seit Ktteg-sbeginn im Felde steht, wurde mit dem Eisernen Kreuze fnissezeich.net. Die Hessische Tapserkeitsmedaillc erhielt er schon vor längerer Zeit. Christoph Nikolai, L)ohn des Zigarrenarbeiters Christoph Nikolai, wurde hei den Kümpfen vor Verdun für be­sondere Tapferkeit mit dem Eisernen Kreuze ausgezeichnet.

** G ro Heu-Linden , 27. März. Ersatzreservift Wilhelm Mischer II., Sohn von Schreinermeister Ludwig Fischer wurde mit kent Eisernen ztteuz ausgezeichnet.

Kreiß Büdingen.

4tz Büdingen, 27. März. Das Eiserne Kreuz erhielt der ßNuskelier Simon Meyer.

# Ko hden, 27. März. Die Hessische TapferkeitSmedaille, vor einigen Tagen Eisernes Kreuz, erhielt der Wehrmann Heinrich Momberg er.

4t Listberg, 27. März. Montag, den 2. April, wird die Hiesige Gemeindejagd ans weitere sechs Jahre verpackstet.

4t Nidda, 27. März. Tie Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Gefreite Karl F e r ro.

4t Ober-Widdersheim, 27! März. Die Hessische Tap- fcrkeitsmedaille erhielt der Landsturmm-ann Heinrich F r a n k.

4t Orleshausen, 27. März. Tie Hessische Dapferkeits- MÄaille erhielt der Musketier Heinrich Reichert.

4t Von hausen, 27. März. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Paul Petri.

Kreis Alsfeld.

4t Schadenbach, 27. März. Das Eiserne Kreuz 1 Klasse erhielt der Lehrer Mrttin Weber, Leutnant d. R.

Kreis Lauterbach.

ü. Moose r Grund, 27. Mlär^. In den Dörfern» unserer Umgebung und aucb hier werden während der Som­mer- mtd Herbstferien, durch Vermittlung desVereins für Sommerpflege städtischer Kindes und des ,,Offenbacher Lehrervereins", eine Anzahl erholimgsbedürftiger Offen­bacher Volksschüler ohne Vergütung in Pflege genommen.

Kreis Wetzlar.

va. Wetzlar, 25. März. Eine äußerst gut besuchte Werbe- -versammlnng für die sechste Kriegsanleihe fand Freitag nachmittag auf Einladung der Handelskammer Wetzlar im Hotel Kaltwasser statt. Nach einigen zündenden Einleitungsworten gab Bergrai Grvebler kurzen Bericht über den Besuch der Vorträge, in den Kreis^emeinden. Aus der Mitte der Versammlung heraus vmcheu Winke und AnveMngen für die Werbearbeit zur Kriegs­anleihe geäußert irnd alle Vertrauensmänner gebeten, wie auch bei früherer Werbearbeit in jeder Gemeinde einen Ortsausschuß za bilden. Der Erfolg ihrer Arbeit ist bis zum 20. April dem Landrat mitzuteilen, da der Herr Minister ans jeden, Kreis txatxi Bericht wünscht.

ra. Atzbach (Kreis Wetzlar), 24. März. Tank der persönliihen Fürsprack>e von Pfarrer Ratschlag- Köln-Bayenthal finden 130 erholungsbedürftige Kinder der Städt Essen in der vereinigte'.» Kirchen gemeinde Torlar-Atzbach für mehrere Wochen freundliche Aufnahme zur Kräftigung ihrer Gesundheit.

ra. Grvß-Altenstädten (Kr. Wetzlar), 27. März. Von dm 78 Haushaltungen unseres Dorfes, meist ir-cnig begüterte Lcute, wurden für die 6. Kriegsanleil-e 50 000 Mar? gezeichnet. Gm Beispiel, welches NachalMwng verdient.

Hessen-Nassau.

_** Dillenbiurg, 27.Mars. Das Landvatsamt setzte meh-

faaxn Gemeinden wogen Mangelhafter Bütterlieferung den K»ckeranteil für Aprll auf lste Hälfte herab. -

-- Frank für t a.M., 25. Märtz. Urtter dem Ehrenpräsidium »es ftellv. kommandierenden Generals, General-Leutnant Ried e l Hat sich hier ein Ausschuß gebildet, der den Wiederaufbau der durch den Krieg geschädigten Frankfurter Handwerksbetriebe mit aflat zu Gebote stehenden Mitteln in Angriff nehnven wül. Ein Ähchruf an die Frankfurter Bürgerschaft brachte in den ersten Tagen rund 100 000 Mark ein. Die eingehenden Gelder sollen zur Unter­stützung und Aufrichtung notleidender Handwerker zur ivirtschaft- lrchen und technischsn.Förderung des Frankfurter Handwerks und Unterstützung seiner gemeinnützigen Einrichtungen verwendet werden.

