ßteTflCtrrrn ratt> Dersarmrm gw «t ei ch te rii . In den meisten Städten NMrde die ehemalige bestechliche Polizei durch Miliz ersetzt, die <ms Envommern gebildet ist und ül>eratt die vollkommene Ordnung MNrecht erhält. Die gleich Miliz ist auch in Petersburg emge- richter, das fast sein getvö'hnlichs Aussehen wieder angeiwmmen bat Dre Petersburger Zeitungen erscheinen nicht mehr vvn der ^«nstir verstümmelt, eine freudig bewegte Menge durch- z reut die St ratzen uni) stillt die Läden, zahlreiche politische Vereinigungen und Versammlungen, die die ehemaligen bureau "^di<ven Verivaltungsboamten niemals genehnägten, werden unaufhörlich abgehalten und erfüllen die Hauptstadt mit angeregtem öffeuttichn Leben. Die Theater werde:: am Smu: tag die Borsttllungen toieder austreHmen, die Lichtspieltheater bereiten Films vor, welclie Ereignisse aus der Revo- uilion Erführen. Das einzige, was an die großen durchlebten. Tage erinnert, sind die roten Fahnen mW die Sinnbilder der Freiheit, mit denen die meisten Hauser geschmückt sind und die grvtze wte Fahne auf dem Dach des Winterpalais, das gemäß Regierungsbeschlutz der Sitz der demnächst stattfindenden konstituierenden Versammlung sein wird. Tie Nachrichten aus der Provinz lauten ermutigend und melden fast einstimmig von der Freiwe der Bevölkerung, vor: dem Joch des Zarentums befreit zu sein mrd von dem festen Entschlutz des Landes, sich ihm niemals wieder zu beugen.
Das Zarenpaar al» Gefangene.
Amsterdam, 22. März. (WTB.) Nach einer Reutermeldung wurden die vier nach Mahilew zum Zaren entsandten Regierrtngskoinmissare dort von dem General Alexejew empfangen. Der Zar befand sich im kaiserlichen Hofzug, wo seine Mutter von ihm Abschied nahm. Die Ab- daukungssorinalitäten bearrspruchten ungefähr eine Stunde. Mmival Nilow wünschte den Zaren zu begleiten, aber die Kommissare verweigerten die Zustimmung. Eine große Menschenmenge wohnte der Abfahrt des Zuges s ch'w e i g e n d bei. Eine Gruppe von Offizieren nahm Wschied von deni Zaren.l In ZarsLvje Selo fuhr der Zug vor dem kaiserlichen Pavillon vor. Der Zar batte vorher von dem Gefolge und der Dienerschaft Abschied genrmmnen und ging ruhig aus dein Salonwagen. Er trug die Uirifarm des 6. kubanischen Kvsakeilbataillons und den St. Georgsorden. Sein Gesicht ist eingefallen. Begleitet von dem Fürsten Dolgorucki schrut er auf das wartende Automobil zu. Kein Publikum war rugegeir.
GenerÄ Ruski erzählt laut „Berliner Tageblatt" in einer russischen Zeitung, besonder: Eindruck habe es auf oen Zaren gemacht, daß auch seine Leibgarde zu den Revolutionären überge- gangen war. Der Zar habe im Verlaufe von 24 Stunden drei Akte unterzeichnet, den ersten, der eine verantwortliche Regierung ga^s den zweiten, der den Abdankungsakt zugunsten seines Sohnes dach stelle, den dritten, der die Abdankung zugunsten seines Bruders Michael enthalt. Der Mansch des Zaren, mit seiner Familie nach Ävl^na überzusiedeln, scheine nicht berücksichtigt werden zu sollen. Es komme ein Aufenthalt in England in Bet rächt.
