. Mediterran Airckß mir Kühlen,
leL ä &. Erowley" mit Briketts,
Und „Elisabeth" Eleonore".
^ V ' 1 e ® 4#if f c: der bewaffnete Dampfer
' 8719 Tonnen, mit Muniticnr mW Baumwolle und das LMllfchoff „Jules Gommes", 2595 Domren.
5. russische Schiffe: Das Vollschiff „Pera", 1737 Domren mit Mars, der Regler „Alma" mit Johannisbrot.
11 0 r u ’ e 0 i s ch e S ch i f f e: Der Dampfer „Edvard Grieg" 982 Tonnen, „rotorstad" 6028 Tannen nrit Mais und „Silas" JW Tonnen.
5. die a merika n i schen Dampfer: „Vigilancia" 4115 Donnen mit Lebensmitteln für Frankreich und „Algonquin", 2833 Tonnen mit einer Oelladnng, der schwedische Dampfer „Dag" mit emer! Holzladung, der dänische Dampfer „Rosenbo-vcff', der hob- ländisck^ Fischdampftr „Thres Fratres" und „Exmargaret".
6. Schisft, deren Namen beim Nachtangriff, oder weil sieleinen Namen an Bardivand führten, nicht festgestellt werden konnten, ein bewaffneter englischer Dampfer von ettva 3500 Tonnen, ein bewaffneter englischer Dampfer von etwa 4000 Tonnen mit Kohlen, ein bewaffneter englischer Tanwftwvon etwa 3000 Tonnen, ein bewaffneter englischer Dampfer von etwa 4000 Domren, ein bewaffneter englischer Transportdarnpser von mindestens 10000 .Tonnen, eilt bewaffneter Dampfer von etwa 5000 Zwirnen, ein bewaffneter Danipfer von etwa 5000 Tonnen mit einer Erzladung, ein englischer Danipfer vonr Aussehen des Dampfers „Lorth Wales", ein englischer Dampfer vom Aussehen des Dampfers -Hypernia" und ein englischer Segler von etlva 2000 Tonnten mit Kohlen.
Graf Dohna über die Fahrten der „Möve"
Berlin, 26. März. ' (Priv.-Tel.) Nach Berichten des Grafen Dohna über die Fahrt der „M ö ve" gereicht es ihm zur besor:deren Freude, das; unter den von der „Mövc" versenkten Sd, irren sich ein solches befand, das im Dienste delrj Admiraltt.ät stund und die englffchen Kreuzer, die den Befehl hatten, dir „Rtöve" imbedingt auftubringe::, mit Kohlen zu versorgen. Weitere Freude erregte es unter den Mannschaften, die gerade beim Jahreswechsel auf Deck Allsstellung genommen hatten, um die vom Admiralstab durch Fmikspruch übermittelten Glückwnnsck?e zu hören, gleick^eitig die Botschaft von den: glücklick-en Eintreffen der „Narrowda le"-Prise in einem DeimatsHafen empfangen zu können. Ueberhaupt bewährte sich der fankentelegrap-hische Dienst glänzend. Die „Möwe" konnte dadurch unter anderem auch regele .mastig von den oft sechsmal täglich aufgegebenen feindlichen Warracngstafeln fortlaufend uilterrichtet werden. Lluffällig war, daß das Personal der aufgebrachten Schiffe ein recht minderwertiges war. Die Kapitäne waren durchweg selw alte, meist kranke Leute, die Mannschaften .ungeschult und nicht in der Lage, sich der Rettungsboote bedienen zu können, meffr Inder oder Neger. Der Erndrnck, den der Il-Boottrieg auf die Kapitäne machte, loar außer orberMirf;: stark. Tie Behandlung der fast 600 Gefangenen bot ivenig Schwierigkeiten: nur einmal wurden sie nmnchig, als sich die „Vtöve" längere Zeit in schwerem Kampf mit dem Dampfer „Otaki" befauch und die Gefangenen deshalb längere Feit unter Zeck in Gewahrsam bleiben nrusttcn. Auffällig nwrc auch der große Unterschied im Seeverkehr bei der Ausreise ilnd bei der Heimkehr der „Möve" auf sämtlichen Teilen des Meeres, welche die „Möve" duräckreuzte, infolge des U-Bvotkrieges. Die neutrale Flagge mar fast gänzlich verschivunden.
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Kristiania, 26. März. (WTB.) Beim Untergang des Dampfers „Pollns sind acht Passagiere und acht Mann der Besatzung mngekonnnen.