Frankfurt o. M., 26. März. Mit Wirkmig vom !29. März ab wird der Preis für Mehl und Brot wie folgt herab­gesetzt: Das Pfund Weizenmelst. 04 prozentige Ausmahlung, statt 29 Mt 26 Pfg., der große Laib Roggenbrot, 1500 Gramm, statt 57 letzt 55 Pfg das 750 Gramm-Brot statt 29 Pfg. 28 Pfg. In Betrieben, die gewerbsmäßig Brot Herstellen, ist die Berei-

Ä von Kuchen und Torten jeder Art verboten. Konditoreien . Torten nur unter Verwendung von Ersatzmehlen oder n-ach- we^lich aus dem Ausland bezogenen beschlagnahmefreieir Mehlen Verstellen. Das tton der Stadt gelieferte Mehl darf zur Tortenbereitung nicht mehr benutzt werden. Wenn einmal dis Tortenherstellrmg beschrärrkt wird, dann sollte die Stadt doch, um r«der Schieberei von vornherein. zu steuern, einfach das Torteu-

trafeen. Es seht auch jetzt wahrhaftig ohne

== Höchst a.m, 26. Marz. Dw Städtterwaltnnq hat zur Regelmtg des Verkaufs von Pferdefleisch das Flüschkarten- lystem zur Einführung gebracht. Die Ffeischkatten werden unmtt geltlrch verabfolgt, in eriter Linie an mnrderbenrittelie Einwohner und kommen bei den anderen Fleischkarten nickst zur Anrecklwnc/ Ter Höchstpreis für ein Pfund Pferdefleisch wurde auf' 1 SO W festgesetzt.

Die Lage des Arbeilsmar! es für Hessen, hcssen- Nassau und Müldeck im Monat zeoruar syst.

Das allgemeine Kennzeichen der Lage des Arbeitsmarktes rm Vormonat, dre starke Nachftage nach Arbeitskräften, gab auch dem Berrchtsmouat in unveränderter Weist das Gepräge. Das Nachlassen der Winter kälte iit der zlvnten Hälfte des Monats bedingte in der Landwirtschaft eine Verstärkung der Nach­frage, die teilweise befriedigt werden konnte. Ebenso ivar die Nachfrage nach Gärtnern sehr rege. Im Baugewerbe wurden vorwiegend Maurer und Zimmerer von größeren Firmen stark verlangt, nachdem die Witterung eine Wiederaufnahme der Austen­arbeiten znlästt. Das Metal l g ewerbe und' die M uni­tionsind nstric wiesen gegen den Vormonat eine Ver­ringerung der Nachfrage auf; der Bedarf an ungelernten und an­gelernten männlichen und weiblichen Arbeitskräften komtte glatt gedeckt werden. Das Holzgewerbe zeigte einen starken Be­schäftigungsgrad; Schreiner für Bau-, Möbel- und Kundschafts- arbeiten, ferner für Kisteirfabrikation wurden in großer Au - äst verlangt und konnten auch teilweise uachgewiesen werden Dia Verhältnisse rm Vervielfältigungsgewerbc blieben un­verändert. Nach Sattlern urrd Tagezierern war die Nach­frage stark. Im Bekleidungsgewerbe ließ die Nachfrage nach Arbeitskräften gegen den Vormonat etwas nach. Sattler und Schuhmacher für Milüärarbeiten wurden jedoch stark verlangt Im Sckmeidergewerbe waren Arbeitskräfte nemigmb vorhandern Das Nahrnngsmittelgetuerbe bot für Bäcker'und Metz­ger wie im Vormonat reichlich Arbeitsgelegenheit. Trotz der viel­fachen Betriebseinschränknngeit im G a st w i r 1 s g e w e r b e über- wiegt die Zahl der offenen Steifen die der Stettensuch-ndeu immer noch wesentlich, so daß Kelttrer und Küfer leicht Stellung finden Tie Nachfrage nach Packern und Ausläufern hat sich weiter- gehoben. Fuhrleute, Erdarbeiter wrd Kohlenarbei­ter wurden stark angesordert.

