Nr. 10
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ehr kx 11002:
/«r MTB.) Großes Hauptquartier, 22. Marz. (Amtlich.)
W e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Zwischen Lens und Arras kam es nach lebhaftem Artil- lrnefener zu Gefechten von Erkundungstrupps.
. Im Landstrich beiderseits von Somme und Oise ver- tresen Zusammenstöße vorgeschobener Abteilungen für uns günstig.
.. . Chivres und Missy, auf dem Nordufer der Aisne, NW rranzosrsche Bataillone zurückgeworfen worden.
- ^ em .! infen Maasufer wurde durch Feuer auf die
feindlichen Gräben ein sich vorbereitender Angriff nieder-
gehalten.
Von Vorstößen in die französischen Linien am Aisne- Marne-Kanal, nordöstlich von Verdun, bei St. Mihiel und am Westhange der Vogesen im Plaine-Tal brachten unsere Sturmtrupps vierzig Gefangene zurück.
*
Drei feindliche Flugzeuge sind abgeschossen worden.
Das von Prinz Friedrich Karl von Preußen geführte Flugzeug ist von einem Flug über die feindlichen Linien zwischen Arras und Peronne nicht zurückgelchrt.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Front des G e n e r a l f e l d rn a r s ch a l l S Prinzen Leopold v o n B a y e r n.
Bei Saberesina, östlich von Lida, drangen unsere Sturmtrupps in vier Kilometer Breite über die vorderen russischen Gräben bis zur zweiten russischen Stellung durch, zerstörten nachts die Verteidigungsanlagen und kehrten mit 25 Gefangenen, zwei Nevolverkanonen, sechs Maschinengewehren und 14 Mincnwerfern zurück.
An der
Front des Generalobersten Erzherzog Josef
und bei der
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen lebte die Gesechtstatigkeit auf.
Mazedonische Front.
Die von unseren Truppen am 20. März gewonnenen Hölfen nördlich von Monastir waren gestern das Ziel starker französischer Angriffe, die sämtlich fchlschlugen.
Gleichen Mißerfolg hatte ein schwächerer Vorstoß in der Seenenge.
Der Erste Generalauartiermeister L u d e n d o r f f.
weitere gesellte. In etwas mehr als zwei Monaten! Einige zwanzig Dampfer und Segler der feindlichen Handelsflotte weniger schwimmen durch sie auf den Wogen; fast 600 Ge- fangene hatte sie an Bord, als sie in den heimatlichen Hafen ? l M- d?icht nur int atlantischen Ozean, nein, auch in den mbt^en Mffern hat das /tapfere Schiff sich seine Opfer japanische, französische, australische Kreuzer und Mstorer wurden dutzendweise auf die Jagd nach dem gefährlichen „Pirateii", wie sie den deutschen Hilfskreuzer nannten, ausgesandt. Allen Nachstellungen zum Trotz hat ™ nC r UC „Möve" den heimatlichen Hafen wieder gewonnen. Bmn Ruhme der „Möve" sagten uns die f e i n d l i ch e n Berichte nicht viel, sie schwiegen sich verlegen darüber aus. Die brasilianischen und amerikanischen Blätter dagegen wußten ;ie desto öfter zu nennen. Nur einmal brach die englische Presse ihr Schweigen: als sie einen phantastischen Bericht über die Vernichtung dieses deutschen Hilfskreuzers durch englische Seersteitkräfte gab. Der Bericht war erschwin- delt! Die „Möve" hatte dem Kriegsgeschick nur einmal ihren Zoll zu zahlen gehaot: in jenem Gefecht mit dem bewaffneten Engländer, bei dem auf deutscher Seite ein Unteroffizier und 4 Mann den Seemannstod starben.
Der Kaiser hat den Kommandanten Grafen Dohna zu seinem Flügeladjntanlen gemacht, das ist auch etwas Schottes, der selterteii Leistung Angemessenes, weil es ans dem Rahmen des Gewohnten heranssvr^ ; die persön- l ich e Freude des Monarchen wird uns dadurch bekitndet. Die Möve hat im Kreuzerkrieg mehr als irgend ein U-Boot geleistet: von ihrer Beute kommen annähernd 30 000 Tonnen auf einen Monat! Warutn wird da dieser Hilfskreuzer- dienst nicht zum allgemeinen System gemacht? So wird mancher Vermessene und Ungeduldige fragen. Warum kann es nur e t ne „Möve" geben? Wir aber wissen, daß diese Frage ein Unsinn ist. Denn im Großen muß das Planmäßige und Geordnete vorherrschen. Unsere Heeresleitung hat uns längst auch einmal das Bravourstück einiger deutschen Unterossiztere mitgereill, die pwtzlich auf die feindlichen Gräben losstürmtcn und eine lächerliche Zahl von Gefangenen einbrachten. Sollten darum alle Unteroffiziere an allen Kampflinien einen Generalsturm unternehmen? Dre Leistung" der „Möve" ist uns in erster Linie ein Glanz- stück, ein Dekorationsstück, das den deutschen Mannesgeist ziert und ehrt. Das ganze Volk hat seine Freude daran.