Der Dampfer „Attika" aus Farsund, von Barry nach Florida unterwegs, ist von einem deutschen Tauchboot Versenkt morden. Zehn Mann werden vennißt.
Kopenhagen, 26. März. (WTB.) Err: Rettungsboot mit der zwölf Mann starken Besatzung des holländischen lFischdampfers „Tr es Fratres" ^297 Bruttoregister tmrnen i aus Imuiden, ist gesteni Vonnittag am Hanstholmer i Leucht tunn an der Westküste Jütlands gelarrdet. Der «Dampfer war am 23. März vormittags von einem deutschen Unterseeboot versenkt worden.
RnchsLntzler Tr. von Bethmaun Hollweg, Staatssekretär Dr Heffferich. Reut,sbankpräsideiit Havenstein, Staatssekretär Tr. Dwco um> Unterstaatssekretär WalMschaffe namhafte Beträge. In der Versammlung wurde auch Generalleutnant Grüner bemerkt
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® c rlin, 26. März. Abg. Dr. Werner- Gießen hat , fügende Anfrage gestellt: „In HanL- werkerkrersen bestehen lebhafte Klagen, oaß die von ihnen zu entrichtende Bezahlung der Kriegsgefangenen eine W unb „ daß bert ungelernten Kriegsgefangenen nad) 4 Monate:: Tätigkeit in Handwerksbetrieben die Ver- gutung von gelernten Gefangenen (Handwerksgehilfen) bezahlt werde:: muß. Gedenkt der Herr Reichskanzler diese Beschwerden abzustellen? Mir genügt eine schriftliche Ant> Wort." ’
^WrhL T (WTB.) Die von mehreren Blättern
gebrachte Mitteilung, daß der ^taatSimnister Graf vo.n Po ladowski-Wehner, der im August 1915 das Landrats Elvrn g übernommen lyatte, um dem Stelleninhaber den X ? äu ermöglichet, gebeten habe, ihi: vom
1 Upru ab von d^r Verwaltung des Landratsanrtes zu entbinden, fft nach inneren Informationen zutreffend. Wie wir hören, sprach Sfcr-bem oerorenten Staatsm-rnn, der in vorbildlicher Pflichterfüllung, ohne auch rrur einen Tag Erhob::: gsurlaub zu nehmen, das von ihm freiwillig übernommene Amt mustergültig lllhrte, m ern-nn Handschreiben seinen Dank aus und verlieh ihm däbetdas Verdiensckvrnz für Kriegshilfe.
r^J! U ^ e ü Je ? 6 ‘ lWTB.) Tie Kammer der Reichsräte
sttnnnte dem GefetzentNmrs der Regierung, der die erforderlichen Mlltel zur Ausarbeitung eines Entwurfs für die HerstÄllmg einer
G ro ß sch isfahrtsstraße Aschaffenburg—Pas sau verlangt, mit allen gegen eine Stimme zu.
“«"»railiil
daß
Aus -em hauptausschuß des Reichstags.
Berlin. 26.MLrz. lWTB.) Im tzauptausschuß des Reichstages erllärte bei der Beratung der Schutz hastfragen der Kriegsminister, die Verhaftungen von Personen würden von dem Militärbesehlshaber mcht grundlos vorgenom- MOi, sonder:: wenn der Verdacht bestehe, daß ,ie durch ilrce Hand- ,tagen die Sicherheit des Landes g-efährden. Der Rechtssä-utz könne daher im allgemeinen den Betroffenen erst nach der Verhaftung zugute kommen. Es sei angeordnet, daß die Truppen- oefehlshaber die Verhafteten den zuständigen Militärbefehlshabern m ifterge&en hätten, damit dann in aller Rul>e die Fälle enw spreche:rd dem Schutzhaftgesetz untersucht und behandelt würden. Lckaatswkretär Helfferich führte im Lause der Debatte u. a. Es, da« Mißgriffe vorgekommen seien, sei von niernand bestritten wowen. Tic Reichsleitung, er, wie der Kriegsminister, seien ent- .IchLissen rhr Möglichstes zu tun, um Abhilfe zu schaffen. Aus idi^ON Grunde hätten auch die verbündeten Regierungen dem i'SchuMattgesetz trotz mancher Bedenken ihre Zustimmung gegeben. Zahlreiche Fälle würden dadurch bereits ans der Welt geschafft E anderen würdeir mit Beschleunigung geprüft. In der Aus- whrung des Gesetzes vom Dezember 1916 über die Schutzhaft im Belagerungszustand bestehe in dem Operativ ns- und Etappengebiet die Lchwierigkeit, die Maßnähmen abzugrenzen, die mtter ba§ ergentliche .Kriegsrecht und unter das. Recht des Belagerungs- Mstandes fallen. Der Erlaß des Kriegsministers vom 23. Jw- uuar ichaffe hier eine Grundlage.