An jugendlichen Fabrikarl>eitern macht sich anscheinend infolge der Bewrzugnng weiblicher Arbeitskräfte ein ständig wach­sender Ueberschnß geltend. Auffallend ist die große Zahl aus häufig weit entferuteu ländlichen (hegenden zugereisten Jugcndlick>en. An­dererseits besteht hauptsächlich auf deni Laude Mangel an Lehv- lnrgen. Im H a u d e l s g e w e r b e hat di e erhöhte dnrck die Zivildienstpflicht hervorgerufene Nackfrage von militärischen Stel­len, Bchörden und der Kriegswirtschaft ermöglicht, den größeren Teil der durch Betrieüscinsckränkungen in der Textil- und Luxus- warenbrancha beschäsriflungslos gewordenen Angestellten in Stel­lung zu bringen. Seitens der Industrie werden tüchtige Buch­halter, Korrespondenten und Einkäufer hauptsächlich für die elettro-, technische und Maschinenbranche stark verlangt, ebenso Verkäufer und Lageristen für den Eiseirwaren- und Werkzeughandel. Da­neben besteht nach wie vor ein lfeberangebot von schlecht ausgeüll- deten weiblichen Kräften. Die Eingliederung von arbeitsfähigen Lazarcttinsassen in die verschedLnsten Berufe ist in stän­digem Wachsen begriffen. Die Vermittlung hat sich gegenüber dem Vormonat in Frankfurt a. M. verdreifacht. Auf dem ArbeitS mar tt für weibliche Personen zeigt sich ein großes Ueberangebot an häuslichen Dienststellen, welches die Zahl der Stellen suchenden um das sechs- bis zehnfache übertrifft. Von Grostlarben wird zu­dem über die Kiürppheit von ländlichen Dieirstboten für die Feld­bestellung Klage geführt. Bck da, !g iökv erblichen Arbeiterinnen ließen Angebot iutb slkachfrage gefeit den Vormonat stark nach, das Angebot von Arbeitsttästen btteb hinter der Nachfrage etwas zurück!. Im Kaufe kt io ns gewerbe hielten sich bei den Nähe­rinnen die osteneir Stellen und die Stellenftqchanden die Wage, während von Hemrarbeiteriimcn infolge der neuen-Nähordnung und der stärkeren Kontrolle durch Einführung von Ausweis­karten für HeeresnÄMrbeiten ein beträchtliches Ueberangebot besteht.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt hie Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

** B üben Hände. Die Passanten des sogen.Schreiber-- weges" (Verbindungsweg zwischm Stadt uni) Schisfenberger Wald) müssen mit Entttistung wahrnehmen, dast von bübischer Harcd Die von dem Verschönerungsverein und der Forstbehörde ausgestelltest Ruhebvnke in die vorbeifließende Klingelbach geworfen werden, worin sie längere Zeit liegen bleiben. Auch ist es schon zum öfte­ren vorgekommen, daß die dort angepflanzten jungen Bäumchen einfach geknickt oder die Mnde durchschnitten wurde. Vielleicht tra­gen diese Zeilen dazu bei, die zustäirdigeu Aufsichtsbehörden auf diese brutalen Handlungen aufmerksam zu machen und bei Ergreifen solcher Frevler denselben eine ganz exemplarische Strafe zuteil lver- den zu lassen.

rrniverfitäts-Nachrechten.

= Frankfurt a. M., 26. März. Verliehen wurde den ordentlichen Professoren in der rechtsmissenschaftlichen Fa­kultät der Universität Frankfurt a. M. Dr. Kurt B u r ch a r d und Dr. Berthold Freudenthal der Charak­ter als Geheimer Justtzrat: den ordentlichen Professoren in der medizinischen Fakultät der Universität^ Frankfurt, bisherigen Gehermen Sanitätsrat Dr. Gustav Spieß Dr. Karl H e r x h e i m e r und Dr. Adolf B e t h a und dem ordeirtiichen Honorarprofessor Dr. Karl von Norderc der Charakter als Geheimer Medizinalrat, dem ordentlichen

Die Leiden unseres Landes in früheren Kriege

Was lehreu uns die Münzftmde unserer Gegend?