Petersburg, 23. März. (WTB.) Meldung des Reuter- \&m Bureaus; Ter Kommandant des Distrikts Petersburg. General K o r n i low, teilte der Zwrin mit, daß sie eine G e s a n g e n e sei. Er begab sich mit seinem Stabe nach Zarskoje Selo und fragte vom Bahnhof aus telephonisch bei dem Kammerherrn Benckendor
wann die Zarin ihn empfangen könne. Ueber den Grund seines Besuches wollte er am Telephon nichts mittcilen Benckendorfs er- wchie den General, am Telephon zu warten, und kehrte nach einigen, Minu ten zurück, daß die Zarin ihn in einer halben Stunde erwarte. .Wrmlow tuhr mit seinem Stabe nach dem Schloß Klein-Zarskoje- Ev -™ bl€ Vrivatgemächer geführt, wo er der Zarin den Beschluß der provisorischen Regierung vorlas und ihr mitteilte, daß von diesem AugeMßck an nicht mehr in Freiheit sei, daß die frühere Wach entlass«: und daß das Schloß streng bewacht wer- den wurde. Dre Zarin ersuchte, ihr ihre Dienerschaft zu lassen, :vas omvilligt wurde. Hieraus begab sich Kornilow in die Kaserne, wo er Anordnungen für die Bewachung traf. Der Ex-Zar wird bei seiner annOTtt m Zarskojo-Sselo vom General Kornilow empfangen und mit dem Auromobil nach dem Palast gebracht werden. Das Automobil wird twn Kavallerie bereitet.
Englische Grütze für das russische Parlament.
^ o .drc.k?rc ,^22. Marz. (DTB.) Bvnar Law brachte im Nnlerhause den Antrag ein, dem ru s s iff chen Voll ke Grüße und Muckwuirfch zur Schaffung freier Institutionen zu senden, und P6te, dre Ereignsts-e in Rußland folgten einander mit reißender ^vnelliqkert: sre lenkten während der letzten dreizehn Tage mitten mnerhalb der größten Erschütterung, die die Erde jemals durch Menschenhand erfahren, die Aufmerksamkeit der Welt auf jäch Tie
Der bulgarische Vericht.
Sofia, 23. März. (WTB) Amtlicher Bericht vom 22. März.
Patwnillengefechte. Auf die Höl-e 1248 nördlich von Biwlia machten die Franzosen andauenid Gegenangriffe, um die ihnen gestern enttiffenen Gräben wieder Au nehmen, wurden aber jedesmal mit blutigen Verlusten abgeivi-esen. Die hier den Franzosen entrissene Beute vernrehrt sich um drei Maschine:!gewehve, eine glotze Menge Gervehre, Munition und anderes Kriegsmaterial. Gefangene vec- sickxnn, daß stn Augenblick des Au> 7 riffcs die französischen Soldaten allem gewesen seien. Auf der übrige:: Fwnt schvack-eS Artillerien feucr. Niegertätigkcit auf der ganzen Front. i
Rumänische Front: Ruhe.
3. Kürzung der den Konnnnnalperbänden für Schwer- WM
Scmoei-stn ehester zugewiesenen dRelstnreiigen um 25 Prozent; ^
4. Stveichmrg der Jugend!ül^nzulagen.
^ ^ ^ Vorsorge getrvssen, daß, wenn diese EmschrünkungeM Watz greifen, die Ka r t o f fe lzu fu hr wieder völlig den Bo»»
Krieg zu erfolgreichem Abschluß zu bringen. Ihre »uyie
§ den schwersten, dre ,e einer Regierung zugefallen: sie sott die Angreifer aus dem Lande treiben und zu Hause Freiheit und Ordnung aufrichten.
Briaud Botschafter in Petersburg?
Basel, 24. März. (L. A.) Wie „Giornale d'Jtalia" aus Paris meldet, geht in den Wandelgängen der Kammer das hartnäckige Gerücht um, daß Briand den Botschafter- Vvsteii rn Petersburg angenommen habe.
* * *
England und die N°BootSgefahr.
Haag, 24. März. (L. A.) Die britische Regierung macht bekannt, datz den Frauen und Kindern jeder Nationalität die Erlaubnis, mit britischen Dampfern aus englischen Hafen über den Atlantischen Ozean zu reisen, verweigert wird, solange die U-Bootsgefahr nicht beseitigt sei, auch wenn dre Reisenden erklären, dies auf eigene Gefahr tun zu wollen.