Der Staatssekretär des Innern kam dann in Be-
nrvrhnm ?x*r ^ r. — - ^..c ±... _ r
llllUüiim
Zeichnet
die sechste Kriegsanleihe und wißt:
daß unfer unerschöpfliches FationnlvermSgen Euer Darlehen an den Staat vielfach flchech
der hohe Zinssatz vom Mich vor dem Jahre 1924 nicht herabgesetzt werden kann und darf-
der Inhaber dann Zurückzahlung zum vollen Nennwert verlangen kann,-
daß jeder Zeichner durch Verkauf oder Äeleihung, wann und wo er will, über das angelegte Geld ganz oder teilweise wieder verfügen kann,-
jede Zeichnungsstelle verpflichtet lst, über die Höhe der einzelnen Zeichnungen Still, schweigen zu bewahren,-
auch der zeichnen kann, der kein bares Geld hat, weil ihm die Darlehenskassen andere Werte zu günstigem Zinsfuß beleihen,-
daß ein günstigesAnleihe.Ergebnis unfern Feinden endgültig die Hoffnung rauben muß, uns niederzwingen zu können.
Gebt unfern Feinden die Quittung für das abgelehnte Friedensangebot!
Zeichnei mit aflem, was Ihr aufbringen könnt, Kriegsanleihe!
daß
daß
Au« Stadt und Land.
®W&,n, 27. März 1,17. Die hessische Kunstausstellung
wrtwoottmg der Msfühnm.gen Dr. Spahns ans die Straß- ^
burger Rektorswahl znvück. Unter ausführlicher Tarstel- > ^E"ner ^17 tragt von vornherein den Charätter
^.. ~ J sozialen Furso rge-Aktion für die m Hessen lebenden
ober aus^Hessen stammende,: Künstler an sickr und steht imter dem
tag des Falles stellte er fest, daß konfessionelle Differenzen nicht m Betracht kamen. Er wiedechvtte sein Bedaiiern darüber, Daß die aus nn Mitglied der evangelisch-theologischen Fakultät ge- Mene Wahl, den Anschein konfessioneller Differenzeil eriveckt Ter.elsalz-lothringiichen Regierimg stehe ein besttmmter Ent- schta aus me Reftorswahl arrgesichts der Selbstverwaltung der Umveriltät Nicht zu.
* . *
Massenkundgebung für die 6. Kriegsanleihe.
Berlin, 25. März. Eine eindnicksvolle öffentliche Kundgebung zugunsten der Zeichnung aus die sechste Kriegsanleihe vereinigte heute mittag zahlreiche Bertteter aller Bevölkeciingsschichten Berlins in dem weiten Raum des Zirkus Busch. Ter Zeit angemessene ernste und erhebende Musik- und Gesangsvorttäge, bei denen der Koslecksche Bläserbmrd mitwirkte, versetzte die Versammlung in eine feierliche gehobene Sttmmung. Reichen Beifall ernteten besonders die frisch und ftüylich von etwa tausend Schnlkiiiderst vierltimmig gesungeneii Lieder. Ter Oberbürgermeister von Berlin, Exzellenz Wermuth, hielt die erste Achprache. Ter zweite Redner des Tages rvar Ftnanzminifter Dr. Lentze. Beide Reden fanden die begeisterte Zustimnnmg der Versanmilnng, die sich in lautem Beifall kundgab. In ihrer Zuversicht aus die siegreiche Beendigung des Krieges gestärkt und gehobenen Sinnes trennten sich die Teil- nehme-c an der in jeder Hinsicht großartigen und wohlgelüngenen Kundgebung.
Unter den Teilnehmern befand sich auch der Reichskanzler, der bei seinem Erscheinen vom Publikum fteudig begrüßt wurde.' Gegen Schluß trat ein Teilnehnior aus der Deriamnilloig heraus chte in kurzen Worten den Dank -um Ausdruck, deii das nm Soldaten und Heerführern schulde. Die Veriammlung begeistert in den Smw ein: stehnid und erttblößten Hauptes xr erste Vers von „Heil Dir im Siegerkvanz" gesungen.