alleft Gauen Deutschlands kommt es gar nicht selten vr vesvnders in der Nähe der großen Heeresstvasten, wie bei u m der Wetterau oder im Lahntal, daß beim Äbbrechen alt Hauser, beim Anlegen von Gräben oder Äjbttagen von Schutt s m der Erde kleine Schätze vorftnden, welche in Töpferi oder B hältern aller Art das Barvermögen längst verstorbener Lau bQvdhner bergen. Solche Münzfmrde reichen oft tief bis in d Mrttelalter zurück, bringen das gang und gäbe Geld, wie es v vielen Jahrhunderten in unserem Lande umlief, wieder cu Tageslicht, besonders häufig stammen sie aus den sturmbewegt Tagen des ^ dreißigjährigen und siebenjährigen Krieges bis der Franzosenzeit im Anfänge des vergangenen Jahrhunderl Das pl nun für den glücklichen, Fmder immer eine besonve ,zreude, und auch die Wissenschaft, vor altem die Lokal ge schick ümd die Erchrschung der wirtschaftlichen Vergangenheit könn aus diesen ^zünden, weirn sie aus sachkundiger Hand bearbeit werdm, höchst wertvolle Schlüsse ziehen.

Sv werden sich rwch manche des Furrdes mittelalterlich Srlbermunzcnr von Nauborir bei Wetzlar (1867) erinnern, d klarier Friedrich Barbarossas enthielt. Ferner d orotzen Goldgulden-Fundes zu Bretzertbeim bei Mainz (188! ^^?!^^rdes von Eschwleifer, des Silber-fundes bei d Mnhaelsttrche ut Fulda (1898), um imr die bedeutendsten ans d letzten ^^-ährzehntcn m unserer Gegend zu erwähnen Sie al gaben uns Ätttfschlust über den Staird der Geldwirtsckmst mrser Lanoes zur Zect rhter Vergrabung.

Aber sie geben wie . nach anderer RictKung hin zu denke

Von wwmel Mt, Elend und Todesangst erzählen sie doch in ihr metallenen Sprache! Wenn der Femd im Lande war, der Bau schnell seine Habe barg, so gut es eben gehen mochte, und m Weib und Kind Heini und Hof verließ, dann hoffte er auf eil bessere Zeit, in der eine Rüclfehr möglich sei und er seinen ve

borgenen Schatz wieder heben, könne. Aber er ist nickst ivieder- gekommen! In der Fremde ist er gestorben und verdorben,^ kern Mensch wußte mehr um das tut Boden vergrabene Vermögen, bis oft erst Jährhundcrte später ein glücklicher Zufall es wieder auffinden liest.

Diese Funde zeigen uns auch eine uralte, fast unausrottbare Anschauungsweise sehr vieler Landbeivohner: die Frende am Besitz harten, klingenden Geldes, das dann, lvie man sagt, in den Strumpf" getan und möglichst sorgfältig vor den Augen der Welt verborgen wird. Das ließ sich iwch erklären und verstehen in einer Zeit, in der es nock) an wirklich sicheren Aufbeivahrungs- orten außerhalb des eigenen Heintes, an guten, gewinnbringenden Anlagen sür .das Geld mangelte, obwohl schon sehr frühe in unserer wirtschaftlichen Enttmckelung das Bedürfnis nach Anlage des Kapitals sich Einrichtungen geschaffen hat, es nutzbringend zu verwetten. Diese wurden denn auch von einsichtigen Bürgern in Stadt mtd Laird gerne benutzt. Aber gerade der Bauernstand hat sich nur 'langsam <m die neuzeitliche (Feldwirtschaft mtd ihre Ein­richtungen gewöhnen können. War er dock, jahrhmtdettelang .gc- wülmt gewesen, fast alles, was er für sich und die Seinen brauchte, selbst zu erzetlgen, den Austausch von Wareit aber nur in natural- ivirtschastlichen Formen vorzunehmen. Selbst ihre Stenern, die Zehnten, haben die Bauern lange in Natttralabgaben von Getreide, Wein usw. oder in Form persönlicher Dienste, der Fvohnarbeit, gezahlt. Das bare Geld hatte für sie einen unendlich höheren Wert als für den Städter, dem es täglich durch! die Hände ging. Zudem wußten sie nicht mit deit neuen Arten des Kreditwesens, ider Hingabe von Kapital gegen Zinsen umzugehen und misttratsten dem Schuldpapier, das sie für ihre baren Taler erhielten. Hatte doch noch ihreti Borfahren die Kirche das Zinsennehmen ganz verboten. Man glaubte eben seilt sauer verdielltes Geld mrr dann sicher, wenn man es lvohlverwahrt, im eigenen Hailse geborgen lvikstte oder bei hercuntaherider Gefahr im Keller vergrub. Mer das war ein Jrttnm. D-enn was l>alf all der zusainmeltgesck-arrle Besitz iit Kriegsläuften und Zeiten lvirklicher Not, wenn der Feind im Larrde hauste oder gar der Besitzer fliehen imrßte? Die rohe