Die irische Frage.
London, 22. März. (WTB.) Im Unterhcmse kündigte Bonar La.w, als zahlreiche Uniouisten und Liberale die ^im^ndigrsit der Lösung der irischen Frage betonten, an, dre Regierung wolle einen neuen Versuch machen, fJPJf i&liMQ zu finden. Asguith sagte dafür seine
tattge Mrttvrrkung zu.
England und Holland.
, Rotterdam, 23. März. (WTB.) Der Londoner Korrespondent des „Nreuwe Rotterdamschen Courant" meldeten der gestrigen Sitzung des U n te r h a u se s fragte Hunt auf Grund der statistischen Angaben, nach denen aus Holland wahrend 33 Tagen 3 274 000 Kilogramm Kartoffel- mc Jl™<t) r ®eut!$lanb unb nur 40 000 Kilogramm n«Y ?NFlano ausgeführt wurden, warum das Foreign office es zulasse, daß Holland so viel an Deutschland und >o wenig an England liesert. Harris antwortete namens der Re- gierung, die in Frmge stehende Aus uhr betreffe das Mehl von Kartoffeln, die in Holland geerntet seien und stehe in- -olgedessen außerhalb der Kontrolle der englischen Regierung.
Die Mißerfolge der Entente in Mazedonien.
Budapest, 24. März. (L A.) Der Berichterstatter des
Efr in L-ofia meldet: Die Anarifsskraft der tl* a J [ cn und Italiener in We stmaz e d on ien ist endgültig und völlig g e br och eir. Sie haben in den zehn lmchicenden Angriffen an Toten und Verwundeten .')0000 Mann verloren.
luiiiiiiiiiiiii
Wart Ihr dabei
im Schützengraben, bei eisiger Kälte, bei glühender Hitze, in Lehm und Dreck, in Iläffe undMgen, wenn nach wochenlangem höllischen Trommelfeuer der rasende Feind zum Sturme rannte und an unsrer Helden sieghafter Wehr sich blusige Schädel holte?
Wartshr dabei im einsamen Unterste' wt, weit draußen im unendlichen Meer, in Sturm und Drang, in Not und Tod, auf erfolgreicher sagd nach dem (Engländer?
Wart Ihr dabei, wenn unsere Flugzeuge und Zeppeline sich trutzig und verwegen den feindlichen Geschwadern entgegenwarfen zum Schuh unserer Kinder, Frauen und Greise, unserer blühenden Städte und Dörfer?
So seid wenigstens jetzt dabei wenn es gilt, im sichem Schoß der Heimat ohne Gefahr für Leib und Leben am großen Ziele mitzuwirken. (Es geht der (Entscheidung entgegen! Wer Kriegsanleihe zeichnet, ver- kürzt den Krieg, beschleunigt den Frieden. Wer aber jetzt noch dem Vaterland engherzig sein Geld vorenthält, demselben Vaterland, dem unsre Söhne, Ärüder und Väter ihr Leben opfern, der htlst unfern Feinden.
Die 6. Kriegsanleihe ist eine Ehren - Llrkunde, die jeder besitzen muß.
Mexiko unH Amerika.
New D-ork, 21..März. (Fu.nkfp-ru.ch vom Vertreter des WTB. Verspätet eingetroffen.) Associated Preß meldet aus Mexiko: Die mexikanische Negierung hat an die Vereinigten Staaten folgende neue Note gerichtet: Mit Bezug auf die Antwort der Vereinigten Staaten auf die Note, die General Carranza an die Regierungen der neutralen Staaten im Interesse des Friedens gerichtet hat, chlägt die mexikanische Regierung ein Zusammenarbeiten vor, um zu verhindern, daß Länder unseres Erdteils an icm europäischen Kriege teilnehmen, und sie wird ihre An- trengungen zur Herbeiführurrg des Friedens in Europa fortsetzen.
Amerikas Rüstungen.