Der Aben-bericht.
Berlin, 22. März, abends. (WTB. Amtlich.)
Außer kleinen Gefechten zwischen Somme mrd AiSne sind keine besonderen Ereignisse gemeldet.
* * *
In unseren U-Booten glauben wir die Waffe zu besitzen, ven „Meerbeherrscher" England einem denffchen Frieden gefügig zu machen. Diese vielumstrittene Art des Seekrieges hat uns so schnelle und gewaltige Erfolge gebracht, daß jetzt der Kaiser hocherfreut dem Admiralstab und dessen Chef öffentlich seine Ehrung dargebracht hat. Der U-Bootkrieg ist kein Experiment mehr; heute wieder liegt eine amtliche Erklärung im englischen Unterhause vor, die es von neuem bestätrgt, wie ernst für England die ravide zunehmenden Schiffsversenkungen werden. Nun ist neben dert siegender! U-Booten ein deutscher Kaperkreuzer aufgefahren, der außerhalb des Rahmens eines großen Marineblaues, ganz auf sich selbstgestellt, die glänzendsten Kriegstaten zu Wasser vollbracht hat: dw „zweite Möve" unter dem Grafen von Dohna- Sckstodien rst uns wiedergekehrt! Da tritt nicht tu den Vordergrund die Ueberlegenheit deutscher Technik, sondern da ist wahres Heldentunt vom sonnigsten Strahle des Ruhms beleuchtet. Wenn die Gesamtleistungen der denffchen Wehrmacht in gebietender Größe und Wucht vor uns stehen, vorzüglich hervorgebracht durch treffliche Organisation, Tapferkeit und Pflichterfüllung — so erscheinen uns solche Episoden, wie die „Kreuzzüge" der „Möve" wie eilte goldene, herrsch flmkelnde Dekoration unseres siegreichen Staatsschiffes. Es ist etwas Großes utrd zugleich Schönes, dabei Mzusehen. Wir erinnern uns dabei au jenen wundervollen Vorgang, wo ein österreichisches Kampfflugzeug Wunder der ^pferkeit verrichtete und mehrere von italienischen Geschossen gefällte Karneraden unter den Schüssen des Feindes vom Wasser aufzulesen wußte. Das war in der Wirkung nichts Epochemachendes bei der Entwicklung des großen Völkerringeris, aber es lebt dennoch in dert amtlichen Be- rtchten fort als etwas Herrliches und ewig Bleibendes. r° ^ auch mit den Heldenfahrten
J ***■& hier zugleich auch epochemachende Wirkungen vorliegen! Die „Möve"
_draußen tüchtig aufgeräumt, lieber 55 000
Raunitoiinen, dre die „Move" diesmal erledigt hÄ:, war schon rn Anschluß an die Einbringung der ^Darro^ale als Pr sie und an die einzige Verlautbarung der britischen Admiralität beruhtet worden. Heute erfabreu w-r. dcch die ,jm*' diesen 55 000 Tonnmi noch 68 00^
Der öskerreichisch-urigarlfche Tagesbericht.
Wien, 22. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 22. März 1917.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
An der Vieriezina stießen unsere Abteilungen bis rn die zweite Linie der Russen vor und kehrten mit einem gefangenen Offizier, 226 Mann, zwei Revolverkanonen, sechs Maschinengewehren und 14 Minenwerfern zurück.
Vorsti-hc feindlicher Jagdkommandos scheiterten überall wo sie versucht wurden.
Jtal re nischerund südöstlicher Kriegsschauplatz.
Nichts zu melden.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f c r, Feldmarfchalleutnant.
Die „Möve" zmückgeke^rt.
B e r l i n, 22. März. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät Hilfskreuzer „Möve", Kommandant Burggraf und Graf Dohna-Schlobitten, ist von seiner zweiten, mehrmonatlichen Kreuzfahrt im Atlantischen Ozean nach einem heimischen Kriegshafen zurückgekehrt.
. ohat 22 Dampfer und 5 Segler mit 12 3 19 0 B r u t t o - R e g i st e r - T o n n e n, darunter 21 feindliche Dampfer, von denen 8 bewaffnet waren und fi'mf im Dienste der englischen Admiralität fuhren, und 4 feind- ttche Segler aufgebracht. S. M. Hilfskreuzer „Möve" hat '0 9 3 Gefangene mitgebracht.