m rn ,^c nr Tn Wrrtictzafts- uni sozialrmlscrischaftlichen

W« Dr Aickr-as\^81 bm or^tte.

Geheim« RegicrungsraL

panScl.

»ra nkfurt a M., 26. März. Sn btt h-utigm General-

«etfammloG ^ Mitt-ldrutMn Äkn«

Antrag- btt Vcrivaltnng genttMigr urti> bic tmcr

d--.Lt non Gi/* Proztnt ^ä^nrn. Tr- ^

dc, AnftichtüratS wurden ivredergrivahlt. In dm .ln. wnr.

das bisherige Borstand-n.nirglieb der D«r -lle.ander^o^

rhal in Berlin, neu gewählt. In der an die - - > - .

sich ans<«ics»cnden AufiichtsratSsl!>nr!g»mrrbe bestl/ensen, in itrn.g. berg in Preußen eine 'Zweigniederlaisimg zu crnMen.

Letzte üfldbiddjie».

Dir Lage im Westrn.

Bern, 26. März. Me vom Kaiser an Hinb-enburg und ndeirdorff gerichteten aneLrkennenden Worte veranlaj,ei! den Fachkritiker Ronsse zu bemerken, daß HurchmbMg nno Liwendorff in der Tat wegen der Geschrcklrchkert, rechtzeiNg dfe Fvmtt zu v-erändewn, das Lob ihres obersten Kwieg^herr '. Verdikten. Allerdttras hätten beide, sägt Herwe in semer Bictoire" hinzu, ntcht so leichtes Spiel gehabt, wenn me englischem und französischen Heerführer vor erner den richtigen Wägern ut gezeigt hatten. Vtelletcht waren damals die deutscherr Bewegungen ernpstttdlrch gesuttH wm den. Heute, nachdem die Deutschest ihre neuen ^tellmtgem bezogen hätten, sei Vorsicht der Enckentelettungen am Platze.

Adändermtg der ftanzösischen Verfassung.

Bern, 26. März. DerMppel" fordert die Abände- ttlng der französischen Verfassung nach amerikcmtschenr Muster. Es müsse ein au.3 1 Mitgliedern, die auf Lebenszett, gewählt sind, bestehender Oberhos geschaffen werden, der über dein Parlament stehe, damit das Parlament nicht alfen rnöglichen Störungen unterworfen sei. Heitte seien zahl reiche Interessen der Banken und Syndikale smvie per Presse imstmrde, die Regierung zu beeinflussen. Durch Er­richtung eines Oberhofes dürsten nur die nächsten Inter­essen das Parlament zur Geltung kommen.

Stockholm, 26. März. In der Nahrungsmittelftage spielt die neue russische Regierung tatsächlich Va-banque-Spiel. Tie ruf ' fischen ancttichen Meldultgcn über gewaltige Mehlttansporte nady Petersburg xntb Moskau sind direkt lügiterisch. Tenn trotz aller Ansttengungen haben die Eisenbahnen in der allerjüngstcn Zeit täglich trur durchsckMittlich 40 Waggons Getreide nach 'Pe - tersburg und Äwa 40 Waggons nach Mwskml ttansportterpst können, llm nickst neue BrotttcUvalle hervorzurufen, hat sich di- Regierung genöttgt gesehen, die in Petersburg befindlichen Inten danturep und Reservenw.gazine fast völlig zu lehren und die Be­stände der Zivilbevölkerung zur Verfügung zu stellen^ Wenn der Eisenbahnverkehr aus irgend welchem Grunde für einige Tage stocken sollte, so wäre Petersbrng urrd Moskau völlig dem Hrmger ausgesetzt.