Haag, 24. März. (L. A.) Wie ans Washington gemeldet wird, trifft mm: Vorbereitungen für die Ausrüstung einer Armee von 1 150 00 0 Mann zum Uebersee- d i e n st. Der erste Aufruf solle für eine halbe Million Freiwillige erfolgen. Die gefaulte Miliz von 400 000 Mann solle aufgerufen werden.
§eekrleg.
A m st e r d a m, 22. März. (WTB.) Aus Vlissingen ommt die Nachricht, daß der belgische Dampfer „N a r e i s", der von der englischen Regierung requiriert war, versenkt worden ist .
Bergen, 22. März. (WTB.) Der Dampfer „B e r g st i", von Cardiff nach Bordeaux mit Kohlert^nt^r- wegs, ist versenkt worden. Drei Mann sind umgekommen
örot, Kartoffeln mb Zleisch.
Berlin, 23. März. (WTB. Amtlich Wie bereits der Presse bekmmtgegeben, muß mit Rücksicht auf das Ergelmis der am 15. Februar ausgeführten 0^tveidebeslakidsWlsnah::^e, das erheblich rnedriqer als erlvartet ausspefallen ist, bis die Zahlen der angeordneten Nachprüfuliq entxmlsig jeststehen, zu einer Ein.- chränkung des B r vt-e t r e i de verb ra uchs cieschritten N erden. Demgemäß bctt das Kuratorium dev ReichSgetreidestelle in einer Sitzung am 23. März mit Zustimmung des Tirettorimus mit Wirkung vom 15. April beschlossen:
1- Herabsetzung der täglichen Mehlration von 200 Gramm auf 170 Gramm:
2. .Her-abfetzilug der von den Selbstversorgern zu verbrauchenden Getrerdenienge von 9 Kilogramnr auf 6 1 /* Kilsgrcnnrm monatlich;
tciümg überwiesen werden. Soweit sich wü>er Erwarten in ein-, zelnen Fällm gleichwohl noch Stockmigen zeigen sollten, werdcnj zum Ausgleich für felsteiide Kartoffeln wie bisher besondere Mehl-. zuw-ciimigen stattstickte::. Im übrigen tvicd wiärerholt darauf hi:r» gewiesen, daß, wenn die Veirttigermig der Brottuteillma in Kraft tritt, st/z Pfund Fleisch pro Kopf und Woche mehy ^ 101 r ^ und zwar infolae des m erwarteiiden Ileichs^
zujchusses zu einem Preise, daß auch die muldetbemittelte Bevölke^ vung der erhöhten Fleischzuweistmg teill>asttg werden kamu
Berlin, 23. März. (WTB.) Durch Verorderung des Reichs«, kanzlers imrd besttmmt, daß Kartoffeln im Betriebsjahlt 1216/17 aus Branntwein mrr verarbeitet werden dürfeii, soweit j re sich zur mensästichen Ernäbrmig nicht eigiren mrd nicht m emer in uirmittelbaver Nähe benndllchen Trockenanlage odeü Stärkefabrik verarbeitet werden köniren.
Mb. Deutscher Reichstag.
00. Sitzung vom Freitag, 23. März.
Am Binrdesrcttstische: die StaatsseLvetäre Dr. Heffferich.
Tr. Lisvo und Graf Rödern.
Präsident Tr. Kämpf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Minuten. Airs der Tagesordnung steht zmrächst eine .Anfrage des Mg. Basserrnann und des Abg. Dr. Streje:nann (nat-lib): Jrn Laufe dieses Krieges sind viele Wehrpflickstv^ fabicustüäZtig geworben. Ihr Vermögen ist beschlagnahrrtt und Pfleger dafür eingesetzt. Beabsickstigt der Herr Reichskanzler ein Reichsgesetz zu erlassen, diirch weläM die Bci'äüaMtahnle der Vermögen nach Ab- laus einer besttimnten Frist nach der BeLnrntgabe der Beschlagb. mchme für die Reichskasse für versallcn erklärt wird, wenn btt Verurteilte sich nicht vorher meldet?