^ 'Schüler höherer Lehranstalten waren auf den Gedanken ge- ' ^ mit Zeichnungsscheineir zu versehen und den Teilneh- mern an der Verwmmlung zur Zeichrumg vorzulegen. Bald fehlte es an Zeuhn ungssth-iTun. Sichtlich erfteut über den gescl-eiten Ein^ zeichnete,: uuter anderen hervorragenden Persönlichkeiten der
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kam!
Lchutze Sr. ,Kgl. Hoheit des Großherzog^. Der Ausschuß, in'dem sich neben rarer Reihe von Künsllcrn auch Bertveter der größeren hefftschen Städte besiriden, hofft, daß sich im Lande eine Zahl von Ztrftern finden wevdei:, die eine Summe zum Ankauf von Bildern ftr gemeinnützige Zwecke zur Verfügung steller: werdem Den Sttftern st-eht es ftei, zu bestinrmen, wohin die auf ihre Kosten beschafften Werke kommen sollen. Die Stifter aus Gießen und Oberhessei: können also verfügen, daß die von ihren Beitragen gePanften Bilder der in den letzte,: Jahren mit Erfolg begonnene Sammlung des Oberhessifchen Knn st Vereins in Gießen überwiesen werden. '
Die Höhe der Stiftung steht völlig im Belieben des Einzelnen Es sind auch kleinere Beträge für diesen gemeinnützigen Zweck höchst willkommen. Stiftungen in beliebiger Höhe für diesen Zweck können bei Herrn Oberbürgerrneister Keller oder dem Vertreter von Gießen in dem Darmstädter Ausschuß, Herrn Geheinlvat Sommer, alsbald aiigemeldet werden. Die Bettäge müssen bis I.Juli bei der Mitteldeutsck>eü Kreditbank auf das Konto Hessische Kunstausstellung 1917 eingezahtt werden.
Falls kein anderer Stiftungszweck migegeben ist, wird angenommen, daß die Beträge fftr die Gießener Sammlung des ober- hessischen Kimstvereins bestinrmt sind.
Bei denk Zweck der Ausstellung werden auch Anmeldungen zu privaten Bilderkäufen als nützlich anerkannt mrd schon jetzt ent- gegengenonimen. In solchen Fällen überniinmt der Ausschuß die unentgeltliche Berallmg der Käufer, wobei diesen selbstverständlich die Entscheidung überlassen bleibt. Es wird dabei, von der Erfahrung ausgeganaen, daß nianche Personen, die in enter Aus- stetlnng ein Bild kaufen möchten, es imterlassen, weil sie sich nicht trauen, ohne besondere Sachkenntnis eine solche Ausgabe zu mack>en. Der Ausschuß Hoird in solche,: Fällen die Mfgabe btß unparteiischen Beraters übernehnten.
Es kö,men also auch Beträge für privaten Ankauf durch die genannten Herren bei dem Darmstädter Ausschuß angemeldet werden. '
Amtliche Personalnachrichten. In den Rnhestarid versetzt tonrde am 17. Februar der Lehrer Jakob Groß gal Essen heim, KreispMcrinz- auf sein Nachsuchen m:ter Anerkennung seiner langjähriaen treuen Dienste mit Wir- kuolg vo-m 1. April 1917 an. Aus diesem Anlaß tvurde ihm das Rrtterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des GroßmuLogen verliehen. — Der Großherzog hat den Präsidenten des Verwaltungsgerichtshoses Dr. Dr.-Jng. Karl Augiist Weber bis aus weiteres unter Belassung irr seinem bosherogen Amte mit der Führung der Geschäfte des Präsidenten der Ob-errechnungslummer zu beauftrage,l geruht. —t In den Ruhestand versetzt wurde der Weichensteller 1. Klasse rn der Hessosch-Preußischen Eisend ah ngemeinscha st Philipp Krummeck in Bischofsheim vom 1. Mai d. I. an. — In den Ruhestand versetzt wurde der Weichensteller in der ^ftfch-Preußischen Eisenbahngemeinschast Adam-Müller rn Marnz vom 1. Mai d. I. ab.
^ Auszeichnung. Dem Musketier Willi Henn. r EisenbahnbediensteLen Franz Henn, wurde die
Hesfrsche DapferkeiLsmedaille verliehen. — Lerrtnant und Adjutant Erich Matth es, ein Sohn des^ Gel)eimvat Dr. ^..'catthes, Bleichstraße 42, ist mit dem Eisernerr Kreuz erster Klaffe ausgezeichnet worden.