Tie versenkten Schlfse sind:
. 1- .„Voltaire", englischer Dampfer mit einem Zwölfzenti- m-eter-Ge:chütz, 8617 Brnttoregiitertonnen, in Ballast. ^
2. „Halbjorg", norwegischer Tatnipfer, 2587 Brntw-Register- Tcmnen, Stückgut.
, 3 „Mount Tenrple", englischer Danlpfer mit einem Sreben-
emhalbzentimeter-Geschütz, 9792 Br.-Reg.-T., Lebetrsnrittcl, Stückgüter und Pferde.
4. „Tuches; of Cornwall", englischer Segler, 152 Br.-Reg.-T., Fache.
^ ^Kmg George", englischer Dainpser, 3852 Br.-Reg.-T., Explopviwsfe, Lebeirsmittel und Stückgut.
~ ^ /,Cambriml Range", englischer Dampfer, 4235 Br.-Reg.- T., .W erzen utrd Stückgut.
. 1: „Georgic" englischer Tatnpfer mit einem Zwölfzentmteter- Geschutz, 10 077 Br.-Reg.-T., Weizen, Fleisch und Pferde.
, , 8. „Parrotodale", errglischer Dampfer, 4652 Br.-Reg.-T., Mu- tntlon und Lebensmittel, Kriegsbedarf.
9. „St. Theodore", englischer Dampfer, 4992 Br.-Rea.-T., Kohlen.
. , 10. „Tramatist", englischer Dampfer, 5400 Br.-Reg.-T., Mu- nrtion, Früchte.
11. „Natltes", französischer Segler, 2600 Br.'-Reg.-T., Salpeter.
12. „Asnieres", französischer Segler, .3100 Pr.-Reg.-T., "weizen.
13. „Hudson Maru", japanischer Dampfer, 3800 Br.-Reg.-T., Stückgut.
14. „Radnorshire", englischer Dampfer mit einem Zwölfzentimeter-Geschütz, 4300 Br)-Reg.-T., Kaffee und Kakao.
15. „Minich", englischer Dampfer, 3800 Br.-Reg.-T., Kohlen.
16. „Netl^rbv Hall", englischer Dampfer, 4400 Br.-Reg.-T., Reis und Stückgut.
17. „Jean", kanadischer Segler, 215 Br.-Reg.-T., Zucker.
18. „Staut", norwegischer Segler, 1200 Br.-Neg.-T., Wal-Oel.
19. „Brecktiockslffre", englischer Dampfer mit einem Zwökf- z-entimeter-Geschütz, 8400 Br.-Reg.-T., Kohlen.
20. „French Prince", englischer Datnpfer, 4800 Br.-Reg.-T., Hafer, Mais, Cornetbeef.
21. „Eddi", emglischer Datnpfer: 2650 Br.-Reg.-T., Kohlen.
22. „Kätherine", englischer Dampfer, 2900 Br.-Reg.-T., Weizen.
23. „Rhodantc", englischer Dampfer, 3000 Br.-Reg.-T., Ballast.
24. „Esmeraldas", englischer Dampfer, 4680 Br.-Reg.-T., Ballast.
25. „Otaki", englische^ Danrpfer, 7400 Br.-Reg.-T., mit einem Zwölfzentimeter-Geschütz in Ballast.
. 26. „Temeicrion", englischer Dampfer mit ein-eim Sieben-
ernhalbzentimeter-Geschütz, 6000 Br.-Reg.-T., Holz.
27. „Gavertwr", englischer Danrpfer mit einem Zwölfzentimeter-Geschütz, 5500 Br.-Reg.-T., in Ballast.
Von diesin Prisen erreichte der englische Dampfer Ja = rowdale" am 31.Dezember 1916 mit 469 Gefangenen etnnt deutschen Hafen, der japanische Damvfer „Hudson Ma rn" am 16. Januar 1917 mit drn Besatzungen von „Dramatist", „Radnostzire", „Minich", „Netherdy Hall", „Nantes" und „Asnieres" den Hasen von P e r n a m b u c o. Die übrigen Schiffe wurden versenkt. S. M. Hilfskreuzer Möwe" brachte 593 Gefangene ein.
Berlin, 22. März. (WTB. Nichtamtlich.) Wie wir hören, ist der Kommandant der „Möve" Graf DohnaSchlodreu zum Flügeladjutanten des Kaisers ernannt worven.
* * *
Tie Lage im Westen.