Zur Verlesung der Aiifvage erhält der Abg. Stresemann das Wott. Er ist nickst awvescnd und die Anfrage nnxb daher vom Mg . List-Eßlingen verlesen.
Ministerialdirektor Dr. Delbrück: Der Gedanke, gesetzgeberische Maßnahmen in der Richtung zu treffen, daß das bv- schlag:mhrnte Berniögen Fahnen st üchttger ncnh Mlauf ettier b& stimmten Frist nach der Bekamttgabe der Beschlagirah:ne für verfallen erklärt werden kann, ersck-eint beackstmrswert. Tie Frage bildet auch schon seit längerer Zeit rm Verein nrtt andere:: sich in einer ähnlichen Richtung bewegenden Vorschlägen den Geg«^- sland der Erörterung zwischen den beteiligten Stellen. Tiefe sind noch rtickst aügeichlosseri.
Die Novelle zum Absatzgesetz von Kalisalzen wird ans Antrag des Abg. Spahtl (Zentt.) an eine Kommission vvn 21 Mitglieder« verlmefm.
Sodanil tmrd die Berattrng des Etats des Reie^amts deS Innern fortgesetzt. (Eimnalige Ausgaben zur Ettveilernng des Kaiser Wishelm-Kanals.) Hierzu liege:: mehrere sttesottllionm vor. Eine Resottittoii auf Einstellung von 700,000 Mark für die Aus- arbeitung eures Pwiettes für eine Gvoßschiffahttsstraße von Asthafseiiburg nach Pas-wr ist gestern bereits augenommen iwrbtti,
. Tie Abgg. Lieschsing, Gvöber, Hirsch, v. Payer und Scheideman^r verlangen hunderttausend Ätark für die Ausarbeitung von EnttErsen zu einem Großschiffahrtsweg vo m Rhein zur Donau
scher den Neckar und für die Schiffbarmachung des Oberrheins untz erue Verbindung über den Bodensee mit der Donau. Ferner verlangen die Natwrullliberalen die Schaffung eines Reichsamts für die Wässerstraßeu (
Hierzu sprechen die Abgg. Ma he r-Kvusl>srren (Zentr.)^ Feuerstein (Soz.) uwd Dr. Liszt-Eßlingen (nat.p ,,^.Abg- Dr. Müller-Meiningen (fvttschr. Volksp.): Auch sch chlreße mich dem Wimsche nach einem Rhein—Donau-Wasserwegf ^ nnlitärisck>en und Nstttschafllichen Gründen von Herzen au Dre Verbindung mit Oesterreich-Ungarn urrd dem Balkan ist eine drnrgcnd notwendige. Dies ist eine emiirent deutsche Angelegen1Z7iL< Abg. v Brockhausen ikons.l: Unser Widerstand gegen den Mittellandkanal entsprang wirtschaftlichen und finarrziellen Grün- dem weil wir nicht die Landnüttschaft einseitig benachteiligen lassen Uwllten, mid weil wir die EisenbabnfinanMi gesund erhalten woll^ tem Daß wir keine großzügigen Reick>seisenbähnen haben, ist nicht uniere Sckylld,^ sondern ^zu de:: Fortschrittlichen gewendet) tne Ihrige. (Zuruf: Wir lernen aber hinzu!) Hoffentlich lernen Sie vielter hinzu und kommen ganz zu unseren Anschauungeii. lH-citev- ftnt.) Preußen ist stets ein Vorbild für die andere:: Staaten gewesen. (Lachen links.) Den Anttag auf Errichtung eines Reichsamts für die Wasserstraßen lehnen wir ab. >
Nack) weiteren Bemerkungen der Llbgg. Liszt und Müller^ Mernmgen wird der Titel angenommen.
Bei der Mstimmung über den Mittag Baffermann (Reicbsaml für Sckiffälnttssttaßen) bleibt das Ergeb:ris zweifell)ast. Es kommt z:cm »ammel,prang. Für den dluttag stimmen 125 Mgeordnete, dagegen 110. Ter Antrag ist somit angenommen. Der Anttag des Mg. t*m Westarp auf bundesstaatliche Prüfung der Projekte wird abgelchnt. Ter Komprvmißantrag Liesching (100 000 Mk. für Borarbetten) wird angmwmmen.