< ^^E fö rderung. Zum Leutnant d. R. befördert wurde
der Lehrer Ludwig Becker aus Gießen.
A usdem Stadttheaterbur'eau. UmJrrtümerzuvermeiden, . [et tn Icfeter ©tunbe nochmals darauf hingewiesen, daß ^ l^ullge Aufftihrung von Ludwig Anzengrubers Bauernkomödie 'jr'k ^ bstöol schreibe r" als elfte Dienstags-Abonnements-- Vorstellung zahlt.
rn 50jähr. Bühnenjubiläum. Otto Conrad t, der morgen sein 50j ähriges Bühnenjubiläum begeht, gehört zu den zahlretchen M-enschenkindern, die nach einem berühmten! Ausspruche rhrei: ursprünglichen Beruf verfelLten. Wie viele seiner Kollegen, hat auch er erst in der Welt des Seins einer prosaischen Datrg kett^ 1 ich gQvidmet, und dann seine Wirksamkeit hinter die Kulissen m d:e Welt des Scheins verlegt. — Er bestand seine Lehrzeit als Apotheker, wirkte als solcher in Köln und Düsseldorf und» W m dufem Berufe den Leute,: viele Pillen gedreht und manch nttere .Medizin zurecht gemacht haben. Gewissermaßen ist er ja ernem uriprünglichen Berufe, zur Hellung der Krwikl-eiten beizu- rragen, Nicht gänzlich untteu geworden, denn er verabreicht auch etzt noch Pillen, allerdings Nicht mehr bittere Medizin, sondern! olche bue nach dem Rezepte „daß der Humor das tvirksaniste Mittel mr d:e Verdauung ist", zubereitet werden. Tie Laufbahn! Eonradls war sehr wandelbar, er mimte am Teutsckien Theater in Amsterdam, m Barmen, Elberfeld, Crefeld, Zürich, Bern, Kon- tanz, Pillen, Hamburg, Elbing, Heidelberg, Bretnerhaven, Flens- burg, Chemnitz, Leipzig, Dresden, Hildesheim, Jena, Göttingen, ^ ^^, 3 mtt Herrn Direktor Steingoetter nach hier kam und )as Stuck „Richards Wanderleben" von seinem Repertoir stteickpen konnte. Mjöge es dem bald 70jährigen, dem ein gtttiges Geschick Frische des Gctjtes uiid körperliche Gesundheit erhielt, vergömtt fe:n, ,wch tage in seinem schönen Beruft zu wirken und möge an etnem morgigen Elnenabend das hiesige Publikmn seine Wert> chlatzung, die er als Künstler und Ddenschi vollauf verdient, durch ein volles Haus beweisen. Der Schnrierendirektör Emairuel Striese gehört zi: den Lieblingsrollen des Jubilars, er hat sie mit dem hiesi- gen Ensemble nach vorliegenden Berichteii bereits mit großem Erfolge, m Bad-Nauheim und Marburg gespiett, wid so wird Mich hier der Ersoig nicht ausbleiben, ,md alle, die den Frohsinn lieben, werden denn „Ntab der Sabinerinnen" auf ihre Rechnung komnten.
^^.T-as Gesetz über den Vaterländischen Hilfs- u st. per Vorstand des Kriegsamts legt großen Wert lXrräus, daß dte Oeffentlichkeit wettgehendsr darüber aufgeklärt wird, wie die Durchführung des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst gedacht ist. Im vaterländischen Interesse haben sich deshalb der Hanlabund, Hmrdelskaimner, Verband mitteldentscher Jndlsstrialler, KausmännischLr Verein, ^Ortsgewerbeverein, Verein der Detaillisteki, Grossi!ten-Vereinigm:g und Bürgerverern entschlossen, am Mittwoch, den 28. März, abends S 1 /* ll.hr, im Hotel „Fürstzenhvft zu Gießer: einen Vorttagsabend zu veranstaliten, an welckZem Herr Richard Baum, ßftnevalsekretär des Deutschen Verbarches kauf- mämrrscher Vereine, Frankfurt kt M., über has vacherläüdische Hrlfs- dienstgesetz sprechen wird. Herr Generalsekretär Mmm fttt Gelegenheit gehabt, die Arbeiten in Berlin dauernd zu verfolgen, so daß er in der Lage sein wird, in wirkungsvoller Mise zu berichten und über alle einschlägigen Fragen ?lustaft zu geben. Es sei fcttfjer auch an dieser Stelle allen beteiligten Koeiftn der Besuä« des Vortrags angelegentlichst empfohlen.^
** Die starken Wurz eln deutscher Kraft und Größe. Es sei hierdurch ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß der Eingang zu dem honte abeiid stattftndenden Vortrag (Turnhalle der Höheren Mädckienschule) nur von der Danrmstraße aus erfolgen kam:.