Die Stinnnung in Italien.

Lugano, 26. März. Tie halbamtlicheAgenüa Jtalia" be- llagt das Vorhandensein einer weitverbreiteten llnzuftiedenheit und einer Bewegung gegen den Krieg, die sogar die Stimmung der Käntpfer beeinflussen wolle. Eine skrupellose und geschickte deutsche Propaganda verstehe es, alle Ereignisse, sogar den deutschen Rückzug in Frankreich und die glorreiche russische Revolutton dem italieni ­schen Volke iit einem eitteutefeiublichen Sinne darzustellen. Tie Note beschwört das Volk, sich durch derattige hinterlistige Manöver des Feindes nicht irreführen zu taffen. Rustlaitd, England, Frank­reich und Italien bereiten eine Offensive von höchster Wichtigkeit vor und die italienische Front werde sogar die Hauptfrvnt sür die Entsck>eidungssckstackstM iverdeit. Tie Regierung müsse daher ver­langen, daß Lms Volk das Vertrauen auf den Endsieg der Entente bewahre.

Fernruf 2077 Bahnhofstraße 34 Fernruf 2077

Bsb^bigI Aldor

der Hauptdarsteller in dem 5aktiven Kulturfilm

Es wf®Pfi© Uch!

von RicSiard Oswald, der mit Unterstützung der

Beatschentiessllscizaft scrBdküsnpiima ß. QascbleebtsSiraakhtlteB aufgenommen wurde, wird persönlich enter großem Kostenaufwand

Mittwoch und DoimerstagV^S, ßöd2S). März

in den Vorstellungen um 4, 6 und 8 Uhr anwesend »sein und den Film erläutern.

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Soldateska hatte sehr raffinierte Mittel, solch verborgene Sckstitze ausfindig zill mackMl. Man lese darüber nur, was der Zeitgerws'e des dreißigjährigen Krieges, Gttnnnelshausen, in seinemSinw plicius SimplicissimuS" schreibt, wie die Bauern solange gefoltert wurden, bis sie das Versteck ihres Geldes selbst angaben.

Heutzutage aber ist das oben angedegltete Verfahren, das leider aus Mißtrauen und wirtschaftlicher Unkenntnis nock immer vielfad, auf dem Lande, mich, wie Schreiber dieses gesehen hat, von französischen Bauern.im Kriegsgebirte an^-^o^ubi » -ö-d. ein schwerer und kaum verzeihliä)er Fchlcr. Denn derjenige schädigt sich selbst, und seine Familie aufs Lchlwerste, der lunn < , 0 ut loa:::i- zinslos hinlegt, während es, sicher m^elegt, chnr cinua täglichen Nutzen mtb Verm ö genszüwach-s einbringen konnte. Vor allem aber hat heute.niemand das Recht sv zu handeln, wo ihm das Reich nicht nur in seinen hoch verzinsliche Kriegsanleihen eine ungewöhnlich günstige Anlagegelegenheit bietet, für deren absolute Sicherheit es mit feiner ganzen wirtschaftlichen Kraft und all seinem Ver- niögen die Gewähr überninmit, sondern auch der Ernst der Stlinde, die bevorstehende Entscheidung int Weltkriege, cs jedem zur Pflickst macht, mit allem, was er besitzt und vermag, für Deutschland' einzustehen. Ilnterlfegen wir in diesem Kampfe, gelingt es unseren mckarmberzigen Gegnern, ihre Pläne auszuführen, dann werdem wir alle zu Bettleim gemacht, mögen wir für den Angeichlick auck noch so große Sckmtze aufgehäuft haben. Alles ivird dann verloren sein. Können wir aber, tvie wir bei Anspannung aller Kräfte zu- versickstlick hoffen dürfen, bis zu einem siegreichen Ftteden durcki halten, daun wird es keine besseren und gesuchteren Kapchrlü'eri e geben als des Reiches fünfprozentige Kriegsanleihen. Daruin soll jeder ohne Zögern und törichte Bedenken dem Baterlande geben, was des Vaterlandes ist. Wir sind auf Gedeih und Verderb, auf Leben und Tod mit ihnr und seinenl Schicksale verbunden. Das Geschick derer, die einst in früheren Zeiten ihre hatten Taler den: Erdboden anvertrant lwben und dann efendlick) umgekommen sind sollte uns eine Mahnung sein ! I. §