-fr? ^ 22. MälH. (WTB. Mchtamtl.) Die cnglisch-fran-,
zoffschen Truppen fühlen in dem geräumten Gebiet gegenüber den ch leierartig anfge st eilten deutschen Sicherun-i g e n wir langsam vor. An verschiedenen Stellen gingen die Alliierten dazu über, sich einzugraben. Ihre Verluste bleiben an- danErnd hoch. Nordöstlich von Peronne und auf dem Nordufer der Aisne, wo die Franzosen gestern zweimal verlustreich getvorfen wurden, kam es zu den schwersten Zusammenstößen mit dem Gegtier. Entgegen der Meldung des Eifclturms vom 21 März vollzog sich die Räumung vonNotzon ebenso wie der übrigen ^Ortschaften mit großer Ruhe und olm i&cn Gewaltakt. Südöstlich öon Berry au Bac drang eitre Patrouille in die feindlicheti Gräben em und kehrte mit fünf Gegangenen und einem Maschinengewehr zurück. Bon der für den März geplanten einheüliä)en Früh- lahrsoffenisive bier Entente blieb vorlänffg nur der Balkan übrig, wo die Franzosen fortsalwen, sich in vergeb- lichen blutigen Angriffen zu opserir. Mle Angriffe nördlich von Monasttr wurdet^ abgetviesen. Eine neu auffahrende Batterie wurde durch deutsches Zerstörungsfeuer zusammengesa-ossen. Bei den Gegenpößen am 20. März wiirden außer einer Anzahl Gefangener 20 Maschinengelvchre eingcbracht.
London, 22. März. (WTB. Nichtamtl.) Die „Times" wartet in einem Leitartikel wr übereilter Ekstase über den Vorniaffch der Alliierten an der W e st fro n t. Es sei zwar ersreir- lich, daß so viel sianzösisches Gebiet zurilckgewonnen wordeti sei aber ntan müßte auch zugeben, daß der deutsche Rückzug bisher ziemlich gut gelungen sei und daß die Denffchen nur sehr ioenia Matmsck-aften und keine Kanonen verloren hätten.
I Revolution in Rutzland.
. Amsterdam 22. März. (WTB.) Ter Petersburger Kvrre- tpondent der „Times" telegrapAerte am Montag aus Petersburg : Der Münster des Aeußern M i l j u k o w hat die Botschafter und Gesatwten der alliierten Lärrder Ennite offfzäll von der Abdankung des Zaren und der Uebernahme der Leitung der Staatsaeschäche diirch die provisorische Recherung in Kenntnis gesetzt. Er sprach die Hofffmng aus, daß die Vertreter der alliiertst Länder ihn unterstützen würden, um die Bande zwischen Rußland und seinen Bundesgenossen zu stärken. George Buchanan atrt- tvortete. er freue sick>, peffötüiche Beziehuttgen zu Müjukow an- rnüpsen zu kötmen.
Diese gegenseiffgen Versicherungen können als Anerkennung der Regierung de tacto, aber nicht de jure betrachtet werden.
Der Ausschuß der Arbeiter u n b Soldatenab-, geordneten hat einen Ausruf veröffentlicht, die Arbeit in Petersburg morgen wieder aufzunehmen. Die Fabriken in Moskau arbeiten wieder. Hunderte von Abgeordneten der Truppen in den Provinzen befinden sich auf dem Wege nach Petersburg Sie wollen alle an den Verhandlungen des Llnsschusses der Arbeiten und SoldatenabgWrd'neten teilnelMen.
Am Dienstag meldete der „Times"-Kvrrespondent aus Petersburg, er lM.be eüren Zug von Menschen aus den unteren Klaffen. gesehen. Sie trugen rote Banner mit der In schrick- „Freiheit und Land! Tod den Verhafteten! Tod den Tyrannen!" Es war das E^erücht verbrecket, daß die Zarin und ihre Familie sich im Taurischen Palast desändcn. Tie auf- gereche Menge verlangte die Häupter der Zarin und der früheren Minister, ^ustizminister Kerenski hielt eine Ansprache, in der er auf die • Notwendigkeck hmwies, gegen die Deutschen zu kämpfen, da die Bevölkerung smift in die Gefahr geraten würde, selbst die Köpfe eitiznbüßen.
Berlin , 22. März. (WTB.) Der „Berliner Lokalmtzeiger" meldet aus Stockholm: Nachrichten ans Petersburg zufolae wurde am vorigert Sonnabeird das Dumagcbäude von sv;ia- lfftMen Volksnmsseu belagert. Die Menge demvnstrieNe acaai die Bnbelull tung der Monarckche, sotvie die Uebernolyne der Armec- lellung durch Nikolai N iko laj e witsch. Die provisorische Regierung der Tumamckglieder war außefftmrde, sickt aus ben Strayen zu zeigen. Sic bediente sich ausscl/lreßlich der urrter eng- lffchem Konunando stehend Aibteckung von Pmizerautomobücn