** Alicejchule. Den zu Ostevn die Schule verlasfeor- den jungen Mädchen wird die Gelegenheit geboten, am 16. April Kurse iin Kochen, Weißzeuqnähen, Handarbeiten, Schneidern und Bügeln zu beginnen. Anmeldung Stein- straße 10.
** Die Kaufmännische Fachschule Gießen beginnt chr neues Schuljahr Donnerstag, den' 19. April abends 8 Uhr. zu welcher Zeit sich alle Schüler uni> Schüleriirnen in dem Schul- häuft — Westanlage 43 — einzufinden haben. Anmeldungen neuer Schüler und Schülerrmren werden Dienstag, den 3. April, abends von 8 bis 10 Uhr int Schul häuft — Westanlage 43 — entgegen genommen. Näheres siehe Anzeige.
** Die Besitzer von Tauben werden in emer Bekannt- nvachung -unseres heuttgen Blattes aufgefordert, ihre Tauben tue* (jen der Saatzeit vom 1. bis 30. April 1917 ernzühata. Tieft Sperrzeit tvird auch auf Mllitärbrieftauben (Taub«: der Militär- verwaittrng und der Brieftaubew-Liebhaber-Vereine) ausgedehnt.
** Tie Auszahlung der.Familien'unterftützun- gen an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen für 1.—15. April 1917 bezw. für März 1917 findet vom 30. März bis 7. April statt. Näheres siehe Anzeigenteil.
**VvlksaufklärungdurchdenFilm. Wie wir uns selbst überzeugen tonnten, verdient der augenblicklich im Lichtspieb- haus, Bahnhofsttaße, vorgeführte Film „Es werde Lichtt' als eine sittliche Tat anerkannt zu werden. Der Klm, nrit Unterstützung der deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten aufgetwmmeii, zeigt in völlig einwandfreier Meise an dem Schicksale zweier Brüder die schrecklichen Folgen, die die im Leichtsinn envvrbene Krankl-eit über Frau und Kind bringen kann. Die Handlung ist zwingend anfgebaut und verschafft der Mahnung „Es werde Licht" ernsten Nachdruck. Vion besonderem Interesse innerhalb der Geschehnisse ist die Vorführung der Wassermannschen Bluttmter- suckwilg, durch die unmittelbar das Vorhandensräl der Kranklieit sestgestellt werden kann, und die Aufnahmen erblich belasteter Müder in einer .Heilatistalt. Wir fönneit den Film daher jedermann als fesselnd und lehrreich empfchlenr. Die Darsteller, die in ihm aus- treten, zeichnen sich durch glänzendes Spiel aus, zumal der Hauptdarsteller, Bernd Aldor, den die Direktioui des^ Lichtspielhauses unter erheblichen Opfern von Mittwoch ab zu persönlichem Vortrage gewonnen hat. Von Frankfurt, wo Bernd Aldor zuletzt persönlich zu den: Filmiverk sprach, liegen m:s sehr aorerkemtenbe Empfehlungen vor. An diesen Tagen ist nur zu Beginn der Vorstellwtgen um 4, 6 lmb 8 Uhr Effilaß. Wir verspreche:: uns von de:: Vorsiihrungen eine tiefe Nachnnrkmig .auf die Besucher und würden es für sehr empfthtensloert .halten, wenn der Film den Angehörigen der Garnison intb Lazarette vorgeführt werden komtte.
** Schwarz-Weiß-Theater. Die Beerdigung des Kampfftteg-ers Hauptmann Bölcke ist ab Dienstag, 27. März, bis inkl. Freitag, 30. März, im Schwarz-Wcist- Theater Seltersweg 81 verfilmt zu sehen. Außerdem: Das dreiaktige Kriegsdrama „Geopfert fürs Vaterland" mit Walter Schmidthäßler als Regisseur uird Hauptdarsteller, „Die weiße Sklavin", ein Mabcherrschicksal in drei Men.