Ter Rest des Etats des Innern wird gleichfalls angenommen. Es folgt die Beratung des Etats des Neichsmstizamtes. Hierzu liegen Resolutionen des Lmuptausschusses auf Herausgabe der Kriegsgewiniie, die dilrck) übermäßige Preise cntstcniden sind, auf Bekämpfung des Kriegswuchers Verbot des Malzchandels, Einschränkung der Pfändbarkeit von Lohn, Gehalt und ähnlichen Anspri'tchen vor. Die Sozialdemokraten fordern ein Gesetz auf Rechlsverfvlgung in solchen Fällen, rn denen ein ordentliches Gericht :md ein befviideres GerickK rechts-, rräfttg sich selbst als unzuständig mrd einaiider.gegcnseittg als zu- Nndig bezeickmet haben. Die Fortschrittler wünsckxn, daß die Bekarrntmacknmg über die Bersvlguna von Zmoiderhondlimgen! tegen Vorschriften über landwii-tschaftliche Maßiiahmen crasge- dehnt werde auf Ziiwiderhmidlun^n gegen lvirtschastliche Maß- irahmen während des Belagerungszustandes. Ern Komprvniiß- antrag endlich verlangt eine Erwetteruilg der Grundstücksbelastuna über die bisherige mündclsichere Beleihung.
Abg. Beizer (Ztt.): Durch das gan^ Volk geht ein Sck«« oer E:ttttlstung über das Gcbahrcn der Kriegswuck-erer und deren geluide Bestrafung. ^
^.dlbg. Heine (Soz.): Eine strenge Bestraffmg des Wnck>ers ist Nötig. Sympathisch kann die Vorschrift des alten Landrechtes be* niTnren, das; solche GeSvinne dem Staate verfallen. Die Erhölfung der llnpjändbarkett der Gehälter nruß sich mich auf die Ruljegehältep der Angestellten mck Arbeiter beziehen.
Mg. Dr Do ve (fortsck«. Bpt.) empfiehlt den Antrag seiner Patte: und ffnnchl für die Straflosigkeit bei RechtSirrtümcrn. die oes Belagerungszustandes erttstmiden smd. Der Begriff Wircher inüsse im Gesetz genau präzisiett werden, damit nicht ettva anständige Elemente abgeschreckt werden und den chlechten das Feld der wirtsckZaftlichen Betätigung überlassen bleibt Mg. Jungk (nattib.): Die rechtliche Erfassmrg-des über- mäßige::, rmlailteverr GelvinneS ist ein alter Reclstsgedanke Der Staatssekretär sollte eine präzise Erllärirng über die gesetzliche Regelung dieser Frage abgebeu. Bei der Gestaltung des Kriegs- teckstes sollte der Reichstag mehr gehött werden. Forinell mag es korrett sein, daß dre Ernziehmrg der Bennögei: feindlicher Staatsangchöriger «if Grund des Ermächttgungsgesetzes stattsüidet. Besser Ware es aber gewelen, wenn an Stelle dieses Dersabrens, das den Ehavattec erner Demonstration hat, ein Gesetz geschafft U'ordeil Ware. Auch rm .Kriege muß das Reckst Gelttmg haben DaS deutsche^ Vorgehen ist allerdings mir eine Vergeltung^ maßnalyne. ^>ch billige das Borgel-eii des Bnndesrates durchaus. Dre erste Aufgal>e nach dem Kriege muß die Beseitigung der Beschränkungen des Kvalttionsreckstes sein.
E>g. Holtschke (kons.): Auch tvir fordern die strenge Er- ^ **1, ng_ Kriegstvuchers. Ebenso stiMinen rvir der Herauffetzungt des Extttenznnnimnms zu ncke den übrigen Resolution«»:. Das! Zfoangsversahren muß verbilligt warchm.


